Die Planetisierung der Menschheit gegen Trumps „MAGA“

                                             Leonardo Boff  

Unsere Vorfahren (Hominiden) haben sich im Laufe der Evolution vor etwa 7-8 Millionen Jahren entwickelt. Der heutige Homo sapiens (und demens)mit seinem reflexiven Bewusstsein, seiner Intelligenz, seiner Liebesfähigkeit und seiner Sprache, von dem wir abstammen, ist erst vor 200.000 Jahren entstanden. Davor lebte er mehrere Millionen Jahre lang in Afrika. Unsere grundlegenden anthropologischen Strukturen, die unser Menschsein ausmachen, wurden dort entwickelt. Deshalb sind wir alle in irgendeiner Weise Afrikaner. Dann begann sie ihre große Ausbreitung über die ganze Welt, bis sie alle Räume der Erde besetzt hatte. Jetzt hat die große Reise zurück begonnen, damit sich alle in der gleichen gemeinsamen Heimat, dem Planeten Erde, treffen können. Eine neue Phase der Menschheit und der Erde hat begonnen, die planetarische Phase, die andere Globalisierung nennen. Erst im Jahr 1521, als Ferdinand Magellan und seine Seeleute die Weltumsegelung unternahmen, begann das kollektive Bewusstsein, dass die Erde rund ist und von überall aus erreicht werden kann. Die damaligen Mächte Portugal und Spanien begannen mit der Besetzung/Invasion von Afrika, Abya Yala und Teilen Asiens. Dies waren die ersten Schritte zur Planetisierung.

Diese Globalisierung hat zugenommen und nimmt heute viele Formen an. Man spricht von der ökonomisch-thyrannosaurischen Globalisierung, der menschlich-sozialen Globalisierung und der öko-zoischen-spirituellen Globalisierung. Die vorherrschende Form ist die wirtschaftlich-finanzielle, die ich als Dinosaurier-Phase bezeichnen würde, weil sie sich in einer gefräßigen Art und Weise vollzieht, die uns an Dinosaurier denken lässt, weil sie die Menschen unterdrückt und die Natur verschlingt. In der Tat handelt es sich um die Verwestlichung der Welt, ihrer Werte wie Demokratie, Menschenrechte, Wissenschaft und Technologie, aber auch ihrer Mängel wie Herrschsucht, Kampfgeist und Individualismus (Serge Latouche The Westernisation of the World, Vozes 1994).

Der Mensch hat noch nie allein gelebt. Der deutsche Denker Norbert Elias sah die Sozialität in „Subsistenzeinheiten“ (Der Prozess der Zivilisation,1959), deren Funktion es war, die Gruppe vor existenziellen Risiken zu schützen und gleichzeitig die Gewalt innerhalb der Gruppe und gegenüber externen Gruppen zu kontrollieren.

Diese „Subsistenzeinheiten“ haben sich historisch zu Städten, Metropolen und heute zu Megakonzernen und-mächten entwickelt, die über eine phantastische Wirtschaftskraft und eine militärische Macht verfügen, die in der Lage ist, mit ihren atomaren, chemischen und biologischen Waffen alles Leben zu vernichten. Wissenschaftler sehen in der Tödlichkeit von Atomwaffen sogar eine merkwürdige zivilisatorische Funktion im Sinne eines Schutzes vor einem endgültigen Krieg. „Ihre Nützlichkeit läge in ihrem Nicht-Einsatz“, weil sie die ‚Mutually Assured Destruction‘ (gegenseitigzugesicherte Zerstörung) vermeiden würde, so Stephen Mennel, in (Mike Featherstone (org,),Cultura global,Vozes 1994, S.389).

Die dringende Frage, die noch nicht gelöst ist, ist die Konstituierung einer demokratischen planetarischen governance. Die neue Tatsache, dass wir uns alle im selben gemeinsamen Haus befinden, erfordert ein plurales Gremium von Männern und Frauen, die alle Völker und Interessen vertreten, um über das Schicksal der Menschheit nachzudenken und vor allem um globale Lösungen für globale Probleme wie Covid-19, die zunehmende Erwärmung der Erde und die Zerstörung der Artenvielfalt zu finden.

Derzeit besteht ein Paradoxon: Einerseits werden die technischen, wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Zusammenhänge der Planetisierung, die Entdeckung des einzigen Gemeinsamen Hauses als unumkehrbare Tatsache, mit allen Mitteln überprüft und andererseits die Bewahrung von nationale Souveränitäten, die an sich überholt sind mit äußerst tödlichen Kriegen, um die Grenzen bestimmter Nationen zu gewährleisten. Das kollektive Bewusstsein, dass wir Planetenbürger sind und dass „Mein Heimatland die Erde“ ist, hat sich noch nicht gebildet. Hierin liegt die wahre Gefahr des Mantras von Präsident Donald Trump: „Make America Great Again“ (MAGA) oder des Aphorismus „America first“, der aber angeblich lautet: „Only America“. Wenn sich die mächtigste wirtschaftliche, technisch-wissenschaftliche und militärische Macht isoliert und ihre Verantwortung nicht wahrnimmt, um den ernsten Gefahren für das Leben und die Menschheit gemeinsam mit allen anderen zu begegnen, könnten sich die harten Worte des UN-Generalsekretärs António Gutérrez bewahrheiten: „Entweder wir handeln gemeinsam oder wir werden kollektiven Selbstmord begehen“. Edgar Morin hat im Alter von 93 Jahren zu Recht festgestellt: „Es bräuchte eine plötzliche und schreckliche Eskalation der Gefahr und das Eintreffen einer Katastrophe, um den für das Bewusstsein und die Entscheidungsfindung notwendigen elektrischen Schock auszulösen“ (Weltgesellschaft oder Imperium in der Außenpolitik Bd. 1, 2022 S. 85).

 Trump und unsere Nichtwählbaren sind notorische Leugner, die laut N. Chomsky in einem Museum des Bösen „einen besonderen Raum haben sollten“ (Wie kann man die Weltuntergangsuhr anhalten? Editora ICL 2023, S. 22).

         Derzeit stehen wir vor diesem Dilemma: Entweder wir finden einen dauerhaften Frieden zwischen allen und mit der Gemeinschaft des Lebens, oder wir könnten einen nuklearen Holocaust erleben, die Folge von Leugnung und Verantwortungslosigkeit. Wenn Mächte um die Vorherrschaft streiten, wie im Fall der USA, Russlands und Chinas, so sagen Wissenschaftler, endet das meist mit einem Krieg. Wenn es ein Atomkrieg ist, könnte es ein Krieg im Endstadium sein.

Ich möchte mich den Worten des Astronauten Sigmund Jähn bei seiner Rückkehr zur Erde anschließen: „Politische Grenzen wurden überschritten, und die Grenzen der Nationen wurden überschritten. Wir sind ein Volk, und jeder von uns ist für die Erhaltung des fragilen Gleichgewichts der Erde verantwortlich. Wir sind ihre Hüter und wir müssen uns um unsere gemeinsame Zukunft kümmern.“

Leonardo Boff Autor von: Cuidar da Terra: como evitar o fim do mundo,Vozes 2023.

Übersetzt von Bettina Goldhartnack

Por que chegamos à estarrecedora situação atual?

                                           Leonardo Boff

         É lugar comum afirmar que estamos no coração de uma grande crise de civilização. Ela não é regional mas global. Na verdade, ela encerra uma infinidade de outras crises, no econômico, no político, no ideológico, no educacional, no religioso e até no espiritual. Não sabemos o que nos espera. Temos mais e mais a consciência de que assim como  o mundo está, não pode continuar.O caminho atual nos está levando à beira de um precipício. Temos que mudar. É atribuída a Einstein a frase: “o pensamento que criou a crise atual não pode ser o mesmo que nos vai tirar dela”. Temos que definir um novo caminho.Como construí-lo para que seja realmente outro tipo de mundo?

O fato irrecusável é que há demasiado caos  destrutivo sem previsão de ser generativo.Há formas de desumanidade que ultrapassam tudo o que temos vivido e sofrido na história.Basta assistir ao genocídio que ocorre a céu aberto na Faixa de Gaza perpetrado por um Primeiro Ministro israelense, cruel e sem piedade, Benjamin Netanhyau, apoiado por um Presidente católico norte-americano e pela Comunidade Europeia que trai seus ideais históricos de direitos humanos, de liberdade e de democracia. Todos estes se fazem cúmplices do crime hediondo contra a humanidade. Sem esquecer que vigora uma nefasta onda de ódio, a negação da ciência e da verdade. Prevalece a ignorância e a linguagem grosseira e ofensiva. Esse anti-fenômeno se dá principalmente no Ocidente.

 Só o fato de 1% possuir a riqueza de mais da metade da humanidade, demonstra quão perverso, profundamente desigual e injusto é o cenário social mundial. Acresce ainda a emergência ecológica com a insustentabilidade do planeta Terra, velho e com recursos limitados que, em si, não suporta um crescimento ilimitado, obsessão das políticas sociais dos países.Esse processo extenuou, devido à superexploração, os biomas terrestres e está pondo em risco as bases naturais que sustentam a vida (Earth Overshoot). A  continuidade da aventura humana neste planeta não está assegurada. Bem escreveu o Papa Francisco em sua encíclica Fratelli tutti (2020):”Estamos todos no mesmo barco; ou nos salvamos todos ou ninguém se salva”. Tudo vem resumido pelo aquecimento global crescente, inaugurando, ao que parece, uma nova fase mais aquecida e perigosa da história da Terra e da humanidade.

Por que chegamos à atual situação ameaçadora que pode pôr em risco o futuro da vida humana e da natureza?

Há várias interpretações da situação funesta da atualidade.Não tenho a pretensão de ter uma resposta suficiente. Mas levanto uma hipótese, fruto de toda uma vida de estudo e de reflexão. Estimo que a nossa situação remonta lá atrás, há dois milhões de anos,quando surgiu o homo habilis, o ser humano que inventou instrumentos de intervenção nos ciclos da natureza. Até aí sua relação era de interação, sintonizando-se com os ritmos naturais e tomando o que sua mão alcançava. Agora, com o homo habilis ou faber começa a intervenção na natureza: a caça de animais e a derrubada de matas para um cultivo rudimentar.Depois de milhares de anos, levou avante a intervenção até chegar há 10-12 mil anos, no neolítico, com a agressão da natureza. Interferiu-se no curso dos rios, inaugurando a agricultura de irrigação e o manejo de inteiras regiões que implicava  mudanças nas relações com a natureza e já depredando-a.  Por fim, a partir da era do industrialismo e do modo moderno e contemporâneo de produção pela técnica, pela automação, pela robótica e pela inteligência artificial levou a um processo de destruição da natureza. Projetamos uma nova era geológica, a do antropoceno e seus derivados, o necroceno e o piroceno. Aí comparece o ser humano como o Satã da Terra.Transformou o jardim do Éden num matadouro,como denunciou o biólogo E.Wilson.Não se comportou como o anjo cuidador de todo o criado.

Esse processo histórico-social ganhou sua justificação teórica pelos pais fundadores da modernidade com Galileo Galilei, Descartes, Newton, Francis Bacon e outros. Para eles, o ser humano é “mestre e dono” da natureza. Não se sentia parte dela, mas estava fora e acima dela. A Terra até então tida como Magna Mater que tudo nos dá, passou a ser considerada como uma coisa inerte (res extensa), sem propósito, no máximo, um baú de recursos entregues ao uso e ao bel prazer do ser humano. O eixo orientador deste modo de ver o mundo  é a vontade de poder, como dominação do outro, dos povos, de suas terras (colonização), da classe operária, da natureza, da vida até o mínimo gene, da matéria até o pequeníssimo topquark. A serviço da dominação foi criada a ciência, não apenas como justo conhecimento teórico de como as coisas se estruturam mas como instrumento de dominação e de novos inventos.Ela foi logo apropriada pela vontade de poder,convertendo-a numa operação técnica para a transformação do mundo circundante. Com ela se moveu uma verdadeira guerra contra a Terra, sem chance de vencê-la, arrancando tudo dela em função do sonho de um crescimento ilimitado de bens materiais. Atacou-se a Terra em todos os níveis, tendo como consequência a devastação de praticamente os principais biomas, sem medir os efeitos colaterais. É o império da razão instrumental-analítica e tecnocrática. Não podemos deixar de apreciar os imensos benefícios que trouxe para a vida humana. Mas ao mesmo tempo criou o princípio de autodestruição com armas letais que podem liquidar toda a vida. A razão ficou irracional e enlouquecida.

Hoje chegamos ao ponto-limite de a Terra  se mostrar gravemente enferma. Como é um Super-Organismo vivo, Gaia, reage mando-nos eventos extremos: secas severas e nevascas rigorosas, uma vasta gama de vírus e bactérias, algumas letais, além de tufões, tornados, enchentes e terremotos.  Não estamos indo ao encontro do aquecimento global. Estamos já dentro dele. A ciência chegou atrasada, apenas pode alertar para a chegada de desastres e minorar seus efeitos danosos. Efetivamente, esta mudança climática ameaça perigosamente a vida de crianças e de idosos e põe sob grave risco o futuro do sistema-vida.

Acresce um dado nada desprezível. O despotismo da razão – o racionalismo – recalcou o que há demais humano em nós: nossa capacidade de sentir, de amar, de cuidar, de viver a dimensão dos valores como a amizade, a empatia, a compaixão, em fim, o mundo das excelências. Tudo isso era visto como empecilho para o olhar objetivo das ciências. Separou-se mente e coração, a razão intelectual e a razão sensível. Tal ruptura ocasionou profunda distorção dos comportamentos, ocasionando insensibilidade face ao drama dos milhões e milhões de pobres e miseráveis e a falta de cuidado para com a natureza e suas “bondades” como dizem os povos andinos.

Se quiséssemos resumir numa pequena fórmula a crise civilizacional diria: ela perdeu a justa medida, valor, presente em todas as tradições éticas da humanidade. Tudo é des-medido, o assalto à natureza, o uso da violência nas relações pessoais e sociais, as guerras sem qualquer medida de contenção, o predomínio des-medido da competição ao preço da cooperação, o consumo des-medido ao lado da fome canina de milhões, sem qualquer senso de solidariedade e de humanidade.

A seguir este projeto de civilização,calcado sobre o poder-dominação e somente sobre a razão instrumental e sem coração hoje mundializado, iremos fatalmente ao encontro de uma tragédia ecológico-social  a ponto de fazer o planeta Terra inabitável para nós e para os organismos vivos. Seria o nosso fim depois de milhões de anos sobre esse belo e ridente planeta. Não soubemos cuidá-lo para ser a Casa Comum de todos os humanos, a natureza incluída.

Mas como o processo da gênese do cosmos e da Terra não é linear, mas dá saltos para cima e para frente, pode ocorrer o inesperado. Face a um grande impacto ou catástrofe, pode torna viável uma transformação fundamental. Levaria a mudar a consciência coletiva da humanidade. Como disse o poeta alemão Hölderin (+1843):”Ai onde mora o perigo,cresce também o que o salva”. Esse salvamento significaria a mudança necessária de paradigma civilizatório e assim garantindo  o nosso futuro. Isso poderia representar a utopia possível e viável para a atual situação. Oxalá!

Leonardo Boff escreveu A busca da justa medida (2 vol), Vozes 2002/3; Cuidar da Casa Comum:pistas para evitar o fim do mundo, Vozes 2023.

La Madre Terra riserva spiacevoli sorprese

      Leonardo Boff

Fin dalla più remota antichità la Terra è sempre stata considerata una Madre che, insieme alle altre energie cosmiche, ci fornisce tutto ciò di cui la vita sul pianeta ha bisogno. I greci la chiamavano Gaia o Demetra, i romani Magna Mater, gli orientali Nana, gli andini Pachamama. Tutte le culture la consideravano un’entità super vivente che, per essere viva, produce e riproduce la vita.

Solo nella modernità europea, a partire dal XVII secolo, la Terra venne considerata come una “mera cosa estensiva”, (res extensa) senza scopo. La natura che la ricopre non ha valore in sé, ma solo quando è utile all’essere umano. L’essere umano non si considera parte della natura, ma il suo “signore e padrone”. E ha fatto di tutto con essa, senza alcun rispetto, alcune cose buone e altre letali. Questa audace modernità ha creato il principio della propria autodistruzione con armi che possono distruggere totalmente se stessi e la vita.

Lasciamo da parte questo modo funereo di abitare la Terra ecocida e geocida, per quanto minaccioso possa essere in qualsiasi momento. Lasciamoci sfidare (senza la pretesa di spiegare) gli ultimi eventi estremi accaduti: le grandi inondazioni nel sud del Brasile, in Libia e in Valencia in Spagna, il devastante terremoto in Marocco, gli incendi indomabili in Canada, nelle Filippine,nella Amazonia e nel Pantanal di Brasile e altrove.

In larga misura, nella comunità scientifica si sta creando un consenso (ad eccezione della politica e dei grandi oligopoli economici dominanti) sul fatto che la causa principale, non l’unica, è dovuta al cambiamento del regime climatico della Terra e ai limiti d’insostenibilità del pianeta. È il famoso Earth Overshoot: consumiamo più di quanto la Terra possa offrirci. E non si scalda nemmeno più.

Essendo un Super Essere vivente, reagisce inviandoci il riscaldamento globale, ondate di eventi estremi, terremoti, uragani, virus letali ecc. Siamo arrivati ​​a un punto in cui, se non invertiamo il processo devastante degli ecosistemi, potremmo andare incontro al nostro sterminio come specie umana. Gli ultimi fatti sono premonitori.

Da tutto bisogna trarre lezioni. Oggi sappiamo ciò che era negato alle generazioni precedenti, come funzionano le placche tettoniche che compongono il suolo della Terra. Conosciamo le sue pericolose crepe, quali placche possono essere in movimento. La conseguenza è che se costruiamo le nostre città e case su queste crepe, potrebbe arrivare un giorno in cui si verificherà uno spostamento o uno scontro delle crepe, producendo un terremoto con incalcolabili sacrifici umani e culturali. Eccole qui le opere del genio umano. La conseguenza che dobbiamo trarre oggi è che non possiamo costruire le nostre case e le nostre città su questi luoghi. Oppure dovremmo sviluppare tecnologie, come hanno fatto i giapponesi, che costruiscano edifici basati su metalli in grado di bilanciare l’intero edificio al punto da resistere ai movimenti sismici.

Qualcosa di simile vale per le grandi inondazioni di magnitudine travolgente. Sappiamo che tutti i fiumi hanno il loro letto dove scorre l’acqua. Ma la natura ha previsto che ai suoi bordi debbano esserci spazi abbastanza ampi da resistere alle inondazioni. Questi spazi fanno parte del letto esteso. Su di essi invano si costruiscono edifici e intere città. Quando arriva il diluvio, le acque reclamano il loro spazio in cui scorrono. Allora sopraggiungono le calamità come è acaduto nel Sud de Brasile. Consapevoli di questi dati, si impongono misure di contenimento o semplicemente di non consentire che in questi luoghi si costruiscano case, fabbriche e quartieri. In termini più radicali, queste parti della città devono trovare un altro luogo sicuro per evitare di essere danneggiate o distrutte.

Si tratta di conoscenze di cui i funzionari governativi e le autorità pubbliche devono tenere conto. Altrimenti, a causa di una mancanza di conoscenza che rasenta l’irresponsabilità si troveranno, di tanto in tanto, ad affrontare catastrofi che uccidono persone, distruggono case e rendono inabitabile una determinata regione.

Queste catastrofi appartengono alla storia della Terra. Siamo arrivati a conoscere 15 grandi estinzioni di massa. Una delle più importanti avvenne 245 milioni di anni fa quando si formarono i continenti (dall’unica Pangea). In quella occasione scomparve il 90% delle specie animali, marine e terrestri. La Terra ebbe bisogno di alcuni milioni di anni per ricostruire la sua biodiversità. La seconda maggiore estinzione di massa si verificò 65 milioni di anni fa, quando un asteroide lungo quasi 10 chilometri cadde nello Yucatan, nel sud del Messico. Ciò causò un immenso maremoto, con un grande volume di gas velenoso e una tenebre immensa che oscurò il sole impedendo così la fotosintesi e il 50% di tutte le specie morì. Le principali vittime furono i dinosauri che per 130 milioni di anni popolavano parte della Terra.

È curioso notare che, dopo ogni estinzione di massa, la Terra ha sperimentato una fantastica fioritura di nuove specie. Dopo quest’ultima apparvero soprattutto i mammiferi, dai quali noi stessi discendiamo. Ma misteriosamente iniziò anche una terza estinzione di massa. Quella attuale non è come le due precedenti avvenute di colpo. Essa avviene lentamente, attraverso diverse fasi, a partire dall’era glaciale 2,5 milioni di anni fa. Negli ultimi tempi si è constatata un’accelerazione di questa estinzione. Il regime di crisi climatica aumenta di giorno in giorno e gli eventi estremi si moltiplicano come abbiamo descritto. Siamo entrati in un allarme ecologico, pertanto, come ha detto severamente il Papa nella Fratelli Tutti: Siamo sulla stessa barca, o ci salviamo tutti o non si salva nessuno”.

Come dice Peter Ward, nel suo libro [pubblicato in Brasile] O fim da evolução” (Campus 1997): 100mila anni fa, un altro grande asteroide colpì la Terra, questa volta in Africa. Questo asteroide si chiama homo sapiens. In altre parole, è l’essere umano moderno che ha inaugurato l’antropocene, il necrocene e il pirocene. Se il rischio è grande, diceva un poeta tedesco, grande è anche la possibilità di salvezza. È in questo che spero e confido, nonostante le calamità sopra descritte.

Leonardo Boff, ha scritto O doloroso parto da Terra, Vozes  2021” e “Abitare la Terra”, Castelvecchi 2022.

(traduzione dal portoghese di Gianni Alioti)

La planetizzazione dell’umanità contro il “MAGA” di Trump

Leonardo Boff

I nostri antenati (ominidi) iniziarono il processo di evoluzione circa 7-8 milioni di anni fa. L’attuale homo sapiens, portatore di coscienza riflessa, di intelligenza, di capacità di amore e di linguaggio, da cui noi discendiamo, è emerso solo 200 mila anni fa. In precedenza, per diversi milioni di anni è vissuto in Africa. Lì si sono sviluppate le nostre strutture antropologiche di base che costituiscono la nostra umanità. Pertanto, in qualche modo, siamo tutti africani. Poi è cominciata la grande dispersione nel vasto mondo fino ad occupare tutti gli spazi terrestri. Ora si è iniziato il grande viaggio di ritorno affinché tutti si ritrovassero nella stessa Casa Comune, il pianeta Terra. Si è inaugurata una nuova fase dell’umanità e della Terra, la fase planetaria che altri chiamano globalizzazione. Solo nel 1521, quando Ferdinando Magellano e i suoi marinai effettuarono la circumnavigazione marittima, si diffuse la consapevolezza collettiva che la Terra è rotonda e può essere raggiunta da qualunque luogo. Le potenze dell’epoca, Portogallo e Spagna, iniziarono la loro occupazione/invasione dell’Africa, di Abya Yala e di parti dell’Asia. Furono i primi passi della mondialisazione.

Questa mondialisazione è cresciuta e si presenta oggi in molte forme. Si parla di globalizzazione economico-tirannosaurica, di globalizzazione umano-sociale e di globalizzazione ecozoico-spirituale. Quella predominante è l’economico-finanziaria, che chiamerei fase dei dinosauri, poiché si materializza in forma vorace che ci fa pensare ai dinosauri, poiché opprime gli esseri umani e divora la natura. In verità, si tratta della occidentalizzazione del mondo, con i suoi valori come la democrazia, i diritti umani, la scienza e la tecnologia e anche i suoi difetti come la volontà di dominio, il suo spirito bellicoso, il suo individualismo (Serge Latouche, L’occidentalizzazione del mondo, Bollati Boringhieri 1992).

Mai l’essere umano mai ha vissuto da solo. Il pensatore tedesco Norbert Elias vedeva la socialità nelle “unità di sussistenza” (Il processo di civilizzazione, 1959) la cui funzione era quella di garantire il gruppo dai rischi esistenziali e allo stesso tempo imporre il controllo sulla violenza, sia interna al gruppo che contro gruppi esterni. La convivenza solidale e il controllo della violenza sono alla base di ogni società e civiltà.

Queste “unità di sussistenza” si sono sviluppate storicamente in città, metropoli e oggigiorno in mega-corporazioni e potenze con un fantastico potere economico e un potere militare con la capacità di distruggere tutta la vita con le sue armi nucleari, chimiche e biologiche. Gli studiosi arrivano a vedere nella letalità delle armi nucleari una curiosa funzione civilizzatrice, nel senso di preservare la guerra che sarebbe definitiva. “La sua utilità starebbe nel non-impiego” poiché eviterebbe la “Distruzione Reciprocamente Assicurata” (Mutually Assured Destruction) nelle parole di Stephen Mennel, in (Mike Featherstone (org,), Cultura global, Voices 1994, p.389).

La questione urgente non ancora realizzata è la costituzione di una governance democratica planetaria. Il fatto nuovo, che tutti siano all’interno della stessa Casa Comune, esige un’istanza plurale di uomini e donne, rappresentanti di tutti i popoli e interessi per pensare al destino dell’umanità e, principalmente, incontrare soluzioni globali a problemi globali come il Covid-19, o l’attuale il crescente riscaldamento della Terra e la devastazione della biodiversità.

Attualmente si vive un paradosso: da un lato si verificano con ogni mezzo le interrelazioni tecniche, economiche, politiche e culturali della mondalisazione, la scoperta dell’unica Casa Comune, come fatto irreversibile, e dall’altro la preservazione delle sovranità nazionali, di per sé obsolete con guerre altamente letali per garantire i confini di determinate nazioni. Non si è formata la coscienza collettiva che siamo cittadini planetari e che “La mia Patria è la Terra”. Qui risiede il vero pericolo del mantra del presidente Donald Trump: “Make America Great Again” (MAGA) o dell’aforisma “America first” “l’America al primo posto”, ma che si traduce in: “Solo l’America”. Se la più potente potenza economica, tecno-scientifica e militare si isola e non assume la sua responsabilità di fronte ai gravi rischi che pesano sulla vita e l’umanità, insieme a tutti gli altri, potremo vedere realizzate le severe parole pronunciate recentemente dal Segretario Generale dell’ONU António Gutérrez: “O intraprenderemo un’azione collettiva o, allora, vivremo un suicidio collettivo”. Ha ben evidenziato Edgar Morin all’età di 93 anni: “Ci vorrebbe un’improvvisa e terribile escalation di pericolo, e l’arrivo di una catastrofe per costituire la scossa elettrica necessaria alla presa di coscienza e di decisione” (Sociedade-mundo ou império, em Politica Externa vol 1 del 2022 pag. 85). Trump e ex-presidente Jair Bolsonaro sono noti negazionisti che, secondo Noam Chomsky, in un museo del male “dovrebbero avere una stanza speciale per embrambi” (Como parar o relógio do Juízo final? Editora ICL 2023 p.22).

In questo momento ci troviamo di fronte a questo dilemma: o fondiamo una pace duratura tra tutti e con la comunità di vita oppure potremo conoscere un olocausto nucleare, conseguenza del negazionismo e dell’irresponsabilità umana. Quando le potenze si contendono l’egemonia, come nel caso di Stati Uniti, Russia e Cina, dicono gli studiosi, di solito si conclude con una guerra. Se fosse nucleare potrebbe essere la guerra terminale.

Faccio mie le parole dell’astronauta Sigmund Jähn, al ritorno sulla Terra: “Le frontiere politiche sono già state superate, anche le frontiere delle nazioni sono state superate. Siamo un unico popolo e ciascuno è responsabile per il mantenimento del fragile equilibrio della Terra. Noi ne siamo i guardiani e dobbiamo prenderci cura del nostro futuro comune”. Questa è la nostra sfida e responsabilità.

Leonardo Boff ha scritto Cuidar da Terra: como evitar o fim do mundo, Vozes 2023. (traduzione dal portoghese di Gianni Alioti)