Leonardo Boff (*1938) doutorou-se em teologia pela Universidade de Munique. Foi professor de teologia sistemática e ecumênica com os Franciscanos em Petrópolis e depois professor de ética, filosofia da religião e de ecologia filosófica na Universidade do Estado do Rio de Janeiro.
Conta-se entre um dos iniciadores da teologia da libertação. É assessor de movimentos populares. Conhecido como professor e conferencista no pais e no estrangeiro nas áreas de teologia, filosofia, ética, espiritualidade e ecologia. Em 1985 foi condenado a um ano de silêncio obsequioso pelo ex-Santo Ofício, por suas teses no livro Igreja: carisma e poder (Record).
A partir dos anos 80 começou a aprofundar a questão ecológica como prolongamento da teologia da libertação, pois não somente se deve ouvir o grito do oprimido mas também o grito da Terra porque ambos devem ser libertados. Em razão deste compromisso participou da redação da Carta da Terra junto com M.Gorbachev, S.Rockfeller e outros. Escreveu vários livros e foi agraciado com vários prêmios.
Salientamos alguns títulos: Ecologia: Ecologia, Mundialização, Espiritualidade (Record), Civilização planetária (Sextante), A voz do arco-iris (Sextante), Saber cuidar (Vozes), Ética e ecoespiritualidade (Verus), Homem: satã ou anjo bom (Record), Evangelho do Cristo cósmico (Record); Do iceberg à Arca de Noé (Sextante); Opção Terra. A solução da Terra não cái do céu (Sextante); Proteger a Terra-cuidar a vida.Como evitar o fim do mundo (Record); Ecologia: grito da Terra, grito do pobre (Sextante) pelo qual recebeu o prêmio Sérgio Buarque de Holanda como o melhor ensaio social do ano de 1994 e em 1997 nos EUA foi considerado um dos três livros publicados naquele ano que mais favorecia o dialogo entre ciência e religião.
Junto com Mark Hathaway escreveu nos USA The Tao of Liberation. Exploring the Ecogoy of Transformation com Prefácio de Fritjof Capra, ganhando a medalha de ouro da instituição Nautilus para criatividade intelectual e o primeiro lugar do livro religioso do ano. Recebeu os títulos de dr.honoris causa em política pela Universidade de Turin em 1991, dr.honoris causa em teologia pela Universidade de Lund (Suécia) em 1992 e dr.honoris causa em teologia, ecumenismo, direitos humanos, ecologia e entendimento entre os povos pelas Faculdades EST de São Leopoldo em 2008 e dr.horis pela Cátedra del Água da Universidade de Rosário na Argentina em 2010. Em 2008 pela Universidade de São Carlos em Guatemala e pela Universidade de Cuenca no Equador, recebeu o titulo de Professor Honorário. Foi assesssor da Presidência da Assembléia da ONU ao tempo da administração de Miguel d’Escoto Brockmann (2008-2009) e participa atualmente do grupo de reforma da ONU, especialmente quanto à Declaração Universal do Bem Comum da Terra e da Humanidade.
Die Menschheit wird von vielen Krisen geplagt: die Wirtschaftskrise, die die großen Banken in den zentralen Ländern zum Einsturz bringt, die politische Krise mit dem weltweiten Aufstieg rechter und rechtsextremer Politik, die Krise der Demokratien in fast allen Ländern, die Krise des Staates, der immer mehr bürokratisiert wird, die Krise des globalisierten Kapitalismus, der die Probleme, die er selbst geschaffen hat, nicht löst und eine Anhäufung von Reichtum in sehr wenigen Händen in einem Meer von Armut und Elend erzeugt, die ethische Krise, da die Werte der großen Tradition der Menschheit nicht mehr zählen, sondern das postmoderne anything goes, die Krise des Humanismus, weil in den sozialen Beziehungen Hass und Barbarei vorherrschen, die Krise der Zivilisation, die begonnen hat, eine autonome künstliche Intelligenz einzuführen, die Milliarden von Algorithmen artikuliert, Entscheidungen trifft, unabhängig vom menschlichen Willen, und damit unsere gemeinsame Zukunft gefährdet, die Gesundheitskrise, die die gesamte Menschheit aufgrund von Covid-19 getroffen hat, die ökologische Krise, die uns, wenn wir uns nicht um die Biosphäre kümmern, vor einer möglichen und endgültigen Tragödie des Lebens- des Erdsystems warnt. Hinter all diesen Krisen verbirgt sich eine noch größere Krise: die Krise des Geistes, die eine Krise des menschlichen Lebens auf diesem Planeten darstellt.
Geist ist jener Moment im bewussten Leben, in dem wir erkennen, dass wir zu einem größeren irdischen und kosmischen Ganzen gehören, dass wir einer mächtigen und liebevollen Energie ausgeliefert sind, die alle Dinge und uns selbst erhält. Wir haben die besondere Fähigkeit, mit ihr in Dialog zu treten und uns ihr zu öffnen, indem wir einen Sinn erkennen, der größer ist als alles, der alles durchdringt und der auf unseren Impuls der Unendlichkeit antwortet. Das Leben des Geistes (den die Neurologen als “Gott-Punkt” im Gehirn bezeichnen) wird durch den unreflektierten Wunsch, materielle Güter anzuhäufen, durch Konsumdenken, Egoismus und einen tiefen Mangel an Solidarität unterdrückt.
Nachdem die USA im August 1945 zwei Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki abgeworfen hatten, wurde uns bewusst, dass wir uns selbst auslöschen können. Dieses Risiko hat sich mit dem Wettrüsten erhöht, zu dem neun Nationen mit chemischen und biologischen Waffen und etwa 16.000 Atomsprengköpfen gehören. Der aktuelle Krieg zwischen Russland und der Ukraine hat Putin dazu veranlasst, mit dem Einsatz von Atomwaffen zu drohen, was die apokalyptische Angst vor dem Ende der menschlichen Spezies weckt.
Wie soll man unter diesen Umständen das größte Fest der Christenheit, Ostern, die Auferstehung des Gekreuzigten, Jesus von Nazareth, feiern? Die Auferstehung darf nicht als Wiederbelebung eines toten Körpers wie dem des Lazarus verstanden werden. Die Auferstehung stellt nach den Worten des heiligen Paulus den Einbruch des “novissimus Adam” (1Kor 15,45) dar, d.h. des neuen Menschen, dessen unendliche Virtualitäten, die in ihm vorhanden sind (wir sind ein unendliches Projekt), voll zum Vorschein kommen. Auf diese Weise erscheint sie als eine Revolution in der Evolution, eine Vorwegnahme des guten Endes des menschlichen Lebens. Der Auferstandene hat eine kosmische Dimension erlangt, hat die Welt nie verlassen und erfüllt das gesamte Universum.
In diesem Sinne ist die Auferstehung nicht die Erinnerung an eine Vergangenheit, sondern die Feier einer Gegenwart, die immer gegenwärtig ist, um uns Freude zu bringen, das sanfte Lächeln in der Gewissheit, dass der Tod des ermordeten Jesus von Nazareth, der Karfreitag, nur der Übergang zu einem Leben ist, das frei vom Tod ist und sich voll verwirklicht: die Auferstehung. Der düstere Horizont hat sich gelichtet und die Sonne der Hoffnung ist durchgebrochen.
Die Auferstehung steht nicht außerhalb des allumfassenden kosmogenetischen Prozesses. Im Gegenteil, sie ist eine neue Erscheinung der Kosmogenese und damit ihr universeller Wert, der über den Glaubenssprung hinausgeht. Die Auferstehung ist die Synthese der Dialektik, von der Hegel seine Dialektik übernommen hat, des Lebens (These), des Todes (Antithese) und der Auferstehung (Synthese). Dies ist das Ende von allem, das nun zu unserer Freude vorweggenommen wird. Es ist die wahre Genesis, nicht des Anfangs, sondern des bereits erreichten Endes.
Ich halte die Auferstehungs-Version des Evangelisten Markus für die realistischste und wahrste. Sie endet mit dem auferstandenen Jesus, der zu den Frauen sagt: “Geht und sagt den Aposteln und Petrus, dass er (der Auferstandene) vor euch nach Galiläa geht. Dort werdet ihr ihn sehen, wie ich es euch gesagt habe” (Mk 16,7). Und so endet es. Die berichteten Erscheinungen, so glauben die Gelehrten, sind eine spätere Ergänzung. Das heißt: Wir sind alle auf dem Weg nach Galiläa, um dem Auferstandenen zu begegnen.
Er selbst ist auferstanden, aber seine Auferstehung war noch nicht vollendet, während seine Brüder und Schwestern und die gesamte Natur noch nicht auferstanden waren. Wir sind auf dem Weg und warten auf den Auferstandenen, der sich noch nicht vollständig offenbart hat. Aus diesem Grund bleibt die Welt phänomenologisch dieselbe oder schlimmer, mit Kriegen und Momenten des Friedens, mit Güte und Perversität, als ob es keine Auferstehung als Zeichen der Überwindung dieser zweideutigen Realität gegeben hätte.
Doch nachdem Christus auferstanden ist, können wir nicht mehr traurig sein: Das gute Ende ist garantiert.
Frohe Ostern für alle, die diese Reise machen können, und auch für die, die es nicht können.
Many crises are plaguing humanity: the economic crisis bringing down the big banks in central countries, the political crisis with the worldwide rise of right-wing and extreme right-wing policies, the crisis of democracies in almost all countries, the crisis of the State more bureaucratized, the crisis of globalized capitalism that fails to solve the problems it itself created, generating an accumulation of wealth in very few hands in a sea of poverty and misery, the ethical crisis, as values of the great tradition of humanity no longer count, but the postmodern anything goes, the crisis of humanism because relations of hatred and barbarism prevail in social relations, the crisis of civilization that began to introduce autonomous artificial intelligence that articulates billions of algorithms, makes decisions, independently of the human will, putting our common future at risk, the health crisis that has hit all of humanity due to Covid-19, the ecological crisis that, if we do not take care of the biosphere, alerts us to a possible and terminal tragedy of the life-system and the -Earth. Behind all these crises there is an even greater crisis: the crisis of the spirit which represents a crisis of human life on this planet.
Spirit is that moment in conscious life when we realize that we belong to a greater whole, earthly and cosmic, that we are at the mercy of a powerful and loving Energy that sustains all things and ourselves. We have the specific faculty of being able to dialogue with it and open ourselves to it, identifying a Meaning greater than everything that permeates and that responds to our impulse of infinity. The life of the spirit (which neurologists call the “God point” in the brain) is buried by the irreflectable desire to accumulate material goods, consumerism, selfishness and a profound lack of solidarity.
After August 1945, the USA launching two nuclear bombs on Hiroshima and Nagasaki, we became aware that we can self-annihilate. That risk has increased with the arms race, including nine nations, with chemical and biological weapons and some 16,000 nuclear warheads. The current war between Russia and Ukraine made Putin threaten the use of nuclear weapons, bringing the apocalyptic fear of the end of the human species.
In this scenario, how to celebrate the greatest feast of Christendom which is Easter, the resurrection of the Crucified, Jesus of Nazareth? Resurrection must not be understood as the reanimation of a dead body like that of Lazarus. Resurrection, in the words of Saint Paul, represents the irruption of “novissimus Adam (1Cor 15,45), that is to say, of the new human being, whose infinite virtualities present in him (we are an infinite project) fully emerge. In this way it appears as a revolution in evolution, an anticipation of the good end of human life. The Risen One gained a cosmic dimension, never left the world and fills the entire universe.
In this sense, the Resurrection is not the memory of a past, but the celebration of a present, always present to bring us joy, the soft smile in the certainty that the murdered death of Jesus of Nazareth, Good Friday, is just a passage to a life, free from death and fully realized: the resurrection. The gloomy horizon cleared and the Sun of hope broke through.
Thinking in terms of the all-encompassing cosmogenic process, the resurrection is not outside of it. On the contrary, it is a new emergence of cosmogenesis and hence its universal value, beyond the leap of faith. Resurrection is the synthesis of the dialectic, from which Hegel took his dialectic, of life (thesis), of death (antithesis) and of resurrection (synthesis). This is the end of everything, now anticipated for our joy. It is the true genesis, not of the beginning, but of the end already reached.
I consider St. Mark’s version of the resurrection to be the most realistic and true. It ends with the risen Jesus, saying to the women: “Go tell the apostles and Peter that he (the Risen One) goes before you to Galilee. There you will see him as I told you” (Mk 16:7). And so it ends. The reported apparitions, scholars believe, would be a later addition. That is to say: we are all on our way to Galilee to meet the Risen One.
He personally rose, but his resurrection was not completed while his brothers and sisters and the whole of nature had not yet risen. We are on the way, waiting for the Risen One who has not yet fully revealed himself. For this reason, the world phenomenologically remains the same or worse, with wars and moments of peace, with goodness and perversity, as if there had not been resurrection as a sign of overcoming this ambiguous reality.
Even so, after Christ is risen, we can no longer be sad: the good end is guaranteed.
Happy Easter celebrations for all those who can make this journey and also for those who cannot.
Leonardo Boff wrote: The resurrection of Christ and ours in death, Orbis Books.NY1972 several editions.
Publicamos este texto -pesquisa que revela o escondido da Lava-Jato e mantido escondido pela grande imprensa empresarial e conservadora do Brasil. Foi preciso que pesquisadores estrangeiros pusessem esse escondido à luz e assim refutar tantas afirmações de jornalistas nacionais que não se comprometem com a verdade dos fatos mas servem aos interesses do grande sistema nacional em articulação com o imperial norte-americano. A verdade tem uma luz própria e desfaz a escuridão das más e maldosas interpretações que se tornaram dominantes. Foram desmascaradas. Leiam esse relatório de uma grande jornalista que vive em Paris. LBoff
RED 01/04/2023 •
De LENEIDE DUARTE-PLON*, de Paris
Jornalistas do Brasil fingem ignorar a ingerência dos Estados Unidos na Justiça brasileira
Os jornalistas brasileiros da “grande” imprensa reassumiram o papel de cães de guarda dos donos da mídia, do capital e dos interesses do “grande irmão do Norte”.
Não deram trégua.
O presidente Lula, o PT e os atos do novo governo são o alvo preferencial de críticas irracionais e recorrentes que nos dão uma cansativa impressão de déjà vu. É a reedição da ofensiva maciça nos dois mandatos anteriores. Os cães de guarda defendem em bloco a independência do Banco Central que mantém os juros mais elevados do planeta. E criticam o presidente em todas as suas iniciativas e falas.
Esta semana li que “a saúde mental do presidente preocupa”. “Segundo se comenta em Brasília, ele chora demais e diz coisas que não fazem sentido”, escreve um jornalista num jornal de Recife citando a colunista Eliane Cantanhêde, do Estadão e da Globo News, que, segundo ele, “conseguiu captar esse sentimento” de que algo não vai bem com o presidente.
O texto diz que Lula fez uma “acusação infundada” ao dizer que houve conluio do Departamento de Justiça dos EUA com a Lava Jato “para prejudicar as empresas brasileiras em licitações internacionais”.
Acusação infundada?
Cantanhêde teria comentado: “Uma história rocambolesca, sem pé nem cabeça, dessas que qualquer um pode lançar numa mesa de bar, numa roda de amigos, mas o presidente ?”
Cinismo ou desinformação da jornalista ?
Se é desinformação, vou aceitar o desafio e provar que o presidente tem razão.
Será que jornalistas que se vendem por salários milionários não leram o maior trabalho de investigação publicado na imprensa mundial sobre a Lava Jato? A reportagem Le naufrage de l’opération anticorruption Lava Jato au Brésil (O naufrágio da operação anticorrupção Lava Jato no Brasil), assinada por Gaspard Estrada e Nicolas Bourcier (ex-correspondente no Brasil) tinha quatro páginas inteiras e foi publicada no jornal Le Monde de 9 de abril de 2021. É um arquivo para a História.
O subtítulo diz : A maior operação anticorrupção da história do Brasil tornou-se seu maior escândalo judiciário. Após meses de investigação, Le Monde mostra o avesso desse cenário.
O melhor do que se fez como jornalismo investigativo sobre a Lava Jato foi um trabalho de meses de entrevistas e pesquisa em fontes americanas e brasileiras, inclusive a embaixada americana em Brasília, que teve papel central na arquitetura da Lava Jato, assim como o Departamento de Justiça e do Departamento de Estado dos Estados Unidos.
Alguns trechos que selecionei do texto de Bourcier e Estrada e que traduzo a seguir servirão para informar os distraídos. Le Monde levantou cada etapa da preparação das leis, das reformas sucessivas do Judiciário e o modus operandi elaborado pelo governo americano para desestabilizar o Brasil e influenciar na política interna sem deixar as digitais, como acontecia nas décadas de 1960 e 1970, com golpes de Estado para mudança de regime na América do Sul.
Meus comentários aparecem em negrito. O texto do Le Monde vem em itálico:
(…)
Sérgio Moro, que colabora ativamente com as autoridades americanas no contexto do caso Banestado, foi então procurado para participar de um programa de encontros, financiado pelo Departamento de Estado. Ele aceita. Uma viagem é organizada aos Estados-Unidos em 2007, durante a qual ele faz uma série de contatos no FBI, no Departamento de Justiça e no Departamento de Estado (Relações Exteriores).
A Embaixada americana procura aumentar sua influência. Para estruturar uma rede alinhada com suas orientações nos meios judiciários brasileiros, ela cria um posto de conselheiro jurídico ou « resident legal advisor ». A escolhida é Karine Moreno-Taxman, uma procuradora especializada na luta contra a lavagem de dinheiro e o terrorismo.
Desde 2008, esta especialista desenvolve o “Projeto Pontes” que, disfarçado de apoio às necessidades das autoridades judiciárias brasileiras, organiza formações que utilizam os métodos de trabalho americanos (grupos de trabalho anticorrupção), sua doutrina jurídica da delação premiada, bem como a vontade de compartilhar informação de maneira « informal », isto é, fora dos trabalhos bilaterais de cooperação judiciária. Ela ensina que é preciso correr atrás do « rei ». « A fim de permitir que o poder judiciário possa condenar alguém por corrupção, é necessário que o povo deteste esta pessoa ». « A sociedade deve sentir que esta abusou de seu cargo e exigir sua condenação.
Estava formalizada claramente a estrutura da maior campanha midiática nacional de demonização do ex-presidente Lula e do PT.
(…)
Sergio Moro participa do encontro como palestrante. Em dois anos, o trabalho de Karine Moreno-Taxman dá frutos : a embaixada constitui uma rede de magistrados e de juristas convencidos da pertinência do uso das técnicas americanas.
(…)
O magistrado de Curitiba é nomeado, no início de 2012, juiz-assistente de Rosa Weber, eleita para o Supremo Tribunal Federal. Esta, especialista do direito trabalhista, quer ter alguém com conhecimento de direito criminal para assessorá-la no julgamento final do “Mensalão”.
Sergio Moro redige, em parte, a decisão polêmica da juíza neste caso:
“Os delitos ligados ao poder são, por natureza, levando em conta a posição de seus autores, dificilmente demonstráveis por provas diretas, daí a maior elasticidade na aceitação das provas por parte da acusação”. Um precedente que será retomado ao pé da letra pelo juiz e pelos procuradores da Lava Jato no momento da acusação e da condenação de Lula.
A engrenagem começa em 2013. Os parlamentares brasileiros, que debatem o projeto de lei de luta anticorrupção há três anos, decidem começar o voto no mês de abril. Para agradar o grupo de trabalho da OCDE, eles incluem a maioria dos mecanismos previstos numa lei americana, que começa a ser comentada nos meios empresariais : a Foreign Corrupt Practices Act (FCPA).
(…)
Segundo o procedimento penal brasileiro, isto deveria determinar que um juiz dessa jurisdição se ocupe deste caso – e não Sérgio Moro. Mas o magistrado de Curitiba compreendeu os meandros do poder judiciário brasileiro. Sabe que dissimulando a localização das empresas de fachada ele poderá manter consigo as investigações. Sob a condição que as instâncias superiores permitam. E é o que vai acontecer, apesar dessa quebra das regras do procedimento legal.
(…)
Desde o mês de agosto de 2013, alguns juristas veem o perigo da aplicação da nova lei anticorrupção. Uma nota premonitória, publicada pela seriíssima banca de advogados americana Jonas Day, prevê que ela terá efeitos deletérios sobre a Justiça brasileira. Ele chama atenção para seu funcionamento “imprevisível e contraditório” devido a seu caráter “influenciável” sob o plano político, bem como a ausência de procedimentos de “aprovação de contrôle”. Segundo o documento, “cada membro do ministério público é livre de iniciar um caso em função de suas próprias convicções, com uma possibilidade reduzida de ser impedido por uma instância superior”.
No dia 29 de janeiro de 2014, a lei anticorrupção entra em vigor. No dia 17 de março, o grupo de trabalho « Lava Jato » é formalmente constituído pelo procurador geral da República, Rodrigo Janot. Para dirigi-lo, ele nomeia o procurador Pedro Soares, que é contrário a que o caso seja entregue a Sergio Moro já que os delitos de que é acusado Alberto Youssef não se deram em Curitiba. Ele será vencido. Soares será substituído por outro procurador, Deltan Dellagnol, 34 anos, que não somente será favorável a que Moro se ocupe do caso como se tornará o principal apoio do magistrado.
O texto do Le Monde se torna mais e mais explícito sobre o objetivo deste processo:
A fim de marcar seu apoio político às ações de luta contra a corrupção organizadas pelo governo, a Casa Branca publica uma “agenda global anticorrupção” em setembro de 2014. Está escrito que a luta contra a corrupção no estrangeiro (através da lei FCPA) pode ser utilizada com fins de política externa, a fim de defender os interesses da segurança nacional. Um mês mais tarde, Leslie Caldwell, na época procurador-geral adjunto do Departamento de Justiça, faz um discurso na universidade de Duke no qual torna clara esta orientação: “A luta contra a corrupção estrangeira não é um serviço que fornecemos à comunidade internacional mas sim uma medida de aplicação necessária para proteger nossos próprios interesses em matéria de segurança nacional e capacidade de nossas empresas americanas a serem competitivas em escala mundial.”
(…)
Abaixo vemos o quanto o presidente Lula está bem informado, contrariamente a jornalistas brasileiros :
No terreno sul-americano, os gigantes brasileiros da construção civil Odebrecht, OAS ou Camargo Correa, em plena expansão, entraram na mira das autoridades americanas. Não somente porque eles conquistam mais contratos que os americanos mas também porque participam da influência geopolítica do Brasil na América Latina e na África financiando, ilegalmente na maioria dos casos, as campanhas eleitorais de personalidades próximas do PT, dirigidas pelo consultor em comunicação do partido, João Santana. Apenas em 2012, o estrategista eleitoral (marqueteiro) financiado pela Odebrecht organiza três campanhas presidenciais na Venezuela, na República dominicana e em Angola, sem esquecer a eleição municipal de São Paulo. Todas foram vencidas pelos candidatos de Santana.
Por ocasião de uma conferência na sede do think tank Atlantic Council, em Washington, Kenneth Blanco, na época procurador-geral-adjunto do Departamento de Justiça declara que “o Brasil e os Estados-Unidos trabalharam juntos para obter provas e para construir os casos”. E que é “difícil imaginar uma cooperação tão intensa na história recente como esta entre o Departamento de Estado e os promotores brasileiros”.
Moro e sua equipe começam o ano de 2017 com confiança. Não que tenha, ele e sua equipe, conseguido provas definitivas contra Lula. – suas conversas privadas via Telegram atestam o contrário – mas antes porque sua influência política e midiática é tal que eles vão acumulando vantagem, desprezando, muitas vezes, os princípios mais elementares do direito.
(…)
Quando Lula foi condenado por “corrupção passiva e lavagem de dinheiro” dia 12 de julho de 2017, poucos jornalistas chamam a atenção para o fato que a sentença foi pronunciada “por fatos indeterminados”. O argumento foi no entanto enunciado explicitamente no documento de 238 páginas da sentença de Moro.
Nos anexos da condenação, o juiz esclarece que “jamais afirmou que os montantes obtidos pela empresa OAS graças aos contratos com a Petrobras foram usados para pagar vantagens indevidas ao ex-presidente”.
Outra coisa estranha reveladora do peso adquirido pela operação “Lava Jato” no poder judiciário brasileiro: a prisão do ex-presidente Lula, contrária à Constituição brasileira. O artigo 5 diz que nenhum cidadão pode ser encarcerado antes do final do processo. No entanto, sob intensa pressão da opinião pública conquistada pela operação “Lava Jato”, o STF mudou sua jurisprudência na matéria desde 2016. O pedido de habeas corpus dos advogados de Lula foi rejeitado por seis vozes contra cinco depois de um tweet do comandante do Exército ameaçando o Supremo Tribunal Federal de “assumir suas responsabilidades institucionais » na hipótese do voto em favor do ex-presidente.
(…)
Horas depois da decisão dos juízes, Sérgio Moro emite um mandado de prisão : Lula é preso dia 7 de abril. Ele não poderá concorrer à eleição presidencial de 2018. Enquanto o magistrado parece dominado pela arrogância, a máquina infernal é lançada. Jair Bolsonaro ganha a eleição presidencial com folga e nomeia aquele que eliminou Lula para dirigir o Ministério da Justiça. Do lado americano, festeja-se o fato de ter afastado os sistemas de corrupção instituídos pela Petrobras e pela Odebrecht, bem como suas capacidades de influência e de projeção político-econômica na América Latina.
Depois da eleição de Bolsonaro, a imprensa internacional não demora a criticar o “justiceiro de Curitiba”. Ela destaca sua incoerência ética fazendo aliança com um presidente de extrema-direita, membro durante décadas de um pequeno partido mais conhecido por numerosos casos de corrupção.
O juízes do Supremo Tribunal Federal, por outro lado, não escondem a estupefação quando descobrem em março de 2019 o acordo secreto entre os promotores da “Lava Jato » e seus pares do Departamento de Justiça. O juiz Alexandre de Moraes decide suspender a criação da fundação “Lava Jato” e colocar sob sequestro as centenas de milhões de dólares de multas pagas pela Petrobras.
(…)
O STF, por outro lado, reconhece o caráter inconstitucional da prisão de Lula. Ele é libertado dia 8 de novembro de 2019. O ex-presidente foi inocentado de sete das onze acusações contra ele (a promotoria recorreu em quatro casos). Lula deve ser ainda julgado em quatro casos que especialistas julgam sem grande importância.
(…)
Sergio Moro deixa o ministério da Justiça em abril de 2020. A elite política de Brasília lhe vira as costas e as pesquisas de opinião mudam. Ele viaja discretamente a Washington, onde reproduz o modelo das “revolving doors” essas passarelas que permitem aos ex-juízes do Departamento de Justiça que trabalharam em casos ligados ao FCPA de revender a grandes escritórios de advocacia a informação privilegiada obtida durante suas investigações e ganhar, assim, muito dinheiro. O anúncio é feito em novembro de 2020, em plena eleição municipal no Brasil. Descobre-se que o ex-pequeno juiz de Curitiba foi recrutado pelo escritório de advocacia Alvarez & Marsal. Uma agência especializada em conselho de negócios cuja sede, na capital federal, se encontra no 15 Shet NW, em frente ao Tesouro americano e a 200 metros da Casa Branca.
*Jornalista internacional. Co-autora, com Clarisse Meireles, de Um homem torturado – nos passos de frei Tito de Alencar (Editora Civilização Brasileira, 2014). Em 2016, pela mesma editora, lançou A tortura como arma de guerra – Da Argélia ao Brasil: Como os militares franceses exportaram os esquadrões da morte e o terrorismo de Estado. Ambos foram finalistas do Prêmio Jabuti. O segundo foi também finalista do Prêmio Biblioteca Nacional.
As opiniões emitidas nos artigos expressam o pensamento de seus autores e não necessariamente a posição editorial da Rede Estação Democracia.
La Tierra está cambiando de forma irreversible. Hemos entrado en un nuevo régimen climático mucho más caliente y amenazador. La ciencia y la técnica han llegado atrasadas. Sólo con lo acumulado en la atmósfera de gases de efecto invernadero se está trasformando el curso del planeta vivo. Los distintos saberes, desde los populares a los más científicos, apenas pueden disminuir los efectos dañinos. Pero estos vendrán con más frecuencia y más graves.
Si queremos continuar sobre este planeta tenemos que elaborar otro paradigma civilizatorio, amigable con la vida y en el que nos sintamos hermanos y hermanas de todos los demás seres vivos, como lo postula el Papa Francisco en la Fratelli tutti(2020). Pues con ellos tenemos el mismo código genético de base.
Dentro de este contexto se impone la urgencia de otro tipo de democracia: la socio-ecológica o la ecosocialista. Ella representaría la culminación del ideal democrático, exactamente en este momento en que constatamos un descenso grave de los ideales democráticos en un contexto de ascenso de movimientos autoritarios.Hay que añadir los peligros para la democracia y para la vida humana la inteligencia artificial que puede ser altamente destructiva o bien benevola, pero trabaja con millones y millones de algoritmos que ya no dependen de nuestro control.
Subyacente a ella está la idea originaria de toda democracia: todo lo que interesa a todos debe ser pensado y decidido por todos.
Hay una democracia directa en pequeñas comunidades o en un país como Suiza. Para agrupaciones sociales más grandes, se proyectó la democracia representativa. Como por lo general la controlan los poderosos, se propuso una democracia participativa en la cual los del piso de abajo pueden participar en la formulación y seguimiento de las políticas del país.
Avanzando más se creó una democracia comunitaria, vivida por los pueblos andinos, en la cual todos participan de todo dentro de una gran armonía ser humano-naturaleza. Es el “bien vivir y convivir”. Se vio que la democracia es un valor universal (N.Bobbio), practicado cotidianamente en la vida, en la familia, en las asociaciones y en la forma de organizar el estado. También es una democracia sin fin (Boaventura de Souza Santos), pues siempre pode ser perfeccionada y nunca está terminada. Ante la inminencia del riesgo de desaparición de la especie humana, todos, para salvarse, se unirían en torno a una superdemocracia planetaria (J.Attali).
Más o menos en esta línea deben ser pensadas y vividas las distintas formas de democracia. Los sobrevivientes de la gran transformación de la Tierra, estabilizando su clima medio en torno a los 38 grados centígrados o más, habrán de aplicar medidas drásticas. Como modo de supervivencia tendrán que incorporar nuevas formas de relación en armonía con la naturaleza y con la Madre Tierra. De ahí se pensó este tipo de democracia socio-ecológica. Es social por envolver a toda la sociedad. Es la gran propuesta del ecosocialismo, que no tiene nada que ver con el frustrado socialismo real ya desaparecido.
Esa democracia socio-ecológica o ecosocialista tiene como eje estructurador lo ecológico. No como una técnica para garantizar la sostenibilidad del modo de vida humana en los moldes del paradigma vigente del ser humano dominus=señor que está fuera y encima de la naturaleza, sino como frater= hermano y hermana, que es parte y está dentro de la naturaleza. La ecología sería pues un arte, un modo de convivencia tierna y fraterna con la naturaleza.
El modo de producción y las instituciones ya no obligarán a la naturaleza a adaptarse a los deseos humanos. Estos se adecuarán a los ritmos de la naturaleza, cuidando de ella, dándole reposo para que pueda regenerarse. El ser humano sentirá que es la propia naturaleza, de suerte que cuidando de ella estará cuidando de sí mismo.
La singularidad del ser humano, y esto ha sido comprobado por los neurólogos, genetistas, bioantropólogos y cosmólogos, es presentarse como un ser-nudo-de-relaciones, de amorosidad, de cooperación, de solidaridad y de compasión. Esto lo dijo James D.Watson en su libro ADN. El secreto de la vida (2005): el amor y la solidaridad pertenecen al código genético humano.
Tal singularidad aparece mejor cuando lo comparamos con los simios superiores, de los cuales nos diferenciamos solo en un 1,6% de carga genética. Ellos también tienen una vida societaria, pero se orientan por la lógica de la dominación y la jerarquización. Nosotros nos diferenciamos de ellos por la cooperación y por la comensalidad.
Hoy se admite que tanto la naturaleza como la Tierra son sujetos de derechos. Son los nuevos ciudadanos con los cuales debemos convivir amigablemente. La Tierra es una entidad biogeofísica, Gaia, que articula todos os elementos para continuar viva y producir toda la biodiversidad. En un momento avanzado de su evolución y complejización empezó a sentir, a pensar, a amar y a cuidar. Fue entonces cuando surgió el ser humano, hombre y mujer, que es la Tierra pensante y amante.
Si queremos sobrevivir juntos, esta democracia deberá ser una biocracia, una sociocracia, una geocracia y una cosmocracia, en una palabra, una democracia ecológico-social o ecosocialista. El tiempo urge. Debemos generar una nueva conciencia y prepararnos para los cambios que no tardarán en llegar.
¿Es una utopía? Sí, pero una utopía necesaria si todavía queremos vivir en este planeta.
*Leonardo Boff ha escrito con Jürgen Moltmann ¿Hay esperanza para la creación amenazada? Vozes 2014; Cuidar la Tierra-proteger la vida:cómo evitar el fin del mundo, Record 2010.