Aslan Kurdi, der kleine ertrunkene Junge, bringt uns zum Weinen und Nachdenken

Der kleine 3- oder 4-jährige syrische Junge liegt leblos am Strand, ist blass und hat noch immer seine Kinderkleidung an. Mit dem Gesicht nach unten, dem Kopf seitlich gedreht, als wolle er noch atmen. Die Wellen haben sich seiner erbarmt und ihn an den Strand getragen. Die stets gefräßigen Fische hatten ihn verschont, da seine Unschuld sie so sehr berührte. Aylan Kurdi ist sein Name. Sein Vater konnte seine Jungen nicht halten, sie wurden ihm aus den Händen gerissen und vom Wasser verschluckt.

Lieber Aylan, du flohst vor dem Kriegshorror Syriens, wo die Truppen des Präsidenten Assad, mit Unterstützung der reichen Arabischen Emirate und Iran  die Truppen des grausamen Islamischen Staates bekämpfen, die diejenigen köpfen, die sich weigern, zu ihrer Religion überzutreten. Ich kann mir vorstellen, dass du Angst vor den mit Überschallgeschwindigkeit fliegenden Flugzeugen hattest, die ihre mörderischen Bomben fallen ließen. Aus Angst, das Haus könnte in Flammen aufgehen und in die Luft gehen, konntest du nicht schlafen.

Wie oft hast du wohl deine Eltern und Nachbarn sagen hören, wie bedrohlich diese Flugzeuge sind, die ohne Piloten fliegen, die Drohnen? Die Drohnen verfolgen und jagen Menschen durch die ausgedörrte hügelige Landschaft und töten sie. Hochzeitsfeiern, die trotz all des Horrors mit viel Freude begangen werden, werden auch bombardiert, weil vermutet wird, dass sich irgendein Terrorist unter den Gästen befindet.

Vielleicht kam dir nicht in den Sinn, dass derjenige, der solche Grausamkeiten ausübt und hinter all dem steckt, ein junger Soldat ist, der aus irgendeinem Flugzeugträger oder aus  einer Militärbaracke in Texas lebt. Er sitzt friedlich in seinem Wohnzimmer vor einem riesigen Fernsehbildschirm. Per Satellitenempfang zeigt der Bildschirm die Schlachtfelder in deinem Land, Syrien oder Irak. Wenn der junge Soldat argwöhnisch wird, feuert er durch einen einfachen Knopfdruck eine Waffe ab, die von einer Drohne transportiert wird. Der junge Soldat empfindet nichts. Er hört nichts. Er fühlt nicht einmal Schmerz. Auf der anderen Seite des Erdballs, Tausende von Kilometern entfernt, sterben plötzlich 30 oder 40 Menschen, Kinder wie du, Väter und Mütter wie die Deinen, Menschen, die nichts mit dem Krieg zu tun haben. Sie werden kaltblütig ermordet. Bei sich zu Hause in Texas lächelt der Soldat, da er sein Ziel getroffen hat.

Angesichts des Terrors aus der Luft und vom Boden und der Bedrohung, ermordet oder geköpft zu werden, beschlossen deine Eltern zu fliehen. Sie nahmen die ganze Familie mit. Sie waren nicht auf der Suche nach einem anderen Job. Sie wollten einfach nicht sterben oder getötet werden. Sie träumten davon, in einem Land zu leben, wo sie nicht mehr bedroht werden, an einem Ort, wo sie ohne Alpträume schlafen können.

Und du, lieber Aylan, könntest fröhlich auf der Straße mit deinen Spielkameraden spielen, deren Sprache du nicht verstanden hättest. Aber das wäre nicht schlimm gewesen, denn ihr Kinder sprecht alle ein Sprache, die alle kleine Jungen und Mädchen verstehen.

Du, Aylan, warst nicht in der Lage, einen solch friedvollen Ort zu erreichen. Doch nun, trotz aller Trauer, die wir empfinden, wissen wir, dass du, so unschuldig wie du bist, in einem Paradies angekommen bist, wo du endlich spielen, springen und überall herum rennen kannst in der Gesellschaft eines Gottes, der auch ein Kind war, mit Namen Jesus, und der, um dich nicht allein zu lassen, wieder zum Kind wurde. Und Er wird Fußball mit dir spielen. Er wird ein Kätzchen im Nacken fassen und hinter einem Hundewelpen her rennen; ihr werdet einander perfekt verstehen, als wärt ihr immer Freunde gewesen. Zusammen werdet ihr bunte Bilder malen, über die Puppen lachen, die ihr fabrizieren werdet, und schöne Geschichten miteinander teilen. Und du wirst sehr glücklich sein. Und schau mal, welche Überraschung: bei dir wird auch dein kleiner Bruder sein, der mit dir gestorben ist, und deine Mutter wird euch umarmen und küssen können, wie sie es schon so oft getan hat.

Du bist nicht gestorben, mein lieber Aylan. Du bist an einen anderen Ort gegangen, einen viel besseren Ort, um dort zu leben. Die Welt war deiner Unschuld nicht würdig.

Und nun denke ich bei mir: Was für eine Welt ist das, die die Kinder erschrickt und tötet? Warum wollen die meisten Länder keine Terror- und Kriegsflüchtlinge aufnehmen? Sind diese Flüchtlinge denn nicht unsere Brüder und Schwestern, die im selben Gemeinsamen Haus, der Erde, mit uns leben? Diese Flüchtlinge verlangen nichts. Sie möchten nur leben. Sie möchten Frieden haben und wollen nicht, dass ihre Kinder aus Angst weinen und unter Bombengedröhn aus dem Bett springen. Sie sind Menschen, die als Menschen willkommen geheißen werden wollen, ohne irgendjemanden zu bedrohen. Sie wollen nur auf ihre Weise Gott verehren und sich auf ihre Art kleiden, wie sie es schon immer taten.

Sind zweitausend Jahre Christenheit nicht genug, um die Europäer mit einem Mindestmaß an Mitmenschlichkeit, Solidarität und Gastfreundschaft auszurüsten? Aylan, der kleine syrische Junge, der tot am Strand liegt, ist eine Metapher für das heutige Europa: überwältigt, leblos, unfähig zu weinen oder bedrohtes Leben aufzunehmen. Haben nicht die Europäer so oft gehört, dass sie denjenigen, den sie als Fremden oder Verfolgten aufnehmen, unwissentlich Gott aufnehmen?

Lieber Aylan, möge das Bild von dir, wie du an den Strand gespült da liegst, in uns die Menschlichkeit hervorrufen, die wir immer in uns tragen, einen Funken an Solidarität, eine Träne des Mitgefühls, die wir nicht unterdrücken können, mit unseren Augen, die müde sind, so viel nutzloses Leid anzusehen, vor allem Leid von Kindern wie du. Hilf uns, so bitten wir dich, denn ansonsten könnte der göttliche Funke, der in uns flackert, erlöschen. Und wenn diese Flamme stirbt, werden wir alle untergehen, denn ohne Liebe und Mitgefühl wird nichts in der Welt Sinn ergeben.

*Leonardo Boff, ein Großvater aus einem fernen Land, der bereits viele Menschen aus deinem Land, Syrien, empfangen hat, der sich erbarmte, als er das Bild von dir am Strand sah, und der bittere Tränen des Mitgefühls darüber weinte.

übersetzt von Bettina Goldhartnack

 

 

DESTINO DEL BRASILE: RICOLONIZZAZIONE O PROGETTO PROPRIO?

Si stanno facendo sondaggi in Brasile, ma anche all’estero. Si possono riassumere in una domanda: Qual è il destino della setttima economia mondiale e qual è il futuro della sua incommensurabile ricchezza di beni naturali?

Analisti di scenari mondiali della caratura di Noam Chomsky o di Jacques Attali ci avvertono: la potenza imperiale nordamericana ubbidisce a questo motto, elaborato negli studi degli strateghi del Pentagono: “Un solo mondo, un solo impero”. Non si ammette, in qualsiasi parte del pianeta, l’esistenza di Paesi che possano mettere in scacco i loro interessi globali e la loro egemonia universale. Curiosamente, Papa Francesco nella sua enciclica su “la cura della Casa Comune”, come rimbeccando il Pentagono propone: “Un solo mondo e un solo progetto collettivo”.

In Brasile questo dibattito avviene principalmente nel campo della macroeconomia: il Brasile si alleerà alle strategie politico-sociali-economico-ideologiche imposte dall’Impero e con questo avrà vantaggi significativi in tutti i campi, però accettando di essere socio minore e aggiunto (opzioni dei neoliberali e dei conservatori) oppure il Brasile cercherà un cammino proprio, cosciente dei suoi vantaggi ecologici, del peso del suo mercato interno con una popolazione di più di duecento milioni di persone e della creatività del suo popolo. Impara a resistere alle pressioni che vengono dall’alto, a trattare intelligentemente con le tensioni, a praticare una politica del vinci-vinci (il che suppone di dover fare concessioni) e così mantenere il cammino aperto a un progetto nazionale proprio che avrà valore per il divenire della nostra e della futura civiltà (opzione delle sinistre e dei movimenti sociali).

Questo deve essere chiaro: esiste il proposito dei paesi centrali, che dispongono di varie forme di potere, specialmente di quello militare (potrebbero farci fuori tutti) di ricolonizzare tutta l’America Latina perché sia una riserva di beni e di servizi naturali (acqua potabile, milioni di ettari fertili, granaglie di ogni tipo, immensa biodiversità, grandi foreste umide, riserve incommensurabili di minerali ecc…). Essa deve servire principalmente ai paesi ricchi, visto che nei loro territori si sono quasi esaurite tali “delicatezze della natura” come dicono i popoli nativi. E avranno bisogno di queste dell’America Latina per mantenere il loro livello di vita.

Si pensa che in un futuro non molto lontano, l’economia mondiale poggerà su una base ecologica. In fin dei conti noi non ci alimentiamo con computer e macchine ma con acqua, granaglie e di tutto quello che la vita umana e la comunità di vita richiedono. Da questo deriva l’importanza di mantenere l’America Latina, e specialmente il Brasile, nello stadio più naturale possibile, non favorendo l’industrializzazione e nessun valore aggiunto alle sue commodities.

Il suo posto deve essere quello che era stato pensato fin dall’inizio della colonizzazione: quello di essere una grande azienda coloniale che sostiene il proposito dei popoli opulenti del nord perché possano mantenere il loro dominio che proviene dagl’inizi del secolo XV1 quando si iniziarono le grandi spedizioni di conquista di territori in giro per il mondo. Analiticamente, questo processo è stato denunciato da Caio Prado Jr, da Darcy Ribeiro e, ultimamente, con grande forza teorica, da Luiz Gonzaga de Souza Lima con il suo libro ancora non del tutto accolto, come meriterebbe: A refundação do Brasil: rumo á sociedade biocentrada (RiMa, São Bernardo, 2011).

In ragione di questa strategia globale le politiche ambientali dominanti riducono il senso della biodiversità e della natura a un valore economico. La tanto sbandierata “economia verde” serve a questo progetto economico e meno alla preservazione e al riscatto delle aree devastate. Anche quando questo capita, viene destinato alla macroeconomia dell’accumulo e non alla richiesta di un altro tipo di relazione con la natura.

Un fatto è necessario costatare: il Brasile non sta solo. Le esperienze recenti dei movimenti popolari socioambientali rifiutano di assumere semplicemente la dominazione della ragione economica strumentale e utilitaristica, che uniformizza e tutto appiattisce. Da ogni parte irrompono altre modi di abitare la Casa Comune, a partire da identità culturali differenti. Le conoscenze tradizionali, represse e emarginate dal pensiero unico tecnico-scientifico stanno guadagnando forza nella misura che mostrano che possiamo relazionarci con la natura e aver cura della Madre Terra in forma più amorevole e premurosa. Un esempio: il “Il bien vivir e convivir” delle popolazioni andine, paradigma di un modo di produzione di vita in armonia con il Tutto, gli esseri umani tra di loro e con la natura circostante.

Qui è in funzione la razionalità cordiale e sensibile, che arricchisce e al tempo stesso crea limiti alla fredda voracità della ragione strumentale-analitica, che, abbandonata a libero corso, può mettere in forse il nostro progetto di civiltà. Si tratta di una conoscenza nuova del mondo e della missione che l’essere umano vi esercita come conservatore e curatore. Voglia Dio che sia questo il cammino che imboccheranno l’umanità e il Brasile.

Leonardo Boff, scrittore, filosofo, teólogo, Columnist del Jornal do Brasil online

Traduzione di Romano Baraglia e Lidia Arato

¿Cuál es el destino de Brasil: recolonización o proyecto propio?

Una investigación que se realiza en Brasil, y también en el extranjero, se expresa por esta pregunta: ¿cuál es el destino de la séptima economía mundial y el futuro de su inconmensurable riqueza de recursos naturales?

Analistas de los escenarios del mundo del talante de Noam Chomsky o Jacques Attali nos advierten: el poder imperial estadounidense sigue este lema, elaborado en los pasillos de los estrategas del Pentágono: “un solo mundo y un solo imperio.” No se toleran países, en cualquier parte del planeta, que puedan poner en jaque sus intereses globales y su hegemonía universal. Curiosamente, el Papa Francisco en su encíclica “sobre el cuidado de la casa común”, como si llevase la contraria al Pentágono propone: “un solo mundo y un solo proyecto colectivo”.

En Brasil este debate se da sobre todo en el campo de la macroeconomía: Brasil se alineará a las estrategias socio-político-económico-ideológicas impuestas por el Imperio y esto tendrá ventajas significativas en todos los campos, pero aceptando ser socio menor y agregado (opción de los neoliberales y de los conservadores) o busca un camino propio, consciente de sus ventajas ecológicas, del peso de su mercado interno con una población de más de doscientos millones de personas, y de la creatividad de su gente. Aprende a resistir las presiones que vienen de arriba, a tratar inteligentemente con las tensiones, a practicar una política de gana-gana (lo que supone hacer concesiones) y así mantener el camino abierto para un proyecto nacional independiente que contará para el devenir de la civilización nuestra y la futura (opción de la izquierda y de los movimientos sociales).

Que quede claro que hay un propósito de los países centrales que disponen de diversas formas de poder, especialmente militar (puede matar a todo el mundo), para recolonizar América Latina para ser una reserva de bienes y servicios naturales (agua potable, millones hectáreas fértiles, granos de todo tipo, inmensa biodiversidad, grandes selvas, reservas minerales inconmensurables etc.). Debe servir principalmente a los países ricos, ya que en sus territorios están casi agotadas las “bondades de la naturaleza”, como dicen los pueblos indígenas. Y las necesitarán para mantener su nivel de vida.

Estimamos que en un futuro no muy lejano, la economía mundial será de base ecológica. Por último, no nos alimentamos de computadores y de máquinas sino de agua, de granos y de todo lo que la vida humana y la comunidad de vida requieren. De ahí la importancia de mantener a América Latina, especialmente a Brasil en el estadio más natural posible, no favoreciendo la industrialización ni ningún otro valor añadido a sus materias primas.

Su lugar debe ser aquel que ha sido pensado desde el principio de la colonización: la gran empresa colonial sostiene el proyecto de los pueblos opulentos del Norte para continuar su dominación que viene desde el siglo XVI cuando comenzaron los grandes viajes de conquista de territorios por todo el mundo. Analíticamente, este proceso ha sido denunciado por Caio Prado Jr., por Darcy Ribeiro y, últimamente, con gran fuerza teórica, por Luiz Gonzaga de Souza Lima con su libro que no ha recibido todavía la acogida que merece: La refundación de Brasil: hacia la sociedad biocentrada (RiMa, São Bernardo 2011).

Debido a esta estrategia global, las políticas ambientales dominantes reducen el sentido de la biodiversidad y de la naturaleza a un valor económico. La tan pregonada “economía verde” sirve a este propósito económico y menos a la conservación y a la recuperación de las zonas devastadas. Incluso cuando esto ocurre, se destina a la macroeconomía de acumulación y no a la búsqueda de otro tipo de relación con la naturaleza.

Lo que podemos constatar es que Brasil no está solo. Las recientes experiencias de los movimientos populares sociales y ambientales se niegan a asumir simplemente el dominio de la razón económica, instrumental y utilitarista que todo uniforma. Por todas partes están irrumpiendo otras modalidades de habitar nuestra Casa Común a partir de identidades culturales diferentes. Los conocimientos tradicionales, oprimidos y marginados por el pensamiento científico-técnico individual, están ganando fuerza en la medida en que muestran que podemos relacionarnos con la naturaleza y cuidar de la Madre Tierra de una manera más benevolente y cuidadosa. Un ejemplo es el “buen vivir y convivir” andino, paradigma de un modo de producción de vida en armonía con el Todo, con los seres humanos entre sí y con la naturaleza circundante.

Aquí funciona la racionalidad cordial y sensible que enriquece y, al mismo tiempo, impone límites a la voracidad de la razón instrumental-analítica fría que, dejada a su libre curso, puede poner en peligro nuestro proyecto de civilización. Se trata de una nueva comprensión del mundo y de la misión del ser humano dentro de él, como su guardián y cuidador. Ojalá este sea el camino a seguir por la humanidad y por Brasil.

* Leonardo Boff es columnista del JB online, filósofo y escritor

Traducción de MJ Gavito Milano

A esquerda depois do PT: prof.Luis Felipe Miguel

Estamos, politicamente, no Brasil num voo cego sem saber por onde a situação atual nos conduz. Em momentos assim valem reflexões que criam luz e nos fazem pensar. Este é o significado do artigo do prof   Luis Felipe Miguel, professor do Instituto de Ciência Política da Universidade de Brasília, em artigo publicado por Blog da Boitempo, 25-09-2015 que aqui nos permitimos reproduzir. Vale tomar a sério suas ponderações:LbofffEis o artigo.

É possível dizer que é injusta a maneira pela qual o Partido dos Trabalhadores se tornou o emblema de todos os vícios da política brasileira, enquanto seus concorrentes da direita são preservados sistematicamente por uma cobertura de mídia manipulada. É verdade. Caixa dois, loteamento do Estado, relações de compadrio com grandes grupos econômicos, corrupção: o PT não inventou nada disso; pelo contrário, tornou-se participante tardio de uma festa que começara muito antes (e, aliás, para a qual nem fora convidado). Nem por isso, os efeitos do desgaste do PT no eleitorado deixam de ser sentidos. Para a classe média, que se sentiu ameaçada pelo pequeno avanço dos mais pobres nos três mandatos presidenciais petistas, o discurso da indignação moral permite extravasar sua insatisfação, de maneira mais legítima do que se ficasse apenas no registro do simples egoísmo. E a maioria politicamente desmobilizada, com menor acesso a outros canais de informação, tem poucos recursos para resistir ao bombardeio da mídia.

Ao mesmo tempo, os grupos mais politizados à esquerda se sentem cada vez menos contemplados pelo partido que é responsável por um governo que implanta políticas altamente prejudiciais aos interesses dos trabalhadores e que, na busca da permanência no poder, não imagina outro caminho além de uma submissão cada vez mais profunda ao capital. Em nove meses de segundo mandato, a presidente Dilma Rousseff não foi capaz sequer de fazer um aceno simbólico aos movimentos populares, certamente por imaginar que tal gesto assustaria aqueles que ela tenta desesperadamente agradar. Na visão política de Dilma e seu círculo, os movimentos populares não existem. Todas as equações que fazem para sair da crise incluem os mesmo elementos: os grandes grupos econômicos, as elites políticas tradicionais, as oligarquias partidárias. Por mais que a conta nunca feche, não se cogita agregar um novo fator.

No início deste segundo mandato ainda era possível imaginar que, apesar de todo desgaste, o PT possuía lastro nos movimentos sociais para manter sua relevância como força política. Hoje, está claro que não. Por mais que o golpismo dos defensores do impeachment seja evidente, por mais que ver Fernando Henrique Cardoso e Aécio Neves entronizados no papel de guardiães da moralidade pública cause repulsa, quem quer defender um governo cujo único programa é o aumento do desemprego e a redução do investimento social?

Espremido entre a campanha ascendente da direita, uma mídia cada vez mais abertamente hostil e o seu governo, que age diariamente contra sua base social, o PT caminha para se esfarelar com uma velocidade inimaginável um ano atrás. Movimentos sociais acomodados com a interlocução com o PT estão percebendo que o partido perdeu a capacidade de expressar suas demandas. Mas também muitos deputados, prefeitos e vereadores petistas buscam novas legendas, por vezes até na direita, em geral por simples oportunismo – o que revela, por si só, como o PT se tornou parecido com os partidos tradicionais.

Evidentemente, tudo isso não é efeito apenas do descalabro do segundo governo Dilma. O PT nasceu com um projeto – inacabado, em aberto, contraditório. Apontava para um horizonte de transformação profunda da sociedade, incluindo algum tipo indefinido de socialismo, alguma forma nova de fazer política e também a revalorização da experiência das classes trabalhadoras. A busca de relações radicalmente democráticas, de uma política efetivamente popular, fazia parte da “alma do Sion”, como André Singer definiu o espírito original do partido, fazendo referência à sua fundação no Colégio Sion, em São Paulo, em 1980.

Para pessoas treinadas nas tradições organizativas da esquerda, o PT original possuía uma perigosa indefinição programática, além de ser vítima de um basismo e de um purismo paralisantes. De fato, o partido surgiu num momento em que essas tradições estavam em xeque. Os equívocos do PT foram fruto de sua vontade de não repetir o trajeto dos partidos leninistas ou da social-democracia, que, cada um a seu modo, tenderam a se fossilizar em estruturas hierárquicas e burocráticas. Tratou-se de uma experiência inovadora, inspiradora para a parte da esquerda que tentava se renovar em muitos lugares do mundo.

Tal inovação apresentava custos crescentes, à medida em que o partido crescia. Na famosa lei de ferro das oligarquias, no início do século XX, Robert Michels afirmou que “quem fala organização, fala oligarquização”. Deixando de lado seu determinismo retrógrado, é possível dar crédito ao pensador alemão nos dois eixos centrais de sua reflexão: as camadas dirigentes tendem a desenvolver interesses próprios, diferenciados daqueles da massa de militantes, e a eficiência organizativa trabalha contra a democracia. De fato, é fácil “discutir com as bases” quando se é um ator político pouco relevante. Depois, fica cada vez mais claro que o timing da negociação política prevê a concentração das decisões nas mãos dos líderes.

Como costuma ocorrer em organizações políticas inovadoras, o crescimento levou a tensões crescentes entre percepções mais “realistas”, que julgavam necessário um esforço de adaptação ao mundo da política tal como ele é, e outras mais principistas. A conquista das primeiras prefeituras municipais foi, em muitos casos, dramática. Mas até então o partido lutava para não renunciar à possibilidade do exercício localizado do poder político sem abrir mão dos princípios gerais que orientavam sua organização.

É possível datar com precisão o momento em que o PT iniciou sua caminhada para se transformar naquilo que é hoje: o anúncio do resultado do primeiro turno das eleições de 1989. Quando Lula passa à etapa final da disputa, ao lado de Fernando Collor, parecia se tornar claro que um bom aproveitamento do clima político, aliado a um marketing eleitoral competente, proporcionaria um acesso mais rápido ao poder do que o trabalho de mobilização no qual o partido apostava desde sua fundação. O fato de que o partido hesitou em aceitar, no segundo turno, o apoio de políticos conservadores, mas democratas, é em geral apontado como uma demonstração de seu caráter naïf e de seu despreparo para a política real. É provável. Mas não dá para não respeitar tal purismo, sobretudo à luz do PT posterior, para o qual ninguém, de Maluf a Collor, de Sarney a Jader Barbalho, de Kátia Abreu a Michel Temer, está fora do alcance de uma possível aliança.

Entre a hesitação inicial de 1989 e a política de alianças indiscriminada adotada a partir de 2002 houve uma evolução paulatina, eleição após eleição. Evolução também no discurso, no programa político, na forma de fazer campanha. É razoável dizer que o PT abandonou a ideia de que a campanha eleitoral era um momento de educação política. Quando Duda Mendonça assume, na quarta candidatura presidencial de Lula, já está claro que não se deve mais disputar a agenda, nem os enquadramentos ou valores dominantes. Para ganhar a eleição, é mais fácil mudar o candidato para se encaixar nas expectativas vigentes. Estava surgindo o Lulinha paz e amor, que não é só uma persona do marketing eleitoral, mas a indicação da visão de que seria possível fazer política transcendendo os conflitos.

Só que os conflitos não são transcendidos, são escamoteados. E quando são escamoteados, isso sempre trabalha em favor daqueles que já estão em posição privilegiada. O governo Lula vendeu ao capital sua capacidade de apaziguar os movimentos sociais. Com a elite política, prosseguiu no toma-lá-dá-cá típico brasileiro, agravado pelo fato de que, dada a desconfiança que o PT precisava enfrentar, os termos da troca eram piores. Graças a isso, ganhou a possibilidade de levar a cabo uma política de combate à miséria. Sem negar sua importância, o fato é que foram 12 anos em que o avanço social se mediu exclusivamente pelo acesso ao consumo. A fragilidade de uma política que não enfrentou nenhuma questão estrutural nem desafiou privilégios fica patente pela facilidade com que os supostos avanços da era petista vão sendo desmontados. Voltamos ao momento do desemprego, da redução do poder de compra dos salários, do desinvestimento nos serviços públicos. E, como o ambiente parece propício, de roldão são acrescentados retrocessos ainda maiores: precarização das relações de trabalho, criminalização da juventude, legislação retrógrada no campo da família e da sexualidade.

O momento, em suma, é o da maior derrota das forças progressistas no Brasil após o golpe de 1964. E uma parcela considerável da responsabilidade recai sobre um partido que não soube ou não quis aproveitar as oportunidades de que dispôs para consolidar algum tipo de avanço político e social.

Ao fim do processo, a esquerda brasileira parece órfã. Nos últimos 30 anos, o PT ocupou uma posição de absoluta centralidade neste campo, seja sob a chave da utopia, seja sob a chave do possível. Mesmo os críticos, mesmo os não petistas, encaravam o partido com um pilar incontornável da esquerda. Hoje, é cada vez mais evidente que a única maneira de ler o PT é como um experimento fracassado. Torna-se necessário pensar novas formas de organização e ação, novos instrumentos para fazer política, superando o saldo de desencanto e de desesperança que o final melancólico dos governos petistas deixa.