Freundschaft und Liebe bedürfen der Pflege

 

 

Keine zwischenmenschliche Beziehung ist so bereichernd wie die Freundschaft und die Liebe, die wir Menschen erfahren und derer wir uns erfreuen können. Selbst die glühendsten Mystiker vermögen sich mit dem Göttlichen nur über den Weg der Liebe vereinen. Nach den Worten des Hl. Johannes vom Kreuz ist dies die „Erfahrung der Geliebten (Seele), die sich in den Geliebten verwandelt“.

In der Literatur gibt es eine Fülle von Werken über diese zwei Grunderfahrungen. Hier beschränken wir uns auf ein Minimum. Die Freundschaft ist eine Beziehung, die aus einer unbekannten Affinität entsteht, einer völlig unerklärlichen Sympathie, einer liebevollen Nähe, die uns für den anderen ergreift. Zwischen Freunden und Freundinnen entsteht so etwas wie eine Schicksalsgemeinschaft. Die Freundschaft lebt von der Selbsthingabe, von Vertrauen und Loyalität. Freundschaften sind so tief verwurzelt, dass, wenn Freunde sich nach langer Zeit wieder treffen, ihre Verbindung wieder aufgenommen wird und sie sich sogar an ihr letztes gemeinsames Gespräch erinnern können, das schon lange zurück liegt.

Eine Freundschaft zu pflegen heißt achtsam mit dem Leben des Freundes und mit dessen Freud und Leid umzugehen. Ist er in seiner Verletzlichkeit getroffen und verdeckt seine Betroffenheit ihm den Blick zu seinem Leitstern, so findet er bei uns eine Schulter zum Anlehnen. In leidvollen Situationen, in Existenz-, Berufs- und Beziehungskrisen stellt sich heraus, wer unsere wahren Freunde und Freundinnen sind. Sie sind wie der starke Wehrturm der schwachen Burg unseres Pilgerlebens.

 

Die intensivste Beziehung erleben wir in der Liebe. Sie lässt uns die glücklichsten Momente erfahren sowie die schmerzlichsten Frustrationen. Nichts ist mysteriöser als die Liebe. Sie lebt vom Zusammentreffen zweier Personen, deren Wege sich eines Tages kreuzen, die sich im Blick und in der Gegenwart des anderen wiederfinden, da ein Gefühl der Verliebtheit und des zueinander hingezogen Seins entsteht sowie das Verlangen nach Nähe, bis hin zu dem Wunsch, das ganze Leben miteinander zu teilen, als auch das Schicksal, die schönen und weniger schönen Seiten, die das Leben uns bietet. Nichts ist vergleichbar mit dem Glück, zu lieben und geliebt zu werden. Und nichts ist zerstörerischer, den Worten des Poeten Ferreira Gullar zufolge, als demjenigen, den man liebt, seine Liebe nicht schenken zu können.

All diese Werte, die zu den kostbarsten zählen, sind auch die zerbrechlichsten, denn sie sind den Widersprüchlichkeiten der menschlichen Existenz am stärksten ausgesetzt.

 

Wir alle tragen in uns Licht und Schatten, bringen unterschiedliche persönliche und familiäre Geschichten mit, einschließlich der ihnen zugrunde liegenden archetypischen Wurzeln unserer Vorfahren, die gezeichnet sind von den guten und tragischen Ereignissen, welche ihre Spuren im genetischen Gedächtnis eines jeden hinterlassen haben.

Die Liebe ist eine subtile Kunst, die all diese Faktoren miteinander verbindet. Sie erfordert die Fähigkeiten des Verstehens, des Verzichts, der Geduld und des Verzeihens, und gleichzeitig schenkt sie die gemeinsame Freude an der Liebe, sexuelle Intimität, gegenseitige Hingabe. Die Erfahrung der Liebe ist die Grundlage, um die Wesensart Gottes zu erkennen. Er ist wesentliche und bedingungslose Liebe.

Doch die Liebe allein reicht nicht aus. Aus diesem Grund zählt der Hl. Paulus in seinem Hohelied der Liebe die Attribute auf, ohne die die Liebe nicht andauern und ausstrahlen kann. „Die Liebe ist langmütig, die Liebe ist gütig. Sie ereifert sich nicht, sie prahlt nicht, sie bläht sich nicht auf. Sie handelt nicht ungehörig, sucht nicht ihren Vorteil, lässt sich nicht  zum Zorn reizen, trägt das Böse nicht nach (…) Sie erträgt alles, glaubt alles, hofft alles, hält allem stand. Die Liebe hört niemals auf“ (1 Kor 13,4-7). Auf diese Begleiter der Liebe zu achten, liefert den nötigen Humus, damit die Liebe immer lebendig bleibt und nicht aus Gleichgültigkeit stirbt. Das Gegenteil von Liebe ist nicht Hass, sondern Gleichgültigkeit.

Je größer die Fähigkeit zur Selbstaufgabe, umso größer und stärker ist die Liebe. Diese Form steht für einen außerordentlichen Mut und gleicht einer Todeserfahrung für denjenigen, der nichts für sich zurückbehält und ganz im anderen aufgeht. Für einen Mann ist diese extreme Haltung ganz besonders schwierig, was möglicherweise im Erbe des Sexismus begründet ist sowie im Patriarchat und im Rationalismus der Jahrhunderte, die er in sich trägt und der seine Fähigkeit zu einem solch extremen Vertrauen einschränkt.

Die Frau ist radikaler: Sie ist in der Lage, sich in der Liebe rückhaltlos und ohne Einschränkung bis zum Äußersten hinzugeben. Daher ist ihre Liebe vollständig und verwirklicht, und wenn diese frustriert wird, zeigt sich das Leben von seiner tragischen Seite und macht seine tiefen Abgründe sichtbar.

Das größte Geheimnis, wie die Liebe zu pflegen ist, besteht in der Pflege der einfachen Zärtlichkeit. Die Zärtlichkeit lebt von der Freundlichkeit, den kleinen Gesten der Zuneigung, den greifbaren Sakramenten, wie z. B. eine Muschel am Strand aufzuheben und sie dem geliebten Menschen zu bringen und ihm zu sagen, dass man in diesem Moment voll Zärtlichkeit an ihn gedacht hat.

Diese Banalitäten wiegen mehr als die wertvollsten Edelsteine. So wie ein Stern nicht ohne die ihn umgebende Atmosphäre leuchten kann, so kann auch die Liebe nicht ohne die Aura der Zärtlichkeit, der Zuneigung und der Achtsamkeit leben.

Liebe und Achtsamkeit sind ein unzertrennliches Paar. Kommt es zwischen ihnen zur Trennung, stirbt die eine oder andere an Einsamkeit. Liebe und Achtsamkeit sind eine Kunst. Wir geben Acht auf das, was uns wichtig ist. Und wir lieben, worauf wir Acht geben.

Alles was lebt, muss ernährt und gehalten werden. Das Gleiche gilt für die Liebe und die Achtsamkeit. Sie nähren sich von der liebenden gegenseitigen Unterstützung. Der Schmerz und die Freude des einen sind Schmerz und Freude des anderen.

Um die zerbrechliche Eigenschaft der Liebe zu bestärken, brauchen wir jemanden, der größer, zärtlicher und liebevoller ist, auf den wir immer zählen können. Daher ist es wichtig, dass sich die Liebenden Zeit nehmen für die Öffnung hin zu und der Kommunion mit diesem Größeren, dessen Natur die Liebe ist. Diese Liebe bewegt, laut Dante Alighieris Göttlicher Komödie „den Himmel und die Sterne“, und wir fügen hinzu: sie bewegt unsere Herzen.

 

 Siehe auch: Leonardo Boff, „Achtsamkeit: Von der Notwendigkeit, unsere Haltung zu ändern“, Claudius Verlag, München 2013

Übersetzt von Bettina Gold-Hartnack

 

La muerte como transfiguración de la vida

El día de los difuntos, el dos de noviembre, es siempre ocasión para pensar en la muerte. Se trata de un tema existencial. No se puede hablar de la muerte de una manera externa a nosotros, porque a todos nosotros nos acompaña esta realidad que, según Freud, es la más difícil de ser asimilada por el aparato  psíquico humano. Nuestra cultura especialmente procura alejarla lo más posible del horizonte, pues la muerte niega todo su proyecto, que está asentado sobre la vida material y su disfrute etsi mors non daretur, como si ella no existiese.

Sin embargo, el sentido que damos a la muerte es el sentido que damos a la vida. Si decidimos que la vida se resume entre el nacimiento y la muerte y esta tiene la última palabra, entonces la muerte tiene un sentido, diría, trágico, porque con ella todo termina en el polvo cósmico.  Pero si interpretamos la muerte como una invención de la vida, como parte de la vida, entonces no es la muerte sino la vida la gran interrogación.

En términos evolutivos, sabemos que, alcanzado cierto grado elevado de complejidad, la vida irrumpe como un imperativo cósmico, según el premio Nóbel de biología Christian de Duve que escribió una de las más brillantes biografías de la vida titulada Polvo Vital (1984). Pero él mismo afirma:  podemos describir las condiciones de su aparición, pero no podemos definir es la vida. En mi percepción, la vida no es ni temporal, ni material ni espiritual. La vida es simplemente eterna. Ella anida en nosotros y pasado cierto lapso temporal, sigue su curso por toda la eternidad. Nosotros no acabamos con la muerte. Nos transformamos por la muerte, pues ella representa la puerta de entrada en el mundo que no conoce la muerte, donde ya no hay tiempo sino eternidad.

Permítanme dar testimonio de dos experiencias personales de la muerte, muy distintas de la visión dramática que nuestra cultura nos ha legado. Vengo de la cultura espiritual franciscana. En mis casi 30 años de fraile, pude vivenciar la muerte como san Francisco la vivenció.

La primera experiencia era aquella que, como frailes, hacíamos todos los viernes a las 19:30 de la tarde: “el ejercicio de la buena muerte”. Se tumbaba uno en la cama con hábito y todo. Cada uno se ponía delante de Dios y hacía un balance de toda su vida, retrocediendo hasta donde la memoria pudiese llegar. Poníamos todo a la luz de Dios y ahí tranquilamente reflexionábamos sobre el porqué de la vida y de sus zigzag. Al final, alguien recitaba en voz alta en el corredor el famoso salmo 50 del Miserere en el cual el rey David suplicaba a Dios el perdón de sus pecados. Y también se proclamaban las consoladoras palabras de la epístola de san Juan: “Si tu corazón te acusa, recuerda que Dios es mayor que tu corazón”.

Así éramos educados para una entrega total, un encuentro cara a cara con la muerte delante de Dios. Era un entregarse confiado, como quien se sabe en la palma de la mano de Dios. Después, íbamos alegremente al recreo, a tomar un refresco, a jugar al ajedrez o simplemente a conversar. Este ejercicio tenía como efecto un sentimiento de gran liberación. La muerte era vista como la hermana que nos abría la puerta de la Casa del Padre.

La otra experiencia se relaciona con la muerte o el entierro de algún cofrade. Cuando alguno moría en el convento se hacía fiesta, con recreo por la noche con comida y bebida. Lo mismo hacíamos después del entierro. Todos nos reuníamos y celebrábamos el paso, la pascua o la navidad, el vere dies natalis (el verdadero día del nacimiento) del fallecido.

Se pensaba: él fue naciendo poco a poco a lo largo de su vida hasta acabar de nacer en Dios. Por eso había fiesta en el cielo y en la tierra. Ese rito es sagrado y se celebra en todos los conventos franciscanos.
El fraile que había dejado este mundo entraba en la comunión de los santos, está vivo, no está ausente, solo es invisible. ¿Hay celebración más digna inventada por san Francisco de Asís que llamaba a todos los seres hermanos y hermanas y también trataba de hermana a la muerte?

La percepción de la muerte es otra. Las personas son inducidas a convivir con la muerte, no como una bruja que viene y arrebata la vida, sino como una hermana que viene a abrirnos la puerta a un nivel más alto de vida en Dios.

Cada cultura tiene su interpretación de la muerte. Estuve hace tiempo con los Mapuche en el sur de la Patagonia argentina, hablando con los lomkos, los sabios de la tribu. Ellos tienen otra manera de entender la muerte. Para ellos la muerte significa pasar al otro lado, donde están los ancianos. No es abandonar la vida, es entrar en el lado invisible y convivir con los ancianos. Desde allí, acompañan a las familias, a los seres queridos y a otros próximos, iluminándolos. La muerte no tiene ningún dramatismo; pertenece a la vida, es su otro lado.

Podríamos pasar por otras culturas para conocer su sentido de la vida y de la muerte, pero quedémonos en nuestro tiempo moderno. Hay un filósofo que trabajó positivamente el tema de la muerte: Martin Heidegger. En su analítica existencial afirma que la condición humana, en grado cero, es la de ser un ser en el mundo, no como lugar geográfico, sino como el conjunto de las relaciones que nos permiten producir y reproducir vida. La condition humaine es estar en el mundo con los otros, llenos de cuidados y abiertos a la muerte. La muerte es vista no como una tragedia y sí como la última expresión de la libertad humana, su último acto de entrega. Esa entrega sin reservas abre la posibilidad de sumergirse totalmente en la realidad y en el Ser. Es una especie de vuelta al seno del cual vinimos como entes, pero como entes que buscan el Ser. Y finalmente al morir somos acogidos por el Ser. Y ahí ya no hablamos porque ya no necesitamos palabras. Es el puro vivir por la alegría de vivir y de ser en el Ser. Para la persona religiosa este Ser no es otro que el Ser Supremo, Dios vivo que nos da la plenitud de la vida.

Leonardo Boff escribió Vida más allá de la muerte, Editorial Sal Terrae 2002

La muerte como transfiguración de la vida

El día de los difuntos, el dos de noviembre, es siempre ocasión para pensar en la muerte. Se trata de un tema existencial. No se puede hablar de la muerte de una manera externa a nosotros, porque a todos nosotros nos acompaña esta realidad que, según Freud, es la más difícil de ser asimilada por el aparato  psíquico humano. Nuestra cultura especialmente procura alejarla lo más posible del horizonte, pues la muerte niega todo su proyecto, que está asentado sobre la vida material y su disfrute etsi mors non daretur, como si ella no existiese.

Sin embargo, el sentido que damos a la muerte es el sentido que damos a la vida. Si decidimos que la vida se resume entre el nacimiento y la muerte y esta tiene la última palabra, entonces la muerte tiene un sentido, diría, trágico, porque con ella todo termina en el polvo cósmico.  Pero si interpretamos la muerte como una invención de la vida, como parte de la vida, entonces no es la muerte sino la vida la gran interrogación.

En términos evolutivos, sabemos que, alcanzado cierto grado elevado de complejidad, la vida irrumpe como un imperativo cósmico, según el premio Nóbel de biología Christian de Duve que escribió una de las más brillantes biografías de la vida titulada Polvo Vital (1984). Pero él mismo afirma:  podemos describir las condiciones de su aparición, pero no podemos definir es la vida. En mi percepción, la vida no es ni temporal, ni material ni espiritual. La vida es simplemente eterna. Ella anida en nosotros y pasado cierto lapso temporal, sigue su curso por toda la eternidad. Nosotros no acabamos con la muerte. Nos transformamos por la muerte, pues ella representa la puerta de entrada en el mundo que no conoce la muerte, donde ya no hay tiempo sino eternidad.

Permítanme dar testimonio de dos experiencias personales de la muerte, muy distintas de la visión dramática que nuestra cultura nos ha legado. Vengo de la cultura espiritual franciscana. En mis casi 30 años de fraile, pude vivenciar la muerte como san Francisco la vivenció.

La primera experiencia era aquella que, como frailes, hacíamos todos los viernes a las 19:30 de la tarde: “el ejercicio de la buena muerte”. Se tumbaba uno en la cama con hábito y todo. Cada uno se ponía delante de Dios y hacía un balance de toda su vida, retrocediendo hasta donde la memoria pudiese llegar. Poníamos todo a la luz de Dios y ahí tranquilamente reflexionábamos sobre el porqué de la vida y de sus zigzag. Al final, alguien recitaba en voz alta en el corredor el famoso salmo 50 del Miserere en el cual el rey David suplicaba a Dios el perdón de sus pecados. Y también se proclamaban las consoladoras palabras de la epístola de san Juan: “Si tu corazón te acusa, recuerda que Dios es mayor que tu corazón”.

Así éramos educados para una entrega total, un encuentro cara a cara con la muerte delante de Dios. Era un entregarse confiado, como quien se sabe en la palma de la mano de Dios. Después, íbamos alegremente al recreo, a tomar un refresco, a jugar al ajedrez o simplemente a conversar. Este ejercicio tenía como efecto un sentimiento de gran liberación. La muerte era vista como la hermana que nos abría la puerta de la Casa del Padre.

La otra experiencia se relaciona con la muerte o el entierro de algún cofrade. Cuando alguno moría en el convento se hacía fiesta, con recreo por la noche con comida y bebida. Lo mismo hacíamos después del entierro. Todos nos reuníamos y celebrábamos el paso, la pascua o la navidad, el vere dies natalis (el verdadero día del nacimiento) del fallecido.

Se pensaba: él fue naciendo poco a poco a lo largo de su vida hasta acabar de nacer en Dios. Por eso había fiesta en el cielo y en la tierra. Ese rito es sagrado y se celebra en todos los conventos franciscanos.
El fraile que había dejado este mundo entraba en la comunión de los santos, está vivo, no está ausente, solo es invisible. ¿Hay celebración más digna inventada por san Francisco de Asís que llamaba a todos los seres hermanos y hermanas y también trataba de hermana a la muerte?

La percepción de la muerte es otra. Las personas son inducidas a convivir con la muerte, no como una bruja que viene y arrebata la vida, sino como una hermana que viene a abrirnos la puerta a un nivel más alto de vida en Dios.

Cada cultura tiene su interpretación de la muerte. Estuve hace tiempo con los Mapuche en el sur de la Patagonia argentina, hablando con los lomkos, los sabios de la tribu. Ellos tienen otra manera de entender la muerte. Para ellos la muerte significa pasar al otro lado, donde están los ancianos. No es abandonar la vida, es entrar en el lado invisible y convivir con los ancianos. Desde allí, acompañan a las familias, a los seres queridos y a otros próximos, iluminándolos. La muerte no tiene ningún dramatismo; pertenece a la vida, es su otro lado.

Podríamos pasar por otras culturas para conocer su sentido de la vida y de la muerte, pero quedémonos en nuestro tiempo moderno. Hay un filósofo que trabajó positivamente el tema de la muerte: Martin Heidegger. En su analítica existencial afirma que la condición humana, en grado cero, es la de ser un ser en el mundo, no como lugar geográfico, sino como el conjunto de las relaciones que nos permiten producir y reproducir vida. La condition humaine es estar en el mundo con los otros, llenos de cuidados y abiertos a la muerte. La muerte es vista no como una tragedia y sí como la última expresión de la libertad humana, su último acto de entrega. Esa entrega sin reservas abre la posibilidad de sumergirse totalmente en la realidad y en el Ser. Es una especie de vuelta al seno del cual vinimos como entes, pero como entes que buscan el Ser. Y finalmente al morir somos acogidos por el Ser. Y ahí ya no hablamos porque ya no necesitamos palabras. Es el puro vivir por la alegría de vivir y de ser en el Ser. Para la persona religiosa este Ser no es otro que el Ser Supremo, Dios vivo que nos da la plenitud de la vida.

Leonardo Boff escribió Vida más allá de la muerte, Editorial Sal Terrae 2002.

A transfiguração na morte

O dia dos mortos, dois de novembro, é sempre  ocasião para pensarmos na morte. Trata-se de um tema existencial. Não se pode falar da morte de uma maneira exterior a nós mesmos, porque todos nós somos acompanhados por esta realidade que, segundo Freud, é a  mais difícil de ser digerida pelo aparelho psíquico humano. Especialmente nossa cultura procura afastá-la, o mais possível, do horizonte pois ela nega todo seu projeto assentado sobre a vida material e seu desfrute etsi mors non daretur, como se ela não existisse.

No entando, o sentido que damos à morte é o sentido que nós damos à vida. Se decidimos que a vida se resume entre o nascimento e a morte e esta detém a última palavra, então a morte ganha um sentido, diria, trágico, porque com ela tudo termina no pó cósmico. Mas se interpretarmos a morte como uma invenção da vida, como parte da vida, então não a morte mas a vida constitui a grande interrogação.

Em termos evolutivos, sabemos que, atingido certo grau elevado de complexidade, ela irrompe como um imperativo cósmico, no dizer do prêmio Nobel de biologia Christian de Duve que escreveu uma das mais brilhantes biografias da vida sob o título Poeira Vital  (1984). Mas ele mesmo assevera: podemos descrever as condições de seu surgimento, mas não podemos definir o que ela seja.

Na minha percepção, a vida não é nem temporal, nem material, nem espiritual. A vida é simplesmente eterna. Ela se aninha em nós e, passado certo  lapso temporal, ela segue seu curso pela eternidade afora. Nós não acabamos na morte. Transformamo-nos pela morte, pois ela representa a porta de ingresso ao mundo que não conhece a morte, onde não há o tempo mas só a eternidade.

Consintam-me testemunhar duas experiências pessoais de morte, bem diversas da visão dramática que a nossa cultura nos legou. Venho da cultura espiritual franciscana. Nos meus quase 30 anos de frade, pude vivenciar a morte como São Francisco a vivenciou.

A primeira experiência era aquela que, como frades, fazíamos toda sexta feira, às 19:30 da noite: “o exercício da boa morte”.  Deitava-se na cama com hábito e tudo.  Cada um se colocava diante de Deus e fazia um balanço de toda a sua vida, regredindo até onde a memória pudsse alcançar. Colocávamos tudo, à luz de Deus e aí, tranqüilamente, refletíamos sobre o porquê da vida e o porquê dos zigue-sagues deste mundo. No final, alguém recitava em voz alta no corredor o famoso salmo 50 do Miserere no qual o rei Davi suplicava o perdão a Deus de seus pecados. E também se proclamavam as consoladoras palavras da epístola de São João:“Se o teu coração te acusa,  saiba que Deus é maior do que o teu coração”.

Éramos, assim, educados para uma entrega total, um encontro face a face com a morte diante de Deus. Era um entregar-se confiante, como quem se sabe na palma da mão de Deus. Depois, íamos alegremente para a recreação, tomar algum refresco, jogar xadres ou simplesmente conversar. Esse exercício  tinha como efeito um sentimento de grande libertação. A morte era vista como a irmã que nos abria a porta para a Casa do Pai.

A outra experiência diz respeito ao dia da morte e do sepultamento de algum confrade. Quando morria alguém, fazia-se festa no convento, com recreação à noite com comes e bebes. O mesmo ocorria depois de seu sepultamento. Todos se reuniam e celebravam a passagem, a páscoa e o natal, o vere dies natalis (o verdadeiro dia do nascimento) do falecido. Pensava-se: ele na vida foi, aos poucos, nascendo e nascendo até acabar de nascer em Deus. Por isso havia festa no céu e na terra. Esse rito é sagrado  e celebrado  em todos os conventos franciscanos.

O frade que deixou esse mundo, entrava na comunhão dos santos, está vivo, não é um ausente, apenas um invisível. Há celebração  mais digna da morte do que esta inventada por São Francisco de Assis que chamava a todos os seres de irmãos e irmãs e também a morte de irmã?

A percepção da morte é outra. As pessoas são induzidas a conviver com a morte, não como uma bruxa que vem e arrebata a vida, mas como a irmã que vem abrir a porta para um nível mais alto de vida em Deus.
Cada cultura tem a sua interpretação da morte. Estive há tempos entre os Mapuches, no sul da Patagônia argentina, falando com os lomkos, os sábios da tribo. Eles têm bem outra compreensão da morte. A morte significa passar para o outro lado, para o lado onde estão os anciãos. Não é abandonar a vida, é deixar seu lado visível para entrar no lado invisível e conviver com os anciãos. De lá acompanham as famílias, os entes queridos e outros próximos, iluminando-os. A morte não tem nenhuma dramaticidade. Ela pertence à vida, é o seu outro lado.

Poderíamos passar por várias outras culturas para conhecer-lhes o sentido da vida e da morte. Mas fiquemos no nosso tempo moderno. Há um filósofo que trabalhou positivamente o tema da  morte: Martin Heidegger. Em sua analítica existencial afirma que a condição humana, em grau zero, é a de que somos um ser no mundo, este não como lugar geográfico, mas como o conjunto das relações que nos permitem produzir e reproduzir a vida.

A condition humaine é estar no mundo com os outros, cheios de cuidados e abertos para a morte. A morte é vista não como uma tragédia e sim como a derradeira expressão da liberdade humana, enquanto o último ato de entrega. Essa entrega sem resto abre a possibilidade para um   mergulho total na realidade e no Ser. É uma espécie de volta ao seio de onde viemos como entes mas que buscam o Ser. E finalmente, ao morrer, somos acolhidos pelo Ser. E aí já não falamos porque não precisamos mais de palavras. É o puro viver pela alegria de viver e de ser no Ser.

Para o homem religioso, este Ser não é outro senão o Supremo Ser, o Deus vivo que nós dá a plenitude da vida.

Leonardo Boff escreveu Vida para além da morte, Vozes 2012.