Was könnte nach dem Coronavirus kommen

Viele sehen es jetzt klar: Nach dem Coronavirus wird es nicht mehr möglich sein, den Kapitalismus als Produktionsweise und den Neoliberalismus als politischen Ausdruck fortzusetzen. Der Kapitalismus dient nur den Reichen, für alle anderen ist er Fegefeuer oder Hölle, und für die Natur ist der Kapitalismus ein endloser Krieg.

Was uns jetzt rettet, ist nicht der Wettbewerb – der Hauptmotor des Kapitalismus – sondern die Zusammenarbeit. Nicht Individualismus – der kulturelle Ausdruck des Kapitalismus –, sondern die gegenseitige Abhängigkeit von allen und allem.

Aber wir kommen zum zentralen Punkt: Wir haben entdeckt, dass das Leben der höchste Wert ist, nicht die Anhäufung materieller Güter. Der Militärapparat, der in der Lage ist, das ganze Leben auf der Erde mehrmals zu zerstören, hat sich als lächerlich erwiesen, wenn er mit einem mikroskopisch kleinen unsichtbaren Feind konfrontiert wird, der die gesamte Menschheit bedroht. Könnte dies der nächste große (NBO) sein, den die Biologen fürchten, “das nächste große Virus”, das die Zukunft des Lebens zerstören wird? Das glauben wir nicht. Wir hoffen, dass die Erde weiterhin Mitgefühl für uns hat und dass sie uns nur eine Art Ultimatum stellt.

Das bedrohliche Virus kommt von der Natur, sodass soziale Isolation uns die Möglichkeit bietet, zu hinterfragen: wie war unsere Beziehung zur Natur und ganz allgemein zur Erde als Gemeinsames Zuhause, und wie sollte sie sein. Medizin und Technologie sind zwar sehr notwendig, aber nicht ausreichend. Ihre Funktion ist es, das Virus anzugreifen – es auszurotten. Aber wenn wir weiterhin die lebendige Erde angreifen, “unser Zuhause mit einer einzigartigen Gemeinschaft des Lebens”, wie es in der Präambel der Erdcharta heißt, wird sie zum Gegenangriff übergehen mit noch tödlicheren Pandemien, bis hin zu unserer Ausrottung.

Tatsächlich erkennt die Mehrheit der Menschheit und die Staatsoberhäupter nicht, dass wir uns bereits im sechsten Massenaussterben befinden. Bis jetzt fühlten wir uns weder als Teil der Natur noch als ihr bewusster Teil. Unsere Beziehung ist nicht wie die Beziehung, die man zu einem Lebewesen, Gaia, hat, das einen Wert an sich besitzt und respektiert werden muss, sondern nur eine der Nutzung, für unseren Komfort und unser Wohlbefinden. Wir beuten die Erde so heftig aus, dass 60 % des Landes erodiert sind sowie der gleiche Prozentsatz des tropischen Dschungels. Wir verursachen eine unglaubliche Vernichtung von Arten: zwischen 70-100.000 Arten sterben pro Jahr aus. Dies ist die gegenwärtige Realität des Anthropozäns und des Nekrozäns. Wenn wir so weitermachen, werden wir mit unserem eigenen Aussterben konfrontiert werden.

Wir haben keine andere Wahl, als, wie es in der päpstlichen Enzyklika “Über die Sorge des Gemeinsamen Hauses” heißt, eine “radikale ökologische Umkehr” zu vollziehen. In diesem Sinne ist das Coronavirus keine Krise wie andere Krisen, sondern die freundliche und fürsorgliche Forderung unserer Beziehung zur Natur. Wie können wir sie in einer Welt umsetzen, die sich der Ausbeutung aller Ökosysteme verschrieben hat? Es gibt noch keine ausgereiften Projekte. Weltweit sind Menschen am Forschen. Das Schlimmste, was uns passieren könnte, wäre, nach der Pandemie zu dem zurückzukehren, wie es vor der Pandemie war: Fabriken, die mit voller Geschwindigkeit produzieren, mit höchstens minimaler ökologischer Verantwortung. Wir wissen, dass sich die großen Konzerne miteinander abstimmen, um die verlorene Zeit und Gewinne auszugleichen.

Doch wir müssen erkennen, dass diese Umkehr nicht schnell, sondern nur schrittweise erfolgen kann. Als Emmanuel Macron, Präsident von Frankreich, sagte, “die Lehre aus der Pandemie war, dass es Waren und Dienstleistungen gibt, die nicht von den Kräften des Marktes abhängen dürfen”, provozierte er einen Ansturm Dutzender großer ökologischer Organisationen wie Oxfam, Attac u. a., die forderten, dass die 750.000 Millionen Euro, die die Europäische Zentralbank zum Ausgleich der Unternehmensverluste vorgesehen hatte, stattdessen für die soziale und ökologische Umstellung des Produktionsapparates in Richtung einer besseren Pflege der Natur bestimmt werden sollten sowie für mehr Gerechtigkeit und soziale Gleichheit. Logischerweise wird dies nur durch die Ausweitung der Debatte erreicht werden, indem alle Arten von Gruppen einbezogen werden, von der Beteiligung der Bevölkerung bis hin zu wissenschaftlichen Erkenntnissen, bis eine Überzeugung und kollektive Verantwortlichkeit entsteht.

Eines muss uns völlig bewusst sein: Wenn die globale Erwärmung zunimmt und die Weltbevölkerung zunehmend natürliche Lebensräume verwüstet und dies die Menschen den Tieren näherbringt, werden sie mehr Viren übertragen, gegen die wir Menschen nicht immun sein werden und für die wir zu neuen Wirten werden. So werden verheerende Pandemien entstehen.

Der wesentliche Punkt, der nicht ignoriert werden kann, ist die neue Sichtweise der Erde, nicht länger als ein Geschäftsplatz, dessen Meister (Dominus) wir darstellen, außerhalb der Erde und ihr übergeordnet, sondern als ein lebendiges Superwesen, ein selbstregulierendes und selbst schaffendes System, dessen bewusster und verantwortungsvoller Teil wir sind, zusammen mit den anderen Wesen als Brüder und Schwestern. Der Übergang vom Dominus (Besitzer) zu Bruder und Schwester erfordert eine neue Denkweise und ein neues Herz, das in der Lage ist, die Erde mit neuen Augen zu sehen und in unseren Herzen zu spüren, dass wir zu ihr und zu dem Großen Ganzen gehören. Dazu kommt das Gefühl der Inter-Retro-Beziehung aller mit allen und eine kollektive Verantwortung für die gemeinsame Zukunft. Nur so werden wir, wie die Erdcharta prognostiziert, “eine nachhaltige Lebensweise” und eine Garantie für die Zukunft des Lebens und der Mutter Erde erreichen.

Die gegenwärtige Phase des sozialen Abstandhaltens kann eine Art reflexiver und humanistischer Rückzug sein, um über solche Dinge und unsere Verantwortung ihnen gegenüber nachzudenken. Es drängt, und die Zeit läuft. Wir dürfen nicht zu spät dort ankommen.

Leonardo Boff Ökologe – Theologe – Philosoph, von der Erdcharta-Kommission

 

Franco Berardi:Covid-19 e a interrupção da cadeia do capitalismo financeiro

Todos procuram entender o que está acontecendo com a Terra e a Humanidade com o ataque do Covid-19. Talvez os filósofos mais que os economistas nos trazem mais luzes para entender as consequências desta epidemia e o que pode vir depois dela. Podemos conhecer o pior ou pode ocorrer a chande de um salto para o melhor. Para isso devemos melhorar nosso estado de consciência. E a meu ver urge alimentar o princípio esperança e uma espiritualidade da Mãe Terra. Leiamos esta instigante entrevista do filósofo italiano  Franco Berardi  publicada pelo IHU  de 21 de maio de 2020 pois nos coloca realisticamente diante desta alternativa: Lboff

“Covid-19 chega para interromper a cadeia do capitalismo financeiro”

Por: João Vitor Santos | Tradução: Luisa Rabolini | 21 Mai 2020

“Para prolongar o crescimento do capital nos últimos cinquenta anos, foram destruídos os recursos do planeta e as energias nervosas da humanidade. Agora, o Covid chega para interromper a cadeia do capitalismo financeiro. A partir disso não se sairá com nenhuma reforma, com nenhuma reestruturação, não se sairá com o investimento de somas, ainda que vultuosas, de dinheiro. O dinheiro não tem mais nada a ver”, afirma Franco Berardi, filósofo italiano, à IHU On-Line, na entrevista a seguir, concedida por e-mail. A tradução é de Luisa Rabolini.

Confira a entrevista.

IHU On-Line – Como o senhor compreende a crise gerada pela pandemia global? Quais os desafios para a compreendermos para além de uma crise de saúde, social e financeira?

Franco Berardi – Eu acredito que a pandemia abre algo diferente de uma crise. A crise é uma interrupção temporária da ordem que leva a uma nova configuração da mesma ordem. A pandemia Covid-19 não é uma interrupção, uma desestruturação provisória da ordem capitalista. É algo muito mais radical, não só pela sua intrínseca gravidade sanitária, mas porque está chegando no final da era moderna, dominada pela perspectiva da expansão econômica, geográfica, demográfica. A expansão se esgotou há pelo menos cinquenta anos, desde que o Clube de Roma publicou o Relatório sobre os limites do crescimento, e quando o capitalismo entrou na fase destrutiva do neoliberalismo.

O Covid chega para interromper a cadeia do capitalismo financeiro. A partir disso não se sairá com nenhuma reforma, com nenhuma reestruturação, não se sairá com o investimento de somas, ainda que vultuosas, de dinheiro – Franco Berardi

Para prolongar o crescimento do capital nos últimos cinquenta anos, foram destruídos os recursos do planeta e as energias nervosas da humanidade. Agora, o Covid chega para interromper a cadeia do capitalismo financeiro. A partir disso não se sairá com nenhuma reforma, com nenhuma reestruturação, não se sairá com o investimento de somas, ainda que vultuosas, de dinheiro. O dinheiro não tem mais nada a ver.

A história da expansão acabou e delineia-se a perspectiva da extinção. Só se soubermos sair do modelo de acumulação e reorganizar a sociedade em um princípio de frugalidade, de autonomia e de igualdade podemos superar o limiar apocalíptico da pandemia. Mas não me parece que a humanidade esteja culturalmente pronta para realizar essa passagem.

O dinheiro não tem mais nada a ver. A história da expansão acabou e delineia-se a perspectiva da extinção – Franco Berardi

IHU On-Line – Por que a superação da crise causada pela covid-19 passa pelo não retorno à antiga normalidade, como o senhor tem argumentado em seus textos?

Franco Berardi – A normalidade é a extração dos recursos do planeta, como o petróleo, para transformá-los em venenos que devastam a atmosfera e sufocam os pulmões dos seres humanos, tornando-os vulneráveis ​​a agentes virais, como o coronavírus de hoje e o que virá amanhã. A normalidade é o aumento da população além dos limites da sustentabilidade, é a exploração da mente humana que se manifesta na forma de psicose generalizada. Essa normalidade, que podemos chamar de crescimento econômico, capitalismo financeiro ou aceleração do ritmo da circulação de informações e produção, produziu a catástrofe atual. Mas também produziu os incêndios nas florestas australiana, californiana, amazônica e siberiana, o derretimento das geleiras, a asfixia causada pela poluição das cidades indianas e chinesas. Também produziu guerra contra os migrantes e disseminou o nacionalismo e o racismo entre a população branca aterrorizada.

IHU On-Line – Na atual conjuntura global, estamos mais para “autoritarismo tecnocrático” ou para uma mudança global?

Franco Berardi – Acredito que a hipótese mais provável para o futuro seja a de formas tecno-totalitárias, como aquelas que estão em avançada experimentação na China, que se ligam à militarização sanitária em larga escala. Isso é provável, quase inevitável. Mas aprendemos que o inevitável geralmente não se realiza, porque o que acontece é o imprevisível. Existe uma possibilidade, embora remota, quase impensável, de transição para um equilíbrio pós-global, pós-monetário, radicalmente igualitário e libertário. A tecnologia possibilita essa transição para uma forma de comunismo high tech, um comunismo fundado no uso pleno de recursos intelectuais e técnico-científicos no interesse da comunidade. Essa possibilidade existe, e o presente apocalipse revela a urgência de tal possibilidade. Mas é uma possibilidade que requer uma subjetividade cultural e política que não consigo ver no momento.

A hipótese mais provável para o futuro seja a de formas tecno-totalitárias, como aquelas que estão em avançada experimentação na China, que se ligam à militarização sanitária em larga escala – Franco Berardi

IHU On-Line – Qual sua avaliação sobre a forma como a vigilância vem sendo usada em países asiáticos como forma de frear os contágios?

Franco Berardi – A cultura confucionista, como sabemos, moldou uma percepção diferente da relação entre indivíduo e comunidade. Acredito que isso também esteja ligado às diferentes formas de aculturação, da escrita, da transmissão de saber que no mundo oriental tem caracteres não individualistas, como Bjung-Chul Han recentemente argumentou em seus artigos, nos quais explica por que os países orientais são favorecidos comparado aos países ocidentais onde o individualismo domina.

Existe uma possibilidade, embora remota, quase impensável, de transição para um equilíbrio pós-global, pós-monetário, radicalmente igualitário e libertário – Franco Berardi

Discursos sobre violações de direitos humanos na China não apreendem o ponto central: a China não é mais repressiva do que os Estados Unidos da América; é cultural, cognitiva e antropologicamente menos sensibilizada à individualização. E isso torna o povo chinês mais disposto a sofrer formas de controle total, tecno-totalitário. Talvez isso determine (parece-me que esteja determinando) um declínio no poder norte-americano e um aumento no poder econômico e político do sistema tecno-totalitário chinês. Mas é mais provável que esse desequilíbrio leve ao confronto militar e à guerra em breve.

IHU On-Line – O capitalismo se transformará depois dessa crise? No que consiste e como compreender tais transformações?

Franco Berardi – O capitalismo sempre muda, mas no final nunca pode mudar. Baseia-se na exploração ilimitada do trabalho humano, do saber coletivo e dos recursos físicos do planeta. Desempenhou sua função nos últimos quinhentos anos, possibilitou o enorme progresso da modernidade e o horror do colonialismo e da desigualdade.

Agora acabou. Só pode continuar acelerando a extinção do gênero humano, ou pelo menos (na melhor das hipóteses) a extinção do que conhecemos como civilização humana.

IHU On-Line – Em meio a toda crise, pandemia e desespero a consciência de classe despareceu? E que categorias emergem nesse contexto e podem nos ajudar a compreender o atual momento?

Franco Berardi – A fragilidade é a lição que poderia ajudar a sociedade a se libertar do sentimento de onipotência que gera o culto do crescimento econômico e da expansão. Mas a consciência da fragilidade não é suficiente, se não houver também consciência da possibilidade madura de uma sociedade igualitária. A consciência de classe é a consciência do poder do trabalho e da necessidade de emancipar o trabalho, ou melhor, a nossa atividade. Sem consciência de classe, ligada à consciência da fragilidade psicofísica do organismo humano, a extinção é a próxima aventura que enfrentaremos, mesmo que eu espere morrer a tempo de não a ver.

IHU On-Line – No que essa crise se difere das anteriores, como a de 2008, e o que muda na percepção das pessoas sobre o estado de crise?

Franco Berardi – A crise de 2008 foi uma crise totalmente interna ao ciclo econômico-financeiro.

Para remediar um desequilíbrio nas relações entre grandes agências financeiras e bancárias, o poder tirou enormes recursos da sociedade, empobreceu brutalmente a sociedade, os trabalhadores, as escolas públicas e o sistema de saúde, para transferir recursos para bancos e grandes agências financeiras.

Isso poderia ser feito e o fizeram. Foi o pior crime financeiro da história, arruinou países como a Grécia, destruiu o sistema de saúde, tornando a sociedade mais frágil e exposta ao ataque do vírus. Mas aquela não passou de uma crise da relação entre finanças e sociedade.

Agora, as finanças têm muito pouco a ver, e seu poder não pode mais fazer muito.

O capitalismo terminou de dominar o mundo, não domina mais nada e o mundo está agora em um estado de caos. Somente uma cultura igualitária e frugal, apenas uma desaceleração do ritmo psíquico pode curar o organismo humano – Franco Berardi

De fato, o apocalipse atual nasceu da explosão do agente biológico viral no circuito da informação, da psique coletiva e da economia, quando a infosfera já estava sobrecarregada, a psique coletiva no limite do colapso nervoso e a economia em um estado de inevitável estagnação.

O dinheiro não pode fazer muito contra a infecção, não pode fazer nada contra o colapso nervoso. O capitalismo terminou de dominar o mundo, não domina mais nada e o mundo está agora em um estado de caos. Somente uma cultura igualitária e frugal, apenas uma desaceleração do ritmo psíquico pode curar o organismo humano.

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Arthur Soffiati:Conceitos transdisciplinares

Arthur Soffiati  já conhecido deste blog, um excelente ecologista que vive em
Campos dos Goytacazes- RJ. Ele prima pela simplicidade e clareza dos conceitos. Neste artigo nos ajuda a entender aquilo sobre o qua tanto se fala: a transdisciplinariedade. Oferece vários exemplos que ilustram as maneiras como este conceito é usado. Lboff

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Certos conceitos oriundos das chamadas ciências naturais e sociais têm caráter transdisciplinar, ou seja, podem transitar de um campo do conhecimento a outro, como demonstrou Isabelle Stengers num estudo pouco conhecido entre nós (D’une science à l’autre: des concepts nomades. Paris: Du Seuil, 1987).

O emprego deles numa abordagem transdisciplinar não é ecletismo. Os cientistas sociais, sobretudo, olham de través os pensadores que empregam conceitos de vários campos do conhecimento por entenderem que eles são propriedade de cada campo do saber. O raciocínio transdisciplinar cria um supercampo de conhecimento em que ele se movimenta.

Modo de produção, dasafio-resposta, estratégia e táticas, lugar e risco são conceitos eminentemente transdisciplinares. Com exceção de modo de produção, proposto por Marx, os de desafio-resposta empregado por Toynbee, estratégia e táticas, usado por Michel de Certeau, lugar, do geógrafo Yi-fu Tuan, complexidade, de Edgar Morin, e risco, do sociólogo Ulrich Beck, são conceitos que servem às ciências sociais e às ciências naturais, podendo também viajar no tempo.

Toda sociedade humana vive num modo de produção. As sociedades animais não. Mas todos os viventes respondem a desafios impostos pela natureza ou pela sociedade, externa ou internamente, de acordo com suas capacidades. Todos os seres vivos criam táticas, mesmo os mais simples, para se movimentar dentro dos limites das estratégias impostas pelo forte. Não apenas o ser humano cria lugares, ou seja, transforma o espaço de acordo com suas necessidades. O próprio Tuan rabiscou algumas linhas sobre os lugares criados pelos vivos não-humanos, mas não foi adiante. Sustento que não há espaço vazio na Terra, seja nos oceanos, seja nos continentes, seja na superfície, seja nas profundezas das fossas abissais. Pelo visto, na Lua e em Marte não há lugar. Contudo, as pesquisas mais recentes suspeitam de seres vivos no passado de Marte. Então, houve lugar por lá.

Morin diz que não há sistemas simples e sistemas complexos. O que há é modo simples de abordar a complexidade. Numa entrevista, o conhecido escritor judeu-francês declarou: “Nós, todos os seres humanos, somos animais que preferem as coisas simples. Mas as coisas não são simples. São sempre complexas.” Entre animais e humanos, em todos os tempos, existem riscos. As formigas são bastante organizadas em suas sociedades. A saúva apresenta risco para as lavouras e as formigas de correição africanas e amazonenses apresentam risco para o próprio corpo do ser humano. Contudo, elas correm o risco de serem devoradas por tamanduás, além de outros riscos.

As sociedades paleolíticas eram complexas, contudo menos complexas que as neolíticas e as civilizações. Todas as três enfrentaram e enfrentam riscos provenientes do exterior e do próprio interior. O ataque de animais e de outros grupos humanos representaram riscos para grupos paleolíticos. Os riscos se tornam mais frequentes e mais intensos quanto mais as sociedades se tornam mais complexas.

Dentro do modo de produção feudal, nasceu o modo de produção capitalista, por vota do século XI. Nos primórdios, existiam riscos que podiam inviabilizá-lo. Até mesmo riscos climáticos. Mas havia também oportunidades para seu crescimento. A Peste Negra, no século XIV, pode ter conduzido a um conservadorismo nos costumes e nas artes, mas impulsionou a economia no século seguinte, levando à expansão marítima do mundo europeu. A navegação oferecia vários riscos. Quanto mais as caravelas circulavam, mais o risco de naufrágios. As epidemias que assolaram os povos nativos da América e da Oceania levaram a eles o forte risco de contaminação e morte.

O capitalismo foi se expandindo e enfrentando riscos nesse processo. A guerra entre os países imperialistas era um risco de grande magnitude, assim como a resistência de povos com economia forte, como a China. As crises econômicas, as revoltas e revoluções, as reviravoltas políticas ofereciam riscos à economia capitalista. Pelo entendimento de Toynbee, cada problema enfrentado pelo capitalismo representou um desafio em nível local, regional e mundial, como as duas grandes guerras. Para Edgar Morin, o sistema capitalista tornou-se cada vez mais complexo. Para Certeau, as estratégias quase intransponíveis impostas pelos fortes levaram os fracos a desenhar itinerários também complexos de sobrevivência.

Agora, o grande desafio, o grande risco enfrentando pela hipercomplexa economia capitalista globalizada é a grande pandemia causada pelo Covid-19. Não se podia prever com certeza que a humanidade seria surpreendida por uma pandemia, mas ela não podia ser descartada, assim como os efeitos mais profundos das mudanças climáticas e dos regimes populistas reacionários. Num modo de produção como o capitalista em fase de alta complexidade; nos lugares que ele cria, deve-se contar com a imprevisibilidade e a incerteza, com desafios fortes e com riscos que podem emergir do todos os cantos.

El post-coronavírus: qué cosmologia y qué virtudes assumir?(IV)

Este modo de vida sostenible propuesto por la Carta de la Tierra se traduce en prácticas virtuosas que hacen real este proposito. Son muchas las virtudes para otro mundo posible. Seré breve, ya que publiqué tres volúmenes con este mismo título “Virtudes para otro mundo posible” (Sal Terrae 2005-2006). Enumero 10 sin detallar su contenido, lo que nos llevaría lejos.

           Virtudes de otro mundo posible y necesario

La primera es el cuidado esencial. Lo llamo esencial porque, según una tradición filosófica que proviene de los romanos, cruzó los siglos y adquirió su mejor forma con varios autores, especialmente en el núcleo central de Ser y Tiempo de Heidegger. En él se considera el cuidado como la esencia del ser humano. Es la condición previa para el conjunto de factores que permiten el surgimiento de la vida. Sin cuidado, la vida nunca irrumpiría ni podría sobrevivir. Algunos cosmólogos como Brian Swimme y Stephan Hawking vieron el cuidado como la dinámica misma del universo. Si las cuatro energías fundamentales no tuvieran el cuidado sutil de actuar sinérgicamente, no tendríamos el mundo que tenemos. Todo ser vivo depende del cuidado. Si no hubiésemos tenido el cuidado infinito de nuestras madres, no sabríamos cómo salir de la cuna y buscar nuestro alimento, ya que somos seres biológicamente carentes, sin ningún órgano especializado. Necesitamos el cuidado de otros. Todo lo que amamos también lo cuidamos y todo lo que cuidamos, lo amamos. Con respecto a la naturaleza significa una relación amistosa, no agresiva y respetuosa de sus límites.

La segunda virtud es el sentimiento de pertenencia a la naturaleza, a la Tierra y al universo. Somos parte de un gran Todo que nos desborda por todos los lados. Somos la parte consciente e inteligente de la naturaleza, somos esa parte de la Tierra que siente, piensa, ama y venera. Este sentimiento de pertenencia nos llena de respeto, de asombro maravillado y de acogida.

La tercera virtud es la solidaridad y la cooperación. Somos seres sociales que no sólo viven, sino que conviven con otros. Sabemos por la bioantropología que fue la solidaridad y la cooperación de nuestros antepasados antropoides la que, al buscar alimentos y traerlos para el consumo colectivo, les permitió dejar atrás la animalidad e inaugurar el mundo humano.Las varias ciencias de la vida, la psicologia evolutiva,las neurociencias, la cosmogénesis, la ecología y otras han confirmado el caracter esencial de la cooperación y de la solidaridad. Hoy, en el caso del coronavirus, lo que nos está salvando es la solidaridad y la cooperación de todos con todos.No son los valores axiales del capitalismo: la competencia y el individualismo. Esta solidaridad debe comenzar por los últimos e invisibles, sin los cuales deja de ser inclusiva de todos.

La cuarta virtud es la responsabilidad colectiva. Ya hemos expuesto su significado más arriba. Es el momento de la conciencia en el que cada uno y toda la sociedad se dan cuenta de los efectos buenos o malos de sus decisiones y actos. Sería absolutamente irresponsable la deforestación descontrolada de la Amazonia porque desequilibraría el régimen de lluvias de vastas regiones y eliminaría la biodiversidad indispensable para el futuro de la vida. No necesitamos referirnos a una guerra nuclear cuya letalidad eliminaría toda la vida, especialmente la humana.

La quinta virtud es la hospitalidad como deber y como derecho. El primero en presentar la hospitalidad como un deber y un derecho fue Immanuel Kant en su famoso texto “En vista de la paz perpetua” (1795). Entendía que la Tierra es de todos, porque Dios no le dio la propiedad de ninguna parte de ella a nadie. Ella pertenece a todos los habitantes, que pueden caminar por todas partes. Cuando se encuentra a alguien, es el deber de todos ofrecer hospitalidad, como signo de pertenencia común a la Tierra, y todos tenemos derecho a ser acogidos, sin distinción alguna. Para Kant, la hospitalidad junto con el respeto de los derechos humanos constituirían los pilares de una república mundial (Weltrepublik). Este tema es de mucha actualidad dado el número de refugiados y las muchas discriminaciones de diferentes clases. Tal vez sea una de las virtudes más urgentes en el proceso de planetización, aunque una de las menos vividas.

La sexta virtud es la convivencia de todos con todos. La convivencia es un hecho primario porque todos venimos de la convivencia que tuvieron nuestros padres. Somos seres de relación, que es lo mismo que decir, no vivimos simplemente, sino que convivimos a lo largo del tiempo. Participamos de la vida de los demás, de sus alegrías y angustias. Sin embargo es difícil para muchos convivir con aquellos que son diferentes, ya sea de etnia, de religión, de partido político. Lo importante es estar abierto al intercambio. Lo diferente siempre nos trae algo nuevo que nos enriquece o nos desafía. Lo que nunca podemos hacer es convertir la diferencia en desigualdad. Podemos ser humanos de muchas maneras diferentes, a la manera brasileña, italiana, japonesa, yanomami. Cada manera es humana y tiene su dignidad. Hoy, a través de los medios de comunicación cibernéticos, abrimos ventanas a todos los pueblos y culturas. Saber convivir con estas diferencias abre nuevos horizontes y entramos en una especie de comunión con todos. Esta convivencia implica también a la naturaleza, convivir con los paisajes, con los bosques, con los pájaros y los animales. No sólo para mirar el cielo estrellado, sino para entrar en comunión con las estrellas, porque de ellas venimos y formamos un gran Todo. En definitiva, formamos una comunidad de destino común con toda la creación.

La séptima virtud es el respeto incondicional. Cada ser, por pequeño que sea, tiene valor en sí mismo, independientemente del uso humano. Albert Schweitzer, gran médico suizo que fue a Gabón, en África, para atender a los hansenianos, desarrolló el tema en profundidad. Para él el respeto es la base más importante de la ética, porque incluye la acogida, la solidaridad y el amor. Debemos empezar por el respeto a nosotros mismos, manteniendo actitudes dignas y formas que despierten el respeto de los demás. Es importante respetar a todos los seres de la creación, porque ellos valen por sí mismos; existen o viven y merecen existir o vivir. Es especialmente valioso el respeto ante toda persona humana, pues es portadora de dignidad, de sacralidad y de derechos inalienables, sin importar de dónde provenga. Debemos un respeto supremo a lo sagrado y a Dios, el misterio íntimo de todas las cosas. Sólo ante Él podemos arrodillarnos y venerar, pues sólo ante Él cabe esta actitud.

La octava virtud es la justicia social y la igualdad fundamental de todos. Justicia es más que dar a cada uno lo que es suyo; entre los humanos, la justicia es el amor y el mínimo respeto que debemos dedicar a los demás. La justicia social es garantizar lo mínimo a todas las personas, no crear privilegios, y respetar sus derechos en pie de igualdad, porque todos somos humanos y merecemos ser tratados humanamente. La desigualdad social significa injusticia social y, teológicamente, es una ofensa al Creador y a sus hijos e hijas. Tal vez la mayor perversidad que existe hoy en día sea la que deja a millones de personas en la miseria, condenadas a morir antes de tiempo. En este tiempo de coronavirus, se ha demostrado la violencia de la desigualdad social y la injusticia. Mientras algunos pueden vivir en cuarentena en casas o apartamentos adecuados, la gran mayoría de los pobres están expuestos a la contaminación y a menudo a la muerte.

La novena virtud es la búsqueda incansable de la paz. La paz es uno de los bienes más ansiados, porque, por el tipo de sociedad que construimos, vivimos en permanente competencia, con llamadas al consumo y a la exaltación de la productividad. La paz no existe en sí misma, es la consecuencia de valores que deben ser vividos previamente y que dan como resultado la paz. Uno de las formas más acertadas de comprender la paz nos viene de la Carta de la Tierra, donde se dice: «La paz es la plenitud que resulta de las relaciones correctas con uno mismo, con otras personas, con otras culturas, con otras vidas, con la Tierra y con el Gran Todo del cual somos parte» (n.16 f). Como se puede ver, la paz es la consecuencia de relaciones adecuadas y el fruto de la justicia social. Sin estas relaciones y esta justicia sólo conoceremos una tregua, nunca una paz permanente.

La décima virtud es el cultivo del sentido espiritual de la vida. El ser humano tiene una exterioridad corporal mediante la cual nos relacionamos con el mundo y con las personas y tenemos también una interioridad psíquica donde se anidan, en la estructura del deseo, nuestras pasiones, los grandes sueños, y nuestros ángeles y demonios. Debemos controlar estos últimos y cultivar amorosamente los primeros. Sólo así podremos disfrutar del equilibrio necesario para la vida.

Pero también poseemos una profundidad, esa dimensión en la que residen los grandes interrogantes de la vida: ¿quiénes somos, de dónde venimos, a dónde vamos, qué podemos esperar después de esta vida terrenal? ¿Cuál es la Energía Suprema que sostiene el firmamento y mantiene nuestra Casa Común alrededor del Sol y la mantiene siempre viva para permitirnos vivir? Es la dimensión espiritual del ser humano, hecha de valores intangibles como el amor incondicional, la confianza en la vida, el coraje para enfrentar las inevitables dificultades. Nos damos cuenta de que el mundo está lleno de sentidos, que las cosas son más que cosas, son mensajes y tienen otro lado invisible. Intuimos que hay una Presencia misteriosa que impregna todas las cosas. Las tradiciones religiosas y espirituales han llamado a esta Presencia con mil nombres, sin poder, sin embargo, descifrarla totalmente. Es el misterio del mundo que se remite al Misterio Abisal que hace que sea todo lo que es. Cultivar este espacio nos humaniza, nos hace más humildes y nos arraiga en una realidad trascendente, adecuada a nuestro deseo infinito.

              Conclusión: ser simplemente humanos

La conclusión que sacamos de estas largas reflexiones sobre el coronavirus 19 es: debemos ser simplemente humanos, vulnerables, humildes, conectados entre sí, solidarios y cooperativos, parte de la naturaleza y la porción consciente y espiritual de la Tierra con la misión de cuidar la herencia sagrada que hemos recibido, la Madre Tierra, para nosotros y para las generaciones futuras.

Son inspiradoras las últimas frases de la Carta de la Tierra: «Que nuestro tiempo sea recordado por el despertar de una nueva reverencia ante la vida, por el firme compromiso de alcanzar la sostenibilidad e intensificar la lucha por la justicia y la paz, y por la alegre celebración de la vida».

*Leonardo Boff es ecoteólogo y ha escrito Virtudes para otro mundo posible (3 vol.), Sal Terrae, 2005-2006.

Traducción de Mª José Gavito Milano