In der materiellen Welt auf der Suche nach der spirituellen Welt

In der materiellen Welt auf der Suche nach der spirituellen Welt

                               Leonardo Boff

Viele haben die Nase voll von den materiellen Gütern und dem Konsumismus unserer Kultur. Als Kontrapunkt möchte ich das Thema der spirituellen Güter in den dramatischen, gefährlichen und hoffnungsvollen Kontext einordnen, in dem sich die Menschheit heute befindet, insbesondere die gedemütigte und beleidigte Menschheit im globalen Süden, die Opfer von 18 Kriegsregionen, insbesondere im Gazastreifen mit seinem Völkermord unter freiem Himmel, ohne die vielen Opfer des russisch-ukrainischen Krieges zu vergessen. Unsere Überlegungen zielen darauf ab, die Entstehung der spirituellen Welt zu erfassen und ihre dringende Relevanz angesichts der Bedrohung durch das Verschwinden der Arten und die Liquidierung der Biosphäre hervorzuheben, sei es durch einen Atomkrieg, durch übermäßige Hitze aufgrund des Klimawandels oder durch jeden anderen Ungleichgewichtsfaktor auf dem Planeten Erde selbst. Sie könnten die gemeinsame Zukunft der Erde und der Menschheit gefährden.

 In solchen dramatischen Momenten taucht der Mensch in sein Innerstes ein und stellt sich grundlegende Fragen: Was tun wir in dieser Welt? Was ist unser Platz in der Gesamtheit aller Wesen? Wie können wir handeln, um eine hoffnungsvolle Zukunft für alle und für unser gemeinsames Haus zu gewährleisten? Was können wir nach diesem Leben erwarten? Dies sind Fragen aus der geistigen Welt.

In diesem Zusammenhang müssen wir die Frage nach der geistigen Welt oder, anders ausgedrückt, nach der Spiritualität stellen. Die geistige Welt ist eine der wichtigsten Quellen, wenn auch nicht die einzige, für die Inspiration des Neuen, für die Hoffnung, für die Schaffung eines Gefühls der Erfüllung und für die Fähigkeit des Menschen zur Selbsttranszendenz. Denn der Mensch fühlt sich nur dann ganz menschlich, wenn er versucht, über sich selbst hinauszuwachsen. Der Grund dafür ist, dass er sich selbst als ein unendliches Projekt erlebt, voller Virtualitäten, die sich teilweise in der Geschichte und in ihrer Gesamtheit jenseits davon verwirklichen.

Diese Beschäftigung mit der spirituellen Welt ist in unserer Kultur allgegenwärtig, nicht nur im Rahmen der Religionen, wo sie ihren natürlichen Platz hat, sondern auch im Rahmen der menschlichen Suche von jungen Menschen, Intellektuellen, berühmten Wissenschaftlern und – zu unserer Überraschung – großen Geschäftsleuten. In den letzten Jahren habe ich im In- und Ausland mit Menschen gesprochen, die mit diesen Gruppen verbunden sind.

Die Tatsache, dass die großen Unternehmer Fragen stellen, die mit der geistigen Welt, also der Spiritualität, zu tun haben, zeugt von den Dimensionen der Krise, die uns plagt. Es bedeutet, dass die materiellen Güter, die sie produzieren, die Produktions- und Wettbewerbslogik, die sie fördern, das Universum der kommerziellen Werte (alles ist zu einer Ware geworden), das ihre Praktiken inspiriert, nicht auf die Fragen eingehen, die sie aufwerfen. Es gibt eine tiefe Leere, ein riesiges Loch in ihrem Wesen. Deshalb denke ich, dass nur die spirituelle Welt sie füllen kann.

 Es ist jedoch wichtig, die Dinge immer kritisch zu betrachten, denn man kann auch mit der spirituellen Welt viel Geld verdienen. Es gibt regelrechte Unternehmen, die die Diskurse der Spiritualität führen, die oft mehr zu den Geldbeuteln als zu den Herzen sprechen. Es gibt neupfingstliche Anführer, die mit ihrer Verkündigung des Evangeliums des materiellen Wohlstands und neuerdings auch der Herrschaft ein Ausdruck des Marktes sind.

Die ständigen Träger der spirituellen Welt sind jedoch Menschen, die als gewöhnlich gelten, die die Rechtschaffenheit des Lebens und den Sinn für Solidarität leben und den Raum des Heiligen kultivieren, sei es in ihren Religionen und Kirchen oder in der Art und Weise, wie sie denken, handeln, das Leben interpretieren und sich um die Natur kümmern.

Wichtig ist jedoch, dass es weltweit eine Nachfrage nach nicht-materiellen Werten gibt, nach einer Neudefinition des Menschen als ein Wesen, das Erfüllung sucht, das auf der Suche nach Werten ist, die dem Leben Freude verleihen. Überall finden wir Menschen, vor allem junge Menschen, die sich über das von der Wirtschaft bestimmte Schicksal empören, wenn es heißt, dass “es keine Alternative gibt” (TINA=There is no Alternative), das Marktsystem, unter dem zu leben wir gezwungen sind, die sich weigern, die Wege zu akzeptieren, die die Mächtigen der Menschheit aufzwingen. Diese jungen Menschen sagen: “Wir lassen nicht zu, dass sie unsere Zukunft stehlen. Wir verdienen ein besseres Schicksal, wir müssen aus anderen Quellen trinken, um ein Licht zu finden, das unseren Weg erhellt und uns Hoffnung gibt.”

Deshalb ist es wichtig, von Anfang an eine Unterscheidung zwischen der religiösen Welt, der Religion, und der spirituellen Welt, der Spiritualität, einzuführen – ohne zu trennen, aber zu unterscheiden. Der Dalai Lama hat dies auf äußerst brillante und aufschlussreiche Weise in seinem Buch Eine Ethik für das neue Jahrtausend (Sextante, Rio de Janeiro 2000) getan. Es sind Begriffe, die wir verwenden, ohne genau zu wissen, was sie bedeuten. Erlauben Sie mir, ein Thema aus dem Buch zu zitieren, das ich verstehe und mir zu eigen mache.

“Ich glaube, dass Religion (religiöse Welt) mit dem Glauben an das Recht auf Erlösung zusammenhängt, der von irgendeiner Glaubenstradition gepredigt wird, ein Glaube, der als einen seiner Hauptaspekte die Akzeptanz irgendeiner Form von metaphysischer oder übernatürlicher Realität hat, möglicherweise einschließlich einer Vorstellung vom Paradies oder Nirvana. Damit verbunden sind religiöse Lehren oder Dogmen, Rituale, Gebete etc.“

“Ich betrachte Spiritualität (geistige Welt) im Zusammenhang mit jenen Qualitäten des menschlichen Geistes – wie Liebe und Mitgefühl, Geduld und Toleranz, die Fähigkeit zu verzeihen, Zufriedenheit, Verantwortungsbewusstsein, Sinn für Harmonie -, die einem selbst und anderen Glück bringen.”

“Ritual und Gebet sowie Fragen des Nirwana und der Erlösung sind direkt mit dem religiösen Glauben verbunden, aber diese inneren Qualitäten müssen es nicht sein. Es gibt daher keinen Grund, warum ein Individuum sie nicht entwickeln kann, sogar bis zu einem hohen Grad, ohne auf irgendein religiöses oder metaphysisches System zurückzugreifen” (S.32-33).“

Wie Sie sehen, sind diese Überlegungen kristallklar, denn sie zeigen die notwendige Unterscheidung zwischen der religiösen Welt, der Religion, und der geistigen Welt, der Spiritualität. Sobald sie unterschieden sind, können sie miteinander verbunden sein und zusammenleben, ohne dass das eine notwendigerweise vom anderen abhängt.

Ein Leben in der geistigen Welt mit den vom Dali Lama aufgezeigten Werten, die auch dieselben Werte wie die des historischen Jesus sind, könnte uns Wege aus der gegenwärtigen Krise zeigen.

Leonardo Boff Theologe und Philosoph, Autor von: Spiritualität: Weg der Transformation, Rio 2001; Meditation über das Licht: Weg der Einfachheit, Vozes 2010.

Übersetzung von Bettina Goldhartnack

Ci salveremo in base dal principio-speranza

Leonardo Boff

La grande inondazione che sta devastando il Rio Grande do Sul è uno dei segnali più inequivocabili, dato dalla Madre Terra, degli effetti estremamente dannosi del cambiamento climatico. Ci siamo già dentro. Non ha senso che i negazionisti si rifiutino di accettare questi dati. I fatti parlano da soli. Tra poco raggiungeranno la vita di tutte le persone, ricchi e poveri, come è successo nella maggior parte delle città fluviali di quel Stato.

C’è stata una sorprendente accelerazione del processo di riscaldamento globale e non è stata rispettata la decisione dell’Accordo di Parigi del 2015, secondo cui ci si aspettava una drastica riduzione dei gas ad effetto serra per non aumentare la temperatura di 1,5 ºC entro il 2030. Non è stato fatto quasi nulla: nel 2022 sono state immesse nell’atmosfera 37,5 miliardi di tonnellate di CO² e nel 2023 sono state 40,8 miliardi di tonnellate. Tutto è stato eccessivo. Per questo motivo, alcuni climatologi sostengono l’anticipazione dei limiti del riscaldamento rispetto a quanto era prima previsto nel 2030. Intorno al 2026-2028 il clima della Terra si stabilizzerebbe intorno ai 38-40 ºC e in alcuni luoghi con valori più elevati.

La nostra temperatura corporea è di circa 36,5 ºC. Immaginate se di notte la temperatura ambiente si mantenesse intorno ai 38 ºC? Molti, tra gli anziani e i bambini, non sarebbero in grado di farcela e potrebbero addirittura morire. E per tutti sarà una grande agonia. Per non parlare della perdita della biodiversità e delle colture alimentari, necessarie alla sopravvivenza.

La persona che vide chiaramente lo stato della Terra era un rappresentante dei popoli originari, coloro che si sentono Terra e parte della natura, il leader Yanomami Dário Kopenawa: «La Terra è nostra madre e soffre da molto tempo. Come un essere umano che prova dolore, lo sente quando gli invasori, lagroindustria, le compagnie minerarie e petrolifere abbattono migliaia di alberi e scavano in profondità nel suolo, nel mare. Lei sta chiedendo aiuto e lancia avvertimenti affinché le popolazioni non indigene smettano di strappare la pelle della Terra».

In quanto continuiamo strappando la pelle alla Terra e peggiorando il cambiamento climatico, il potenziale di speranza ha raggiunto il suo limite.

Gli scienziati hanno chiarito che la scienza e la tecnica non potranno invertire questa situazione, ma solo avvisare dell’arrivo di eventi estremi e mitigarne le sue conseguenze disastrose. Siamo arrivati ​​all’attuale situazione globale semplicemente perché gran parte della popolazione non conosce la situazione reale della Terra e la maggior parte dei capi di Stato e degli amministratori delegati delle grandi imprese hanno preferito continuare la logica sia della produzione illimitata, strappata dalla natura, sia del consumo senza limiti, piuttosto che ascoltare gli avvertimenti delle scienze della Terra e della vita. I compiti di casa non sono stati fatti. Ora è arrivato il conto amaro.

Ciò che è accaduto nel Sud del Brasile è solo l’inizio. I disastri ecologici si ripeteranno con più frequenza e con modalità sempre più gravi in ​​tutte le parti del pianeta.

Dove andiamo a prendere l’energia per credere e sperare ancora? Come è stato saggiamente detto: «quando non c’è più motivo di credere, allora comincia la fede; quando non c’è più motivo di sperare, allora comincia la speranza» [don Primo Mazzolari]. Come disse giustamente l’autore dell’epistola agli Ebrei (intorno all’anno 80): «La fede è il fondamento di ciò che si spera e la convinzione delle realtà che non si vedono» (11,1). La fede vede ciò che non si vede con i semplici occhi carnali. La fede vede, con gli occhi dello spirito che è la nostra profondità, la possibilità di un mondo che deve ancora venire, il quale – in gestazione ma ancora invisibile – è tra noi. Per questo la fede si apre alla speranza, che va sempre oltre ciò che è dato e verificato. La fede e la speranza fondano il mondo delle utopie che aspirano a realizzarsi storicamente.

Qui vale il principio-speranza. Il filosofo tedesco Ernst Bloch ha coniato l’espressione principiosperanza. Esso rappresenta un motore interiore sempre in funzione, alimentando l’immaginario e il potenziale inesauribile dell’esistenza umana e della storia. Il Papa Francesco nell’enciclica Fratelli tutti afferma: «la speranza ci parla di una realtà radicata nel profondo dell’essere umano, a prescindere dalle circostanze concrete e dai condizionamenti storici in cui vive» (n. 55). Assumere oggi questo principio-speranza, in questa nuova fase della Terra, è estremamente urgente.

Il principio-speranza è la nicchia di tutte le utopie. Esso permette di proiettare continuamente nuove visioni, nuovi percorsi non ancora intrapresi e sogni realizzabili. Il senso dell’utopia è sempre quello di farci muovere [Eduardo Galeano], per superare sempre le difficoltà e migliorare la realtà. Come esseri umani, siamo esseri utopici. È il principio-speranza che potrà salvarci e aprire una nuova direzione per la Terra e i suoi figli e figlie.

Qual è la nostra utopia minima, praticabile e necessaria? Essa implica, innanzitutto, la ricerca dell’umanizzazione dell’essere umano. Egli si è disumanizzato in quanto è diventato l’angelo sterminatore della natura. Solo recupererà la sua umanità solo se inizierà a vivere a partire da ciò che è nella sua natura: un essere di amorevolezza, di cura, di comunione, di cooperazione, di com-passione, di essere etico e di essere spirituale che si responsabilizza per le proprie azioni in modo che siano vantaggiose per tutti. Poiché non abbiamo creato spazio per questi valori e principi, siamo stati spinti nella crisi attuale che può portarci nell’abisso.

Questa utopia realizzabile e necessaria si concretizza sempre, se abbiamo tempo, nelle contraddizioni, inevitabili in tutti i processi storici. Ma essa significherà un nuovo orizzonte di speranza che alimenterà il cammino dell’umanità verso il futuro.

In questa ottica nasce una nuova etica. Forze seminali stanno emergendo ovunque, cercando e già sperimentando un nuovo modello di comportamento umano ed ecologico. Rappresenterà quella che Pierre Teilhard de Chardin, dal suo esilio in Cina nel 1933, chiamava di noosfera. Sarebbe quella sfera in cui le menti e i cuori (noos in greco) entrerebbero in una nuova sintonia sottile, caratterizzata dall’amorevolezza, dalla cura, dalla reciprocità tra tutti, dalla spiritualizzazione e dalle intenzioni collettive.

In mezzo a tanto sconforto e malinconia per la grave situazione del mondo, crediamo e speriamo in questo.

Leonardo Boff ha scritto: Il sogno della casa comune. Riflessioni di un vecchio teologo e pensatore, Castelvecchi 2019; Abitare la Terra. Quale via per la fraternità universale?, Castelvecchi 2021; Cuidar da Casa Comum: pistas para protelar o fim do mundo, Vozes 2024 .

[traduzione dal portoghese di Gianni Alioti]

   Nos salvaremos en base al principio-esperanza

            Leonardo Boff*

La gran inundación que está asolando Río Grande del Sur es una de las señales más inequívocas, dada por la Madre Tierra, de los efectos extremadamente dañinos del cambio climático. Ya estamos dentro de ese cambio. Es inútil que los negacionistas se nieguen aceptar ese dato. Los hechos hablan por sí solos. Dentro de poco llegará a la vida de todos, ricos y pobres, como llegó a todos en la mayoría de las ciudades ribereñas de ese estado. 

Ha habido una sorprendente aceleración del proceso de calentamiento global y no se ha cumplido lo que se decidió en el Acuerdo de París de 2015, en el que se preveía una reducción drástica de los gases de efecto invernadero para no aumentar la temperatura más  de 1,5ºC hasta 2030. No se hizo casi nada: en 2022 fueron lanzadas a la atmófera 37.500 millones de toneladas de CO² y en 2023 40.800 millones de toneladas. Todo ha sido excesivo. Por esta razón algunos climatólogos sostienen que llegará antes de 2030 como estaba previsto, el calentamiento se ha anticipado. Hacia 2026-2028 el clima de la Tierra se estabilizaría en torno a los 38-40ºC y en algunos lugares valores todavía más elevados.

Nuestro cuerpo tiene una temperatura de 36,5ºC. Imaginen si la temperatura ambiente se mantiene por la noche a 38ºC. Muchas personas, entre ellas los mayores y los niños, no lo aguantarán y podrían hasta morir. Y para todos será una gran agonía. Sin mencionar la pérdida de la biodiversidad y de las cosechas de alimentos, necesarios para la supervivencia. 

Quien ha visto claro este estado de la Tierra fue un representante de los pueblos originarios, que se sienten Tierra y parte de la naturaleza, un lider yanomami Dário Kopenawa: “La Tierra es nuestra madre y está sufriendo desde hace mucho tiempo. Como un ser humano que siente dolor, ella siente cuando invasores, el agronegocio, las compañías mineras y petroleras derriban miles de árboles y cavan profundo en el suelo, en el mar. Ella está pidiendo ayuda y dando avisos para que los no indígenas dejen de arrancar la piel de la Tierra”.

Como continuamos arrancando la piel de la Tierra y agravando el cambio climático, el potencial de esperanza ha llegado al límite. Los científicos dejan claro que la ciencia y la técnica no podrán revertir esta situación, solo advertir la llegada de eventos extremos y mitigar sus consecuencias desastrosas. Hemos llegado a la situación global que tenemos simplemente porque gran parte de la población no conoce la real situación de la Tierra y la mayoría de los jefes de Estado y CEOs de las grandes empresas prefieren continuar con la lógica de la producción ilimitada, arrancada de la naturaleza, y del consumo sin límites, a oír las advertencias de las ciencias de la Tierra y de la vida. No hemos hecho los deberes. Ahora ha llegado la factura amarga. 

Lo que ha ocurrido en el sur de Brasil es solo el principio. Los desastres ecológicos van a repetirse con más frecuencia y de forma cada vez más grave en todas partes del planeta.

¿Adónde vamos a buscar energías para todavía creer y esperar? Como sabiamente se ha dicho: “cuando ya no hay razón para creer, comienza la fe; cuando ya no hay razón para esperar, comienza la esperanza”. Como dijo con acierto el autor de la epístola a los Hebreos (en los años 80): “La fe es el fundamento de lo que se espera y la convicción de las realidades que no se ven” (11,1). La fe ve lo que no se ve con los simples ojos carnales. La fe ve con los ojos del espíritu, que es nuestra profundidad, la posibilidad de un mundo que está por venir, pero que seminalmente, aunque todavía invisible, está entre nosotros. Por eso la fe se abre a la esperanza que es ir siempre más allá de lo dado y verificado. La fe y la esperanza fundan el mundo de las utopías que forcejan por realizarse históricamente.

Aquí entra el principio-esperanza. El filósofo alemán Ernst Bloch acuñó la expresión principio-esperanza. Es un motor interior que siempre está funcionando y alimentando el imaginario y el inagotable potencial de la existencia humana y de la historia. El Papa Francisco en la Fratelli tutti afirma: “la esperanza nos habla de una realidad enraizada en lo profundo del ser humano, independientemente de las circunstancias concretas y de los condicionamientos históricos en que vive” (n. 55). Asumir este principio-esperanza hoy, en esta nueva fase de la Tierra, es extremadamente urgente.

El principio-esperanza es el nicho de todas las utopías. Permite proyectar continuamente nuevas visiones, caminos nuevos todavía no recorridos y sueños viables. El sentido de la utopía es que siempre sigamos caminando (Eduardo Galeano), superando siempre las dificultades y mejorando la realidad. Como humanos somos seres utópicos. El principio-esperanza nos podrá salvar y abrir una dirección nueva para la Tierra y sus hijos e hijas.

¿Cuál es nuestra utopía mínima, viable necesaria? Ella implica ante todo buscar la humanización del ser humano. Él se ha deshumanizado, pues se ha transformado en el ángel exterminador de la naturaleza. Sólo recuperará su humanidad si empieza a vivir a partir de lo que es en su naturaleza: un ser de amorización, de cuidado, de comunión, de cooperación, de com-pasión, un ser ético y un ser espiritual que se responsabiliza de sus acciones para que sean beneficiosas para todos. Por no haber dado espacio a estos valores y principios hemos sido empujados a la crisis actual que nos puede llevar al abismo. 

Esa utopía viable y necesaria se concreta siempre, si aún tenemos tiempo, dentro de las contradicciones inevitables en todos los procesos históricos. Pero ella será un nuevo horizonte de esperanza que alimentará el camino de la humanidad hacia su futuro. 

De esta óptica nace una nueva ética. Por todos lados surgen fuerzas seminales que buscan y ya ensayan un nuevo modelo de comportamiento humano y ecológico. Representará aquello que Pierre Teilhard de Chardin desde su exilio en China en 1933 llamaba la noosfera. Sería aquella esfera en la que las mentes y los corazones (noos en griego) entrarían en una nueva sintonía fina, caracterizada por la amorización, por el cuidado, por la mutualidad entre todos, por la espiritualización de las intencionalidades colectivas.

En medio de tanto abatimiento y melancolía por la situación grave del mundo, en eso creemos y esperamos.

*Leonardo Boff ha escrito Habitar la Tierra, Vozes 2022; Cuidar de la Casa Común: pistas para posponer el fin del mundo, Vozes 2024.

Traducción de Mª José Gavito Milano

Nos salvaremos a partir do princípio-esperança

                                        Leonardo Boff

         A grande enchente que está assolando o Rio Grande do Sul é um dos sinais  mais inequívocos, dado pela Mãe Terra, dos efeitos extremamente danosos das mudança climática. Já estamos dentro dela. Não adianta os negacionistas se recusarem em aceitar a esse dado. Os fatos falam por si. Dentro de pouco chegarão na vida de todas as pessoas, ricos e pobres, como chegou a todos na maioria cidades ribeirinhas daquele estado.

         Ocorreu uma surpreendente aceleração do processo de aquecimento global e não se cumpriu o decidido no Acordo de Paris de 2015 segundo o qual se previa uma redução drástica de  gazes de efeito estufa para não aumentarmos a temperatura de 1,5ºC até 2030. Quase nada se fez: em 2022 foram lançadas na atmosfera 37,5 bilhões de toneladas de CO² e em 2023 foram 40,8 bilhões de toneladas.Tudo foi excessivo. Em razão disso  alguns climatólogo sustentam que antes de 2030 como previsto, o aquecimento se antecipou. Por volta de 2026-2028 o clima da Terra se estabilizaria em torno de 38-40ºC e em alguns lugares com números mais elevados.

         A temperatura de nosso corpo está por volta de 36,5ºC. Imaginem se pela noite a temperatura ambiente se mantiver por volta de 38ºC? Muitos, entre os idosos e crianças, não aguentarão e poderão até morrer. E para todos será uma grande agonia. Sem falar da perda da biodiversidade e das safras de alimentos,necessários para a sobrevivência.

        Quem viu claro o estado da Terra foi um representante dos povos originários, aqueles que se sentem Terra e parte da natureza, uma liderança yanomami Dário Kopenawa:” A Terra é nossa mãe e sofre há muito tempo. Como um ser humano que sente dor, ela sente quando invasores, o agronegócio, mineradoras e petroleiras derrubam milhares de árvores e cavam fundo no solo, no mar. Ela está pedindo ajuda e dando avisos para que os não indígenas parem de arrancar a pele da Terra.”

       Como continuamos arrancando a pele da Terra e agravando a mudança climática, o potencial de esperança está chegando ao limite. Cientistas deixaram claro que a ciência e a técnica não poderão reverter esta situação, apenas advertir da chegada de eventos extremos e mitigar suas consequências desastrosas.Chegamos à atual situação global simplesmente porque grande parte da população desconhece a real situação da Terra e a maioria dos chefes de Estado e os CEOs das grandes empresas preferem continuar a lógica da produção ilimitada, arrancada da natureza e do consumo sem limites, a ouvir as advertências das ciências da Terra e da vida. Não se fez a lição de casa. Agora a fatura amarga chegou.

       O que ocorreu no Sul do Brasil é apenas o começo. Os desastres ecológicos vão se repetir com mais frequência e de forma cada vez mais grave em todas as partes do planeta.

Onde vamos buscar energias para ainda crer e esperar? Como foi dito com sabedoria: “quando não há mais razão para crer, então começa a fé; quando não há mais razão para esperar,então começa a esperança”. Como disse com acerto o autor da epístola aos Hebreus (por volta dos anos 80):” A fé é o fundamento do que se espera e a convicção das realidades que não se veem”(11,1).A fé vê o que não se vê com os simples olhos carnais. A fé vê, com os olhos do espírito que é o nosso profundo, a possibilidade de um mundo que ainda virá, mas que, seminalmente mas ainda invisível, está entre nós. Por isso a fé se abre à esperança que é sempre ir além do que é dado e verificado. A fé e a esperança fundam o mundo das utopias que forcejam por se realizar historicamente.

Aqui vale o princípio-esperança. O filósofo alemão Ernst Bloch cunhou a expressão principio-esperança. Ele representa um motor interior que sempre está funcionando e alimentando o imaginário e o inesgotável potencial da existência humana e da história. O Papa Francisco na Fratelli tutti afiança: “a esperança nos fala de uma realidade enraizada no profundo do ser humano, independentemente das circunstâncias concretas e dos condicionamentos históricos em que vive” (n. 55). Assumir este princípio-esperança hoje,nesta nova fase da Terra, é extremamente urgente.

O princípio-esperança é o nicho de todas as utopias. Ele permite continuamente projetar novas visões, novos caminhos ainda não trilhados e sonhos viáveis. O sentido da utopia é sempre nos fazer andar (Eduardo Galeano), sempre superar dificuldades e melhorar a realidade. Como humanos, somos seres utópicos. É o princípio-esperança que nos poderá salvar e abrir  uma direção nova para a Terra e seus filhos e filhas.

         Qual a nossa utopia mínima, viável e necessária? Ela implica, antes de mais nada, a busca da humanização do ser humano.Ele se desumanizou pois se transformou no anjo exterminador da natureza. Só recuperará sua humanidade se começar  a viver a partir daquilo que é de sua natureza: um ser de amorização, de cuidado, de comunhão, de cooperação, de compaixão, de ser ético e de ser espiritual que se responsabiliza por seus atos para que sejam benfazejos para o todos. Pelo fato de não ter criado espaço a esses valores e princípios, fomos empurrados na crise atual que pode nos conduzir ao abismo.

Essa utopia viável e necessária se concretiza sempre, caso tenhamos tempo, dentro das contradições, inevitáveis em todos os processos históricos. Mas ela significará um novo horizonte de esperança que alimentará a caminhada da humanidade na direção do futuro.

Desta ótica nasce uma nova ética.  Por todos os lados surgem forças seminais que buscam e já ensaiam um novo padrão de comportamento humano e ecológico. Representará aquilo que Pierre Teilhard de Chardin desde seu exílio na China em 1933 chamava de noosfera. Seria aquela esfera na qual as mentes e os corações (noos em grego) entrariam numa nova sintonia fina, caracterizada pela amorização, pelo cuidado, pela mutualidade entre todos, pela espiritualização das intencionalidades coletivas.Dizia um aforismo antigo:”quando não sabes para onde vais, regresse para saber de onde vens”. Temos que regressar à nossa própria natureza de onde viemos, pois, ela contém as  indicações para onde ir: pra aqueles valores acima enunciados que nos tirarão da crise.

No meio de tanto abatimento e melancolia pela situação grave do mundo, nisso cremos e esperamos.

Leonardo Boff escreveu, Habitar a Terra, Vozes 2022; Cuidar da Casa Comum: pistas para protelar o fim do mundo, Vozes 2024.