Die Globalisierung ist nicht von Trump aufzuhalten

         Leonardo Boff

         So sehr der Möchtegern-„Weltherrscher“ Donald Trump „America first“ an die erste Stelle setzt, was im Grunde bedeutet, dass „nur Amerika“ zählt und der Rest nur das Feld seines Expansionismus ist, liegt es nicht in seiner Macht, einen Prozess zu unterbrechen, der sich seiner arroganten Verstellung entzieht. Es ist der unaufhaltsame Prozess der Globalisierung.   

Sie wurde fast ausschließlich als wirtschaftlich-finanzielles Phänomen betrachtet. Es ist das eiserne Zeitalter, wie Edgar Morin sagt. Aber dieser Prozess stellt eine viel grundlegendere, politische, kulturelle und spirituelle Realität dar: eine neue Phase für die Menschheit und für die Erde selbst, die als ein lebender Superorganismus namens Gaia verstanden wird. Sie bildet eine einzige, große und komplexe Einheit mit der Menschheit, wie die Astronauten, die die runde Erde von ihren Raumschiffen aus sahen, bezeugen konnten.

Die Menschheit ist vor etwa 7-8 Millionen Jahren in Afrika entstanden. Unsere Vorfahren blieben dort für etwa 2 Millionen Jahre. Dort wurden die grundlegenden Strukturen, die uns zu Menschen machen, in ihren Köpfen und Herzen gebildet. Daher sind wir alle, Weiße und Schwarze, Westliche und Östliche, alle Afrikaner der Herkunft nach.

         Nach einer langen Zeit begann die große Ausbreitung über die ganze Erde, beginnend in Eurasien und schließlich auf allen Kontinenten. Jetzt gibt es ein neues Phänomen: Diese wandernden Völker machen sich auf den Weg zurück. Sie treffen sich an einem einzigen Ort: auf dem Planeten Erde, der als gemeinsame Heimat und Mutterland verstanden wird. Wie werden sie zusammenleben? Welche Bedeutung werden die eigenen Kulturen der Völker haben? Welche Funktion erfüllen die Nationalstaaten noch?

All diese Realitäten müssen von dieser neuen menschlichen Ebene und dem neuen Zustand des planetarischen Bewusstseins aus, den langsam das allgemeine Bewusstsein übernimmt, neu definiert werden. Das Coronavirus hat dies deutlich gezeigt, da es die nationale Souveränität nicht respektierte und die Erde und die Menschheit in den Mittelpunkt unserer Aufmerksamkeit stellte.

         Diese neue Stufe des anthropogenen Prozesses zeigt uns, dass wir alle ein und dasselbe gemeinsame Schicksal haben. Es verlangt nach einer ihm angemessenen Governance.  Es werden politische Institutionen und Rechtsformen gesucht, die die Führung der irdischen Republik – der bereits 1795 von Kant angedachten „Weltrepublik“ – übernehmen und sich um das gemeinsame Erbe der Biosphäre und der Menschheit kümmern. Bis diese Gremien entstehen, ist es Aufgabe der Staaten, im Geiste der globalen Partnerschaft nach Lösungen für den gesamten Planeten und die Menschheit zu suchen. Er ist in einem eisernen Käfig gefangen – manifest destiny – eine politische Erfindung, um den arroganten Anspruch zu verdecken, die Herren und Meister der Welt zu sein.

Trotz Trumps Leugnung ist es wichtig zu erkennen, dass die Kategorie des Nationalstaats allmählich obsolet wird. Dies zeigt sich im wachsenden Bewusstsein für die planetarische Bürgerschaft – „die Erde ist meine Heimat“ – Bewegungen wie das Weltsozialforum und andere internationale Organisationen, die sich mit Gesundheit und der Erhaltung des gemeinsamen natürlichen und kulturellen Erbes der Menschheit und der Biosphäre befassen, nehmen sie der Sorge um die gemeinsame Zukunft der Erde und der Menschheit an.

         Die Globalisierung hat noch nicht ihren institutionellen Ausdruck gefunden. Sie wird sicherlich ökozentrisch sein. Sie wird nicht dieses oder jenes Land oder diesen oder jenen geopolitischen und wirtschaftlichen Block (eine unipolare oder multipolare Welt), diese oder jene Kultur in den Mittelpunkt stellen, sondern die Ökologie und die Erde, verstanden als ein organisches Makrosystem, dem alle Instanzen dienen und untergeordnet sein müssen. Zu diesem Zentrum gehört die Menschheit, die sich aus Söhnen und Töchtern der Erde zusammensetzt, die Menschheit verstanden als die Erde selbst, die das Stadium des Fühlens, des reflektierenden Denkens, der Verantwortung und der Verliebtheit erreicht hat. Wir sind eine lebendige und bewusste Erde.

         Aus diesen Forderungen wird deutlich, dass alles davon abhängt, die Erde zu schützen und die Bedingungen für ihr Leben und ihre Fortpflanzung zu erhalten. Dieses Anliegen ist jetzt, da wir uns mitten in der globalen Erwärmung und der brutalen Erosion der biologischen Vielfalt befinden, besonders dringend. Wir bewegen uns über das Anthropozän (der menschliche Aggressor) hinaus, gehen durch das Nekrozän (das Aussterben der Arten) und erreichen den Höhepunkt des Pyrozäns (das Feuer der großen Brände). Wir sind wirklich in Gefahr, nicht länger auf diesem Planeten bleiben zu können.

Das Bewusstsein für diese neue Wahrnehmung ist noch weit davon entfernt, kollektiv geteilt zu werden, da das herrschende System immer noch die Illusion einer unbegrenzten Entwicklung/eines unbegrenzten Wachstums (ein immer höheres BIP) inmitten eines kleinen und begrenzten Planeten verfolgt. Wenn wir nicht aufwachen, besteht die Gefahr, die Sigmunt Bauman eine Woche vor seinem Tod anprangerte: „Wir müssen uns solidarisch zeigen, sonst reihen wir uns in die Prozession derer ein, die auf ihr eigenes Grab zusteuern“. Wachen wir auf und vertreiben wir den Alptraum vom möglichen Ende der Spezies aufgrund unserer eigenen Verantwortungslosigkeit. Der Sinn des Lebens ist zu leben, zu strahlen und sich zu verewigen.

Leonardo Boff Autor von: Cuidar da Casa Comum:pistas para protelar o fim do mundo, Vozez 2024

Übersetzung von Bettina Golfdhartnack

La globalización no puede ser frenada por Trump

                  Leonardo Boff*

Por más que Donald Trump, pretendido emperador del mundo, ponga en primer lugar “America first”, que en el fondo quiere decir “solo América” cuenta, siendo el resto solo el campo de su expansionismo, no está en su poder interrumpir un proceso que escapa a su arrogante pretensión. Es el proceso imparable de la globalización.

         Ha sido visto casi exclusivamente como un fenómeno económico-financiero. Es su edad de hierro según Edgar Morin. Pero ese proceso representa una realidad mucho más fundamental, política, cultural, espiritual: una nueva fase de la humanidad y de la propia Tierra, entendida como un superorganismo vivo, llamado Gaia. Ella forma con la humanidad una única, grande y compleja entidad, confirmada por los astronautas que vieron la Tierra redonda desde sus naves espaciales.

         La humanidad surgió hace unos 7-8 millones de años en África. Nuestros antepasados permanecieron allí unos 2 millones de años. Allí se formaron en sus mentes y corazones las estructuras básicas que nos hacen humanos. Por eso  todos, blancos y negros, occidentales y orientales todos somos africanos de origen.

         Después de este largo tiempo, comenzaron su gran dispersión por toda la Tierra, empezando por Eurasia hasta ocupar todos los continentes. Ahora, este es el nuevo fenómeno, estos pueblos migrantes están haciendo el camino de vuelta. Se están encontrando en un único lugar, en el Planeta Tierra, entendido como patria y matria común. ¿Cómo van a vivir juntos? ¿Qué significado tendrán las culturas propias de cada pueblo? ¿Qué función siguen cumpliendo los estados-naciones?

         Habrá que redefinir todas estas realidades a partir de este nuevo nivel humano y del nuevo estado de conciencia planetaria que lentamente va entrando en las conciencias. Se mostró claramente por medio del coronavirus que no respetó las soberanías nacionales y puso la Tierra y la humanidad en el centro de nuestras atenciones.

         Ese nuevo estadio del proceso antropogénico nos revela que todos tenemos un único y mismo destino común. Él requiere una gobernanza que le sea adecuada. Se buscarán instituciones políticas y configuraciones jurídicas que asuman la gobernanza de la república terrenal –Weltrepublik prevista ya en 1795 por Kant– y velarán por el patrimonio común de la biosfera y de la humanidad. Mientras no surjan tales organismos, correspondería a Estados Unidos, dentro de un espíritu de asociación global, buscar soluciones para todo el Planeta y para la humanidad. Irresponsablemente Trump se niega a dar su contribución a lo nuevo que se va a imponer. Está preso en una jaula de hierro –el destino manifiesto– invención política para cubrir la pretensión arrogante de ser los amos y señores del mundo.

         No obstante el negacionismo de Trump, hay que reconocer que la categoría estado-nación se va quedando poco a poco obsoleta. Lo muestra la creciente conciencia de la ciudadanía planetaria –“la Tierra es mi patria”–. Movimientos como el Foro Social Mundial y otras entidades internacionales ligadas a la salud y a la conservación del patrimonio natural y cultural común de la humanidad y de la biosfera, van asumiendo la preocupación por el futuro común de la Tierra y de la humanidad.     

         La globalización no ha encontrado aún su expresión institucional. Será seguramente ecocéntrica. Colocará en el centro no este o aquel país o bloque geopolítico y económico (un mundo unipolar o multipolar), esta o aquella cultura, sino la ecología y la Tierra entendida como un macrosistema orgánico al cual las demás instancias deben servir y estar subordinadas. A ese centro pertenece la humanidad, compuesta por hijos e hijas de la Tierra, la humanidad entendida como la misma Tierra que alcanzó la fase de sentimiento, de pensamiento reflejo, de responsabilidad y de amorización. Somos Tierra viva y consciente.

         A partir de estas demandas nos damos cuenta de que todo depende de la salvaguarda de la Tierra y del mantenimiento de las condiciones de su vida y reproducción. Esa preocupación es urgente especialmente ahora que estamos ya dentro del calentamiento global y de la brutal erosión de la biodiversidad. Estamos yendo más allá del antropoceno (el ser humano agresor), pasando por el necroceno (extinción de las especies) y culminando en el piroceno (el fuego de los grandes incendios). Estamos, verdaderamente en peligro de no tener condiciones para permanecer sobre este planeta.

         La conciencia de esta nueva percepción está todavía muy lejos de ser compartida colectivamente, pues el sistema dominante sigue persiguiendo la ilusión de un desarrollo/crecimiento ilimitado (un PIB cada vez mayor), en el seno de un planeta pequeño y limitado. Si no despertamos ante esta alarma, corremos el peligro, denunciado por Zygmunt Bauman, una semana antes de morir: “tenemos que ser solidarios, en caso contrario engrosaremos el cortejo de los que van hacia su propia sepultura”. Que despertemos y alejemos esa pesadilla de un eventual fin de la especie, por nuestra propia irresponsabilidad. El sentido de la vida es vivir, irradiar y eternizarse.

*Leonardo Boff ha escrito Cuidar de la Casa Común: pistas para retrasar el fin del mundo,

Traducción de María José Gavito Milano

“Gente Humilde” de Chico Buarque: un homenaje y una reflexión

         Leonardo Boff*

“Gente humilde” es una canción de Chico Buarque hecha en colaboración con otros. De su vasta y compleja obra, esta canción es para mí la más hermosa y significativa. Ella habla de los anhelos que animan a la teología de la liberación que da centralidad a la “gente humilde” y reconoce en ellos una fuerza histórica, poco valorada por los analistas sociales. Quiero hacerle un homenaje por sus 80 años con una pequeña reflexión a partir de esta canción. En ella todo es verdadero.

Las cosas verdaderas e identificadoras de las personas se realizan más allá de la conciencia refleja. Son fuerzas que actúan a partir de lo profundo de la vida y del universo, del inconsciente abismal y de arquetipos ancestrales que asoman a la conciencia de las personas y a través de ellas se anuncian y emergen en la historia. Digo esto para superar cierta interpretación que da valor absoluto al sujeto y al sentido consciente que él pretende conferir a su obra. El sentido de la producción de Chico Buarque va más allá del sentido que él mismo haya querido tal vez darle. Seguramente él no pretende tener el monopolio del sentido de la realidad por él cantada y descrita. Hay múltiples facetas de sentido que pueden ser captadas por los oyentes y lectores, que entonces se hacen co-autores de la obra. La letra de la canción dice así:

Hay ciertos días en que pienso en mi gente
Y siento así todo mi pecho apretado
Y me sucede que me viene de repente
Como un deseo de vivir sin ser notado

Igual a ellos cuando voy por los suburbios
Y yo muy bien llegado en tren de algún lugar
Y ahí me da como una envidia de esa gente
Que va adelante sin tener con quien contar

Casas sencillas con sillas en las aceras 
Y en la fachada escrito encima que es un hogar
En el balcón flores tristes y baldías
Como alegría que no tiene donde asentar 

Y ahí me viene una tristeza en el pecho
Me siento inútil por no tener cómo luchar
Y yo que no creo, le pido a Dios por mi gente
Es gente humilde, ay qué ganas de llorar”

En mi oficio de teólogo, andando desde hace 50 años con un pie en la academia y el otro en los medios pobres, considero que esta obra de Chico es la más conmovedora y perfecta. Ella traduce de maravilla dos realidades.

La primera, la “de la gente humilde”, su completo desamparo social. Nadie está de su parte. Van adelante con sus pocas fuerzas, sin poder contar con nadie, ni con el Estado, ni con la sociedad cerrada en sus intereses excluyentes de clase, a veces ni con las iglesias, aunque una parte de la Iglesia Católica hizo una opción por los pobres, contra su pobreza y por su liberación. Pero por lo general sólo cuentan con Dios y con ellos mismos. Las casas, cuando las tienen, son sencillas, con sillas en las aceras desde donde ven el mundo y comparten amistades. Tienen un elevado sentido ético y un sentido sagrado de familia. La casa es pobre, pero es “un hogar”. Flores tristes, raquíticas, semejantes a ellos, adornan la casa, pero reina una discreta alegría y serenidad.

La segunda realidad, que la canción traduce con fina percepción ética y psicológica, es la reacción de quien no es “gente simple” pero es sensible, humano y solidario con esta condition humaine, en este caso, Chico, Vinicius de Morais y Garoto, co-autores de la letra y de la música. El compositor piensa “en mi gente”, o sea, para Chico esa gente existe y está ahí, cuando para tantos no solo es invisible, sino que no existe o es vergonzosamente despreciada. Percibe la diferencia de estatuto social: élviene muy bien en tren; ellos, seguramente a pie, caminando mucho. Su “pecho se aprieta”, le gustaría vivir como ellos, anónimo, sin ser notado. Mas aún, tiene “envidia de esa gente” por su valor de enfrentar la vida sola, luchar y sobrevivir sin nadie que la ayude.

Y ahí irrumpe la solidaridad y la compasión en el sentido noble del término: ¿cómo ayudar y estar junto a ellos? Surge el sentimiento de impotencia, “la tristeza en el pecho […] por no tener cómo luchar”.

La Teología de la Liberación, que envuelve todavía a miles de cristianos en los distintos continentes, comenzó al enfrentarse con esta situación relatada por Chico. Esos cristianos asumieron un compromiso liberador, confiando en la “gente humilde” y en su fuerza histórica. Pero la llaga es demasiado grande. Tal vez ni nuestra generación ni la próxima consigan cerrarla. Nos asola un sentimiento de impotencia pero sin perder nunca la esperanza de que otro mundo es posible y necesario. 

Entonces es cuando recurrimos a la Última referencia. Debe haber Alguien, señor del mundo y del curso de las cosas, que dé respuesta a esa humillación. Incluso alguien que no cree, pero que no ha perdido su sentido de humanidad, percibe el sentido liberador de la categoría “Dios”. Y ahí, con emoción incontenida, canta el poeta: “Y yo que no creo, le pido a Dios por mi gente/es gente humilde, ay qué ganas de llorar”.

La impotencia es superada porque triunfa la conmoción del corazón. Dios es invocado, desesperadamente, como última fuente de sentido. Delante de la gente humilde, sufrida, anónima, toda descreencia sería cinismo, toda indiferencia, inhumanidad. El efecto final es justamente ese: “tengo ganas de llorar”. Y lloramos o enjugamos discretamente lágrimas de conmoción, de indignación y de compasión.

Siempre que escucho esta canción me vienen lágrimas a los ojos, pues la verdad es tanta y el sentimiento tan verdadero que la única reacción digna son las lágrimas que, según san Pablo, son un don del Espíritu Santo. Esto es puro humanismo, testimoniado también por Jesús de Nazaret que se conmovió delante de su pueblo abandonado como ovejas sin pastor.

Y aquí cabe una reflexión de teólogo sobre “la no creencia” de Chico, mencionada en esta canción. Tenemos que discernir bien y rescatar la creencia verdadera de la falsa. Eso aparece claro cuando tomamos conciencia del sentido verdadero de “Dios” y dónde Él se deja encontrar bajo otros nombres.

Están los que dicen que no creen, pero se preocupan de la “gente sencilla”, son sensibles a la justicia y se niegan a aceptar el mundo perverso que encuentran. Y están los que creen en Dios pero no ven a la “gente sencilla”, son insensibles a la injusticia social y se introducen tranquilamente en el mundo perverso en el que se encuentran.

¿Dónde está Dios? ¿De qué lado se encuentra? De todo lo que aprendimos de los profetas y de la reflexión cristiana, Dios está infaliblemente del lado de quien se acerca a la “gente sencilla”, se compromete con la justicia y se llena de iracundia sagrada contra ese mundo perverso. Esto es porque el verdadero nombre de Dios es justicia, es solidaridad y es amor.

Quien tiene a Dios continuamente en sus labios y Lo profesa en sus palabras pero se distancia de la “gente humilde”, se hace mudo a los reclamos de la justicia y se desentiende de la solidaridad, está lejos de Dios y falto de su gracia. El Dios en que cree no deja de ser un ídolo porque no hay amor, solidaridad ni justicia.

Chico se situó, sin pretenderlo, al lado del Dios vivo y verdadero porque se puso al lado de la “gente humilde”. Su compromiso lo sitúa infaliblemente del lado de Dios y en el corazón de su proyecto de un Reino de amor, de justicia y de paz.

Más aún. En el atardecer de la vida, cuando se va a decidir todo, el criterio según Jesús (véase el evangelio de san Mateo 25, 41-46) será cuán sensibles hayamos sido a la “gente humilde”, a los hambrientos, a los sedientos, a los pobres y castigados de nuestra historia. Los que así lo hicieron, oíran las palabras de infinita bienaventuranza: “a mí me lo hicisteis”; “venid, pues, benditos de mi Padre y tomad posesión del Reino preparado para vosotros desde la creación del mundo”.

Para mí, bastaría “Gente humilde” para eternizar a Chico en el corazón de todos los que no pasan de largo ante los caídos en el camino, se detienen como samaritanos, sufren y lloran junto a ellos. Chico vivió la misma experiencia de su patrono Francisco de Asís. Esa experiencia lo convirtió de hijo de un rico comerciante en amigo y compañero de los más pobres de los pobres, los leprosos (hansenianos). Él hablaba de ellos como su “gente poverella”, gente humilde de la Toscana. De burgués y miembro de la “jeunesse dorée” que era, dejó todo y se hizo un pobrecillo como ellos. Era llamado sencillamente  “el poverello de Asís”.

Y ahora digo como teólogo: detrás de esta “gente humilde”, de todos los “poverellos” se esconde el Hijo de Dios. Dignificar a la “gente humilde”, como lo hizo Chico, es rescatar lo mejor de la herencia humanista de nuestra historia y del Jesús histórico que vio en los pobres los primeros herederos de su sueño. Siempre estuvo al lado del ciego, del cojo, del psicológicamente afectado (poseído, en el lenguaje de la época), y él se hizo también un pobre.

Para vivir esta dimensión no es necesario ser religioso ni creer en Dios. Lógicamente quien es religioso y cree en Dios se ve reforzado, pero no es indispensable. Basta ser humano, amante de la justicia y cantor del amor. En eso se realiza la religión auténtica y ahí se encuentra el verdadero Dios.

Traducción de María José Gavito Milano

Il tempo e lo Eterno  nell’essere umano

Leonardo Boff

Ad ogni Capodanno si parla del tempo che è passato e di quello nuovo che inizia. Ma cos’è il tempo? Nessuno lo sa. Nemmeno sant’Agostino seppe dare una risposta nelle sue Confessioni in cui fece una delle riflessioni più profonde. Nemmeno Martin Heidegger, il filosofo più eminente del XX secolo. Ha scritto il suo famoso libro Essere e tempo. All’Essere dedicò un libro voluminoso. Fino alla fine della sua vita aspettavamo un trattato sul tempo. E non arrivò, perché neanche lui sapeva cosa era il tempo. Inoltre, è curioso: il tempo è il presupposto per parlare di tempo. Abbiamo bisogno del tempo per riflettere sul tempo. È un circolo vizioso.

Credo che l’approccio più appropriato sia collegare il tempo alla vita umana. Consideriamo la vita come il valore supremo al di sopra della quale c’è solo l’Essere che fa esistere tutti gli esseri.

Il senso della vita nel tempo è vivere, semplicemente vivere, lo stesso nelle condizioni più umili. Vivere è una sorta di celebrazione dell’esistere e dell’essere fuggiti dal nulla. Potremmo non esistere. Eppure eccoci qui. Vivere è un dono. Nessuno ha chiesto di esistere.

La vita è sempre un con e un per. Vita con altre vite della natura, con vite umane e vite con altre vite che per caso esisterebbero nell’universo. E la vita è per espandersi e per donarsi ad altre vite senza le quali la vita non può perpetuarsi.

La vita, tuttavia, è abitata da una pulsione interiore che non può essere frenata. La vita vuole incontrarsi con altre vite, quindi per questo esiste il con e il per. Senza questo, la vita cesserebbe di esistere.

La pulsione irrefrenabile della vita fa con che non vorrebbe solo questo e quello. Vuole tutto. Vuole perpetuarsi più che può, in fondo, non vuole finire mai, vuole essere eterna.

Essa porta dentro di sé un progetto infinito. Questo progetto infinito la rende felice e infelice. Felice perché incontra, ama e celebra l’incontro con altre vite e con tutto ciò che ha a che fare con la vita che la circonda. Ma è infelice perché tutto ciò che incontra e ama è finito, lentamente si consuma e cade sotto il potere dell’entropia, in altri termini, sotto il dominio della morte.

Nonostante questa finitudine, essa non indebolisce in alcun modo la pulsione verso l’Infinito. Quando incontra questo Infinito, riposa. Sperimenta una pienezza che nessuno gli può dare, né togliere. Solo lei può costruire, godere e celebrare.

La vita è intera, ma incompleta. È intera perché al suo interno stanno insieme il reale e il potenziale. Ma è incompleta perché il potenziale non è ancora diventato reale. Poiché il potenziale non conosce limiti, la vita avverte un vuoto che non potrà mai riempire completamente. Ecco perché non diventa mai completa per sempre. Permane nell’anticamera della sua stessa realizzazione.

È in questo contesto che nasce il tempo. Il tempo è il ritardo del potenziale che vuole irrompere a partire da dentro e smettere di essere potenziale per essere reale. Questo ritardo potremmo chiamarlo tempo. Sarebbe la nostra apertura piena di speranza, capace di accogliere ciò che potrà arrivare. Il potenziale realizzato ci consente di passare dall’incompleto all’intero senza però renderci completamente interi. Il vuoto continua. È la nostra condizione di finiti abitati da un Infinito. Chi lo riempirà?

Non può essere il passato perché non esiste più ed è passato. Non può essere il futuro perché ancora non esiste, poiché non è ancora arrivato. Resta solo il presente. Ma il presente non può essere sequestrato, imprigionato e appropriato. Non appena proviamo a catturarlo, già si trasforma in passato.

Ma esso può essere vissuto. Quando è intenso, né percepiamo che è passato. Sembra che il tempo non sia esistito. È il tempo denso e intenso di due ardentemente innamorati. È il tempo chiamato kairós, diverso da kronos, sempre uguale all’ora dell’orologio.

È possibile fare una rappresentazione del presente? Sì, lo è con l’eternità, perché solo essa è un è. Ogni presente ha qualcosa di eterno, perché solo esso è. Un giorno fu e un giorno sarà. Ma solo esso è un è. Ecco perché l’“è” del tempo rappresenta la possibile presenza dell’eternità. Sta a noi viverlo il più intensamente possibile, perché presto svanirà nel passato.

In tutti i modi constatiamo che siamo immersi nell’eternità dell’è. Non si tratta di un periodo congelato del tempo. È una qualità nuova, che non si ferma mai, sempre viene e passa: proviene dal futuro e subito ci passa oltre in direzione del passato. È la pura presenza inafferrabile dell’è.

A noi che siamo nel tempo, spetta vivere questo “è” come se fosse il primo e l’ultimo. In questo modo partecipiamo, fugacemente dell’eternità dell’è. E rendendoci eterni partecipiamo di Colui che sempre è senza passato e senza futuro.

Questo è ha mille nomi: Tao, Shiva, Allah, Olorum, Jahvè. Questo Jahvè si è rivelato come “io sono Colui che sono”, meglio detto: “Sono l’è che sempre è”.

Chissà se uno dei significati, tra gli altri, del nostro esistere nel tempo non sia quello di partecipare a questo è? E per un momento, secondo le parole del mistico San Giovanni della Croce, “essere Dio, per partecipazione”. E qui vale il nobile silenzio perché non ci sono più parole.

Leonardo Boff, teologo, filosofo e scrittore. (traduzione dal po