Ist es möglich, die derzeitige Systemkrise zu überwinden?

Ist es möglich, die derzeitige Systemkrise zu überwinden?                      

          Leonardo Boff

Ich komme zurück auf das Thema „Vektoren der Systemkrise: die Aushöhlung der Ethik und die Erstickung der Spiritualität“, die die Ursachen der aktuellen Krise sind. Wir unterbrachen unsere Überlegungen, um über die deutliche Manifestation des Klimawandels nachzudenken, der verheerende Überschwemmungen in Rio Grande do Sul, Brasilien verursacht. Das ist eines der Zeichen, die Gaia, Mutter Erde, uns gibt, dass sie die kapitalistische Art, den Planeten zu bewohnen, nicht länger ertragen kann. Rund zwei Billionen Tonnen Treibhausgase befinden sich in der Atmosphäre und werden dort für etwa hundert Jahre verbleiben. Wie kann die Erde diesen ganzen Dreck verdauen?

Die kapitalistische Produktionsweise ist grundlegend dadurch gekennzeichnet, dass sie die Erde nicht als etwas Lebendiges und Systemisches betrachtet, sondern als eine Truhe voller Ressourcen, die zum Nutzen der Menschen ausgebeutet werden sollen, insbesondere für diejenigen, die die Macht, das Wissen und die Informationsmitel über diese Ressourcen und den Verlauf der Geschichte haben. Dieses System drängt sich ohne jedes Gefühl für Grenzen, Respekt und Rücksicht auf die Ökosysteme auf. Es findet seinen politischen Ausdruck im Neoliberalismus, der in fast allen Gesellschaften vorherrscht, nicht aber bei den einheimischen Völkern, die sich als Natur fühlen und sich um sie kümmern.

Zu der Verfinsterung der Ethik und der Erstickung der Spiritualität in der heutigen Welt möchte ich noch einige weitere Faktoren hinzufügen. Erstens, mit den Worten von Papst Franziskus in Laudato Sì: „Niemand kann die Tatsache ignorieren, dass wir in den letzten Jahren extreme meteorologische Phänomene erlebt haben, häufige Perioden abnormaler Hitze, schwere Dürreperioden“. Was im Mai im Süden Brasiiens geschah, wurde von phänomenalen Überschwemmungen in Deutschland, Frankreich, Belgien und Afghanistan begleitet.

Ein weiterer Punkt ist der Earth Overshoot: Wir brauchen 1,7 Erden, um den Verbrauch zu decken, insbesondere den der wohlhabenden Klassen des globalen Nordens. Sie wollen der Erde das nehmen, was sie nicht mehr geben kann. Als lebender Superorganismus reagiert sie darauf mit weiterer Erwärmung, einer Reihe von Viren und den bereits erwähnten Extremereignissen.

Schließlich definierte eine Gruppe von Wissenschaftlern im Auftrag der UNO die neun planetary boundaries, d.h. die planetrischen Grenezen, die eingehalten werden müssen, um die Stabilität und Widerstandsfähigkeit des Planeten zu gewährleisten (Klimawandel, Integrität der Biosphäre, Veränderungen der Landnutzung, Verfügbarkeit von Süßwasser, bio-geo-chemische Flüsse, vertreten durch den Stickstoff- und Phosphorkreislauf, die Versauerung der Ozeane, die Aerosolbelastung der Atmosphäre, der Abbau der Ozonschicht und die so genannten „neuen Elemente“ – Partikel, die in der Natur nicht vorkommen, aber durch menschliches Handeln eingeführt wurden – wie Mikroplastik, Transgene und Atommüll). Es stellte sich heraus, dass sechs der neuen Grenzen überschritten worden waren. Da sie systemisch artikuliert werden, kann es zu einem Dominoeffekt kommen: Sie fallen alle. Dann bricht die Zivilisation zusammen.

Sicher ist, was viele Wissenschaftler bestätigt haben: Wissenschaft und Technik können den Klimawandel nicht mehr aufhalten, sondern nur noch vor ihm warnen und die schädlichen Auswirkungen minimieren. Dennoch bleibt die Frage: Haben wir eine Chance, aus der Systemkrise herauszukommen?

Es liegt an uns, ob wir dem Wandel zustimmen oder den eingeschlagenen Weg fortsetzen. Wie Edgar Morin, der franzosche Denker. zu Recht feststellte: „Die Geschichte hat wiederholt gezeigt, dass das Auftauchen des Unerwarteten und das Auftauchen des Unwahrscheinlichen plausibel sind und den Lauf der Dinge verändern können“. Da es sich um ein unendliches Projekt handelt, dem das Prinzip Hoffnung innewohnt, gibt es in ihm Virtualitäten, die, wenn sie enträtselt werden, zu einer rettenden Lösung führen könnten. Aber zuerst müssen wir mit Nachdruck sagen: Wir müssen das kapitalistische Projekt unrentabel machen, entweder durch die Rebellion der Opfer oder durch die Natur, denn es ist selbstmörderisch: In seiner Logik der unendlichen Akkumulation auf einem endlichen Planeten kann es in seinem Wahnsinn weitergehen, bis es die Erde völlig unbewohnbar macht. Nichts ist ewig.

Die großen Erzählungen der Vergangenheit werden uns nicht aus der Krise führen. Wir müssen auf unsere eigene Natur hören, die die Prinzipien und Werte enthält, die uns retten können, wenn sie aktiviert werden, selbst angesichts großer Schwierigkeiten.

Erstens müssen wir den Ausgangspunkt definieren. In der Region, wie die Natur sie vorgesehen hat, können wir nachhaltige und egalitärere Gesellschaften aufbauen. Wir wollen die Werte auflisten, die in uns stecken.

Wie Bioanthropologen gezeigt haben, gehört die Liebe zur menschlichen DNA. Lieben bedeutet, eine Beziehung der Gemeinschaft, der Gegenseitigkeit, der selbstlosen Hingabe und der Selbstaufopferung zum Wohle des anderen aufzubauen. Die Erde und die Natur zu lieben bedeutet, eine emotionale Bindung zu ihnen aufzubauen: sich mit ihnen verbunden zu fühlen. Außerdem wissen wir, dass alle Lebewesen den gleichen genetischen Grundcode haben (20 Aminosäuren und 4 Stickstoffbasen). Wir sind in der Tat Brüder und Schwestern, untereinander und mit allen anderen Wesen. Es genügt nicht, dies zu wissen, sondern es zu spüren und das Band der Gemeinschaft zu erleben. Darüber hinaus hat die Erforschung der Evolution des Menschen (er ist 7-8 Millionen Jahre alt und als sapiens/demens etwa 200.000 Jahre alt) ergeben, dass es die Solidarität/Kooperation bei der Suche und dem Verzehr von Nahrung war, die zusammen mit der Kommensalität den Sprung von der Tierwelt zum Menschen ermöglichte. Wir sind von Natur aus mitfühlende Wesen, wie die Millionen von Menschen gezeigt haben, die den Obdachlosen und den von den Überschwemmungen im Süden des Landes Betroffenen geholfen haben. Wir sind auch Wesen des Mitgefühls: Wir können uns in die Lage des anderen hineinversetzen, mit ihm weinen, seinen Kummer teilen und ihn niemals allein lassen.

Wir sind immer noch Wesen der Kultur, der Schaffung von Schönheit, in der Kunst, in der Musik, in der Malerei und in der Architektur. Wir können tun, was die Natur selbst nie tun würde, wie ein Musikstück von Villalobos oder ein Gemälde von Portinari. Wie Dostojewski sagte: „Es ist die Schönheit, die die Welt retten wird“. Nicht Schönheit als bloße Ästhetik, sondern Schönheit als die Haltung, neben einem Sterbenden zu stehen, seine Hand zu halten und tröstende Worte zu sprechen: „Wenn dein Herz dich anklagt, dann wisse, dass Gott größer ist als dein Herz“. Seit unseren frühesten Tagen, als das limbische Gehirn vor 200 Millionen Jahren entstand, sind wir Wesen der Zuneigung und Sensibilität. Das sensible Herz ist das Zentrum der Zuneigung, der Ethik und der Welt der Exzellenz. Ich habe in meinem letzten Artikel geschrieben, dass wir im tiefsten Inneren unseres Menschseins spirituelle Wesen sind. Wir sind in der Lage, die kraftvolle und liebevolle Energie zu erkennen, die in jedem Geschöpf und in unserem Inneren (Enthusiasmus) verborgen ist und die dafür sorgt, dass sie ständig existiert und sich mitentwickelt. Als geistige Wesen leben wir bedingungslose Liebe und Fürsorge für alles, was existiert und lebt, und wir nähren die Hoffnung auf ein Leben, das über dieses Leben hinausgeht. Wir werden auch von Schatten begleitet, die Liebe in Gleichgültigkeit und Solidarität in Gefühllosigkeit verwandeln können. Aber wir haben eine innere Kraft, sie nicht zu verleugnen, sondern sie unter Kontrolle zu halten und in eine Energie für das Gute zu verwandeln.

Eine Biozivilisation, die sich auf solche Werte und Prinzipien gründet, kann einen ersten Weg eröffnen, der sich zu einem langen Weg entwickeln kann, der uns Meilensteine aufzeigt und uns ein Licht am Ende des Tunnels zeigt. All dies kann mit viel Schweiß und Kampf gegen das, was wir einmal waren (Feinde der Erde), zugunsten einer neuen Art und Weise erreicht werden, diesen kleinen und einzigartigen Planeten, den wir haben, unser gemeinsames Zuhause, die großzügige Mutter Erde, freundschaftlich zu bewohnen.

Leonardo Boff ist Ecotheologie, Philosoph und Schritsteller der schrieb:Gottesleidenschat für die Armen – Der Gott der kleinen Leute, Lit Verlag 2021

Übersetzung vo Bettina Goldhacker

Ci salveremo in base dal principio-speranza

Leonardo Boff

La grande inondazione che sta devastando il Rio Grande do Sul è uno dei segnali più inequivocabili, dato dalla Madre Terra, degli effetti estremamente dannosi del cambiamento climatico. Ci siamo già dentro. Non ha senso che i negazionisti si rifiutino di accettare questi dati. I fatti parlano da soli. Tra poco raggiungeranno la vita di tutte le persone, ricchi e poveri, come è successo nella maggior parte delle città fluviali di quel Stato.

C’è stata una sorprendente accelerazione del processo di riscaldamento globale e non è stata rispettata la decisione dell’Accordo di Parigi del 2015, secondo cui ci si aspettava una drastica riduzione dei gas ad effetto serra per non aumentare la temperatura di 1,5 ºC entro il 2030. Non è stato fatto quasi nulla: nel 2022 sono state immesse nell’atmosfera 37,5 miliardi di tonnellate di CO² e nel 2023 sono state 40,8 miliardi di tonnellate. Tutto è stato eccessivo. Per questo motivo, alcuni climatologi sostengono l’anticipazione dei limiti del riscaldamento rispetto a quanto era prima previsto nel 2030. Intorno al 2026-2028 il clima della Terra si stabilizzerebbe intorno ai 38-40 ºC e in alcuni luoghi con valori più elevati.

La nostra temperatura corporea è di circa 36,5 ºC. Immaginate se di notte la temperatura ambiente si mantenesse intorno ai 38 ºC? Molti, tra gli anziani e i bambini, non sarebbero in grado di farcela e potrebbero addirittura morire. E per tutti sarà una grande agonia. Per non parlare della perdita della biodiversità e delle colture alimentari, necessarie alla sopravvivenza.

La persona che vide chiaramente lo stato della Terra era un rappresentante dei popoli originari, coloro che si sentono Terra e parte della natura, il leader Yanomami Dário Kopenawa: «La Terra è nostra madre e soffre da molto tempo. Come un essere umano che prova dolore, lo sente quando gli invasori, lagroindustria, le compagnie minerarie e petrolifere abbattono migliaia di alberi e scavano in profondità nel suolo, nel mare. Lei sta chiedendo aiuto e lancia avvertimenti affinché le popolazioni non indigene smettano di strappare la pelle della Terra».

In quanto continuiamo strappando la pelle alla Terra e peggiorando il cambiamento climatico, il potenziale di speranza ha raggiunto il suo limite.

Gli scienziati hanno chiarito che la scienza e la tecnica non potranno invertire questa situazione, ma solo avvisare dell’arrivo di eventi estremi e mitigarne le sue conseguenze disastrose. Siamo arrivati ​​all’attuale situazione globale semplicemente perché gran parte della popolazione non conosce la situazione reale della Terra e la maggior parte dei capi di Stato e degli amministratori delegati delle grandi imprese hanno preferito continuare la logica sia della produzione illimitata, strappata dalla natura, sia del consumo senza limiti, piuttosto che ascoltare gli avvertimenti delle scienze della Terra e della vita. I compiti di casa non sono stati fatti. Ora è arrivato il conto amaro.

Ciò che è accaduto nel Sud del Brasile è solo l’inizio. I disastri ecologici si ripeteranno con più frequenza e con modalità sempre più gravi in ​​tutte le parti del pianeta.

Dove andiamo a prendere l’energia per credere e sperare ancora? Come è stato saggiamente detto: «quando non c’è più motivo di credere, allora comincia la fede; quando non c’è più motivo di sperare, allora comincia la speranza» [don Primo Mazzolari]. Come disse giustamente l’autore dell’epistola agli Ebrei (intorno all’anno 80): «La fede è il fondamento di ciò che si spera e la convinzione delle realtà che non si vedono» (11,1). La fede vede ciò che non si vede con i semplici occhi carnali. La fede vede, con gli occhi dello spirito che è la nostra profondità, la possibilità di un mondo che deve ancora venire, il quale – in gestazione ma ancora invisibile – è tra noi. Per questo la fede si apre alla speranza, che va sempre oltre ciò che è dato e verificato. La fede e la speranza fondano il mondo delle utopie che aspirano a realizzarsi storicamente.

Qui vale il principio-speranza. Il filosofo tedesco Ernst Bloch ha coniato l’espressione principiosperanza. Esso rappresenta un motore interiore sempre in funzione, alimentando l’immaginario e il potenziale inesauribile dell’esistenza umana e della storia. Il Papa Francesco nell’enciclica Fratelli tutti afferma: «la speranza ci parla di una realtà radicata nel profondo dell’essere umano, a prescindere dalle circostanze concrete e dai condizionamenti storici in cui vive» (n. 55). Assumere oggi questo principio-speranza, in questa nuova fase della Terra, è estremamente urgente.

Il principio-speranza è la nicchia di tutte le utopie. Esso permette di proiettare continuamente nuove visioni, nuovi percorsi non ancora intrapresi e sogni realizzabili. Il senso dell’utopia è sempre quello di farci muovere [Eduardo Galeano], per superare sempre le difficoltà e migliorare la realtà. Come esseri umani, siamo esseri utopici. È il principio-speranza che potrà salvarci e aprire una nuova direzione per la Terra e i suoi figli e figlie.

Qual è la nostra utopia minima, praticabile e necessaria? Essa implica, innanzitutto, la ricerca dell’umanizzazione dell’essere umano. Egli si è disumanizzato in quanto è diventato l’angelo sterminatore della natura. Solo recupererà la sua umanità solo se inizierà a vivere a partire da ciò che è nella sua natura: un essere di amorevolezza, di cura, di comunione, di cooperazione, di com-passione, di essere etico e di essere spirituale che si responsabilizza per le proprie azioni in modo che siano vantaggiose per tutti. Poiché non abbiamo creato spazio per questi valori e principi, siamo stati spinti nella crisi attuale che può portarci nell’abisso.

Questa utopia realizzabile e necessaria si concretizza sempre, se abbiamo tempo, nelle contraddizioni, inevitabili in tutti i processi storici. Ma essa significherà un nuovo orizzonte di speranza che alimenterà il cammino dell’umanità verso il futuro.

In questa ottica nasce una nuova etica. Forze seminali stanno emergendo ovunque, cercando e già sperimentando un nuovo modello di comportamento umano ed ecologico. Rappresenterà quella che Pierre Teilhard de Chardin, dal suo esilio in Cina nel 1933, chiamava di noosfera. Sarebbe quella sfera in cui le menti e i cuori (noos in greco) entrerebbero in una nuova sintonia sottile, caratterizzata dall’amorevolezza, dalla cura, dalla reciprocità tra tutti, dalla spiritualizzazione e dalle intenzioni collettive.

In mezzo a tanto sconforto e malinconia per la grave situazione del mondo, crediamo e speriamo in questo.

Leonardo Boff ha scritto: Il sogno della casa comune. Riflessioni di un vecchio teologo e pensatore, Castelvecchi 2019; Abitare la Terra. Quale via per la fraternità universale?, Castelvecchi 2021; Cuidar da Casa Comum: pistas para protelar o fim do mundo, Vozes 2024 .

[traduzione dal portoghese di Gianni Alioti]

   Nos salvaremos en base al principio-esperanza

            Leonardo Boff*

La gran inundación que está asolando Río Grande del Sur es una de las señales más inequívocas, dada por la Madre Tierra, de los efectos extremadamente dañinos del cambio climático. Ya estamos dentro de ese cambio. Es inútil que los negacionistas se nieguen aceptar ese dato. Los hechos hablan por sí solos. Dentro de poco llegará a la vida de todos, ricos y pobres, como llegó a todos en la mayoría de las ciudades ribereñas de ese estado. 

Ha habido una sorprendente aceleración del proceso de calentamiento global y no se ha cumplido lo que se decidió en el Acuerdo de París de 2015, en el que se preveía una reducción drástica de los gases de efecto invernadero para no aumentar la temperatura más  de 1,5ºC hasta 2030. No se hizo casi nada: en 2022 fueron lanzadas a la atmófera 37.500 millones de toneladas de CO² y en 2023 40.800 millones de toneladas. Todo ha sido excesivo. Por esta razón algunos climatólogos sostienen que llegará antes de 2030 como estaba previsto, el calentamiento se ha anticipado. Hacia 2026-2028 el clima de la Tierra se estabilizaría en torno a los 38-40ºC y en algunos lugares valores todavía más elevados.

Nuestro cuerpo tiene una temperatura de 36,5ºC. Imaginen si la temperatura ambiente se mantiene por la noche a 38ºC. Muchas personas, entre ellas los mayores y los niños, no lo aguantarán y podrían hasta morir. Y para todos será una gran agonía. Sin mencionar la pérdida de la biodiversidad y de las cosechas de alimentos, necesarios para la supervivencia. 

Quien ha visto claro este estado de la Tierra fue un representante de los pueblos originarios, que se sienten Tierra y parte de la naturaleza, un lider yanomami Dário Kopenawa: “La Tierra es nuestra madre y está sufriendo desde hace mucho tiempo. Como un ser humano que siente dolor, ella siente cuando invasores, el agronegocio, las compañías mineras y petroleras derriban miles de árboles y cavan profundo en el suelo, en el mar. Ella está pidiendo ayuda y dando avisos para que los no indígenas dejen de arrancar la piel de la Tierra”.

Como continuamos arrancando la piel de la Tierra y agravando el cambio climático, el potencial de esperanza ha llegado al límite. Los científicos dejan claro que la ciencia y la técnica no podrán revertir esta situación, solo advertir la llegada de eventos extremos y mitigar sus consecuencias desastrosas. Hemos llegado a la situación global que tenemos simplemente porque gran parte de la población no conoce la real situación de la Tierra y la mayoría de los jefes de Estado y CEOs de las grandes empresas prefieren continuar con la lógica de la producción ilimitada, arrancada de la naturaleza, y del consumo sin límites, a oír las advertencias de las ciencias de la Tierra y de la vida. No hemos hecho los deberes. Ahora ha llegado la factura amarga. 

Lo que ha ocurrido en el sur de Brasil es solo el principio. Los desastres ecológicos van a repetirse con más frecuencia y de forma cada vez más grave en todas partes del planeta.

¿Adónde vamos a buscar energías para todavía creer y esperar? Como sabiamente se ha dicho: “cuando ya no hay razón para creer, comienza la fe; cuando ya no hay razón para esperar, comienza la esperanza”. Como dijo con acierto el autor de la epístola a los Hebreos (en los años 80): “La fe es el fundamento de lo que se espera y la convicción de las realidades que no se ven” (11,1). La fe ve lo que no se ve con los simples ojos carnales. La fe ve con los ojos del espíritu, que es nuestra profundidad, la posibilidad de un mundo que está por venir, pero que seminalmente, aunque todavía invisible, está entre nosotros. Por eso la fe se abre a la esperanza que es ir siempre más allá de lo dado y verificado. La fe y la esperanza fundan el mundo de las utopías que forcejan por realizarse históricamente.

Aquí entra el principio-esperanza. El filósofo alemán Ernst Bloch acuñó la expresión principio-esperanza. Es un motor interior que siempre está funcionando y alimentando el imaginario y el inagotable potencial de la existencia humana y de la historia. El Papa Francisco en la Fratelli tutti afirma: “la esperanza nos habla de una realidad enraizada en lo profundo del ser humano, independientemente de las circunstancias concretas y de los condicionamientos históricos en que vive” (n. 55). Asumir este principio-esperanza hoy, en esta nueva fase de la Tierra, es extremadamente urgente.

El principio-esperanza es el nicho de todas las utopías. Permite proyectar continuamente nuevas visiones, caminos nuevos todavía no recorridos y sueños viables. El sentido de la utopía es que siempre sigamos caminando (Eduardo Galeano), superando siempre las dificultades y mejorando la realidad. Como humanos somos seres utópicos. El principio-esperanza nos podrá salvar y abrir una dirección nueva para la Tierra y sus hijos e hijas.

¿Cuál es nuestra utopía mínima, viable necesaria? Ella implica ante todo buscar la humanización del ser humano. Él se ha deshumanizado, pues se ha transformado en el ángel exterminador de la naturaleza. Sólo recuperará su humanidad si empieza a vivir a partir de lo que es en su naturaleza: un ser de amorización, de cuidado, de comunión, de cooperación, de com-pasión, un ser ético y un ser espiritual que se responsabiliza de sus acciones para que sean beneficiosas para todos. Por no haber dado espacio a estos valores y principios hemos sido empujados a la crisis actual que nos puede llevar al abismo. 

Esa utopía viable y necesaria se concreta siempre, si aún tenemos tiempo, dentro de las contradicciones inevitables en todos los procesos históricos. Pero ella será un nuevo horizonte de esperanza que alimentará el camino de la humanidad hacia su futuro. 

De esta óptica nace una nueva ética. Por todos lados surgen fuerzas seminales que buscan y ya ensayan un nuevo modelo de comportamiento humano y ecológico. Representará aquello que Pierre Teilhard de Chardin desde su exilio en China en 1933 llamaba la noosfera. Sería aquella esfera en la que las mentes y los corazones (noos en griego) entrarían en una nueva sintonía fina, caracterizada por la amorización, por el cuidado, por la mutualidad entre todos, por la espiritualización de las intencionalidades colectivas.

En medio de tanto abatimiento y melancolía por la situación grave del mundo, en eso creemos y esperamos.

*Leonardo Boff ha escrito Habitar la Tierra, Vozes 2022; Cuidar de la Casa Común: pistas para posponer el fin del mundo, Vozes 2024.

Traducción de Mª José Gavito Milano

Nos salvaremos a partir do princípio-esperança

                                        Leonardo Boff

         A grande enchente que está assolando o Rio Grande do Sul é um dos sinais  mais inequívocos, dado pela Mãe Terra, dos efeitos extremamente danosos das mudança climática. Já estamos dentro dela. Não adianta os negacionistas se recusarem em aceitar a esse dado. Os fatos falam por si. Dentro de pouco chegarão na vida de todas as pessoas, ricos e pobres, como chegou a todos na maioria cidades ribeirinhas daquele estado.

         Ocorreu uma surpreendente aceleração do processo de aquecimento global e não se cumpriu o decidido no Acordo de Paris de 2015 segundo o qual se previa uma redução drástica de  gazes de efeito estufa para não aumentarmos a temperatura de 1,5ºC até 2030. Quase nada se fez: em 2022 foram lançadas na atmosfera 37,5 bilhões de toneladas de CO² e em 2023 foram 40,8 bilhões de toneladas.Tudo foi excessivo. Em razão disso  alguns climatólogo sustentam que antes de 2030 como previsto, o aquecimento se antecipou. Por volta de 2026-2028 o clima da Terra se estabilizaria em torno de 38-40ºC e em alguns lugares com números mais elevados.

         A temperatura de nosso corpo está por volta de 36,5ºC. Imaginem se pela noite a temperatura ambiente se mantiver por volta de 38ºC? Muitos, entre os idosos e crianças, não aguentarão e poderão até morrer. E para todos será uma grande agonia. Sem falar da perda da biodiversidade e das safras de alimentos,necessários para a sobrevivência.

        Quem viu claro o estado da Terra foi um representante dos povos originários, aqueles que se sentem Terra e parte da natureza, uma liderança yanomami Dário Kopenawa:” A Terra é nossa mãe e sofre há muito tempo. Como um ser humano que sente dor, ela sente quando invasores, o agronegócio, mineradoras e petroleiras derrubam milhares de árvores e cavam fundo no solo, no mar. Ela está pedindo ajuda e dando avisos para que os não indígenas parem de arrancar a pele da Terra.”

       Como continuamos arrancando a pele da Terra e agravando a mudança climática, o potencial de esperança está chegando ao limite. Cientistas deixaram claro que a ciência e a técnica não poderão reverter esta situação, apenas advertir da chegada de eventos extremos e mitigar suas consequências desastrosas.Chegamos à atual situação global simplesmente porque grande parte da população desconhece a real situação da Terra e a maioria dos chefes de Estado e os CEOs das grandes empresas preferem continuar a lógica da produção ilimitada, arrancada da natureza e do consumo sem limites, a ouvir as advertências das ciências da Terra e da vida. Não se fez a lição de casa. Agora a fatura amarga chegou.

       O que ocorreu no Sul do Brasil é apenas o começo. Os desastres ecológicos vão se repetir com mais frequência e de forma cada vez mais grave em todas as partes do planeta.

Onde vamos buscar energias para ainda crer e esperar? Como foi dito com sabedoria: “quando não há mais razão para crer, então começa a fé; quando não há mais razão para esperar,então começa a esperança”. Como disse com acerto o autor da epístola aos Hebreus (por volta dos anos 80):” A fé é o fundamento do que se espera e a convicção das realidades que não se veem”(11,1).A fé vê o que não se vê com os simples olhos carnais. A fé vê, com os olhos do espírito que é o nosso profundo, a possibilidade de um mundo que ainda virá, mas que, seminalmente mas ainda invisível, está entre nós. Por isso a fé se abre à esperança que é sempre ir além do que é dado e verificado. A fé e a esperança fundam o mundo das utopias que forcejam por se realizar historicamente.

Aqui vale o princípio-esperança. O filósofo alemão Ernst Bloch cunhou a expressão principio-esperança. Ele representa um motor interior que sempre está funcionando e alimentando o imaginário e o inesgotável potencial da existência humana e da história. O Papa Francisco na Fratelli tutti afiança: “a esperança nos fala de uma realidade enraizada no profundo do ser humano, independentemente das circunstâncias concretas e dos condicionamentos históricos em que vive” (n. 55). Assumir este princípio-esperança hoje,nesta nova fase da Terra, é extremamente urgente.

O princípio-esperança é o nicho de todas as utopias. Ele permite continuamente projetar novas visões, novos caminhos ainda não trilhados e sonhos viáveis. O sentido da utopia é sempre nos fazer andar (Eduardo Galeano), sempre superar dificuldades e melhorar a realidade. Como humanos, somos seres utópicos. É o princípio-esperança que nos poderá salvar e abrir  uma direção nova para a Terra e seus filhos e filhas.

         Qual a nossa utopia mínima, viável e necessária? Ela implica, antes de mais nada, a busca da humanização do ser humano.Ele se desumanizou pois se transformou no anjo exterminador da natureza. Só recuperará sua humanidade se começar  a viver a partir daquilo que é de sua natureza: um ser de amorização, de cuidado, de comunhão, de cooperação, de compaixão, de ser ético e de ser espiritual que se responsabiliza por seus atos para que sejam benfazejos para o todos. Pelo fato de não ter criado espaço a esses valores e princípios, fomos empurrados na crise atual que pode nos conduzir ao abismo.

Essa utopia viável e necessária se concretiza sempre, caso tenhamos tempo, dentro das contradições, inevitáveis em todos os processos históricos. Mas ela significará um novo horizonte de esperança que alimentará a caminhada da humanidade na direção do futuro.

Desta ótica nasce uma nova ética.  Por todos os lados surgem forças seminais que buscam e já ensaiam um novo padrão de comportamento humano e ecológico. Representará aquilo que Pierre Teilhard de Chardin desde seu exílio na China em 1933 chamava de noosfera. Seria aquela esfera na qual as mentes e os corações (noos em grego) entrariam numa nova sintonia fina, caracterizada pela amorização, pelo cuidado, pela mutualidade entre todos, pela espiritualização das intencionalidades coletivas.Dizia um aforismo antigo:”quando não sabes para onde vais, regresse para saber de onde vens”. Temos que regressar à nossa própria natureza de onde viemos, pois, ela contém as  indicações para onde ir: pra aqueles valores acima enunciados que nos tirarão da crise.

No meio de tanto abatimento e melancolia pela situação grave do mundo, nisso cremos e esperamos.

Leonardo Boff escreveu, Habitar a Terra, Vozes 2022; Cuidar da Casa Comum: pistas para protelar o fim do mundo, Vozes 2024.