Cartita del Niño Jesús

El Niño Jesús es todavia pequeño y no sabe escribir. Por eso me dictó esta cartita que la escribo en su nombre. LBoff

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Queridos hermanitos y hermanitas:

Si al mirar el nacimiento veis al Niño Jesús y os llenáis de fe en Dios que se hizo niño, un niño como vosotros, y creéis que Él es Dios que está siempre a nuestro lado nuestro.

Si conseguís ver en los otros niños y niñas la presencia oculta del Niño Jesús,

Si sois capaces de hacer renacer el niño escondido en tus padres y en las personas adultas amigas vuestras, para que surja en ellas lo que siempre dais: amor, ternura, cariño y un abrazo apretado,

Si al miráis el nacimiento descubrís a Jesús pobremente vestido, casi desnudo, y os acordáis de tantos niños igualmente pobres y mal vestidos, especialmente en las periferias de nuestras ciudades, y también de los niños refugiados que veis por la televisión, algunos muriendo ahogados en el mar, y sufrís en el fondo de vuestro corazón por esta situación inhumana y, si podéis, compartís algo de lo que tenéis, unos tenis o una camiseta, y deseáis cambiar estas cosas cuando seais mayores,

Si al ver al buey y la mula, las ovejas, los perros, los camellos y el elefante junto al portal pensáis que el universo entero está también iluminado por el Niño Jesús y que todos, estrellas, piedras, árboles, animales y humanos formamos la gran Casa de Dios.

Si al mirar hacia lo alto veis la Estrella de Belén con su cola y recordáis que hay siempre una estrella generosa sobre vosotros, que os acompaña, os ilumina y os muestra los mejores caminos,

Si os dais cuenta de todo esto, entonces sabed que yo estoy llegando de nuevo y renovando la Navidad. Estaré siempre cerca de vosotros, caminando con vosotros, llorando con vosotros y jugando con vosotros hasta el día en que llegaremos todos, la humanidad y el universo, a la Casa del Padre y Madre de bondad para ser juntos eternamente felices.

Belén, 25 de dicembre del año 1.

Firmado: Niño Jesús

Kardinal Paulo Evaristo Arns: Lehrer, gebildeter Intellektueller, Freund der Armen

Kardinal Paulo Evaristo Arns starb heute Morgen, den 14. Dezember 2016

Ich habe einen Lehrer verloren, einen Mäzen, Beschützer und engen Freund. Ausführliche Schilderungen werden über Kardinal Paulo Evaristo Arns geschrieben werden, der heute, am 14. Dezember 2016, verstarb. Das werde ich nicht tun. Ich werde nur meine persönliche Erfahrung mit ihm schildern.

Ich traf Kardinal Arns in den späten 1950er Jahren, als ich Seminarist in Agudos, São Paulo, war. Er war gerade mit dem angesehenen Doktortitel der Sorbonne aus Paris zurückgekehrt. Im Seminar mit seinen ca. 300 Studenten führte er neue Lehrmethoden ein. Er ließ uns Literatur auf Griechisch und Latein studieren, Sprachen, die er so gut sprach wie seine Muttersprache. Er ließ uns die Tragödien des Sophokles und Euripides auf Griechisch lesen. Wir lernten so gut Griechisch, dass wir sogar mehrmals Antigone in dieser Sprache aufführten, und jeder konnte es verstehen.

In Petropolis traf ich ihn wieder als Professor für die Kirchenväter und für die christliche Geschichte der ersten beiden Jahrhunderte. Bei ihm lasen wir die Klassiker in ihrer Originalsprache: den Hl. Hieronymus, den er bevorzugte, auf Latein und den Hl. Johannes Chrysostomus auf Griechisch.

Als ich ihn vor zwei Jahren im Nonnenkloster am Stadtrand von São Paulo besuchte, sah ich ihn in die Lektüre des Hl. Johannes Chrysostomus auf Griechisch vertieft.

Während unseres Studiums in Petropolis von 1961 bis 1965 war er unser Direktor. Voller Interesse begleitete er uns auf unserer Suche mit einem tiefen Blick, der bis in die Tiefen unserer Seele zu reichen schien. Er strebte stets nach Perfektion. Sogar wir Studenten forderten uns gegenseitig dazu heraus, irgendeinen Schwachpunkt in seinem Leben oder seinen Aktivitäten zu finden. Die gregorianischen Gesänge konnte er wunderbar im Stil von Solesmes singen und feiner als im Stil von Beuron, der bis zu seiner Ankunft vorherrschend war.

Vier Jahre lang begleitete ich ihn in der Seelsorge am Stadtrand. An den Donnerstag- und Samstagabenden und ganztägig sonntags ging ich mit ihm in die Kapelle in der Nachbarschaft von Itamaraty in Petropolis. Er ging in jedes Haus, vor allem zu den portugiesischen Familien, die Blumen und andere Zierpflanzen anbauten. Überall wohin er kam, gründete er eine Schule. Er ermutigte die Arbeit von lokalen Poeten und Schriftstellern. Nach dem 10-Uhr-Gottesdienst traf er sich mit ihnen, um ihre Gedichte und Kurzgeschichten zu hören, die sie während der Woche geschrieben hatten. Er motivierte alle zum Lesen, Schreiben und dazu, allen die Geschichten zu erzählen, die sie gelesen hatten.

Kardinal Arns war ein gebildeter Intellektueller und sehr versiert in der französischen Literatur. Er schrieb 49 Bücher. Er drängte uns, Paul Claudels Beispiel zu folgen, der täglich mindestens eine Seite schrieb. Ich folgte seinem Rat, und inzwischen habe ich mehr als 100 Bücher geschrieben.

Was mich am meisten an Kardinal Arns beeindruckte, war seine franziskanische Liebe und Zuneigung zu den Armen. Als er zum Weihbischof von São Paulo geweiht wurde, begab er sich sogleich an die Arbeit in den Randzonen der Stadt wo er die kirchlichen Basisgemeinden ermutigte und sich persönlich der Arbeit von Paulo Freire widmete. Da dies während der Zeit der brasilianischen Diktatur geschah, die vor allem in São Paulo wütete, nahm er sich sofort der Flüchtlinge an, die von dem Horror der Diktaturen von Argentinien, Uruguay und Chile geflohen waren. Seine besondere Aufgabe bestand im Besuch der Gefangenen, wo er die Wunden der Folter sah und diese mutig anprangerte und die Menschenrechte verteidigte, gegen die so grausam verstoßen wurde. Er brachte sich selbst in Lebensgefahr, erhielt Drohungen und Angriffe auf sein Leben. Doch als Franziskaner bewahrte er stets die innere Ruhe eines Menschen, der sich eher in der Hand Gottes geborgen weiß als sich vor den Klauen der polizeilichen Repression zu fürchten.

Sein vielleicht größter Verdienst war das Brasilien-Projekt “Nie Wieder”, das er mit dem Rabbi Henry Sobel, dem presbyterianischen Pastor Jaime Wright und mit einem Forschungsteam entwickelte. Es sammelte Berichte von über einer Million Seiten über die 707 Prozesse des Oberen Militärgerichtshofs. Das Buch „Brasilien, nie wieder“, das von Editora Vozes verlegt wurde, spielte eine Schlüsselrolle in der Identifizierung und Demaskierung der Folterer des Militärregimes und half, die Diktatur zu Fall zu bringen.

Ich bin Kardinal Arns persönlich zutiefst dankbar dafür, mir im Prozess über den Lehrentzug beigestanden zu haben, der gegen mich durch das frühere Heilige Offizium (die Inquisition) 1982 in Rom unter dem Vorsitz von Kardinal Joseph Ratzinger durchgeführt wurde. In dem Gespräch zwischen Kardinal Ratzinger, Kardinal Lorscheider und Kardinal Arns, das meinem Verhör folgte und an dem ich auch teilnahm, stellte Kardinal Arns mutig mit Deutlichkeit klar: „Das Dokument, das Sie vor einer Woche über die Theologie der Befreiung veröffentlichten, entspricht nicht den Fakten, Fakten, die wir sehr gut kennen. Diese Theologie ist sehr vorteilhaft für die Gläubigen und die Gemeinden. Sie haben die Version der Gegner dieser Theologie angenommen, nämlich des lateinamerikanischen Militärs und der konservativen Gruppen des Episkopats, die nicht einverstanden sind mit den Veränderungen in der Seelsorge und der Art, den Glauben zu leben, wie es diese Art von Theologie impliziert.“ Und er fügte hinzu: „Ich erwarte von Ihnen ein neues, positives Dokument, das diese Art der Theologie anerkennt.“ Dies geschah drei Jahre später.

Dies alles gehört bereits der Vergangenheit an. Es bleibt die Erinnerung an einen Kardinal, der immer auf der Seite der Armen stand und niemals den Schrei der Unterdrückten wegen Missachtung ihrer Rechte überhörte. Kardinal Paulo Evaristo Arns ist eine immerwährende Referenz für den Guten Hirten, der sein Leben für den Kleinsten und Geringsten gibt und für denjenigen, der am meisten in dieser Welt zu leiden hat.

Leonardo Boff Theologe und Philosoph und von der Erdcharta Kommission

 

 

 

Navidad en tiempo de Herodes

La Navidad de este año será diferente de otras navidades. Generalmente es la fiesta de confraternización de las familias. Para los cristianos es la celebración del divino Niño que vino para asumir nuestra humanidad y a hacerla mejor.

En el contexto actual, sin embargo, en su lugar asomó la terrible figura de Herodes el Grande (73 a.C – 4 a.C.) ligado a la matanza de inocentes. Celoso de su poder, oyó que había nacido en su reino, Judea, un niño-rey. Y ordenó degollar a todos los niños menores de dos años. Entonces se oyó una de las palabras más dolientes de toda la Biblia: “En Ramá se oyó una voz, gemidos y mucho llanto: Es Raquel que llora a sus hijos y no quiere ser consolada porque ya no existen” (Mt 2,18).

Esta historia del asesinato de inocentes continúa de otra forma. Las políticas ultracapitalistas impuestas por el gobierno actual, quitando derechos, disminuyendo salarios, cortando beneficios sociales como salud, educación, seguridad, pensiones, y congelando 20 años las posibilidades de desarrollo tienen como consecuencia una perversa y lenta matanza de inocentes de la gran mayoría pobre de nuestro país.

A los legisladores no les son desconocidas las consecuencias letales derivadas de la decisión de considerar más importante el mercado que las personas. Dentro de pocos años tendremos una clase de superricos (hoy son 1.440 según el IPEA, por lo tanto el 0,05% de la población), una clase media con miedo a perder su estatus y millones de pobres y parias que de la pobreza pasaron a la miseria. Esta significa hambre en los niños, que mueren por desnutrición y enfermedades totalmente evitables, personas mayores que no consiguen sus remedios ni acceso a la sanidad pública, condenados a morir antes de tiempo. Esta matanza tiene responsables: buena parte de los legisladores actuales de la llamada “PEC de la muerte” no pueden eximirse de la culpa de ser los actuales Herodes del pueblo brasilero.

Las élites del dinero y de los privilegios consiguieron volver. Apoyados por parlamentarios corruptos, de espaldas al pueblo y sordos al clamor de la calle, mediante una coalición de fuerzas formada por jueces justicieros, el Ministerio Publico, la Policía Militar y parte del Judicial y de los medios de comunicación corporativa y reaccionaria, no sin el respaldo de la potencia imperial interesada en nuestras riquezas, forjaron la dimisión de la presidenta Rousseff. El motor real del golpe es el capital financiero, los bancos y los rentistas (no afectados por las políticas de ajustes fiscales).

Con razón denuncia el científico político Jessé Souza: Brasil es el palco de una disputa entre dos proyectos: el sueño de un país grande y pujante para la mayoría y la realidad de una élite de rapiña que quiere drenar el trabajo de todos y saquear las riquezas del país para el bolsillo de media docena. La élite del dinero manda, por el simple hecho de poder “comprar” a todas las otras élites (FSP 16/4/2016).

La tristeza es constatar que todo este proceso de expoliación es consecuencia de la antigua política de conciliación de los dueños del dinero entre sí y con los gobiernos, que viene desde el tiempo de la Colonia y de la Independencia. Lula-Dilma no consiguieron o no supieron superar el arte sagaz de esta minoría gobernante que, con el pretexto de la gobernabilidad busca la conciliación entre sí y con los gobernantes, concediendo algunos beneficios a pueblo al precio de mantener intocada la naturaleza de su proceso de acumulación de riqueza a altísimos niveles.

El historiador Jose Honório Rodrigues, que estudió a fondo a conciliación de clase siempre de espaldas al pueblo, dice con razón: el liderazgo nacional, en sus sucesivas generaciones, fue siempre reformista, elitista y personalista… El arte de robar es noble y antiguo, practicado por esas minorías y no por el pueblo. El pueblo no roba, es robado… El pueblo es cordial, la oligarquía es cruel y sin piedad…; el gran éxito de la historia de Brasil es su pueblo y la gran decepción son sus dirigentes (Conciliação e Reforma no Brasil, 1965. pp.114:119).

Estamos viviendo una repetición de esta maléfica tradición, de la cual nunca nos liberaremos sin el fortalecimiento de un anti-poder, venido de abajo, capaz de derribar esta élite perversa e instaurar otro tipo de Estado, con otro tipo de política republicana, donde el bien común se sobrepone al bien particular y corporativo.

La Navidad de este año es una Navidad bajo el signo de Herodes. No obstante, creemos que el divino Niño es el Mesías liberador y la Estrella es generosa para mostrarnos mejores caminos.

*Leonardo Boff escribió: Navidad: el sol de la esperanza, Mar de Ideias, Rio 2007.

Traducción de Mª José Gavito Milano

O Brasil corre risco de intervenção estrangeira: Paulo Nogueira Batista Jr.

O assunto é demasiadamente sério para não tomarmos ciência e consciência do que possa acontecer: uma intervenção em nosso país através das grandes corporações estrangeiras que podem, literalmente, comprar o principal de nossas riquezas, a ponto de roubar-nos até a soberaniaa. Não podemos nos perder com as discussões internas sem estar atentos aos jogos de poder que estão em ação no mundo todo, visando especialmente o Brasil, a sétima economia munidal e o mais bem dotado ecologicamente, base da futura economia mundial. Quem nos vai representar e defender a nossa soberania? Dos políticos atuais há poucos ou nenhum candidato à altura do desafio novo que se apresenta. Por isso publicamos o alerta de um economista sério que possui um olhar de fora e que acompanha o curso da história mundial e dentro dela o lugar que ocupa o Brasil, Paulo Nogueira Batista Jr. Seu texto foi publicado em O Globo, 23/12/2016 e que aqui reproduzimos: Lboff

Criou-se no Brasil terreno fértil para a intervenção estrangeira
Paulo Nogueira Batista:
23 de dezembro de 2016 às 18h47
Brasil corre perigo

Dos Brics, o país é o mais vulnerável.O Brasil corre riscos sérios. Estou longe, mas acompanho sempre que posso o que está acontecendo aí — e com preocupação cada vez maior.

A situação mundial, marcada por aguda polarização, oferece grandes perigos para nações fragilizadas por conflitos internos. Existem certamente casos mais graves que o brasileiro, países destroçados por intervenções externas e/ou crises domésticas: Síria, Iraque, Líbia, Grécia — para citar casos mais notórios.

Não chegamos a esses extremos, mas não há como negar que o nosso país está em perigo. Dos Brics, o Brasil é no momento o mais vulnerável.

E repare, leitor, que a situação da Rússia e da África do Sul é bem complicada. A China também enfrenta desafios econômicos, institucionais e políticos. A Índia acaba de lançar uma reforma monetária radical, com efeito desestabilizador. Em todos os quatro países, a corrupção é problema grave.

Mas, entre os Brics, o Brasil é “hors concours”. Não necessariamente em corrupção, mas na fragilidade do quadro econômico, social e político.

As razões parecem claras. Primeiro, a intensa polarização interna. O que antes era patrimônio dos nossos vizinhos ao Sul — a incapacidade crônica dos argentinos de conciliar e chegar a entendimentos — parece ter sido importado maciçamente pelos brasileiros. A intolerância, o colapso do diálogo, a perda de legitimidade de instituições fundamentais, o enfraquecimento da democracia — tudo isso representa um imenso perigo para a nação brasileira.

E mais o seguinte: o triunfo da mais profunda e radical ignorância em diversos campos da vida nacional.

A essa degradação política e social se acrescenta uma das piores crises econômica da nossa história. Recessão forte e prolongada, desemprego crescente, redução dos salários reais — “em casa onde falta pão…”

A crise econômica alimenta a crise política, e vice-versa. Nesse ambiente, os governos brasileiros perderam apoio e legitimidade, a classe política atingiu o seu nadir, a Justiça perdeu o Norte.

Criou-se, leitor, um terreno fértil para a intervenção estrangeira — e era neste ponto que queria chegar.

A intervenção externa não precisa ser ostensiva — e muito menos militar. Ela toma formas mais sutis. Com o enfraquecimento dos governos e a crise econômica, fica mais fácil para investidores de outros países, não raro com apoio estratégico de seus governos, aterrissar no Brasil e comprar empresas, terras e outros ativos brasileiros sem controle ou restrições — e na bacia das almas.

O Brasil está à venda, em liquidação? Quem protege os nossos interesses? Quem nos representa no plano internacional?

Leitor, não se iluda, para determinados fins estratégicos não há substituto para o Estado nacional. Os setores privados, as organizações da sociedade civil, as universidades, os intelectuais, os artistas — todos eles carregam de alguma forma, bem ou mal, o estandarte nacional, por onde quer que andem e circulem.

Mas não existem instâncias supranacionais a quem um país possa confiar a defesa dos seus interesses nacionais e dos seus objetivos vitais. Ou existem? Peço ao leitor que me aponte uma, pelo menos uma.

As entidades multilaterais mais relevantes são internacionais, vale dizer são associações entre nações, entre Estados — e delas só se beneficiam aqueles países que têm um mínimo de coesão interna e um Estado razoavelmente estruturado.

O Brasil precisa encontrar um meio legítimo de superar o quadro de polarização destrutiva e frear o processo de desintegração em curso.

Paulo Nogueira Batista Jr. é vice-presidente do Novo Banco de Desenvolvimento, sediado em Xangai, mas expressa seus pontos de vista em caráter pessoal