Die kosmiche Sichtweise gibt uns Hoffnung

Wir wollen für eine Sekunde unsere herkömmliche Betrachtungsweise der Dinge ändern und versuchen, unsere gegenwärtige Krise in den Rahmen der kosmischen Zeit zu stellen. Vielleicht können wir sie besser verstehen, indem wir sie so relativieren, und sie besser in den Griff kriegen, und zwar in einem hoffnungsvollen Kontext.

Die Zeit des Kosmos

Wir wollen uns vorstellen, dass die ca. 13 Milliarden Jahre des Universums auf ein einziges Jahrhundert komprimiert wären. Jedes „kosmische Jahr“ entspräche 113 Millionen Erdjahren.

Aus diesem Gesichtspunkt wurde die Erde im Jahr 70 des kosmischen Jahrhunderts geboren, und das Leben entstand in den Meeren zu unserer Überraschung irgendwann nach dem 73. Jahr. Fast zwei kosmische Jahrzehnte lang war Leben auf einzellige Bakterien beschränkt.

Eine neue schöpferische Phase begann im Jahr 93 mit der Entstehung sexueller Fortpflanzung lebender Organismen. Dies war, zusammen mit anderen Kräften, ausschlaggebend dafür, dass sich das Gesicht der Erde veränderte, denn es verwandelte auf radikale Weise die Atmosphäre, die Ozeane und die Geologie der Erde, wodurch unserem Planeten die Aufrechterhaltung komplexerer Lebensformen ermöglicht wurde. Ein Großteil der Biosphäre ist die Schöpfung solcher Mikroorganismen.

In dieser neuen Phase beschleunigte sich der Evolutionsprozess rasant. Zwei Jahre später, im Jahr 95, entstanden die ersten mehrzelligen Organismen. Ein Jahr darauf, im Jahr 96, erleben wir die Entstehung von Nervensystemen, und im Jahr 97 die ersten Wirbeltiere. Säugetiere tauchten in der Mitte des Jahres 98 auf, d. h. zwei Monate nach den Dinosauriern und einer immensen Pflanzenvielfalt.

Vor fünf kosmischen Monaten fielen Asteroide auf die Erde und zerstörten viele Spezies einschließlich der Dinosaurier. Kurz darauf jedoch produzierte die Erde, als wolle sie sich revanchieren, eine Lebensvielfalt wie nie zuvor.

In dieser Ära, als die Blumen entstanden, betraten unsere Urahnen die Bühne der Evolution. Dann wurden sie zu Aufrechtgängern (vor 12 kosmischen Tagen), und mit homo habilis begannen sie, Werkzeuge zu benutzen (vor 6 kosmischen Tagen), während homo erectus das Feuer kontrollierte (gerade mal vor einem kosmischen Tag). Vor 12 kosmischen Stunden erschienen Neuzeit-Menschen (homo sapiens).

Während des Nachmittags und der Nacht unseres ersten kosmischen Tages lebten wir in Harmonie mit der Natur, und wir achteten ihre Rhythmen und waren uns der Gefahren bewusst. Unsere Anwesenheit hatte  bis vor 40 Minuten kaum Einfluss auf die biologische Lebensgemeinschaft, als wir begannen, Pflanzen und Tiere zu züchten und die Landwirtschaft zu entwickeln. Danach intensivierte sich unser Eingreifen in die Natur, und vor 20 Minuten begannen wir, Städte zu bauen und zu bewohnen.

Vor nur 2 Minuten wurde unser Einfluss wirklich bedrohlich. Europa verwandelte sich selbst in eine technologische Gesellschaft und erweiterte seine Macht durch koloniale Ausbeutung. In dieser Phase wurde das Welt-Projekt gebildet: mit einem Zentrum und mehreren Peripherien und einem Graben zwischen Arm und Reich.

In den letzten 12 Sekunden (seit 1950) hat sich der Rhythmus der Erforschung und der Zerstörung der Umwelt dramatisch beschleunigt. In dieser kurzen Zeit haben wir fast die Hälfte der größten Urwälder zerstört. In den nächsten 12 kosmischen Sekunden, wird die Erd-Temperatur um 0,5° C ansteigen, und innerhalb kurzer Zeit könnte sie um 5° C steigen und damit den Großteil der Biosphäre und Millionen von Menschen in Gefahr bringen. In den letzten 5 kosmischen Sekunden hat die Erde Boden eingebüßt im Ausmaß allen fruchtbaren Lands von Frankreich und China und wurde mit Zehntausenden neuer Chemikalien überschwemmt, von denen viele hochgradig giftig sind und die Lebensgrundlagen bedrohen.

Wir rotten zurzeit 27 bis 100 Tausend Spezies pro Jahr aus. Manche Wissenschaftler schätzen, dass in den nächsten 7 kosmischen Sekunden 20-50 % aller Spezies aussterben werden. Wann wird dies aufhören? Und warum so viel Zerstörung?

Unsere Antwort lautet: Dafür, dass ein kleiner Teil der Menschheit privat oder unternehmerisch in den Genuss der „Erträge“ dieses Zivilisationsprojektes  kommt. 20 % der Reichsten verdienen zurzeit das Zweihundertfache der 20 % der Ärmsten. Zu Beginn des Jahres 2008, vor der gegenwärtigen Wirtschaftsfinanzkrise, hatten wenige Tausend Millionäre zusammen in etwa das Doppelte des gesamten Jahreseinkommens der ärmsten 50 %. Auf das Einkommen bezogen bedeutet das, dass das reichste Prozent der Menschheit soviel besitzt wie die 57 ärmsten Prozent verdienen.

Die Zeit der Erde

Unser Planet, der die Frucht von mehr als vier Milliarden Jahren Evolution ist, wird von einer kleinen Minderheit von Menschen aufgezehrt. Zum ersten Mal in der Geschichte der Entwicklung der Menschheit verursacht eine solche Minderheit und, in geringerem Ausmaß wir alle, die oben besprochenen Probleme. Die Gefahren, die daraus resultieren, bedrohen unsere Zukunft und unsere Lebensweise.

Jedoch wollen wir nicht, indem wir auf der Ernsthaftigkeit der Krise beharren, eine derart apokalyptische Vision projizieren, die Lähmung und Hoffnungslosigkeit hervorruft. So wie wir diese Probleme selbst verursacht haben, können wir sie auch lösen, wenngleich manche nicht mehr rückgängig zu machen sind. Das bedeutet, es gibt Hoffnung auf eine zufriedenstellende Lösung der Krise.

Wer letzten Juli an der Großen Völkerversammlung in Rio de Janeiro oder an den Weltsozialforen teilnahm, ist sich dessen bewusst, dass es Tausende und Abertausende von mitdenkenden und kreativen Menschen auf der ganzen Welt gibt, die daran arbeiten, praktische Alternativen zu entwickeln, die es der Menschheit ermöglichen, in Würde zu leben und ohne die Gesundheit der Ökosysteme und von Mutter Erde anzugreifen.

Wir verfügen über ausreichend Informationen und Wissen, um die gegenwärtige Krise zu überwinden. Dazu müssen wir die Intelligenz des Herzens und der Gefühle aktivieren, die die notwendigen Träume hervorruft, Solidarität, Mitgefühl und ein Gespür für unsere gegenseitige Abhängigkeit (Interdependenz) und universelle  Verantwortung.
Es ist wichtig zu erkennen, dass die Bedrohungen, mit denen wir konfrontiert sind, Symptome einer chronischen kulturellen und spirituellen Krankheit sind. Dies betrifft uns alle, vor allem die 20 % von uns, die den Großteil des Reichtums der Welt verbrauchen. Diese Krise zwingt uns, ein anderes Zivilisationsparadigma zu entwerfen, denn das aktuelle ist zu zerstörerisch. Darüber schreiben wir oft in unseren Artikeln.

Krisenzeiten können auch schöpferische Zeiten sein, Zeiten, in denen neue Visionen und neue Gelegenheiten entstehen. Das chinesische Schriftzeichen für Krise, weiji, resultiert aus der Kombination der Schriftzeichen für Gefahr und Gelegenheit. Dies ist kein simpler Widerspruch oder Paradoxon; die tatsächlichen Gefahren zwingen uns, nach den tieferen Gründen zu suchen und Alternativen zu entwickeln, um die Gelegenheiten nicht zu versäumen.

In unserer Kultur leitet sich das Wort Krise aus dem Sanskrit-Wort kri ab, das reinigen und aufdecken bedeutet. D. h. es geht um einen sehr schmerzhaften, aber überaus positiven Prozess der Reinigung unserer Sichtweise, der als eine Feuerprobe unserer ethisch-spirituellen Haltungen dient. Beide Bedeutungen, sowohl die chinesische als auch die aus dem Sanskrit, sind aufschlussreich.

Unsere Zeit

Wir müssen die Weisheitsquellen der zahlreichen Kulturen der Menschheit wieder aufgreifen. Manche sind althergebracht und werden uns durch diverse kulturelle und spirituelle Traditionen überliefert. Die Kategorie vom „guten Leben“ der Andenkulturen ist fundamental. Andere wiederum sind moderner, wie die tiefgreifende Ökologie, der Feminismus und der Öko-Feminismus, die transpersonale Psychologie und die neue Kosmologie, die sich von den komplexen Wissenschaften, der Astrophysik und den neuen Erkenntnissen über das Leben und die Erde herleitet.

Zum Abschluss ein Zitat von zwei bedeutenden nordamerikanischen Umweltschützerinnen und Erzieherinnen, Joanna Macy und Molly Young Brown: „Das außergewöhnlichste Charakteristikum dieses gegenwärtigen historischen Moments der Erde ist nicht, dass wir dabei sind, unseren Planeten zu zerstören, denn dies tun wir bereits seit langer Zeit, sondern dass wir beginnen, von einem tausend Jahre alten Traum erwachen zu einer neuen Art von Beziehung mit der Natur, mit dem Leben, mit der Erde, mit den anderen und mit uns selbst. Dieses neue Verständnis wird die Große Transformation, nach der wir uns so lange sehnen, ermöglichen.“ (Joanna Macy und Molly Young Brown, Nossa vida como Gaia, 2004, 37) Die Große Transformation wird kommen, durch die Gnade der Evolution und durch die Gnade Gottes.

Ins Deutsche übersetzt von Bettina Gold-Hartnack

Qualle Chiesa stà in crisi e in degenerazione?

La Chiesa cattolica, quella gerarchica, si è impantanata in una grave crisi di autorità, di credibilità e di leadership, a causa di vari scandali finanziari, ma in maniera criminale, a causa dei pedofili: preti, vescovi e un cardinale.

Crisi di autorità, di credibilità e di leadership della Chiesa istituzionale.

Simili fatti hanno ferito l’autorità ecclesiastica che si è vista profondamente colpita dai suoi stessi tentativi di negare, depistare e insabbiare atti criminosi riguardanti la pedofilia dei preti, al punto che un tribunale dello Stato di Oregon, negli Usa, a dispetto dell’immunità giuridica dello Stato del Vaticano, pretendeva portare in tribunale le autorità ecclesiastiche romane, eventualmente addirittura l’allora cardinale Joseph Ratzinger che si rifiutava di irrogare sanzioni contro il padre Lawrence Murphy, che tra il 1950-1975 aveva abusato sessualmente di duecento giovani sordi. E particolarmente la sua lettera del 2001, inviata ai vescovi, impedendo loro, minacciati di pesanti pene canoniche, di denunciare i pedofili alla giustizia civile. Tale atteggiamento è stato considerato complicità con il crimine e tentativo di copertura, cosa che configura un delitto.

Simili atteggiamenti antietici hanno eroso la credibilità dell’istituzione. Come può pretendere di essere «specialista in diritti umani» e «madre e maestra di verità e di morale», se, attraverso fatti e omissioni, nega apertamente quello che predica?

In crisi è pure la leadership,visto che Benedetto 16º ha commesso vari errori di governo, riguardo agli evangelici, ai musulmani, ai giudei, alle donne, allo spirito del Vaticano II, nel fare concessioni ai seguaci del vescovo scismatico Lefebvre, come la reintroduzione della messa in latino e della preghiera per la conversione dei giudei infedeli e, in generale, a causa del suo scontro ossessivo con la modernità, vista negativamente come decadenza e fonte di tutti i tipi di errori, specialmente del relativismo. Questo è ostinatamente il condannato ma, curiosamente, a partire dalla stessa prospettiva, soltanto che a rovescio: dal punto di vista di un rigoroso assolutismo. Non è una strategia intelligente combattere un errore con un altro errore solo partendo dal polo opposto.

Le conseguenze si stanno dimostrando disastrose. Prendiamo tanto per fare un esempio la Chiesa Cattolica tedesca, ritenuta comunemente molto solida: soltanto nel 2010, 250.000 fedeli si sono sganciati dall’istituzione, il doppio del 2009 (Hans Kung, C’è salvezza per la Chiesa?). Queste migrazioni interne avvengono in tutto il mondo, specialmente negli Stati Uniti e in Irlanda, dove il caso dei pedofili è arrivato a forme epidemiche. In Brasile, tra gli altri motivi, la demoralizzazione dell’istituzione romana ha contribuito a una caduta drastica delle cifre dei cattolici. Il censimento del  IBGE ha mostrato che tra il 2000 e il 2010 la frazione cattolica è caduta dal 73,6% al 64,6%. Nella diocesi di Rio, diretta per 30 anni dall’arcivescovo autoritario e a volte dispotico come Dom Eugenio Salles, il numero dei cattolici è arrivato alla cifra storicamente più bassa di tutti, soltanto il 45,8%.

Questa crisi dell’istituzione cattolica ha messo in luce la struttura di potere e la forma del metodo usato per organizzare la conduzione della comunità dei fedeli. Questa è caratterizzata da una monarchia assoluta, dato che il Papa, suo Capo, ha «potere ordinario, supremo, pieno, immediato e universale» (canone 313), aumentato ancora con l’attributo dell’infallibilità in tema di fede è di morale. È ancora in vigore il monopolio del potere della verità nelle mani della gerarchia, con chiari segnali di patriarcalismo, tradizionalismo, clericalismo, animosità contro il sesso e con le donne. Si è formato quello che Hans Kung ha chiamato «sistema romano» il cui asse portante e la figura del Papa con «la pienezza del potere» (plenitudo potestatis) giuridico unico ed esclusivo su tutta la comunità e su ciascuno dei fedeli.

L’aumento dello spirito critico, la maggiore facilità di accedere a documenti storici, la resistenza dei cattolici più lucidi nel rifiutare le ragioni altamente ideologizzate dell’istituzione con la premura di auto legittimarsi, invocando l’origine divina e rifacendosi alla volontà del suo fondatore, Gesù, hanno fatto sì che molti si siano allontanati da questo tipo di chiesa oppure sono rimasti totalmente indifferenti ad essa. Mantenere i fedeli nell’ignoranza e la strategia della paura, come ha mostrato il noto storico Jean Delumeau (La paura in Occidente, 1987) sono stati fattori decisivi per la conversione di popoli interi nel passato, ma oggi sono inaccettabili e semplicemente da condannare.

Concretamente la comunità cristiana sta divisa in due corpi: il corpo clericale (dal Papa al diacono) che detiene in forma esclusiva il potere di comando, di parola, di dottrina e degli strumenti di salvezza e il corpo laicale, costituito dai fedeli laici, uomini e donne, senza nessun potere di decisione, toccando loro appena il diritto di ascoltare, ubbidire e eseguire quanto stabilito dall’alto. Questa non è assolutamente una caricatura, ma La descrizione di ciò che effettivamente avviene e è sanzionato dal diritto canonico.

Alla gerarchia tutto, al laico niente: ecco la testimonianza di due Papi.

Niente di meglio che la testimonianza di due papi, per esplicitare questa divisione teologicamente problematica.

Gregorio 16º (1831-1846): «nessuno può disconoscere che la Chiesa è una società diseguale in cui Dio ha destinato gli uni a governare e gli altri a servire; questi ultimi sono i laici gli altri sono i chierici». Più rigido ancora Papa Pio X (1835-1914): «soltanto il collegio dei pastori ha il diritto e l’autorità di dirigere e di governare; la massa non ha nessun diritto, tranne che quello di lasciarsi governare come un gregge obbediente che segue il pastore». Queste espressioni che stanno lontane anni luce dal messaggio di Gesù, non sono mai state disdette e continuano ancora oggi a mantenere la loro vitalità teorica e pratica.

Il corpo laicale, a sua volta, si è pure organizzato in movimenti e comunità sia dentro al corpo clericale, sia ai margini. In esso funziona il principio della comunione e della partecipazione egualitaria, il potere è circolare e a turno, i servizi sono distribuiti fra i membri, d’accordo con le loro capacità e abilità; tutti partecipano, prendono la parola e collettivamente elaborano decisioni circa i cammini della comunità. Il centro è occupato dalla Bibbia letta e commentata comunitaria mente e applicata alle situazioni concrete. Non si oppone alla Chiesa-l’istituzione gerarchica papale e perfino si rallegra quando qualcuno della gerarchia partecipa alla vita delle comunità. Ma è necessario mettere in risalto che segue un’altra logica, non parallela, ma differente. Frattanto non lascia di soffrire per la divisione, dato che la maggioranza intuisce che simili divisioni non corrisponde al sogno di Gesù: che “tutti siano fratelli e sorelle e nessuno voglia essere chiamato padre o maestro, perché uno solo è il maestro, Cristo” (Matteo 23,9-10); Tutto ciò è negato in continuazione.

Quale dei due tipi di Chiesa sta oggi in crisi e in franca degenerazione? E’ la Chiesa-istituzione-monarchico-assolutista, le cui ragioni non arrivano a convincere i fedeli e nemmeno regge davanti al senso-comune e al senso del diritto e della giustizia che si sono imposti nella riflessione degli ultimi secoli, non senza l’influenza del cristianesimo. Questo tipo di Chiesa non è né progressista né tradizionalista. È semplicemente medievale e tributario dell’illuminismo dei re assoluti per volontà divina.

Le cose non cadono pronte dal cielo né sono uscite direttamente dalla manica della tunica di Gesù. Esse si sono costituite storicamente in un processo lento ma persistente di accumulazione di potere fino a raggiungere il grado assoluto, eguagliato al potere di Dio (il Papa o come rappresentante di Dio). Qui bene si realizza la perspicace osservazione di Hobbes: «Il potere non può garantirsi se non cercando sempre più potere», fino ad arrivare alla sua forma suprema e divina. È stato quello che è avvenuto con il potere dei papi romani e la gerarchia cattolica. Questa forma concentrata di potere costituisce il nodo della crisi sia per il passato e attualmente in forma ancora più grave.

Nella prossima puntata studieremo abbastanza dettagliatamente come si è arrivati all’attuale monarchia assolutiste centralizzate della chiesa istituzione.

*Leonardo Boff è teólogo, filosofo e scrittore.

Tradotto da Romano Baraglia

Qué tipo de Iglesia está en crisis y degeneración?

 

La Iglesia católica jerárquica está inmersa en una grave crisis de autoridad, de credibilidad y de liderazgo, debido a varios escándalos financieros, pero de manera criminal por causa de los pedófilos: curas, obispos y un cardenal.

Crisis de autoridad, de credibilidad y de liderazgo de la Iglesia institucional.

Tales hechos han socavado la autoridad eclesiástica que se ha visto profundamente golpeada por los distintos intentos de negar, disimular y, finalmente, ocultar actos criminales referentes a la pedofilia de los curas, hasta el punto de que un tribunal de justicia de Oregón (Estados Unidos), a pesar de la inmunidad jurídica del Estado Vaticano, pretendía llevar a los tribunales a autoridades eclesiásticas romanas, eventualmente hasta al entonces cardenal Joseph Ratzinger, por negarse a aplicar sanciones contra el padre Lawrence Murphy que entre 1950-1975 había abusado sexualmente de doscientos jóvenes sordos. Y particularmente por su carta de 2001 enviada a los obispos, impidiéndoles, bajo duras penas canónicas, denunciar a los pedófilos a la justicia civil. Esta actitud fue considerada como complicidad en el crimen e intento de encubrimiento, lo que configura un delito.

Tales actitudes antiéticas han erosionado la credibilidad de la institución. ¿Cómo puede pretender ser «especialista en derechos humanos» y «madre y maestra de la verdad y de la moral» si, por obras y omisiones, niega abiertamente lo que predica?

La crisis es también de liderazgo pues Benedicto XVI ha cometido varios errores de gobierno referentes a los evangélicos, a los musulmanes, a los judíos, a las mujeres, y al espíritu del Vaticano II al hacer concesiones a los seguidores del obispo cismático Lefebvre como la reintroducción de la misa en latín y la oración por la conversión de los judíos infieles y, en general, por causa de su enfrentamiento obsesivo contra la modernidad, vista negativamente como decadencia y fuente de todo tipo de errores, especialmente, del relativismo. Éste es obstinadamente condenado pero, curiosamente, a partir de la misma perspectiva, solo que a la inversa: la de un riguroso absolutismo. No es una estrategia inteligente combatir un error con otro error, sólo que a partir del polo opuesto.

Las consecuencias se están mostrando desastrosas. Tomemos como ejemplo a la Iglesia católica alemana, considerada como muy sólida: solamente en 2010 se desvincularon de la institución 250 mil fieles, el doble que en 2009 (Hans Küng ¿Tiene salvación la Iglesia? 2012, 20). Esta emigración interna se está dando en todo el mundo, especialmente en Estados Unidos e Irlanda, donde el caso de los pedófilos ha alcanzado niveles epidémicos. En Brasil, entre otros motivos, la desmoralización de la institución vaticana ha ayudado a que las cifras de católicos hayan disminuido drásticamente. El censo del IBGE muestra que entre 2000 y 2010 la parcela católica cayó del 73,6% al 64,6%. En la diócesis de Río, dirigida durante 30 años por un arzobispo autoritario y a veces despótico como don Eugênio Salles, el número de católicos llegó al número históricamente más bajo de todos, solo un 45.8%.

Esta crisis de la institución jerárquica católica ha puesto a la luz la estructura de poder y la forma como se organiza la dirección de la comunidad de los fieles. Se caracteriza por ser una monarquía absoluta, teniendo el papa, su Jefe, «poder ordinario, supremo, pleno, inmediato y universal»(canon 313), aumentado todavía con el atributo de la infalibilidad en asuntos de fe y de moral. En manos de la jerarquía se concentra el monopolio del poder y de la verdad, con señales claras de patriarcalismo, tradicionalismo, clericalismo, animosidad hacia el sexo y las mujeres. Se ha gestado lo que Hans Küng denomina «el sistema romano» cuyo eje articulador es la figura del papa con «plenitud de poder» (plenitudo potestatis) jurídico, único y exclusivo sobre toda la comunidad y cada uno de los fieles.

El aumento del espíritu crítico, el acceso más fácil a los documentos históricos, la resistencia de católicos más lúcidos a aceptar las razones altamente ideologizadas de la institución en su afán por autolegitimarse, invocando su origen divino y reclamando la voluntad de su fundador Jesús, han hecho que muchas personas se hayan alejado de este tipo de Iglesia o se hayan quedado totalmente indiferentes a ella. El mantenimiento de los fieles en la ignorancia y la estrategia de infundir miedo, como lo ha mostrado el notable historiador Jean Delumeau (El miedo en Ocidente, 1987), que fueron factores decisivos para la conversión de pueblos enteros en el pasado, hoy son inaceptables y sencillamente condenables.

Concretamente la comunidad cristiana está divida en dos cuerpos: el cuerpo clerical (del papa al diácono) que detenta de forma exclusiva el poder de mando, de la palabra, de la doctrina y de los instrumentos de salvación y el cuerpo laical, constituido por los fieles laicos, hombres y mujeres, sin ningún poder de decisión, tocándoles oír, obedecer y ejecutar las determinaciones que vienen de arriba. Esto no es una caricatura sino la descripción de lo que efectivamente ocurre y es sancionado por el derecho canónico.

A la jerarquía todo, al laico nada: testimonio de dos papas.

Nada mejor que el testimonio de dos papas para explicitar esta división teológicamente problemática: Gregorio XVI (1831-1846): «Nadie puede desconocer que la Iglesia es una sociedad desigual en la cual Dios destinó a unos como gobernantes y a otros como servidores; estos son los laicos, aquellos son los clérigos». Pío X es todavía más rígido (1835-1914): «Solamente el colegio de los pastores tiene el derecho y la autoridad de dirigir y gobernar; la masa no tiene ningún derecho a no ser el de dejarse gobernar cual rebaño obediente que sigue a su pastor». Estas expresiones, que están a años luz del mensaje de Jesús, nunca han sido contradichas y siguen manteniendo su validez teórica y práctica.

El cuerpo laical, a su vez, también se ha organizado en movimientos y comunidades bien dentro del cuerpo clerical, bien al margen. En ellos funciona el principio de comunión y de participación igualitaria, el poder es circular y rotativo, los servicios están distribuidos entre los miembros según sus capacidades y habilidades; todos participan, todos toman la palabra y se decide colectivamente sobre los caminos de la comunidad. El centro lo ocupa la Escritura, leída y comentada comunitariamente y aplicada a las situaciones concretas. No se opone a la Iglesia-institución jerárquica papal y hasta se alegra cuando alguien de la jerarquía participa de la vida de las comunidades. Pero hay que enfatizar que sigue otra lógica, no paralela sino diferente. Sin embargo no deja de sufrir con la división, pues la mayoría intuye que esa división no corresponde al sueño de Jesús de que “todos sean hermanos y hermanas y que nadie quiera ser llamado padre o maestro, porque uno solo es el Maestro, Cristo” (Mt 23, 9-10). Esto es permanentemente negado.

¿Cuál de los dos tipos de Iglesia está en crisis y en franca degeneración en los días actuales? La Iglesia institución monárquico-absolutista, cuyas razones no consiguen convencer a los fieles ni se sostienen delante del sentido común ni ante el sentido del derecho y de la justicia que se han impuesto en la reflexión de los últimos siglos, no sin influencia del cristianismo. Este tipo de Iglesia no es ni progresista ni tradicionalista; es simplemente medieval y tributario del iluminismo de los reyes absolutos por voluntad de Dios.

Las cosas no caen ya preparadas del cielo, ni salen de la manga de la túnica de Jesús. Ellas se han ido constituyendo históricamente en un proceso lento pero persistente de acumulación de poder hasta alcanzar el grado absoluto, igualado al poder de Dios (el Papa como representante de Dios). Aquí se cumple bien la perspicaz observación de Hobbes: «el poder no puede garantizarse si no es buscando más y más poder» hasta llegar a su forma suprema y divina. Esto fue lo que ha ocurrido con el poder de los papas romanos y la jerarquía católica. Esta forma concentradísima de poder ya constituyó el nudo de la crisis en el pasado y en la actualidad lo hace de forma más grave todavía.

En el próximo artículo estudiaremos con cierto detalle cómo se ha llegado a la actual monarquía absolutista y centralizadora de la Iglesia-institución.

*Leonardo Boff es teólogo, filosófo y escritor.

Manter viva a causa do PT : para além do “Mensalão”

Há um provérbio popular alemão que reza: “você bate no saco mas pensa no animal que carrega o saco”. Ele se aplica ao PT com referência ao processo do “Mensalão”. Você bate nos acusados mas tem a intenção de bater no PT. A relevância espalhafatosa que o grosso da mídia está dando à questão, mostra que o grande interesse não se concentra na condenação dos acusados, mas através de sua condenação, atingir de morte o PT.

De saída quero dizer que nunca fui filiado ao PT. Interesso-me pela causa que ele representa pois a Igreja da Libertação colaborou na sua formulação e na sua realização  nos meios populares. Reconheço com dor que quadros importantes da direção do partido se deixaram morder pela mosca azul do poder e cometeram irregularidades inaceitáveis.

Muitos sentimo-nos decepcionados, pois depositávamos neles a esperança de que seria possível resistir às seduções inerentes ao poder. Tinham a chance de mostrar um exercício ético do poder na medida em  que  este poder reforçaria o poder do povo que assim se faria participativo e democrático.

Lamentavelmente houve a queda. Mas ela nunca é fatal. Quem cai, sempre pode se levantar. Com a queda não caiu a causa que o PT representa: daqueles que vem da grande tribulação histórica sempre mantidos no abandono e na marginalidade. Por políticas sociais consistentes, milhões foram integrados e se fizeram sujeitos ativos. Eles estão inaugurando um novo tempo que obrigará  todas as forças sociais a se reformularem e também a mudarem seus hábitos políticos.

Por que muitos resistem e tentam ferir letalmente o PT? Há muitas razões. Ressalto  apenas duas decisivas.

A primeira tem a ver com uma questão de classe social. Sabidamente temos elites econômicas e intelectuais das mais atrasadas do mundo, como soia repetir Darcy Ribeiro. Estão mais interessadas em defender privilégios do que garantir direitos para todos. Elas nunca se reconciliaram com o povo. Como escreveu o historiador José Honório Rodrigues (Conciliação e Reforma no Brasil 1965,14) elas “negaram seus direitos, arrasaram sua vida e logo que o viram crescer, lhe negaram, pouco a pouco, a sua aprovação, conspiraram para colocá-lo de novo na periferia, no lugar que continuam achando que lhe pertence”.

Ora, o PT e Lula vem desta periferia. Chegaram democraticamente ao centro do poder. Essas elites tolerariam Lula no Planalto, apenas como serviçal, mas jamais como Presidente. Não conseguem digerir este dado inapagável. Lula Presidente  representa uma virada de magnitude histórica. Essas elites perderam. E nada aprenderam. Seu tempo passou. Continuam conspirando, especialmente, através de uma mídia e de seus analistas,  amargurados por sucessivas derrotas como se nota nestes dias, a propósito de uma entrevista montada de Veja contra Lula. Estes grupos se propõem apear o PT do poder e  liquidar  com  seus líderes.

A segunda razão está em seu arraigado conservadorismo. Não quererem mudar, nem se ajustar ao novo tempo. Internalizaram a dialética do senhor e do servo. Saudosistas, preferem se alinhar de forma agregada e subalterna, como servos,  ao senhor que hegemoniza a atual fase planetária: os USA e seus aliados, hoje todos em crise de degeneração. Difamaram a coragem de um Presidente que mostrou a autoestima e a autonomia do país, decisivo para o futuro ecológico e econômico do mundo, orgulhoso de seu ensaio civilizatório racialmente ecumênico e pacífico. Querem um Brasil menor do que eles para continuarem a ter vantagens.

Por fim, temos esperança. Segundo Ignace Sachs, o Brasil, na esteira das políticas republicanas inauguradas pelo do PT e que devem ser ainda aprofundadas, pode ser a Terra da Boa Esperança, quer dizer, uma pequena antecipação do que poderá ser a Terra revitalizada, baixada da cruz e ressuscitada.

Muitos jovens empresários, com outra cabeça, não se deixam mais iludir pela macroeconomia neoliberal globalizada. Procuram seguir o novo caminho  aberto pelo PT e pelos aliados de causa. Querem produzir autonomamente para o mercado interno, abastecendo os milhões de brasileiros que buscam um consumo necessário, suficiente e responsável e assim poderem viver um desafogo com dignidade e decência.

Essa utopia mínima é factível. O PT  se esforça por realizá-la. Essa causa não pode ser perdida em razão da férrea resistência de opositores  superados porque é sagrada demais pelo tanto de suor e de sangue que custou.

*Leonardo Boff é teólogo, filósofo, escritor e dr.h.causa em politica pela Universidade de Turim por solicitação de Norberto Bobbio.