Die Zukunft des menschlichen Lebens auf der Erde hängt von uns ab      

Leonardo Boff*

Covid-19 hat uns, indem es alle Menschen betrifft, ein Signal gegeben, das interpretiert werden muss. Nichts in der Natur ist zufällig. Die mechanistische Auffassung, dass die Natur und die Erde keinen Zweck haben, ist überholt. Als Lebewesen sind sie Träger von Bedeutung und Teil des Gesamtbildes des kosmogenen Prozesses, der mittlerweile 13,7 Milliarden Jahre alt ist. Hätten sich all diese Elemente nicht über Milliarden von Jahren auf subtile Weise herausgebildet, wären wir nicht hier, um über diese Dinge zu schreiben.

Was ist der unmittelbarste Sinn, den uns die Natur mit dem Angriff des Coronavirus offenbart? Die Bedeutung wird uns in Form einer Ermahnung vermittelt:

“Stoppen Sie den systematischen und verwerflichen Angriff auf Ökosysteme, auf Wälder und Dschungel, auf Böden, auf Gewässer, auf die biologische Vielfalt. Ihre industriellen und extraktivistischen Megakonzerne, Ihre Bergbauunternehmen, die Agrarkonzerne in Partnerschaft mit der Agro-Toxin-Industrie, die Gigatonnen von Treibhausgasen in die Atmosphäre ausstoßen, die Ursachen für die Erosion der biologischen Vielfalt, Sie zerstören die Grundlagen, die Ihr eigenes Leben erhalten; Sie schaufeln sich in absehbarer Zeit Ihr eigenes Grab; nicht die Familienbauern, die Armen der Erde, sondern Sie zerstören die Lebensräume von Tausenden von Viren, die in Tieren vorkommen; um zu überleben, haben Sie im Menschen einen Wirt für ihr Überleben gefunden, auf Kosten Ihres Lebens. Das falsche Projekt des unbegrenzten Wachstums/Entwicklung eurer konsumistischen Kultur kann von der Natur und der Erde, dem alten und begrenzten Planeten, nicht mehr mit Waren und Dienstleistungen unterstützt werden; als Reaktion auf die Gewalt gegen mich – die Natur und Mutter Erde – habe ich euch bereits mehrere Viren geschickt, die euch angegriffen haben, aber ihr habt in ihnen kein Zeichen gesehen, ihr habt nicht gelernt, sie zu lesen, noch habt ihr die Lektion gezogen, die sie enthalten. Ihr denkt nur daran, zur alten und perversen Normalität zurückzukehren; deshalb sage ich euch: Entweder ihr ändert euer Verhältnis zur Natur und zu Mutter Erde, ein Verhältnis der Achtsamkeit, des Respekts vor ihren Grenzen, der Selbstbeschränkung eurer eigenen Gefräßigkeit, indem ihr euch tatsächlich als Teil der Natur und nicht als ihre angeblichen Besitzer fühlt, oder ihr werdet von noch tödlicheren Viren heimgesucht; ich warne euch: Einer von ihnen kann so resistent sein, dass er die völlige Unwirksamkeit der derzeitigen Impfstoffe zeigen würde, und ein großer Teil der Menschheit würde vom nächsten großen Virus, dem letzten und tödlichen, verschlungen werden. Die Erde und das Leben auf ihr, insbesondere das mikroskopische Leben, werden nicht untergehen. Die lebendige Erde wird weiterhin um die Sonne kreisen und sich regenerieren, aber ohne dich. Seid also auf der Hut, denn wir befinden uns in der Zeit des Countdowns. Die Natur ist eine Schule, aber ihr wolltet euch nicht einschreiben, und so ebnet ihr irrationalerweise den Weg, der zu eurer eigenen Zerstörung führt. Es ist trauroig zu erfahren, dass ich,  die Natur, rede, aber der Mensch hört mich nicht.  Ich sage nichts mehr.

Die Pandemie hat die Menschheit weltweit erfasst. Da es sich um ein globales Problem handelt, sollte die Lösung natürlich auch global sein, d. h. global diskutiert und entschieden werden. Wo gibt es ein pluralistisches und globales Zentrum für das Denken und die Suche nach Lösungen für globale Probleme?

Die UNO wird ihren Gründungszielen nicht gerecht, da sie sich in eine Organisation verwandelt hat, die die Interessen mächtiger Nationen vertritt, die insbesondere der Sicherheitsrat ein Vetorecht haben. Wir sind Geiseln der überholten Vision der nationalen Souveränität, die die neue Phase der Menschheitsgeschichte, die Planarisierung, noch nicht realisiert hat, die alle Nationen miteinander verbindet und sie alle ein gemeinsames Schicksal haben lässt.

Wir sitzen alle im selben Boot: Entweder sind wir alle gerettet oder niemand ist gerettet, wie Papst Franziskus warnte. Das ist die wahre Bedeutung von Globalisierung oder Planarisierung. Die Zeit der Nationen ist vorbei. Wir müssen ein gemeinsames Haus bauen, in das die verschiedenen Kulturnationen passen, die immer miteinander verflochten sind und ein einziges gemeinsames Haus bilden, einschließlich der Natur.

Die Pandemie hat deutlich gemacht, wie unmenschlich und grausam wir sein können: Die Reichen haben die Situation ausgenutzt und sind viel reicher geworden, während die Armen viel ärmer geworden sind. Die derzeitige Kultur ist wettbewerbsorientiert und sehr unkooperativ. Der Profit zählt mehr als das Leben.

Die Impfstoffe sind ungleich verteilt, so dass die Armen der Ansteckung und dem Tod ausgesetzt sind. Ein ganzer Kontinent mit mehr als einer Milliarde Menschen, Afrika, ist in Vergessenheit geraten. Kaum 10 % der Bevölkerung sind geimpft worden. Der Tod ist weit verbreitet, insbesondere bei Kindern, was auf die Gefühllosigkeit und Unmenschlichkeit unserer globalisierten Zivilisation zurückzuführen ist. Es ist die Herrschaft der Barbarei, die jeden Sinn für menschliche Zivilisation leugnet.

Kein Wunder, dass einige Analysten, insbesondere Biologen, fragen: Haben wir noch das Recht, auf diesem Planeten zu leben? Unsere Art zu sein, zu produzieren und zu consumieren bedrohen alle anderen Arten durch ihren Verzehr. Wir haben ein neues geologisches Zeitalter eingeläutet, das Anthropozän und sogar das Nekrozän, d. h. die große tödliche Bedrohung für das Leben auf diesem Planeten geht nicht von einem vorbeifliegenden Meteor aus, sondern von den barbarisierten Menschen, insbesondere in den wohlhabenderen Bevölkerungsschichten.

 Unter den Armen und Ausgegrenzten gibt es noch Menschlichkeit, Solidarität, gegenseitige Hilfe und die Sorge um das Gemeinwohl, wie sich in dieser Zeit der weltweiten Pandemie gezeigt hat.

Der Ausbruch von Covid-19 lädt zum Nachdenken ein: Warum sind wir an diesem Punkt angelangt, bedroht von einem unsichtbaren Virus, der die militaristischen Mächte und ihren phantasievollen imperialen Impuls in die Knie gezwungen hat? Wohin gehen wir? Was müssen wir ändern, wenn wir uns und unseren Nachkommen eine Zukunft sichern wollen?

Die globalen Billionäre (die 0,1 % der Menschheit) träumen von einer totalen Radikalisierung der Ordnung des Kapitals, die allen eine kybernetische Despotie aufzwingt, die alle Gegner überwacht und unterdrückt und ihren Reichtum garantiert. Der Magen von Mutter Erde wird eine solche Ungeheuerlichkeit nicht verdauen. Zusammen mit dem unverzichtbaren menschlichen Widerstand wird er ihre Ansprüche umstoßen und ihnen die ökologischen Grundlagen für dieses perverse Projekt entziehen, die sie nicht kontrollieren können.

Wie nie zuvor in der Geschichte hängt das Schicksal unseres Lebens von den Entscheidungen ab, die wir gemeinsam treffen müssen. Andernfalls werden wir den Weg kennen, den schon die Dinosaurier beschritten haben. Das wollen wir nicht. Aber wir befinden uns an einem Scheideweg.

*Leonardo Boff hat geschrieben: Cuidar la Tierra – proteger la vida: cómo escapar del fin del mundo, Record, Rio de Janeiro 2010; mit J. Moltmann, ¿Hay esperanza para la creación amenazada? Stimmen 2013.

 Passos para derrotar o fascismo e a política do ódio

Este artigo é dedicado aos que lutam pela democracia ferida e pelo resgate da nação devastada.

Forças políticas, inimigas da vida, se aliaram ao Coronavírus e estão favorecendo a dizimação de mais de 600 mil vidas. Seu objetivo consiste em nos conduzir aos tempos pré-modernos, desmantelando nossa cultura e nossa ciência, suprimindo direitos trabalhistas e previdenciários, difundindo mentiras, ódio covarde aos pobres, aos indígenas, aos quilombolas, aos afrodescendentes, aos homoafetivos e aos LGBTI.

Ideologicamente tais forças são ultraconservadoras com cariz nitidamente fascista. Galgaram o mais alto poder da república. O representante-mor destas forças quer, por todos os meios, mesmo ao arrepio da lei, se reeleger. Como parlamentar magnificou torturadores e defendeu ditaduras. Como chefe de estado foi leniente com as grandes queimadas da floresta amazônica, com os madeireiros e com a intrusão das mineradoras e do garimpo, inclusive em terras indígenas. Cometeu crimes contra a humanidade por seu negacionismo em relação aos imunizantes do Covid-19 e se mostrou insensível e sem nenhuma empatia face ao sofrimento das milhares de famílias enlutadas e aos milhões de desempregados e famintos.

Infelizmente constatamos a fragilidade, até a omissão de nossas instituições oficiais ou jurídicas e a baixa intensidade de nossa democracia que media pela justiça social e pelo respeito aos direitos se parece antes uma imensa farsa oficial. Nada ou pouco se fez para afastar esta figura sinistra, autoritária e fascistoide. Não lhes é permitido assistirem, impassíveis, ao esfacelamento populacional, cultural, político e espiritual de nosso país.

Face a esta tragédia histórica, precisamos, pela via eleitoral, frear a pulsão de morte, presente no poder executivo e em seus auxiliares. Impõe-se infligir uma derrota eleitoral fragorosa a este que se mostrou insano, indigno, malévolo e incapaz de governar o povo brasileiro. Ele merece ser, legalmente, varrido da cena política e pagar por seus crimes, para que, em fim, possamos viver com um mínimo de desenvolvimento justo e sustentável, com paz social, com franca alegria e com felicidade coletiva.

Para concretizar esta diligência política e ética, nos limites da Constituição e da ordem democrática de direito, importa, ao meu ver,  percorrer os seguintes passos:

Primeiro, garantir, se possível, já no primeiro turno, a vitória para presidente, de alguém com carisma, com confiança das grandes maiorias e com capacidade de nos tirar do poço escuro no qual fomos lançados. Ele já mostrou anteriormente que é capaz de realizar esta redenção. Não carece revelar seu nome pois já despontou, vitorioso, nas pesquisas eleitorais.

Segundo, não basta eleger um presidente com tais características. É fundamental garantir-lhe uma bancada parlamentar numerosa para que o presidencialismo de coalizão não comprometa os ideais e propósitos, presentes nas origens e resgatáveis, como a opção por políticas sociais que atendam às grandes maiorias empobrecidas e oprimidas, com transparência, com a ética da solidariedade a partir dos mais vulneráveis e com e soberania ativa e altiva. Fazer alianças com partidos afinados com propósitos sociais e populares. Igualmente é importante garantir a eleição de governadores e, a seu tempo, de prefeitos e de vereadores que nas regiões e na base deem sustentação ao governo central com sentido de justiça social e de cuidado da vida do povo e da natureza.

Terceiro, – o mais importante – reforçar e, onde for preciso, retomar o trabalho de base, organizando comitês populares de  toda ordem, para que participem e se articulem com os organizações já existentes como da saúde, da educação, da igualdade de gênero e de outros, criando consciência cidadã. Não basta garantir a inserção no sistema vigente, perverso e antipopular, mas criar consciência mudancista, apontando para um outro tipo de sociedade com democracia participativa, sicial e ecológica.

Esse trabalho de base é imperativo se quisermos criar as condições para uma transformação que vem de baixo e criar movimentos progressistas e libertários que traduzem os sonhos em práticas viáveis e cotidianas. É nesse nível, rés-do-chão, que começa a se ensaiar o novo e se alimenta a energia necessária para continuar a refundação de um novo Brasil, contra o prolongamento da dependência histórica, contra o vira-lata, presente nas elites do atraso e contra o oligopólio  dos meios de comunicação, braço ideológico da classe dominante, herdeira da Casa grande.

Estamos convencidos de que este sofrido caos destrutivo irá passar e será transformado em promissor caos generativo de uma nova ordem, mais alta, mais  justa, fraterna e cuidadora de toda vida:em fim, de um Brasil no qual teremos alegria de viver e conviver com justiça, onde será mais fácil a amorosidade e a jovialidade que caracterizam o melhor de nós mesmos.

Leonardo Boff é ecoteólogo, filósofo e escritor e escreveu: Brasil: concluir a refundação ou prolongar a dependência, Vozes 2018; Habitar a Terra: qual o caminho para a fraternidade universal? Vozes, 2121.

  O futuro depende de nós agora

A COP26 em Glasgow decepcionou no ponto central: no consenso sobre a mitigação do aquecimento global pois acolheu ainda o uso do carvão, embora gradativamente a ser abolido, como fonte energética. Mas teve o mérito, nunca havido nas sessões anteriores das 25 COPs. Desta vez, sem exceção, se admitiu a existência antropogênica dos distúrbios climáticos. Os eventos extremos, a intrusão do metano,devido ao degelo do permafrost e das calotas polares, 20 vezes mais danoso que o CO2, a erosão crescente da biodiversidade, a gama de vírus como o Covid-19, a Sobrecarga da Terra (Earth Overhoot) que nos atemoriza a cada ano, pois o atual consumo demanda mais de uma Terra e meia (1,75) o que impede sua biocapacidade e a ultrapassagem de algumas das Nove Barreiras Planetárias (9 Planetarian Bounderies) que podem pôr em risco nosso ensaio civilizatório, dobraram os negacionistas que preferiam anteriormente defender suas fortunas e capitais do que a vida do planeta e nosso futuro comum.

Tais eventos fizeram surgir cenários apocalípticos e um verdadeiro terror metafísico, no sentido de temermos por nossa sobrevivência nesse planeta. Muitas são as advertências dessa eventualidade por parte de renomados cientistas e principalmente do Papa Francisco que na última encíclica, paradigmática, Fratelli tutti (2020) taxativamente asseverou:”estamos no mesmo barco; ou nos salvamos todos ou ninguém se salva”(n.34).

Há uma calorosa disputa mundial sobre como seguirá a história no pós-pandemia. Vários modelos estão na pauta. Estimo que os mais radicais devem ser descartados,por serem demasiadamente cruéis e anti-vida humana como o Great Reset, a “Grande Reinicialização” de um capitalismo despótico, sugerido pelo príncipe parasita Charles e assumida pelo 0,1% dos bilhardários mundiais. Também o tentador “Capitalismo verde” que visa a cobrir de verde todo o planeta mas nunca coloca a questão da desigualdade social que penaliza e ceifa milhões de vidas humanas. Aceitáveis e, de certo modo, promissores, são o eco-socialismo e o bien vivir y convivir dos andinos. Ambos seriam viáveis no pressuposto de uma governança global e pluralista, dispondo-se a encontrar soluções globais para problemas globais como o da pandemia e de uma ordem planetária mínima que incluísse a todos na única Casa Comum, também a natureza.

Creio que o Papa Francisco na Fratelli tutti apresentou alguns dos valores fundamentais a partir dos quais se poderia projetar um paradigma que garanta o futuro da espécie e de nossa civilização: uma biocivilização centrada  numa fraternidade sem fronteiras e numa amizade social universal.

Claramente se deu conta de que três pressupostos se fazem necessários: o primeiro, superar o paradigma vigente já alguns séculos, o do ser humano como dominus (dono e senhor) que não se sente parte da natureza mas que a domina com o instrumento da tecnociência. O segundo, assumir uma alternativa ao dominus que seria o frater: o ser humano,homem e mulher, irmãos e irmãs uns dos outros e de todos os seres da natureza por termos todos uma origem comum, o  húmus da Terra, por sermos portadores do mesmo código genético de base e por sentirmo-nos parte da natureza. O terceiro, ativar o “princípio esperança”, mais profundo que a virtude da esperança,  aquele impulso interior que não conhece tempo nem espaço e que sempre está presente no ser humano levando-o à indignação contra os desacertos sociais e a coragem para transformá-los mediante a projeção de novos mundos, de  utopias viáveis e de uma autosuperação de si mesmo.

Os valores não serão tomados das grandes narrativas já ensaiadas, a do iluminismo,do capitalismo e do socialismo que resultaram na crise sistêmica atual,portanto, que não realizaram seus propósitos. Vai beber do próprio poço, na natureza essencial do ser humano.

Ai descobre que somos essencialmente seres de relação ilimitada,cuja melhor expressão reside na amorosidade; seres de solidariedade que nos primórdios da hominização nos permitiu dar o salto da animalidade à humanidade; seres de cooperação pois somente juntos podemos construir nosso habitat que se dá na convivência, na sociedade e nas civilizações, numa palavra, no bem-comum geral; seres de cuidado,pois esse define a natureza humana, de todos os seres vivos e que emerge também como uma constante cosmológica: tudo existe porque todos os fatores sutilmente se combinaram para irrompesse a vida, e como sub-capítulo da vida, a vida humana e o próprio universo que sem o devido cuidado de todos os elementos, não permitiria que estivéssemos aqui escrevendo sobre estas coisas; seres espirituais, capazes de colocar as questões mais radicais sobre o porquê de nossa existência, absolutamente gratuita, qual o nosso lugar no conjunto dos seres, a que destino somos chamados e pelo fato de intuirmos que, por detrás de tudo o que existe e vive. subjaz uma Energia poderosa e amorosa (o Vácuo quântico,a Energia de fundo do universo ou o Abismo gerador de tudo o que existe?) com a qual podemos nos relacionar com veneração e com o silêncio reverente.

A partir destes valores poder-se-á forjar um outro mundo possível e agora necessário. Logicamente a travessia de um paradigma a outro não se fará de um dia para outro e não sem grandes dificuldades, oposições e crises. Mas não temos outra alternativa. Como escreveu Eric Hobsbawn em seu  “A era dos extremos”(1995) em sua última página:”Não sabemos para onde estamos indo. Se a humanidade quer ter um futuro significativo não pode ser pelo prolongamento do passado e do presente. Se tentarmos construir o terceiro milênio nesta base vamos fracassar. E o preço do fracasso, ou seja,a alternativa para a mudança da sociedade é a escuridão”(p.562).

Isso vale especialmente para aqueles que almejam a volta à antiga normalidade,perversa para a vida da natureza e para a vida humana. Temos que mudar ou então, como disse o Secretário da ONU, António Guterrez, ao abrir os trabalhos da COP26: “Se não agirmos já agora estaremos cavando a nossa própria sepultura”.

O futuro é hoje como  proclamavam os cem mil da COP26 paralela em Glasgow. Se não começamos a nos orientar pelos valores acima referidos, estaremos pavimentando o caminho para um desastre ecológico-social de proporções nunca dantes havido. Mas creio e espero, espero e creio que a pulsão de vida, mais forte que a pulsão de morte, nos levará às mudanças necessárias. Viveremos e ainda brilharemos.

Leonardo Boff, filósofo e ecoteólogo escreveu:O dolorosa parto da Mãe Terra: uma sociedade de fraternidade sem fronteiras e de amizade social,Vozes 2020.

Chega de desgraça: o ex-juiz Moro candidato

         Como se não bastasse o horror da pandemia do Covid-19 que vitimou mais de 600 mil pessoas e a crise generalizada em todos os níveis de nosso país, temos que assistir agora ao lançamento da candidatura à presidência nada menos do que do ex-juiz Sérgio Moro, declarado parcial pelo STF.

        Ele representa a estirpe direitista do Capitão que trouxe a maior desgraça e vergonha ao nosso país, por sua criminosa incompetência no trato da pandemia, por lhe faltar qualquer indício de um projeto nacional, por estabelecer a mentira como política de Estado, por absoluta incapacidade de governar e por claros sinais de desvio comportamental . Ele mente tão perfeitamente que parece verdade, a mentira da qual é ciente.

        A vitória do Capitão é fruto de uma imensa e bem tramada fraude, suscitando o antipetismo, colocando a corrupção  endêmica no país, como se fosse coisa exclusiva do PT, quando sabemos ser  a do mercado (sonegação fiscal das empresas), dezenas de vezes maior que a política, defendendo alguns valores de nossa cultura tradicionalista, ligada a um tipo de família moralista  e de uma compreensão distorcida da questão de gênero, alimentando preconceitos contra os indígenas, os afrodescendentes, os quilombolas, os pobres, os homoafetivos, os LGBTI e divulgando  milhões de fake news, caluniando com perversa difamação o candidato Fernando Haddad. Informações seguras constataram que cerca de 80% das pessoas que receberam tais falsas notícias acreditaram nelas.

Por trás do triunfo desta extrema-direita, atuaram forças do Império, particularmente, da CIA e da Secretaria de Estado dos USA como o revelaram vários analistas da área internacional. Ai atuaram também as classes dos endinheirados, notórios corruptos por sonegar anualmente bilhões em impostos, parte do Ministério Público, as operações da Lava-Jato, eivadas de intenção política, ao arrepio do direito e da necessária isenção, parte do STF e com expressiva força o oligopólio midiático e a imprensa empresarial  conservadora que sempre apoiou os golpes e se sente mal com a democracia.

         A consequência é o atual o descalabro sanitário, político, jurídico e institucional. É falacioso dizer que as instituições funcionam. Funcionam seletivamente para alguns. A maioria delas foi e está contaminada por motivações políticas conservadoras e pela vontade de afastar Lula e o PT da cena política por representarem os reclamos das grandes maiorias exploradas e empobrecidas, historicamente sempre postas à margem.

A justiça foi vergonhosamente parcial especialmente o foi pelo justiceiro ex-juiz federal de primeira instância, agora candidato, que tudo fez para pôr Lula na prisão,mesmo sem materialidade criminosa para tanto. Ele sempre  se moveu, não pelo senso do direito, mas pelo law fare (distorção do direito para condenar o acusado), pelo impulso de rancor e por convicção subjetiva. Diz-se que estudou em Harvard. Fez apenas quatro semanas lá, no fundo para encobrir o treinamento recebido  nos órgãos de segurança dos USA no uso da law fare.

Conseguiu impedir que Lula fosse candidato à presidência já que contava com a maioria das intenções de voto e até lhe sequestraram o direito de votar. Agora Moro se apresenta como candidato à presidência,  arrebatando do Capitão a bandeira do combate à corrupção quando ele primou por atos corruptos e por conchavos com as grandes empreiteiras para fazerem delações forçadas que incriminassem a Lula e a membros do PT.

 A vitória fraudulenta do Capitão (principalmente por causa dos milhões de fake news) legitimou uma cultura da violência. Ela já existia no país em níveis insuportáveis (os mais de 30 a 40 mil assassinatos anuais). Mas agora ela se sente legitimada pelo discurso de ódio que o candidato e agora presidente continua a  alimentar. Tal realidade sinistra, trouxe como consequência,  um forte desamparo e um sofrido vazio de esperança.

Este cenário adverso ao direito e  a tudo o que é justo e reto, afetou nossas mentes e corações de forma profunda. Vivemos num regime militarizado e de exceção, num tempo de pós-democracia (R.R. Casara).  Agora importa resgatar o caráter político-transformador da esperança e da resiliência, as únicas que nos poderão sustentar no quadro de uma crise sem precedentes em nossa história.

Temos que dar a volta por cima, não considerar a atual situação como uma tragédia sem remédio, mas como uma crise fundamental que nos obriga a resistir, a aprender desta escabrosa situação e a sair mais maduros, experimentados e seguros, também da pandemia, para definir um novo caminho mais justo, democrático e popular.

Urge ativar o princípio esperança que é aquele impulso interior que nos leva a  nos mover sempre e a projetar sonhos e  projetos viáveis.São eles que nos permitem tirar sábias lições das dificuldades e dos eventuais fracassos e nos tornar mais fortes na resistência e na luta. Lembremos do conselho de Dom Quixote:”não devemos aceitar a derrota sem antes de dar todas as batalhas”. Daremos e venceremos.  

Importa evitar, dentro da democracia, a continuidade do atual e do pior projeto para o país, urdido de ódio, perseguição, negacionismo da ciência e da gravidade letal do Covid-19. É operado atualmente pelo Capitão e seus apaniguados e, supomos, prolongado pelo ex-juiz, candidato à presidência, cujas características, parece, se confundir  com aquelas do Inominável. Desta vez não nos é permitido errar.

Leonardo Boff escreveu: Brasil: concluir a refundação ou prolongar a dependência, Vozes 2018.