Frei Betto: Ein internationaler Aufruf gegen Bolsonaros Verbrechen gegen die Menschlichkeit

Aqui vai a tradução alemã da denúncia internacional de Frei Betto contra os crimes de Bolsonaro contra a Humanidade.

Frei Betto: Ein internationaler Aufruf gegen Bolsonaros Verbrechen gegen die Menschlichkeit

Liebe Freunde,

in Brasilien findet gerade ein Völkermord statt!  Zum Zeitpunkt, an dem ich schreibe, dem 16. Juli 2020, hat COVID-19, das hier im Februar dieses Jahres zum ersten Mal entdeckt wurde, bereits 76.000 Menschen getötet.  Es gibt bereits fast zwei Millionen Betroffene.  Bis Sonntag, 19. Juli, werden wir insgesamt 80.000 auf Todesopfer kommen. Es ist möglich, dass wir, wenn Sie diesen dramatischen Appell lesen, bereits die Zahl 100.000 erreicht haben

Wenn ich bedenke, dass im Vietnamkrieg über zwanzig Jahre hinweg 58.000 Menschenleben von US-amerikanischen Militärangehörigen geopfert wurden, begreife ich das Ausmaß und die Ernsthaftigkeit dessen, was in meinem Land geschieht. Dieser Horror verursacht Wut und Abscheu. Und wir alle wissen, dass vorsorgliche und restriktive Maßnahmen, wie sie in so vielen anderen Ländern ergriffen wurden, ein Abschlachten in einem solchen Ausmaß hätten verhindern können.

 

Dieser Völkermord ist nicht das Ergebnis der Gleichgültigkeit der Regierung Bolsonaros.  Er ist gewollt. Bolsonaro freut sich über den Tod anderer.  Als er Mitglied des Kongresses war, sagte er 1999 in einem Fernsehinterview: “Wahlen werden in diesem Land nichts ändern, nichts, absolut nichts! Veränderungen werden leider nur dann kommen, wenn wir eines Tages hier in Brasilien einen Bürgerkrieg führen und die Arbeit leisten, die das Militärregime nicht getan hat: 30.000 Menschen töten.”

 

Als er für die Amtsenthebung von Präsidentin Dilma Rousseff stimmte, widmete er seine Stimme dem Gedenken an den berüchtigtsten Folterer der brasilianischen Armee, Oberst Brilhante Ustra.

 

Aufgrund dieser großen Todesbesessenheit ist eine seiner wichtigsten Regierungsmaßnahmen die Zulassung des Verkaufs von Waffen und Munition.  Auf die Frage am Eingang des Präsidentenpalastes, ob er nicht betroffen sei wegen der Opfer der Pandemie, antwortete er: “Ich glaube nicht an diese Zahlen (27. März, 92 Tote). Wir werden alle eines Tages sterben” (29. März, 136 Tote). “Also was? Was soll ich tun?’ (28. April, 5.017 Tote).

 

Warum diese nekrophile Politik? Von Anfang an erklärte er, dass es nicht darauf ankomme, Leben zu retten, sondern die Wirtschaft zu retten. Darum weigert er sich, ein Lockdown anzuordnen, den Anweisungen der WHO zu folgen und Atemschutzgeräte und persönliche Schutzausrüstungen zu importieren. Der Oberste Gerichtshof musste diese Verantwortung an die Gouverneure und Bürgermeister der Städte delegieren.

 

Bolsonaro respektierte nicht einmal die Autorität seiner eigenen Gesundheitsminister.  Seit Februar wurden in Brasilien zwei entlassen, weil sie sich weigerten, dieselbe Haltung wie der Präsident einzunehmen.  Jetzt wird das Ministerium von General Pazuello geleitet, der keinerlei Kenntnis von Gesundheitsfragen hat; er hatte versucht, die Daten über die steigende Zahl von Opfern zu verheimlichen; er hat 1.249 Militärangehörige in wichtigen Positionen im Ministerium angestellt, ohne dass sie die erforderlichen Qualifikationen hätten; und er hat die täglichen Interviews abgesagt, von denen die Bevölkerung Orientierung erhalten hatte.

 

Es würde zu lange dauern, alle Maßnahmen zur Freigabe von Mitteln zur Unterstützung von Opfern und Familien mit niedrigem Einkommen (über 100 Millionen Brasilianer) aufzulisten, die nie ergriffen wurden.

 

Die Gründe für die kriminellen Entscheidungen der Regierung Bolsonaros liegen auf der Hand.  Wenn ältere Menschen sterben, verschont dies die Ressourcen des Department of National Insurance.  Wer bereits Erkrankte sterben lässt, schont die Ressourcen des nationalen Gesundheitsdienstes, des SUS.  Die Armen sterben zu lassen, schont die Ressourcen des Programms Familienfürsorge und anderer Sozialprogramme, die sich an die 52,5 Millionen Brasilianer richten, die in Armut leben, und die 13,5 Millionen, die in extremer Armut leben (Zahlen der brasilianischen Bundesregierung).

 

Noch nicht zufrieden mit solch tödlichen Maßnahmen, hat der Präsident jetzt, am 3. Juli, sein Veto gegen den Gesetzesabschnitt eingelegt, der zur Verwendung von Masken in Läden, Kultstätten und Bildungseinrichtungen verpflichtet. Er hat ebenfalls gegen die Verhängung von Geldstrafen gegen diejenigen gestimmt, die die Regeln nicht eingehalten haben, und die Verpflichtung der Regierung, Masken an die ärmsten Bevölkerungsschichten, die Hauptopfer von COVID-19, und an Gefangene (750.000) zu verteilen. Diese Vetos kippen jedoch nicht die lokale Gesetzgebung, die die Verwendung von Masken bereits obligatorisch gemacht hat.

 

Am 8. Juli kippte Bolsonaro drei Abschnitte eines vom Senat verabschiedeten Gesetzes, das die Regierung verpflichtete, Trinkwasser und Gesundheits- und Reinigungsmittel zu liefern, Internetanschlüsse zu installieren und Grundnahrungsmittel, Saatgut und landwirtschaftliche Geräte an indigene Dörfer zu verteilen. Er legte auch sein Veto gegen Soforthilfen ein, die für indigene Gesundheitsdienste bestimmt waren, und um indigenen und Mitgliedern afro-brasilianischer Ex-Sklaven-Quilombola-Gemeinschaften für drei Monate Soforthilfe in Höhe von 600 R’ (120 Euro) zu gewähren. Und er legte ebenfalls sein Veto gegen die Verpflichtung der Regierung ein, indigenen und Ex-Sklaven-Gemeinschaften mehr Krankenhausbetten, Beatmungsgeräte und Sauerstoffgeräte zur Verfügung zu stellen.

 

Indigene und Ex-Sklaven-Gemeinschaften wurden durch die zunehmende sozio-ökologische Verwüstung dezimiert, vor allem im Amazonasgebiet.

 

Bitte machen Sie dieses Verbrechen gegen die Menschlichkeit so publik wie möglich. Die Verurteilung der Geschehnisse in Brasilien muss die Medien Ihres Landes, die sozialen Netzwerke, den UN-Menschenrechtsrat in Genf und die Banken und Unternehmen erreichen, welche die Investoren vertreten, die die Regierung Bolsonaro so gierig will.

 

Lange bevor The Economist dies tat, habe ich in den sozialen Medien den Präsidenten BolsoNero genannt – während Rom brannte, spielte er die Geige und warb für Hydroxychloroquin, ein Medikament, von dem wissenschaftlich erwiesen wurde, dass es keine Wirkung auf das neue Coronavirus hat.  Aber seine Hersteller sind politische Verbündete des Präsidenten…

 

Vielen Dank für Ihre Solidarität bei der Veröffentlichung dieses Schreibens.  Nur der Druck aus dem Ausland kann den Völkermord stoppen, der unser liebes, wunderbares Brasilien zerstört.

Mit brüderlichen Grüßen

Frei Betto
16.07.2020

Frei Betto ist ein Dominikaner-Bruder und Schriftsteller, Berater der FAO (Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der UN) und sozialer Bewegungen.

 

Marina Oliveira:La ruptura criminal de la presa de Vale en Brumadinho y el trauma de los niños

Publico este texto conmovedor de una universitaria, Marina Paula Oliveira, afectada por la criminal ruptura de la presa de la empresa minera VALE S.A. Dejó sus estudios para acompañar junto con el obispo don Vicente Ferreira y otras colaboradoras el drama de las personas afectadas por la presa, suscitando esperanza, organización y coraje para exigir los derechos reducidos, o incluso negados a los afectados por la tragedia. El mundo entero siguió la amplitud del drama que tuvo lugar en Brumadinho, no lejos de Belo Horizonte, en el que 272 personas fueron enterradas bajo montañas de lodo. Pocos escucharon el llanto y el clamor de los niños que perdieron a sus padres, sus madres, sus familiares. Toda la región quedó dañada con materiales pesados y tóxicos, la naturaleza fue devastada y los ríos se contaminaron. Aquí tenemos el relato directo de Marina, una estudiante universitaria, inteligente, llena de ideales en su vida y en su carrera universitaria. Escuchó el grito de los desamparados y desesperados que subía hasta el cielo. Renunció a todo y se unió a la obra del obispo don Vicente, gran pastor, profeta, poeta y cantante, así como un valiente crítico de los abusos que ocurrieron y de la displicencia de la empresa Vale para satisfacer las reclamaciones de los afectados por sus derechos, sus casas, sus tierras, su dignidad. Es una mujer joven y brillante, totalmente comprometida con este trabajo humanitario, no sin una carga de espiritualidad, diría que de mística que enjuga las lágrimas, consuela a las personas y les mantiene viva la esperanza de que se hará justicia y la ley triunfará. Estuve allí y doy mi testimonio, con la imagen inolvidable de los 272 globos en memoria de los 272 desaparecidos, en cada uno de los cuales estaba escrito: “Me duele demasiado la forma en que te fuiste”. LBoff

 

La ruptura criminal de la presa de Vale en Brumadinho y el trauma de los niño

                                        Marina Paula Oliveira*

Ha pasado ya un año y seis meses desde la ruptura criminal de la presa de la compañía minera VALE S.A. en Brumadinho-MG.

¿Cómo podemos no hablar del trauma de los niños afectados? Hay más de 100 huérfanos de padre o de madre o de ambos. Son hijos y sobrinos de agricultores que solían jugar en el aspersor que regaba los cultivos que ahora están bajo el lodo.

Son niños que antes jugaban a la pelota, descalzos, en la calle y que hoy en día ya no pueden hacerlo debido al flujo de camiones, que participan en las obras de contención de daños, llevando residuos tóxicos en sus ruedas y llevando el barro a entornos que antes se consideraban seguros.

Son niños traumatizados que tuvieron que correr a toda prisa del barro. Niños que tienen miedo de quedarse en sus casas, pero que también tienen miedo a salir de ellas.

“Tía, ¿aquí hay una presa?”, “¿En Bahía hay una presa? Mi abuela vive allí”, “Tía, cuando llegue el lodo aquí, va a destruir todo, ¿no?”

Esas son algunas de las preguntas que se escuchan por aquí. Las palabras mueren en la garganta porque no sé cómo responderlas.

Aun sin mencionar a los niños, los hijas e hijos de los líderes han visto sus vidas completamente impactadas, por las interminables reuniones a las que sus padres tuvieron que asistir y, finalmente, dar su apoyo para recorrer el largo e interminable viaje por la justicia, la dignidad, la memoria de las víctimas y la plena compensación por las pérdidas y los daños. No queda mucho tiempo para que los niños jueguen cuando su padre y su madre están siempre ocupados, tratando de rescatar los derechos que les fueron violentamente secuestrados.

Nunca puedo olvidar y se me llenan siempre los ojos de lágrimas cuando recuerdo la celebración en enero, en recuerdo de un año del desastre criminal, con la presencia de familiares y de los hijos pequeños de los desaparecidos, lanzando 272 globos al aire en memoria de los 272 desaparecidos, con la inscripción: “me duele demasiado la forma en que te fuiste”. Alguien tiene que ser muy insensible e inhumano para no contener las lágrimas y mostrar su indignación.

Varios jóvenes de 14 años han intentado suicidarse. Los niños de 10 años toman medicamentos antidepresivos. Y son sólo niños. Cuántos niños ya no pueden jugar en las calle de su casa porque sus pequeñas comunidades han sido ocupadas por cientos de personas extrañas, trabajadores, voluntarios, entre otros. El entorno que antes les era familiar, hoy se caracteriza por un sentimiento de inseguridad y de extrañeza, sin entender nada.

Hay niños indígenas que solían jugar libremente en el río Paraopeba y que hoy en día no se les permite entrar en sus aguas, ni siquiera tocarlas, debido al alto grado de contaminación de metales pesados aún desconocidos por las comunidades.

“Tía, ¿el río ya se curó?”, “¿Hoy podemos nadar?”

Muchas madres se quejan del crecimiento de las enfermedades de sus hijos y de los problemas respiratorios como resultado del aumento del polvo tóxico en sus comunidades.

Niños que se sienten culpables por jugar y comentan entre ellos: “Toda la ciudad está triste, ¿verdad tía?”

Es inimaginable el sufrimiento de las madres cuando sus hijas preguntan: “¿Qué día volverá papá?” ¿Quién puede contestarles? Las abuelas tienen miedo de explicar a sus nietos que su padre o su madre están entre los “desaparecidos”.

Muchos niños hasta el día de hoy dibujan helicópteros que vuelan sobre sus barrios llevando cuerpos o parte de ellos. Un día un niño comentó: “Mi padre, pobrecito, murió en el lodo”. ¿Qué significa esto para la cabeza de ese pequeño? ¿Hay una explicación para esto?

¿Los niños olvidan? Por aquí, la forma más obvia parece ser crear burbujas para estos niños, burbujas como si su infancia no hubiera sido arrancada por viles intereses económicos. Tal vez nunca lleguen a comprender esa maldad.

El sufrimiento infantil, a su vez, parece estar muy a flor de piel: “Bombero, gracias por encontrar el cuerpo de mi padre; él nunca volverá”.

Toda una generación está marcada de por vida por las consecuencias de la minería depredadora, que sigue poniendo las ganancias por encima de la vida.

¿Quién se propone hablar con estos niños afectados, cuyas almas han sido destrozadas por esta cruel minería que sacrifica vidas en el altar de la ganancia por lucro?

Entonces recordé una cita de Dostoiewsky que escuché una vez: “todos los avances de la ciencia no valen el llanto de un niño”.

Me siento impotente pero profundamente solidaria con ellos. Así que los abrazo y los beso para que se sientan acogidos. Y se den cuenta de que el regalo más precioso que existe, su vida, se ha salvado, y debe continuar y ser feliz.

*Marina Paula Oliveira es una universitaria afectada por la presa y coordinadora de Proyectos de la Arquidiócesis de Belo Horizonte.

Traducción de María José Gavito

Publico este texto conmovedor de una universitaria, Marina Paula Oliveira, afectada por la criminal ruptura de la presa de la empresa minera VALE S.A. Dejó sus estudios para acompañar junto con el obispo don Vicente Ferreira y otras colaboradoras el drama de las personas afectadas por la presa, suscitando esperanza, organización y coraje para exigir los derechos reducidos, o incluso negados a los afectados por la tragedia. El mundo entero siguió la amplitud del drama que tuvo lugar en Brumadinho, no lejos de Belo Horizonte, en el que 272 personas fueron enterradas bajo montañas de lodo. Pocos escucharon el llanto y el clamor de los niños que perdieron a sus padres, sus madres, sus familiares. Toda la región quedó dañada con materiales pesados y tóxicos, la naturaleza fue devastada y los ríos se contaminaron. Aquí tenemos el relato directo de Marina, una estudiante universitaria, inteligente, llena de ideales en su vida y en su carrera universitaria. Escuchó el grito de los desamparados y desesperados que subía hasta el cielo. Renunció a todo y se unió a la obra del obispo don Vicente, gran pastor, profeta, poeta y cantante, así como un valiente crítico de los abusos que ocurrieron y de la displicencia de la empresa Vale para satisfacer las reclamaciones de los afectados por sus derechos, sus casas, sus tierras, su dignidad. Es una mujer joven y brillante, totalmente comprometida con este trabajo humanitario, no sin una carga de espiritualidad, diría que de mística que enjuga las lágrimas, consuela a las personas y les mantiene viva la esperanza de que se hará justicia y la ley triunfará. Estuve allí y doy mi testimonio, con la imagen inolvidable de los 272 globos en memoria de los 272 desaparecidos, en cada uno de los cuales estaba escrito: “Me duele demasiado la forma en que te fuiste”. LBoff

 

La ruptura criminal de la presa de Vale en Brumadinho y el trauma de los niños.

Marina Paula Oliveira*

Ha pasado ya un año y seis meses desde la ruptura criminal de la presa de la compañía minera VALE S.A. en Brumadinho-MG.

¿Cómo podemos no hablar del trauma de los niños afectados? Hay más de 100 huérfanos de padre o de madre o de ambos. Son hijos y sobrinos de agricultores que solían jugar en el aspersor que regaba los cultivos que ahora están bajo el lodo.

Son niños que antes jugaban a la pelota, descalzos, en la calle y que hoy en día ya no pueden hacerlo debido al flujo de camiones, que participan en las obras de contención de daños, llevando residuos tóxicos en sus ruedas y llevando el barro a entornos que antes se consideraban seguros.

Son niños traumatizados que tuvieron que correr a toda prisa del barro. Niños que tienen miedo de quedarse en sus casas, pero que también tienen miedo a salir de ellas.

“Tía, ¿aquí hay una presa?”, “¿En Bahía hay una presa? Mi abuela vive allí”, “Tía, cuando llegue el lodo aquí, va a destruir todo, ¿no?”

Esas son algunas de las preguntas que se escuchan por aquí. Las palabras mueren en la garganta porque no sé cómo responderlas.

Aun sin mencionar a los niños, los hijas e hijos de los líderes han visto sus vidas completamente impactadas, por las interminables reuniones a las que sus padres tuvieron que asistir y, finalmente, dar su apoyo para recorrer el largo e interminable viaje por la justicia, la dignidad, la memoria de las víctimas y la plena compensación por las pérdidas y los daños. No queda mucho tiempo para que los niños jueguen cuando su padre y su madre están siempre ocupados, tratando de rescatar los derechos que les fueron violentamente secuestrados.

Nunca puedo olvidar y se me llenan siempre los ojos de lágrimas cuando recuerdo la celebración en enero, en recuerdo de un año del desastre criminal, con la presencia de familiares y de los hijos pequeños de los desaparecidos, lanzando 272 globos al aire en memoria de los 272 desaparecidos, con la inscripción: “me duele demasiado la forma en que te fuiste”. Alguien tiene que ser muy insensible e inhumano para no contener las lágrimas y mostrar su indignación.

Varios jóvenes de 14 años han intentado suicidarse. Los niños de 10 años toman medicamentos antidepresivos. Y son sólo niños. Cuántos niños ya no pueden jugar en las calle de su casa porque sus pequeñas comunidades han sido ocupadas por cientos de personas extrañas, trabajadores, voluntarios, entre otros. El entorno que antes les era familiar, hoy se caracteriza por un sentimiento de inseguridad y de extrañeza, sin entender nada.

Hay niños indígenas que solían jugar libremente en el río Paraopeba y que hoy en día no se les permite entrar en sus aguas, ni siquiera tocarlas, debido al alto grado de contaminación de metales pesados aún desconocidos por las comunidades.

“Tía, ¿el río ya se curó?”, “¿Hoy podemos nadar?”

Muchas madres se quejan del crecimiento de las enfermedades de sus hijos y de los problemas respiratorios como resultado del aumento del polvo tóxico en sus comunidades.

Niños que se sienten culpables por jugar y comentan entre ellos: “Toda la ciudad está triste, ¿verdad tía?”

Es inimaginable el sufrimiento de las madres cuando sus hijas preguntan: “¿Qué día volverá papá?” ¿Quién puede contestarles? Las abuelas tienen miedo de explicar a sus nietos que su padre o su madre están entre los “desaparecidos”.

Muchos niños hasta el día de hoy dibujan helicópteros que vuelan sobre sus barrios llevando cuerpos o parte de ellos. Un día un niño comentó: “Mi padre, pobrecito, murió en el lodo”. ¿Qué significa esto para la cabeza de ese pequeño? ¿Hay una explicación para esto?

¿Los niños olvidan? Por aquí, la forma más obvia parece ser crear burbujas para estos niños, burbujas como si su infancia no hubiera sido arrancada por viles intereses económicos. Tal vez nunca lleguen a comprender esa maldad.

El sufrimiento infantil, a su vez, parece estar muy a flor de piel: “Bombero, gracias por encontrar el cuerpo de mi padre; él nunca volverá”.

Toda una generación está marcada de por vida por las consecuencias de la minería depredadora, que sigue poniendo las ganancias por encima de la vida.

¿Quién se propone hablar con estos niños afectados, cuyas almas han sido destrozadas por esta cruel minería que sacrifica vidas en el altar de la ganancia por lucro?

Entonces recordé una cita de Dostoiewsky que escuché una vez: “todos los avances de la ciencia no valen el llanto de un niño”.

Me siento impotente pero profundamente solidaria con ellos. Así que los abrazo y los beso para que se sientan acogidos. Y se den cuenta de que el regalo más precioso que existe, su vida, se ha salvado, y debe continuar y ser feliz.

*Marina Paula Oliveira es una universitaria afectada por la presa y coordinadora de Proyectos de la Arquidiócesis de Belo Horizonte.

traducció de María José Gavito Milano

l principio di autodistruzione e la lotta contro il Covid-19

Dopo che le due prime bombe atomiche furono sganciate sulle città di Hiroshima e Nagasaki, l’umanità si creò un incubo dal quale non è riuscita ancora a liberarsi. Invece, è diventata una realtà che minaccia la vita su questo pianeta e la distruzione di gran parte del sistema vitale. Sono state create armi nucleari, chimiche e biologiche molto più distruttive che possono porre fine alla nostra civiltà e influenzare profondamente la Terra viva.

Ancora peggio, abbiamo creato l’intelligenza artificiale autonoma. Con i suoi algoritmi che combinano miliardi di informazioni raccolte da tutti i paesi del mondo, potrebbe prendere decisioni a nostra insaputa. Eventualmente, in una coincidenza pazzesca, potrebbe, come abbiamo detto prima, penetrare negli arsenali delle armi nucleari o in altri di uguale o maggiore potenza letale e lanciare una guerra totale di distruzione di tutto ciò che esiste, compresa se stessa. E’ il principio di autodistruzione. Cioè, è nelle mani degli esseri umani porre fine alla vita visibile così come la conosciamo (che è solo il 5%, il 95% sono vite microscopiche invisibili).

Dobbiamo governare sulla morte. Può succedere in qualsiasi momento.

Si è già creata un’espressione per dare un nome a questa nuova fase della storia umana, una vera era geologica: l’antropocene, cioè l’essere umano come la grande minaccia per il sistema-vita e per il sistema-Terra. L’essere umano è il grande Satana della Terra, che può decimare, come un anticristo, se stesso e gli altri, i suoi simili, e liquidare i fondamenti che sostengono la vita.

L’intensità del processo letale è così grande che stiamo già parlando dell’era del necrocene, cioè dell’era della produzione in massa della morte. Siamo già dentro la sesta estinzione di massa. Ora è stata accelerata irrevocabilmente, vista la volontà di dominare la natura e i suoi meccanismi di aggressione diretta contro la vita e contro Gaia, la Terra vivente, in funzione di una crescita illimitata, di un assurdo accumulo di beni materiali fino al punto di creare un sovraccarico sulla Terra.

In altre parole, siamo arrivati a un punto in cui la Terra non può sostituire i beni e i servizi naturali che le sono stati estratti e comincia a mostrare un avanzato processo di degenerazione attraverso tsunami, tifoni, scongelamento delle calotte polari e permafrost, siccità prolungate, spaventose tempeste di neve e la comparsa di batteri e virus difficili da controllare. Alcuni di questi, come l’attuale coronavirus, possono portare alla morte di milioni di persone.

Tali eventi sono reazioni e possono essere rappresaglie della Terra davanti alla guerra che combattiamo contro di essa su tutti i fronti. Questa morte in massa si verifica in natura,  dove migliaia di specie viventi scompaiono in modo permanente ogni anno, e nelle società umane, dove milioni di persone soffrono la fame, la sete e ogni sorte di malattie mortali.

C’è una crescente percezione generale che la situazione dell’umanità non sia sostenibile. Se questa logica perversa continua, si costruisce un percorso che porta alla nostra sepoltura. Facciamo un esempio: in Brasile viviamo sotto la dittatura dell’economia ultra neoliberale, con una politica di estrema destra, violenta e crudele per le grandi maggioranze povere. Perplessi, abbiamo visto i mali che sono stati fatti, annullando i diritti dei lavoratori e internazionalizzando la ricchezza nazionale che sostiene la nostra sovranità come popolo.

Coloro che nel 2016 hanno compiuto il colpo di Stato contro la presidenta Dilma Rousseff hanno accettato la ricolonizzazione del Paese, divenuto vassallo della potenza dominante, gli Stati Uniti, e condannato ad essere solo un esportatore di commodities e un alleato minore e subordinato al progetto imperiale.

Quello che si sta facendo in Europa contro i rifugiati, rifiutando la loro presenza in Italia e in Inghilterra e peggio ancora in Ungheria e nella cattolicissima Polonia, raggiunge livelli di disumanità di grande crudeltà. Le misure del presidente degli Stati Uniti, Trump, strappando i figli dai loro genitori migranti e mettendoli in gabbia, denotano la barbarie e l’assenza di ogni senso di umanità.

È già stato detto: “nessun essere umano è un’isola… non chiedere mai per chi suonano la campane. Suonano per te, per me, per tutta l’umanità”. Se grandi sono le tenebre che abbassano i nostri spiriti, ancora maggiori sono i nostri desideri di luce. Non lasciamo che la suddetta pazzia abbia l’ultima parola.

La più grande e ultima parola che grida in noi e ci unisce a tutta l’umanità è di solidarietà e compassione per le vittime, è per la pace e il buon senso nei rapporti tra i popoli. Le tragedie ci danno la dimensione della disumanità di cui siamo capaci, ma permettono anche di far emergere l’umano che è in noi, al di là delle differenze di etnia, ideologia e religione. L’umano che è in noi ci fa preoccupare insieme, mostrare solidarietà insieme, piangere insieme, asciugare insieme le lacrime, pregare insieme, cercare insieme la giustizia sociale mondiale, costruire insieme la pace e rinunciare insieme alla vendetta e a ogni tipo di violenza e di guerra.

La sapienza dei popoli e la voce del nostro cuore lo confermano: non è uno Stato che è diventato terrorista, come gli Stati Uniti sotto il presidente Bush, che sconfiggerà il terrorismo. Né è l’odio per gli immigrati latini, diffuso da Trump, che porterà la pace. Un dialogo instancabile, un negoziazione aperta  e un trattamento equo elimineranno le basi di qualsiasi terrorismo e troveranno la pace. Le tragedie che ci hanno colpito nel profondo del cuore, in particolare la pandemia virale che ha colpito l’intero pianeta, ci invitano a ripensare i fondamenti della convivenza umana nella nuova fase planetaria, e come prendersi cura della Casa comune, la Terra, come chiede papa Francesco nella sua enciclica di ecologia integrale “sulla cura della Casa Comune” (2015).

Il momento è urgente. E questa volta non c’è un piano B che ci possa salvare. Dobbiamo essere salvati tutti, perché formiamo una comunità di destino Terra-Umanità. Per questo dobbiamo abolire la parola nemico. La paura crea il nemico. Esorcizziamo la paura quando trasformiamo il lontano in un vicino e il vicino in un fratello e in una sorella. Scacciamo la paura e il nemico quando iniziamo a dialogare, a conoscerci, ad accettarci, a rispettarci, ad amarci, in una parola, a prenderci cura l’uno dell’altro.

Prendersi cura del nostro modo di vivere insieme in pace, solidarietà e giustizia; prendersi cura del nostro ambiente affinché sia un ambiente completo, senza distruggere gli habitat dei virus che provengono da animali o dagli arborovirus che si trovano nelle foreste, un ambiente in cui sia possibile riconoscere il valore intrinseco di ogni essere; prendersi cura della nostra cara e generosa Madre Terra.

Se ci prendiamo cura di noi stessi come fratelli e sorelle, le cause della paura scompaiono. Nessuno ha bisogno di minacciare nessuno. Possiamo camminare per le nostre strade di notte senza paura di essere derubati e aggrediti. Questa cura sarà efficace solo se accompagnata dalla giustizia necessaria a soddisfare i bisogni dei più vulnerabili, se lo Stato sarà presente con misure sanitarie (quanto importante è stato il Sistema Sanitario Unificato in Brasile,  di fronte al Covid-19), con le scuole, con la sicurezza e con spazi di convivenza, di cultura e di tempo libero.

Solo in questo modo godremo di una pace che può essere raggiunta quando c’è un minimo di buona volontà generale e un senso di solidarietà e benevolenza nelle relazioni umane. Questo è il desiderio incrollabile della maggior parte degli umani. Questa è la lezione che l’intrusione del Covid-19 in noi ci sta dando e che dobbiamo assumere nelle nostre abitudini nei tempi post-coronavirus.

*Leonardo Boff è ecoteologo, filosofo e ha scritto La Madre Terra colpisce l’umanità: avvertenze del Covid-19, di prossima pubblicazione dalla editora Vozes.

Traduzione di M. Gavito e S. Toppi