Eine Ethik für Mutter Erde

Es ist eine wissenschaftlich anerkannte Tatsache, dass zu 95%iger Wahrscheinlichkeit der Klimawandel, der sich vor allem in der globalen Erwärmung ausdrückt, auf den Einfluss des Menschen zurückzuführen ist. D. h. die Herkunft dieser Veränderungen liegt in gewalttätigem menschlichen Verhalten gegenüber der Natur. Ein solches Verhalten befindet sich nicht in Harmonie mit den Zyklen und Rhythmen der Natur. Die Menschen passen sich nicht der Natur an, sondern zwingen diese, sich den Menschen und ihren Interessen anzupassen. Ihr Hauptinteresse, das nun seit zwei Jahrhunderten dominiert, dreht sich um die Anhäufung von Reichtum und Vorteile für den Lebensstandard einiger Weniger, beginnend bei der systematischen Ausbeutung von Gütern und Dienstleistungen und vieler Völker, vor allem der indigenen Völker.

Die Staaten, die diesen Prozess anführen, gaben den Grenzen des Erdsystems nicht die angemessene Bedeutung. Sie unterwerfen noch immer Natur und Erde einem wahren Krieg, obwohl sie wissen, dass sie besiegt sein werden.

Mutter Erde äußert sich auf den Druck, der auf ihre vorgegebenen Grenzen ausgeübt wird, durch extreme Ereignisse (verlängerte Trockenperioden einerseits und zerstörerische Überflutungen andererseits, unvorhergesehene Schneestürme hier und unerträgliche Hitzewellen dort).

Angesichts solcher Ereignisse wurde die Erde zu einem deutlichen Gegenstand menschlicher Sorge.

Die diversen Klima-Konferenzen, die von der UNO organisiert wurden, erreichten niemals eine Übereinstimmung. Lediglich die Konferenz von Paris 21 (30.11.-13.12.2015) erreichte erstmalig einen Minimal-Konsens, der von allen unternommen wurde: die globale Erwärmung auf 2 Grad Celsius zu beschränken.

Bedauerlicherweise ist dieses Abkommen nicht bindend. Jeder Staat kann sich ihm anschließen, aber es ist nicht von zwingender Natur, wie sich im Nordamerikanischen Kongress zeigte, der die ökologischen Maßnahmen des Präsidenten Barack Obama rückgängig machte. Nun bezichtigt Präsident Donald Trump diese als sinnlos und betrügerisch.

Es wird immer klarer, dass es eher um eine ethische denn um eine wissenschaftliche Frage geht. D. h. die Qualität unseres Verhältnisses zur Natur und zu unserem Gemeinsamen Haus war und ist nicht adäquat. Tatsächlich ist es zerstörerisch.

Ich zitiere Papst Franziskus aus seiner inspirierenden Enzyklika Laudato Si von 2015 zum Thema Achtsamkeit für das Gemeinsame Haus: „Niemals haben wir unser gemeinsames Haus so schlecht behandelt und verletzt wie in den letzten beiden Jahrhunderten.Diese Situationen rufen das Stöhnen der Schwester Erde hervor, die sich dem Stöhnen der Verlassenen der Welt anschließt, mit einer Klage, die von uns einen Kurswechsel verlangt.“ (Nr. 53)

Wir brauchen dringend eine regenerative Ethik für die Erde, die ihre beschädigte Vitalität wiederherstellt, sodass sie uns weiterhin geben mag, was sie uns schon immer gab. Dabei muss es sich um eine Ethik der Achtsamkeit handeln, des Respekts für ihre Rhythmen und der gemeinsamen Verantwortung.

Doch eine Ethik für die Erde ist nicht ausreichend. Sie muss mit Spiritualität einhergehen.

Diese Spiritualität wurzelt in der Vernunft des Herzens und der Empfindsamkeit. Von dort kommt die Leidenschaft für Achtsamkeit und einer ernsthaften Hingabe zur Liebe, zur Übernahme von Verantwortung und zu Mitgefühl für unser Gemeinsames Haus, wie es am Ende der Enzyklika von Franziskus, dem Bischof Roms, ausgedrückt wird.

Der bekannte und allgemein bewunderte Antoine de Saint-Exupéry bekräftigt nachdrücklich in einem posthum veröffentlichten, 1943 geschriebenen Text „Brief an General X“: „Es gibt ein Problem und nur dies eine: zu entdecken, dass es ein Leben des Geistes gibt, das sogar über dem Leben der Intelligenz steht. Es ist das einzige, das den Menschen zufriedenstellen kann“ (Macondo Libri 2015, S. 31).

In einem anderen Text von 1936, als er Korrespondent des Paris Soir während des spanischen Bürgerkriegs war und der den Titel trägt „Es ist wichtig, dem Leben Bedeutung zu geben“, kommt Saint-Exupéry auf das Leben des Geistes zurück. Hier bekräftigt er: „Der Mensch verwirklicht sich nur in Gemeinschaft mit anderen Menschen, in Liebe und Freundschaft. Jedoch vereinen die Menschen sich nicht nur, indem sie einander nahe stehen, sondern durch ihren Zusammenschluss in derselben Gottheit. In einer Welt, die zur Wüste gemacht wurde, dürsten wir danach, Kum-panen zu finden, Kameraden, mit denen wir das Brot teilen können“ (Macondo Libri, S. 20).

Am Ende des Briefs an den General X schließt er mit den Worten: „Oh, wie sehr brauchen wir einen Gott!“ (a.a.O. S. 36).

In der Tat verleiht nur das Leben des Geistes dem Menschen die Fülle. Dies ist eine schöne Synthese von Spiritualität, die oft mit Religiosität identifiziert oder verwechselt wird. Das Leben des Geistes ist mehr. Es ist eine ursprüngliche und anthropologische Wirklichkeit wie die Intelligenz und die Willenskraft. Es ist etwas, das zu unserer essentiellsten Tiefe gehört

Wir wissen, wie wir uns um das Leben des Körpers zu kümmern haben. Dies ist inzwischen ein wahres Kulturphänomen, mithilfe so zahlreicher sportlicher Fitness-Center. Psychoanalytiker verschiedener Strömungen helfen uns, uns um das Leben der Seele zu kümmern, ein Leben relativen Gleichgewichts ohne Neurosen oder Depressionen zu führen.

Doch unsere kulturelle Praxis vergisst, das Leben des Geistes zu pflegen, d. h. unsere radikalste Dimension. Es ist der Ort, an dem die großen Lebensfragen, die waghalsigsten Träume verweilen und wo die größten Utopien entstehen. Das Leben des Geistes wird genährt durch Mitgefühl, Achtsamkeit und Offenheit für das Unendliche. Ohne das Leben des Geistes irren wir ziellos umher und ohne eine Richtung, die uns leitet und das Leben einladend und dankbar gestaltet.

Eine Ethik für die Erde ist nicht selbsterhaltend, nicht ohne den Zusatz der Seele, d. h. das Leben des Geistes. Es lässt uns fühlen, dass wir ein Teil von Mutter Erde sind, der wir Liebe und Achtsamkeit schulden.

Leonardo Boff  Theologe, Philosoph und von derErdcharta Kommission

 

 

Los crucificados de hoy y el Crucificado de ayer

Hoy la mayoría de la humanidad vive crucificada por la miseria, por el hambre, por la escasez de agua y por el desempleo. También está crucificada la naturaleza devastada por la codicia industrialista que se niega a aceptar límites. Crucificada está la Madre Tierra, agotada hasta el punto de haber perdido su equilibrio interno, que se muestra por el calentamiento global.

El mirar religioso y cristiano ve a Cristo mismo presente en todos estos crucificados. Por haber asumido totalmente nuestra realidad humana y cósmica, él sufre con todos los que sufren. La selva que es derribada por la motosierra son golpes en su cuerpo. En nuestros ecosistemas diezmados y las aguas contaminadas, él continúa sangrando. La encarnación del Hijo de Dios estableció una misteriosa solidaridad de vida y de destino con todo lo que él asumió, con toda nuestra humanidad y todo lo que ella supone es decir sua base física,química y ecológica.

El evangelio más antiguo, el de san Marcos, narra con palabras terribles la muerte de Jesús. Abandonado por todos, en lo alto de la cruz, se siente también abandonado por el Padre de bondad y de misericordia. Jesús grita:
“Dios mío, Dios mío, ¿por qué me has abandonado? Y dando un fuerte grito, Jesús expiró” (Mc 15,34.37).

Jesús no murió porque todos morimos. Murió asesinado de la forma más humillante de la época: clavado en una cruz. Pendiendo entre el cielo y la tierra, agonizó en la cruz durante tres horas.

El rechazo humano pudo decretar la crucifixión de Jesús, pero no puede definir el sentido que él dio a la crucifixión que le fue impuesta. El Crucificado definió el sentido de su crucifixión como solidaridad con todos los crucificados de la historia que, como él, fueron y serán víctimas de la violencia, de las relaciones sociales injustas, del odio, de la humillación de los pequeños y del rechazo a la propuesta de un Reino de justicia, de fraternidad, de compasión, de amor incondicional y de apertura a Dios.

A pesar de su entrega solidaria a los otros y a su Padre, una terrible y última tentación invadió su espíritu. El gran choque de Jesús ahora que agoniza es con su Padre.

El Padre que él experimentó con profunda intimidad filial, el Padre que él había anunciado como misericordioso y lleno de bondad, Padre con rasgos de madre tierna y cariñosa, el Padre cuyo Reino él proclamara y anticipara en su praxis liberadora, este Padre ahora parece haberlo abandonado. Jesús pasa por el infierno de la ausencia de Dios.

Hacia las tres de la tarde, minutos antes del desenlace final, Jesús gritó con voz fuerte: “Elói, Elói, lamá sabachtani: Dios mío, Dios mío, ¿por qué me has abandonado?”. Jesús está al ras de la desesperanza. Del vacío más abisal de su espíritu irrumpen interrogaciones pavorosas que configuran la más temible tentación sufrida por los seres humanos, y ahora por Jesús, la tentación de la desesperación. Él se pregunta:

¿Será absurda mi fidelidad? ¿Sin sentido la lucha llevada a cabo por los oprimidos y por Dios? ¿No habrán sido vanos los peligros que corrí, las persecuciones que soporté, el humillante proceso jurídico-religioso en el que fui condenado con sentencia capital: la crucifixión que estoy sufriendo?”

Jesús se encuentra desnudo, impotente, totalmente vacío delante de Dios que se calla y con eso revela todo su Misterio. No tiene a nadie a quien agarrarse.

Según los criterios humanos, Jesús fracasó completamente. Su propia certeza interior desaparece. Pero a pesar de haberse puesto el sol en su horizonte, Jesús continúa confiando en el Dios. Por eso grita con voz fuerte: “¡Padre mío, Padre mío!”. En el auge de su desespero, Jesús se entrega al Misterio verdaderamente sin nombre. Será su única esperanza más allá de cualquier esperanza humana. No tiene ya ningún apoyo en sí mismo, solo en Dios, que se ha escondido. La absoluta esperanza de Jesús solo es comprensible en el supuesto de su absoluta desesperación. Donde abundó la desesperanza, sobreabundó la esperanza.

La grandeza de Jesús consistió en soportar y vencer esta temible tentación. Esta tentación le propició una entrega total a Dios, una solidaridad irrestricta con sus hermanos y hermanas, también desesperados y crucificados a lo largo de la historia, un total despojamiento de sí mismo, un absoluto descentramiento de sí en función de los otros. Solo así la muerte es muerte de verdad y podrá ser completa: la entrega perfecta a Dios y a sus hijos e hijas sufrientes, sus hermanos y hermanas más pequeños.

Las últimas palabras de Jesús muestran esta entrega suya, no resignada y fatal, sino libre: “Padre, en tus manos entrego mi espíritu” (Lc 23,46). “Todo está consumado” (Jn 19,30).

El viernes santo continúa, pero no tiene la última palabra. La resurrección como irrupción del ser nuevo es la gran respuesta del Padre y la promesa para todos nosotros.

*Leonardo Boff es columnista del JB online y ha escrito: Via sacra para quem quer viver, Vozes 2012.

Traducción de Mª José Gavito Milano

Os crucificados de hoje e o Crucificado de ontem

 Hoje  a maioria da humanidade vive crucificada pela miséria, pela fome, pela escassez de água potável e pelo desemprego. Crucificada está também a natureza devastada pela cobiça industrialista que se recusa a  aceitar limites. Crucificada está a Mãe Terra, exaurida a ponto de ter perdido seu equilíbrio interno que se mostra pelo aquecimento global.

Um olhar religioso e cristão vê o próprio Cristo presente em todos estes crucificados. Pelo fato de ter assumido totalmente nossa realidade humana e cósmica, ele sofre com todos os sofredores. A floresta que é derrubada pela motosserra significa golpes em seu corpo. Nos ecossistemas dizimados e pelas águas poluídas, ele continua sangrando. A encarnação do Filho de Deus estabeleceu uma misteriosa solidariedade de vida e de destino com tudo o que ele assumiu, nossa inteira humanidade, a natureza e tudo o que ela pressupõe em sua base físico-química e ecológica.

O evangelho mais antigo, o de São Marcos, narra com palavras terríveis a morte de Jesus. Abandonado por todos, no alto da cruz, se sente também abandonado pelo Pai de bondade e de misericórdia. Jesus grita:

Meu Deus, meu Deus, por que me abandonaste?  E dando um forte brado, Jesus expirou (Mc 15,34.37).

Jesus morreu não porque todos nós morremos. Ele morreu assassinado sob a forma mais humilhante da época: a pregação na cruz. Pendendo entre o céu e a terra, durante três horas agonizou na cruz.

A recusa humana pode decretar a crucificação de Jesus; mas ela não pode definir o sentido que ele  conferiu à crucificação imposta. O crucificado definiu o sentido de sua crucificação como solidariedade para com todos os crucificados da história que, como ele, foram e serão vítimas da violência, das relações sociais injustas, do ódio, da humilhação dos pequenos e do rechaço à proposta de um Reino de justiça, de irmandade, de compaixão e de amor incondicional.

Apesar de sua entrega solidária aos  aos outros e a seu Pai, uma terrível e última tentação invadiu seu espírito. O grande embate de Jesus agora que agoniza é com seu Pai.

O Pai que ele experimentou com profunda intimidade filial, o Pai que ele havia anunciado, como “Paizinho”(Abba), misericordioso e cheio de bondade, Pai com traços de de mãe carinhosa, o Pai cujo Reino ele proclamara e antecipara em sua práxis libertadora, este Pai agora parece tê-lo abandonado. Jesus passa pelo inferno da ausência de Deus.

Por volta das três horas da tarde, minutos antes do desenlace final, Jesus gritou com voz forte: “Elói, Elói, lamá sabachtani: Meu Deus, Meu Deus, por que me abandonaste”? Jesus está às raias da desesperança. Do vazio mais abissal de seu espírito, irrompem interrogações aterradoras que configuram a mais apavorante tentação sofrida pelos seres humanos e agora por Jesus, a tentação do desespero. Ele se interroga:

“Será que não foi absurda a minha fidelidade? Sem sentido a luta sustentada por causa dos oprimidos e por  Deus? Não teriam sido vãos os riscos que corri, as perseguições que suportei, o aviltante processo jurídico-religioso a que fui submetido com a sentença capital: a crucificação que estou sofrendo?”

Jesus encontrou-se nu, impotente, totalmente vazio diante de Deus- Pai que se cala e com isso revela  todo o seu Mistério. Jesus não tem mais ninguém a quem se agarrar.

Pelos critérios humanos, ele fracassou completamente. A própria certeza interior se lhe esvai. Apesar de o sol ter tramontado de seu horizonte, Jesus continua a confiar em Deus. Por isso grita com voz forte: “Meu Deus, meu Deus!”. No auge do desespero, Jesus se entrega ao Mistério verdadeiramente sem nome. Ele lhe será a única esperança para além de qualquer desesperança humana. Não possui mais nenhum apoio em si mesmo, somente em Deus que se escondeu. A absoluta esperança de Jesus só é compreensível no pressuposto de seu absoluto desespero. Mas onde abundou a desesperança, superabundou a esperança.

A grandeza de Jesus consistiu em suportar e vencer esta assustadora tentação. Esta tentação lhe propiciou uma entrega total a Deus, uma solidariedade irrestrita a seus irmãos e irmãs também desesperados e crucificados ao largo da história, um total desnudamento de si mesmo, uma absoluta descentração de si em função dos outros. Só assim a morte é verdadeiramente real e  completa: a entrega sem resto a Deus e aos seus filhos e filhas sofredores, seus irmãos e irmãs menores.

As últimas palavras de Jesus mostram esta sua entrega, não resignada e fatal, mas livre: “Pai, em tuas mãos entrego o meu espírito” (Lc 23,46). “Tudo está consumado” (Jo 19,30)!

A sexta-feira santa continua, mas não é o ultimo capítiulo da história. A ressurreição, como irrupção do ser novo é a grande resposta do Pai e a promessa para  nós. Ele é o primeiro entre muitos irmãos e irmãs que somos todos nós.

 Leonardo Boff é articulista do JB on line e escreveu:”A vida sacra para quem quer viver,, Vozes 2012.

O que significa uma “Igreja em saída” segundo o Papa Francisco

Eduardo Hoornaert é um belga radicado há muitos anos no Brasil. É um reconhecido historiador com vários livros publicados sobre a história a Igreja nos primórdios e do Brasil. Ultimamente se tem dedicado a uma original leitura dos evangelhos, enfatizando a linguagem e o que nela se esconde em termos de visão de Deus, de mundo e da figura de Jesus. O atual texto que publicamos pode ajudar a muitos que procuram uma orientação religiosa a partir dos comportamentos inusitados e das palavras corajosas do atual Papa Francisco. Aqui temos um belo resumo dos principais pontos a serem considerados: LBoff

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 O Papa Francisco sabe o que está dizendo.

O Papa Francisco sabe o que está dizendo e é exatamente isso que faz com que encontre oposição em determinados setores da igreja. No início não se dava muita atenção ao que ele dizia, pois ele tem um jeito manso e calmo de falar sem levantar tempestades. Assim, por exemplo, não se prestou muita atenção à fala do então Cardeal Bergoglio diante de seus colegas cardeais, no dia 9 de março de 2013, poucos dias antes do início do conclave que o elegeria papa:

A igreja deve sair de si mesma, rumo às periferias existenciais.

Uma igreja auto-referencial prende Jesus Cristo dentro de si

 e não o deixa sair.

É a igreja mundana, que vive para si mesma.

O texto se encontra no livro ‘Grandes Metas do Papa Francisco’, escrito pelo Cardeal Hummes (Paulus, São Paulo, 2017). Aqui já se prenuncia a expressão ‘igreja em saída’, que, imagino, muita gente não entende bem. Aqui procuro colocar esse modo de falar diante de um amplo painel histórico, pensando que isso ajuda a compreender sua importância.

Como se comporta a igreja católica, da Idade Média para cá?

Quando colocadas diante do amplo painel da história da igreja católica, as palavras do papa ganham sua verdadeira dimensão. Temos de recuar até os séculos XII e XIII, ir até os três grandes papas da Idade Média: Gregório VII (1073-1085), Inocêncio III (1198-1216) e Bonifácio VIII (1294-1303). Assim entenderem de que se trata. Esses três papas eram grandes organizadores e fizeram com que a igreja virasse uma grande empresa, que exercia controle sobre a vida das pessoas e as instituições públicas. Quem não seguia as regras era excomungado (condenado ao inferno). Esses papas, e toda corte que os rodeava, se imaginava que o crescimento da instituição cristã implicava automaticamente na maior divulgação do evangelho. Esse era o postulado. As autoridades se compraziam em verificar que a empresa da igreja sobre as sociedades se consolidava sempre mais. Desse modo, a igreja se tornava sempre mais auto-referencial (para falar como Papa Francisco), autocentrada, triunfalista, narcisista (outro termo do Papa Francisco). Líderes eclesiásticos eram valorizados na medida em que se mostravam bons empresários, como comprova a história dos três pontificados acima mencionados. Sempre mais se valorizava a eficiência administrativa. A igreja estava num círculo vicioso e não se dava conta. Olhava para si mesma e só enxergava o mundo a partir de si mesma. O clericalismo crescia exponencialmente, seu controle sobre a população aumentava sempre mais. Quando autoridades eclesiásticas falavam em ‘reforma da igreja’ (e falavam muito), era sempre no sentido de aperfeiçoar os instrumentos de controle sobre a sociedade. Tudo era direcionado para esse fim: os sacramentos, as paróquias, as indulgências, as devoções, as peregrinações. Orgulhosa de seus grandes feitos de engenharia administrativa, a igreja alimentava, em seus colaboradores, tendências ao carreirismo. Clérigos eficientes podiam contar com um futuro esplendoroso, inclusive com aceitação garantida por parte do ‘povo fiel’.

Tudo isso acabou criando uma neurose que se expressou de forma aguda na tão falada Inquisição. Essa decorria da extremada vontade de controlar tudo, até os recônditos da consciência e da imaginação. Durante séculos, uma mentalidade inquisicional se instalou na igreja e se apoderou da hierarquia. A mentalidade inquisicional virou um mostro, devorava tudo e nem poupava os próprios inquisidores. Pois, não raramente, os inquisidores morriam de medo uns dos outros, já que todos eram potencialmente suspeitos de heresia (os pais, os avós, algum dia, andaram com um herege ou ouviram alguma palavra herética?). Era um inferno. Todos tinham medo de todos, ninguém confiava em ninguém. A história da igreja virou um emaranhado inextricável de tramas, histórias, intrigas, conspirações e corrupções.

Movimentos históricos contrários a essa situação.

Graças a Deus, nos mesmos séculos XII e XIII surgiram movimentos contrários à igreja auto-referencial, que prende Jesus Cristo dentro de si, que ‘sequestra’ Jesus Cristo. O realce aqui é o movimento franciscano, que tomou o cuidado em não se indispor com a hierarquia, sob pena de ser considerado suspeito de heresia e desse modo exposto a procedimentos de repressão. Os frades que acompanham Francisco se apresentam como auxiliares do clero e assim conseguem a bênção do Papa Inocêncio III em 1215. Mas nem todos os movimentos têm essa sorte. Os valdenses, por exemplo, se recusam a colaborar com o clero e logo ficam expostos à crueldade da Inquisição. Eram seguidores de Pedro Valdés, um rico comerciante de Lyon que renunciou à sua fortuna e se tornou pregador da pobreza evangélica. Os valdenses são excomungados em 1182 e dois anos mais tarde formalmente declarados ‘hereges’.

Até hoje, o franciscanismo permanece um bom exemplo de um movimento que reage contra uma igreja ‘ensimesmada’. Não é por acaso que o atual papa escolheu o nome de Francisco.  Claro, é preciso adaptar o espírito franciscano aos dias de hoje, pois não se pode esquecer que a ‘vida religiosa’, em geral, até bem recentemente, se organizava em torno do paradigma monástico (os ‘votos evangélicos’ de celibato, pobreza e obediência, a vida em casas separadas, como mosteiros, priorados, conventos e casas religiosas). Esse paradigma orientou praticamente todos os movimentos evangélicos por longos séculos. Será preciso repensar isso, pois fica patente, para quem observa o mundo de hoje, que o paradigma monástico não funciona mais. Oriundo de experiências fortes, entre os séculos VII e XII (os Padres do Deserto), esse paradigma está assentado sobre alguns princípios: o isolamento, o ‘desprezo pelo mundo’ (contemptus mundi, como rezam os livros espirituais), o distanciamento diante da vida dos casados. Fica claro, para quem observa as coisas hoje, que esse paradigma não funciona mais. O princípio monástico está em queda livre, embora permaneça muito respeitado. A ‘vida religiosa’ pode contar com a simpatia da população, mas não tem mais a força de antes. Parece algo do passado, um tipo de vida que pode até suscitar saudades, mas carece de significância para os dias de hoje. O mesmo acontece, até certo ponto, com a igreja em geral. Fora dos limitados círculos eclesiásticos não se presta mais atenção ao que o papa ou o bispo dizem. Não que exista um clima de hostilidade ou rejeição por parte da sociedade, mas não se pode fugir da impressão que os modos eclesiásticos, aos olhos de muitos, simplesmente estão ‘fora do tempo’.

Um fato inesperado.

Embora houvesse, desde a Idade Média, esses movimentos em prol da vida evangélica que acabei de evocar, o papado não arredou pé. Durante todos esses séculos, não se falava em pobreza nos altos escalões da igreja. Era tabu. O papa não tomava posição. É dentro dessa história ‘de longa duração’ que, inesperadamente, duas semanas antes da abertura do Concílio Vaticano II (setembro 1962), numa emissão radiofônica, foi pronunciada, pelo Papa João XXIII, a seguinte frase: A igreja é de todos, mas é antes de tudo uma igreja de pobres. Dita sem alarde e sem elevação de voz, como se fosse a coisa mais normal do mundo, essa frase, na realidade, rompeu um silêncio de séculos.  Era a primeira vez que a mais alta autoridade eclesiástica declarava que a pobreza evangélica era um desafio para a igreja. De repente, a fala de Jesus na sinagoga de Nazaré ressoava no Vaticano:

Um Sopro do Senhor está sobre mim:

Por ele fui escolhido para anunciar uma boa notícia aos pobres.

Enviado por ele, declaro aos prisioneiros sua libertação,

Aos cegos a recuperação da vista,

Aos oprimidos a soltura (Lc 4, 18-19).

A reação no Concílio Vaticano II.

Acontece que as palavras papais de setembro 1962 passam largamente despercebidas. Não são comentadas nas dioceses e nas paróquias, não são divulgadas pela grande imprensa ou pela TV, não alcançam o grande público católico, Mesmo os Padres Conciliares, reunidos em Roma ao longo de três anos, entre 1962 e 1965, mostram pouco interesse. Há, decerto, a fala do Cardeal Lercaro que, num discurso na Assembleia, declara que o tema da pobreza mereceria ser o ‘único tema do Concílio’. O Cardeal é profusamente aplaudido. Mas logo depois desce o manto do silêncio. Não se fala mais em pobreza na Aula Conciliar. Os bispos continuam com os temas que lhes interessam: reforma litúrgica, ecumenismo, modelo de igreja, dogma, luta contra o comunismo, seminários e casas de formação, moral, perigo da secularização, do protestantismo e do espiritismo. A pobreza não é um tema do Concílio Vaticano II.

Desse modo podemos dizer que o posicionamento do Papa João pertence à ‘história fraca’ do cristianismo, a história da fragilidade evangélica que, mesmo num Concílio que reúne os bispos do mundo inteiro, apenas forma uma corrente subterrânea.

A opção pelo pobre.

É na América Latina que essa corrente subterrânea que aflora à superfície. Se o Concílio em Roma atribui pouca atenção à questão da pobreza de largos setores da humanidade, não se pode dizer o mesmo da Conferência Geral dos Bispos da América latina que se realiza em Medellin (na Colômbia) no ano 1968. Os bispos latino-americanos não se deixam mais teleguiar pelo ‘Primeiro Mundo’ (principalmente Europa e Estados Unidos), mas assumem corajosamente uma postura de ‘Terceiro Mundo’. Enfrentam a realidade social, econômica e política do continente sul-americano. Fazem uma ‘opção pelo pobre’. Esse slogan não é puro palavreado, mas representa ações concretas: alguns dos bispos mais atuantes em Medellin passam efetivamente a manter uma vida em consonância com o modo de viver comum dos povos de suas terras. Na América Latina, a opção pelo pobre continua sendo assumida pela mais alta autoridade eclesiástica ao longo das últimas décadas, como se verifica em textos proferidos nas sucessivas Conferências Episcopais: Puebla 1979; Santo Domingo 1992 e Aparecida 2007.

O vocabulário do Papa Francisco.

Será que os cardeais reunidos em Roma para eleger um novo papa, em 2013, entenderam mesmo as palavras que o Cardeal Bergoglio tinha proferido poucos dias antes? Será que eles se lembravam que ele já foi um ator importante na Conferência do Episcopado Latino-americano em Aparecida, no ano 2007, quando era arcebispo de Buenos Aires? Naquela oportunidade, ele já se revelou adepto da linha de Medellin 1968. Seja como for, esses cardeais elegeram Bergoglio como novo papa.

Logo depois de eleito, o Papa Francisco assumiu o posicionamento do Papa João XXIII em 1962. Exclamou, três dias depois de eleito: Ah! Como eu queria uma igreja pobre e para os pobres. As mesmas palavras voltam no documento Evangelii Gaudium (EG), um dos primeiros por ele assinados: uma igreja pobre e para os pobres, uma igreja que faz opção pelo pobre (EG, 198). Ao longo de sucessivas falas, em diversas ocasiões, o papa vai criando um vocabulário todo próprio: igreja que se move, que faz opção pelos últimos, que vai à periferia, que sai de si mesma (audiência de 23/03/2013), que anda pela rua (os ‘sacerdotes callejeros’), igreja inclusiva, não excludente, não autocentrada, não narcisista, que não vive para si mesma, não é cartório, igreja inteiramente missionária (EG 34), discípula missionária (EG 40), hospital de campanha, campo de refugiados. Ainda se pode citar EG 195, 197, 198 ou 199.

A expressão de maior realce, dentro desse novo vocabulário, é ‘igreja em saída’:

Sonho com uma opção missionária

capaz de transformar tudo:

os estilos, os horários, a linguagem,

numa atitude constante de saída (EG 26-27).

‘Igreja em saída’, eis a expressão que resume o posicionamento do Papa Francisco frente à ideologia ‘auto-centrada’ que predominou na igreja católica durante séculos e às práticas originadas por essa ideologia.

Um novo tipo de sacerdote.

Tudo isso ainda é muito frágil e corre o risco de ser levado pela poeira dos tempos, se não aparecer um novo tipo de padre. Será que, nos dias que correm, esse tipo está se gestando? Depende largamente do futuro das comunidades de base, pois, como diz com argúcia Carlos Mesters, ‘não há comunidade de base sem padre’. Então o importante consiste em substituir aos poucos a imagem do sacerdote que aparece na comunidade para celebrar missa, administrar sacramentos, abençoar casamentos, executar ritos e liturgias, pela imagem de um sacerdote que fica no círculo, ao lado de leigos e leigas, escuta e interfere de vez em quando, como orientador ou mesmo como simples companheiro. Uma passagem difícil, que exige lucidez e determinação, pois sempre é mais fácil voltar ‘às panelas do Egito’. Para um sacerdote, entenda-se, não é fácil viver essa experiência, pois mesmo os sacerdotes de hoje ainda foram formados, nos seminários, para atuar numa Igreja ‘auto-referencial’. Muitos não conseguem mudar de visão, embora a situação do mundo, das sociedades e das igrejas tenha mudado nos últimos 50 anos. Mesmo sabendo que a igreja católica perde aos poucos uma posição dominante na sociedade, os sacerdotes experimentam dificuldade em se engajar numa ‘igreja em saída’. Eis o primeiro ponto.

Um novo tipo de leigo/leiga.

Será que está aparecendo, na igreja católica, um novo tipo de leigo/leiga, que corresponda aos ditames de uma ‘igreja em saída’? Nos últimos anos houve diversas iniciativas que visavam ativar a colaboração de leigos e leigas na qualidade de catequistas, professoras, animadores e animadoras, cantoras e cantores, secretários e secretárias paroquiais, ministros da Eucaristia, diáconos, ministros do dízimo, legionários, etc. São iniciativas de valor, mas, para quem enxerga a perspectiva de uma ‘igreja em saída’, fica claro que elas têm um caráter passageiro. Constituem a passagem entre um laicato totalmente passivo e o laicato que a igreja missionária do Papa Francisco necessita. Cedo ou tarde, o(a) leigo(a) terá de sair de sua posição de inferioridade e dependência em relação ao clero.  Para tanto, ele (ela) terá de questionar o caráter corporativo da atual organização eclesiástica.

Aqui, de novo, um mergulho nas profundezas da memória cristã pode ajudar. Trabalhei esse tema amplamente em meu livro ‘Origens do Cristianismo’ (Paulus, São Paulo, 2016). Já antes do surgimento do movimento de Jesus existia, no seio do judaísmo, uma tensão entre a estrutura laical das sinagogas e a estrutura sacerdotal do Templo. O movimento de Jesus não adotou o sistema sacerdotal, mas optou resolutamente por um modelo leigo de organização. As primeiras lideranças (bispo, presbítero, diácono) eram leigas, assim como o próprio Jesus fora um leigo. Nos primeiros documentos cristãos encontramos casais, homens e mulheres que trabalham em solidariedade e se reúnem em casas familiares. Para Paulo, um ‘presbítero’ é um pai de família que tem a confiança da comunidade porque governa bem sua casa (Tit 1, 6-8).

Hoje não verificamos, dentro da igreja católica, senão poucas formações leigas independentes e autônomas, capazes de atuar na sociedade como associações de direito civil e de defender, dentro daquela sociedade, os valores cristãos. Nisso, igualmente, a colaboração daqueles sacerdotes que se mostram dispostos a reassumir a antiquíssima imagem do ‘mestre’, do ‘profeta’ ou do ‘presbítero’, dos primeiros tempos do cristianismo, é preciosa. Mas o importante mesmo consiste em formar grupos fortes e coesos, alimentados por leituras bíblicas e outras leituras espirituais (como as Cartas de Dom Helder ou de Mons. Romero, por exemplo), pois não é fácil enfrentar sociedades permeadas de valores capitalistas. No mundo em que vivemos, fica difícil viver o evangelho sem o apoio de uma comunidade forte.

Em: eduardohoornaert.blogspot.com.br/ 17/3/2017