Die Geschichte einer unmöglichen Frau:Rose Marie Muraro

 Am 21. Juni endete in Rio de Janeiro die irdische Pilgerreise einer der bedeutendsten Brasilianerinnen des 20. Jahrhunderts: Rose Marie Muraro (1930-2014). Sie kam fast blind zur Welt, doch sie verwandelte dieses Manko zur großen Herausforderung ihres Lebens. Schon bald wurde ihr intuitiv bewusst, dass nur das Unmögliche die Türen zu Neuem öffnet; dass nur das Unmögliche Neues schaffen kann. Dies schrieb sie in ihrem Buch Memoiren einer unmöglichen Frau (Memorias de una mujer imposible, 1999, S. 35). Mit stark eingeschränktem Sehvermögen studierte sie Physik und Ökonomie. Doch schon bald darauf entdeckte sie ihre intellektuelle Berufung als Studentin der Conditio Humana, insbesondere der Conditio der Frauen. In den späten 1960er Jahren warf sie die polemische Geschlechterfrage auf. Sie beschränkte sich nicht auf die ungleiche Machtbeziehung zwischen Mann und Frau, sondern sie prangerte die unterdrückerischen Beziehung in Kultur, Wissenschaften, philosophischen Strömungen, Institutionen, Staat und Wirtschaftssystem an. Schließlich erkannte sie, dass die Wurzel dieses Systems, das sowohl Frauen wie Männer entmenschlicht, im Patriarchat liegt.

Sie durchlief in ihrem eigenen Leben einen eindrucksvollen Befreiungsprozess, von dem sie in ihrem Buch „Als ich sechs Monate lang ein Mann war“ (Os seis meses em que fui home, 6. Auflage 1990) berichtete. Doch war das vielleicht bedeutendste Werk der Rose Marie Muraro „Die Sexualität der brasilianischen Frau: Körper und Gesellschaftsschicht in Brasilien“ (Sexualidade da Mulher Brasileira: corpo e classe social no Brasil“, 1996). Es geht darin um eine Feldforschung, die in mehreren brasilianischen Bundesstaaten durchgeführt wurde und in der analysiert wurde, wie Sexualität gelebt wird vor dem Hintergrund der Klassenzugehörigkeit der Frauen. Dies war von den Gründungsvätern der Psychoanalyse außer Acht gelassen worden. In diesem Bereich war Rose innovativ, denn sie schuf ein theoretisches Gerüst, das zu einem besseren Verständnis der Körpererfahrung und Sexualität entsprechend der sozialen Schicht verhilft. Welche Art von Individuationsprozess kann eine verhungernde Frau durchlaufen, die ihrem Kind Blut von ihrem eigenen Körper gibt, damit es nicht stirbt?

Ich arbeitete 17 Jahre lang mit Rose als Herausgeber des Verlags Vozes: Sie war für den wissenschaftlichen Bereich verantwortlich und ich für den religiösen Bereich. Selbst unter der strengen Kontrolle durch das unterdrückerische Militär brachte Rose den Mut auf, sich damals auf dem Index befindliche Autoren zu verlegen, wie Darcy Ribeiro, Fernando Henrique Cardoso, Paulo Freire, die CEBRAP Notizen u. a. Nach Jahren gemeinsamer Diskussionen und Forschungen trugen wir unsere Gespräche in einem Buch zusammen, das ich als bedeutend erachte: „Frauen und Männer: Ein neues Bewusstsein, den Unterschieden zu begegnen“ (Feminino & Masculino: uma nova consciência para o encontro das diferenças“ 2010). Ich erwähne hier nur einen ihrer Sätze: „Einen Mann auszubilden heißt, ein Individuum auszubilden, doch eine Frau auszubilden heißt, eine Gesellschaft auszubilden.“

Ohne jemals die Frage nach dem Weiblichen (in Mann und Frau) außer Acht zu lassen, wendete sie ihre Aufmerksamkeit den Herausforderungen von Wissenschaft und moderner Technologie zu. Bereits 1969 veröffentlichte sie „Automatisierung und die Zukunft des Menschen“ (Autonomação e o futuro do home), wo sie die Verschlechterung für die Arbeitswelt voraussah.

Die Wirtschaftsfinanzkrise von 2008 führte sie dazu, die Frage nach Kapital und Geld zu stellen. In ihrem Buch „Neuerfindung von Kapital/Geld“ (Reinventando o capital/dinheiro, Idéias e Letras 2012) betont sie, im Gegensatz zur dominierenden kapitalistischen Wirtschaft, die Relevanz der sozialen und komplementären Währungen und der solidarischen Netzwerke, die durch gegenseitigen Tausch den weniger Vermögenden ermöglichen, für ihren Lebensunterhalt aufzukommen.

Ein weiteres bedeutendes Werk voller Wissen, Daten und kulturellen Überlegungen trägt den Titel „Technologische Fortschritte und die Zukunft der Menschheit: Wollen wir sein wie Gott?“ (Os avanços tecnológicos e o futuro da humanidade: querendo ser Deus? Vozes 2009). In diesem Werk wagt sie die Konfrontation mit den führenden Wissenschaften: Nano-Technologie, Robotik, Gentechnik und synthetische Biologie. Sie erkennt die Vorteile dieser Wissenschaften, denn sie ist nicht rückwärts gerichtet, doch dadurch, dass sie in einer Gesellschaft lebte, die alles, einschließlich des Lebens, zu einer Handelsware macht, erkannte sie ein großes Risiko, dass Wissenschaftler göttliche Macht ausüben wollten und ihr Wissen nutzen wollten, um die menschliche Spezies umzugestalten. Daher der Titel „Wollen wir sein wie Gott?“ Dies ist die traurige Illusion der Wissenschaftler. Was uns retten wird, ist nicht die neue technologische Revolution, sondern, wie Rose sagt, eine „Revolution der Nachhaltigkeit ist die einzige, die die menschliche Spezies vor ihrer Zerstörung retten kann … denn wenn wir weitermachen wie bisher, werden wir uns nicht in einem Gewinner-Verlierer-Spiel befinden, sondern in einem schrecklichen Verlierer-Verlierer-Spiel, das zur Zerstörung unserer Spezies führen wird, in der wir alle Verlierer sein werden.“ (Neuerfindung von Kapital/Geld, S. 238).

Rose verfügte über einen sehr scharfen Sinn für die Welt: Sie litt an den globalen Dramen und feierte die wenigen Fortschritte. In späteren Zeiten sah sie dunkle Wolken über unserem ganzen Planeten, die unsere Zukunft bedrohen würden. Sie war sehr beschäftigt mit der Suche nach rettenden Alternativen, als sie starb. Als eine tiefgläubige und spirituelle Frau träumte sie von der Kapazität des Menschen, die auf uns zukommende Tragödie in eine reinigende Krise zu verwandeln, die den Weg erhellt, auf dem sich die Gesellschaft mit der Natur und mit Mutter Erde wieder versöhnt. Sie beendet ihr Buch Technologische Fortschritte mit folgender Aussage voller Weisheit: „Wenn wir aufhören, Götter zu sein, können wir voll und ganz Mensch sein; selbst wenn wir noch nicht so genau wissen, was das bedeutet; wir haben es immer nur ahnen können“ (S. 354).

Die brasilianische Präsidentin ernannte Rose Marie Muraro am 30. Dezember 2005 offiziell zur Patronin des brasilianischen Feminismus. Mit der Gründung der kulturellen Rose Marie Muraro Stiftung im Jahr 2009 hinterlässt sie ein reiches humanistisches Erbe für die kommenden Generationen. Rose Marie Murano zeigte mit ihrer persönlichen Geschichte, dass das Unmögliche keine Einschränkung sein muss, sondern eine Herausforderung. Ihr Name ist eingetragen in der Linie der großen archetypischen Frauen, die der Menschheit halfen, die Flamme der Achtsamkeit für alles Existierende und Lebendige am Brennen zu halten. Dieses Bestreben hat sie unsterblich gemacht.

übersetzt von Bettina Gold-Hartnack

Rose Marie Muraro: la saga de una mujer imposible

El día 21 de junio concluyó su peregrinación terrena en Río de Janeiro una de las mujeres brasileras más significativas del siglo XX: Rose Marie Muraro (1930-2014). Nació casi ciega, pero hizo de esta deficiencia el gran desafío de su vida. Intuyó pronto que solo lo imposible abre lo nuevo; sólo lo imposible crea. Es lo que dice en su libro Memorias de una mujer imposible (1999,35). Con escasísima visión estudió física y economía. Pero enseguida descubrió su vocación intellectual de pensadora de la condición humana, especialmente de la condición femenina. A finales de los años 60 del siglo pasado suscitó la polémica cuestión de género. No se limitó a las relaciones desiguales de poder entre hombres y mujeres sino que denunció relaciones de opresión en la cultura, en las ciencias, en las corrientes filosóficas, en las instituciones, en el Estado y en el sistema económico. En fin, se dio cuenta de que es en el patriarcado donde reside la raíz principal de este sistema que deshumaniza a mujeres y también a hombres.

Realizó en sí misma un impresionante proceso de liberación, narrado en el libro Los seis meses en que fui hombre (1990, 6ª edición). Pero quizá la obra más importante de Rose Marie Muraro haya sido Sexualidad de la Mujer Brasilera: cuerpo y clase social en Brasil (1996). Se trata de un investigación de campo en varios Estados de la federación, analizando como se vivencia la sexualidad, teniendo en cuenta la situación de clase de las mujeres, cosa ausente en los padres fundadores del discurso psicoanalítico. En este campo Rose innovó, creando una cuadrícula teórica que nos have entender la vivencia de la sexualidad y del cuerpo según las clases sociales. ¿Qué tipo de proceso de individuación puede realizar una mujer famélica que para no dejar morir a su hijito le da sangre de su propio pecho?

Trabajé con Rose 17 años como editores de la Editorial Vozes: ella responsible de la parte científica y yo de la parte religiosa. Incluso bajo el estricto control de los órganos de represión militar, Rose tenía el valor de publicar a los entonces autores malditos como Darcy Ribeiro, Fernando Henrique Cardoso, Paulo Freire, los cuadernos del CEBRAP y otros. Después de años de larga discusión y estudio en conjunto reunimos nuestras convergencias en un libro que considero germinal Femenino & Masculino: una nueva conciencia para el encuentro de las diferencias (2010). Destaco apenas una frase suya: «educar a un hombre es educar a un individuo, pero educar a una mujer es educar a una sociedad».

Sin abandonar nunca la cuestión de lo femenino (en el hombre y en la mujer) pronto dirigió su atención hacia los retos de la ciencia y de la técnica moderna. Ya en 1969 lanzaba Autonomación y el futuro del hombre donde preveía la precarización del mundo del trabajo.

La crisis económico-financiera de 2008 la llevó a plantear la cuestión del capital/dinero con el libro Reinventando el capital/dinero (2012), donde enfatiza la relevancia de las monedas sociales y complementarias y las redes de intercambio solidarias que permiten a los más pobres garantizar su subsistencia a contracorriente de la economía capitalista dominante.

Otra obra importante, realmente rica en conocimientos, datos y reflexiones culturales se titula Los avances tecnológicos y el futuro de la humanidad: ¿queriendo ser Dios? (2009). En este texto se confronta con la ciencia puntera, con la nanotecnología, la robótica, la ingeniería genética y la biología sintética. Ve ventajas en esos frentes, pues no es oscurantista, pero por el hecho de vivir en una sociedad que have mercancía de todo, inclusive de la vida, percibía el grave riesgo de que los científicos presumieran de poderes divinos y usaran los conocimientos para rediseñar la especie humana. De ahí el subtítulo: ¿Queriendo ser Dios? Esa es la ingenua ilusión de los científicos. Lo que nos salvará no es esa nueva Revolución Tecnológica sino que, como dice Rose, la «Revolución de la Sostenibilidad es la única que podrá salvar a la especie humana de la destrucción… pues de continuar como está, no estaremos en un juego de gana-pierde sino en un terrible juego de pierde-pierde que significará la destrucción de nuestra especie, en la cual todos perderemos» (Reinventando el capital/dinero, 238).

Rose poseía un sentimiento del mundo agudísimo: sufría con los dramas globales y celebraba los pocos avances. En los últimos tiempos veía nubes sombrías sobre todo el planeta, poniendo en peligro nuestro futuro. Murió preocupada por la búsqueda de alternativas salvadoras. Mujer de profunda fe y espiritualidad, soñaba con las capacidades humanas de transformar la tragedia anunciada en una crisis purificadora que señale el camino a una sociedad para que se reconcilie con la naturaleza y la Madre Tierra. Concluye su libro Los avances tecnológicos con esta sabia frase: «cuando desistamos de ser dioses podremos ser plenamente humanos, que aún no sabemos que es, pero que intuimos desde siempre» (p. 354).

Proclamada oficialmente Patrona del Feminismo Brasilero, por el presidente el 30 de diciembre de 2005, con la creación de la Fundación Cultural Rose Marie Muraro en 2009 dejará un legado de fecundo humanismo para las futuras generaciones. Rose Marie Muraro mostró en su saga personal que lo imposible no es un límite sino un desafío. Ella se inscribe en el linaje de las grandes mujeres arquetípicas que ayudan a la humanidad a mantener viva la lamparilla sagrada del cuidado de todo lo que existe y vive. En este afán ella se volvió inmortal.

Leonardo Boff escribió con Rose Marie Muraro el libro:Feminio/masculino: nuevo paradigma para una nueva relación, Trotta 209.

Traduccion de M.J.Gavito Milano

Calcio come religione laica universale

La coppa mondiale di calcio disputata quest’anno in Brasile, come pure altri grandi eventi calcistici, assumono caratteristiche proprie delle religioni. Per milioni di persone, il calcio – lo sport che forse più di ogni altro stimola spostamenti di persone nel mondo intero – tiene il posto tradizionalmente occupato dalla religione.

Studiosi della Religione, come Emilio Durckheim e Lucien Goldmann, tanto per citare due nomi importanti, sostengono che “La religione non è un sistema di idee; è piuttosto un sistema di forze che mobilizzano le persone fino a condurle alla più alta esaltazione” (Durckheim). La fede compare sempre abbinata alla religione. Questo stesso autore classico afferma nel suo famoso “Le forme elementari della vita religiosa”: «La fede è innanzitutto calore, vita, entusiasmo, esaltazione di tutta l’attività mentale, trasporto dell’individuo al di là di se stesso» (p. 607). E conclude Lucien Goldmann, sociologo della religione e marxista pascaliano: “Credere è scommettere che la vita e la storia hanno un senso; l’assurdo esiste ma non prevarrà”.

Dunque, a guardar bene, il calcio, per molta gente adempie caratteristiche religiose: fede, entusiasmo, calore, esaltazione, un campo di forza e una permanente scommessa che la loro squadra si aggiudicherà il trionfo finale.

La spettacolarizzazione dell’apertura dei giochi ricorda una grande celebrazione religiosa, carica di rispetto, riverenza, silenzio, seguiti da un fragoroso applauso e da grida di entusiasmo. Ritualizzazioni sofisticate, con musiche e sceneggiature delle varie culture presenti nel paese e la presentazione dei simboli del calcio (bandiere e stendardi), specialmente la coppa che mima un vero calice sacro, il santo Graal ambito da tutti. E c’è, salvo il rispetto, il pallone che funziona come una specie di Ostia con la quale tutti entrano comunione.

Nel calcio come nella religione – prendiamo la religione cattolica come punto di riferimento – esistono gli 11 apostoli (Giuda non conta) che sono gli 11 giocatori, inviati per rappresentare il paese; i santi di riferimento come Pelé, Garrincha, Beckembauer e altri; esiste inoltre un papa, presidente della Fifa, dotato di poteri quasi infallibili. Si presenta circondato da cardinali che costituiscono la commissione tecnica responsabile dell’evento. Seguono gli arcivescovi vescovi che sono i coordinatori nazionali della Coppa. Poi c’è la casta sacerdotale degli allenatori, questi portatori di speciale potere sacramentale di ammettere, confermare o togliere i giocatori. Dopo emergono i diaconi che formano il corpo dei giudici, maestri-teologi dell’ortodossia, vale a dire, delle regole del gioco, il lavoro concreto della conduzione della partita. Infine vengono (i chierichetti, che aiutano i diaconi.

Lo svolgersi della partita suscita fenomeni che avvengono anche nella religione: si odono invocazioni, canti (cori), si piange di commozione, si fanno preghiere, si emettono voti ( Filippo Scolari, allenatore brasiliano, ha mantenuto il voto di andare a piedi 20 km fino al santuario della Madonna di Caravaggio in Farroupilha, caso vincesse la Coppa come poi di fatto avvenne), scongiuri e altri simboli della diversità religiosa brasiliana. Santi forti, orixàs e energie di Axé sono evocate e invocate.

Esiste una Santa inquisizione, il corpo tecnico, la cui missione è zelare per l’ortodossia, dirimere conflitti di interpretazione ed eventualmente processare e punire giocatori o addirittura squadre intere.

Come nelle religioni e chiese, esistono nel calcio ordini e congregazioni religiose così come il “tifo organizzato”. Questi hanno i loro riti, i loro canti la loro etica, famiglie intere che scelgono di abitare vicino al Club della squadra, vere chiese, dove i fedeli si incontrano e comunicano i loro sogni. Si fanno fare tatuaggi sul corpo con i simboli della squadra. Il bambino non fa a tempo a nascere che la porticina dell’incubatrice è già ornata con i simboli della squadra del cuore per dire ‘siamo battezzati, non tradiremo la nostra fede’.

Considero ragionevole interpretare la fede come ha fatto il grande filosofo e matematico cristiano Blaise Pascal: una scommessa; se scommetti che Dio esiste hai tutto da guadagnare; se di fatto non c’è, non hai niente da perdere. Dunque è meglio scommettere che Dio esiste. Il tifoso vive di scommesse (la cui espressione maggiore è la lotteria sportiva) che la fortuna sarà a favore della sua squadra oppure che qualcosa all’ultimo minuto del gioco tutto può cambiare. Infine vincere per quanto forte sia l’avversario. Nella religione ci sono persone di riferimento, la stessa cosa vale per i campioni.

Nella religione esiste la malattia del fanatismo, dell’intolleranza e della violenza ai danni di altre espressioni religiose; lo stesso nel calcio: gruppi di di una squadra aggrediscono quelli della squadra rivale. Gli autobus vengono presi a sassate. E a volte ci scappa il morto, veri delitti conosciuti da tutti. Tifoserie organizzate e fanatiche possono ferire e perfino ammazzare tifosi del team avversario.

Per molti il calcio è diventato una cosmovisione, una forma di interpretare il mondo di dare senso alla vita. Alcuni sono depressi quando la loro squadra perde e euforici quando vince.

Io personalmente ho un grande apprezzamento per il calcio per una semplice ragione: essendo portatore di quattro protesi alle ginocchia e ai femori, mai avrei la possibilità di fare quelle corse con cadute spettacolari. Fanno quello che io non potrei mai fare senza cadere a pezzi. Ci sono giocatori che sono geniali artisti di creatività e abilità. Non senza ragione, il maggior filosofo del secolo 20º, Martin Heidegger non perdeva nessuna partita importante, perché vedeva nel calcio la concretizzazione della sua filosofia, la contesa tra Essere e Ente mentre si affrontano, si negano, si compongono e attuano l’imprevedibile gioco della vita che noi tutti stiamo giocando.

Traduzionne di Romano Baraglia

El fútbol como religión secular universal

La presente Copa Mundial de Fútbol que se está celebrando en Brasil, así como otros grandes eventos futbolísticos, asumen características propias de las religiones. Para millones de personas el fútbol, el deporte que posiblemente moviliza a más gente en el mundo, ha ocupado el lugar que comúnmente tenía la religión. Algunos estudiosos de la religión, solo para citar a dos importantes como Emile Durkheim y Lucien Goldmann, sostienen que la religión no es un sistema de ideas; es antes «un sistema de fuerzas que movilizan a las personas hasta llevarlas a la más alta exaltación» (Durckheim). La fe viene siempre acoplada a la religión. Ese mismo clásico afirma en su famoso libro Las formas elementales de la vida religiosa: «la fe es ante todo calor, vida, entusiasmo, exaltación de toda la actividad mental, transporte del individuo más allá de sí mismo» (p.607). Y Lucien Goldamnn, sociólogo de la religión y marxista pascaliano, concluye: «creer es apostar a que la vida y la historia tienen sentido; el absurdo existe, pero no prevalece».

Mirándolo bien, el fútbol para mucha gente cumple las características religiosas: fe, entusiasmo, calor, exaltación, un campo de fuerzas y una permanente apuesta de que su equipo va a triunfar.

El espectáculo de la apertura de los juegos recuerda una gran celebración religiosa, cargada de reverencia, respeto, silencio, seguido de ruidosos aplausos y gritos de entusiasmo; ritualizaciones sofisticadas, con músicas y escenificaciones de las distintas culturas presentes en el país; presentación de los símbolos del fútbol (estandartes y banderas), especialmente la copa, que funciona como un verdadero cáliz sagrado, un santo Grial buscado por todos. Y está, dicho sea con respeto, la bola que funciona como una especie de hostia que es comulgada por todos.

En el fútbol como en la religión, tomemos como referencia la católica, existen los once apóstoles (Judas no cuenta) que son los once jugadores, enviados para representar al país; los santos de referencia como Pelé, Garrincha, Beckenbauer y otros; existe demás un Papa que es el presidente de la Fifa, dotado de poderes casi infalibles. Viene rodeado de sus cardenales que constituyen la comisión técnica responsable del evento. Siguen los arzobispos y obispos que son los coordinadores nacionales de la Copa. Enseguida aparece la casta sacerdotal de los entrenadores, portadores del especial poder sacramental de poner, confirmar y quitar jugadores. Después vienen los diáconos que forman el cuerpo de los jueces, maestros-teólogos de la ortodoxia, es decir, de las reglas del juego, que hacen el trabajo concreto de conducir el partido. Al final vienen los monaguillos, los jueces de línea, que ayudan a los diáconos.

El desarrollo de un partido suscita fenómenos que ocurren también en la religión: se gritan jaculatorias (estribillos), se llora de emoción, se reza, se hacen promesas divinas (Felipe Scolari, entrenador brasilero, cumplió su promesa de ir a pie, unos veinte km, hasta el santuario de Nuestra Señora del Caravaggio en Farroupilha si ganaba Copa ese año, como así sucedió), se usan amuletos y otros símbolos de la diversidad religiosa brasilera. Santos fuertes, orixás y energías del axé son evocadas e invocadas.

Existe hasta una Santa Inquisición, el cuerpo técnico, cuya misión es velar por la ortodoxia, dirimir conflictos de interpretación y eventualmente procesar y castigar a jugadores o incluso a equipos enteros.

Así como en las religiones e Iglesias existen órdenes y congregaciones religiosas, así hay «aficiones organizadas». Tienen sus ritos, sus cánticos y su ética.

Hay familias enteras que se van a vivir cerca del Club de su equipo, que funciona como una verdadera iglesia, donde los fieles se encuentran y comulgan sus sueños. Se tatúan el cuerpo con los símbolos de su equipo y no bien acaba de nacer un niño que a la puerta de la incubadora ya es adornado con los símbolos del equipo, es decir, recibe ya ahí el bautismo, que jamás debe ser traicionado.

Considero razonable entender la fe como la formuló el gran filósofo y matemático cristiano Blas Pascal, como una apuesta: si apuestas a que Dios existe tienes todo a ganar; si después no existe, no has perdido nada. Entonces es mejor apostar a que existe. El hincha vive de apuestas (cuya expresión mayor es la lotería deportiva o la quiniela), de que la suerte favorecerá a su equipo o de que pase algo en el último minuto del juego, que cambie todo y finalmente gane, por muy fuerte que sea el adversario. Así como en la religión hay personas referenciales, lo mismo sucede con los cracs.

En la religión existe la enfermedad del fanatismo, de la intolerancia y de la violencia contra otra expresión religiosa; lo mismo ocurre en el fútbol: grupos de un equipo agreden al equipo contrario. Apedrean autobuses y pueden ocurrir verdaderos crímenes, de todos conocidos, de hinchadas organizadas y de fanáticos que pueden herir y hasta matar a seguidores del otro equipo.

Para muchos, el fútbol se ha vuelto una cosmovisión, una forma de entender el mundo y de dar sentido a la vida. Hay quienes sufren cuando su equipo pierde y están eufóricos cuando gana.

Yo personalmente aprecio el futbol por una simple razón: portador de cuatro prótesis, en las rodillas y en los fémures, jamás hacer podría hacer esas carreras y dar esos saltos y estiradas. Hacen lo que yo nunca podría hacer, sin caer y romperse. Hay jugadores que son artistas geniales de creatividad y habilidad. No sin razón, el mayor filósofo del siglo XX, Martin Heidegger, no se perdía un partido importante, pues veía en el fútbol la concretización de su filosofía: la contienda entre el Ser y el ente, enfrentándose, negándose, componiéndose y formando el imprevisible juego de la vida, que todos jugamos.

Leonardo Boff escribió: Después de 500 años, qué Brasil queremos, Vozes 2000.

Traducción de Mª José Gavito Milano