Feng Shui: die chinesische Weisheit der Achtsamkeit

 

Ein Vorteil der Globalisierung, der einmal nicht wirtschaftlich-finanzieller, sondern kultureller Natur ist, besteht darin, dass sie uns den Zugang zu Werten ermöglicht, die in unserer abendländischen Kultur nicht so weit entwickelt sind. An dieser Stelle soll es uns um das chinesische Feng Shui gehen. Seine wörtliche Bedeutung setzt sich zusammen aus Wind (Feng) und Wasser (Shui). Der Wind ist Träger des Qi (ausgesprochen chi), der universellen Energie, die vom Wasser zurückgehalten wird. Auf der Ebene der Person spricht man vom „Meister der Empfehlungen“: Der Weise, der ausgehend von der Beobachtung der dem Qi und der Natur nahe stehenden Harmonie auf den Weg des Windes und des Wasserflusses hinweist und ebenso aufzeigt, wie man sinnvoll sein Zuhause einrichtet.

 

Beatriz Bartoly, der ich beratend zur Seite stand, schreibt in ihrer brillanten Doktorarbeit in Philosophie an der Staatlichen Universität von Rio de Janeiro (UERJ): „Feng Shui verhilft uns zu einer Form liebenden Eifers“ – wir würden sagen zu Achtsamkeit und Zärtlichkeit – „in Bezug auf die Banalität unserer Existenz, was im Westen lange Zeit missachtet und unterbewertet wurde: sich um Pflanzen zu kümmern, um Tiere, für sein Heim zu sorgen, für dessen Sauberkeit, die Pflege der Schlafzimmer, die Vorbereitung der Mahlzeiten, das tägliche Leben mit mit der prosaischen und gleichzeitig majestätischen Schönheit der Natur zu zieren. Das hauptsächliche Augenmerk dieser Lebensphilosophie liegt jedoch, über die Fürsorge für Gebäude und menschliche Werke hinaus, auf der Haltung und den Aktivitäten, denn mehr als um Resultate geht es dem Feng Shui um den Vorgang. Es wird eher Wert auf die Aktion gelegt als auf das Resultat, mehr auf das Verhalten als auf das Endergebnis.“

 

Folglich dreht sich die Philosophie des Feng Shui mehr um das Subjekt als um das Objekt, mehr um den Menschen als um seine Umwelt und sein Haus selbst. Der Mensch muss in diesen Prozess eingebunden sein, um die Wahrnehmung seiner Umwelt zu entwickeln, die Energieflüsse aufzunehmen sowie die Rhythmen der Natur. Er muss sich in einer harmonischen Haltung zu den anderen, zum Kosmos und dem Rhythmus der Natur befinden. Wem es gelingt, diese innere Umwelt zu schaffen, wird auch in der Lage sein, seine äußere Umwelt erfolgreich zu gestalten.

 

Eher noch als eine Kunst oder Wissenschaft ist Feng Shui im Grunde eine Weisheit, eine ökologisch-kosmische Ethik darüber, wie das Qi in unserer ganzen Umgebung richtig verteilt werden muss.

 

Mit seinen vielfältigen Facetten stellt das Feng Shui eine abschließende Synthese darüber dar, wie der Garten, das Haus oder die Wohnung harmonisch gestaltet werden können, unter gleichzeitigem Einbeziehen der anwesenden Elemente. Wir können sogar sagen, dass die Chinesen, ebenso wie die antiken Griechen, unermüdlich auf der Suche nach dem dynamischen Gleichgewicht aller Dinge sind.

 

Das höchste Ideal der chinesischen Tradition, das sich am besten im Buddhismus und Taoismus ausdrückt, wie er von Laozi (6.-5. Jh. v. Chr.) und von Zhuangzi (5.-4. Jh. v. Chr.) repräsentiert wird, besteht darin, durch einen Prozess der Integration der Unterschiede zur Einheit zu verhelfen, insbesondere der bekannten Polaritäten des Yin/Yang, männlich/weiblich, Raum/Zeit, himmlisch/irdisch etc. Das Tao steht für diese Integration, diese unaussprechliche Wirklichkeit, mit der es den Versuch unternimmt, die Person zur Einheit zu führen.

 

Tao steht für Weg und Methode, aber auch für die mysteriöse und geheimnisvolle Energie, die alle Wege bereitet und auf alle Mittel hinweist. Es lässt sich nicht mit Worten ausdrücken. Ihm gegenüber gibt es nur respektvolles Schweigen. Es unterliegt der Polarität von Yin und Yang und manifestiert sich selbst durch diese. Das Ideal des Menschen liegt darin, eine solch tiefe Vereinigung mit dem Tao zu erreichen, aus der das Satori, die Erleuchtung, resultiert. Für Taoisten liegt, im Gegensatz zu den Christen, das höchste Gut nicht jenseits des Todes, sondern hier, in Zeit und Geschichte, in der Erfahrung eines Nicht-Dualismus und der Integration in das Tao. Wenn jemand stirbt, so taucht er in das Tao ein und wird mit diesem vereint.

 

Um diese Vereinigung zu erreichen, ist die Harmonie mit der vitalen Energie, welche durch Himmel und Erde strömt und als Qi bezeichnet wird, unerlässlich. Qi lässt sich nicht übersetzen, entspricht aber dem Ruach der Juden, dem Pneuma der Griechen, dem Spiritus der Römer, der Achse der Yoruba/Nago, dem Quantenvakuum der Kosmologen: alles Ausdrücke für die höchste und kosmische Energie, die allen Lebewesen unterliegt und die deren Leben erhält.

 

Durch die Kraft des Qi werden alle Dingen verwandelt (siehe I Ching, das Buch der Wandlungen) und werden in einem andauernden Prozess aufrecht erhalten. Das Qi fließt im Menschen durch die Meridiane der Akupunktur. Es fließt in der Erde durch die sich unter der Erdoberfläche befindlichen irdischen Adern, hervorgerufen durch die elektromagnetischen Felder, die entlang den Meridianen der Akupunktur verlaufen und mit der Oberfläche der Erde verwoben sind. Die Ausbreitung des Qi steht für das Leben; sein Rückzug bedeutet Tod. Erlangt das Qi Gewicht, erscheint es als Materie, wird es feinsinnig, erscheint es als Geist. Die Natur ist eine weise Kombination der unterschiedlichen Zustände des Qi, vom leichtesten bis hin zum schwersten.

 

Taucht das Qi an einem bestimmten Ort auf, entsteht eine harmonische Landschaft mit sanften Brisen und kristallklarem Wasser, gewundenen Bergen und grünen Tälern. Dies ist eine Einladung an den Menschen, sich dort niederzulassen, sich ein Heim zu schaffen oder eine Wohnung zu suchen, wo er sich „zu Hause“ fühlen kann.

 

Die chinesische Weltsicht bevorzugt den Raum, im Gegensatz zum Westen, der die Zeit privilegiert. Raum bedeutet für den Taoismus Raum für Begegnung, für Geschwisterlichkeit, für Interaktionen aller mit allen, denn alle sind Träger der Energie Qi, die den Raum umfasst. Seinen höchsten Ausdruck findet der Raum zu Hause, im Garten, in einer gepflegten Wohnung.

 

Wer glücklich sein möchte, muss die Topophilie pflegen, die Liebe zu dem Ort, an dem man lebt und wo man seinen Garten hat oder wo sich seine Wohnung befindet. Feng Shui ist die Kunst und die Technik, sein Haus gut zu bauen, seinen Garten gut zu arrangieren, seine Wohnung mit einem Sinn für Harmonie und Schönheit zu dekorieren. Angesichts der schwindenden Achtsamkeit und der aktuellen ökologischen Krise hilft uns die tausendjährige Weisheit des Feng Shui, die Verbindung von Mitgefühl und Liebe mit der Natur wiederherzustellen. Diese Haltung richtet die menschliche Bleibe wieder auf (die die Griechen als Ethos bezeichnen) und die auf Achtsamkeit und deren vielfältigen Facetten basiert wie Zärtlichkeit, Barmherzigkeit und Herzlichkeit.

 

 Übersetzt von  Bettina Gold-Hartnack

 

 

 

 

La gestación del pueblo brasilero, la universidad y el saber popular

El pueblo brasilero no ha terminado de nacer todavía. Procedentes de 60 países diferentes, aquí se están mezclando representantes de todos estos pueblos en un proceso abierto, contribuyendo a la gestación del nuevo pueblo que acabará de nacer un día.

Lo que heredamos de la Colonia fue un estado altamente selectivo, una élite excluyente y una masa inmensa de desposeídos y descendientes de esclavos. El analista político Luiz Gonzaga de Souza Lima en su original interpretación de Brasil nos dice que nacimos como una Empresa Transnacionalizada, condenada hasta hoy a ser abastecedora de productos in natura para el mercado mundial (cf. A refundação do Brasil, 2011).

Pero a pesar de esta limitación histórico-social, en medio de esta masa enorme fueron madurando lentamente líderes y movimientos que propiciaron el surgimiento de todo tipo de comunidades, asociaciones, grupos de acción y de reflexión que van desde las asociaciones de rompedoras de coco de Marañón a los pueblos de la selva de Acre, a los sin-tierra del sur y del nordeste, a las comunidades de base y los sindicatos del ABC paulista.

Del ejercicio democrático en el interior de estos movimientos nacieron ciudadanos activos; de la articulación entre ellos, manteniendo cada uno su autonomía, está naciendo una energía generadora del pueblo brasilero, que lentamente va tomando conciencia de su historia y proyecta un futuro diferente y mejor para todos.

Ningún proceso de esta magnitud se have sin aliados, sin una ligazón orgánica con quienes manejan un saber especializado con los movimientos sociales comprometidos. Y aquí la universidad es desafiada a ampliar su horizonte. Es importante que maestros y alumnos frecuenten la escuela viva del pueblo, como practicaba Paulo Freire, y que permitan que la gente del pueblo pueda entrar en las aulas y escuchen a los profesores en materias relevantes para ellos, como yo mismo hacía en mis cursos de la Universidad del Estado de Río de Janeiro.

Esta visión supone la creación de una alianza de la inteligencia académica con la miseria popular. Todas las universidades, especialmente después de la reforma de su estatuto por Humboldt en 1809 en Berlín, que permitió a las ciencias modernas conseguir ciudadanía académica al lado de la reflexión humanística que creó la universidad de antaño, se volvieron el lugar clásico de cuestionamiento de la cultura, de la vida, del hombre, de su destino y de Dios. Las dos culturas –la humanística y la científica– se intercomunican más y más en el sentido de pensar el todo, el destino del propio proyecto científico-técnico frente a las intervenciones que el ser humano have en la naturaleza y su responsabilidad por el futuro común de la nación y de la Tierra. Tal desafío exige un nuevo modo de pensar que no sigue la lógica de lo simple y lineal sino la de lo complejo y lo dialógico.

Las universidades están siendo impulsadas a buscar un enraizamiento orgánico en las periferias, en las bases populares y en los sectores ligados directamente a la producción. Aquí puede establecerse un intercambio fecundo de saberes entre el saber popular, hecho de experiencias, y el saber académico, fundamentado en el espíritu crítico. De esta alianza surgirán seguramente nuevas temáticas teóricas nacidas de la confrontación con la anti-realidad popular y de la valoración de la riqueza inconmensurable del pueblo en su capacidad de encontrar, por sí solo, salidas para sus problemas. Aquí se da un intercambio de saberes, unos completando a los otros, en el estilo propuesto por el premio Nobel de Química (1977) Ilya Prigogine (cf. A nova aliança, UNB 1984).

Esta unión acelera la génesis de un pueblo; permite un nuevo tipo de ciudadanía, basada en la con-ciudadanía de los representantes de la sociedad civil y académica y de las bases populares, que toman iniciativas por sí mismos y someten a control democrático al Estado, exigiéndole los servicios básicos especialmente para las grandes poblaciones periféricas.

En estas iniciativas populares, con sus distintos frentes (casa, salud, educación, derechos humanos, transporte público etc.), los movimientos sociales sienten la necesidad de un saber profesional. Es donde puede y debe entrar la universidad, socializando el saber, ofreciendo orientaciones para soluciones originales y abriendo perspectivas a veces insospechadas por quien está condenado a luchar solo para sobrevivir.

De este ir-y-venir fecundo entre pensamiento universitario y saber popular puede surgir el biorregionalismo con un desarrollo adecuado al ecosistema y a la cultura local. A partir de esta práctica, la universidad pública recuperará su carácter público, será realmente la servidora de la sociedad. Y la universidad privada realizará su función social, ya que es en gran parte rehén de los intereses privados de las clases e incubadora de su reproducción social.

Este proceso dinámico y contradictorio sólo prosperará si está imbuido de un gran sueño: ser un pueblo nuevo, autónomo libre y orgulloso de su tierra. El antropólogo Roberto da Matta bien enfatizó que el pueblo brasileño ha creado un patrimonio realmente envidiable: «toda nuestra capacidad de sintetizar, relacionar, reconciliar, creando con ello zonas y valores ligados a la alegría, al futuro y a la esperanza» (Porque o Brasil é Brasil, 1986,121).

A pesar de todas las tribulaciones históricas, a pesar de haber sido considerado, tantas veces, un don nadie y bueno para nada, el pueblo brasilero nunca perdió su autoestima ni su visión encantada del mundo. Es un pueblo de grandes sueños, de esperanzas invencibles y utopías generosas, un pueblo que se siente tan impregnado de las energías divinas que estima que Dios es brasilero.

Tal vez sea esta visión encantada del mundo una de las mayores contribuciones que nosotros, los brasileiros, podemos dar a la cultura mundial emergente, tan poco mágica y tan poco sensible al juego, al humor y a la convivencia de los contrarios.

Traduccion de M.José Gavito Milano

O nosso lugar no conjunto dos seres

           A ética da sociedade dominante no mundo é utilitarista e antropocêntrica. Quer dizer: ilusoriamente considera que os seres da natureza somente possuem razão de existir na medida em que servem ao ser humano e que este pode dispor deles a seu bel-prazer. Ele comparece como rei e rainha da criação.

 

       A tradição judaico-cristão reforçou esta idéia com o seu “subjugai a Terra e dominai sobre tudo o que vive e se move sobre ela”(Gn 1,28).

 

       Mal sabemos que, nós humanos, fomos um dos últimos seres a entrar no teatro da criação. Quando 99,98% de tudo já estava pronto, surgimos nós. O universo, a  Terra e os ecossistemas não precisaram de nós para se organizarem e ordenarem sua majestática complexidade e beleza.

 

       Cada ser possui valor intrínseco, independente do uso que fazemos dele. Ele representa uma emergência daquela Energia de fundo, como dizem os cosmólogos, ou daquele Abismo gerador de todos os seres. Tem algo a revelar que só ele o pode fazer, mesmo o menos adaptado, que em seuguida, pela seleção natural, desaparecerá para sempre. Mas a nós cabe  escutar e celebrar a mensagem que nos tem a revelar.

      

     O  mais grave, entretanto, é a idéia que toda a modernidade e grande parte da comunidade científica atual projeta do planeta Terra e da natureza. Considera-as como simples “res extensa”, coisa que pode ser mensurada, manipulada, na linguagem rude de Francis Bacon, “torturada como o faz o inquisidor com sua vítima até arrancar-lhe todos os segredos”. O método científico predominante mantem, em grande parte, essa lógica agressiva e perversa.

 

      René Descartes no seu Discurso do Método diz algo de um clamoroso reducinismo de compreensão:“não entendo por “natureza” nenhuma deusa ou qualquer outro tipo de poder imaginário, antes me sirvo dessa palavra para significar a matéria”. Considera o planeta como algo morto, sem propósito,  como se o ser humano não fizesse parte dele.

 

       O fato é que nós entramos no processo da evolução quando esta alcançou um patamar altíssimo de complexidade. Então irrompeu a vida humana consciente e livre como um subcapítulo da vida. Por nós o universo chegou à consciência de si mesmo. E isso ocorreu numa minúscula parte do universo que é a Terra. Por isso nós somos aquela porção da Terra que sente, ama, pensa, cuida e venera.  Somos Terra que anda, como diz o  cantador indígena argentino Atauhalpa Yupanqui.

 

       A nossa missão específica, nosso lugar no conjunto dos seres, é o de sermos aqueles que podem apreciar a grandeur do universo, escutar as mensagens que cada ser enuncia e celebrar a diversidade dos seres  e da vida.

 

       E pelo fato de sermos portadores de sensibilidade e de inteligência temos uma missão ética: de cuidar da criação e de sermos os guardiães dela para que continue com vitalidade e integridade e com as condições de ainda evoluir já que está evoluindo há 4,4 bilhões de anos. Graças a Deus que o autor bíblico como que corrigindo o texto acima citado diz no segundo capítulo do Gênesis: “O Senhor tomou o ser humano e o colocou no jardim do Eden (Terra originária) para o cuidar e guardar”(2,15).

 

       Lamentavelmente estamos cumprindo mal esta nossa missão, pois  no dizer do biólogo E. Wilson “a humanidade é a primeira espécie da história da vida a se tornar uma força geofísica; o ser humano, esse ser bípede, tão cabeça-de-vento, já alterou a atmosfera e o clima do planeta, desviando-os em muito das normas usuais; já espalhou milhares de substâncias químicas tóxicas pelo mundo inteiro e estamos perto de esgotar a água potável”(A Criação: como salvar a vida na Terra, 2008, 38). Pesaroso face a um quadro desses e sob a ameaça de um apocalipse nuclear se perguntava o grande fiósofo italiano, do direito e da democracia, Norberto Bobbio:”a humanidade merece ainda ser salva”(Il Foglio n. 409, 2014, 3)?

 

       Se não quisermos ser expulsos da Terra pela própria Terra, como os inimigos da vida, cumpre mudar nosso comportamento face à natureza mas principalmente acolher a Terra como a ONU já em abril de 2009 o aceitou, como Mãe Terra e como tal cuidá-la, reconhecer e respeitar a história de cada ser, vivo ou inerte. Existiram antes de nós e por milhões e milhões de anos sem nós. Por esta razão devem ser respeitados como o fazemos com as pessoas mais idosas e as tratamos com respeito e amor. Mais que nós, eles  têm direito ao presente e ao futuro junto conosco.

 

       Caso contrário não há tecnologia e promessas de progresso ilimitado que nos poderão salvar.

 

Leonardo Boff é autor de Proteger a Terra e cuidar da vida: como evitar ao fim do mundo, Record 2010.

 

 

Il popolo brasiliano: un popolo mistico e religioso

Il popolo brasiliano è spirituale e mistico, piaccia o non piaccia all’intellighenzia secolarizzata, che, di solito mantiene rapporti organici deboli o pressoché inesistenti con i movimenti popolari e sociali.

Il popolo non è transitato attraverso le aule scolastiche dei moderni maestri del sospetto che, invano, hanno tentato di delegittimare la religione. Per il popolo, Dio non è un problema ma una soluzione dei suoi problemi e il senso ultimo del suo vivere e  del suo morire. Il popolo sente Dio che accompagna i suoi passi, lo celebra nelle espressioni del quotidiano come “mio Dio”, “grazie a Dio”, “Dio ti paghi”, “che Dio ti accompagni”,  “voglia Dio” e “Dio ti benedica”. Generalmente molti mettendo giù la cornetta del telefono si separano con “resta con Dio”. Se non ci fosse Dio nella loro vita, certamente, non avrebbero resistito con tanta forza, humour e senso di lotta nei secoli dell’ostracismo sociale.

Il cristianesimo ha collaborato a formare l’identità dei brasiliani. Nel tempo della Colonia e dell’Impero esso entrò per via della Missione (Chiesa istituzionale) e della devozione dei Santi e delle Sante ( Cristianesimo popolare). Modernamente sta entrando per la via della liberazione (circoli biblici, comunità di base e pastorali sociali) e attraverso i carismatici (incontri di preghiera e di cura, grandi shows-celebrazioni dei preti mediatici). Fondamentalmente il cristianesimo coloniale e imperiale ha educato le classi padronali senza mettere in discussione il progetto di dominazione e ha addomesticato le classi popolari perché si ritagliassero lo spazio che spettava loro nell’emarginazione. Per questo la funzione del cristianesimo è stata estremamente ambigua, ma sempre funzionale allo status quo diseguale e ingiusto. Raramente è stato profetico. Nel caso della schiavitù è stato chiaramente legittimatore di un ordine iniquo.

Soltanto a partire dagli anni cinquanta del secolo passato, settori importanti dell’istituzionalità (Vescovi, preti, religiosi e religiose, laici e laiche) hanno cominciato un processo di dislocamento dal loro luogo sociale che era al centro, verso la periferia dove il popolo povero viveva. Sorgeva la discussione sulla promozione umana integrale e sulla liberazione socio-storica il cui centro è occupato dagli oppressi che ormai non accettavano più la loro condizione di oppressi. Per il fatto di essere simultaneamente poveri e religiosi, ricavarono dalla loro religione l’ispirazione per la resistenza e per la liberazione verso una società con più partecipazione popolare e più giustizia. Emerge un cristianesimo nuovo, profetico, liberatore e impegnato nei cambiamenti necessari.

Ma la maggiore creazione culturale fatta in Brasile è rappresentata dal cristianesimo popolare. Messi al margine del sistema politico e religioso, i poveri, indigeni e neri hanno dato corpo alla loro esperienza spirituale nel codice della cultura popolare, che si regge più per la logica dell’inconscio e dell’emozionale che per quella del razionale e del dottrinale. Elaborarono così una ricca simbologia, le feste per i loro santi e sante forti, un’arte colorita e una musica carica di sentimento associato alla noble tristesse. Questo non significa decadenza del cristianesimo ufficiale, ma una forma differente, popolare e sincretica per esprimere l’essenziale del messaggio cristiano.

Le religioni afro brasiliane, il sincretismo tessuto di elementi cristiani, afro brasiliani e indigeni, rappresentano un’altra creazione rilevante della cultura popolare. Astraendo da qualche fondamentalismo evangelico, il popolo in generale non è dogmatico, e nemmeno accecato nelle sue credenze. È tollerante, perché crede che Dio sta in tutti e tutti i cammini finiscono in lui. Per questo è multiconfessionale e non si vergogna di avere varie ascendenze religiose. La sintesi avviene nel loro cuore, nel profondo della loro spiritualità. A partire da lì compone il ricco tessuto religioso. L’antropologo Roberto da Matta ha espresso in modo indovinato: “nel cammino verso Dio posso mettere insieme molte cose. In lui, posso essere cattolico e umbandista, devoto di Ogum e di San Giorgio. Il linguaggio religioso del nostro paese è, dunque, un linguaggio di relazione e di unione. Un idioma che cerca il mezzo-termine, in mezzo cammino, la possibilità di salvare tutto il mondo che in tutti i luoghi possa incontrare qualche cosa di buono e degno” (O que faz de brasil Brasil, Rocco, Rio de Janeiro 1984,117).

Importante soprattutto il contributo di civiltà portato dalle religioni afro (nagô, camdonblé, macumba, umbanda e altre), che qui a partire dalle loro proprie matrici africane hanno elaborato un ricco sincretismo. Ogni essere umano può essere un incorporatore eventuale della divinità a beneficio degli altri. Negate socialmente, disprezzate politicamente, perseguitate religiosamente, le religioni afro brasiliane hanno restituito la loro auto-stima alla popolazione nera, affermando che gli orixàs africani li avevano inviati in queste terre per aiutare i bisognosi e impregnare di axé (energia cosmica e sacra) l’atmosfera del Brasile. Anche se schiavi, compivano una missione trascendente e di grande significato storico.

Sono stati i neri e gli indigeni che hanno conferito nel passato, e conferiscono anche oggi, un’impronta mistica all’anima brasiliana. Tutti sanno di essere accompagnati da santi e sante forti, dagli orixàs, attraverso il Vecchio Nero (umbanda) e dalla mano provvidenziale di Dio che non permetta che tutto si perda e diventi definitivamente inutile. Per tutto c’è una soluzione e esiste sempre una sortita benefica. Per questo c’è leggerezza, humour, un profumo di festa in tutte le manifestazioni popolari.

Il futuro religioso del Brasile non sarà probabilmente il suo passato cattolico. Sarà, forse, la creazione sincretica originale, di una nuova spiritualità ecumenica che saprà convivere con le differenze (la tradizione evangelica in ascesa, il pentecostalismo, il Kardecismo e altre religioni orientali), ma nell’unità della medesima percezione del divino e del sacro che impregna il cosmo, la storia umana e la vita di ogni persona.

Traduzione di Romano Baraglia