Die Welt essen oder bewahren? Zwei Paradigmen

Leonardo Boff

“Die Welt essen oder die Welt bewahren” stellt eine Metapher dar, die häufig von indigenen Anführern verwendet wird und das Paradigma unserer Zivilisation in Frage stellt, deren Gewalt sie fast verschwinden lässt. Jetzt wird es von Covid-19 in Frage gestellt. Das Virus hat wie ein Blitz auf das Paradigma des “Essens der Welt” eingeschlagen, das heißt, grenzenlos alles auszunutzen, was in der Natur existiert, mit der Perspektive endlosen Wachstums/Anreicherung.

Das Virus zerstörte die Mantras, die dieses Paradigma stützen: die Schlüsselrolle des Profits, erreicht durch den härtesten Wettbewerb, der sich privat auf Kosten der Ausbeutung natürlicher Ressourcen angesammelt hat. Wenn wir diesen Mantras gehorchen würden, wären wir sicherlich in einem schlechten Zustand. Was uns rettet, ist das, was im Paradigma “die Welt essen” verborgen und unsichtbar gemacht wird: Leben, Solidarität, gegenseitige Abhängigkeit aller von allen und Sorge für die Natur und füreinander. Es ist das zwingende Paradigma des “Schutzes der Welt”.

Dieses Paradigma des “die Welt essen” hat hohe Vorfahren. Es stammt aus Athen im 5. Jahrhundert v. Chr., als der kritische Geist ausbrach und uns erlaubte, die wesentliche Dynamik des Geistes wahrzunehmen, das Aufbrechen aller Grenzen und die Suche nach dem Unendlichen, ein Zweck, durchdacht von den großen Philosophen, von Künstlern, und zu erkennen auch in den Tragödien von Sophokles, Aischylos und Euripides und ebenfalls von Politikern aufgenommen. Es ist nicht mehr die “medén’gan” des Tempels von Delphi: “nichts im Übermaß”, aber jetzt ist es die unbegrenzte räumliche Expansion (Schaffung von Kolonien und eines Imperiums) und die zeitliche Expansion, die sich der endlosen Zukunft öffnet (unbegrenzte Zukunftsperspektive).

Dieses Projekt des “die Welt essen” nahm in Griechenland selbst Gestalt an in der Gründung des Reichs Alexanders des Großen (356 – 323), der im Alter von nur 23 Jahren ein Reich gründete, das sich von der Adria bis zum Indus-Fluss in Indien erstreckte.

Das “die Welt essen” vertiefte sich im riesigen Römischen Reich, wurde gestärkt im modernen Kolonial- und Industriezeitalter und gipfelte in der heutigen Welt mit der Globalisierung der westlichen Techno-Wissenschaft, die sich in jeden Winkel des Planeten ausdehnt. Es ist das Reich des Unbegrenzten, übersetzt in den (illusorischen) Zweck des Kapitalismus/Neoliberalismus des unbegrenzten Wachstums in die Zukunft. Ein Beispiel für dieses Streben nach unbegrenztem Wachstum ist die Tatsache, dass in der letzten Generation mehr Energieressourcen verbrannt wurden als in allen früheren Generationen der Menschheit. Es gibt keinen Ort, der nicht für die Anhäufung von Gütern ausgenutzt wurde.

Doch nun ist eine unüberwindbare Grenze aufgetaucht: Die begrenzte Erde, als ein Planet, klein, überbevölkert, mit begrenzten Gütern und Dienstleistungen, kann ein unbegrenztes Projekt nicht aushalten. Am 22. September 2020 identifizierten die Erd- und Biowissenschaften The Earth Overshoot (Erdüberlastungstag). Das heißt, die Grenze der erneuerbaren natürlichen Güter und Dienstleistungen, die für die Erhaltung des Lebens von grundlegender Basis sind. Sie wurden erschöpft. Der Konsumismus führt zu Gewalt, indem er keine Grenzen akzeptiert, und entreißt Mutter Erde das, was sie nicht mehr geben kann. Wir konsumieren das Äquivalent von anderthalb Erden. Die Folgen dieser Erpressung zeigen sich in der Reaktion einer erschöpften Mutter Erde: die Zunahme der globalen Erwärmung, die Erosion der biologischen Vielfalt (etwa hunderttausend Arten werden pro Jahr eliminiert und eine Million gefährdet), der Verlust der Bodenfruchtbarkeit und die zunehmende Wüstenbildung u. a. extreme Ereignisse.

Die Überschreitung einiger der neun planetarischen Grenzen (Klimawandel, Artensterben, Ozeanversauerung u. a.) kann einen systemischen Effekt verursachen, ein Einreißen dieser neun Grenzen und damit einen Zusammenbruch unserer Zivilisation herbeiführen.

Das Eindringen von Covid-19 hat alle militaristischen Länder in die Knie gezwungen und Massenvernichtungswaffen nutzlos und lächerlich gemacht. Der Bandbreite der vorhergesagten Viren könnten, wenn wir unsere zerstörerische Beziehung zur Natur nicht ändern, mehrere Millionen Menschen zum Opfer fallen und die Biosphäre, die für alle Lebensformen unerlässlich ist, ausdünnen.

Gegenwärtig wird die Menschheit angesichts unüberwindlicher Grenzen und der Möglichkeit des endgültigen Endes der Spezies von metaphysischem Terror erfasst. Der beabsichtigte Große Reset des Kapitalsystems ist illusorisch. Die Erde wird es scheitern lassen.

In diesem dramatischen Kontext entsteht das andere Paradigma der “Bewahrung der Welt”. Sie wird insbesondere von indigenen Führern in Brasilien wie Ailton Krenak, Davi Kopenawa Yanomani, Sénia Guajajara, Renata Mchado Tupinambé, Cristine Takua, Raoni Metuktire u. a. erhoben. Für sie alle existiert eine tiefe Gemeinschaft mit der Natur, als deren Teil sie sich fühlen. Sie müssen die Erde nicht als die Große Mutter, Pachamama und Tonantzin betrachten, weil sie so fühlen. Natürlich bewahren sie die Welt, weil diese eine Erweiterung ihres eigenen Körpers ist.

Die Tiefenökologie und die Intergrale, wie sie u. a. in der Erd-Charta (2000), den Enzykliken Laudato Si: Die Sorge für das Gemeinsame Haus (2015) und „Fratelli tutti“ (2020) von Papst Franziskus und im Programm Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung des Ökumenischen Kirchenrat verkörpert ist, hat sich die Bewahrung der Welt zur Aufgabe gemacht. Das gemeinsame Ziel ist es, die physikalisch-chemisch-ökologischen Bedingungen zu gewährleisten, die das Leben in all seinen Formen, insbesondere das menschliche Leben, erhalten und fortbestehen lassen. Wir befinden uns bereits im sechsten Massenaussterben und das Anthropozän verschärft es. Wenn wir die Daten der Wissenschaft zu den Bedrohungen unseres Überlebens nicht emotional und mit dem Herzen lesen, werden wir uns kaum für den Schutz der Welt einsetzen.

Papst Franziskus hat in Fratelli tutti ernsthaft gewarnt: “Entweder wir retten uns alle gemeinsam, oder niemand wird gerettet” (Nr. 32). Es ist eine fast verzweifelte Warnung, wenn wir nicht “die Reihen derer anschwellen lassen wollen, die in ihr eigenes Grab gehen” (S. Bauman). Lasst uns den Sprung des Glaubens wagen an das glauben, was im Buch der Weisheit steht: “Gott ist der leidenschaftliche Liebhaber des Lebens” (11,26). Wenn dem so ist, wird Er nicht zulassen, dass wir so kläglich vom Erdboden verschwinden. So glauben wir und so hoffen wir.

Leonardo Boff Philosoph – Theologe – Ökologe -Schrifsteller, Dignitas Terrae:Schrei der Erde-Schrei der Arme, Patmos, Düsseldorf.

Übersetzung von Bettina Gold Hartnack

¿Comer el mundo o salvaguardar el mundo? Paradigmas opuestos

Leonardo Boff

“Comer el mundo” o “salvaguardar el mundo” son una metáfora, frecuente en la boca de líderes indígenas, cuestionando el paradigma de nuestra civilización, cuya violencia casi los ha hecho desaparecer. Ahora ha sido puesto en jaque por la Covid-19. El virus ha caído como un rayo sobre el paradigma de “comer el mundo”, es decir, explotar ilimitadamente todo lo que existe en la naturaleza bajo la perspectiva de un crecimiento/enriquecimiento sin fin. El virus ha destruido los mantras que lo sustentan: centralidad del lucro, alcanzado mediante la competencia, la más feroz posible, acumulado privadamente, a costa de la explotación de los recursos naturales. De obedecer estos mantras, estaríamos seguramente en mal camino. Lo que nos está salvando es lo ocultado e invisibilizado en el paradigma de “comer el mundo”: la vida, la solidaridad, la interdependencia entre todos y el cuidado de la naturaleza y de unos a otros. Es el paradigma imperativo de “salvaguardar el mundo”.

El paradigma de “comerse el mundo” es muy antiguo. Viene de la Atenas del siglo V a.C., cuando el espíritu crítico irrumpió y permitió percibir la dinámica intrínseca del espíritu que es la ruptura de todos los límites y la búsqueda del infinito. Tal propósito fue pensado por los grandes filósofos, por los artistas, aparece también en las tragedias de Sófocles, Esquilo y Eurípides y es practicado por los políticos. Ya no es el medén ágan del templo de Delfos: “nada en exceso”.

Este proyecto de “comer el mundo” tomó forma en la misma Grecia con la creación del imperio de Alejandro Magno (356-323), que con solo 23 años fundó un imperio que se extendía desde el Adriático hasta el río Indo en la India.

Este “comer el mundo” se profundizó en el vasto Imperio Romano, se fortaleció en la era colonial e industrial moderna y culminó en el mundo contemporáneo con la globalización de la tecnociencia occidental, expandida a todos los rincones del planeta. Es el imperio de lo ilimitado, traducido en el propósito (ilusorio) del capitalismo/neoliberalismo de crecimiento ilimitado hacia el futuro. Basta con poner como ejemplo de esta búsqueda de crecimiento ilimitado el hecho de que en la última generación se quemaron más recursos energéticos que en todas las generaciones anteriores de la humanidad. No hay lugar que no haya sido explotado para la acumulación de bienes.

Pero he aquí que ha surgido un límite insuperable: la Tierra limitada como planeta, pequeño, superpoblado, con bienes y servicios limitados no puede soportar un proyecto ilimitado. Todo tiene límites. El 22 de septiembre de 2020, las ciencias de la Tierra y de la vida lo han identificado como el Día del Sobregiro de la Tierra (The Earth Overshoot Day), es decir, el límite de los bienes y servicios naturales renovables, básicos para mantener la vida. Se han agotado. El consumismo, al no aceptar límites, conduce a la violencia, arrancando a la Madre Tierra lo que ella ya no puede dar. Estamos consumiendo el equivalente a una Tierra y media. Las consecuencias de esta extorsión se manifiestan en la reacción de la Madre Tierra agotada: aumento del calentamiento global, erosión de la biodiversidad (unas cien mil especies eliminadas cada año y un millón en peligro), pérdida de la fertilidad del suelo y la creciente desertización, entre otros fenómenos extremos.

Traspasar algunas de las nueve fronteras planetarias (cambio climático, extinción de especies, acidificación de los océanos y otros) puede provocar un efecto sistémico, haciendo que caigan las nueve e induciendo así el colapso de nuestra civilización. La irrupción de la Covid-19 ha puesto de rodillas a todas las potencias militaristas, haciendo inútiles y ridículas las armas de destrucción masiva. La gama de virus previamente anunciados, si no cambiamos nuestra relación destructiva con la naturaleza, podría sacrificar a varios millones de personas y adelgazar la biosfera, esencial para todas las formas de vida.

En la actualidad, la humanidad se ve embargada por el terror metafísico ante los límites insuperables y la posibilidad del fin de la especie. El Gran Reinicio (Great Reset) del sistema capitalista es ilusorio. La Tierra lo hará fracasar.

En este dramático contexto es donde surge el otro paradigma, el de “salvaguardar el mundo”. Ha sido planteado en particular por líderes indígenas como Ailton Krenak, Davi Kopenawa Yanomani, Sônia Guajajara, Renata Machado Tupinambá, Cristine Takuá, Raoni Metuktire y otros. Para todos ellos existe una profunda comunión con la naturaleza, de la que se sienten parte. No necesitan pensar en la Tierra como la Gran Madre, Pachamama y Tonantzin porque la sienten así. Salvaguardan de manera natural el mundo porque es una extensión de su propio cuerpo.

La ecología de lo profundo e integral, tal y como se recoge en la Carta de la Tierra (2000), en las encíclicas del Papa Francisco Laudato SI: cómo cuidar nuestra casa común (2015) y Fratelli tutti (2020), y en el programa Paz, Justicia y Preservación de la Creación del Consejo Mundial de Iglesias, entre otros grupos, han asumido salvaguardar el mundo. El propósito común es garantizar las condiciones físico-químicas-ecológicas que sostienen y perpetúan la vida en todas sus formas, especialmente la vida humana. Estamos ya en la sexta extinción masiva y el antropoceno la está intensificando. Si no leemos emocionalmente, con el corazón, los datos de la ciencia sobre las amenazas que pesan sobre nuestra supervivencia, difícilmente nos comprometeremos a salvaguardar el mundo.

El Papa Francisco advirtió seriamente en la Fratelli tutti: “O nos salvamos todos juntos o no se salva nadie” (n. 32). Es una advertencia casi desesperada si no queremos “engrosar el cortejo de los que van hacia su propia tumba” (Z. Bauman). Damos el salto de fe y creemos en lo que dice el Libro de la Sabiduría: “Dios es el apasionado amante de la vida” (11,26). Si es así, Él no permitirá que desaparezcamos tan miserablemente de la faz de la Tierra. Así lo creemos y así lo esperamos.

Leonardo Boff ha escrito: Cuidar la Tierra-Proteger la vida, cómo evitar el fin del mundo, Record 2010; Covid-19, la Madre Tierra contraataca a la Humanidad: advertencias de la pandemia, Vozes 2020.

Traducción de Mª José Gavito Milano

“Comer el mundo” o “salvaguardar el mundo” son una metáfora, frecuente en la boca de líderes indígenas, cuestionando el paradigma de nuestra civilización, cuya violencia casi los ha hecho desaparecer. Ahora ha sido puesto en jaque por la Covid-19. El virus ha caído como un rayo sobre el paradigma de “comer el mundo”, es decir, explotar ilimitadamente todo lo que existe en la naturaleza bajo la perspectiva de un crecimiento/enriquecimiento sin fin. El virus ha destruido los mantras que lo sustentan: centralidad del lucro, alcanzado mediante la competencia, la más feroz posible, acumulado privadamente, a costa de la explotación de los recursos naturales. De obedecer estos mantras, estaríamos seguramente en mal camino. Lo que nos está salvando es lo ocultado e invisibilizado en el paradigma de “comer el mundo”: la vida, la solidaridad, la interdependencia entre todos y el cuidado de la naturaleza y de unos a otros. Es el paradigma imperativo de “salvaguardar el mundo”.

El paradigma de “comerse el mundo” es muy antiguo. Viene de la Atenas del siglo V a.C., cuando el espíritu crítico irrumpió y permitió percibir la dinámica intrínseca del espíritu que es la ruptura de todos los límites y la búsqueda del infinito. Tal propósito fue pensado por los grandes filósofos, por los artistas, aparece también en las tragedias de Sófocles, Esquilo y Eurípides y es practicado por los políticos. Ya no es el medén ágan del templo de Delfos: “nada en exceso”.

Este proyecto de “comer el mundo” tomó forma en la misma Grecia con la creación del imperio de Alejandro Magno (356-323), que con solo 23 años fundó un imperio que se extendía desde el Adriático hasta el río Indo en la India.

Este “comer el mundo” se profundizó en el vasto Imperio Romano, se fortaleció en la era colonial e industrial moderna y culminó en el mundo contemporáneo con la globalización de la tecnociencia occidental, expandida a todos los rincones del planeta. Es el imperio de lo ilimitado, traducido en el propósito (ilusorio) del capitalismo/neoliberalismo de crecimiento ilimitado hacia el futuro. Basta con poner como ejemplo de esta búsqueda de crecimiento ilimitado el hecho de que en la última generación se quemaron más recursos energéticos que en todas las generaciones anteriores de la humanidad. No hay lugar que no haya sido explotado para la acumulación de bienes.

Pero he aquí que ha surgido un límite insuperable: la Tierra limitada como planeta, pequeño, superpoblado, con bienes y servicios limitados no puede soportar un proyecto ilimitado. Todo tiene límites. El 22 de septiembre de 2020, las ciencias de la Tierra y de la vida lo han identificado como el Día del Sobregiro de la Tierra (The Earth Overshoot Day), es decir, el límite de los bienes y servicios naturales renovables, básicos para mantener la vida. Se han agotado. El consumismo, al no aceptar límites, conduce a la violencia, arrancando a la Madre Tierra lo que ella ya no puede dar. Estamos consumiendo el equivalente a una Tierra y media. Las consecuencias de esta extorsión se manifiestan en la reacción de la Madre Tierra agotada: aumento del calentamiento global, erosión de la biodiversidad (unas cien mil especies eliminadas cada año y un millón en peligro), pérdida de la fertilidad del suelo y la creciente desertización, entre otros fenómenos extremos.

Traspasar algunas de las nueve fronteras planetarias (cambio climático, extinción de especies, acidificación de los océanos y otros) puede provocar un efecto sistémico, haciendo que caigan las nueve e induciendo así el colapso de nuestra civilización. La irrupción de la Covid-19 ha puesto de rodillas a todas las potencias militaristas, haciendo inútiles y ridículas las armas de destrucción masiva. La gama de virus previamente anunciados, si no cambiamos nuestra relación destructiva con la naturaleza, podría sacrificar a varios millones de personas y adelgazar la biosfera, esencial para todas las formas de vida.

En la actualidad, la humanidad se ve embargada por el terror metafísico ante los límites insuperables y la posibilidad del fin de la especie. El Gran Reinicio (Great Reset) del sistema capitalista es ilusorio. La Tierra lo hará fracasar.

En este dramático contexto es donde surge el otro paradigma, el de “salvaguardar el mundo”. Ha sido planteado en particular por líderes indígenas como Ailton Krenak, Davi Kopenawa Yanomani, Sônia Guajajara, Renata Machado Tupinambá, Cristine Takuá, Raoni Metuktire y otros. Para todos ellos existe una profunda comunión con la naturaleza, de la que se sienten parte. No necesitan pensar en la Tierra como la Gran Madre, Pachamama y Tonantzin porque la sienten así. Salvaguardan de manera natural el mundo porque es una extensión de su propio cuerpo.

La ecología de lo profundo e integral, tal y como se recoge en la Carta de la Tierra (2000), en las encíclicas del Papa Francisco Laudato SI: cómo cuidar nuestra casa común (2015) y Fratelli tutti (2020), y en el programa Paz, Justicia y Preservación de la Creación del Consejo Mundial de Iglesias, entre otros grupos, han asumido salvaguardar el mundo. El propósito común es garantizar las condiciones físico-químicas-ecológicas que sostienen y perpetúan la vida en todas sus formas, especialmente la vida humana. Estamos ya en la sexta extinción masiva y el antropoceno la está intensificando. Si no leemos emocionalmente, con el corazón, los datos de la ciencia sobre las amenazas que pesan sobre nuestra supervivencia, difícilmente nos comprometeremos a salvaguardar el mundo.

El Papa Francisco advirtió seriamente en la Fratelli tutti: “O nos salvamos todos juntos o no se salva nadie” (n. 32). Es una advertencia casi desesperada si no queremos “engrosar el cortejo de los que van hacia su propia tumba” (Z. Bauman). Damos el salto de fe y creemos en lo que dice el Libro de la Sabiduría: “Dios es el apasionado amante de la vida” (11,26). Si es así, Él no permitirá que desaparezcamos tan miserablemente de la faz de la Tierra. Así lo creemos y así lo esperamos.

Leonardo Boff ha escrito: Cuidar la Tierra-Proteger la vida, cómo evitar el fin del mundo, Record 2010; Covid-19, la Madre Tierra contraataca a la Humanidad: advertencias de la pandemia, Vozes 2020.

Traducción de Mª José Gavito Milano

Eat the world or safeguard the world?

“Eating the world” or “safeguarding the world” represent a metaphor, frequent in the mouths of indigenous leaders, questioning the paradigm of our civilization, whose violence has made them almost disappear. Now it has been called into question by Covid-19. The virus has struck like a bolt of lightning at the paradigm of “eating the world”, that is to say, limitlessly exploiting everything that exists in nature with the perspective of endless growth/enrichment.

The virus destroyed the mantras that sustain it: centrality of profit, achieved by the fiercest possible competition, accumulated privately, at the expense of the exploitation of natural resources. If we obeyed these mantras, we would surely be in bad shape. What is saving us is what is hidden and made invisible in the “eat the world” paradigm: life, solidarity, interdependence among all, and care for nature and for each other. It is the imperative paradigm of “safeguarding the world”.

This paradigm of “eating the world” has high ancestry. It comes from Athens in the 5th century BC when the critical spirit broke out and allowed us to perceive the intrinsic dynamics of the spirit, which is the breaking down of all limits and the search for the infinite, a purpose thought out by the great philosophers, by artists, appearing also in the tragedies of Sophocles, Aeschylus and Euripides, and practiced by politicians. It is no longer the “medén ágan” of the Temple of Delphi: “nothing in excess” but now it is the unlimited spatial expansion (creation of colonies and an empire) and the temporal expansion opening up to the endless future (unlimited forward perspective).

This project of “eating the world” took shape in Greece itself through the creation of the empire of Alexander the Great (356-323), who at the age of only 23 founded an empire that stretched from the Adriatic to the Indus River in India.

The “eating the world” deepened in the vast Roman Empire, strengthened in the modern colonial and industrial age, and culminated in the contemporary world with the globalization of Western techno-science, expanded to every corner of the planet. It is the empire of the unlimited, translated into the (illusory) purpose of capitalism/neoliberalism of unlimited growth towards the future. An example of this quest for unlimited growth is the fact that more energy resources have been burned in the last generation than in all previous generations of humanity. There is no place that has not been exploited for the accumulation of goods.

But now an insurmountable limit has appeared: the Earth limited as a planet, small, overpopulated, with limited goods and services, cannot support an unlimited project. On September 22, 2020, Earth and life sciences identified The Earth Overhoot. That is, the limit of the renewable natural goods and services that are basic to sustaining life. They have been exhausted. Consumerism, by not accepting limits, leads to violence, tearing from Mother Earth what she can no longer give. We are consuming the equivalent of one and a half Earths. The consequences of this extortion are shown in the reaction of an exhausted Mother Earth: the increase in global warming, the erosion of biodiversity (about one hundred thousand species eliminated per year and a million at risk), the loss of soil fertility, and increasing desertification, among other extreme events.

The crossing of some of the nine planetary boundaries (climate change, species extinction, ocean acidification, and others) can cause a systemic effect, knocking down all nine and thus inducing a collapse of our civilization.

The intrusion of Covid-19 has brought all militaristic powers to their knees, rendering weapons of mass destruction useless and ridiculous. The range of viruses foretold, if we do not change our destructive relationship with nature, could sacrifice several million people and thin the biosphere, essential for all life forms.

At present humanity is being gripped by metaphysical terror in the face of insurmountable limits and the possibility of the eventual end of the species. The intended Great Reset of the capital system is illusory. The earth will make it fail.

It is in this dramatic context that the other paradigm of “safeguarding the world” emerges. It is raised in particular by indigenous leaders in Brazil like Ailton Krenak, Davi Kopenawa Yanomani, Sônia Guajajara, Renata Mchado Tupinambá, Cristine Takuá, Raoni Metuktire among others. For all of them there is a deep communion with nature, of which they feel a part. They do not need to think of the Earth as the Great Mother, Pachamam and Tonantzin, because they feel this way.  Naturally they safeguard the world because it is an extension of their own body.

The  deep ecology  and integral as set out in the Earth Charter (2000), Pope Francis’ encyclicals Laudato SI: how to care for our common home (2015) and Fratelli tutti (2020), and the World Council of Churches’ Justice, Peace, and the Preservation of the Created program, among other groups, assmembers “safeguarding the world.” The common purpose is to ensure the physical-chemical-ecological conditions that sustain and perpetuate life in all its forms, especially human life.

We are already into our sixth mass extinction and by the Anthropocene we are deepening it.If we do not read emotionally, with our hearts, the data from science about the threats to our survival, we will hardly engage to “safeguard the world”.

Severely warned Pope Francis in Fraterlli tutti: “either we all save ourselves together or no one is saved”(n.32). It is an almost desperate warning if we do not want to “swell the ranks of those who are heading for the grave” (S. Bauman).

Let us take the leap of faith and believe what is said in the Book of Wisdom: “God is the passionate lover of life” (11:26). If this is so, He will not allow us to disappear so miserably from the face of the earth. So we believe and so we hope.

Leonardo Boff wrote: Caring for the Earth-Protecting Life: How to avoid the end of the world, Record 2010; Covid-19, Mother Earth Strikes Back: Warnings from the Pandemic, Vozes 2020.

Comer o mundo ou salvaguardar o mundo?

“Comer o mundo” ou “salvaguardar o mundo” representam uma metáfora,frequente na boca de lideranças indígenas, questionando o paradigma de nossa civilização, cuja violência os fez quase desaparecer. Agora  ele foi posto em xeque pelo Covid-19. O vírus caiu como um raio sobre o paradigma do “comer o mundo”, vale dizer, explorar ilimitadamente  tudo que existe na natureza na perspectiva de um crescimento/enriquecimento sem fim. O vírus destruiu os mantras que o sustentam: centralidade do lucro, alcançado pela concorrência o mais feroz possível, acumulado privadamente, à custa da superexploração dos recursos naturais. A obedecer estes mantras, estaríamos seguramente em maus lençóis. O que nos está salvando é  o ocultado e feito invisível no paradigma do “comer o mundo”: a vida, a solidariedade, a interdependência entre todos e o cuidado da natureza e de uns para com os outros. É o paradigma imperioso do “salvaguardar o mundo”.

Este paradigma do “comer o mundo” tem alta ancestralidade. Vem de Atenas do século V aC quando irrompeu o espírito crítico, abandonando os mitos, que permitiu perceber a dinâmica intrínseca do espírito que é a ruptura de todos os limites e a busca do infinito.Tal propósito  foi pensado pelos grandes filósofos, pelos artistas, aparecendo também nas tragédias de Sófocles,Ésquilo e e Eurípides e praticado pelos políticos. Não é mais  “medén ágan”do templo de Delfos: “nada em excesso” mas agora é a expansão espacial ilimitada (criação de colônicas e de um  império) e a expansão temporal abrir-se ao futuro sem fim (perspectiva ilimitada para a frente).

Tal projeto de “comer o mundo” ganhou corpo na própria Grécia pela criação do império de Alexandre,o Grande (356-323) que com a idade de apenas 23 anos fundou um império que se expandia do Adriático até o rio Indo na Índia.

O “comer o mundo”se aprofundou no vasto império romano, se reforçou na idade moderna colonial e industrial e culminou no mundo contemporâneo com a globalização da tecno-ciência ocidental, expandida para todos os rincões do planeta. É o império do ilimitado, traduzida no propósito (ilusório) do capitalismo/neoliberalismo do crescimento sem limites em direção ao futuro. Basta dar como exemplo desta busca do crescimento ilimitado, o fato de que na última geração se queimou mais recursos energéticos do que todas as gerações anteriores da humanidade. Não há lugar que não tenha sido explorado, visando a acumulação de bens.

Mas eis que irrompeu um limite intransponível: a Terra limitada como planeta, pequena, superpovoada, com bens e serviços limitados não suporta um projeto ilimitado.Tudo tem limites. No dia 22 de setembro de 2020 as ciências da Terra e da vida identificaram a Sobrecarga da Terra (The Earth Overhoot). Quer dizer, o limite dos bens e serviços naturais renováveis, básicos para a sustentação da vida. Eles se esgotaram. O consumismo, ao não aceitar limites, leva a fazer violência, arrancando da Mãe Terra aquilo que ela já não pode mais dar. Estamos consumindo o equivalente a uma Terra e meia. As consequências desta extorsão se mostram na reação da Mãe Terra exausta: o aumento do aquecimento global, a erosão da biodiversidade (cerca de cem mil espécies eliminadas por ano e um milhão sob risco), a perda da fertilidade dos solos e a desertificação crescente  entre outros eventos extremos.

A ultrapassagem de algumas das nove fronteiras planetárias (mudanças climáticas, extinção de espécies, acidificação dos oceanos e outras) podem provocar um efeito sistêmico, derrubando todas as nove e assim induzir a um colapso da nossa civilização. A intrusão do Covid-19 pôs de joelhos todas as potências militaristas,tornando inúteis e ridículas as armas de destruição em massa. A gama de vírus preanunciados, caso não mudarmos a nossa relação destruidora da natureza, poderá sacrificar vários milhões de pessoas e afinar a biosfera, essencial para todas as formas de vida.

Presentemente a humanidade está sendo tomada pelo  terror metafísico face aos limites intransponíveis e à possibilidade do fim da espécie. È ilusório o pretendido Great Reset do sistema do capital. A Terra o fará fracassar.

É neste contexto dramático que emerge o outro paradigma do “salvaguardar o mundo”. Ele é suscitado particularmente por lideranças indígenas como Ailton Krenak, Davi Kopenawa Yanomani, Sônia Guajajara, Renata Mchado Tupinambá, Cristine Takuá, Raoni Metuktire entre outros. Para todos eles vigora uma profunda comunhão com a natureza da qual se sentem parte. Não precisam pensar a Terra como a Grande Mãe,Pachamam e Tonantzin porque a sentem assim.  Naturalmente salvaguardam o mundo porque é uma extensão de seu próprio corpo.

A ecologia do profundo e integral como vem exposta na Carta da Terra (2000), nas encíclicas do Papa Francisco Laudato SI: como cuidar da Casa comum (2015) e Fratelli tutti (2020) e no programa Justiça, Paz e Preservação do Criado do Conselho Mundial de Igrejas, entre noutros grupos, assmiram o “salvaguardar o mundo”. O propósito comum é garantir a condições físico-químico-ecológicas que sustentam e perpetuam a vida em  todas as suas formas,especialmente, a humana. Já estamos dentro da sexta extinção em massa e pelo antropoceno a aprofundamos.Se não lermos emocionalmente, com o coração, os dados da ciência sobre as ameaças que pesam sobre nossa sobrevivência, dificilmente nos engajaremos para “salvaguardar o mundo”.

Severamente alertou o Papa Francisco na Fraterlli tutti: ”ou nos salvamos todos juntos ou ninguém se salva”(n.32). É uma advertência quase desesperada se não quisermos “engrossar o cortejo dos que rumam na direção de sua sepultura” (S.Bauman). Damos o salto da fé e cremos no que se diz no Livro da Sabedoiia:”Deus é o apaixonado amante da vida”(11,26). Se assim é, Ele não permitirá que desapareceramos tão miseravelmente da face da Terra. Assim cremos e esperamos.

Leonardo Boff  escreveu: Cuidar da Terra-Proteger a vida: como evitar o fim do mundo, Record 2010; Covid-19, a Mãe Terra contra-ataca a Humanidade: advertências da pandemia,  Vozes 2020.