Post-Covid-19: Wie sollten Kosmologie und Ethik integriert werden (I)

Es gibt etwas Schreckliches, den systemischen Angriff der Natur auf die Menschheit, durch ein mikroskopisches und unsichtbares Virus, das große Besorgnis hervorruft und Tausende von Menschen tötet.

Angesichts dieser wahren menschlichen Tragödie müssen wir unsere Reaktion auf die Pandemie verstehen. Wie wirkt sich die Pandemie auf uns aus? Welche Lektion lehrt sie uns? Welche Kosmologie (Weltsicht) und welche Art von Ethik (Werte und Prinzipien) fordert sie uns auf zu entwickeln? Sicherlich müssen wir jetzt alles lernen, was wir hätten lernen sollen, aber vorher nicht gelernt haben. Wir hätten lernen müssen, dass wir Teil der Natur sind und nicht ihre “Herren und Besitzer” (Descartes). Es besteht eine Nabelschnurverbindung zwischen Mensch und Natur. Wir stammen vom selben kosmischen Staub wie alle anderen Wesen. Wir sind das bewusste Glied der Lebenskette.

            Die Aushöhlung des Bildes, “kleiner Gott der Erde

Der moderne Mythos wurde zerstört, dass wir “der kleine Gott” der Erde seien und dass wir sie nach Lust und Laune über sie verfügen könnten, weil sie ein inertes Objekt ohne Zweck sei. Einer der Väter der modernen wissenschaftlichen Methode, Francis Bacon, sagte, dass wir die Natur so behandeln müssten, wie die Handlanger der Inquisition ihre Opfer behandelten und sie quälten, bis sie alle ihre Geheimnisse preisgaben.

Durch die Techno-Wissenschaft haben wir diese Methode auf die Spitze getrieben und den Kern der Materie und des Lebens erreicht. Dies geschah mit beispiellosem Furor, bis hin zur Zerstörung der Nachhaltigkeit der Natur und damit des Planeten und des Lebens. Wir haben den natürlichen Vertrag, der mit der lebendigen Erde besteht, gebrochen: Sie gibt alles, was wir zum Leben brauchen, und im Gegenzug müssen wir uns um sie kümmern, ihre Güter und Dienstleistungen bewahren und ihr die Ruhe gönnen, um das aufzufüllen, was wir für unser Leben und unseren Fortschritt genommen haben. Nichts davon haben wir getan.

 

Wegen Nichtbeachtung des biblischen Gebots des “Schutzes und der Fürsorge für den Garten Eden, die Erde (Genesis 2,15)” und der Bedrohung der ökologischen Grundlagen, die alles Leben erhalten, hat sie mit einer mächtigen Waffe, dem Coronavirus 19, zurückgeschlagen. Angesichts dessen sind wir zur Methodik des Mittelalters zurückgekehrt, die ihre Pandemien mit strikter sozialer Isolation überwand. Damit die verängstigten Menschen die Straßen verlassen, wurde im Münchner Rathaus (Marienplatz) eine geniale Uhr mit Tänzern und Kuckucken gebaut, damit alle sie bewundern kommen, was auch heute noch der Fall ist.

Die Pandemie, die nicht nur eine Krise ist, sondern Forderung nach einem Wandel der Kosmologie (Weltsicht) und der Einbeziehung einer Ethik mit neuen Werten, stellt uns diese Frage: Wollen wir wirklich vermeiden, dass die Natur uns noch mehr tödliche Viren schickt, welche sogar die menschliche Spezies dezimieren könnten? Wir wären eine der zehn Arten, die jeden Tag für immer verschwinden. Wollen wir dieses Risiko eingehen?

 

         Allgemeiner Mangel an Bewusstsein für den ökologischen Aspekt


Bereits im Jahr 1962 warnte die nordamerikanische Biologin und Schriftstellerin Rachel Carson, Autorin von The Silent Spring: “Es ist unwahrscheinlich, dass zukünftige Generationen uns verzeihen werden, dass wir uns nicht um die Integrität der Natur-Welt kümmern, die das ganze Leben aufrecht erhält … Die Frage ist, ob irgendeine Zivilisation einen unerbittlichen Krieg gegen das Leben fortsetzen kann, ohne sich selbst zu zerstören und ohne das Recht zu verlieren, als Zivilisation bezeichnet zu werden.”

Es scheint eine Prophezeiung der Situation zu sein, die wir gerade weltweit erleben. Es sieht so aus als zeigte die Mehrheit der Menschheit, einschließlich ihrer politischen Führer, nicht genug Bewusstsein für die Gefahren, denen wir durch die globale Erwärmung ausgesetzt sind, einschließlich der übermäßigen Dichte unserer Städte und vor allem des massiven Agro-Business, das über die jungfräulichen Ländereien im Urwald vorrückt, die abgeholzt werden. Wir zerstören die Lebensräume von Millionen von Viren und Bakterien, die sich schließlich auf den Menschen übertragen. Seriösen Wissenschaftlern zufolge brauchte das Corona-Virus gar nicht durch eine Fledermaus von einem chinesischen Markt zu kommen, sondern einfach aus der Natur.

Im besten Fall wird uns das Coronavirus zwingen, uns als Menschheit neu zu erfinden und das einzigartige Gemeinsame Zuhause, das wir teilen, in einer nachhaltigen und integrativen Form umzugestalten. Wenn das, was zuvor dominiert hat, zum Äußersten getrieben wird und vorherrscht, dann müssen wir uns auf das Schlimmste gefasst machen.

Viele sagen eine neue, destruktive Sparpolitik in der Post-Corona-Ära voraus. Die Geier der Vergangenheit sammeln sich bereits, um zur gleichen Sichtweise der Vergangenheit zurückzukehren und bedeutende Veränderungen zu verhindern. Die Interessen des Finanzkapitals und das mangelnde Bewusstsein der Machthaber und selbst in weiten Teilen der Wissenschaft über den Schweregrad der Schädigung der Natur erlauben es ihnen nicht, etwas von den Tausenden und Abertausenden von Todesopfern weltweit zu lernen, die durch die Corona gestorben sind.

 

Sie wollen zu der Sparpolitik zurückkehren, die die Politik der Opportunisten ist, die von Opportunisten zum Nutzen der Opportunisten betrieben wird. CEPAL hat errechnet, dass wegen Covid-19 die Politik der Austerität, die schlimmer ist als zuvor, zu weiteren 215 Millionen Armen in Lateinamerika führen wird (vgl. Carta Maior 13/05/2020). Es ist jedoch erwähnenswert, dass das Lebenssystem durch mehrere Massensterben gegangen ist (wir befinden uns im sechsten), aber es hat immer überlebt.

Das Leben scheint – erlaubt mir diese sonderbare Metapher – eine “Plage”, die bisher niemand ausrotten konnte. Denn das Leben ist eine gesegnete “Plage”, verbunden mit dem Geheimnis der Kosmogenese und jener geheimnisvollen und liebevollen Grundenergie, die über allen kosmischen Prozessen und auch über unserem steht.

Es ist zwingend notwendig, dass wir das alte Paradigma des Willens zur Macht und zur Herrschaft über alles (die geschlossene Faust) aufgeben zugunsten eines Paradigmas der Fürsorge für alles, was existiert und lebt (die ausgestreckte Hand), und der kollektiven Mitverantwortung.

Eric Hobsbawn schrieb im letzten Absatz seines 1995 erschienenen Buches „The Era of the Extremes“: “Eines ist klar: Wenn die Menschheit eine erkennbare Zukunft haben will, kann sie nicht die Vergangenheit oder die Gegenwart verlängern. Wir werden scheitern, wenn wir versuchen, das dritte Jahrtausend auf dieser Grundlage aufzubauen. Mit anderen Worten, der Preis des Scheiterns, die Alternative zum gesellschaftlichen Wandel, ist Obskurität.” (S.506).

Das bedeutet, dass wir nicht einfach zur Situation von vor dem Coronavirus zurückkehren können. Es ist auch nicht möglich, zur Vergangenheit vor der Aufklärung zurückzukehren, wie es die gegenwärtige brasilianische Regierung und andere der extremen Rechten wollen.

(Fortsetzung folgt)

Leonardo Boff ist ein Ökologe, Theologe und Philosoph, Autor von u. a.: „Tugenden für eine bessere Welt, Butzon&Berker, Kevelaer 2008.

 

 

 

 

Meditazione della Luce: il cammino della semplicità

La stragrande maggioranza delle persone si conforma alle raccomandazioni ufficiali relative alle riunioni sociali, impedendo così la diffusione della Covid-19.

Molte cose possono essere fatte in questo ritiro forzato: una revisione della vita; quali lezioni trarre per il futuro; come cambiare in meglio; come guardare un film ecc. Ci offre anche l’opportunità di fare qualche esercizio di meditazione. Non solo per le persone religiose ma anche per coloro che, senza essere legati ad una religione, coltivano valori come l’amore, la cooperazione, l’empatia e la compassione.

Offro qui un metodo che chiamo “Meditazione della Luce: il cammino della semplicità”, che è molto antico in Oriente e in Occidente. Ha a che fare con lo spirito e con tutto il corpo umano, ma in particolare con il cervello, sede della nostra coscienza e della nostra intelligenza.

Non è questo il luogo per discutere le tre sovrapposizioni del cervello: il rettile che si riferisce ai nostri movimenti istintivi; il limbico, ai sentimenti, e il neocorticale, alla ragione, alla logica e al linguaggio.

Il cervello umano e i suoi due emisferi

Parliamo brevemente del cervello, che ha la forma di una conchiglia con due emisferi:

L’emisfero sinistro che è responsabile dell’analisi, del discorso logico, dei concetti, dei numeri e delle connessioni causali.

L’emisfero destro che è responsabile della sintesi, della creatività, dell’intuizione, del lato simbolico delle cose e dei fatti e della percezione complessiva.

Al centro c’è il corpo calloso che separa e allo stesso tempo unisce i due emisferi.

Un altro punto importante del cervello è il lobo frontale, sede della mente umana. Ci sono molte teorie sul rapporto tra cervello e mente. Diversi neuroscienziati sostengono che la mente è il nome che diamo alle realtà immateriali, elaborate nel cervello, come la vita affettiva, l’amore, l’onestà, l’arte, la fede, la religione, il rispetto e l’esperienza del divino e del sacro.

             La mente spirituale e il “punto Dio” nel cervello

Un altro punto da menzionare è la mente spirituale. L’antropologia culturale si è resa conto che in tutte le culture emergono sempre due costanti: la legge morale della coscienza e la percezione di una Realtà che trascende il mondo spazio-temporale e riguarda l’universo e il senso della vita. Si appoggiano su qualche struttura neuronale, ma non sono neuroni. Sono di natura diversa, finora inspiegabile. Molti neuroscienziati la chiamano la mente mistica. Preferisco un’espressione più modesta: mente spirituale.

Approfondendo la mente spirituale, altri neuroscienziati e neurolinguisti sono arrivati a identificare quello che hanno chiamato il punto Dio nel cervello. Hanno osservato che ogni volta che l’essere umano viene interrogato esistenzialmente sul significato del Tutto, dell’universo, della sua vita, e pensa seriamente ad una Realtà Ultima, si produce un’enorme accelerazione dei neuroni del lobo frontale. Punta verso un organo interno di qualità speciale. Hanno detto che così come abbiamo organi esterni, occhi, orecchie, tatto, abbiamo anche un organo interno, una conquista della nostra evoluzione umana. Lo hanno chiamato il punto di Dio nel cervello. Attraverso quel punto-organo afferriamo quella Realtà che unifica e sostiene tutto, dall’universo stellato alla nostra Terra e a noi stessi: la Sorgente che è tutto ciò che è. Ogni cultura le ha dato un nome: il Grande Spirito degli indigeni, Allah, Shiva, Tao, Jahvé, Olorum dei nagô e noi lo chiamiamo semplicemente Dio (che in sanscrito significa il Generatore della luce, da cui deriva anche la parola dia (giorno in portoghese).

                  La natura misteriosa della luce

Prima di focalizzarci sulla Meditazione della Luce, è opportuno dire una parola sulla natura della luce. Questa è considerata ad oggi come un fenomeno unico per la scienza, in particolare per la fisica quantistica e l’astrofisica, al punto che si è preferito dire: la comprendiamo meglio se la consideriamo come una particella materiale (che può essere bloccata da una piastra di piombo) e, contemporaneamente, come un’onda di energia che viaggia attraverso l’universo ad una velocità di 300 mila km al secondo. I biologi sono riusciti a comprendere che tutti gli organismi viventi emettono luce, i biofotoni, invisibili ai nostri occhi ma rilevabili da dispositivi sofisticati. La sede di questa bio-luce sarebbe nelle cellule del nostro DNA. Pertanto, siamo esseri di luce. Inoltre, la luce è uno dei più grandi simboli umani ed è anche il nome dato alla Divinità o a Dio come Luce infinita ed eterna.

          Meditazione della Luce: via orientale e occidentale

Andiamo infine al tema: com’è questa meditazione della luce? Fondamentalmente sia l’Oriente che l’Occidente concordano sulla stessa intuizione: dall’Infinito proviene un raggio di Luce sacro che colpisce la nostra testa (corpo calloso), penetra tutto il nostro essere (i chakra), attiva i biofotoni, guarisce le nostre ferite, ci solleva e ci trasforma anche in esseri di luce.

È noto il metodo buddista in tre passi: davanti a una candela accesa si concentra e dice: Io sono nella luce, la luce è in me; io sono luce. Questa luce si diffonde dal corpo a tutto ciò che lo circonda, alla Terra, alle galassie più lontane. Permette un’esperienza di non dualità: tutto è uno e io sono nel Tutto.

La via occidentale assomiglia a quella orientale. Fu praticata dai primi cristiani ad Alessandria d’Egitto che professavano che Dio era luce, Gesù, luce del mondo e lo Spirito Santo, la “Lux Beatissima”.

Seguimi con i seguenti passaggi: mettiti in un luogo confortevole, ad esempio ai piedi del letto quando ti alzi o prima di coricarti, o in un angolo più appartato. Concentrati sull’apertura del corpo calloso e invoca il raggio della Luce Beatissima che viene dall’infinito del cielo.

Questo raggio di Luce sacra, colpendo, consente l’unione dei due emisferi del cervello, producendo un grande equilibrio tra ragione e sentimento. Poi, lascia che quella Luce divina cominci lentamente a penetrare in tutto il tuo corpo: il cervello, le vie respiratorie, i polmoni, il cuore, l’apparato digerente, gli organi genitali, le gambe e i piedi. Fermala soprattutto nelle parti che sono malate e che causano dolore. Una volta che la Luce è scesa, falla tornare indietro, penetrando di nuovo tutto il tuo essere e gli organi dal basso.

                Benefici della meditazione della Luce

In primo luogo, inizia a sentire che questa Luce divina migliora le tue energie, porta leggerezza a tutto il tuo essere fisico e spirituale. Concediti un po’ di tempo per goderti quell’energia divina che ti dà piena energia. Infine, ringrazia lo Spirito di Luce che è lo Spirito Santo.

Lentamente il tuo corpo calloso si chiude e la persona diventa più spiritualizzata, più umanizzata e con più coraggio per affrontare il peso della vita.

Questo esercizio può essere fatto mentalmente sull’autobus, quando si ferma al semaforo, in fabbrica, in ufficio o in qualsiasi momento del giorno.

Tutte le persone che si abituano a fare questo tipo di meditazione – il cammino della semplicità – dicono che la loro salute diventa più resistente, ottengono maggiore chiarezza in questioni complicate e le idee fisse e i pregiudizi diventano più sopportabili. In breve, diventi un essere migliore e la tua luce si irradia sugli altri. Prova a fare questa semplice meditazione e vedrai il suo valore fisico e spirituale.

*Leonardo Boff è teologo e ha scritto Meditação da Luz: o caminho da simplicidade, Vozes, 2009 (Meditazione della Luce: il cammino della semplicità); e Tempo de Transcendência, Vozes 2009 (Tempo di trascendenza).

 

Per ordinarlo in portoghese: vendas@vozes.com.br

Traduzione a cura di Maria Gavito e Stefano Toppi

Meditação da luz: o caminho da simplicidade

A grande maioria está atendendo às recomendações oficiais de recolhimento social, impedindo desta forma a disseminação do covid-19.

Podem-se fazer muitas coisas nesse recolhimento forçado: uma revisão de vida; que lições tirar para o futuro; como mudar para melhor; ver um filme, etc.

Mas oferece-se também a oportunidade de fazer algum exercício de meditação. Não somente para as pessoas religiosas mas também para aquelas que, sem ligação à alguma religião, cultivam valores como o amor, a cooperação, a empatia e a compaixão.

Ofereço aqui um método que eu chamo “Meditação da Luz: o caminho da simplicidade”. Ele tem uma alta ancestralidade no Oriente e no Ocidente. Tem a ver com o espírito e todo o corpo humano mas em particular com o cérebro, a sede de nossa consciência e inteligência.

Não é o lugar aqui para discutirmos as três sobreposições do cérebro: o reptiliano que diz respeito ao nossos movimento instintivos; o límbico, aos sentimentos, e o neo-cortical, ao raciocínio, à lógica e à linguagem.

           O cérebro humano e seus dois hemisférios

Tratemos, sucintamente, do cérebro que possui uma forma de concha com dois hemisférios:

O esquerdo que responde pela análise, pelo discurso lógico, pelos conceitos, pelos números e pelas conexões causais.

O direito responde pela síntese, pela criatividade, pela intuição, pelo lado simbólico das coisas e dos fatos e pela percepção de uma totalidade.

No meio está o corpo caloso que separa e ao mesmo tempo une os dois hemisférios.

Outro ponto importante do cérebro é o lobo frontal, sede da mente humana. Há muitas teorias sobre a relação entre cérebro e mente. Vários neurocientistas sustentam que a mente é o nome que damos à realidades intangíveis, elaboradas no cérebro, tais como a vida afetiva, o amor, a honestidade, a arte, a fé, a religião, a reverência e a experiência do numinoso e do sagrado.

     A mente espiritual e o Ponto Deus no cérebro

Outro ponto a ser referido é a mente espiritual. A antropologia cultural se deu conta de que em todas as culturas surgem sempre duas constantes: a lei moral na consciência e a percepção de uma Realidade que transcende o mundo espaçotemporal e que concerne ao universo e ao sentido da vida. Repousam em alguma estrutura neuronal, mas não são neurônios. São de outra natureza até agora inexplicável. Vários neurocientistas a chamaram de mente mística (mystical mind). Prefiro uma expressão mais modesta: mente espiritual.

Aprofundando a mente espiritual outros neurocientistas e neurolinguistas chegaram a identificar o que chamaram o ponto Deus no cérebro. Constataram que sempre que o ser humano se interroga existencialmente sobre o sentido do Todo, do universo, de sua vida e pensa seriamente sobre uma Ultima Realidade, produz-se uma descomunal aceleração dos neurônios do lobo frontal. Aponta para um órgão interior de qualidade especial. Disseram que assim como temos órgãos externos, os olhos, os ouvidos, o tato temos também um órgão interno, uma vantagem de nossa evolução humana. Deram-lhe o nome de o ponto Deus no cérebro. Mediante esse órgão-ponto captamos Aquela Realidade que tudo unifica e sustenta, desde o universo estrelado, a nossa Terra e a nós mesmos: a Fonte que faz ser tudo o que é. Cada cultura dá-lhe um nome: o Grande Espírito dos indígenas, Alá, Shiva, Tao, Javé, Olorum dos nagô e nós simplesmente de Deus (que em sânscrito significa o Gerador da luz, donde vem também a palavra dia).

             A natureza misteriosa da luz

Antes de nos focarmos na Meditação da Luz, cabe uma palavra sobre a natureza da luz. Ela é tida até hoje como um fenômeno tão singular para a ciência, como a física quântica e a astrofísica que preferiu-se dizer: a entendemos melhor se a consideramos uma partícula material (que pode ser barrada por uma placa de chumbo) e simultaneamente uma onda energética que percorre o universo à velocidade de 300 mil km por segundo. Biólogos chegaram a discernir que todos os organismos vivos emitem luz, os  biofótons, invisíveis a nós mas captáveis por aparelhos sofisticados. A sede desta bioluz estaria nas células de nosso DNA. Portanto, somos seres de luz Ademais a luz é um dos maiores símbolos humanos e o nome que se dá à Divindade ou a Deus como Luz infinita e eterna.

   Meditação da luz: caminho oriental e ocidental

Vamos finalmente ao tema: Como é essa meditação da luz? Fundamentalmente tanto o Oriente quanto o Ocidente comungam da mesma intuição: do Infinito nos vem um raio sagrado de Luz que incide em nossa cabeça (corpo caloso), penetra todo o nosso ser (os chacras), ativa os biofótons, sana nossas feridas, nos enleva e nos transforma também em seres de luz.

Conhecido é o método budista em três passos: diante de uma vela acesa, se concentra e diz: eu estou na luz; a luz está em mim; eu sou luz. Essa luz se expande do corpo para tudo o que está ao redor, para Terra, para as galáxias mais distantes. Permite uma experiência de não dualidade: tudo é um e eu estou no Todo.

O caminho ocidental se parece com o oriental. Era praticado pelos primeiros cristãos em Alexandria no Egito que professavam ser Deus luz, Jesus, luz do mundo e o Espírito Santo,  a “Lux Beatissima”

Sigam comigo os seguintes passos: colocar-se num lugar cômodo, como ao pé da cama, ao levantar ou ao deitar ou num canto mas recolhido. Concentrar-se para abrir o corpo caloso e invocar o raio da Luz Beatíssima que provém do infinito do céu.

Esse raio de Luz sagrada, incidindo, já permite a união dos dois hemisférios do cérebro, produzindo grande equilíbrio entre razão e sentimento. Em seguida, deixe que essa Luz divina comece lentamente a penetrar todo o seu corpo: o cérebro, as vias respiratórias, os pulmões, o coração, o aparelho digestivo, os órgãos genitais, as pernas e os pés. Pare-a especialmente nas partes que estão doentes e produzem dor. Já que a Luz desceu, faça-a voltar, penetrando novamente todo o seu ser e seus órgãos.

         Benefícios da meditação da luz

Antes de mais nada, começa a sentir que essa Luz divina potencia suas energias, lhe traz leveza a todo o seu ser corporal e espiritual. Dê-se um pouco de tempo, para curtir essa Energia divina que o energiza totalmente. Por fim, agradeça ao Espírito de Luz que é o Espírito Santo. Lentamente seu corpo caloso se fecha e vc sai mais espiritualizado, mais humanizado e com mais coragem para enfrentar o peso da vida.

Você pode fazer esse exercício mentalmente no ônibus, ao parar no semáforo, na fábrica, no escritório ou em qualquer tempinho que tenha no dia.

Todos os que se acostumaram a fazer esse tipo de meditação – via da simplicidade – testemunham como ficam mais resistentes na saúde, ganham mais clareza nas questões complicadas e as ideias fixas e os preconceitos os tornam mais superáveis, enfim você se torna um ser melhor e sua luz irradia sobre outros. Tente fazer essa meditação simples e verá seu valor corporal e espiritual.

Leonardo Boff é teólogo e escreveu Meditação da Luz: o caminho da simplicidade, Vozes, 2009; Tempo de Transcendência (Vozes 2009). Para adquirir: vendas@vozes.com.br

 

 

Cuidar del espíritu y de sus expresiones en tiempos de la Covid-19

       Cuidar del espíritu y de sus expresones en tiempos de la Covid-19

Leonardo Boff*

Tratamos anteriormente en este blog de cómo cuidar de nuestro cuerpo y cómo cuidar de nuestra psique en el contexto de la Covid-19. Como somos cuerpo-mente-espíritu, falta abordar cómo cuidar de esta última dimensión, la más excelente de todas, el espíritu. Lo mismo que hicimos con el concepto de cuerpo y de psique, vamos a hacerlo ahora con el concepto de espíritu. Nos proponemos ampliar su concepción, pues somos herederos de una interpretación que empobrece su realidad. Nos ayudan las ciencias de la vida y la nueva cosmología, que en el proceso evolutivo no solo toman en consideración sus aspectos físicos y determinísticos sino que incluyen las emergencias más importantes del proceso cosmogénico que son la vida, la subjetividad y la conciencia refleja.
Todas estas dimensiones revelan el universo en su exterioridad, que la física y la astrofísica captan, pero también en su interioridad, que las ciencias de la vida intentan descifrar.

             Qué es el espíritu en la nueva cosmología

Entender el espíritu como una sustancia invisible e inmortal es decir media verdad y limitar su amplitud. No dice nada sobre su enraizamiento en el universo ni habla de su lugar en el conjunto de todas las relaciones, ya que todo es relación y no existe nada fuera de la relación. El espíritu como sustancia invisible e inmortal parece existir en sí y para sí mismo, fuera del conjunto de seres.
Hoy podemos afirmar que el espíritu posee la misma ancestralidad que las energías y la materia originaria. Él estaba ya presente en el momento inicial del universo, hace 13.700 millones de años. Esto se volvió más convincente cuando se descubrió que la materia no posee solamente masa y energía, sino que tiene también una tercera dimensión: es portadora de información. La información nace del juego de relaciones que todos los seres mantienen entre sí, dejando uno marcas en el otro.
Cuando los dos primeros hadrones (primera formación de la materia) o enseguida los top quarks (las partículas menores de materia subatómica) se encontraron, ocurrió un intercambio de energía y de materia. Cada cual se modificó. Quedaron marcas de ese encuentro. Estas marcas se van acumulando forjando las informaciones.
Todos los seres son productores y portadores de informaciones, inscritas en su código genético. Éstas se van almacenando y organizando más y más a medida que el universo avanza y adquiere una complejidad mayor.

A nivel humano se alcanza un estadio elevadísimo de complejidad hasta el punto de aparecer la información como conciencia refleja. Aquí es donde la Energía de fondo, poderosa y amorosa, que sostiene todas las cosas se ha manifestado más. Es la mejor expresión de lo que llamamos Dios, que siempre está actuando dentro del proceso evolutivo. Al emerger el ser humano se ha manifestado de manera más densa y especial.

El Génesis lo expresa en el lenguaje simbólico de la época: “Dios formó al hombre del polvo de la tierra y sopló en su nariz el soplo de la vida y el hombre se convirtió en un ser vivo” (Gn 2:7). El “soplo de la vida” es el espíritu. Estaba en el universo, pero no de forma consciente. Ahora, por la acción del soplo divino se volvió consciente de sí mismo.

Este espíritu está en cada parte de nuestro «cuerpo» (el código genético presente en cada célula) pero se organiza en órdenes a partir del cerebro, cuyo número de neuronas asciende a cifras de miles de millones con billones de sinapsis (conexiones) entre ellas.

Es importante resaltar que esta conciencia pertenece de modo propio al universo, en nuestro caso a nuestra galaxia, a nuestro sistema solar, al planeta Tierra y, finalmente, a cada persona humana. La conciencia posee su prehistoria hasta irrumpir en nosotros como conciencia de la conciencia. Nosotros no tenemos espíritu como no tenemos cuerpo. Somos ser humano-espíritu así como somos ser humano-cuerpo, ser-humano psique, como ya señalábamos anteriormente en este blog.
¿Cómo se revela el ser humano-espíritu o el espíritu humano? Es aquel momento de la conciencia en que él se da cuenta de sí mismo, se siente parte de un Todo mayor y se abre al Infinito. El espíritu es el ápice de la autoconciencia.
Y cuál es la singularidad del espíritu? Reside en su capacidad de crear unidad, de hacer una síntesis de las informaciones y formar un cuadro coherente; es la capacidad de discernir en las partes el Todo y en el Todo las partes, pues comprende que hay un hilo conductor, un eslabón que une y re-une todas las cosas. Ellas no están dejadas ahí arbitrariamente; se articulan en órdenes de las más diferentes formas. Constituyen un Todo orgánico, sistémico y estructurado siempre en redes de relaciones.

Este Todo no es algo establecido de una sola vez. Es un Todo dinámico. Pasa por fases caóticas y desordenadas para enseguida reordenarse y adquirir nuevamente equilibrio y armonía. Espíritu, por lo tanto, es la capacidad presente en el universo de crear síntesis de las relaciones y unidades sistémicas a partir de estas relaciones.

El espíritu es un principio cosmológico, es decir, pertenece a la estructura y a la dinámica del universo y permite entender el universo tal como es, pues esta es su función como principio. Por eso se dice que el universo es espiritual, pensante, consciente, porque él es relativo, panrelacional y autoorganizativo. En su debido grado, todos los seres participan del espíritu.

La diferencia entre el espíritu de una selva y el espíritu del ser humano no es de principio sino de grado. En ambos funciona el mismo principio pero de forma diferente. En nosotros creando unidades significativas y alta capacidad de relación. De modo autoconsciente. En la selva, el principio se revela por la unidad de la floresta como una totalidad dinámica, no simplemente como un amontonamiento de árboles, sino como selva. Pero de un modo no autoconsciente, o con una conciencia propia de la selva, conectada a su vez con todo el universo, con sus energías y con las fuerzas directivas de la vida y de la Tierra.
Formulada esta explicación inicial, cabe preguntar:

¿Cuáles son las características distintivas del ser humano-espíritu o del espíritu humano?

La primera y más inconfundible de todas ellas es su dimensión transpersonal, llamada también de trascendencia. Dimensión transpersonal o trascendencia significa aquí que el ser humano no está encerrado y limitado a su propia realidad. Él siempre desborda y traspasa cualquier límite. Trascendencia es estar abierto en totalidad a sí mismo, al otro, al mundo y al Infinito. Es su apertura total que va más allá de los límites corporales.

Por eso, se dice que el ser humano-espíritu habita las estrellas, es decir, con su espíritu atraviesa los espacios infinitos y supera todos los límites temporales que se le antojen. Por ser un ser de trascendencia, el ser humano-espíritu es pan-relacional. Puede entablar relaciones con todos los tipos de seres. Para él no hay horizontes cerrados. Cada horizonte se abre a otro y a otro, y así indefinidamente.

Esta es la razón por la que afirmamos que el ser humano es un proyecto infinito y está devorado por un deseo nunca saciable, a no ser en la comunión con el Infinito real que le es adecuado. Es la Última Realidad, Dios.

Esa capacidad de trascendencia liga al ser humano-espíritu con el Todo. El ser humano se siente sumergido en él y se percibe parte de él. Ese Todo no está en ningún lugar, porque engloba todos los lugares.

Es propio del ser humano-espíritu interrogarse sobre la naturaleza de ese Todo que lo envuelve. Todos los nombres de cualquier lengua y cultura terminan diciendo: es el Ser o simplemente el Espíritu absoluto, es aquello que las religiones llaman Dios.
Lo extraordinario del hombre/mujer-espíritu es poder entrar en comunión con la Suprema Realidad, agradecerle la grandeza del universo y el don de la vida. Alabarlo por su magnanimidad y amor, por haber creado todas las cosas y seguir diciendo en cada momento: ¡fiat, hágase, renuévese, exista! Sin esa palabra todo volvería a la nada. Por eso cabe celebrar la vida y danzar delante del Creador.

Pero también, a causa del caos que puede manifestarse en el universo, en la Tierra y en la vida, llorar delante de él y preguntar: ¿Por qué, oh Dios? ¿Por qué permites la muerte de tantos por la Covid-19, por qué la destrucción avasalladora de un tsunami o de un terremoto o, como relata la crónica cotidiana, la muerte de un joven dentro de casa por una bala de la policía irresponsable o por una bala perdida en un tiroteo entre policías y bandidos? ¿Por qué?

Ante estos muchos “por qués”, todos nos volvemos un poco como el Job bíblico que cuestiona, critica, se rebela ante de Dios para, finalmente, callar reverente ante el misterio, porque Dios es mayor que nuestra razón y puede ser de una forma que no podemos comprender. A pesar de esos absurdos, descubre que Dios es el supremo amante de la vida (Sab 11, 26) que no permitirá que el luto, las lágrimas y la desgracia tengan la última palabra. Es el espíritu que confía y cree. Al final Job recupera la plenitud de la vida.

Otra característica del ser humano-espíritu es su libertad. Libertad es la capacidad de autodeterminación personal. Siempre hay elementos determinantes venidos de los distintos enraizamientos que presenta la existencia: de origen, de clase, de color, de inteligencia etc., pero el ser humano puede enfrentarse por sí mismo (auto) a estos condicionamientos. Puede asumirlos, rechazarlos y modificarlos. En él reside una fuerza que le permite sobreponerse a ellos. Estos lo limitan (no hay libertad sin límites), pero no lo pueden aprisionar. Incluso esclavizado con cadenas de hierro es un ser libre, pues esa es su esencia en cuanto espíritu.

La historia humana es la historia de expansión de la libertad, a pesar de todos los retrocesos, historia de romper amarras, de conquistar espacios de autodeterminación y de plasmación de su vida y su destino. En la historia que conocemos, la libertad, si bien intrínseca al ser humano, nunca es simplemente concedida, sino conquistada en un proceso de liberación. Liber-ación es la acción que crea libertad. Paulo Freire, tan injustamente calumniado por enemigos de la inteligencia, pero un gran educador, nos dejó esta lección: nadie libera a nadie; nos liberamos siempre juntos.

Toda creatividad, todo el universo de las artes, de la ciencia y de la técnica, de la música y de la danza tienen como base la libertad. Sin libertad la comunicación se transforma en farsa y la palabra esconde más de lo que revela.

Pero, principalmente, la libertad hace al ser humano un ser ético, responsable de sus actos y de las consecuencias de sus actos, que decide sobre el bien y el mal para él y para los otros. La libertad le permite ser un ángel bueno o un malhechor y criminal.

Sólo un ser libre puede donarse totalmente a otro o a una causa, como en este momento dramático del imperio de la Covid-19, cuando los trabajadores de la salud, de la medicina y la enfermería y otros trabajadores clave entregan sus vidas, se arriesgan a contaminarse para tratar de salvar la vida de otros. Si la tan gastada palabra “héroe” tiene valor, ha de aplicarse aquí, no a los héroes de la guerra que se hacen héroes matando. Aquí, en los hospitales, están los verdaderos héroes de la vida porque salvan vidas.

Hay valores como estos por los cuales vale la pena dar la vida. Morir así es digno. Por cómo ejercemos nuestra libertad, si elegimos el bien o si nos rendimos al mal, seremos juzgados por nuestra propia conciencia ante el Señor de la historia. Este juicio define nuestro destino final y el marco final de nuestra existencia, siempre bajo el arco de la infinita misericordia de Dios.

Otra característica singular del hombre-espíritu es su capacidad de amar. El amor irrumpe como una fuerza cósmica, cantada por Dante Alighieri en la Divina Comedia y por todos los grandes espíritus. El amor es tan excelente que para los cristianos define la naturaleza íntima de Dios: Dios es amor (1 Jn 4,8).

El médico Paes Campos, en su libro Quem cuida do cuidador (Vozes, 2005) lo ha dicho muy bien: «El acto de cuidar es la materialización de un sentimiento de amor». Eso es lo que están haciendo todos los que trabajan abnegadamente en los hospitales en este momento del coronavirus. Amar es hacer don de sí mismo al otro, y entregarse incondicionalmente a él o a ella, es hacer lo imposible para estar junto a la persona amada, es sentirla dentro, es no entender más la vida sin él o sin ella, es experimentar el infierno cuando, por cualquier razón, el amor ya no existe o no tiene vuelta atrás. Sin el amor desaparece todo el brillo, toda la alegría y el sentido de la vida. Amar es decir: tú no puedes desaparecer ni morir.

El ser humano-espíritu puede también odiar, rechazar, torturar bárbaramente, bestializarse completamente cuando se deja llevar por la ira incontrolable y el deseo de destrucción, como en los sótanos de tortura de nuestro régimen dictatorial pasado. Esta sombra forma también parte de la realidad de su espíritu, como el espíritu malo. Hemos visto personas insensibles y sin ninguna empatía con las víctimas del coronavirus,empezando con nuestro Presidente Jair Bolsonaro. Son inhumanas y crueles.

Pero el ser humano-espíritu también puede perdonar. Es otra característica suya. Perdonar no es olvidar la herida que todavía sangra, es no ser rehén de ella ni seguir aferrado al pasado. Perdonar es esforzarse por ver al ofensor con compasión, benevolencia y amor. Es liberarse para el mañana y para nuevas experiencias.

Junto con el perdón viene la capacidad de com-pasión, una de las características más nobles del espíritu. Compasión, tan necesaria en esta tiempo triste del coronavirus, que produce un océano de sufrimiento en el que están sumergidas miles de personas en nuestro país y en toda la Tierra, es asumir el lugar del otro, no dejar que los familiares y amigos sufran solos, ofrecerles un hombro, más que hablar es guardar silencio, reverente y compasivo, llorar juntos y ponerse solidariamente a su lado en el mismo camino. Todo esto puede el ser-humano-espíritu

Pero también la ausencia de generosidad y de compasión puede asumir formas apocalípticas. Tres días antes de suicidarse, el 27 de abril de 1945, Hitler escribió en su diario: “Al final de todo, me viene el arrepentimiento de haber sido tan generoso con los judíos…” (Johnson, P., Tempos modernos, Río, 1990, p. 345; Madrid, 2007). Generosidad siniestra, por no haber conseguido dar una solución final a los judíos (Endlösung) –envió a las cámaras de gas a seis millones– y no haber podido mandar exterminar a 30 millones de eslavos como había decidido. Aquí el espíritu se revela como la perversión suprema. Lo antihumano es también parte de lo humano, complejo y misterioso.

Otra característica del ser humano-espíritu es la de ser el eterno interrogador, atormentado permanentemente por preguntas últimas. Sólo él las hace porque es portador de autoconciencia, inteligencia y percepción del Todo: ¿Quién creó el universo?, ¿Por qué los miles de millones de galaxias con sus incontables estrellas y planetas? Ellas no están ahí por sí mismas. Alguien las puso en la existencia y las sustenta. ¿Por qué estoy aquí? ¿Por qué y para qué nací? ¿Cuál es mi lugar y mi misión en este conjunto indescifrable de seres? ¿Cómo debo comportarme ante el otro y la naturaleza? Terminada mi jornada en este pequeño planeta ¿adónde voy? ¿Qué puedo finalmente esperar?

Las respuestas no están codificadas en ningún manual, aunque todos los textos sagrados e innumerables filosofías se esfuercen por ofrecer respuestas apaciguadoras. Pero ninguna de ellas sustituye nuestra propia tarea existencial de formular una respuesta personal que compromete todo el ser.

Puede que las personas más escépticas y descreídas consigan rehuir estas indagaciones por un tiempo, pero como pertenecen a la estructura de nuestro espíritu, surgen de nuevo cuando menos se espera, especialmente cuando muere un ser querido, y no hay cómo evitarlas porque tienen la fuerza intrínseca de volver una y otra vez. No sin razón los ateos son las personas que más hablan de Dios, aunque sea para negarlo. Negación que no consigue matar la pregunta existencial. Repunta de nuevo con el vigor de un brote después de una lluvia en tierra reseca.

Finalmente, una característica básica del espíritu es su capacidad de síntesis. Como la naturaleza del ser humano-espíritu es relacional, le cabe a él hacer la síntesis entre el cielo y la Tierra, entre lo inmanente y lo Trascendente, entre la exterioridad y la interioridad.

Así como la psique necesita un Centro para ordenar todas las energías y pulsiones que la habitan, el espíritu se siente herido o escindido si no logra una Síntesis, no teórica, sino vital-existencial, que dé dirección a su vida. Por eso cada persona posee consciente o inconscientemente una cosmovisión, es decir, una lectura del mundo, una interpretación del curso de la historia, una visión de conjunto. El espíritu no aguanta una esquizofrenia existencial que separa, opone, desune y atomiza la realidad. Él necesita un marco ordenador de todas sus experiencias, ideas y sueños

Mucho más se podría decir del ser humano-espíritu, pero nos bastan estas referencias para fundamentar nuestro intento de pensar la realidad a la luz del paradigma del cuidado y de lo que nos sugieren las ciencias.

Cuidar del espíritu es vivir la dimensión humano-espiritual

Como se deriva de las reflexiones hechas, el espíritu es una realidad tan sutil y sujeta a tantos percances –justamente por ser lo mejor y más alto de nosotros– que debemos cuidarlo celosamente y preocuparnos de preservarlo con todo su carácter infinito

Cuidar del espíritu conlleva cultivar la espiritualidad. Necesitamos liberar la espiritualidad de su encuadre dentro de la religión. No existe, por cierto, religión sin espiritualidad; la religión nace de una profunda experiencia espiritual, pero puede existir espiritualidad independiente de la religión.

Cuidar de la espiritualidad es cultivar una actitud de apertura permanente ante cualquier realidad. Es estar disponible al nudo de relaciones que es uno mismo. Es vivir concretamente la transcendencia, es decir, no dejarse atrapar por ninguna de las realidades concretas, lo que no significa no comprometerse ni asumir responsabilidades con seriedad, sino saber ir más allá de ellas. No hundirse con ellas cuando fracasan ni apegarse a ellas cuando triunfan.

La espiritualidad pide silencio. Silencio no es no decir nada, sino abrir espacio para que pueda ser oída otra palabra que viene de lo más profundo de nosotros mismos, de la conciencia, de una persona, tal vez anónima, del propio Dios que nos puso en este mundo.

El cuidado del espíritu implica no colocar trabas en el encuentro con el otro. Vivir espiritualmente es acogerlo. Dice la leyenda griega, confirmada por las Escrituras judeocristianas, que un matrimonio mayor y pobre al acoger a un miserable, descubrió que había hospedado a Dios escondido en la figura del pobre. El cuidado del espíritu lleva a cultivar la bondad, los buenos deseos, la solidaridad, la compasión y el amor. Estos son los valores que constituyen la sustancia de la espiritualidad, que nos acompañan a lo largo de la vida y que llevamos más allá de la muerte.

A veces este espíritu de cuidado se hace a través de una conversación sincera con un amigo, al oír una música que nos llega a lo más profundo del alma, con la lectura de algún libro, de un encuentro especial con una persona sabia, viendo una película, vídeo o teatro. O simplemente oyendo con atención lo que piensa de la vida el tendero de la esquina, el taxista, el vendedor ambulante, y oyendo las quejas del mendigo de la calle.

Cuidar del espíritu es abrirse al misterio del mundo y al misterio mayor que es Dios. La espiritualidad no puede reducirse a leer y pensar sobre Dios, hay que sentirlo en el corazón, poder dialogar con él y escuchar su voz que viene de todas las cosas, pero especialmente de los llamamientos de nuestra conciencia. Es importante dar el paso de la cabeza al corazón, porque es el corazón el que siente, venera y ama a Dios.

El resultado de este cuidado se hace sentir pronto a través de una vida más serena, de una paz que ningún ansiolítico o droga puede producir. Es vivir la vida como quien se siente en la palma de la mano de Dios. Entonces, ¿por qué temer? ¿Qué mayor disfrute puede existir que verse libre de los miedos y sentirse acompañado por una mirada amorosa?

Cuidar del espíritu implica también cuidar del ambiente social, cuidar de los otros para que la atmósfera que nos rodea no se vuelva inhumana, obsesionada por la búsqueda del placer, del consumo y por el descontrol de los instintos, dañinos para la persona y para los demás. Superar los odios y las fake news tan difundidas por las midias digitales y tan funestas a las personas, a las instituciones, a las políticas, como ocurre actualmente en Brasil y también en otras partes del mundo.

En este campo hay mucho que hacer, empezando cada cual consigo mismo, haciendo su revolución molecular, y al mismo tiempo rechazando entrar en los «esquemas de este mundo» según el apóstol Pablo (Rm 12,2) y reforzando todas aquellas iniciativas que representan alternativas y semillas de una nueva forma de habitar la Casa Común.

El cuidado en su núcleo esencial exige otro tipo de paradigma de civilización en el cual no impera el capital material y la acumulación de bienes sino en el que el capital humano-espiritual será un eje central, capaz de dar un rostro más humano y fraterno a la convivencia humana, con los otros y con la naturaleza.

Pemítanme terminar con una afirmación que se ha vuelto casi banal, pero que no ha perdido verdad y actualidad: el mundo nuevo, después del coronavirus o más tarde, será más espiritual o no será. Razón de más para comenzar a ser más espirituales, es decir, más sensibles, cooperativos, amorosos y cuidadosos, en fin, más humanos.

*Leonardo Boff ha escrito Espiritualidad: un camino de realización, Mar de Ideias, Rio 2016; Experimentar a Dios: la transparencia de todas las cosas, Vozes 2011; Anselm Grün/Leonardo Boff, Lo Divino en nosotros, en la persona y en el universo Vozes 2017.

Traducción de Mª José Gavito Milano