Fratelli tutti: Politik als Zärtlichkeit und Zuneigung

Die neue Enzyklika von Papst Franziskus, die am 3. Oktober am Grab von Franz von Assisi in der Stadt Assisi unterzeichnet wurde, wird ein wegweisendes Dokument in der Soziallehre der Kirche sein.  Ihre Themen sind breit gefächert und detailliert, immer darauf ausgerichtet, Werte zu betonen und den Liberalismus scharf zu kritisieren. Sie wird sicherlich von Christen und Nichtchristen analysiert werden, da sie sich an alle Menschen guten Willens richtet. An dieser Stelle möchte ich auf das hinweisen, was ich im Lichte früherer Lehren der Päpste für innovativ halte.   

In erster Linie muss klar sein, dass der Papst eine Paradigmenalternative zu unseren Lebensformen in unserem Gemeinsamen Zuhause vorschlägt, welches zahlreichen Bedrohungen ausgesetzt ist.  Er beschreibt die “dunklen Wolken”, die er, wie er selbst in verschiedenen Verlautbarungen behauptet hat, mit einem allmählichen Dritten Weltkrieg gleichsetzt.  Im Moment gibt es keinen gemeinsamen Plan für die Menschheit (Nr. 18).  Aber ein roter Faden ist in der Enzyklika zu erkennen: “Die Erkenntnis, dass niemand allein gerettet wird; wir können nur gemeinsam gerettet werden” (N. 32).  Das ist der neue Plan, der in diesen Worten zum Ausdruck kommt: “Ich biete diese soziale Enzyklika als bescheidenen Beitrag zur Reflexion in der Hoffnung an, dass wir angesichts der heutigen Versuche, andere zu beseitigen oder zu ignorieren, in der Lage sein könnten, mit einer neuen Vision von Geschwisterlichkeit und sozialer Freundschaft zu reagieren“. (N.6)

Wir müssen diese Alternative gut verstehen.  Wir sind an dem Paradigma angelangt und befinden uns immer noch in dem Paradigma, das der Moderne zu Grunde liegt.  Es ist anthropozentrisch.  Es ist die Herrschaft des Herrn: der Mensch als Herr und Meister der Natur und der Erde, die nur in dem Maße Bedeutung haben, wie sie für ihn wertvoll sind.  Er hat das Antlitz der Erde verändert und viele Vorteile errungen, aber er hat das Wesentliche der Selbstzerstörung geschaffen. Eigentlich ist es die Sackgasse der “dunklen Wolken”.  Angesichts dieser kosmischen Vision schlägt die Enzyklika Fratelli tutti ein neues Paradigma vor: das des Bruders und des Fraters, eine universelle Geschwisterlichkeit und eines der sozialen Freundschaft.  Es verschiebt den Mittelpunkt: von einer individualistischen und technologisch-industriellen Zivilisation hin zu einer Zivilisation der Solidarität, der Bewahrung und der Fürsorge für alles Leben.  Das ist die natürliche Absicht des Papstes.  Hierin liegt unsere Errettung: wir werden die apokalyptische Vision der drohenden Vernichtung unserer Spezies überwinden durch eine Vision der Hoffnung, dass wir den Kurs ändern können und müssen.

Um dies zu erreichen, müssen wir Hoffnung nähren.  Der Papst sagt: “Ich lade alle zu erneuerter Hoffnung ein, die zu uns von etwas spricht, das tief in jedem menschlichen Herzen verwurzelt ist, unabhängig von den Umständen und den historischen Bedingungen, unter denen wir leben” (N.55).  Hier erklingt das Hoffnungsprinzip, das mehr als die Tugend der Hoffnung ist, sondern ein Prinzip, ein innerer Beweger, um neue Träume und Visionen zu projizieren, was Ernst Bloch so gut formulierte. Er betont: “Die Aussage, dass wir als Menschen Brüder und Schwestern sind, was keine Abstraktion ist, sondern ein Konzept, das konkret wird und Gestalt annimmt, stellt uns vor eine Reihe von Herausforderungen, die uns verlagern und uns zwingen, die Dinge in einem neuen Licht zu sehen und neue Antworten zu entwickeln” (N.128).  Wie sich daraus ergibt, haben wir es mit einem neuen Weg zu tun, mit einem paradigmatischen Kurswechsel.

Wo soll man anfangen?  Hier offenbart der Papst seine Grundhaltung mit häufigen Verweisen auf soziale Bewegungen: “Wir sollten nicht auf irgendetwas von den gegenwärtigen Regierungen erhoffen, denn es ist immer dieselbe Geschichte oder schlimmer; beginnt bei euch selbst”.  Aus diesem Grund schlägt er vor: “Wir können von unten beginnen und von Fall zu Fall auf der konkretesten und lokalen Ebene handeln und uns dann auf die entlegensten Bereiche unserer Länder und unserer Welt ausdehnen” (N.78).  Der Papst regt nun ökologische Diskussionen an.  Unsere lokale Erfahrung muss sich “im Gegensatz” und “im Einklang mit” den Erfahrungen anderer entwickeln, die in unterschiedlichen Kontexten leben (N. 147).

Es gibt lange Überlegungen über Wirtschaft und Politik, aber er sagt: “Politik darf der Wirtschaft nicht untergeordnet sein, und die Wirtschaft darf auch nicht dem Diktat eines effizienzgetriebenen Paradigmas der Technokratie unterworfen werden” (N.177).  Er übt eine harsche Kritik am Markt.  Der Markt allein kann nicht jedes Problem lösen, so sehr von uns verlangt wird, auch an dieses Dogma des neoliberalen Glaubens zu glauben.  Was auch immer die Herausforderung ist, diese armselige und sich wiederholende Denkschule bietet immer die gleichen Rezepte.  Der Neoliberalismus reproduziert sich einfach, indem er auf die magischen Theorien von “Spillover” oder “Trickle” – ohne den Namen zu verwenden – als einzige Lösung für gesellschaftliche Probleme zurückgreift” (N.168).  Die Globalisierung bringt uns näher, aber nicht mehr als Brüder und Schwestern (n.12).  Es schafft nur Partner, aber keine Brüder und Schwestern (N. 101).

Im Gleichnis vom barmherzigen Samariter gibt es eine rigorose Analyse der verschiedenen Akteure, die auf die Bühne kommen, und sie gilt für die politische Ökonomie, die in der Frage gipfelt: “Mit wem identifiziert ihr euch (mit dem Verwundeten auf der Straße, mit dem Priester, mit dem Leviten oder mit dem Fremden, dem Samariter, der von den Juden verachtet wird)?  Das ist eine unverblümte, direkte und resolute Frage.  Mit welchem von ihnen identifiziert ihr euch” (n.64)?  Der barmherzige Samariter ist ein treffendes Modell von sozialer und politischer Liebe (n.66).

Das neue Paradigma der Geschwisterlichkeit und der sozialen Liebe zeigt sich in öffentlich gezeigten Akten der Liebe, in der Fürsorge für die Schwächsten, in der Art des Dialogs und der Begegnung, in gewöhnlicher Zärtlichkeit und Zuneigung.  In Bezug auf die Kultur der Begegnung erlaube ich mir, den brasilianischen Dichter Vinicius de Moraes in seinem Samba of Blessing aus seiner Welt von 1962 “Encontro Au bon Gourmet” zu zitieren, wo er sagt: “Das Leben ist die Kunst der Begegnung, obwohl es so viele Divergenzen im Leben geben kann” (Nr. 215).  Politik darf nicht auf Machtstreitigkeiten und Gewaltenteilung reduziert werden.  Überraschenderweise sagt er: “Selbst in der Politik gibt es einen Ort der zärtlichen liebevollen Fürsorge: für die Jüngsten, die Schwächsten, die Ärmsten; sie müssen uns berühren und sie haben das “Recht”, uns an Körper und Seele zu erfüllen. Ja, sie sind unsere Schwestern und Brüder, und wir müssen sie lieben und ihnen als solchen vertrauen: (194).  Und wenn jemand fragt, was Zärtlichkeit ist, hier ist die Antwort: “Liebe, die nah und konkret ist; es ist eine Bewegung, die aus dem Herzen kommt und die Augen, die Ohren, die Hände erreicht” (n. 196).  Hier erinnern wir uns an die Worte Gandhis, eine der Inspirationen des Papstes, neben dem Hl. Franziskus, Martin Luther King und Desmond Tutu: Politik ist eine Geste der Liebe zu den Menschen, der Sorge um gemeinsame Angelegenheiten.

Gemeinsam mit Zärtlichkeit kommt die Höflichkeit, die an den Propheten Höflichkeit erinnert, der allen Passanten auf den Straßen von Rio de Janeiro verkündete “Höflichkeit erzeugt Höflichkeit” und “Gott ist Höflichkeit” im Stil des Hl. Franziskus.  Und Höflichkeit ist definiert als: “ein Geisteszustand, der nicht scharf, unhöflich oder hart ist, sondern angenehm und zart, der stärkt und ermutigt; eine Person, die diese Qualität hat, hilft anderen, ihre Lasten zu lindern” (N.223).  Dies ist eine Herausforderung für Bischöfe und Priester: eine Revolution der Zärtlichkeit zu schaffen. Solidarität ist eine der Grundlagen des menschlichen und sozialen Lebens.  Sie findet im Dienst einen konkreten Ausdruck, der eine Vielzahl von Formen annehmen kann, um sich um andere zu kümmern: zum großen Teil kümmert sie sich um die menschliche Verletzlichkeit” (N.115).  Diese Solidarität war abwesend, und doch ist nur sie wirksam im Kampf gegen COVID -19.  Solidarität vermeidet die Verzweigung der Menschheit in “meine Welt” und die “anderen”, die “sie” sind.  Viele gelten nicht mehr als Menschen mit einer unveräußerlichen Würde und werden nur noch “sie” (Nr. 27).  Der Papst schließt mit einem tiefen Wunsch: “dass wir nicht mehr in den Begriffen ‚sie’ denken, sondern nur noch im Begriff ‘uns'” (Nr. 35).


Damit diese Herausforderung eines Traums von universeller Geschwisterlichkeit und sozialer Liebe erfüllt werden kann, ruft er alle Religionen auf, “einen reichen Beitrag zum Aufbau der Geschwisterlichkeit und zur Verteidigung der Gerechtigkeit in der Gesellschaft zu leisten” (N.271).


Schließlich erinnert er an die Figur des Kleinen Bruders Jesus Charles de Foucauld, der “definitiv der universelle Bruder” unter der muslimischen Bevölkerung in der Wüste Nordafrikas sein wollte (N.287).  Papst Franziskus fügt diesem Beispiel hinzu: “Nur wenn man sich mit dem Geringsten identifiziert, kann man ein Bruder oder eine Schwester aller sein. Möge Gott diesen Traum in jedem von uns entfachen. Amen” (n.288).


Wir stehen vor einem Mann, Papst Franziskus, der sich nach seiner inspirierenden Quelle, Franz von Assisi, auch zu einem universellen Mann gemacht hat, der alle umarmt und sich mit den Verletzlichsten und Unsichtbarsten unserer grausamen Welt identifiziert.  Er entfacht die Hoffnung, dass wir den Traum von der Geschwisterlichkeit der universellen und Liebe ohne Grenzen nähren können und müssen.   

Er hat seinen Teil dazu beigetragen.  Nun liegt es an uns, den Traum nicht nur als Traum zu belassen, sondern dass er zum Samen einer neuen Form des gemeinsamen Lebens wird, als Schwestern und Brüder und die Umwelt, im selben Gemeinsamen Haus. Werden wir die Zeit und die Weisheit haben, diesen Sprung zu machen?  Die “dunklen Wolken” werden sicherlich weiterbestehen.  Aber wir haben eine Lampe in dieser Enzyklika der Hoffnung von Papst Franziskus.  Es zerstreut nicht alle Wolken.  Aber es genügt, den von allen einzuschlagenden Weg gut zu erkennen.

Leonardo Boff
Ökologe, Theologe und Philosoph
Autor von u.a.: „Franziskus aus Rom und Franz von Assisi: Ein neuer Frühling für die Kirche“, Butzon & Bercker (1. Januar 2014)

Coronavirus: Gaia’s reaction and revenge?

Everything relates to everything: that is now a data point in the collective consciousness of those who develop an integral ecology, such as Brian Swimme, many other scientists, and Pope Francis, in his Encyclical Letter, “On the Caring for the Common Home”. All beings of the universe and of the Earth, including us, human beings, are part of the intricate web of relationships, spun in all directions, in such a way that nothing exists outside of those relationships.  That is also the basic thesis of the quantum physics of Werner Heisenberg and Niels Bohr.

It was well known by the original peoples, as expressed in 1856 by the wise words of Duwamish Grandfather Seattle: “Of one thing we are certain: the Earth does not belong to man. Man belongs to the Earth. All thing are interrelated like the blood that unites a family; everything is interrelated with everything. That which wounds the Earth also wounds the sons and daughters of the Earth. It was not man who knit the web of life: man is merely a tread of the web of life. Everything that man does against that web, is also done to man himself”. This is to say, there is an intimate connection between the Earth and the human being. If we hurt the Earth, we also hurt ourselves, and vice versa.

This is the same perception the astronauts enjoyed from their spacecraft and the Moon: The Earth and humanity are a single and unique entity. Isaac Asimov said it well in 1982 when, at the request of The New York Times, he summarized the 25 years of the Space age: “Its legacy is the verification that, from the perspective of the spacecraft, the Earth and humanity form a sole entity (New York Times, October 9, 1982)”. We are Earth.  Man,  Hombre, comes from húmus, fertile earth, the Biblical Adam means son and daughter of the fertile Earth. After this verification, never again have we lost consciousness of the fact that the destiny of the Earth and of humanity are inseparably united.

Unfortunately, we are seeing that which Pope Francis laments in his ecological Encyclical Letter: “we have never mistreated and wounded so much our Common Home as we have done in the last two centuries” (nº 53). The voracity of the form of accumulation of wealth is so devastating that some scientists say that we have inaugurated a new geologic era: the anthropocenic era. Namely, it is the human being himself who threatens life and accelerates the sixth massive extinction, which we already are experiencing. The aggression is so violent that more than a thousand species of living beings disappear each year, giving way to something worse than the anthropocene, the necrocene: the era of mass production of death. Since the Earth and humanity are interconnected, massive death is produced not only in nature but also in humanity itself. Millions of people die of starvation, thirst, victims of war or of the social violence everywhere in the world.  And uncaring, we do nothing.

James Lovelock, who offered the theory of the Earth as a self regulating super living organism, Gaia, wrote a book titled, Gaia’s Revenge, (La venganza de Gaia, Planeta 2006). He suggested that the current diseases, such as dengue, chikungunya, the zica virus, sars, ebola, measles, the current coronavirus and the generalized degradation in human relationships, marked by a profound social inequality/injustice and the lack of a minimal solidarity, are the reaction of Gaia for the offenses that we continually inflict on her. I would not say, as Lovelock does, that it is all “the revenge of Gaia”, because she, as the Great Mother she is, does not take revenge, but gives us great signals that she is ill, (typhoons, melting of the polar ice, droughts and flooding, etc.); and, in the end, because we do not learn the lesson, she takes reprisals, such as the aforementioned diseases .

I remember the book-testament by Theodore Monod, perhaps the only great contemporary naturalist, And if the human adventure should fail (Y si la aventura humana fallase, Paris, Grasset 2000): «we are capable of senseless and demented behavior, from now on anything could happen, really, anything, including the annihilation of the human race; that could be the just price for our madness and cruelty» (p.246).

This does not mean that all the governments of the world, resigned, will stop struggling against the coronavirus and protecting the people, or of urgently searching for a vaccine to combat it, in spite of its constant mutations. Besides an economic-financial disaster, it could mean a human tragedy, with an incalculable number of victims. But the Earth will not be satisfied with these small compensations. She pleads for a different attitude towards her: of respect for her rhythms and limits, of caring for her sustainability, and of us feeling more like the sons and daughters of Mother Earth, the Earth herself who feels, thinks, loves, venerates and cares. In the same way that we care for ourselves, we must care for her. The Earth does not need us.  We need the Earth. Perhaps she does not want us in her face anymore, and would keep on gyrating on the sidereal space, but without us, because we were ecocidal and geocidal..

Since we are intelligent beings and lovers of life, we can change the course of our destiny.  May the Spirit Creator strengthen us in this purpose.  

Leonardo Boff
Eco-Theologian-Philosopher
Earthcharter Commission

Free translation from the Spanish sent by

Melina Alfaro, volar@fibertel.com.ar.

Done at REFUGIO DEL RIO GRANDE, Texas, EE.UU.

Covid-19 Obliges us to think: What is Essential?

As the renowned German philosopher, Jürgen Habermas, affirmed in an interview about Covid-19:  “We have never known so much about ignorance as we do now.”  Science is indispensable for survival and for explaining the complexity of modern societies, but it cannot be arrogant and pretend, as certain pseudo-scientists postulate, that it can resolve all problems.  To tell the truth, what we do not know is infinitely greater than what we know.  All knowledge is finite and imperfect.  That is now being proven in our frantic search for an effective vaccine against Covid-19.  We do not know when a vaccine will be available, nor when the epidemic will be over.

The virus leaves us with a sunset feeling on the horizon of life and of hope, and occasions that which is well described in the twitter message of the judge and author Andréa Pachá (“Life is not Just”):  :The pandemic has wrought much havoc.  Some is physical, concrete and definitive.  Other damage is subtle, but devastating.  It steals from us the desire to go, to play, to have plans, including those that are utopian and chimeric, that will never come to fruition, but which feed the soul.”

We sense that there is a profound collective depression and melancholy that even makes us furious against the virus about which we know and can do so little.  We all feel surrounded by the ghost of contamination, of confinement and of death.

The reality is that we live under an extraordinary emergency such as the tsunami in Japan that affected nuclear sites, one of which continues to emit radioactivity, affecting the coasts of India, of Thailand and even the coasts of California, playing a part in the horrendous fires of the Amazon, of the Pantanal and of the forests of California.  With Covid-19 we are faced with an extreme emergency, which affects the whole planet.  It is a consequence of a profound ecological erosion caused by the voraciousness of big business which wants only material gain from the destruction and extraction of the forests, the expansion of monocultural crops such as soy beans or the cattle grazing and the excessive urbanization of the whole world.

That intrusion of humans into nature, without any sense of respect for its intrinsic value, held as a mere means of production and not as something alive, of which we are a part and not lords and masters denies in us the respect of nature’s limits of sustainability.  It has produced the destruction of the habitats of thousands of viruses in animals and plants which have been transferred to other animals and even to humans.

We must incorporate new concepts:  zoonosis (the illness that comes from the animal world: birds, swine and cattle) and zoonotic transfer (an animal affliction transmissible to humans.  As of now these will enter our vocabulary not only as scientific terms.

One of the greatest specialists in virus, David Quammen (Montana, USA), alerts us to this in his video Spillover:  the Next Human Pandemic (2015).  “It is inevitable that a great pandemic is coming.  It can kill tens of thousands, hundreds of thousands or millions of people depending on the circumstances and the forms of our reactions, but some of these things will occur.  There will certainly be a zoonotic event.  It will originate in animals, not humans.  There will certainly be a virus.”  Let us pay attention to this warning of a noted scientist.

Faced with this extreme emergency tied to the lack of national and international mobility, social isolation, distancing and the use of masks, it is appropriate that we ask the most fundamental questions of our lives.  In the final analysis what counts most in the end?  What is really essential?  What are reasons that have brought us to such an extreme emergency?  What must we do and what can we do after the pandemic passes?  These are unavoidable questions.

We will then discover that there is no greater value than life and the entire community of life.  Life arose some 3.8 thousands of million years ago and the human race around 8 to 10 million years ago.  Life passed through various devastating moments but always survived.  And with life comes the means of life without which it cannot defend itself, namely water, soil, the atmosphere, the biosphere, the climates, the labor and nature which offers us all that we need to live and survive.  There is the human community that takes us in and offers us the bases of the social and spiritual order that holds us in cohesion as humans.  The accumulation of material goods, individual wealth and unabated competition are of no value.  What saves us as living and social beings is solidarity, cooperation, generosity and the care for one another and the environment.

These are the human-spiritual values, contrary to those of the material capital, for which Covid-19 represents a thunder bolt that is breaking it to bits.  We cannot return to what was, so as not to provoke Mother Earth and nature.  If we do not change our relationship to one of respect and care, we will be sent another virus, perhaps a more lethal and final one (The Big One) which could decimate the human species.

This time of forced seclusion is a time for reflection and ecological conversion, a time to decide what type of Common Home we want for the future.  We must grow in solidarity and in love for all creation, especially for our fellow human brothers and sisters.  

We will be “solidarity men and women”, the beginning of a new era, in which life and its diversity will be central and all else will be subservient to it.  Together we will rejoice in the happy celebration of life.

Leonardo Boff is an ecotheologian and philosopher and has written Covid-19: the Counterattack of the Earth against Humanity which will be published soon by the Vozes publishers.

Translation from Portuguese by Maria José Govito Milano.

Josimo e Adelaide: assassinatos e narrativas no coração do conflito

Padre Josimo foi meu aluno de teologia em Petrópolis. Sempre recatado mas seus olhos brilhavam. Como estudante já frequentava as comunidades periféricas e pobres da cidade. Como padre foi morar em São Sebastião do Tocantins, no Bico do Papagaio, região de conflito social. Adelaide era uma religiosa das Irmãs do Amor Divino,nascida em Garibaldi no Rio Grande do Sul. Sempre comprometida com os pobres e fazendo sua catequese nos meios populares. Não a conheci mas suas co-irmãs falam dela como apoiava os ameaçados de morte. Na rodoviária de Eldorado do Pará foi assassinada em 14 de abril de 1985, pelas 15 horas, viveu sua Páscoa; Josimo, em 10 de maio de 1986, pelas 12:30 horas foi alvejado e duas hora depois partiu.São nossos mártires pela causa dos pobres, pelas suas vidas ameaçadas e por seus direitos. O solo nestas regiões do Norte está cheia de sangue de camponeses e camponesas assassinados, de religiosas e religiosas, como a Irmã Adelaide e a Irmã Doroty Stang e de padres. De seu nasce deverá despontar um dia, que só Deus sabe quando ocorrer, o sol da justiça, da equidade e da fraternidade LBoff

Ricardo Rezende Figueira[1]

Introdução

Josimo Moraes Tavares e Adelaide Molinari, quando foram assassinados, tinham como realidade circundante, a disputa fundiária e política e a transição da ditadura para a chamada Nova República. Estavam imersos em um contexto de conflito social de grande proporção e muitas expectativas. Foram capazes de compreendê-lo? Cada um, no seu jeito e na sua forma de se relacionar com o mundo, deu sua resposta e a interpretaram, posteriormente, os seus amigos ou inimigos e a igreja local, com seus respectivos filtros. E, para alguns, ambos se tornaram símbolos da resistência em tempos sombrios ou, para outros, pode ter havido tentativa de criminalizá-los ou de tirá-los de seu contexto.

Os fatos e as suas narrativas

Era meados dos anos 1980. Josimo, com olhos vivos, ou, melhor, dirá Pedro Casaldáliga, o então bispo de São Félix do Araguaia, “os olhos profundos, cansados de ver demais” (1993: 11), tinha 33 anos. De baixa estatura, sorriso fácil, o bigode e a barba desalinhados, uma certa timidez, óculos grandes – mal assentados -, Josimo se vestia com roupas simples, escrevia poemas, cantava, utilizava sandálias de borracha, não levantava a voz ou perdia o controle nas emoções, com a paciência de quem sabia que a luta era grande. Eu o conheci. Era o padre que morava no Bico do Papagaio, em São Sebastião do Tocantins, extremo norte do então estado de Goiás, hoje Tocantins, a 514 km de Conceição do Araguaia, onde eu residia. Ele era estimado pelos mais pobres, especialmente por quebradoras de coco e posseiros; e odiado por alguns que representavam a oligarquia local.

Conheci Josimo nas celebrações, em encontros e reuniões da Comissão Pastoral da Terra do Araguaia-Tocantins no antigo norte de Goiás, em Porto Nacional e Miracema do Tocantins, e na intimidade da casa paroquial, primeiro em Wanderlândia, depois em São Sebastião do Tocantins. Conheci-o em celebrações vivas de rezas e de missas, com uma leitura mais contemporânea da bíblia; como organizador de resistência sindical e política. Envolvido com a questão da negritude e preocupado com as luta das mulheres.

Em Curionópolis, no Sul do Pará, a mais ou menos 375 km ao norte de Conceição do Araguaia, vivia uma freira, irmã Adelaide Molinari, 47 anos. Ela se vestia, como as demais freiras de sua comunidade, com o hábito simplificado e sem o véu – uma camisa gris, uma saia preta e uma sandália de couro. Conforme uma senhora, que a teria conhecido, a freira seria “maravilhosa”, “amiga”, “carinhosa”, “agradável”, “meiga”, “doce”, “boníssima conselheira” e jamais a viu “alterar a voz” (PLETSCH e FERNANDES, 2014 72-73). Não a conheci pessoalmente. Conheci as irmãs de sua comunidade e a admiração que têm ainda por sua memória.

Josimo não foi criado pelo pai, Bartolomeu, que se separou da esposa quando ele tinha três anos. Sua mãe era Olinda Morais Tavares, sempre magra e frágil de corpo. Olinda, mal nasceu, com três dias, foi doada pela mãe, sem o pai saber, para ser criada por uma família ligada ao comércio das castanhas em área rural de Marabá. Quando o pai soube, havia sido registrada como filha na outra família. E Olinda só conheceu a própria mãe com 12 anos. Queria ser freira e, contra a sua vontade, com apenas 13 anos, casaram-na. Teve uma filha que morreu ainda menina, Ana Maria, e Josimo, que nasceu na beira do rio Taurizinho, em Marabá, enquanto ela lavava as roupas em um Sábado Santo, 4 de abril de 1953. Não tinha lavado na véspera, por ser Sexta-Feira da Paixão, que não era dia de trabalho, explicou (MENDONÇA, 08/05/1988).

Adelaide nasceu em 2 de fevereiro de 1938, na área rural de Garibaldi, Rio Grande do Sul, a terceira, entre 11 irmãos, filha de Salvador e Cecília, pequenos agricultores que a criaram e lhe deram segurança e estabilidade. Uma família religiosa de tradições conservadoras. Com 16 anos, com apoio dos pais, ela foi morar com as irmãs Filhas do Amor Divino e acabaria por ingressar na vida religiosa feminina.

Ele foi para o seminário menino ainda, fez seus estudos no sudeste, tornou-se aluno de Leonardo Boff, foi ordenado sacerdote em Xambioá, local conhecido pela repressão à guerrilha do Araguaia. Trabalhou em Wanderlândia e foi transferido para São Sebastião do Tocantins. Foi preso pela polícia, caluniado, desprezado pela cor da pele, pelas opções, incompreendido por parte do clero de sua diocese, Tocantinópolis, e era ameaçado. Ela, religiosa das Filhas do Amor Divino, trabalhava na diocese de Marabá e morava em uma casa com outras religiosas. Ambos, próximos aos pobres, participavam de alguma forma de suas lutas, animavam suas celebrações, sabiam das dores dessa gente, conheciam suas histórias e se compadeciam.

Quando se lê o que as suas companheiras irmãs Zoeli e Angelita (PLETSCH e FERNANDES, 2014) escreveram sobre ela, a dimensão do conflito é menos clara na sua vida. Teve certo contato com a teologia da libertação ao se preparar para a vinda à missão no Pará e se inseriu entre os mais sofridos, mas sem a liderança de um Josimo na resistência e na organização fora do espaço claramente eclesial. Não há informações de que tenha participado da Comissão Pastoral da Terra ou de luta sindical ou partidária, mas esteve especialmente nas ações inter eclesiais e tinha preocupação com a educação. Por exemplo, as duas religiosas que escreveram o livro sobre Adelaide, registraram que, minutos antes do crime, em 14 de abril de 1985, na rodoviária de Eldorado do Carajás, “Arnaldo Delcídio Ferreira se aproximou e conversava com ela sobre possibilidades da criação de uma escola itinerante para os filhos dos posseiros, da região (PLETSCH; FERNANDES, 2014: p. 71)”. Ora, Adelaide foi, por um tempo, vizinha de Arnaldo, sindicalista ameaçado e em situação de conflito pela terra, tornou-se sua amiga ou conhecida e não se recusou em ir ao lote em disputa para sua atividade de catequese e manifestou a preocupação com o estudo das crianças da área em conflito. Também, ao saber que queriam expulsar algumas mulheres que vendiam refeição para trabalhadores na beira da estrada, km 16, a 35 km do garimpo de Serra Pelada, conforme o depoimento de irmã Lourdes Follman, foi até o local para rezar o terço e a ação violenta da polícia não se deu. Algumas pessoas viram nisso um pequeno milagre. Sobre o encontro com Arnaldo, as autoras prosseguiram com a informação

Jovens comentavam sobre a beleza de outro jovem, desconhecido, elegante e bem trajado, calçando tênis ponteira de metal brilhante, com um pacote na mão, que bebia recostado no balcão do restaurante. Ele tinha um objetivo insuspeitável: ceifar a vida da religiosa[2] missionária. De repente, voltou-se em direção aos dois em diálogo, desembrulhou o pacote e empunhou o inesperado conteúdo: um revólver. As pessoas se assustaram e a Irmã Adelaide viu e clamou: “Paz, paz, não faça isso meu irmão!” (…) O tiro perfurou e atravessou o corpo de Arnaldo e atingiu a veia jugular da Irmã e derrubou-a na dureza do piso de cimento (PLETSCH; FERNANDES, 2014: p. 71).

O fato se deu em local público, com muitas testemunhas, na pequena e pobre rodoviária de Eldorado do Carajás, no sul do Pará. A religiosa caiu ensanguentada, sob o olhar assustado e perplexo das pessoas que estavam ali e do próprio lavrador também baleado, Arnaldo. Conforme uma testemunha, ao se aproximar, ela percebeu que a freira ainda respirava.

A dona Rita já tinha vindo com um lençol e ajoelhada, tentava estancar o sangue que jorrava com força. Logo apareceu um homem meio misterioso que se prontificou a ajudar. Sentou-se no banco traseiro do carro que acabava de chegar. Meu pai e eu colocamos a Irmã Adelaide, neste carro, com a cabeça sobre os joelhos daquele homem misterioso. Sem demora, ele percebeu que o motorista não era muito prático e pediu para dirigir. Foi então que eu passei ao banco traseiro e segurei a cabeça da Irmã, no meu colo. No quilômetro 11, perto da casa do mandante do crime, o senhor Aloysio Ribeiro Vieira, saiu a última golfada de sangue quente, da fenda aberta pela bala assassina. Eu rezava pela sua eterna vida, agradecendo tudo o que ela foi e fez por nós. Fiquei toda ensanguentada com aquele sangue sagrado e fecundo, derramado por uma causa justa e tinha convicção de estar sustentando a cabeça de alguém que passou pelo mundo fazendo somente o bem (PLETSCH e FERNANDES, 72-73).

Josimo foi atingido, em área privada ao contrário de Adelaide, ao subir o primeiro lance dos degraus de uma escada, em um prédio da igreja católica em Imperatriz, no sul do Maranhão. Ia para o escritório da Comissão Pastoral da Terra e trazia consigo uma bolsa com poucas roupas e o poema Páscoa Paz, que havia escrito há pouco e enviaria aos amigos pelo correio. Dois tiros foram desferidos pelo pistoleiro Geraldo Rodrigues da Costa que o chamou, antes, pelo nome. Ele se curvou levemente para trás para ver quem o chamava e um projétil, de baixo para cima, da arma Taurus, calibre 7,65, raspou seu ombro direito e alojou-se na parede interna do edifício. Outro projétil perfurou o rim e o pulmão e saiu pelo peito. O sangue jorrou, molhou a camisa, a calça e manchou os degraus e o corredor do prédio.

Adelaide, em 14 de abril de 1985, pelas 15 horas, viveu sua Páscoa; Josimo, em 10 de maio de 1986, pelas 12:30 horas foi alvejado e duas hora depois partiu. Ele era ameaçado de morte; ela conversava com um ameaçado. As histórias de Josimo e de Adelaide se entrecruzaram rapidamente em Belém, no Pará, em 18 de abril de 1986. Ela, pelo testemunho de irmã Lourdes Follmann, da comunidade das Filhas do Amor Divino, e o padre Josimo, que foi falar sobre si e sobre o Bico do Papagaio.

Irmã Loudes tinha morado com a irmã Adelaide e as demais freiras da casa, em Curionópolis e vinha depor no tribunal contra o Estado brasileiro, por ser responsável pela concentração das terras, pelos crimes no campo e trazia como prova a tentativa de assassinato sofrida pelo Arnaldo Delcídio Ferreira e o assassinato da religiosa. Arnaldo seria assassinado oito anos depois de Adelaide, em 2 de maio de 1993. [3]

 Foi meu último encontro com Josimo. Como eu coordenava a Comissão Pastoral da Terra Araguaia-Tocantins, e nós do Regional da CPT estávamos apreensivos com sua situação, sugeri que viesse a Belém para um Tribunal da Terra, onde simbolicamente seriam julgados os crimes do latifúndio e eu havia sido convidado para presidir o “júri”.[4] Queria saber do Josimo o que tinha acontecido, o que podia ser feito para protegê-lo e, quem sabe, conseguir espaço na imprensa para denunciar o atentado. Entre as minhas anotações da época encontrei algumas observações como as que seguem.

Em um dos auditórios do Fórum do Tribunal de Justiça do Estado do Pará, na praça Felipe Patroni, local onde se realizavam os tribunais de júri na cidade, o ar condicionado mal conseguia mitigar o calor externo e o calor exalado pelos que se aglomeravam no espaço. Ali estavam pessoas vindas da área rural e urbana, sindicalistas, agentes de pastoral, defensores dos direitos humanos e advogados para um evento de três dias: o Tribunal da Terra: Terra, Morte e Impunidade.[5]

No meio daquela movimentação de testemunhas, de vítimas, dos advogados, do corpo de jurados, do público, da imprensa, retiramo-nos para conversar e almoçar: Josimo, Lourdes Lúcia Goi – a Lourdinha -, João Roberto Ripper e eu. Como Josimo era orientado a não viajar sozinho, Lourdinha, do sul do país, como as irmãs Lourdes Follman e Adelaide, tinha vindo com ele do Bico do Papagaio, onde ela também morava e trabalhava. Ripper, fotógrafo, residia no Rio de Janeiro e estava sempre presente nas manifestações sociais da região. Encontramos, não distante do evento, um restaurante pequeno e barato da Cidade Velha, próximo de um mercado do século XVII, conhecido como Ver-O-Peso, às margens da baia do Guajará. Do teto do restaurante, dependurados, ventiladores estridentes espantavam as moscas.

Josimo abriu uma pasta, tirou algumas fotos e as mostrou. Eram da porta do Jeep Toyota, de cor azul, da paróquia de São Sebastião, com as marcas de cinco perfurações. Ele dirigia o veículo quando, em 15 de abril, três dias antes, emparelharam um carro ao jeep e desfecharam os tiros. As balas atingiram a porta do veiculo, atravessaram a primeira placa de metal da porta, mas foram retidas pela segunda. Sobreviveu por pouco. Apesar da insistência das irmãs Béatrice kruch (Bia) e Marie Madeleine Hausser (Mada), com as quais trabalhava, Josimo se recusava a sair da paróquia mesmo temporariamente. Dizia não querer “privilégio”. Não via como sair, se o povo permanecia tendo as casas queimadas e os filhos mortos.

“-Josimo, você sabe que vai morrer.”. Eu lhe disse e ele confirmou.

Um momento de silêncio tomou conta da mesa.

“-E aí?” Insisti.

“-Fugir não vou. Não posso.”

Conversamos, não era fugir, era um deslocamento estratégico, mas ele parecia firme na sua decisão. Falei sobre um dos momentos de maior ameaça que o padre francês Aristide Camio tinha sofrido em São Geraldo do Araguaia, antes de ser preso pelo exército com o padre François Gouriou e treze posseiros. Havia informação que alguns pistoleiros teriam sido contratados para matá-lo e tinham um prazo de 15 dias para executar a tarefa. Preocupados, nos reunimos com ele e com sua equipe em Conceição do Araguaia, para convencê-lo a sair da área pelo menos por um período. Não conseguimos. Ele argumentou que estaria mais seguro entre os próprios lavradores. E durante duas semanas circulou entre as comunidades rurais, sempre acompanhado pelos posseiros que o protegeram. Josimo ouviu em silêncio. Depois respondeu que faria o mesmo. Contudo, viajou sozinho para Imperatriz em 10 de maio, menos de um mês depois. Ripper pediu ao Josimo que mostrasse as imagens do carro perfurado pelas balas e o fotografou com as fotos na mão.

São muitos anos, a memória falha. Liguei para diversas pessoas que estiveram naquele evento do Tribunal. Através do jornalista paraense Paulo Roberto Ferreira tive acesso a uma foto que registrou uma coletiva da imprensa em Belém. E uma foto pode revelar algo. Aparecem na foto, falando com um grupo numeroso de jornalistas, um advogado vindo de São Paulo e dois representantes nacionais da Central Única dos Trabalhadores. Em pé, três outros advogados, Josimo e eu. Ele, no fundo, com uma camisa branca, de manga curta, com uma mão ajeitando os óculos. A foto revela que nem os jornalistas, nem os que concediam a entrevista, percebiam a importância de Josimo naquele local e naquele momento. É um personagem secundário, no fundo da sala. Será que o ouviram? Aparentemente a imprensa não publicou nada naqueles dias a respeito do padre preto e pobre, que veio a Belém conversar sobre as ameaças que sofria e do o atentado que havia sobrevivido. A imprensa daria espaço para Josimo depois de 10 de maio.

A caminho de Belém ou vindo de Belém, contou Emanuel Wanbergue, o Mano,[6] o padre Josimo passou por Marabá. Mano tentou, inutilmente, convencê-lo a sair da região. Nove dias depois do almoço que tivemos em Belém, em uma Assembleia da Diocese em Tocantinópolis, Josimo foi interpelado pela equipe de agentes de pastoral sobre as ameaças e sobre os tiros que desferiram contra ele. O clima era tenso e ele manteve a mesma posição.  Disse que não sairia e as anotações que foram feitas no decorrer da reunião, por uma das pessoas presentes, vão se transformar no seu testamento espiritual.

quero que vocês entendam que o que vem acontecendo não é fruto de nenhuma ideologia ou facção teológica, nem por mim mesmo, ou seja, pela minha personalidade. Acredito que o porquê de tudo isso se resume em três pontos principais:

– Por Deus ter me chamado com o dom da vocação sacerdotal e eu ter correspondido.

– Pelo senhor bispo, D. Cornélio, ter me ordenado sacerdote.

– Pelo apoio do povo e do vigário de Xambioá, então Pe. João Caprioli, que me ajudaram a vencer nos estudos.

O discípulo não é maior do que o Mestre. “Se perseguirem a mim, hão de perseguir vocês também.” Tenho que assumir. Agora estou empenhado na luta pela causa dos pobres lavradores indefesos, povo oprimido nas garras dos latifúndios. Se eu me calar, quem os defenderá? Quem lutará a seu favor? Eu pelo menos nada tenho a perder. Não tenho mulher, filhos e nem riqueza sequer, ninguém chorará por mim. Só tenho pena de uma pessoa: de minha mãe, que só tem a mim e mais ninguém por ela. Pobre. Viúva. Mas vocês ficam aí e cuidarão dela. Nem o medo me detém. É hora de assumir. Morro por uma justa causa. Agora quero que vocês entendam o seguinte: tudo isso que está acontecendo é uma consequência lógica resultante do meu trabalho na luta e defesa pelos pobres, em prol do Evangelho que me levou a assumir até as últimas consequências.

A minha vida nada vale em vista da morte de tantos pais lavradores assassinados, violentados e despejados de suas terras. Deixando mulheres e filhos abandonados, sem carinho, sem pão e sem lar. É hora de se levantar e fazer a diferença! Morro por uma causa justa (Comissão Pastoral da Terra, 1986: 17-18).

Os crimes do latifúndio no Pará cresciam. A morte campeava como “morte matada”, advertia Casaldáliga. Em 1985, fizemos um levantamento sobre as informações de mortes violentas na Diocese de Conceição do Araguaia, em função dos conflitos pela posse e uso da terra ou do trabalho escravo. E o número de casos conhecidos era superior aos dos anos anteriores, apesar ou justamente em função da mudança política pela qual passávamos.

Havia acabado a ditadura, o aparelho do Estado, aparentemente não estaria mais a serviço dos fazendeiros para reprimir, prender, torturar, impedir o funcionamento das delegacias sindicais e dos sindicatos, dos movimentos sociais como tinha sido até então. Possivelmente era uma reação dos fazendeiros, preocupados com o novo governo que prometia realizar a Reforma Agrária desde a campanha de Tancredo Neves? José Sarney, ao tomar posse como presidente, manteve Nelson Ribeiro, como titular do Ministério da Reforma e do Desenvolvimento Agrário (MIRAD) e reafirmou as promessas de Tancredo Neves. O Ministro, que tinha boas relações com a Igreja Católica, abriu o Ministério para receber as reivindicações do campo e recebeu o Josimo e lavradores do Bico do Papagaio mais de uma vez.

O latifúndio se organizou de forma autônoma, talvez sem as amarras burocráticas que sua associação de classe, a Confederação Nacional da Agricultura (CNA), representava, e criou a União Democrática Ruralista (UDR). Seu presidente era um jovem fazendeiro goiano, médico e deputado, Ronaldo Caiado (PEREIRA, 1986:77-87). O tesoureiro Nacional da UDR era Jairo Andrade, dono de muita terra no Sul do Pará, com fama de violento e com acusações, por anos sucessivos de utilizar mão de obra escrava. Um de seus filhos, Tarley, foi morto em uma discussão com posseiros em uma área em disputa.

Os leilões de gado, realizados em diversos lugares do país pela UDR, nutriram de recursos financeiros a nova organização, que nasceu sob o signo do discurso intolerante e radical contra a reforma agrária. A espiral crescente das mortes poderia ser a resposta dos proprietários que, por se imaginarem em situação de maior vulnerabilidade frente aos posseiros, se armaram, contrataram coletivamente os pistoleiros e os “profissionalizaram”.

A partir de 1985 foram criadas, a serviço dos latifundiários, as firmas de segurança Sapucã, em Manaus, e o Grupo Solução, em Goiânia, coordenado por coronéis e, em Marabá, o grupo de Sebastião Pereira da Silva, ou Sebastião da Teresona, acusado de matar mais de 50 pessoas, assustava. [7] Grupos como Sapucã e Solução, eram coordenados por oficiais da polícia.

A violência deixava de ser aleatória, tornava-se seletiva e crescente, denunciavam os agentes de pastoral e as lideranças sindicais. Em algumas circunstancias, a morte poderia ser precedida por violência, como foi o caso de Leonilde Resplandes da Silva: além de ter o marido e o cunhado assassinados, pelo grupo de Sebastião da Teresona, ela, com 13 anos, foi violentada e seu corpo foi carbonizado (FIGUEIRA, 1986: 113). Não bastava matar, era necessário desfigurar, impedir o sepultamento, criar o horror para os sobreviventes que sequer podiam, às vezes, prantear e sepultar seus mortos. Isso foi levado ao presidente José Sarney, em 30 de abril de 1986. Com cinco bispos – o de Goiânia, de Goiás, de Tocantinópolis, de Porto Nacional e de Miracema do Note (ALDIGHIERI: 1993, p. 197; PINHO: 1986, p 69) -, estive na audiência e tratamos dos processos de desapropriação que não tinham desfecho, da violência do campo e do atentado sofrido pelo Josimo. Ele nos ouviu, prometeu proteger o padre e demonstrou ter informações sobre a existência das firmas de segurança e, por meio dele, soubemos do Grupo Solução, de Goiânia. A audiência foi inútil. Os tiros, desferidos dez dias depois em Imperatriz, estouraram em Brasília e levaram o Ministro da Reforma Agrária a Tocantinópolis para o enterro. Nelson Ribeiro chorou, como choramos todos. Logo que saÍ da audiência com o presidente em 30 de abril, fui direto ao MIRAD e, mesmo sem ter marcado audiência, Nelson Ribeiro me recebeu e propus que renunciasse. Disse para ele que Sarney não tinha compromisso com a reforma agrária. Ao cobrarmos a sua assinatura nos processos de desapropriação, o presidente apontou a altura dos processos que tinha recebido do Mirad e afirmou que não assinava nada sem ler. Ora, ele não teria tempo para ler todos os processos. Se não confiava no ministro da pasta, ele o mantinha apenas para amortecer os conflitos. Durante o funeral, Hamilton Pereira, poeta e, na época trabalhava no Secretariado Nacional da CPT, de cima de um caminhão, quando fazia seu discurso, sugeriu o mesmo ao ministro. Pouco depois, Nelson Ribeiro renunciou.

Escrevi, pouco depois de 10 de maio de 1986, um artigo em um pequeno livro dedicado ao padre Josimo e organizado pelo padre Carmelo Scampa:

O chão do Bico do Papagaio é (…) convulsionado por enormes violências contra os posseiros e Josimo foi testemunha dos despejos, das torturas, dos assassinatos, das casas queimadas. Diante de seus olhos em lágrimas se descortinou esse quadro de grave injustiça social, onde os bandos de pistoleiros agem impunemente e o poder policial e judiciário tem sido mais que omisso. A credibilidade do poder público despencou no morro abaixo da corrupção e da prepotência.

A oligarquia rural da região se armou até os dentes, desencadeou conflitos e a espiral dos atos violentos foi aumentando cada ano e em 1985 foram 1050 famílias ameaçadas de despejo, 200 despejadas, 37 casas queimadas, 2 trabalhadores torturados, 20 ameaçados de morte e 8 assassinados (FIGUEIRA, s/d: 2).

De fato, o Bico do Papagaio era um barril de pólvora, como o era, o sul do Pará.  Entre São Geraldo do Araguaia e Conceição do Araguaia, a CPT diocesana tinha registrado o assassinato, no decorrer de 1985, de 22 posseiros nos conflitos fundiários e 21 trabalhadores assassinados em situação de trabalho escravo. Era o maior número de mortes conhecidas por tais razões pela CPT local em um mesmo ano (FIGUEIRA, 1986: 11-114).  Conforme Airton dos Reis Pereira, citando dados da CPT do Pará, no estado:

o maior número de assassinatos de trabalhadores rurais, religiosos e advogados registrados no sul e sudeste paraense ocorreu na década de 1980, que acumulou uma cifra de 349 mortes. Os anos compreendidos entre 1983 e 1987 são avaliados como os mais violentos dessa década. Estes cinco anos abrigaram 245 assassinatos, com destaque para o ano de 1985, que, sozinho, contabilizou 108 mortes (PEREIRA: 2015: 233).

E esse ambiente de violência, de luta apela terra e pela liberdade, provocava desespero, depressão, doenças e suicídios. Na área rural do município de Conceição do Araguaia houve dois casos que revelavam o tamanho do problema. João Jurandir Barbosa, lavrador, se suicidou em 7 de abril, em Alacilândia, depois de ter sido preso duas  vezes com outros três posseiros, acusados de “invadir” a fazenda Ingá. Carmem Lúcia, esposa do lavrador Sebastião da Silva de Jesus, residente no Lote 20, Gleba Jocon, em abril, teria enlouquecido e se suicidou por causa das perseguições dos pistoleiros e da polícia contra seu marido. O ambiente tenso podia também levar a atitudes precipitadas como aquela da posseira Marly de Fátima, em Xinguara, em 20 de dezembro. Angustiada, em função de diversos assassinatos na região, se jogou do caminhão, quando um pneu estourou, pensando ser tiro e quebrou o pescoço. Teve morte imediata (FIGUEIRA, 1986: 112-114).

Entre os presentes no Tribunal da Terra era possível ver, além de sindicalistas, lavradores de áreas de conflito de várias regiões do estado, representantes de organizações sociais, de Belém, os advogados Egídio Sales Filho e José Carlos Castro, de São Paulo, Luiz Eduardo Greenhalgh, os três tinham atuado em defesa dos padres franceses e dos posseiros de São Geraldo do Araguaia de 1982 a 1984, e, na década seguinte, em casos de assassinatos de lavradores do sul do Pará – Expedito, Brás e Ronan, João, Paulo e José Canuto (FIGUEIRA, 1986; 2008).  Na multidão estavam jornalistas do estado como Paulo Roberto Ferreira e Miguel Chikaoka.

Recordo-me que um dia, em 1979, o bispo de Conceição do Araguaia dom José Patrício Hanrahan foi surpreendido pela visita do temido Curió, que conhecíamos de nome. Poucos dias antes, um helicóptero militar pousou na praça em frente à casa paroquial de Wanderlândia e, não sabíamos ainda, a ação era coordenada justamente por ele. Os soldados invadiram a casa paroquial, onde morava Josimo. Nem ele nem o pároco estavam, sequestraram e ameaçaram de morte o missionário leigo italiano Nicola Arpone e o levaram para Brasília. Curió tinha vindo, explicou ao bispo, em nome do presidente Figueiredo, em sinal de paz. O presidente confiava na igreja e compreendia que a instituição tinha seus motivos para ter reticência em relação ao governo militar. Mas veria que ele falava a verdade. Eu estava presente na audiência, por convite de dom José Patrício, e intervim: “Curió, a confiança não se dá, se conquista. Se vocês do governo confiam na igreja, por que sequestraram Nicola Arpone, em Wanderlândia?”. Utilizei o pronome na segunda pessoal do plural, “vocês”, me referindo ao exército em geral. Talvez ele tenha imaginado que já sabíamos de sua participação. O militar , após uma pequena pausa, respondeu: “Foi um erro”.

O clima não melhoraria nem no Pará, nem no atual Tocantins, apesar das promessas. Em janeiro de 1980, a Conferência Nacional dos Bispos do Brasil no final de sua tradicional Assembléia anual, soltou um documento de grande repercussão, A Igreja e o Problema da Terra, onde distinguia “a terra de negócio da terra de trabalho” e no mesmo ano, João Paulo II veio ao Brasil e cobrou a Reforma Agrária e afirmou que “sobre toda propriedade privada pesa uma hipoteca social”.[8] Em setembro de 1981, dois anos depois do sequestro de Arpone, Dom Cornélio Chizzini, bispo de Tocantinópolis, denunciou o clima de violência na região por parte de grileiros e seus jagunços contra as famílias de posseiros e as ameaças que pesavam contra o padre Josimo. Conforme publicou o jornal da arquidiocese de São Paulo:

“Há mais ou menos 20 dias – conta o bispo – um certo José Luiz, medidor de terras, espalhou a noticia de que iria mandar matar o vigário da região de Wanderlândia, Josimo Morais. Conforme testemunho dos moradores dali, ele teria até oferecido dinheiro para que alguém do local! Executasse o serviço”

No início de fevereiro, um agente de pastoral da terra também de Wanderlândia, foi violentamente espancado, quando estava numa farmácia. Fatos como este dão conta de que embora com menos freqüência, as agressões se repetem. (O São Paulo, 6 a 12/03/1981: p. 7).

O bispo reclamou da atuação do Grupo de Terras Araguaia Tocantins, o GETAT, que era omisso e encorajava a violência contra os posseiros. Depois Josimo foi transferido pela diocese de Wanderlândia para São Sebastião, sem ser consultado. Saia de uma área central da região, de uma cidade servida pela rodovia Belém-Brasília e era lançado em um canto mais pobre, distante do asfalto e de cidades maiores. A primeira impressão era de que estava sendo exilado, pois sofria restrições por parte de alguns padres da equipe diocesana. Josimo conversou conosco da CPT. Contudo, tinha um aspecto positivo. Na nova paróquia trabalhavam as irmãs Bia, Mada, Nicole e Lourdinha, um grupo de mulheres corajosas e firmes. Certamente lhe ofereceriam apoio. Posteriormente se incorporariam à equipe Noeli e os irmãos Domingos e Carlinhos Furlan. A equipe se dividia entre São Sebastião, Buriti e Centro dos Mulatos[9].

Ambos, Josimo e Lourdes Follman foram testemunhas de acusação contra o latifúndio e contra o estado brasileiro no Tribunal simulado em Belém. O primeiro havia sobrevivido a um atentado. A segunda trazia as informações sobre o assassinato de irmã Adelaide Molinari, na rodoviária de Eldorado do Carajás, no ano anterior.

            No Bico do Papagaio, nova área onde atuava Josimo, houve queima de casas e ameaças de morte contra lavradores e contra a equipe paroquial; houve a prisão de Josimo e de Lourdinha e ambos e mais duas freiras e um camponês foram denunciados pelo Ministério Público como responsáveis pela demolição de um posto telefônico em Buriti e parte das irmãs foi acusada de portar metralhadoras[10]. Em 3 de abril de 1986, o juiz Geraldo da Silva Melo ouviu os réus, sob a acusação de destruir o bem público[11] e os réus eram Josimo Moraes Tavares,  32 anos; as religiosas  Lourdes Lúcia Goi, a Lourdinha, 38 anos, Marie Madeleine Hausser, a Mada, 49 anos, Beatrice Kruch, a Bia, 45 anos, e  Hermílio Ferreira dos Santos, lavrador, 46 anos.  O jovem advogado, vindo de Petrópolis, para trabalhar com a equipe, Pedro Dalcero, no mesmo dia, contestou a acusação e solicitou “a suspensão do processo” e ponderou que, o que havia acontecido, era, por parte da prefeitura, “um esbulho possessório” contra o terreno da igreja.

Na audiência judicial, Josimo reconheceu que havia sido anteriormente preso naquela comarca e que respondia um processo. As acusações contra ele não procediam e se davam pelo “inconformismo de certos indivíduos para com as atividades do interrogado e [eram] referentes a seus trabalhos religiosos que muitas vezes contrariam principalmente os ricos e poderosos”. Lourdinha reconheceu em Buriti, quando umas cem pessoas demoliram as paredes em construção do posto, mas não presenciou a ação; Mada e Bia não estavam em Buriti quando o fato ocorreu; não participaram nem incentivaram o povo a fazê-lo. No dia seguinte, Josimo completou 33 anos, 12 dias depois sobreviveu à emboscada e aos cinco tiros e, no mês seguinte, o matador de aluguel, desferiu os tiros fatais.

Em 1993, foram apontados como mandantes do crime, Geraldo Paulo Vieira, Adailson Vieira, Osmar Teodoro da Silva, Guiomar Teodoro da Silva, Nazaré Teodoro da Silva e Osvaldino Teodoro da Silva e João Teodoro da Silva. Só em 1988,

Adailson Vieira, Geraldo Paulo Vieira (pai do Adailson) e Guiomar Teodoro da Silva foram julgados e condenados. Os dois primeiros foram condenados a 19 anos de reclusão e Guiomar, a 14 anos e 3 meses. João Teodoro da Silva faleceu antes de ser levado a julgamento. Geraldo morreu alguns meses depois da sentença. Osmar Teodoro da Silva ficou foragido durante anos, sendo capturado pela polícia somente em 2001, depois de ter sido alvo do programa Linha Direta, na TV Globo. Em setembro de 2003, ele foi condenado, por unanimidade, a 19 anos de reclusão.

Geraldo Rodrigues da Costa, o executor do crime, foi condenado, em 1988, a 18 anos e 6 meses de reclusão. Conseguiu fugir da penitenciária por três vezes, mas, depois da última fuga, nunca mais fora encontrado. Há informações de que faleceu durante fuga após um assalto na cidade de Guaraí, Tocantins. (UNISINOS, s/d)[12]

            Quanto ao assassino de irmã Adelaide Molinari, José de Ribamar Rodrigues Lopes, o Zé da Bomba, foi preso, tornou-se réu confesso, fugiu e se escondeu no Rio de Janeiro, passou a viver maritalmente com uma professora de faculdade de Serviço Social. Conforme escreveram as companheiras de comunidade de Adelaide, “foi finalmente julgado, quase 20 anos após o acontecimento, e absolvido por um júri popular, marcado por várias irregularidades, poucos meses antes de esgotar o tempo regulamentar de julgamento” (PLETSCH; FERNANDES, 2014, p 24). E as duas autoras do livro têm uma visão particular sobre o fato. Talvez se lembraram de Jesus que perdoou os dois ladrões e os que zombavam dele (Marcos 15:27). Ora, talvez tenham achado que, se Jesus perdoou, por que irmã Adelaide não teria perdoado e convertido o seu próprio assassino e, mais ainda, por que ela não teria ajudado o criminoso a ser absolvido? E a explicação foi robustecida por José Almeida Araújo, um amigo das freiras e vereador em Eldorado do Carajás: enquanto a justiça humana buscava os culpados e queria punir, o criminoso fugiu, o processo desapareceu e reapareceu, mas foi “esquecido”, o autor intelectual morreu antes de ser julgado, a audiência judicial não obteve resultado e o julgamento foi rápido e atropelado. Apesar de a Promotora ter sido enfática, as sete mulheres do corpo de Júri o absolveram. “Aí se manifesta a suave, mas firme influência de Irmã Adelaide, que não possibilitou a condenação a alguém, por sua causa. Permitiu que Ribamar fosse capturado, preso e julgado, para encerrar o Processo Judicial e nunca mais voltar a ele” (PLETSCH; FERNANDES, 2014, p 87). Nem todos concordam. Alguns acham que a impunidade se deu, não porque irmã Adelaide favoreceu a impunidade, mas porque a policia, o Ministério Público e o Poder Judiciário foram relapsos, além de o júri ter se dado onde o bom senso avisava que era inadequado. Como condenar uma pessoa acusada de ser assassino de aluguel em uma cidade pequena onde todos se conhecem? Onde possíveis mandantes estão na região? Para complicar, o corpo de jurado ficou exposto e não foi sequer garantida a sua incomunicabilidade no decorrer do julgamento. O acusado deveria ter sido julgado em Belém, como se deu nos casos dos assassinos de João Canuto e Expedito Ribeiro de Souza.

            Sobre Josimo há, por exemplo, textos como os de Moisés Pereira da Silva (s/d)[13] e o de Mário Aldighieri (1993). Para Moisés Silva (s/d: p 11-12), o que diferenciou o trabalho do padre Josimo do padre Aristide Camio, francês preso em São Geraldo do Araguaia, ou de Nicola Arpone, sequestrado pelo Curió em Wanderlândia, foi propor como reação camponesa “a organização política”. Aldighieri (1993) concluiu sua dissertação, com a afirmação: Josimo continuava “vivo após a morte”. E, prosseguiu: “Ele se torna um ideal, uma força propulsora para muitos outros, torna-se um símbolo da luta e da causa revolucionária.”

O assassinato de irmã Adelaide tem menos publicações. Em geral, quem tratou do problema – advogados, grupos de direitos humanos e imprensa -, compreendeu que a freira teria morrido por acidente. O alvo era o sindicalista Arnaldo Delcídio e, assim, por exemplo, quando o Correio do Tocantins (7 a 13/05/1993) noticiou seu assassinato, explicou que o Presidente do Sindicato dos Trabalhadores Rurais de Eldorado de Carajás era a mesma pessoa que havia sido baleada enquanto conversava com a irmã Adelaide e que a bala era destinada a ele, não a ela (PEIXOTO, 2014: p. 242). As autoras do livro sobre Adelaide, contudo, comentamos antes, divergiram disso e o bispo que sucedeu ao Dom Alano Pena na diocese de Marabá, dom Vital Corbellin, parece que concordou com as religiosas no prefácio da obra.[14] Um dos advogados de acusação, que mora na região há muitos anos e atua na Comissão Pastoral da Terra, José Batista Afonso, se surpreendeu quando soube da posição das duas religiosas. Para ele, as evidências no decorrer do processo, indicavam que o destinatário da ação criminosa do pistoleiro era Arnaldo. Se o alvo fosse a freira, porque José da Bomba atirou em Arnaldo e não nela? E as irmãs não apresentaram indícios de que irmã Adelaide fosse ameaçada ou que havia razões para matá-la.

 Na apresentação do livro, as autoras da obra não escreveram sobre o conflito fundiário existente, o clima de injustiça social, o assassinato do advogado Gabriel Pimenta ou os assassinatos de camponeses por pistoleiros que agiam sozinhos ou em grupo, como os que eram subordinados ao Sebastião da Teresona, a presença temida do major Curió na prefeitura da cidade onde viviam; sequer escreveram a respeito da perseguição sofrida no decorrer da ditadura por agentes pastorais, com as prisões e espancamento de padres e freiras pelo exército, e o processo militar movido contra o bispo das dioceses de Marabá e Conceição do Araguaia, respectivamente Dom Alano Pena, e Dom Estevão Cardoso de Avelar. O texto fala não sobre uma tentativa de assassinato e um assassinato violento, mas sobre a “morte súbita” da freira e ao seu “martírio por uma causa em favor do povo”, e insiste em sua santidade (PLETSCH; FERNANDES, 2014, p 11). Esse ambiente se reflete também na seleção de depoimentos sobre ela. Além de “um homem misterioso” que entrou no carro e conduziu com segurança o corpo da freira, aparecem outros momentos quando algo raro se deu. Uma senhora de Eldorado do Carajás declarou:

Logo depois da inesperada morte da Irmã Adelaide, aconteceu um fenômeno estranho. Era um dia de sol quente e, de repente, o firmamento se encobriu com uma fumaça branca, como que o céu estivesse se alegrando ou se comovendo. Isto perdurou até o final daquela inesquecível tarde de domingo (PLETSCH; FERNANDES, 2014, p 72).

Ou, contaram as autoras do livro que, enquanto velavam o corpo, “Num dado momento, durante a noite, fez-se um estranho silêncio e as pessoas, como que num ímpeto espontâneo, se aproximaram mais da Irmã Adelaide. Alguém exclamou: ‘Parece que ela está sorrindo’!”

            Trata-se de um livro que apontou para os aspectos do inefável e do sagrado. Por que o céu não se manifestaria naquele 14 de abril, quando Adelaide teve sua “morte súbita” se, quando Jesus morreu, o céu também se manifestou (Mateus 27, 45-47)? Houve um homem “misterioso” por ocasião da morte da irmã Adelaide. Seria um anjo (Ibidem, p 71)? A bíblia relatou que, após a morte de Jesus, anjos apareceram como “um jovem” ou como “homens” (Marcos 16,5; Mateus 28, 2; João 20,12). E dois homens vestidos de branco apareceram no dia da ascensão (Atos 1, 10-11).

Sobre o resultado do julgamento, o texto também contém momentos surpreendentes. A Irmã Adelaide, conforme depoimento selecionado, seria aquela que “perdoa completamente” e, observavam as autoras do livro: “Misericórdia é isto: não dar ao outro, o castigo que merece, mas dar-lhe o perfeito perdão que não merece e ainda, a paz como recompensa”. E citaram José Almeida Araújo, um vereador do PSB de Eldorado do Carajás:

Em relação à justiça humana, que busca culpados para punir, NADA deu certo: o Processo Judicial foi perdido; o acusado pelo assassinato desapareceu; o mandante do crime morreu; o Processo Judicial, encontrado bem mais tarde, ficou “esquecido”; a Audiência terminou sem resultado; o processo do Julgamento correu rápido demais e perdeu força; as sete mulheres Juradas absolveram; o depoimento da Promotora Regina Taveira, apesar de ser forte para arrebentar, não surtiu efeito.

Aí se manifesta a suave, mas firme influência de Irmã Adelaide, que não possibilitou a condenação a alguém, por sua causa. Permitiu que Ribamar fosse capturado, preso e julgado, para encerrar o Processo Judicial e nunca mais voltar a ele”. Isto é prática da justiça excessiva, exercida por ela?  (PLETSCH; FERNANDES, 2014, p 87-88)

 Seria este o mundo da Adelaide Molinari em vida e em morte, ou este seria o mundo de suas irmãs religiosas preocupadas com um processo de declaração de santidade da freira?

Houve outras centenas de assassinados na Amazônia em função da luta pela terra, proteção do meio ambiente e contra o trabalho escravo. Alguns mortos são anônimos, outros, lideranças sindicais, indígenas, políticas, advogados ou agentes de pastoral. As narrativas sobre eles, sua vida e seus valores, são e foram diversas. Umas narrativas são de louvação e podem abordar ângulos distintos; outras podem ser depreciativas. No caso do padre Josimo, por exemplo, foi depreciativa quando o presidente da UDR, logo que foi anunciado o assassinato, repetiu um ditado “Quem planta ventos, colhe tempestade”. Isso é, o morto era causador de sua própria morte. Mais tarde, no transcorrer do júri, o advogado de defesa dos acusados do crime buscou também desqualificar o morto. Algo parecido se deu com a irmã Dorothy Stang. Outros, os aliados, fizeram interpretações positivas e podem reconhecer nele um herói ou, sendo cristão, um mártir, e realizar romarias como se deu com os padres Josimo Moraes Tavares e João Bosco Burnier e com a irmã Dorothy Stang. As romarias podem adquirir um símbolo que vai além do próprio homenageado, mas à causa pela qual morreu. Por exemplo, a romaria realizada em Ribeirão Cascalheira, onde o padre João Bosco foi assassinado é a “Romaria dos Mártires da Caminhada”, um elogio ao Burnier e a outros mártires da Amazônia, mas não só os da Amazônia; a romaria da irmã Dorothy é a “Romaria da Floresta”.  Nestes casos foram valorizadas as dimensões da luta pela terra, pela reforma agrária, pelo meio ambiente, pela democracia. No caso da diocese de Marabá há três romarias. Uma, reverencia irmã Adelaide e tem seu nome, “Romaria Caminhada da Irmã Adelaide”; outra reverencia o casal assassinado José Cláudio e Maria do Espírito Santo, é a romaria dos “Mártires da Floresta”; e a terceira, a “Romaria das Menininhas”, segundo os romeiros, ou a “Romaria da Libertação”, segundo a coordenação do evento. É em memória de algumas crianças assassinadas com a mãe e o padrasto, por policiais.

O teor da romaria varia conforme a conjuntura, as lideranças religiosas que estão na área e como assumem o projeto. A “Romaria da Terra e da Água Padre Josimo” conta com o apoio e a organização da Comissão Pastoral da Terra, da Diocese de Tocantinópolis e, eventualmente, o apoio de outra diocese, da Cáritas e de movimentos sindicais e populares do Bico do Papagaio.

Normalmente o teor das romarias dos assassinados tem uma dimensão celebrativa e lúdica, mas também de denúncia e reivindicação. Lembrar Padre Josimo, é lembrar a sua luta e as lutas atuais, o combate ao trabalho escravo, o fim da violência, pode-se inserir questões como da mulher ou da juventude, etc. A romaria da irmã Adelaide é assumida especialmente pelas Filhas do Amor Divino e pela paróquia e pode ter o apoio do poder municipal e do governo Estadual que, através da Secretaria do Turismo anuncia o evento[15]. Certamente as irmãs que estiverem na região por ocasião do evento e o padre da paróquia poderão acentuar o lado místico e milagroso da freira, uma santidade que parece estar acima e além dos conflitos. É interessante observar que enquanto a romaria dos “Mártires da Floresta” é assumida pela Comissão Pastoral da Terra, a de irmã Adelaide não.

De qualquer modo, Josimo e Adelaide, certamente amaram os pobres e dedicaram suas vidas aos trabalhadores mais esquecidos. Os dois fazem lembrar uma famosa frase atribuída a dom Helder Câmara: “Quando alimentei os pobres chamaram-me santo, mas quando perguntei por que há gente pobre, chamaram-me comunista”. A frase caberia perfeitamente na história de Josimo Moraes Tavares, de Dorothy Stang, Expedito Ribeiro de Souza e João Canuto, assassinados no Pará. Quanto a Adelaide, não tenho, com as narrativas que tive acesso, a informações se ela se perguntava a si mesma e perguntava aos outros “por que há gente pobre?”. Contudo, as estruturas sócio políticas que levaram tantos à morte, persistiram e exigem respostas.

Referências bibliográficas

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CASALDÁLIGA, Pedro. Josimo, um padre-povo. In ADIGHIERI, Mário.  Josimo: a terra, a vida. São Paulo: Ed. Loyola, 1993, p. 11-12.

CIMI – Conselho Indigenista Missionário . Mandantes do assassinato de padre Josimo são julgados nesta quarta-feira, 15 de setembro.  In https://cimi.org.br/2010/09/30928/. 15/09/2010. Acesso 03/09/2020.

CORREIO DO TOCANTINS. “Madeireiro é acusado como mandante do assassinato de Arnaldo Delcídio”. In O Jornal de Carajás. Marabá, Pará, 7-13 maio 1993.

LIMA, Alex Costa.  Padres e posseiros de são Geraldo do Araguaia: o Caso do Cajueiro. Orientador Airton dos Reis Pereira – 2020. Dissertação (Mestrado) – Universidade Federal do Sul e Sudeste do Pará, Campus Universitário de Marabá, Programa de Pós-Graduação em Dinâmicas Territoriais e Sociedade na Amazônia, Marabá, 2020.

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PEREIRA, Airton dos Reis. “A Prática da pistolagem nos conflitos de terra no sul e no suldeste do Pará. (1980-1995)”. In Revista Territórios & Fronteiras, Cuiabá, vol. 8, n. 1, jan.-jun., 2015.

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[1] Padre, antropólogo, professor de Direitos Humanos no Brasil e em Relações Internacionais na Universidade Federal do Rio de Janeiro; coordena o Grupo de Pesquisa Trabalho Escravo Contemporâneo no Núcleo de Políticas Públicas em Direitos Humanos onde ministra aula na Pós-Graduação.

Agradeço as pessoas com as quais conversei na tentativa de recompor as memórias de fatos ocorridos há mais de três décadas e ouvir narrativas com filtros diferentes ou convergentes com os meus: Adilar Daltoé, Airton Pereira, Aton Fon, Emmanuel Wanberg (Mano), Girolamo Domenico Treccani, irmãs Angelita Fernandes, Béatrice kruch (Bia) e Marie Madeleine Hausser (Mada), João Roberto Ripper, José Batista Afonso, Lourdes Lúcia Goi, Osnera Silva Vieira, Patrick O’Sullivan, Paulo Roberto Ferreira, Ricardo Dias e Xavier Plassat.

[2] O negrito não está no original.

[3] E, no final de 1988, eu estaria trabalhando em Rio Maria, Pará, com algumas irmãs da comunidade Filhas do Amor Divino: Lourdes Follman e as autoras do livro sobre Angelita, Angelita e Zoeli.

[4] Conforme lembranças de Adilar Daltoé e Patrick O’Sullivan, entre o atentado de 15 de abril e 10 de maio de 1986, nós da coordenação da CPT Regional Araguaia-Tocantins nos reunimos com Josimo e tentamos convencê-lo sair, mesmo que temporariamente, do Bico do Papagaio.

[5] Promovido pelo Movimento Nacional de Defesa dos Direitos Humanos Norte II e as entidades organizadoras eram a CPT Norte II, a CUT-PA, SPDDH, MMCC, CBB e CEDENPA. Coordenador da CPT Emanuel Wamberg, o Mano,  Girolino Treccani secretario executivo a CPT

[6] Mano coordenava a CPT Norte II, que abrangia o Pará e o Amapá

[7] Sebastião só terá problema ao assassinar Menasses Viturbino da Silva e seu filho Menasses Junior, 13 anos, “ocorrida na Transcoqueiro, em Belém, em 04 de setembro de 1985, não pelos crimes de trabalhadores rurais, como o caso das Chacinas das fazendas Ubá, Surubim, Fortaleza entre outras”. (PEREIRA, 2015: 235)

[8] Sobre a Função social da propriedade no ensino social da Igreja, veja,  Encliclopédia Digital, a página da Teológia Latinoamaricana. http://theologicalatinoamericana.com/?p=1393. Acesso em 03/06/2020.

[9] Hoje, Vila Tocantins, no atual município de Esperantina.

[10] Na época, acusações estapafúrdias como esta não eram raras. Em 1980, lavradores, em um confronto, mataram o fazendeiro Fernão Leitão Dinis, no atual município de São Geraldo do Araguaia. Dois prefeitos, um deles, de Conceição do Araguaia, anunciaram para a imprensa que o culpado era a Igreja católica que distribuiria metralhadoras para os lavradores. Contudo, no corpo do morto havia fragmentos de objetos metálicos. Os trabalhadores utilizaram “por fora” ou “bate-bucha”, isso é, uma arma que “funciona com pólvora, esfera de chumbo e bucha de palha comprimidas na base do cano, em outras regiões também é conhecida como espingarda soca-soca” (LIMA, 2020: p 87).

[11] Artigo 163, parágrafo único, inciso III, do Código Penal: é indispensável a demonstração do dolo específico de destruir, inutilizar ou deteriorar o patrimônio da União, Estado, Município, empresa concessionária de serviços públicos ou sociedade de economia mista.

[12] Veja também: CIMI, 15/09/2010; FSP, 19/03/2004.

[13] Ele também fez uma Dissertação de Mestrado em História sobre o tema, concluída em 2011, na Universidade Federal de Goias: “Padre Josimo Moraes Tavares e a  atuação da  Comissão Pastoral da Terra (CPT) nos Conflitos Agrários do Araguaia-Tocantins (1970-1986).

[14] Osnera Silva Vieira, que escreveu sobre romarias e entrevistou as irmãs, compreendeu que o alvo eram os dois. O pistoleiro atingiu o sindicalista e a freira, não por acidente. Era sua intenção atingir ambos. (Conversa telefônica estabelecida em 06/09/2020.

[15] “34ª Caminhada da Irmã Adelaide”. In Secretaria do Turismo /Governo do Estado do Pará.  http://www.setur.pa.gov.br/eventos/34a-caminhada-da-irma-adelaide. Acesso em 06/09/2020.