Ist der sich in Kraft befindliche Kapitalismus bereits vom Todestrieb übernommen?

     Leonardo Boff

Die COP28, die in Dubai in den Vereinigten Arabischen Emiraten stattfand, endete wie die vorangegangenen: mit einem Aufruf zur Reduzierung der fossilen Brennstoffe, wobei jedoch der Ausdruck “Ausstieg” aus der Nutzung von Erdöl gestrichen wurde und das Feld für dessen Nutzung und Ausbeutung offengelassen wurde. Es sei darauf hingewiesen, dass die Präsidenten der wichtigsten Länder in dieser Frage, nämlich der USA und Russlands, nicht anwesend waren. Die Zahl der Lobbyisten von Öl-, Gas- und Kohleunternehmen nahm jedoch zu.

Wie eine brasilianische Analystin (Cora Rónai) feststellte, “ist diese COP28 ein Schlag ins Gesicht der Menschheit, eine Verhöhnung derjenigen, die sich wirklich um die Auswirkungen unseres Handelns auf den Planeten sorgen” (O Globo, 7/12, zweiter Teil, 8). In der Tat zeigten die Tausenden Anwesenden nicht die nötige Sensibilität für das Drama, das durch den Anstieg der globalen Erwärmung verursacht wird, die bald zwei Grad Celsius oder mehr erreichen wird. Der Profit der Unternehmen, die systemische Logik des Wettbewerbs ohne jeden Hinweis auf eine wirksame Zusammenarbeit, der fortgesetzte Angriff auf die natürlichen Güter und Dienstleistungen, die Lockerung der Gesetze, die die Eingriffe in die Natur begrenzen, und die Schwächung der gesetzlichen Kontrollen in den vom neoliberal-kapitalistischen System beherrschten Gesellschaften führen dazu, dass es keinen Kurswechsel gibt, sondern allenfalls interne Korrekturen des Systems, die wie Pflaster auf die Wunden wirken, ohne deren Ursachen zu bekämpfen.

Wenn das System des Kapitals mit seiner unersättlichen Dynamik und seiner alle Bereiche umfassenden Kultur und erst recht die “Große Transformation” (Polaniy) von einer Marktgesellschaft zu einer totalen Marktgesellschaft aufrechterhalten wird, wird dies dazu führen, dass der Planet unbewohnbar wird. Der französische Genetiker Albert Jacquard (J’accuse l’économie triomphante, 1986) hat schon vor Jahren auf den selbstmörderischen Charakter des kapitalistischen Systems hingewiesen, auf seinen Todestrieb, weil es auf der Erschöpfung der Voraussetzungen beruht, die das Leben garantieren, und dessen treibende Kraft der Wettbewerb ist, der seine Konkurrenten gnadenlos verschlingt, immer mit der Aussicht auf mehr Geldgewinn.

Vielleicht kann uns diese kleine Geschichte aus dem Irak, der seit 2003 von Bush und seinen Verbündeten in einem ungerechten Krieg zerstört wurde, über die Risiken aufklären, die vor uns liegen.

Es heißt, dass “ein Soldat aus dem alten Basra im Krieg gegen den Irak, der von der US-Armee verwüstet wurde, voller Angst zum König ging und zu ihm sagte: “Mein Herr, rette mich, hilf mir, von hier zu fliehen; ich war auf dem Marktplatz und traf den ganz in Schwarz gekleideten Tod, der mich mit einem tödlichen Blick ansah; leihe mir dein königliches Pferd, damit ich schnell nach Samara fliehen kann, das weit von hier entfernt ist; ich fürchte um mein Leben, wenn ich in der Stadt bleibe”.

Der König machte sich über ihn lustig. Später traf der König den Tod auf der Straße und sagte ihm: “Mein Soldat hat sich erschrocken; er erzählte mir, dass er Ihnen begegnet sei und dass Sie ihn sehr seltsam ansahen”. “Oh nein”, antwortete der Tod, “mein Blick war nur der eines Erstaunens, denn ich fragte mich, wie dieser Mann nach Samara kommen würde, das so weit von hier entfernt ist, denn ich erwartete ihn dort heute Abend. Tatsächlich hat er ihn dort in der Nacht getroffen und ihm die Umarmung des Todes gegeben.”

Dieses Märchen trifft auf die Gegenwart zu. Wir sind Zeugen des Todes, des Endes unserer Art von Welt, die auf dem Raubbau an der Natur beruht, aber wir haben die Beschleunigung des unbegrenzten Wachstums nicht gebremst, obwohl die Wissenschaft uns versichert, dass wir bereits die erträglichen Grenzen der Erde erreicht haben und sie nicht mehr verkraften kann. Die Konsumgier der üppigen Länder, die im Allgemeinen im hohen Norden angesiedelt sind, beansprucht mehr als eineinhalb Erden, um ihren Bedarf zu decken.

Wir haben wenig Zeit und noch weniger Weisheit. Wir sind bereits in die neue Phase der Erde eingetreten, die kocht und überhitzt ist (das Anthropozän, das Nekrozän und das Pyrozän). Die Klimaforscher selbst sind größtenteils zu Techno-Fatalisten geworden und haben resigniert. Wissenschaft und Technik, so sagen sie, sind zu spät gekommen. Wir können den neuen Lauf der sich erwärmenden Erde nicht mehr aufhalten. Wir können die Menschheit vor den immer häufiger auftretenden Extremereignissen warnen und ihre schädlichen Auswirkungen abmildern, aber wir können sie nicht verhindern.

Die Folgen für die gesamte Menschheit, insbesondere für die vom Verschwinden bedrohten Inselstaaten des Pazifiks und speziell für die am stärksten vernachlässigten und ärmsten Länder, werden je nach Region mehr oder weniger schwerwiegend sein. Aber Tausende werden Opfer sein, sie werden auswandern müssen, weil ihre Gebiete zu heiß geworden sind, Ernten verloren gegangen sind, Hunger und Durst grassieren, Kinder und alte Menschen sich nicht anpassen können und schließlich sterben. Diese Phänomene werden die Planer dazu zwingen, den Grundriss der Städte neu zu definieren, insbesondere derjenigen, die an den Küsten der Ozeane liegen, deren Wasserstand erheblich steigen wird.

Nehmen wir allgemeine Beispiele. Ein Atomsprengkopf, der aus großer Höhe abgeschossen wird, kann nicht mehr aufgehalten werden. Sind die Dämme des Bergbauunternehmens Vale in Brumandinho-MG erst einmal gebrochen, ist es unmöglich, die Lawine von Tausenden von Tonnen Abfall, Schlamm und Wasser aufzuhalten, die auf kriminelle Weise 172 Menschen getötet und die Region verwüstet hat.

Das ist es, was mit der Erde geschieht. Die menschliche “Kolonie” verhält sich in Bezug auf den Erdorganismus wie eine Gruppe von Krebszellen. An einem bestimmten Punkt verlieren sie ihre Verbindung zu den anderen Zellen, beginnen sich chaotisch zu vermehren, dringen in das umliegende Gewebe ein und produzieren giftige Substanzen, die schließlich den gesamten Organismus vergiften. Haben wir das nicht auch getan, als wir 83 Prozent des Planeten bevölkerten?

Das Wirtschafts- und Produktionssystem hat sich drei Jahrhunderte lang entwickelt, ohne seine Vereinbarkeit mit dem ökologischen System zu berücksichtigen. Heute erkennen wir mit Verspätung, dass Ökologie und die industrielle Produktionsweise, die eine systematische Ausplünderung der Natur beinhaltet, im Widerspruch zueinander stehen. Entweder wir ändern uns, oder wir landen in Samara, wo etwas Unheilvolles auf uns wartet.

All diese Probleme würden eine globale Governance, globales Denken und globale Lösungen erfordern. Wir sind noch nicht reif für diese offensichtliche Anforderung. Wir sind nach wie vor Opfer der veralteten Souveränität jeder einzelnen Nation und schließen uns auf diese Weise blindlings dem Zug derer an, die auf das Massengrab zusteuern.

Leonardo Boff Autor von: Terra Madura:uma teologia da vida, Planeta, São Paulo 2023; Habitar a Terra:  qual o caminho para a fraternidade universal? Vozes 2022.

O capitalism vigente: tomado pela pulsão de morte?

Leonardo Boff

A COP28 realizada em Dubai, nos Emirados Árabes, terminou como terminaram as anteriores: com apenas uma conclamação à redução dos combustíveis fósseis; mas se eliminou a expressão de “eliminação progressiva” do uso do petróleo,o que deixa o campo aberto para o seu uso e exploração. Importa notar que os presidentes dos países mais decisivos nesta temática, dos USA e da Rússia não se fizeram presentes. No entanto aumentou o número de lobistas das empresas de petróleo, gás e carvão.

Como notou uma analista brasileira (Cora Rónai), “esta COP28 é um tapa na cara da Humanidade, uma gozação com quem de fato se preocupa com os efeitos das nossas ações sobre o planeta”(O Globo,7/12,segundo caderno,8). Efetivamente os milhares lá presentes não mostraram a sensibilidade necessária para o drama que significará o aumento do aquecimento do planeta, beirando, dentro de pouco, a dois graus Celsius ou mais. O lucro das empresas, a lógica sistêmica da competição sem qualquer laivo de cooperação efetiva, o continuado assalto ao bens e serviços naturais, a flexibilização das leis que limitam as intervenções na natureza e o enfraquecimento dos controles legais em sociedade dominadas pelo sistema neoliberal-capitalista, fazem com que não se mude de rumo, no máximo, façam-se correções internas ao sistema,que são como uma espécie de band-aids em cima das feridas sem que se atacam as causas delas.

Mantido o sistema do capital com sua dinâmica insaciável e sua cultura cobrindo todas as esferas e mais ainda  a “Grande Transformação”(Polaniy) de uma sociedade com mercado para uma sociedade de total mercado, tendencialmente tornarão o planeta inabitável. Já há anos o geneticista francês Albert Jacquard (J’acuse l’économie triomphante,1986) notava o caráter suicida do sistema capitalista, sua  pulsão de morte, pois se funda sobre a exaustão das condições que garantem  vida, cujo motor é a competição que devora sem piedade seus concorrentes sempre na perspectiva de mais ganhos monetários.

Talvez esta pequena história vinda do Iraque, destruído por Bush e aliados numa guerra injusta, a partir de 2003, nos possa iluminar acerca dos riscos que se apresentam à nossa frente.

Conta-se que “um soldado da antiga Bassora, na guerra contra o Iraque, devastada pelo exército norte-americano, cheio de medo, foi ao rei e lhe disse:”Meu Senhor, salva-me, ajuda-me a fugir daqui; estava na praça do mercado e encontrei a Morte vestida toda de preto que me mirou com um olhar mortal; empresta-me seu cavalo real para que possa correr depressa para Samara que fica longe daqui; temo por minha vida se ficar na cidade”.

O rei fez-lhe a vontade. Mais tarde o rei encontrou a Morte na rua e lhe disse:” O meu soldado estava apavorado; contou-me que te encontrou e que  tu o olhavas de forma estranhíssima”. “Oh não”, respondeu a Morte, “o meu olhar era apenas de estupefação, pois me perguntava como esse homem iria chegar a Samara que fica tão longe daqui, porque o esperava esta noite lá. De fato o encontrou-o de noite lá e deu-lhe o abraço da morte”.

Esse conto se aplica ao atual momento. Entrevemos a morte, o fim de nosso tipo de mundo assentado na superexploração da natureza.Mas não diminuímos a aceleração do crescimento ilimitado, mesmo que a ciências nos garantam que já tocamos os limites suportáveis da Terra e que ela não aguenta mais. A voracidade consumista dos países opulentos, geralmente situados no Grande Norte, está exigindo mais de uma Terra e meia para atender as suas demandas.

Temos pouco tempo e menos ainda sabedoria. Inauguramos já a nova fase da Terra, em ebulição e superaquecida (o antropoceno, o necroceno e o piroceno). Os próprios climatólogos, em sua maioria, se transformaram em tecnofatalistas e resignados. A ciência e a técnica, testemunham, chegaram atrasadas demais. Não podemos mais deter o novo curso da Terra em aquecimento. Podemos, sim, advertir a humanidade pela chegada cada vez mais frequente dos eventos extremos e mitigar seus efeitos danosos mas nos  escapa a possibilidade de evitá-los.

As consequências para a inteira humanidade, particularmente, para os países insulares do Pacífico, ameaçados de desaparecer e especificamente para os mais desassistidos e pobres serão de gravidade, maior ou menor, dependendo das regiões. Mas milhares serão vítimas, deverão emigrar, pois seus territórios se tornaram demasiadamente quentes, quebraram-se as safras, campeia a fome e a sede, crianças e idosos não conseguem se adaptar e acabam morrendo. Tais fenômenos obrigarão os planificadores a  redefinir o traçado das cidades, em particular, as situadas às margens dos oceanos cujas águas subirão significantemente.

Sirvam-nos exemplos corriqueiros. Uma vez lançada, uma ogiva nuclear,vinda de grande altura, já não pode ser detida. Rompidos os diques da mineradora Vale em Brumandinho-MG, torna-se impossível deter a avalanche de milhares de toneladas de dejetos,barro e água que, criminosamente, vitimaram 172 pessoas e arrasaram a região.

É o que está ocorrendo com a Terra. A “colônia” humana em relação ao organismo-Terra está se comportando como um grupo de células cancerígenas. Num dado momento, perderam a conexão com as outras células, começam a se replicar caoticamente, a invadir os tecidos circundantes, a produzir substâncias tóxicas que acabam por envenenar todo o organismo. Não fizemos isso, ocupando 83% do planeta?

O sistema econômico e produtivo se desenvolveu já há três séculos sem tomar em conta sua compatibilidade com o sistema ecológico. Hoje, tardiamente, nos damos conta de que ecologia e  modo industrialista de produção que implica o saque sistemático da natureza são contraditórios. Ou mudamos ou chegaremos à  Samara, onde nos espera algo sinistro.

Todos estes problemas exigiriam uma governança global,para pensar globalmente, soluções globais. Não amadurecemos ainda para esta exigência evidente. Continuamos vítimas do soberanismo obsoleto de cada nação e, desta forma, cegos, engrossamos o cortejo daqueles que caminham na direção da vala comum.Oxalá despertemos a tempo.

Leonardo Boff escreveu Terra Madura:uma teologia da vida, Planeta, São Paulo 2023; Habitar a Terra:  qual o caminho para a fraternidade universal? Vozes 2022.
























































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Leonardo Boff

A COP28 realizada
em Dubai, nos Emirados Árabes, terminou como terminaram as anteriores: com
apenas uma conclamação à redução dos combustíveis fósseis; mas se eliminou a
expressão de “eliminação progressiva” do uso do petróleo,o que deixa o campo
aberto para o seu uso e exploração. Importa notar que os presidenentes dos
países mais decisisivos nesta temática, dos USA e da Rússia não se fizeram
presentes. No entanto aumentou o número de lobistas das empresas de petróleo,
gás e carvão.

Como notou uma
analista brasileira (Cora Rónai), “esta COP28 é um tapa na cara da Humanidade,
uma gozação com quem de fato se preocupa com os efeitos das nossas ações sobre
o planeta”(O Globo,7/12,segundo caderno,8). Efetivamente os milhares lá
presentes mostraram a sensibilidade necessária para o drama que significará o
aumento do aquecimento do planeta, beirando, dentro de pouco, a dois graus
Celsius ou mais. O lucro das empresas, a lógica sistêmica da competição sem
qualquer laivo de cooperação efetiva, o continuado assalto ao bens e serviços
naturais, a flexibilização das leis que limitam as intervenções na natureza e o
enfraquecimento dos controles legais em sociedade dominadas pelo sistema
neoliberal  capitalista, fazem com que
não se mude de rumo, no máximo, façam-se correções internas ao sistema,que são como
uma espécie de band-aids em cima das feridas sem que se atacam as causas delas.

Mantido o sistema
do capital com sua dinâmica insaciável e sua cultura cobrindo todas as esferas e
mais ainda  a “Grande Transformação”(Polaniy)
de uma sociedade com mercado para uma sociedade de total mercado,
tendencialmente tornarão o planeta inabitável. Já há anos o geneticista francês
Albert Jacquard (J’acuse l’économie
triomphante,1986)
notava o caráter suicida do sistema capitalista, sua  pulsão de morte, pois se funda sobre a
exaustão das condições que garantem  vida,
cujo motor é a competição que devora sem piedade seus concorrentes sempre na
perspectiva de mais ganhos monetários.

Talvez esta pequena
história vinda do Iraque, destruído por Bush numa guerra injusta, a partir de
2003 nos possa iluminar acerca dos riscos que se apresentam à nossa frente.

Conta-se que “um soldado da antiga Bassora, há
anos, devastada pelo exército norte-americano, cheio de medo, foi ao rei e lhe
disse:”Meu Senhor, salva-me, ajuda-me a fugir daqui; estava na praça do mercado
e encontrei a Morte vestida toda de preto que me mirou com um olhar mortal;
empresta-me seu cavalo real para que possa correr depressa para Samarra que
fica longe daqui; temo por minha vida se ficar na cidade”.

O rei
fez-lhe a vontade. Mais tarde o rei encontrou a Morte na rua e lhe disse:” O
meu soldado estava apavorado; contou-me que te encontrou e que  tu o olhavas de forma estranhíssima”. “Oh
não”, respondeu a Morte, “o meu olhar era apenas de estupefação, pois me
perguntava como esse homem iria chegar a Samarra que fica tão longe daqui,
porque o esperava esta noite lá. De fato o encontrou-o de noite lá e deu-lhe o
abraço da morte”.

Esse conto
se aplica ao atual momento. Entrevemos a morte, o fim de nosso tipo de mundo
assentado na superexploração da natureza.Mas não diminuimos a aceleração do crescimento
ilimitado, mesmo que a ciências nos garantam que já tocamos os limites suportáveis
da Terra e que ela não aguenta mais. A voracidade consumista dos países
opulentos, geralmente situados no Grande Norte, está exigindo mais de uma Terra
e meia para atender as suas demandas.

Temos
pouco tempo e menos ainda sabedoria. Inauguramos já a nova fase da Terra, em
ebulição e super-aquecida (o antropoceno, o necroceno e o piroceno). Os
próprios climatólogos, em sua maioria, se transformaram em tecnofatalistas e
resignados. A ciência e a técnica, testemunham, chegaram atrasadas demais. Não
podemos mais deter o novo curso da Terra aquecida. Podemos, sim, advertir a
humanidade pela chegada cada vez mais frequente dos eventos extremos e mitigar
seus efeitos danosos mas nos  escapa a
possibilidade de evitá-los.

As
consequências para a inteira humanidade, particularmente, para os países
insulares do Pacífico, ameaçados de desaparecer e especificamente para os mais
desassistidos e pobres serão de gravidade, maior ou menor, dependendo das
regiões. Mas milhares serão vítimas, deverão emigrar, pois seus territórios se
tornaram demasiadamente quentes, quebraram-se as safras, campeia a fome e a
sede, crianças e idosos não consequem se adaptar e acabam morrendo. Tais
fenômenos obrigarão os planificadores a 
redefinir o traçado das cidades, em particular, as situadas às margens
dos oceanos cujas águas subirão significamente.

Sirvam-nos
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Brumandinho-MG, torna-se impossível deter a avalanche de milhares de toneladas
de dejetos,barro e água que, criminosamente, vitimam 172 pessoas e arrasaram a
região.

É o que está ocorrendo com a Terra. A “colonia” humana
em relação ao organismo-Terra está se comportando como um grupo de células
cancerígenas. Num dado momento, perderam a conexão com as outras células,
começam a se replicar caoticamente, a invadir os tecidos circundantes, a
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fizemos isso, ocupando 83% do planeta?

O sistema econômico e produtivo se desenvolveu já há
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à  Samarra, onde nos espera algo
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Todos estes problemas exigiriam uma governança
global,para pensar globalmente, soluções globais. Não amadurecemos ainda para
esta exigência evidente. Continuamos vítimas do soberanismo obseleto de cada
nação e, desta forma, cegos, engrossamos o cortejo daqueles que caminham na
direção da vala comum.Oxalá despertemos a tempo.

Leonardo Boff escreveu Terra Madura:uma teologia da vida, Planeta, São Paulo 2023; Habitar a Terra:  qual o caminho para a fraternidade universal?
Vozes 2022.

 

Acercamo-nos ao fim da espécie humana?

Leonardo Boff

Se reduzirmos o processo cosmogênico de 13,7 bilhões de anos a um ano como o fez o cosmólogo Brian Swimme e antes dele Carl Sagan chegamos à conclusão de que o nosso ancestral primitivo surgiu no dia 31 de dezembro,às 22 horas.O atual que somos nós, o sapiens sapiens, no dia 31de dezembro,58 minutos e 10 segundos.Portanto,somos os últimos dos seres maiores a entrar em cena no processo da evolução,menos de dois minutos antes da meia-noite. Nós neste instante, comenta Swimme, surgimos “10 segundos antes da meia-noite e somos os nouveaux riche da vida”.

Esse ser,portador de inteligência,de vontade e de propósito,por não possuir nenhum órgão especializado,obrigou-se a interferir na natureza para garantir sua subsistência.Mas desde o início o fez usando sua força a ponto de desequilibrar os vários ecossistemas.Como observou o economista-ecólogo húngaro Georgescu-Roegen(1906-1994),um dos primeiros colocar a questão dos limites do sistema-Terra, esse ser, o humano, é altamente criativo, agitado, agressivo e pouco afeito à medida.Por esta razão, diz ele,modificará a face da Terra mas está destinado a ter vida curta sobre a Terra. Lyn Margulis, em seu “Microcosmos:quatro bilhões de anos de evolução microbiana”(1990) chega a afirmar que nossa espécie é “uma espécie de erva daninha mamífera,não obstante nossa personalidade e realizações”(p.213).Onde ela chega, ameaça as demais espécies, a ponto de modernamente termos inaugurado,segundo alguns cientistas,uma nova era geológica, o antropoceno, vale dizer, o ser humano seria a grande ameaça à vida no planeta.

Ocorre um fenômeno que nos fez colocar a questão acima: será que  nos não estamos acercando de nosso próprio fim? Alguns notáveis biólogos como A.Meredith e a própria Lyn Margulis, pensam que o recente e fantástico sucesso do ser humano no povoamento do planeta não passaria de “um fenômeno de ocaso”, quer dizer, do grande jogo de luzes antes do inevitável fim do espetáculo. A expansão populacional nos faz, realmente, pensar.

Somente em 1800 chegamos a um bilhão de pessoas; em 1930 já éramos 2 bilhões;em 1974 alcançamos a cifra de 4 bilhões; em 1987 éramos 5 bilhões; em 1999 emergimos como 7 bilhões e em 2022,finalmente chegamos a 8 bilhões de pessoas.

Se bem observarmos há um crescimento exponencial. Comenta Margulis,uma das maiores especialistas em microbiologia:”De acordo com dados históricos sabe-se que as espécies se reproduzem frequentemente com considerável profusão momentos antes de se extinguirem”(Microcosmos,p.213). Outro grande cientista John R.Plat comenta”Ficamos atemorizados quando observamos estes exemplos de aceleração evolutiva”(The Acceleration of Evolution,em The Futurist,1981).

O argumento que mais me convence e funda minha hipótese (não é mais que hipótese) de que nosso fim não está distante é fornecido pela própria Margulis. Ela usa o exemplo do que ocorre com os micro-organismos colocados dentro da cápsula de Petri.Cito: “A cápsula de Petri são placas redondas dotadas de alimento transparente,que permite ao investigador ver as colônias bacterianas sob a forma de pontos mesmo a olho nu.Alimentados com nutrientes os micróbios revelam-se quase sempre muito prolíficos…Ao esgotarem todas as substâncias nutritivas e ao atingirem as bordas da placa de  Petri, os múltiplos bilhões de bactérias deixam de se desenvolver e de súbito morrem por falta de alimento e de espaço vital.Para a humanidade, o mundo pode mostrar-se idêntico a uma cápsula de Petri”(p.214).

Em outras palavras, os organismos da ONU tem mostrado anualmente a Sobrecarga da Terra (The Earth Overshoot). Chegamos a ela neste ano de 2023, no dia 22 de julho. Isto quer dizer: constatou-se o esgotamento dos nutrientes essenciais que a Terra nos fornece para garantir a continuidade da vida. Como, particularmente os países ricos, não diminuem seu suntuoso consumo, a Terra viva não pode mais dar o que não tem. Então responde com mais aquecimento global, mais eventos extremos, mais vírus letais e outros fenômenos que podem colocar o futuro da vida humana e da natureza em situação de dissolução e até desaparecimento. O citado cientista Plat estima que a vida na Terra se avizinha de sua maior viragem depois de 4 bilhões de anos de existência. Não há consciência coletiva acerca deste risco na população,nem nos “decisions makers” nem nos chefes de Estado.

Todos os anos milhares de espécies vivas desaparecem depois de permanecerem por milhões de anos sobre o nosso planeta. Chegando ao seu clímax desaparecem para dar lugar a outras. Pergunto: será que não chegou a nossa vez de desaparecer deste planeta? A Terra continuará pacificamente girando ao redor do sol. Mas sem nós.

Não desejaria que o prognóstico de um dos últimos grandes naturalistas Jacob Monod chegasse a se realizar.Em seu livro “E se a aventura humana viesse a falhar”(2000) observa:”somos capazes de uma conduta insensata e demente.A partir de agora se pode temer tudo, realmente tudo, inclusive a aniquilação da espécie humana. Seria o justo preço de nossas loucuras e de nossas crueldades”(p.246). Com esperança confiamos que ainda daremos um salto em nossa consciência, despertaremos, mudaremos de rumo e assim salvaremos a vida, nossas culturas e nosso futuro.É a esperança esperante.

Leonardo Boff escreveu Cuidar da Terra-proteger a vida: como escapar do fim do mundo, Record, RJ 2010; com Jugen Moltmann, Há esperança para a criação ameaçada? Vozes 2014.

Fondamentalismo,terrorismo, genocidio

             Leonardo Boff

Il 7 ottobre abbiamo assistito ad un atto terroristico contro Israele, perpetrato dal gruppo armato Hamas della Striscia di Gaza, che è anche una forma convenzionale di organizzazione civile della società che amministra. La ritorsione dello Stato sionista d’Israele, guidato da B. Netanyahu, è stata talmente asimmetrica e sproporzionata da rappresentare, secondo la stessa ONU, un vero e proprio genocidio del popolo palestinese della Striscia di Gaza con la morte di migliaia di bambini innocenti, di civili e con la distruzione della maggior parte delle case. È stato creato uno Stato terrorista. Un’ondata di fondamentalismo si sta diffondendo in tutto il mondo, associato al terrorismo e, nella sua forma estrema, al genocidio. Partiamo dal fondamentalismo.

Il fondamentalismo non è una dottrina, ma un modo esclusivo di vedere la dottrina. Il fondamentalista è assolutamente convinto che la sua dottrina sia l’unica vera e tutte le altre siano false. Non avendo alcun diritto, possono e devono essere combattute. Quando qualcuno si considera portatore di una verità assoluta, non può tollerare un’altra verità e il suo destino è l’intolleranza che degenera nel disprezzo per gli altri, nell’aggressività e, infine, nella guerra.

Ciò avviene con quella parte dellebraismo chiamata sionismo, che pretende uno Stato solo di ebrei. Questo dice che la terra di Palestina sia stata data da Dio agli ebrei e questi avrebbero diritto ad uno Stato esclusivamente per loro. Di conseguenza, occupano terre in Cisgiordania, espellono i suoi abitanti arabi, prendendo le loro case e tutto ciò che si trova all’interno. Il sogno del sionismo radicale propone di creare uno Stato ebraico grande quanto quello del tempo di Re Davide. Una parte di palestinesi e arabi della regione credono di avere diritti secolari e rifiutano di riconoscere Israele come Stato in quanto è un usurpatore. Dichiarano il proposito di difendere e recuperare le proprie terre espropriate e per questo si armano e compiono atti di violenza, arrivando al terrore come risposta al terrore che soffrono da 75 anni degli ebrei radicali.

Quali sono le caratteristiche del terrorismo? L’unicità del terrorismo risiede nelloccupazione delle menti. Nelle guerre i bombardamenti aerei non bastano, come si è visto nelle centinaia di raid aerei israeliani. È necessario occupare lo spazio fisico per imporsi effettivamente. Cosi è stato in Afghanistan e in Iraq e ora nella Striscia di Gaza da parte dell’esercito israeliano. Nel terrore no. È sufficiente occupare le menti con minacce che producano paura, interiorizzata nella popolazione e nel Governo. Gli americani occuparono fisicamente l’Afghanistan dei talebani e l’Iraq di Saddam Hussein. Ma Al-Qaeda ha occupato psicologicamente le menti dei nord-americani. L’allora ancora vivo Osama Bin Laden, l’8 ottobre 2001, proclamò: “D’ora in poi, gli Stati Uniti non avranno mai più sicurezza, non avranno mai più pace”.

  Per dominare le menti attraverso la paura il terrorismo segue la seguente strategia:

(1) gli atti devono essere spettacolari, altrimenti, non causeranno una commozione generalizzata;

(2) pur essendo odiati, devono suscitare stupore per la sagacia utilizzata;

(3) devono suggerire che siano stati accuratamente preparati;

(4) devono essere imprevisti per dare l’impressione di essere incontrollabili;

(5) gli autori devono rimanere anonimi (indossare maschere) perché quanto più sono sospetti, maggiore è la paura;

(6) devono provocare paura permanente;

(7) devono distorcere la percezione della realtà: qualsiasi cosa diversa può configurare il terrore. Un arabo su un aereo è, facilmente, visto come un terrorista e si attivano le autorità. Dopo, si accerta che era un semplice cittadino.

Formalizzando: il terrorismo è tutta violenza spettacolare, praticata con lo scopo di occupare le menti con paura e terrore. Oltre alla violenza, ciò che si ricerca è il suo carattere spettacolare, capace di dominare le menti di tutti. In generale, il terrorismo è la guerra dei deboli, di coloro da sempre dominati e umiliati. Alla fine, come attualmente nella Striscia di Gaza, non hanno altra alternativa se non quella di resistere e commettere atti di violenza. La resilienza ha i suoi limiti.

Temiamo che, dopo la violenza genocida di Israele nella Striscia di Gaza, che mieterà così tante vittime innocenti, soprattutto migliaia di bambini, donne e civili, si verificheranno atti di terrore contro gli ebrei in tutto il mondo o addirittura irromperà l’antisemitismo, anche se il semitismo non dovrebbe essere identificato con la radice del sionismo.

Dio ci liberi da questo orrore che suscita lo spirito di vendetta e la spirale della violenza omicida.

Considerata la virulenza che i paesi militaristi esercitano nei confronti di coloro che si oppongono a loro, ben rappresentati dagli americani, si teme che il terrorismo si manifesti in molti paesi dominati. Non nasce da solo. È un’esplosione di dominio e umiliazione così folle (prima violenza) che non vedono altra alternativa che ribellarsi, alcuni diventando uomini-bombe e compiendo atti di terrore (seconda violenza).

La risposta dei paesi dominanti è quella di reagire in modo ancora più violento, conducendo guerre ibride e assolutamente asimmetriche con le armi più moderne, uccidendo indiscriminatamente persone, radendo al suolo le loro case e commettendo veri e propri genocidi, nel senso di uccidere bambini e anziani che non hanno nulla a che fare con la guerra, distruggendo templi, ospedali, scuole e centri culturali. Non è più la guerra del forte contro il debole, ma crimini di guerra e di un vero e proprio genocidio da parte del forte.

Leonardo Boff ha scritto O doloroso parto da Mãe Terra: uma sociedade de fraternidade sem fronteiras e de amizade social, Vozes 2021; Comensalidade e a cultura da paz, Vozes 2015.

(traduzione dal portoghese di Gianni Alioti)