Karneval: die Feier der Lebensfreude

Brasilien erlebt zurzeit eine der traurigsten, wenn nicht die makaberste Phase seiner Geschichte. Die Korruption der Oligarchen ist offensichtlich. Eine Korruption, die in Brasiliens Geschichte stets präsent war als ein patriarchalischer (kolonialistischer, elitärer, gegen das Volk gerichteter und sklavenhalterischer) Staat, der Jahrhunderte lang durch Domination und Manipulation der öffentlichen Meinung dem Volk Besitz und Wissen vorenthielt. Korruption war nicht nur fast ausschließlich der Arbeiterpartei (PT) vorbehalten, wie es in den letzten Jahren immer wieder behauptet wird. Im Gegenteil: Es gab sie schon immer. Und während es stimmt, dass einige führende Köpfe der PT korrupt waren, so wurden sie zum Sündenbock gemacht, um die massive Korruption der Privilegierten zu maskieren.

Ein neues Mantra („Jagt die Intriganten“) wurde durch den „Mythischen“ (Jair Bolsonaro) verbreitet, welcher der Korruption ein Ende hätte machen sollen. Fünfzig Tage im Amt reichten aus, um die Korruption seiner eigenen Clique und selbst seiner eigenen Familie aufzudecken. Viele glaubten naiv der Verbreitung der „Fake News“ und mit einem an die Nazis erinnernden Slogan „Brasilien über alles“ (in Anlehnung an „Deutschland über alles“) und „Gott über allen“. Doch welcher Gott? Der Gott der Neupfingstler, die sich für materiellen Wohlstand einsetzen, doch taub sind für die schändliche soziale Ungerechtigkeit, die ihren Pastoren Unmengen an Geld zuteilwerden lässt, diesen wahren Wölfen, die ihre eigenen Schafe scheren. Es ist nicht der Gott des Jesus von Nazareth, dem mittellosen Mann und Freund der Armen, von dem Fernando Pessoa sagte, der „nichts über Rechnungswesen verstand und dass nichts darüber bekannt war, dass er ein Bücherregal besessen hätte“. Er war ein mittelloser Mann, der über das Land zog und, wie die Evangelien es ausdrücken, „dem ganzen Volk eine große Freude verkündete“.

Vor diesem düsteren Hintergrund wird Karneval gefeiert. Anders könnte es gar nicht sein, denn Karneval ist eines der wichtigsten Ereignisse im Leben von Millionen von Brasilianern. Die Feste helfen ihnen, ihre Enttäuschungen zu vergessen, und geben viel unterdrücktem Ärger Raum (wie der von den Tausenden, die in São Paulo solche Obszönitäten riefen wie „B… geh und f… dich“). Das Fest unterbricht den furchtbaren Alltag und das langweiligen Zeittotschlagen. Es ist, als würden für einen Moment lang alle an der Ewigkeit teilhaben, denn während der Feiern scheint die Vorläufigkeit des Lebens aus den Angeln gehoben zu sein. Exzess ist dem Fest so inhärent wie es der Bruch der Konventionen und der sozialen Förmlichkeiten ist. Logischerweise kann alles Gesunde krank werden, wie der orgiastische Charakter einiger Aspekte des Karnevals zeigt. Doch dies ist nicht typisch für den Karneval.

Das Fest ist ein Phänomen des Reichtums. Reichtum meint hier nicht Geldbesitz. Der Reichtum des Fests ist der der Vernunft des Herzens, der Freude, der Verwirklichung des Traums grenzenloser Geschwisterlichkeit, Menschen aus den Slums mit Menschen aus der gut organisierten Stadt. Alle sind verkleidet: Kinder, Jugendliche, Erwachsene, Männer und Frauen und die Alten, tanzen, singen, essen und trinken zusammen. Das Fest ist eine Manifestation der Tatsache, dass wir froh und glücklich sein können, selbst wenn wir uns in einer kollektiven Notlage befinden.

Wenn ich darüber nachdenke, fällt mir ein, dass Karneval ein Ausdruck einer Liebe ist, die mehr ist als Empathie. Wer nichts oder niemanden liebt, kann nicht froh sein, selbst wenn er sich qualvoll danach sehnt. Der Hl. Johannes Chrysostomos, ein Theologe der Orthodoxen Kirche des 5. Jahrhunderts christlicher Zeitrechnung (den Kardinal Paulo Evaristo Arns mit großer Begeisterung las) drückte es treffend aus: „Ubi caritas gaudet, ibi est festivitas“ („Wo die Liebe froh ist, da ist die Feier“).

Und nun einige Überlegungen: Das Thema des Fests erscheint wie ein Phänomen, das große Denker herausforderte wie R. Caillois, J. Pieper, H. Cox, J. Moltmann und selbst F. Nietzsche. Es kommt vor, dass das Fest Kindliches und Mythisches in uns weckt, selbst im reifen Alter, wo der kalten, instrumentell-analytischen Vernunft, die unsere Gesellschaft beherrscht, der Vorrang gegeben wird.

Das Fest versöhnt alle und verbreitet Sehnsucht nach dem Paradies der Freude, das nie völlig verloren gegangen ist. Nicht ohne Grund sagte Platon: „Die Götter schufen die Feste, damit wir ein bisschen aufatmen können“. Das Fest ist nicht nur ein von Menschen geschaffener Tag, sondern auch „ein Tag, den der Herr gemacht“, wie Psalm 117,24 sagt. Tatsächlich bedürfen wir der Feste zum Auftanken, da das Leben ein schwerer Weg ist, und wenn wir uns so erholt haben, können wir mit Freude im Herzen unseren Weg weiter gehen.

Woher kommt die Freude des Fests? Nietzsche formulierte es am treffendsten: “Um sich an einer Sache zu freuen, muss man alle Sachen willkommen heißen“. Folglich müssen wir, um richtig feiern zu können, in allen Dingen das Positive sehen. “Wenn wir zu einem einzelnen Moment ja sagen können, dann haben wir nicht nur zu uns selbst ja gesagt, sondern zur gesamten Existenz“ (aus: Der Wille zur Macht, Buch IV: Zucht und Züchtigung, Nr. 102).

Dieses Ja liegt unseren täglichen Entscheidungen zugrunde, auf der Arbeit, in unserer Sorge für unsere Familien und unsere Arbeitsplätze, die durch die neuen regressiven Gesetze der aktuellen Regierung bedroht sind, und der Zeit, die wir mit Freunden und Kollegen verbringen. Das Fest ist eine kraftvolle Zeit, in der der geheime Sinn des Lebens erfahren wird, selbst wenn dies unbewusst geschieht. Aus dem Fest gehen wir gestärkt hervor und sind stärker, um den Anforderungen des Lebens zu begegnen, das weitgehend von Mühe und großen Schwierigkeiten erfüllt ist.

Wir haben gute Gründe, den Karneval 2019 zu feiern. Lasst uns für einen Moment die Unerfreulichkeit einer Regierung vergessen, der es immer noch an Richtungsweisendem mangelt und deren Minister uns das Leben schwer machen, und die Politiker, die sich mehr um die Gruppierungen kümmern, von denen sie finanzielle Unterstützung erhalten, statt um die wahren Interessen des Volkes. Trotz all dieser Traurigkeit muss die Freude vorherrschen.

Ökologe-Theologe-Philosoph  und von der Erdcharta Kommission

 

¿Conmemorar 1964? Un golpe de clase usando las fuerzas armadas

Los 55 años del golpe militar, por la violencia que implicó, ahora debidamente puesta en claro por la Comisión Nacional de la Verdad, no puede dejar indiferente a ningún ciudadano consciente. Es importante señalar claramente que el asalto al poder fue un crimen contra la Constitución y una usurpación de la soberanía popular, fuente del derecho en un Estado democrático.

El primer Acta Institucional del 9/4/1964 desechó el principio de la soberanía popular al declarar que “la revolución victoriosa como Poder Constituyente se legitima por sí misma”. Ningún poder se legitima por sí mismo, sólo lo hacen los dictadores, que pisotean cualquier derecho. El golpe militar configuró la ocupación violenta de todos los aparatos del Estado para, a partir de ellos, montar un orden regido por actos institucionales, por la represión y por un Estado de terror.

Bastaba la sospecha de que alguien fuera subversivo para ser tratado como tal. Incluso los que eran detenidos y secuestrados por error, como los campesinos inocentes, eran maltratados y torturados. Muchos no lo resistieron y su muerte equivale a un asesinato. No debemos pasar de mencionar a los olvidados de los olvidados que fueron los 246 campesinos muertos o desaparecidos entre 1964-1979. Y ahora se está descubriendo la eliminación de muchos indígenas, considerados como impedimento para el crecimiento económico. Sobre algunos de ellos se lanzaron hasta bombas de napalm.

Lo que los militares cometieron fue un crimen lesa patria. Alegan que se trataba de un estado de guerra, un lado queriendo imponer el comunismo y el otro defendiendo el orden democrático. Esta alegación no se sustenta. El comunismo nunca representó entre nosotros una amenaza real porque cualquier manifestación en este sentido era brutalmente reprimida, no sin el apoyo de la CIA estadounidense.

En la histeria colectiva del tiempo de la guerra fría, todos los que querían reformas en la perspectiva de los históricamente condenados y ofendidos ―las grandes mayorías obreras y campesinas― eran tachados de comunistas y de marxistas, como ocurre hoy en día con el actual régimen en el que las palabras “comunista” y “cultura marxista” se utilizan como términos de acusación y vituperio, como si estuviéramos todavía en el tiempo de la guerra fría de hace 30 años.

Obispos, como el nada sospechoso Dom Helder Cámara, sacerdotes que trabajaban en las favelas y religiosas en lo profundo de nuestro país, laicos y laicas defensores de los ideales democráticos y de los derechos humanos e intelectuales notables fueron sometidos a rigurosa vigilancia. Contra ellos no se ejercía sólo vigilancia. Muchos sufrieron persecución, prisión, interrogatorios desalentadores, el pau-de-arara feroz, los ahogamientos desesperantes. Los supuestos “suicidios” solo camuflaban el puro y simple asesinato.

En nombre del combate al peligro comunista se asumió la práctica comunista-estalinista de la brutalización de los detenidos. En algunos casos se usó el método nazi de incinerar los cadáveres, como admitió el ex agente del Dops de São Paulo, Cláudio Guerra.

Causa asombro y constituye hasta un problema filosófico la falta de remordimiento, con la que el coronel reformado Paulo Magalhães dijo a la Comisión Nacional de la Verdad haber actuado en la Casa de la Muerte de Petrópolis, haber torturado, asesinado, mutilado cadáveres y haber ocultado el cuerpo del diputado Rubens Paiva.

Rudof Höss, comandante del campo de exterminio nazi en Auschwitz, que según sus propios cálculos dice en su autobiografía (Kommandant in Auschwitz, 1961) que mandó a las cámaras de gas a cerca de un millón de judíos, tampoco mostraba ningún arrepentimiento. Se divertía tirando al azar sobre los prisioneros y luego lloraba como un niño al llegar a casa y saber que su pajarito preferido había muerto. Es el misterio de la iniquidad.

El Estado dictatorial militar por más obras que haya realizado (“el milagro económico” fue apropiado sólo para el 10% de la población, para los más ricos, en el marco de un espantoso ajuste salarial), hizo retroceder política y culturalmente a Brasil. Expulsó u obligó al exilio a nuestras más brillantes inteligencias y a nuestros artistas más creativos. Ahogó a los líderes políticos y alentó el surgimiento de lacayos que, oportunistas y destituidos de ética y de brasilidad, se vendieron al poder dictatorial a cambio de ganancias secundarias, que iban desde estaciones de radio a canales de televisión y otros beneficios sociales. Muchos de ellos todavía están ahí, políticamente activos y ocupando hasta altos cargos de la administración del Estado “democrático”.

Los que dieron el golpe de Estado deberían ser responsabilizados moralmente por ese crimen colectivo contra el pueblo brasileño, como varios juristas lo han pedido ya. Los militares imaginan que fueron ellos los principales protagonistas de esta hazaña nada gloriosa, como lo piensa todavía el actual presidente Jair Bolsonaro. En su indigencia analítica, apenas sospechan que, de hecho, fueron utilizados por fuerzas mucho más grandes que las suyas. “El poder no fue apropiado directamente por los militares para ellos mismos” ―dijo Tarso Genro, ex gobernador de Rio Grande do Sul, en una entrevista al Boletín Carta Mayor (30/3/2014)― “Fue un proyecto político de los sectores más conservadores y reaccionarios (burguesía nacional y los terratenientes) que tuvieron en las fuerzas armadas un apoyo y un protagonismo muy grande”.

René Armand Dreifuss escribió en 1980 su tesis de doctorado en la Universidad de Glasgow con el título 1964: La conquista del Estado, acción política, poder y golpe de clase (Vozes 1981). Se trata de un libro de 814 páginas, 326 de las cuales son copias de documentos originales. Mediante estos documentos queda demostrado que lo que hubo en Brasil no fue un golpe militar, sino un golpe de clase con uso de la fuerza militar.

A partir de los años 60 del siglo pasado, se formó el complejo IPES / IBAD / GLC. Explico: el Instituto de Investigaciones y Estudios Sociales (IPES), el Instituto Brasileño de Acción Democrática (IBAD) y el Grupo de Levantamiento de Coyuntura (GLC). Componían una red nacional que difundía ideas golpistas, compuesta por grandes empresarios multinacionales, nacionales, algunos generales, banqueros, medios de prensa, periodistas, intelectuales, la mayoría enumerados en el libro de Dreifuss. Lo que los unificaba, dice el autor, “eran sus relaciones económicas multinacionales y asociadas, su posicionamiento anticomunista y su ambición de readecuar y reformular el Estado” (p.163) para que fuera funcional a sus intereses corporativos. El inspirador de este grupo fue el maquiavélico General Golbery de Couto e Silva que ya “en 1962 preparaba un trabajo estratégico sobre el asalto al poder” (p.186).

La conspiración pues estaba en marcha hacía bastante tiempo. En el marco de la confusión política creada en torno a la renuncia del Presidente Jânio Quadros y la obstinada oposición al Presidente João Goulart, que proponía reformas de base y principalmente la reforma agraria, y por eso considerado como el portador del proyecto comunista, este grupo vio la ocasión apropiada para realizar su proyecto. Llamó a los militares para dar el golpe y tomar de asalto al Estado. Fue, por lo tanto, un golpe de la clase dominante, nacional y multinacional, usando el poder militar.

Concluye Dreifuss: “Lo ocurrido el 31 de marzo de 1964 no fue un mero golpe militar; fue un movimiento civil-militar; el complejo IPES / IBAD y oficiales de la ESG (Escuela Superior de Guerra) organizaron la toma del poder del aparato de Estado” (p. 397).

En concreto, afirma: “La historia del bloque de poder multinacional y asociados comenzó el 1 de abril de 1964, cuando los nuevos intereses realmente se convirtieron en intereses del Estado, adaptando el régimen y el sistema político y reformulando la economía al servicio de sus objetivos” (p.489). Todo el aparato de control y represión era accionado en nombre de la Seguridad Nacional que, en realidad, significaba la Seguridad del Capital.

El gran golpe de misericordia al régimen dictatorial fue la publicación, patrocinada por el Cardenal de San Paulo, Mons. Don Paulo Evaristo Arns, del libro “Brasil Nunca más” (1984), utilizando materiales de 770 procesos militares completos con un volumen de más de un millón de páginas. Ahí, en fuentes del propio sistema, aparecían las barbaridades cometidas en los sótanos de la dictadura.

Los militares inteligentes y nacionalistas, que los hay hoy en día, deberían darse cuenta de cómo fueron usados por aquellas élites oligárquicas y antipopulares que no buscaban realizar los intereses generales de Brasil sino alimentar su voracidad particular de acumulación bajo la protección del régimen autoritario de los militares.

La Comisión Nacional de la Verdad prestó un servicio esclarecedor al país al sacar a la luz toda esta trama. Ella simplemente está cumpliendo su misión de ser Comisión de la Verdad. No sólo de la verdad de hechos individualizados de violencia contra los derechos humanos, sino de la verdad del hecho mayor de la dominación de una clase poderosa (anti) nacional, asociada a la multinacional, para, bajo la égida del poder discrecional de los militares, realizar tranquilamente sus objetivos corporativos y excluyentes. Esto nos costó 21 años de humillación, de privación de libertad, perpetró asesinatos y desapariciones e impuso un pesado padecimiento colectivo. Esta clase actuó fuertemente en el impeachment de la Presidenta Dilma Rousseff y fue un elemento fundamental en la victoria de Jair Bolsonaro.

Por último, cabe escuchar las palabras de la abogada Rosa Cardoso, abogada y defensora de la prisionera política Dilma Rousseff y hoy integrante de la Comisión Nacional de la Verdad en una entrevista al Boletín Carta Mayor del 20/02/2014: “Primero quiero decir que las Fuerzas Armadas deberían pedir perdón a la sociedad brasileña, con lo que estarían asumiendo una posición civilizada y democrática, que es después de todo lo que se espera de los militares en el siglo XXI. Lamentablemente, hasta ahora, no recibimos ninguna señal, ningún mensaje, que nos indique que haya algún deseo por parte de los militares de pedir disculpas y de hacer una autocrítica política sobre su comportamiento”.
Tienen esta deuda con todo el pueblo brasileño y deberán saldarla un día. El 31 de marzo de 2019 presenciamos la exhibición de un vídeo, ordenado por el actual Presidente Bolsonaro, exaltando el golpe de 1964 usando los servicios oficiales del Estado. Antes había ordenado que en los cuarteles se celebrara este hecho, considerado por los historiadores como abominable, el golpe de 1964.

Desgraciadamente en 2019 subió a la Presidencia el excapitán Jair Bolsonaro. Este exalta sin vergüenza alguna la memoria del terrible torturador Ustra. En Estados Unidos dedica tempo a visitar la CIA, la agencia de información que tantos golpes orquestó en la década de los años 60 y posteriores en América Latina. En Chile, para sorpresa de toda la sociedad chilena y del propio presidente Piñera, saluda al dictador Pinochet y en Israel de Netanyahu apoya la represión de la población palestina. Esta figura atropella la Constitución, usa los medios digitales para difundir falsas noticias y alimentar el odio en la sociedad, irrespetando abiertamente las leyes. Como afirmó un magistrado de Río de Janeiro, Rubens R. Casara, vivimos en un “Estado pos-democrático” y en un “Estado sin ley” (títulos de dos libros suyos de 2018 y 2019).

Estamos ante la inminencia de una nueva toma del poder de Estado por las fuerzas militares, dada la degradación de la política oficial, inerte, inoperante y totalmente confusa. Tal vez no quisieran asumir un Estado fallido, pero por las circunstancias dramáticas de la desorganización social, la entrega de bienes comunes sociales que fundamentan la soberanía a grupos extranjeros y por la violencia difundida en toda la sociedad, es posibe que se sientan forzados a ello.

Nadie sabe hacia dónde vamos. Parece que estamos en un vuelo ciego y sin rumbo, pero creemos que Brasil es mayor que su actual crisis. Sacaremos duras lecciones de ella, pero saldremos más maduros, democráticos y amantes de esta porción sonriente y maravillosa del planeta Tierra que es Brasil.

*Leonardo Boff es teólogo, filósofo, escritor y presidente honorario del Centro de Defensa de Derechos Humanos de Petrópolis. Escribió: Brasil: concluir a refundación o prolongar la dependencia, Vozes 2018.

Dedico este texto a mi compañero de seminario Arno Preis, lleno de hambre de justicia y de libertad, asesinado en Paraiso do Norte (Goiás) el día 15/2/1972.

Traducción de Mª José Gavito Milano

E’UNA BESTEMMIA DIFFONDERE L’ODIO E USARE EL NOME DI DIO

Mai vorrei avere scritto questo articolo. Ma l’acuta crisi politica attuale e l’abuso che si fa del nome di Dio hanno stuzzicato in me la funzione politica della teologia. Come qualsiasi altro sapere, anche la teologia possiede pure una propria responsabilità sociale. Ci sono momenti in cui il teologo deve scendere giù dalla cattedra e deve dire una parola al cielo della politica.

Questo implica la denuncia di abusi e annuncia gli usi corretti, anche se un simile atteggiamento può sembrare incompreso da piccoli gruppi che hanno mentalità partigiana. Non è il caso nostro.

Mi sento umilmente nella tradizione di quei vescovi profetici come Dom Helder Câmara, dei cardinali Dom Paolo Evaristo Arns (ricordiamo il libro che ha aiutato a sconfiggere la dittatura Brasil Nunca Mais)e di Dom Aloysio Lorscheider, del vescovo Dom Waldir Calheiros e di altri che nei tempi oscuri della dittatura militare del 1964, ebbero coraggio di alzare la loro voce in difesa dei diritti umani, contro le sparizioni e le torture compiute da agenti dello Stato.

Viviamo attualmente in un paese dilacerato da odii viscerali, da accuse incrociate a parole molto volgari e da notizie false (fake news), provenienti perfino dalla massima autorità del paese di cui attualmente è Presidente. Lui mostra la mancanza di correttezza nella sua alta carica e dalle conseguenze disastrose dei suoi interventi, aldilà degli spropositi che proferisce qui e all’estero.Il suo motto per la campagna era e continua ad essere “Dio sopra tutti e il Brasile in cima a tutto”. Dobbiamo denunciare l’utilizzazione che fa del nome di Dio. Il 2° Comandamento divino è chiaro nel dire: “Non usate il nome santo di Dio invano”. Solo che qui l’uso del nome di Dio non è soltanto un abuso ma rappresenta una vera bestemmia. Perché ?

Perché non esiste possibilità di accostare Dio all’odio, con elogi della tortura e ai torturatori e con le minacce ai suoi oppositori come fanno Bolsonaro e i suoi figli. Nei testi sacri giudaico-cristiani Dio rivela la sua natura come “amore” e come “misericordia”. Il bolsonarismo conduce una politica come confronto con chi è oppositore, senza dialogo con il Congresso, la politica intesa come una guerra di marca fascista. Questo non ha niente a che vedere con Dio “amore” e Dio “misericordia” conseguentemente cerca e legittima, a partire dall’alto, una vera cultura della violenza, permettendo che ogni cittadino possa possedere fino a 4 armi. L’arma non è un giocattolo da asilo nido ma uno strumento per uccidere o per difendersi mutilando o uccidendo l’altro.

Lui si dice religioso ma è di una religiosità rancorosa, che appare spoglia di sacralità e con uno sconcertante vuoto di spiritualità, senza un minimo impegno né con la vita della natura né con la vita umana, specialmente di quelli che meno vita hanno. Giustamente afferma spesso il Papa Francesco che preferisce un ateo di buona volontà e etico a un cristiano ipocrita che non ama il suo prossimo, che né prova empatia per lui né coltiva valori umani.

Cito un testo di uno dei maggiori teologi del secolo passato, a fine vita fatto cardinale, il gesuita francese Henri De Lubac:

“Se io manco di amore oppure quanto alla giustizia mi allontano, sicuramente da voi o mio Dio, e il mio culto non è più altro che idolatria. Per credere in voi devo credere nell’amore e nella giustizia. Vale mille volte di più credere in queste cose che pronunciare il vostro nome.

Al difuori di queste cose è impossibile che io Vi incontri. Coloro che prendono per guida – l’amore e la giustizia – stanno sul cammino che conduce a Voi” (Sur les chemins de Dieu, Aubier 1956, p.125)

Bolsonaro, ossia clan e seguaci (non tutti), non valutano per amore e né pensano alla giustizia. Per questo stanno lontano “dall’ambiente divino” (T. de Chardin) e dal suo cammino che conduce a Dio. Per quanto alcuni pastori neo-pentecostali vedano in lui un inviato di Dio, non cambia per nulla l’atteggiamento del presidente, al contrario aggrava ancor di più l’offesa al santo nome di Dio specialmente quando offende i suoi oppositori con parole volgarissimi.

Quale Dio è mai questo che lo porta a togliere diritti ai poveri, a privilegiare le classi arricchite, a offendere i vecchi, a umiliare le donne e a disprezzare i contadini senza prospettive di avere una pensione in­ vita?

Il progetto di riforma della Previdenza crea profonde diseguaglianze sociali, mentre una propaganda sfacciata sostiene che il progetto è destinato a creare uguaglianza. Diseguaglianza è un concetto analitico neutro eticamente significa ingiustizia sociale. Teologicamente è un peccato sociale che nega il disegno di Dio su di noi con una grande convivialità fraterna.

L’economista francese Thomas Piketty, famoso per il suo libro Il capitale nel XXI século (Bompiani 2014), ha scritto un intero libro sull’economia della disuguaglianza (2015). Il semplice fatto secondo lui che circa 1% di multi miliardari controllano grande parte del mondo dei poveri e in Brasile secondo lo specialista nel ramo, Márcio Pochmann,i sei maggiori miliardari possiedono la stessa ricchezza di cento milioni di Brasiliani più poveri. (JB 25/9/2017),dimostrano la nostra ingiustizia sociale.

La nostra speranza è che il Brasile è più grande della irrazionalità regnante e che usciremo migliori da questa crisi.

*Leonardo Boff è teologo e ha commentato La preghiera semplice di Francesco, Citadella Editrice 2009.

Traduzione di Romano Baraglia e Lidia Arato.

Blasfema quien difunde odio y utiliza el nombre de Dios.

No querría haber tenido que escribir este artículo. Pero la aguda crisis política actual y el abuso que se hace del nombre de Dios provocan la función pública de la teología. Como cualquier otro saber, ella tiene también su responsabilidad social. Hay momentos en que el teólogo debe descender de su cátedra y decir una palabra en el campo de lo político. Eso implica denunciar abusos y anunciar los buenos usos, por más que esta actitud pueda ser incomprendida por algunos grupos o tenida como partidista, lo cual no es así.

Me siento, humildemente, en la tradición de aquellos obispos proféticos como Dom Helder Câmara, de los cardenales don Paulo Evaristo Arns (recordemos el libro que ayudó a derrocar la dictadura: Brasil Nunca Más) y don Aloysio Lorscheider, del obispo don Waldir Calheiros, y de otros que en los tiempos sombríos de la dictadura militar de 1964 tuvieron el coraje de levantar su voz en defensa de los derechos humanos, contra las desapariciones y las torturas realizadas por los agentes del Estado.

Vivimos actualmente en un país desgarrado por odios viscerales, por acusaciones de unos contra los otros, con palabras de bajísimo nivel y con noticias falsas (fake news), difundidas hasta por la máxima autoridad del país, el actual presidente. Con ello muestra la falta de compostura en su alto cargo y las consecuencias desastrosas de sus intervenciones, además de los despropósitos que profiere aquí y en el exterior.

Su lema de campaña era y sigue siendo “Dios por encima de todos y Brasil por encima de tudo”. Tenemos que denunciar la utilización que hace del nombre de Dios. El segundo mandamiento divino es claro: “no usar el santo nombre de Dios en vano”. Sólo que aquí el uso del nombre de Dios no es solo un abuso, representa una verdadera blasfemia. ¿Por qué?

Porque no es posible combinar Dios con odio, con elogio a la tortura y a torturadores y con amenazas a sus opositores como hacen Bolsonaro y sus hijos. En los textos sagrados judeocristianos Dios revela su naturaleza como “amor” y como “misericordia”. El “bolsonarismo” lleva a cabo una política de confrontación con los opositores, sin diálogo con el Congreso, la política entendida como un conflicto, de corte fascista. Esto no tiene nada que ver con Dios-amor y Dios-misericordia. Consecuentemente propaga y legitima, desde arriba, una verdadera cultura de la violencia, permitiendo que cada ciudadano pueda poseer hasta cuatro armas. Un arma no es un juguete del jardín de infancia, sino un instrumento para matar o para defenderse mutilando o matando al otro.

Se considera religioso, pero es de una religiosidad rencorosa; aparece despojado de sacralidad y con un perturbador vacío de espiritualidad, sin sentido de compromiso con la vida de la naturaleza ni con la vida humana, especialmente con la de aquellos que tienen menos vida. Con propiedad afirma a menudo el Papa Francisco que prefiere un ateo de buena voluntad y ético que un cristiano hipócrita que no ama a su prójimo, ni tiene empatía con él, ni cultiva los valores humanos.

Cito un texto de uno de los mayores teólogos del siglo pasado, hecho cardenal al final de su vida, el jesuita francés Henri De Lubac:

«Si falto al amor o si falto a la justicia me alejo infaliblemente de Vos, Dios mío, y mi culto no es más que idolatría. Para creer en Vos debo creer en el amor y en la justicia. Vale mil veces más creer en estas cosas que pronunciar Vuestro nombre. Fuera de ellas es imposible que yo os encuentre. Aquellos que toman por guía el amor y la justicia están en el camino que los conduce a Vos» (Sur les chemins de Dieu, Aubier 1956, p.125).

Bolsonaro, su clan y seguidores (no todos) no se guían por el amor ni aprecian la justicia. Por eso están lejos del “milieu divin” (T. de Chardin) y su camino no conduce a Dios. Aunque haya pastores neo-pentecostales que vean en él a un enviado de Dios, eso no cambia en nada la actitud del presidente, al contrario agrava aún más la ofensa al santo nombre de Dios, especialmente por seguir difundiendo ataques ofensivos a todos los que no piensan como él.

¿Qué Dios es ese que le lleva a quitar derechos de los pobres, a privilegiar a las clases acomodadas, a humillar a la personas mayores, a rebajar a las mujeres y menospreciar a los campesinos, sin la perspectiva de poder tener una pensión en la vejez?

El proyecto de la Seguridad Social crea profundas desigualdades sociales, Y todavía tienen la desfachatez de decir que está creando igualdad. Desigualdad es un concepto analítico neutro. Éticamente significa injusticia social. Teológicamente, es un pecado social que niega el designio de Dios de reunir a todos en una gran comensalidad fraternal.

El economista francés Thomas Piketty, famoso por su libro El Capital en el siglo XXI (FCE 2014), escribió también un libro entero sobre La economía de las desigualdades (Siglo veintiuno 2015). El simple hecho, según él, de que cerca del 1% de multibillonarios controlen gran parte de los ingresos de los pueblos y en Brasil, según el especialista del ramo Márcio Pochmann, los seis mayores billonarios tengan la misma riqueza que los 100 millones de brasileros más pobres (JB 25/9/2017), da muestra de nuestra injusticia social.

Nuestra esperanza es que Brasil es mayor que la irracionalidad reinante y que saldremos mejores de la actual crisis.

*Leonardo Boff es teólogo y comentó La oración de san Francisco por la Paz, Sal Terrae 2009.

Traducción de Mª José Gavito Milano

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