Wäre Sokrates heute noch am Leben, würde er aus Traurigkeit sterben

Wäre Sokrates heute noch am Leben, würde er aus Traurigkeit sterben

Wir leben in Zeiten des „Post“: Post-Moderne, Post-Kapitalismus, Post-Neoliberalismus, Post-Kommunismus, Post-Sozialismus, Post-Demokratie, Post-Religiosität, Post-Christentum, Post-Humanismus und, seit kurzem, Post-Wahrheit. Praktisch alles hat seine “Post”. Diese Tatsache zeigt nur, dass wir den Begriff, der unsere Zeit definiert, noch nicht gefunden haben, und wir sind Gefangene des Alten. Hier und da gibt es jedoch Anzeichen dafür, dass ein passender Name kommen wird. Mit anderen Worten, wir wissen noch nicht, wie wir unsere Zeit definieren sollen.

Das begann mit dem Ausdruck Post-Wahrheit. Er wurde 1992 von dem serbo-nordamerikanischen Dramatiker Steve Tesich in einem Artikel von The Nation geprägt und von ihm nochmals verwendet, als er ironisch über den Skandal des Golfkrieges schrieb. Präsident Bush Jr., versammelte sich mit seinem ganzen Kabinett und entschuldigte sich für ein paar Minuten. Als christlicher Fundamentalist fragte Bush Jr. den Herrn im Himmel. Präsident Bush Jr. sagt: “Auf meinen Knien bat ich den Herrn, die Entscheidung, die ich treffen sollte, zu beleuchten; Mir wurde klar, dass wir gegen Saddam Hussein in den Krieg ziehen mussten.” Die besten Spione bestätigten, dass es keine Massenvernichtungswaffen gab. Es war eine Post-Wahrheit. Aber dank des “Herrn” und entgegen aller Geheimdienste bekräftigte Bush Jr.: “Wir ziehen in den Krieg”. Und diese Barbaren gingen und zerstörten eine der ältesten großen Zivilisationen der Welt.

Das Oxford Wörterbuch 2016 wählte es zum Wort des Jahres und definierte es wie folgt: “Was sich auf den Umstand bezieht, in dem objektive Fakten weniger Einfluss auf die öffentliche Meinung haben als persönliche Emotionen und Überzeugungen”. Die Wahrheit ist nicht wichtig, nur meine Wahrheit zählt. Der britische Journalist Matthew D’Ancona widmete dem Begriff “Post-Wahrheit: der neue Krieg gegen Fakten in Zeiten von Fake News” ein ganzes Buch (Faro Editorial 2018). In diesem Buch zeigt er, wie persönlicher Glaube und Überzeugung über die kalten Tatsachen der Realität vorherrschen.

Es ist schmerzlich zu bekräftigen, dass die ganze philosophische Tradition des Westens und des Ostens, die eine erschöpfende Anstrengung auf der Suche nach der Wahrheit der Dinge implizierte, jetzt von einer beispiellosen historischen Bewegung entkräftet wird, welche bestätigt, dass die Wahrheit der Realität und die Stärke der Tatsachen gewissermaßen irrelevant ist. Worauf es ankommt, sind meine Glaubensvorstellungen und Überzeugungen: Nur diejenigen Tatsachen und Versionen, ob wahr oder falsch, die zu meinen Überzeugungen und meine Meinigungen passen, werden berücksichtigt. Für mich sind sie die Wahrheit. Das hat in den Präsidentschaftswahlkämpfen von Donald Trump und Jair Bolsonaro, in Brasilien,  sehr gut funktioniert.

Wenn Sokrates, der unaufhörlich mit seinen Gesprächspartnern über die Wahrheit von Gerechtigkeit, Schönheit und Liebe sprach, die Vorherrschaft der Post-Wahrheit erleben würde, würde er gewiss nicht den Giftbecher sicher nicht trinken. Er würde an Traurigkeit sterben.

Post-Wahrheit offenbart die Tiefe der Krise unserer Zivilisation. Sie steht für die Feigheit des Geistes, der sich weigert zu sehen und zu leben mit dem, was ist. Sie muss deformiert und nach dem subjektiven Geschmack der Menschen und Gruppen geformt werden, und zwar meistens politisch.

Hier finden wir die Worte des spanischen Dichters Antonio Machado, der vor der Verfolgung des faschistischen Diktators Francisco Franco floh: “Deine Wahrheit? Nein, Die Wahrheit. Und komm mit mir, um danach zu suchen. Deine Wahrheit? Behalte sie für dich selbst”.

Beschämenderweise ist es jetzt nicht mehr notwendig, gemeinsam nach der Wahrheit zu suchen. Von der kapitalistischen Kultur als Individualisten bezeichnet, nimmt jeder als Wahrheit das, was ihm selbst dient. Einige wenige stellen sich der “wahren” Wahrheit und lassen sich daran messen. Aber die Realität widersteht und überwindet und erteilt uns harte Lektionen.

Wie Ilya Prigogine, Nobelpreisträger für Thermodynamik, in seinem Buch „The end of certitudes“ (1996) gut beobachtete: Wir leben in Zeiten von Möglichkeiten mehr als Gewissheiten, was die Suche nach der Wahrheit der Naturgesetze nicht behindert. Zygmunt Bauman würde es vorziehen, “von den flüssigen Realitäten” als Charakteristikum für unsere Zeit zu sprechen. Er würde das mit Ironie sagen, denn so wurde die Wahrheit der Dinge (die Wahrheit des Lebens, der Liebe usw.) geopfert. Es wäre das Reich des „alles geht“, des „alles ist gültig“. Aber wir wissen, dass nicht alles gültig ist, wie ein Kind oder eine Frau zu vergewaltigen.

Post-Wahrheit ist nicht dasselbe wie Fake News: Das sind Lügen und Verleumdungen gegen Personen oder politische Parteien, die mit digitalen Mitteln an Millionen von Menschen verbreitet werden. Sie spielten eine entscheidende Rolle beim Sieg von Bolsonaro und auch beim Triumph Trumps. Hier herrschen Schamlosigkeit, Charakterlosigkeit und völliger Mangel an Engagement für Fakten. In der Post-Wahrheit überwiegt die Auswahl dessen, was zu meiner Sicht der Dinge passt, ob wahr oder falsch. Sein Mangel ist sein unkritisches Fehlen von Unterscheidungskraft, um nach dem zu streben, was wirklich wahr oder falsch ist.

Ich glaube nicht, dass wir uns in einer Ära der “Post-Wahrheit” befinden. Das Perverse hat keine Möglichkeit, sich selbst zu erhalten, um eine Geschichte zu schaffen. Die Wahrheit – deren Licht nie erlischt – hat immer das letzte Wort.

Leonardo Boff ist Ökotheologe – Philosoph  und von der Erdcharta-Kommission

 

Ernesto Cardenal(1925-2020) poeta,místico,revolucionário

Este belo artigo de Frei Betto sobre Ernesto Cardenal apresenta o que pode ser um cristão lididamente atual e comprometido com um mundo a transformar até que o amor impere de vez. Foi monge da linha de Thomas Merton, místico e genial poeta. As circunstâncias fizeram-no revolucionário contra a feroz ditadura de Somoza da Nicaragua. E soube unir mística e luta, oração e compromisso político. Sofreu incompreensões por parte das autoridades romanas até ser suspenso a divinis. O Papa Francisco entendeu o equívoco e logo lhe restituíu o uso de ordens. Vivia no meio dos pobres e pescadores. Com eles fazia círculos bíblicos, comparando página da vida com página da Bíblia. E dai resultava um novo cristão com nova consciência. Vale a pena ler esse belo artigo que honra o autor e honra o homenageado. LBoff

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Em 1987, Afonso Borges promoveu, como primeira atividade do Projeto Sempre Um Papo, de Belo Horizonte, o lançamento do meu romance O dia de Ângelo, no restaurante La Taberna, em Belo Horizonte. Contei a Afonso que, ano seguinte, Ernesto Cardenal iria a Minas. Afonso o convidou para proferir conferência no Cabaré Mineiro, restaurante que, de cabaré, só tinha o nome, e passara a receber o Sempre Um Papo. Cardenal, ex-monge trapista, reagiu: “Mas num cabaré?…”

Encontrei Cardenal, pela primeira vez, em 1978, em sua trincheira de guerrilheiro Sandinista: os fundos de uma das seis livrarias que circundavam a Universidade Nacional da Costa Rica. Já o admirava por sua obra. Seu En Cuba, relato de viagem à ilha em 1970, havia passado de cela em cela em meus tempos de cárcere em São Paulo, entre 1969 e 1973.

Filho de uma das famílias mais ricas da Nicarágua, Cardenal preferiu não seguir o caminho de seu irmão Fernando, que ingressou na Ordem dos jesuítas. Em 1957, o jovem poeta tornou-se monge trapista nos EUA. Durante dois anos, teve como mestre de noviço o místico e escritor Thomas Merton. Ao deixar a vida monástica, estudou teologia em Medellín e, em 1965, foi ordenado sacerdote em Manágua. Identificado com a Teologia da Libertação, passou a viver na paradisíaca Ilha de Solentiname, no lago ao sul da Nicarágua, onde partilhava a vida comunitária de pescadores e camponeses.

Ernesto nada tinha da figura estereotipada de um revolucionário. Baixa estatura, ombros largos e um jeito tímido de se aproximar das pessoas, olhos vivos por trás das lentes brancas acima do sorriso suave, dir-se-ia tratar-se de um monge ingênuo e despreocupado não fosse a boina azul, semelhante à do Che, derramando cachos prateados sobre as orelhas e a nuca. Sua jaqueta verde, sobre a bata branca, assemelhava-se à dos oficiais cubanos.

Sua função na Frente Sandinista era viajar pelo mundo a fim de denunciar os crimes de Somoza e obter apoio político. Perguntei-lhe como conciliava a contemplação com a atividade revolucionária. “Não se opõem. Pode-se trabalhar pela revolução sendo contemplativo. No sentido tradicional, há uma dicotomia entre ação e contemplação. Porém, vivo a contemplação na ação.” E frisou: “A única mensagem do Evangelho é a revolução, que ele chama de Reino de Deus, exigência de superação de todas as marcas de pecado, injustiça e opressão, até que só o amor seja possível.”

Indaguei-lhe sobre o caráter de sua obra poética. “Em um poema que dediquei a Dom Pedro Casaldáliga, digo que escrevo pela mesma razão dos profetas bíblicos, que faziam da poesia uma forma de denúncia de injustiças e anúncio de um novo tempo.”

Em fevereiro de 1979, voltamos a nos encontrar em Puebla, no México, durante a Conferência Episcopal Latino-Americana. Ele convenceu bispos de todo o continente a assinarem uma carta contra a ditadura somozista.

A 19 de julho de 1980, participei como convidado oficial das comemorações do primeiro aniversário da Revolução Sandinista. Ali reencontrei Cardenal, nomeado ministro da Cultura. Cinco anos depois ele participaria, em Havana, da solenidade na qual lancei Fidel e a Religião, ao lado de Fidel, Gabriel García Márquez e Chico Buarque.

Durante a década de 1980, assessorei o movimento sandinista, que reunia cristãos e comunistas ateus nas questões de educação popular e na relação marxismo e cristianismo. Foi, então, que Cardenal me propôs organizarmos um movimento de jovens denominado MIRE (Mística e Revolução). A ideia nunca prosperou, exceto no Brasil, onde o movimento teve sua fase expressiva no início da década de 2000 e ainda hoje mantém núcleos em algumas regiões do país, principalmente no Nordeste. A proposta é vincular a espiritualidade mística, cultivada pela meditação, ao compromisso de transformação da sociedade.

Em sua visita à Nicarágua, em 1983, o papa João Paulo II se recusou a estender à mão a Cardenal, ministro da Cultura, que integrava o cortejo oficial para recepcioná-lo. E, em público, o repreendeu, humilhou e, 1985, suspendeu-o de suas funções sacerdotais. O papa Francisco o reabilitou em 2019.

Em 1994, Cardenal rompeu com a Frente Sandinista, por considerar que o governo de Daniel Ortega já não mantinha coerência com os princípios revolucionários nem atendia os anseios populares

A última vez que nos vimos foi em La Paz, em 2008, quando intelectuais e artistas latino-americanos se reuniram para manifestar apoio ao governo de Evo Morales.

Cardenal era um poeta consagrado internacionalmente, merecedor de vários prêmios literários importantes. Um de seus versos mais famosos é este epigrama dedicado a Cláudia, que reproduzo em tradução livre: “Ao perder eu a ti, tu e eu perdemos: / eu, porque tu eras a quem eu mais amava / e tu, porque eu era quem te amava mais. / Porém, de nós dois, tu perdeste mais que eu: / porque poderei amar a outras como amei a ti, / mas a ti não te amarão como eu te amava.”

Seu poema, Cântico Cósmico, publicado em 1990, se estende por 600 páginas! É um primor de descrição da evolução do Universo e de toda a magnitude estética da Criação, o que levou o escritor Sérgio Ramirez a qualificar a obra de Cardenal de “poesia científica”.

A obra se inicia com estes versos: “No princípio não havia nada / nem espaço, nem tempo. / O Universo inteiro concentrado no espaço do núcleo de um átomo / e, antes, ainda menor, muito menor que um próton, / e, todavia, menor ainda / um infinitamente denso ponto matemático. / E ocorreu o Big Bang. / A Grande Explosão.

E assim termina seu mais extenso poema: “E o que vemos quando olhamos o céu noturno? / De noite vemos apenas a expansão do Universo. / Galáxias e galáxias, e além mais galáxias e quasares. / E por detrás do espaço não veríamos nem galáxias nem quasares, mas um Universo no qual nada ainda se havia condensado, / um muro escuro, / antes do instante em que o Universo se tornou transparente. / E antes ainda, o que afinal veríamos? / Quando não havia nada. / No princípio…”

Frei Betto é escritor, autor de “A obra do artista – uma visão holística do Universo” (José Olympio), entre outros livros.

 

 

Ética y Espiritualidad ante los desastres ecológicos actuales

Las grandes lluvias con inundaciones desastrosas que han afectado a muchas ciudades de Brasil y paralelamente los incendios pavorosos en Australia, seguidos inmediatamente de inesperadas inundaciones, constituyen señales inequívocas de que en la Tierra están ocurriendo algunos cambios importantes. Es prácticamente consenso generalizado que estos cambios hacia peor se deben a la acción de los seres humanos (la era del antropoceno) en su relación con la naturaleza y con la totalidad del planeta Tierra.

Los varios grupos de científicos que siguen sistemáticamente el estado de la Tierra confirman que año tras año los principales elementos que sustentan la vida (agua, suelos, aire puro, fertilidad, climas y otros) se están deteriorando cada día que pasa. ¿Cuándo va a parar esto? El 29 de julio de 2019 alcanzamos el día de la Sobrecarga de la Tierra (the Earth Overshoot Day). Esto significa que en esta fecha hemos consumido ya todos los recursos naturales disponibles. Ahora la Tierra ha entrado en números rojos y sin fondos ¿llegaremos hasta diciembre? Si insistimos en mantener el consumo actual tendremos que aplicar violencia contra la Tierra forzándola a dar lo que no tiene o no puede reponer. Su reacción a esta violencia se expresa por el calentamiento global, las inundaciones, las grandes nevadas, la pérdida de la biodiversidad, la desertificación, el aumento de dióxido de carbono y de metano y por el crecimiento de la violencia social, ya que Tierra y humanidad constituyen una única entidad relacional.

O cambiamos nuestra relación con la Tierra viva y con la naturaleza o, según S. Bauman, “engrosaremos la procesión de aquellos que se dirigen hacia su propia tumba”. Esta vez no tenemos un Arca de Noé salvadora.

No hay más alternativa que cambiar. Quien cree en el mesianismo salvador de la ciencia es un iluso: la ciencia puede hacer mucho pero no todo: ¿detiene los vientos, contiene las lluvias, limita el aumento de los océanos? No es suficiente reducir la dosis y continuar con el mismo veneno o simplemente limar los dientes al lobo. El cambio exige cumplir algunos de los siguientes propósitos fundamentales.

Primero: Una visión espiritual del mundo. Esto no tiene nada que ver con la religiosidad, sino con una nueva sensibilidad y un nuevo espíritu de renuncia a una relación violenta y meramente utilitaria con la naturaleza. Debemos reconocer que tiene valor en sí misma, que somos parte de ella y que debe ser cuidada y respetada como algo sagrado. En esto consiste la nueva sensibilidad y espiritualidad.

Segundo: rescatar el corazón, el afecto, la empatía y la compasión. Esta dimensión ha sido descuidada en nombre de la objetividad de la tecnociencia. Pero el amor, la sensibilidad hacia los demás, la ética de los valores y la dimensión espiritual están anidados allí. Cuando no hay lugar para el afecto y el corazón, no hay porqué respetar la naturaleza y escuchar los mensajes que nos está enviando con las inundaciones y el calentamiento global. La tecnociencia ha operado una especie de lobotomía en los seres humanos que ya no sienten sus clamores. Se imaginan que la Tierra es un simple baúl de recursos infinitos al servicio de un proyecto de enriquecimiento infinito. Tenemos que cambiar de paradigma: de una sociedad industrial que agota la naturaleza a una sociedad de conservación y de cuidado de toda la vida.

Tercero: tomar en serio el principio del cuidado y el de precaución. O cuidamos lo que ha quedado de la naturaleza y regeneramos lo que hemos devastado, como el Movimiento de los Sin Tierra (MST) que se ha propuesto plantar en este año un millón de árboles en las áreas depredadas por el agronegocio, o nuestro tipo de sociedad tendrá los días contados. La precaución exige que no se promuevan acciones o se usen elementos cuyas consecuencias no podemos controlar. Además, la filosofía antigua y moderna ya ha visto que el cuidado es la condición previa para que surja cualquier ser. También es la guía anticipada para cada acción. Si la vida, también la nuestra, no se cuida, enferma y muere. La prevención y la atención son decisivas en el campo de la nanotecnología y la inteligencia artificial autónoma. Esta, sin que lo sepamos, puede tomar decisiones y penetrar en arsenales nucleares y poner fin a nuestra civilización.

Cuarto: respeto a todo ser. Cada ser tiene valor intrínseco y tiene su lugar en el conjunto de los seres, incluso el más pequeño de ellos revela algo del misterio del mundo y del Creador. El respeto impone límites a la voracidad de nuestro sistema depredador y consumista. Quien mejor formuló una ética del respeto fue el médico y pensador Albert Schweitzer (+1965). Él enseñaba que la ética es responsabilidad y respeto ilimitado hacia todo lo que existe y vive. Este respeto por los demás nos obliga a la tolerancia, que es urgente en el mundo y entre nosotros, bajo el gobierno de extrema derecha que alimenta el desprecio por los negros, los indígenas, los quilombolas, las personas LGBT y las mujeres.

Quinto: actitud de solidaridad y de cooperación. Esta es la ley básica del universo y de los procesos orgánicos. Todas las energías y todos los seres cooperan entre sí para que se mantenga el equilibrio dinámico, se garantice la diversidad y todos puedan evolucionar conjuntamente. El propósito de la evolución no es conceder la victoria a los más adaptables, sino permitir que cada ser, incluso el más frágil, exprese las virtualidades que emergen de esa Energía de Fondo que sostiene todo, de la que todo salió y a la que todo vuelve. Hoy, debido a la degradación general de las relaciones humanas y naturales, debemos, como proyecto de vida, ser conscientemente solidarios y cooperativos. De lo contrario, no salvaremos la vida ni garantizaremos un futuro prometedor para la Humanidad. El sistema económico y el mercado no se basan en la cooperación sino en la competición, la más desenfrenada. Por eso crean tanta desigualdad hasta el punto de que el 1% de la humanidad posee el equivalente al 99% restante.

Sexto: es fundamental la responsabilidad colectiva. Ser responsable es darse cuenta de las consecuencias de nuestras acciones. Hoy hemos construido el principio de autodestrucción. El dictamen categórico es entonces: actúa de manera tan responsable que las consecuencias de tu acción no sean destructivas para la vida y su futuro y no activen la autodestrucción.

Séptimo: poner todos nuestros esfuerzos en lograr una biocivilización centrada en la vida y en la Tierra. El tiempo de las naciones ha pasado. Ahora es el tiempo de construir y salvaguardar el destino común de la Tierra y la humanidad. Su realización no se hará lugar sin poner en práctica los propósitos enumerados anteriormente.

*Leonardo Boff es eco-teólogo, filósofo y ha escrito: Cómo cuidar de la Casa Común, Vozes 2019.

Traducción de Mª José Gavito Milano

 

 

 

Ética e Espiritualidade face aos desastres ecológicos atuais

As grandes chuvas com inundações desastrosas que afetaram muitas cidades do Brasil e paralelamente os incêndios fenomenais na Austrália, seguidos imediatamente de inesperadas inundações, constituem sinais inequívocos da Terra de que nela algumas mudanças importantes estão ocorrendo. É praticamente consenso de que estas mudanças para pior se devem à ação irresponsável dos seres humanos (a era do antropoceno) em sua relação para com a natureza e para com a totalidade do planeta Terra.

Os vários grupos de cientistas que sistematicamente acompanham o estado da Terra atestam que, de ano para ano, os principais itens que sustentam a vida (água, solos, ar puro, fertilidade, climas e outros) estão se deteriorando dia a dia. Quando isso vai parar? O dia da Sobrecarga da Terra (the Earth Overshoot Day) foi atingido no dia 29 de julho de 2019. Isto significa: até esta data foram consumidos todos os recursos naturais disponíveis. Agora a Terra entrou no vermelho e no cheque especial. Chegaremos até dezembro? Se teimarmos em manter o consumo atual, temos que aplicar violência contra a Terra forçando-a a dar o que já não tem ou não pode repor. Sua reação a esta violência se expressa pelo aquecimento global, pelas enchentes, pelas grandes nevascas, pela perda da biodiversidade, pela desertificação, pelo aumento do dióxido de carbono e do metano e pelo crescimento da violência social já que Terra e Humanidade constituem uma única entidade relacional.

Ou mudamos nossa relação para com a Terra viva e para com a natureza ou segundo S. Bauman,“engrossaremos o cortejo daqueles que rumam na direção de sua própria sepultura”.Desta vez não dispomos de uma Arca de Noé salvadora.

Não temos outra alternativa senão mudarmos.Quem acredita no messianismo salvador da ciência é um iludido: a ciência pode muito mas não tudo: ela detém os ventos, segura as chuvas, limita o aumento dos oceanos? Não basta diminuir a dose e continuar com o mesmo veneno ou apenas limar os dentes do lobo. A mudança demanda atender a alguns dos seguintes marcos fundamentais.

Primeiro: uma visão espiritual do mundo. Isso não tem a ver com a religiosidade, mas com uma nova sensibilidade e um novo espírito de renúncia à uma relação violenta e meramente utilitarista da natureza. Há que se reconhecer que ela tem um valor em si mesmo, somos parte dela e que há de ser cuidada e respeitada como algo sagrado. Nisso consiste a nova sensibilidade e espiritualidade.

Segundo: resgatar o coração, o afeto, a empatia e a compaixão. Esta dimensão foi descurada em nome da objetividade da tecno-ciência. Mas nela se aninha o amor, a sensibilidade para com os outros, a ética dos valores e a dimensão espiritual. Porque não se dá lugar ao afeto e ao coração não há porquê respeitar a natureza e escutar as mensagens que ela nos está enviando com as enchentes e o aquecimento global. A tecno-ciência operou uma espécie de lobotomia nos seres humanos que já não sentem seus clamores. Imaginam ser a Terra um simples baú de recursos infinitos a serviço de um projeto de um enriquecimento infinito. Temos que mudar de paradigma: de uma sociedade industrialista que exaure a natureza para uma sociedade de conservação e cuidado de toda a vida.

Terceiro: tomar a sério o princípio de cuidado e de precaução. Ou cuidamos do que restou da natureza e regeneramos o que temos devastado,como o MST que se propôs neste ano plantar um milhão de árvores nas áreas depredadas pelo agronegócio, ou então nosso tipo de sociedade terá dias contados. A precaução exige que não se coloquem atos nem se usem elementos cujas consequências não podemos controlar. Ademais, a filosofia antiga e moderna já viu que o cuidado é a pré-condição para que surja qualquer ser. É também o norteador antecipado de toda ação. Se a vida, também a nossa, não for cuidada, adoece e morre. A prevenção e o cuidado são decisivos no campo da nanotecnologia e da inteligência artificial autônoma. Esta, sem sabermos, pode tomar decisões e penetrar em arsenais nucleares e pôr fim à nossa civilização.

Quarto: o respeito a todo ser. Cada ser tem valor intrínseco e tem seu lugar no conjunto dos seres.Mesmo o menor deles revela algo do mistério do mundo e do Criador. O respeito impõe limites à voracidade de nosso sistema depredador e consumista. Quem melhor formulou uma ética do respeito foi o médico e pensador Albert Schweitzer (+1965). Ensinava: ética é a responsabilidade e o respeito ilimitado por tudo o que existe e vive. Esse respeito pelo outro nos obriga à tolerância,urgente no mundo e entre nós, sob o governo de extrema-direita que nutre desprezo aos negros, índígenas, quilombolas, LGBT e às mulheres.

Quinto: atitude de solidariedade e de cooperação. Esta é a lei básica do universo e dos processos orgânicos. Todas as energias e todos os seres cooperam uns com os outros para que se mantenha o equilíbrio dinâmico, se garanta a diversidade e todos possam co-evoluir. O propósito da evolução não é conceder a vitória ao mais adaptável mas permitir que cada ser, mesmo o mais frágil, possa expressar virtualidades que emergem daquela Energia de Fundo que tudo sustenta, da qual tudo saiu e para qual tudo volta. Hoje, devido à degradação geral das relações humanas e naturais devemos, como projeto de vida, ser conscientemente solidários e cooperativos. Caso contrário, não salvaremos a vida nem garantiremos um futuro promissor para a Humanidade. O sistema econômico e o mercado não se fundam na cooperação mas na competição, a mais desenfreada. Por isso criam tantas desigualdade a ponto de 1% da humanidade possuir o equivalente aos 99% restantes.

Sexto: fundamental é a responsabilidade coletiva. Ser responsável é dar-se conta das consequências de nossos atos. Hoje. construimos o princípio da auto-destruição. O ditame categórico é então: aja de forma tão responsável que as consequências de tua ação não sejam destrutivas para a vida e seu futuro e não ativem a auto-destruição.

Sétimo: colocar todos os esforços na consecução de uma bio-civilização centrada na vida e na Terra. O tempo das nações já passou. Agora é o tempo da construção e da salvaguarda do destino comum Terra e Humanidade. Sua realização não se fará sem pormos em ação os marcos acima elencados.

Leonardo Boff é eco-teólogo, filósofo e escreveu: Como cuidar da Casa Comum, Vozes 2019.