Leiden mit den Leidenden: über die Aktualität des Mitgefühls

Leonardo Boff

Eine Decke des Leidens und des Schmerzes bedeckt die ganze von Covid 19 bedrdohte Menschheit. Die Kultur des Kapitals, in der wir leben, ist geprägt von Individualismus und einem schreienden Mangel an Kooperation. Als der Papst auf der italienischen Insel Lampeduza Hunderte von Afrikanern sah, die mit Booten aus Afrika ankamen und von der lokalen Bevölkerung nicht willkommen geheißen wurden, sagte er fast unter Tränen: “Unsere moderne Kultur hat uns des Mitgefühls für unsere Mitmenschen beraubt; wir sind unfähig geworden, zu weinen.

Es scheint, dass die Inflation der instrumentellen und analytischen Rationalität uns eine Art Lobotomie beschert hat: Wir sind unempfindlich gegenüber dem Leiden anderer geworden. Der aktuelle Präsident ist der tragischste Beweis für diese Gleichgültigkeit. Er hat noch nie ein Krankenhaus besucht, das überfüllt war mit Menschen, die mit Covid-19 infiziert waren und von denen viele zu Tode erstickt sind.

Die Pandemie ließ uns unsere tiefe Menschlichkeit entdecken: die Zentralität des Lebens, die gegenseitige Abhängigkeit aller, die Solidarität und die notwendige Fürsorge. Sie hat uns sensibler gemacht. Sie brachte das Mitgefühl zurück.

Mitgefühl ist die Fähigkeit, das Leiden des anderen zu spüren und zu teilen, ihm Worte der Hoffnung ins Ohr zu flüstern, eine Schulter anzubieten und zu sagen, dass man da ist, um zu kommen oder zu gehen, gemeinsam weinen zu können, aber auch um sich gegenseitig zu ermutigen.

Mitgefühl ist ein transkulturelles menschliches Gefühl. Es ist in allen Kulturen zu finden: Jeder beugt sich über den Gefallenen und verneigt sich vor der Würde des Leidens des anderen.

Vor einiger Zeit wurde ein altägyptisches Grab mit dieser Inschrift entdeckt, die voller Mitgefühl ist: “Ich war jemand, der die Klage der Witwe anhörte; ich war jemand, der über ein Unglück weinte und die Niedergeschlagenen tröstete; ich war jemand, der das Schluchzen des Waisenmädchens hörte und ihre Tränen abwischte; ich war jemand, der Mitleid mit einer verzweifelten Frau hatte.

Heute rufen uns die Angehörigen der Getöteten und Betroffenen von Covid-19, der bei seinen Opfern schwere Folgeschäden hinterlassen hat, dazu auf, diese bessere Seite unserer Menschlichkeit zu leben: das Mitgefühl. Der heilige Thomas von Aquin schrieb in seiner Summa Theologica, dass das Mitleid vorzüglicher ist als die Nächstenliebe; letztere ist auf den anderen gerichtet, das Mitleid auf den anderen, der leidet.

Aus der Quantenphysik, der modernen Kosmologie und der Bioanthropologie lernen wir, dass das Grundgesetz aller Dinge und des gesamten Universums nicht der Wettbewerb und der Triumph des Anpassungsfähigsten ist, sondern die Kooperation und Synergie aller mit allen. Auch das Kleinste und Schwächste hat das Recht zu leben, weil es seinen Platz unter allen Wesen hat und eine Botschaft in sich trägt, die von allen gehört werden muss. In diesem Bereich gilt auch das Mitgefühl unter allen anderen nicht-menschlichen Lebewesen.

Die folgende Legende wird über den heiligen Franziskus erzählt, der besonders barmherzig mit Aussätzigen war, mit dem Wurm, der kein Loch in den harten Boden der Straße machen konnte und der barmherzig genug war, ihn aufzuheben und ihn auf feuchte Erde zu setzen, oder mit dem abgebrochenen Zweig:

Er fand einen Jungen, der in einem Käfig Tauben trug, um sie auf dem Markt zu verkaufen. Er flehte ihn an: “Gutes Kind, gib mir diese bescheidenen und unschuldigen kleinen Tauben, damit sie nicht von den Menschen getötet und gegessen werden. Der Junge, berührt von der unschuldigen Liebe des Heiligen Franziskus, gab ihm den Käfig mit den Tauben. Flüsternd sagte der heilige Franziskus zu ihnen: “Meine lieben kleinen Schwestern, warum seid ihr so töricht und einfältig und habt euch einfangen lassen?

Seht, ich komme, um euch zu befreien. Er öffnete den Käfig. Anstatt herauszufliegen, setzten sie sich auf seine Brust und in seine Kapuze und wollten ihn nicht verlassen. Der heilige Franziskus nahm sie mit in die Einsiedelei und sagte zu ihnen: “Vermehrt euch, wie es euer Schöpfer will. Sie bekamen viele Küken. Sie verließen die Gesellschaft des heiligen Franziskus und der Mönche nicht, als wären sie ihre Haustiere. Sie hoben erst ab und flogen weg, als der heilige Franziskus sie segnete und sie gehen ließ.

Wie man sieht, ist Mitgefühl im Sinne des Buddhismus und Arthur Schopenhauers “Grundzüge der Moral” (1840), das auf unbegrenztem Mitgefühl für alle Wesen beruht, nicht nur für diejenigen wichtig, die derzeit leiden, sondern für die gesamte Schöpfung.

Lasst uns mit den inspirierenden Worten des Dalai Lama schließen: “Ob Sie an Gott glauben oder nicht, ob Sie an Buddha glauben oder nicht, selbst wenn Sie nicht mit Geld helfen können, ist es immer lohnenswert, moralische Unterstützung und Empathie auszudrücken. Dies sollte die Grundlage unseres Handelns sein. Ob wir es Religion nennen oder nicht, ist die geringste unserer Sorgen” (Logik der Liebe, 1998). Worauf es ankommt, ist Mitgefühl.

Leonardo Boff  Philosoph, Ökotheologe  und Autor von: “Prinzip Mitgefühl”, Herder, Freiburg 1999

Studio Tecnico d'ingegneria Ingg. Paolo Vozzo & Enrico Raiteri

Dentro le comunità, al servizio delle persone

Cambiamo paradigma? La fraternità al centro: L.Boff

di Daniele Rocchetti | venerdì 23 luglio 2021

Santalessandro.org

Forse ha ragione Bauman quando scrive: “Il vero problema dell’attuale stato della nostra civiltà è che abbiamo smesso di farci delle domande. Astenerci dal porre certi problemi è molto più grave di non riuscire a rispondere alle questioni già ufficialmente sul tappeto; mentre porci domande sbagliate troppo spesso ci impedisce di guardare ai problemi davvero importanti. Il prezzo del silenzio viene pagato con la dura moneta delle umane sofferenze. Porsi le questioni giuste è ciò che, dopotutto, fa la differenza tra l’affidarsi al fato e perseguire una destinazione, tra la deriva e il viaggio. Mettere in discussione le premesse apparentemente indiscutibili del nostro modo di vivere può essere considerato il più urgente dei servizi che dobbiamo svolgere per noi stessi e per gli altri”.  Per questo abbiamo bisogno di letture “divergenti” che aiutino – anche le nostre comunità ecclesiali – a guardare in profondità, a mettere in discussione l’ovvio, a chiedere fino a che punto la fede in Gesù Cristo è passione per l’uomo e per la storia, è cura del creato. Il libro di Leonardo Boff, pubblicato da poco da Castelvecchi, “Abitare la terra”, va in questa direzione. Boff, uno dei padri della teologia della liberazione, da sempre attento ai temi legati ad un’etica della “madre terra”, ha raccolto in un testo,a ampliandoli, i due splendidi contributi scritti nei mesi scorsi per il blog “Confini” (confini.blog.rainews.it:  È possibile la fraternità umana universale con tutte le creature? Fratelli tutti: la politica come tenerezza e gentilezza.)  Il volume è impreziosito da una robusta introduzione scritta da Pierluigi Mele, coordinatore del blog e giornalista di Rainews 24. Proprio a Pierluigi Mele, sapiente osservatore e interprete del tempo presente,  ho posto alcune domande relative ai temi del libro.

A quando risale la tua amicizia con Leonardo Boff?
Prima di rispondere alla tua domanda voglio che fin da giovane mi sono confrontato con il pensiero di Leonardo Boff e di altri teologi della liberazione. Infatti mi sono laureato  in scienze politiche proprio su questo tema. Per cui il terreno era già pronto. La nostra amicizia nasce a Bassano del Grappa, dove era stato invitato dall’Associazione Macondo per una conferenza. In quell’occasione lo intervistai per Rainews24. Da quel giorno il nostro rapporto si è intensificato con scambi di idee e di interviste. E questo ha creato una profonda sintonia.

Dove sta a tuo avviso il valore di questo libro?
Il valore del libro sta nel pensiero profondo di Leonardo Boff, un autentico maestro del pensiero contemporaneo. Insieme a Noam Chomsky e a Egdar Morin si colloca in alto tra gli intellettuali critici del sistema. Chi leggerà questo libro non resterà indifferente rispetto alla crisi planetaria che stiamo vivendo. Sono sicuro che produrrà una presa di coscienza positiva.

Boff riprendendo alcuni passi dell’enciclica Fratelli tutti parla del llberismo come di un idolo: un pensiero unico che pervade l’intero pianeta. La cosmologia della fraternità universale è praticabile o rischia di essere solo una pia e nobile intenzione?
Non è una pia intenzione. Come potrebbe esserlo di fronte ad una situazione apocalittica. La prospettiva si costruisce con il cambio radicale del nostro paradigma sociale dominante: nel pensiero e nellazione, mai come oggi siamo stati di fronte a unalternativa chiara: dobbiamo scegliere tra una cosmologia della dominazio­ne, della conquista, del potere, e una cosmologia della cura e della relazione e della fraternità  che implica «il riconoscimento del valore intrin­seco di ogni essere, anziché la sua mera utilizzazione da parte umana; il rispetto per lintera vita e per i diritti e la dignità della natura, invece del suo sfruttamento».Cioè è la rivoluzione paradigmatica del passaggio dal dominusal frater.

La pandemia ci ha mostrato l’insostenibilità del paradigma che ha legittimato questo modello di sviluppo. Eppure la ripartenza non pare all’insegna di un cambiamento..
La tua osservazione è giusta. Forse si potrebbe dire con Gramsci che il “vecchio mondo sta morendo e il nuovo mondo tarda a comparire”. I “padroni dell’umanità ” resistono (le grandi società multinazionali, il capitale finanziario). Fanno il “maquillage” al sistema. In questo è emblematico il “Great Reset”. Anche il “filantrocapitalismo” dei super-ricchi rientra in questa logica di perpetuazione del sistema neo liberista. Parliamo di quella fetta della popolazione mondiale che, secondo i dati Oxfam relativi al 2019, costituisce l1% più ricco sotto il profilo patrimoniale e che detiene più del doppio della ricchezza netta posseduta da 6,9 miliardi di persone.Il problema principale nasce dal fatto che diventate ricche, queste persone usano le leve della globalizzazione per incidere sulle regole della politica mondiale”. Puntano le aree deboli della governance globale, delle Nazioni Unite, per penetrarle lentamente e stabilirsi in posizioni di potere. Il nostro compito di cittadini militanti è quello di essere consapevoli di questo. Creare un processo di coscientizzazione nei confronti del sistema politico non solo italiano ma anche europeo. Si può creare davvero un processo di reversibilità di questa logica perversa. 

Papa Francesco si erge come uno dei pochi leader mondiali in grado di essere riconosciuto credibile anche fuori dal perimetro dei credenti. Questo rende però evidente il deficit di classe dirigente a tutti i livelli: politico, ecclesiale, associativo. Come è possibile e su cosa ripartire per mettere di nuovo in circolo pensieri e percorsi che possano incidere anche tra coloro che decidono e hanno posizioni di rilievo?
Dove iniziare? Qui il Papa ci da una indicazione di fondo,  che spesso ripete ai movimenti sociali: Non aspettatevi niente dall’alto poiché sarà sempre più o meno lo stesso o peggio; cominciate da voi stessi, siate i poeti del nuovo mondo”. Per questo suggerisce: “È possibile cominciare dal basso e caso per caso, lottare per ciò che è più concreto e locale, fino allultimo angolo della patria e del mondo” (n. 78). Dal locale si passa al regionale, dal regionale al nazionale e dal nazionale al mondiale (cf.147). Dedica lunghe riflessioni sull’economia e la politica, ma evidenzia: “la politica non deve sottomettersi alleconomia e questa non deve sottomettersi ai dettami e al paradigma efficientista della tecnocrazia” (n. 177). Fa una schietta critica al mercato che non possiede la soluzione a tutti i problemi della sussistenza umana, tanto meno nella sua dimensione globalizzata (c.n.168). La società sempre più globalizzata ci rende vicini, ma non ci rende fratelli” (n. 12). Crea appena  dei soci, ma non fratelli (n. 101). In questo senso occorre ricordare le proposte concrete, operative del Forum di Assisi sull’Economia di Francesco. Il nuovo paradigma della fraternità e dell’amore sociale si dispiega nell’amore nella sua realizzazione pubblica, nella cura dei più fragili, nella cultura dell’incontro e del dialogo, nella politica come tenerezza e gentilezza.

Nella tua introduzione, citi, tra gli altri, Giorgio La Pira ed Ernesto Balducci. Siamo figli di una stagione che ha avuto grandi testimoni che hanno mostrato come la fraternità evangelica possa diventare amore politico. Dove li rintracci oggi?

Bisogna essere chiari su questo punto: la comunità ecclesiale italiana in questi ultimi anni si è molto impoverita di leader e di pensiero “lungo”. Paga, a caro prezzo, la gelata ruiniana. Non è facile ricostruire. Lo sforzo di Papa Francesco di ridare ossigeno alla Chiesa italiana è titanico. Spero nel percorso sinodale. Spero davvero. La parola “fraternità” non mi sembra che sia all’ordine del giorno nella politica italiana. Poi se pensiamo, anche, che esiste una forza politica di estrema destra che si chiama “Fratelli d’Italia” (che deforma in senso nazionalistico il concetto di “fraternità”, riducendolo a una clava contro lo “straniero”) capisci quanto siamo lontani dalla fraternità evangelica. E la sinistra? La sinistra in questi anni è stata troppo timida. Ancora una volta si pone l’alternativa con la destra. Solo una coraggiosa politica di fraternità può far rinascere l’idea stessa di sinistra. Tu mi chiedi dove rintraccio oggi le idee di La Pira e Balducci. A livello politico in nessuno. A livello ecclesiale, secondo me,  in Sant’ Egidio , nella Caritas, nelle Acli (anche se hanno perso parecchio della loro capacità di profezia) e in Pax Christi.

Nel  libro vi sono parole molto belle sull’urgenza della speranza come virtù e come principio

Si è vero. Oggi abbiamo bisogno del “Principio Speranza”. Leonardo ha citato il grande filosofo tedesco della speranza Ernst Bloch.  Al riguardo vorrei concludere questa nostra conversazione con un pensiero di Charles Peguy. Come sappiamo Peguy definisce la Speranza come una “bambina irriducibile”. Che la descrive così: 

La Speranza ama ciò che sarà.
Nel tempo e per l’eternità.
Per così dire nel futuro dell’eternità.
La Speranza vede quel che non è ancora e che sarà.
Ama quel che non è ancora e che sarà.
Nel futuro del tempo e dell’eternità.
Sul sentiero in salita, sabbioso, disagevole.

“La Speranza ama quel che non è ancora e che sarà”. Allora il senso profondo del libro di Leonardo è proprio questo: un profondo atto di amore nell’umanità e nella sua capacità di intraprendere, con umiltà, un cammino di autentica fraternità. Facebook Twitter LinkedI

Pubblicato “Il mondo che verrà”, il dossier ISPI

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The worst is yet to come

                                          Leonardo Boff

The great floods that occurred in Germany and Belgium in July, the summer month of Europe, causing hundreds of victims, associated with an abrupt warming that in some places reached more than 50 degrees, forces us to think and make decisions in view of the Earth’s balance. Some analysts have gone so far as to say: the Earth has not warmed up; it has become, in some places, a furnace.

This means that dozens of living organisms cannot adapt and end up dying. Today, with the current warming that has grown by more than one degree Celsius in the last century, and if it reaches, as predicted, two degrees, about a million living species will be on the verge of disappearing after millions of years of living on this planet.

We understand the resignation and skepticism of many meteorologists and cosmologists who claim that we are too late in combating global warming. We are not meeting it. We are seriously in it. They argue, bleakly, that we have little to do, because carbon dioxide is already excessively accumulated, since it stays in the atmosphere for 100 to 120 years, aggravated by methane, 20 times more toxic, although it stays in the air for a short time. By general surprise, it has erupted, due to the melting of the polar ice caps and the parmafrost that runs from Canada through all of Siberia, and has increased global warming.

The intrusion of Covid-19, being planetary. forces us to think and act differently. It is clear that the pandemic is a consequence of the Anthropocene, that is, of the overly aggressive advance of the prevailing system, based on unlimited profit. It has exceeded the Earth’s bearable limits. Through deforestation à la Ricardo Salles/Bolsonaro, the cultivation of monocultures, and the general pollution of the environment, the virus’ habitat was destroyed. Not knowing where to go, they jumped to other animals, immune to the viruses, and from them they passed to us, who do not have this immunity.

It is worth thinking about the meaning of the fact that the entire planet has been affected, on the one hand making everyone equal, and on the other increasing inequalities because the vast majority cannot live in social isolation, avoiding conglomerations, especially in public transportation and in stores. It did not affect the other living beings, our domestic animals.

We must recognize: we humans were the ones targeted. Mother Earth, since the 70s of the last century, recognized as a living organism, Gaia, and by the UN (on April 22, 2009) truly approved as Mother Earth, has sent us a sign and a warning: “stop attacking all the ecosystems that make me up; I no longer have enough time to replenish what you take from me for a year and regenerate myself.

Since the current paradigm still considers the Earth as a mere means of production, in a utilitarian sense, they are not paying attention to her warnings. She, as a living super-orgnism, gives us unmistakable signs, as now, with the great floods in Europe, the excessive cold in the southern hemisphere, and the range of viruses already being sent (zica, ebola, chikungunya, and others).

Since we are hard-headed and there is a glaring absence of ecological awareness, we may find ourselves on a path of no return.

Curiously, as others have commented, “the prophets of neoliberalism are turning into promoters of the social economy because they realize, in the face of the current catastrophe, that it will no longer be possible to do the same as before, and that it will be necessary to return to social imperatives. The worst that could happen to us is to go back to the way things were before, full of perverse contradictions, enemy of the life of nature and indifferent to the fate of the great majority of the poor, and arming itself to the teeth with weapons of mass destruction, absolutely useless in the face of viruses.

We must necessarily change, overcome the old sovereignties that made other countries even hostile or subject to fierce competition. The virus has shown that the limits of nations do not count for anything. What really counts is the solidarity among all, and the care that we have for each other and for nature, so that, preserved, it does not send us even worse viruses. Now is the new era of the Common Home, within which the nations will be.

David Quamen, the great virus expert, left this warning: either we change our relationship with nature by being respectful, synergetic, and careful, or she will send us other viruses, perhaps one so lethal that our vaccines will not be able to attack them and will take a large part of humanity.

If we do not stop global warming and if we do not change our paradigm towards nature, we will see worse days ahead. If we can no longer stop the increase in global warming, with the science and technology that we possess, we can at least mitigate its deleterious effects and save as much of the planet’s immense biodiversity as possible.

As never before in history, our common destiny is in our hands: we must choose between following the same route that leads us to an abyss or change it and guarantee a future for all, more frugal, more supportive, and more caring for nature and our Common Home.

I have been repeating this lesson for 30 years now, and I feel like a prophet in the desert. But I fulfill my duty, which is that of all those who awakened one day.

Leonardo Boff is an ecophilosopher and has written Inhabit the Earth: the way to universal brotherhood coming out soon from Vozes; Covid-19, Mother Earth Strikes Back against Humanity, Vozes, 2020

Lo peor todavia esta por llegar

Leonardo Boff*

Las grandes crecidas que han ocurrido en Alemania y en Bélgica en julio. mes del verano europeo, causando cientos de víctimas, asociadas a una ola de calor abrupto que en algunos lugares ha llegado a más de 50 grados, nos obliga a pensar y a tomar decisiones con vistas al equilibrio de la Tierra. Algunos analistas han llegado a decir: la Tierra no solo se ha calentado; en algunos sitios se ha vuelto un horno. 

Esto significa que decenas de organismos vivos no consiguen adaptarse y acaban muriendo. Actualmente el calentamiento que tenemos subió en el último siglo más de un grado Celsius. Si llegase, como está previsto, a dos grados, cerca de un millón de especies vivas estarán al borde de su desaparición, después de millones de años viviendo en este planeta.

Entendemos la resignación y el escepticismo de muchos meteorólogos y cosmólogos que afirman que estamos llegando demasiado tarde a combatir el calentamiento global. No estamos yendo a su encuentro, estamos ya gravemente dentro de él. Argumentan, desolados, que es poco lo que se puede hacer, pues el dióxido de carbono ya está excesivamente acumulado, ya que permanece en la atmósfera de 100 a 120 años, agravado por el metano, 20 veces más tóxico, aunque permanezca poco tiempo en el aire. Para sorpresa general, este último irrumpió debido al deshielo de los cascos polares y del permafrost que va desde Canadá y atraviesa toda Siberia. Y hace crecer el calentamiento global. 

La irrupción de la Covid-19, por ser planetaria, nos obliga a pensar y a actuar de modo diferente. Es sabido que la pandemia es consecuencia del antropoceno, es decir, del excesivo avance agresivo del sistema imperante, basado en el lucro ilimitado. Él ha sobrepasado los límites soportables de la Tierra, por la deforestación al estilo de Ricardo Salles/Bolsonaro, por el cultivo de monoculturas y por la contaminación general del medio ambiente que han llegado a destruir el hábitat de los virus. Sin saber adónde ir, saltaron a otros animales, inmunes a sus virus, y de estos pasaron a nosotros, que no tenemos esa inmunidad. 

Vale la pena pensar lo que significa el hecho de que todo el planeta haya sido afectado, por un lado igualando a todos, y por otro aumentando las desigualdades, porque la gran mayoría no consigue mantener el aislamiento social, evitar las aglomeraciones, especialmente en el transporte colectivo y en las tiendas. No ha afectado a los demás seres vivos, nuestros animales domésticos.

Debemos reconocer que el objetivo éramos nosotros, los seres humanos. La Madre Tierra, reconocida desde los años 70 del siglo pasado como un organismo vivo, Gaia, y aprobada por la ONU (el día 22 de abril de 2009) como verdaderamente Madre-Tierra nos ha enviado una señal y una advertencia: “paren de agredir a todos los ecosistemas que me componen; ya no me están dando tiempo suficiente para que pueda reponer lo que me quitan durante un año y regenerarme”.

Como el paradigma vigente todavía considera a la Tierra como un mero medio de producción, en un sentido utilitarista, no está prestando atención a sus advertencias. Ella, como superorganismo vivo que es, nos da señales inequívocas, como ahora, con las grandes crecidas en Europa, el frío excesivo en el hemisferio sur y la gama de virus ya enviados (zica, ébola, chikungunya y otros).

Como somos cabezas duras y predomina una clamorosa ausencia de conciencia ecológica, podemos ir al encuentro de un camino sin retorno.

Curiosamente, como ya ha sido comentado por otros, “los profetas del neoliberalismo están transformándose en promotores de la economía social porque, ante la catástrofe actual, piensan que ya no será posible hacer lo mismo que antes y será necesario volver a los imperativos sociales”. Lo peor que nos podría suceder es volver a lo de antes, lleno de contradicciones perversas, enemigo de la vida de la naturaleza, indiferente al destino de las grandes mayorías pobres y armándose hasta los dientes con armas de destrucción masiva, absolutamente inútiles frente a los virus.

Tenemos forzosamente que cambiar, superar los viejos soberanismos que volvían a los otros países hostiles o sometidos a una feroz competición. El virus mostró que no cuentan para nada los límites de las naciones. Lo que realmente cuenta es la solidaridad entre todos y el cuidado de unos a otros y hacia la naturaleza, para que, preservada, no nos envíe virus todavía peores. Ahora es la nueva era de la Casa Común, dentro de la cual estarán las naciones.

David Quamen, el gran especialista en virus, dejó esta advertencia: o cambiamos nuestra relación con la naturaleza siendo respetuosos, sinergéticos y cuidadosos, o en caso contrario ella nos enviará otros virus, tal vez uno tan letal que nuestras vacunas no puedan atacarlo y se lleve a gran parte de la humanidad. 

Al no detener el calentamiento global y no cambiar de paradigma hacia la naturaleza, conoceremos días peores. Si no podemos detener ya el aumento del calentamiento global, con la ciencia y la técnica que poseemos, podemos por lo menos mitigar sus efectos deletéreos y salvar el máximo de la inmensa biodiversidad del planeta.

Como nunca antes en la historia, el destino común está en nuestras manos: debemos escoger entre seguir la misma ruta que nos lleva a un abismo o cambiar forzosamente y garantizar un futuro para todos, más frugal, más solidario y más cuidadoso con la naturaleza y la Casa Común.

Hace 30 años que repito esta lección y me siento un profeta en el desierto. Pero cumplo con mi deber que es el de todos los que despertaron un día. Debemos hablar y ahora gritar.

*Leonardo Boff, ecofilósofo, ha escrito Habitar la Tierra: vía para la fraternidad universal, que será publicado en breve por Vozes; Covid-19, la Madre Tierra contraataca a la Humanidad, Vozes 2020.

Traducción de Mª José Gavito Milano