Warum wir dort sind, wo wir sind: planetarische Risiken

Leonardo Boff

 Niemand kann glauben, dass die Weltlage gut ist. Was wir in den digitalen/sozialen Medien sehen, sind Szenen des Krieges, unschuldige Kinder, die durch die Wut der Angriffe gegen die Hamas ermordet werden, die unrechtmäßige Opferung eines ganzen palästinensischen Volkes im Gazastreifen, der seit drei Jahren andauernde Krieg zwischen Russland und der Ukraine und 18 weitere Orte der Gewalt und Kriegsverbrechen in Afrika und anderswo.

Nach Angaben der renommierten Nichtregierungsorganisation Oxfam,2024, wird das Privatvermögen der 36 reichsten Personen der Welt im Jahr 2024 dem Einkommen von mehr als der Hälfte der Menschheit, nämlich 4,7 Milliarden Menschen, entsprechen. In Brasilien besitzen die reichsten 3.390 Personen (0,0016 %) 16 % des gesamten Reichtums des Landes, mehr als 182 Millionen Brasilianer (85 % der Bevölkerung).

Aus der gleichen Quelle erfahren wir, dass alle fünf Sekunden ein Kind unter zehn Jahren an Hunger oder seinen unmittelbaren Folgen stirbt. Wer ist nicht in seiner minimalen Menschlichkeit von solchen dramatischen Szenen, von wahren menschlichen Tragödien, berührt? Wir scheinen die Grenzen der Endzeit erreicht zu haben. Es sind Szenen, die im Buch der Offenbarung stehen könnten.

Um die gegenwärtige Krise zu verstehen, müssen wir ins 17./18. Jahrhundert zurückgehen, als das Paradigma der Moderne aufkam. Die Gründerväter, Francis Bacon und insbesondere René Descartes und andere, brachen mit einer langen Tradition der Menschheit. Letztere verstanden die Natur, die Erde und den Kosmos selbst als etwas Lebendiges und Sinnvolles.

Dann kam Descartes und führte einen grundlegenden Dualismus mit schwerwiegenden historischen Folgen ein. Er unterschied die res cogitans, das denkende und geisttragende Wesen, von der res extensa, dem extensiven und materiellen Ding, den anderen Wesen. Einziger Träger des Geistes, res cogitans, ist der Mensch. Die res extensa, die anderen Wesen, handeln mechanisch und ohne erkennbaren Sinn. Damit führte er einerseits einen strengen Anthropozentrismus und andererseits einen groben Materialismus ein. Die Erde und die Natur haben nur insofern einen Sinn, als sie dem Menschen geordnet sind, der sie nach Belieben behandelt. Diese materialistische Auffassung von der nicht-menschlichen Welt hat Raum für alle Arten von Nutzung und Missbrauch und für die wissenschaftliche Forschung selbst eröffnet, ohne ethische Bedenken hinsichtlich der Folgen, die sich daraus ergeben könnten.

Daraus entstanden alle modernen Wissenschaften und ihre praktische Anwendung in einem technischen Betrieb. Die Technowissenschaft war das große Instrument im Dienste der einzigen Träger des Geistes, der Menschen, die in der Natur getrennt und “Herren und Herrinnen” (Descartes) über sie waren und dann zu Kolonisatoren, Sklavenhaltern und systematischen Zerstörern der Natur wurden. Die Wissenschaft wurde nicht in den Dienst des Lebens gestellt, sondern in den der Beherrschung der anderen und der Natur.

Aus diesem anfänglichen Dualismus haben sich andere Dualismen entwickelt: Geist und Materie, Kultur und Natur, zivilisiert und wild, Idealismus und Materialismus, die die menschliche Erfahrung auseinandergerissen haben. Die Vision der Totalität ist verloren gegangen.

Mit diesen Voraussetzungen wurde die Architektur des atomisierten Wissens entworfen, in der es keine Beziehung zwischen den einzelnen Erkenntnissen gibt, so dass wir immer mehr über immer weniger wissen.

Zweifellos hat dieses Paradigma der Moderne allen Bereichen des menschlichen Lebens große Vorteile gebracht: Es hat die Schmerzen gelindert, die Mittel zur Heilung verfeinert, die Instrumente zur Fortbewegung und die großen Wege der digitalen Kommunikation geschaffen und uns in den Weltraum gebracht, zum Mond und zum Mars und in die entferntesten Winkel des Universums, bereits außerhalb des Sonnensystems.

Dieses Paradigma konzentriert sich auf den Bereich der Mittel, ohne dass selten (oder nie kollektiv) der Zweck definiert wird, dem die Mittel dienen sollen. Der Kapitalismus hat das Problem gut verstanden und ein Ziel dafür definiert: unbegrenztes Wachstum durch die individuelle Anhäufung von Reichtum, in der Logik des größtmöglichen Wettbewerbs, wobei die Ressourcen der Natur so weit wie möglich ausgebeutet werden, in der falschen Annahme, dass die Erde ebenfalls unbegrenzte Ressourcen hat.

Ab 1972, mit dem Dokument Die Grenzen des Wachstums, wurde das kollektive Bewusstsein für die Grenzen der Erde und ihre Unfähigkeit, ein unbegrenztes Projekt zu unterstützen, geweckt. Das große Produktionssystem hat dieser Tatsache nie viel Aufmerksamkeit geschenkt. Das Entscheidende ist, Profite und Reichtum zu garantieren.

Unternehmer und große Wirtschafts- und Finanzkonglomerate vertrauen auf die Allmacht der Wissenschaft, die für alle Probleme eine Lösung bereithält. Dies war und ist ihre große Illusion. Ihr global integriertes Wirtschafts- und Finanzsystem ist so gut geölt, dass es weder die Voraussetzungen noch den Willen hat, damit aufzuhören. Aufzuhören hieße, sein Ziel, die unbegrenzte Akkumulation, aufzugeben, von einem Verhältnis der Ausbeutung zu einem naturfreundlichen zu wechseln, mit anderen Worten, sich selbst zu verleugnen. Es wird jetzt deutlich, dass das Weltsystem angesichts der Veränderungen im Gesicht der Erde in Agonie ist.

Angesichts der Ungeheuerlichkeit des globalen Systems der Ausbeutung/Verwüstung der Natur hat die lebendige Erde auf verschiedene Weise reagiert: mit extremen Ereignissen, mit der Freisetzung von Viren, von denen einige mysteriös sind, wie das X-Virus, das zehnmal tödlicher ist als das Coronavirus und den gesamten Planeten bedeckt. Es hat die Grenzen zwischen den Nationen verwischt und die gesamte Menschheit auf gefährliche Weise in Mitleidenschaft gezogen.

In letzter Zeit scheint der Klimawandel einen unumkehrbaren Punkt erreicht zu haben. Die Erde hat sich aufgrund der unverantwortlichen Praktiken (Anthropozän) derjenigen verändert, die politische Entscheidungen treffen, die globalen Kapital- und Finanzströme kontrollieren und die Natur immer weiter zerstören. Es wäre ungerecht, diesen Klimawandel einfach den Aktivitäten der großen verarmten Mehrheiten zuzuschreiben, die im Vergleich zu den oben Genannten wenig dazu beitragen. Wir erleben die schädlichen Auswirkungen dieser Veränderungen weltweit: extreme Ereignisse. Wissenschaft und Technik werden nicht mehr in der Lage sein, diese Veränderung rückgängig zu machen, sondern nur noch vor bedrohlichen Ereignissen (Überschwemmungen, Stürme, Tsunamis, langanhaltende Dürren und furchterregende Schneestürme) zu warnen und ihre schädlichen Auswirkungen zu minimieren.

Jetzt können wir die Frage beantworten: Warum sind wir da, wo wir sind? Weil die dominierenden Länder des globalen Nordens vor drei Jahrhunderten beschlossen haben, die einzige gemeinsame Heimat, die wir haben, auf diese gefährliche und verheerende Weise zu bewohnen. Sie haben ihre Art zu leben, zu produzieren, zu konkurrieren und zu konsumieren allen aufgezwungen. Wir werden nicht als Bürger betrachtet, sondern als Kunden und Verbraucher.

Wir sind jetzt an einem Punkt angelangt, an dem wir aufgrund der Häufung planetarischer Krisen und unserer Fähigkeit zur Selbstzerstörung mit Atomwaffen einen Punkt erreicht haben, an dem eine Rückkehr praktisch unmöglich ist. Wenn wir den vor Jahrhunderten eingeschlagenen Weg weitergehen, sind wir auf dem Weg in unser eigenes Grab.

Ich stimme dem alten Martin Heidegger zu: “Nur ein Gott kann uns retten”.

Leonardo Boff Autor von: A busca da justa medida: com equilibrar o planeta Terra, Vozes 2013;Cuidar da Terra-proteger a vida: como escapar do fim do mundo, Record, 2010.

Übersetzt von Bettina Goldhartnack

Tirare il freno di sicurezza: vista la gravità della crisi attuale

       Leonardo Boff

Ci troviamo nel cuore di una crisi spaventosa e diffusa nel modo in cui abitiamo e ci relazioniamo con il nostro pianeta, devastato e attraversato da guerre di grande distruzione e guidato dall’odio razziale e ideologico. Inoltre, l’era della ragione scientifica ha creato l’irrazionalità del principio di autodistruzione: possiamo porre fine, con armi già costruite, alla nostra vita e a gran parte, se non all’intera, biosfera.

Non sono pochi gli analisti della situazione mondiale che ci mettono in guardia sul possibile utilizzo di tali armi di distruzione di massa. Il motivo di fondo sarebbe la disputa su chi comanda sull’umanità e chi ha l’ultima parola. Ha a che fare con il confronto tra l’uni-polarità sostenuta dagli Stati Uniti e la multi-polarità richiesta dalla Cina, dalla Russia e, infine, dal gruppo di paesi che formano i BRICS. Se ci fosse una guerra nucleare, in questo caso, si realizzerebbe la formula: 1+1=0: una potenza nucleare distruggerebbe l’altra e insieme annienterebbero l’umanità e una parte sostanziale della vita.

Date queste circostanze, ci troviamo a dover tirare il freno di sicurezza sul treno della vita, perché, senza freni si può precipitare in un abisso. Temiamo che questo freno sia già ossidato e reso inutilizzabile. Possiamo uscire da questa minaccia? Dobbiamo provarci, secondo il detto di Don Chisciotte: “prima di accettare la sconfitta, dobbiamo combattere tutte le battaglie”. E noi lo faremo.

Utilizzo due categorie per chiarire meglio la nostra situazione. Uno del teologo e filosofo danese Soren Kierkegaard (1813-1885), l’angoscia, e un’altra del teologo e filosofo tedesco, illustre discepolo di Martin Heideger, Hans Jonas (1903-1993), la paura.

L’angoscia (“Il concetto di angoscia”, SE 2018) per Kierkegaard non è solo un fenomeno psicologico, ma un dato oggettivo dell’esistenza umana. Per lui pastore e teologo, oltre che esimio filosofo, sarebbe l’angoscia di fronte alla perdizione o alla salvezza eterna. Ma è applicabile alla vita umana. Questa si presenta fragile e soggetta a morire in qualsiasi istante. L’angoscia non lascia la persona inerte, ma la spinge continuamente a creare le condizioni per salvaguardare la vita.

Oggi dobbiamo alimentare questo tipo di angoscia esistenziale di fronte alle minacce oggettive che gravano sul nostro destino e che possono essere fatali. È qualcosa di sano, che appartiene alla vita e non qualcosa di malsano da curare psichiatricamente.

Hans Jonas nel suo libro “Il principio di responsabilità” (Einaudi, Torino 2009) analizza la paura di trovarci sull’orlo del baratro e di precipitarvi fatalmente. Siamo in una situazione di non ritorno. Non si tratta più di un’etica del progresso o del miglioramento. Ma della prevenzione della vita contro le minacce che possono portarci alla morte. La paura qui è salutare e salvifica, poiché ci obbliga a un’etica della responsabilità collettiva, nel senso che tutti debbano contribuire alla preservazione della vita umana sulla Terra.

La situazione attuale a livello planetario è fuori dal controllo umano. Abbiamo creato un’Intelligenza Artificiale Autonoma che già è indipendente dalle nostre decisioni. Chi, con i suoi miliardi e miliardi di algoritmi, gli impedisce di scegliere di distruggere l’umanità?

In primo luogo, abbiamo un compito da svolgere: dobbiamo assumerci la responsabilità del danno che stiamo visibilmente causando al sistema-vita e al sistema-Terra, senza capacità di impedirlo o fermarlo, ma solo mitigandone gli effetti dannosi. Il sistema energivoro di produzione globale è così ben oliato che non può né vuole fermarsi. Non rinuncia ai suoi mantra fondamentali: aumento illimitato del profitto individuale, concorrenza feroce e super-sfruttamento delle risorse della natura.

Inoltre, è importante responsabilizzarci anche per il male che, in passato, non abbiamo saputo evitare fisicamente e spiritualmente e le cui conseguenze sono diventate inevitabili, come quelle che stiamo subendo come il crescente riscaldamento del pianeta e l’erosione della biodiversità.

La paura che ci attanaglia riguarda il futuro della vita e la garanzia che possiamo ancora sopravvivere su questo pianeta. Alla luce di questo desiderato Jonas formulò un imperativo etico categorico:

Agisci affinché gli effetti della tua azione siano compatibili con la permanenza di un’autentica vita umana sulla Terra; oppure, espresso negativamente: agisci in modo che gli effetti della tua azione non siano distruttivi per la possibilità futura di una tale vita; o, semplicemente, non mettere in pericolo la continuità indefinita dellumanità sulla Terra” (Op.cit. 2009). Noi aggiungeremmo: “non mettere in pericolo la continuità indefinita di ogni forma di vita, della biodiversità, della natura e della Madre Terra”.

Queste riflessioni ci aiutano ad alimentare una certa speranza nella capacità degli esseri umani di cambiare, poiché dispongono di libero arbitrio e flessibilità.

Ma poiché il rischio è globale, si impone un’istanza globale e plurale (rappresentanti dei popoli, delle religioni, delle università, dei popoli originari, della saggezza popolare) per trovare una soluzione globale. Per questo dobbiamo rinunciare al nazionalismo e ai confini obsoleti tra le nazioni.

Come si può osservare, le varie guerre che si svolgono oggi riguardano i confini tra le nazioni, l’affermazione dei nazionalismi e la crescente ondata di conservatorismo e di politiche di estrema destra allontanano questa idea di un centro collettivo per il bene di tutta l’umanità.

Dobbiamo riconoscere: questi conflitti sui confini tra le nazioni, sono dissociati dalla nuova fase della Terra, divenuta Casa Comune, e rappresentano movimenti regressivi e contrari al corso irresistibile della storia che unifica sempre più il destino umano con il destino del pianeta vivente.

Siamo una Terra sola e un’Umanità sola da salvare. E con urgenza poiché il tempo corre contro di noi. Cambiamo mentalità e le nostre pratiche.

Leonardo Boff ha scritto Habitar a Terra, Vozes 2022;Roma 2022; Terra madura: uma teologia da vida, Planeta 2023.



































































































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       Leonardo Boff

 

Ci
troviamo
nel cuore di una crisi spaventosa e diffusa nel modo
in cui abitiamo e ci relazioniamo con il nostro pianeta, devastato e
attraversato da guerre di grande distruzione e guidato dall
odio
razziale e ideologico. Inoltre, l
era della ragione scientifica ha
creato l
irrazionalità del principio di
autodistruzione: possiamo porre fine, con armi già costruite, all
a
nostr
a vita e a gran parte,
se non all
intera, biosfera.

 

Non sono pochi gli
analisti della situazione mondiale che ci mettono in guardia sul possibile
utilizzo di tali armi di distruzione di massa. Il motivo di fondo sarebbe la
disputa su chi
comanda sullumanità e chi ha lultima
parola. Ha a che fare con il confronto tra l
unipolarità
sostenut
a dagli Stati Uniti e la multi-polarità richiesta dalla
Cina,
dalla Russia e, infine, dal gruppo di paesi che
formano i BRICS. Se ci fosse una guerra nucleare, in questo caso, si
realizzerebbe la formula: 1+1=0: una potenza nucleare distruggerebbe l’altra e
insieme
annienterebbero l’umanità e una
parte sostanziale della vita.

 

Date
queste circostanze
, ci troviamo a dover
tirare il freno di sicurezza sul treno della vita, perch
é,
se
nza freni si può
precipitare in un abisso. Temiamo che questo freno sia già ossidato e reso
inutilizzabile. Possiamo uscire da questa minaccia? Dobbiamo provarci,
secondo il detto di Don Chisciotte: prima di accettare la sconfitta,
dobbiamo combattere
tutte le battaglie”.
E noi
lo faremo.

 

Utilizzo
due categorie per chiarire meglio la nostra situazione. Uno del teologo e
filosofo danese Soren Kierkegaard (1813-1885), l’
angoscia, e unaltra
del teologo e filosofo tedesco, illustre discepolo di Martin Heideger, Hans
Jonas (1903-1993), la
paura.

 

Langoscia
(
Il
concetto di angoscia
, SE
201
8) per Kierkegaard non è solo un
fenomeno psicologico, ma un
dato oggettivo
dell
esistenza umana. Per lui pastore e
teologo, oltre che
esimio filosofo, sarebbe
l
angoscia di fronte alla perdizione o
alla salvezza eterna. Ma è applicabile alla vita umana.
Questa si presenta fragile e soggetta
a morire
in qualsiasi istante. Langoscia
non lascia la persona inerte, ma la spinge continuamente a creare le condizioni
per salvaguardare la vita.

 

Oggi
dobbiamo alimentare questo tipo di
angoscia esistenziale di fronte alle minacce oggettive che
gravano sul nostro destino e che possono essere fatali. È qualcosa di sano, che
appartiene alla vita e non qualcosa di malsano da curare psichiatricamente.

 

Hans
Jonas nel suo libro
Il principio di responsabilità
(
Einaudi, Torino 2009)
analizza la
paura di trovarci
sull’orlo del baratro e di precipitarvi fatalmente
.
Siamo in una situazione di non ritorno. Non si tratta
più
di unetica
del progresso o del miglioramento. Ma
della
prevenzione della vita contro le minacce che possono portarci
alla
morte. La paura qui è salutare e salvifica, poich
é ci
obbliga a unetica
d
ella responsabilità collettiva,
nel senso che tutti
debbano contribuire alla
preservazione della vita umana sulla Terra.

 

La
situazione attuale a livello planetario è fuori dal controllo umano
. Abbiamo
creato un
Intelligenza
Artificiale Autonoma che già
è indipendente dalle nostre decisioni. Chi, con i suoi miliardi e miliardi di
algoritmi,
gli impedisce di scegliere di distruggere lumanità?

 

In
primo luogo, abbiamo un compito da svolgere: dobbiamo assumerci la
responsabilità del danno che stiamo visibilmente causando al sistema
vita
e al sistema
Terra, senza capacità di impedirlo
o fermarlo, ma solo mitigandone gli effetti dannosi. Il sistema energivoro di
produzione globale è così ben oliato che non può n
é vuole
fermarsi. Non rinuncia ai suoi mantra fondamentali: aumento illimitato del
profitto individuale, concorrenza feroce e
super-sfruttamento
delle risorse della natura.

 

Inoltre,
è
importante responsabilizzarci anche per il
male che
, in passato, non abbiamo saputo evitare fisicamente e
spiritualmente e le cui conseguenze sono diventate inevitabili, come quelle che
stiamo subendo come il crescente riscaldamento del pianeta e l
erosione
della biodiversità.

 

La
paura che ci attanaglia riguarda il futuro della vita e la garanzia che
possiamo ancora sopravvivere su questo pianeta. Alla luce di questo
desiderato Jonas formulò un imperativo etico categorico:

 

Agisci affinché gli effetti della tua azione siano compatibili con la permanenza di un’autentica
vita umana sulla Terra;
oppure, espresso negativamente: agisci in modo che gli effetti della tua azione non
siano distruttivi per la possibilità futura di
una tale vita; o, semplicemente, non mettere in pericolo
la continuità indefinita dell
umanità sulla Terra” (Op.cit. 2009).
Noi aggiungeremmo: non mettere in pericolo la continuità indefinita di ogni forma di vita, della biodiversità,
della natura e della Madre Terra
”.

 

Queste
riflessioni ci aiutano ad alimentare una certa speranza nella capacità degli
esseri umani di cambiare, poich
é dispongono
di libero arbitrio e flessibilità.

 

Ma
poich
é il rischio è globale, si impone un’istanza globale e
plurale (rappresentanti dei popoli, delle religioni, delle università, dei
popoli
originari, della saggezza popolare) per trovare una
soluzione globale.
Per questo dobbiamo
rinunciare al nazionalismo e ai confini obsoleti tra le nazioni.

 

Come
si può
osservare, le varie guerre che si svolgono oggi
riguardano i confini tra le nazioni, l
affermazione
de
i nazionalismi e la crescente
ondata di conservatorismo e di politiche di estrema destra allontanano questa
idea di un centro collettivo per il bene di tutta l
umanità.

 

Dobbiamo
riconoscere: questi conflitti sui
confini tra le
nazioni
, sono dissociati dalla
nuova fase della Terra, divenuta Casa Comune, e rappresentano movimenti
regressivi
e contrari al corso irresistibile della
storia che unifica sempre più il destino umano con il destino del pianeta
vivente.

 

Siamo
una Terra
sola e un’Umanità sola da
salvare. E con urgenza p
oiché il
tempo corre contro di noi. Cambiamo mentalità e
le nostre pratiche.

 

 

Leonardo
Boff ha scritto
Habitar a Terra, Vozes 2022; Terra madura: uma
teologia da vida
, Planeta 2023.

Die Notbremse ziehen angesichts der Schwere der aktuellen Krise

Leonardo Boff  

Wir befinden uns inmitten einer allgemeinen und verheerenden Krise, was die Art und Weise betrifft, wie wir auf unserem Planeten leben und mit ihm umgehen. Dieser wurde durch Kriege mit großer Zerstörungskraft und durch Rassenhass und ideologischen Hass verwüstet und zerrissen. Darüber hinaus hat das Zeitalter der wissenschaftlichen Vernunft die Irrationalität des Prinzips der Selbstzerstörung hervorgebracht: Mit den Waffen, die wir bereits produziert haben, können wir unserem Leben und dem größten Teil der Biosphäre, wenn nicht der gesamten Biosphäre, ein Ende setzen.

Es gibt viele Analysten der Weltlage, die vor dem möglichen Einsatz solcher Massenvernichtungswaffen warnen. Der Grund dafür ist der Streit darüber, wer das Sagen über die Menschheit hat und wer das letzte Wort hat. Es geht um die Konfrontation zwischen der Unipolarität, die von den Vereinigten Staaten aufrechterhalten wird, und der Pluripolarität, die von China, Russland und schließlich von allen BRICS-Ländern gefordert wird. Wenn es zu einem Atomkrieg kommt, würde sich die Formel bewahrheiten: 1+1=0: eine Atommacht würde die andere zerstören und zusammen würden sie die Menschheit und einen großen Teil des Lebens vernichten.

Unter diesen Umständen sehen wir uns gezwungen, die Notbremse des Lebenszuges zu ziehen, weil er in einen Abgrund stürzen könnte. Wir befürchten, dass diese Bremse bereits oxidiert und unbrauchbar geworden ist. Können wir uns aus dieser Bedrohung befreien? Wir müssen es versuchen, wie Don Quijote sagte: “Bevor wir eine Niederlage akzeptieren, müssen wir jede Schlacht kämpfen”. Und das werden wir.

Ich verwende zwei Kategorien von Angst, um unsere Situation zu verdeutlichen. Die eine stammt von dem dänischen Theologen und Philosophen Sören Kierkegaard (1813-1885), die andere von dem deutschen Theologen und Philosophen Hans Jonas (1903-1993), einem bedeutenden Schüler Martin Heideggers.

Die Angst ist für Kierkegaard (O conceito de angústia, Vozes 2013) nicht nur ein psychologisches Phänomen, sondern eine objektive Tatsache der menschlichen Existenz. Für ihn als Seelsorger und Theologe sowie als exzellenten Philosophen wäre es die Angst vor der ewigen Verdammnis oder der Errettung. Aber es gilt für das menschliche Leben. Das menschliche Leben ist zerbrechlich und kann jeden Moment sterben. Die Angst lässt den Menschen nicht untätig, sondern treibt ihn immer wieder an, die Voraussetzungen für den Schutz des Lebens zu schaffen.

Heute müssen wir diese Art von Existenzangst angesichts objektiver Bedrohungen unseres Schicksals, die tödlich sein könnten, aushalten. Das ist etwas Gesundes, das zum Leben gehört, und nicht etwas Ungesundes, das psychiatrisch behandelt werden muss.

Hans Jonas analysiert in seinem Buch Das Prinzip Verantwortung (Contraponto, Rio 2006) die Angst, an den Rand des Abgrunds gestellt zu werden und in diesen zu stürzen. Es geht nicht mehr um eine Ethik des Fortschritts oder der Verbesserung. Es geht darum, das Leben davor zu bewahren, vom Tod bedroht zu werden. Die Angst ist dabei gesund und lebensrettend, denn sie zwingt uns zu einer Ethik der kollektiven Verantwortung in dem Sinne, dass alle mithelfen, das menschliche Leben auf der Erde zu erhalten.

Die derzeitige Situation auf dem Planeten entzieht sich der menschlichen Kontrolle. Wir haben eine autonome künstliche Intelligenz geschaffen, die bereits unabhängig von unseren Entscheidungen ist. Wer kann sie mit ihren Abermilliarden von Algorithmen davon abhalten, die Menschheit zu vernichten?

Zuallererst haben wir eine Aufgabe zu erfüllen: Wir müssen die Verantwortung für den Schaden übernehmen, den wir dem Lebens- und dem Erdsystem zusehends zufügen, ohne ihn aufhalten oder verlangsamen zu können, sondern nur, um seine schädlichen Auswirkungen zu minimieren. Das energieverschlingende Weltproduktionssystem ist so gut geölt, dass es nicht aufhören kann und will. Es wird seine grundlegenden Mantras nicht aufgeben: unbegrenzte Steigerung des individuellen Profits, erbitterter Wettbewerb und Raubbau an den Ressourcen der Natur.

Darüber hinaus müssen wir auch die Verantwortung für das Übel übernehmen, das wir in der Vergangenheit weder physikalisch noch geistig verhindert haben und dessen Folgen unvermeidlich geworden sind, wie z. B. die zunehmende Erwärmung des Planeten und die Erosion der Artenvielfalt.

Die Angst, die wir empfinden, bezieht sich auf die Zukunft des Lebens und die Garantie, dass wir noch auf diesem Planeten leben können. Vor diesem Hintergrund formulierte Jonas einen kategorischen ethischen Imperativ:

Handle so, dass die Auswirkungen deines Handelns mit dem Fortbestand echten menschlichen Lebens auf der Erde vereinbar sind; oder, negativ ausgedrückt: Handle so, dass die Auswirkungen deines Handelns die künftige Möglichkeit eines solchen Lebens nicht zerstören; oder einfach gesagt, gefährde nicht den unbestimmten Fortbestand der Menschheit auf der Erde” (Op.cit. 2006, S. 47-48). Wir möchten hinzufügen: “Gefährden Sie nicht den unbestimmten Fortbestand aller Arten von Leben, der biologischen Vielfalt, der Natur und der Mutter Erde”.

Diese Überlegungen helfen uns, eine gewisse Hoffnung auf die Fähigkeit des Menschen zu haben, sich zu verändern, denn wir haben einen freien Willen und sind flexibel.

Da das Risiko jedoch global ist, brauchen wir ein globales und pluralistisches Gremium (Vertreter der Völker, der Religionen, der Universitäten, der einheimischen Völker, der Volksweisheit), um eine globale Lösung zu finden. Dazu müssen wir uns vom Nationalismus und den überholten Grenzen zwischen den Nationen verabschieden.Aber keine der Decisonmaker wollen das hören, obwohl dies sehr wichtig ist.

Wie zu beobachten ist, drängen die verschiedenen Kriege, die heute um die Grenzen zwischen den Nationen geführt werden, die Bekräftigung des Nationalismus und die Zunahme des Konservatismus und der rechtsextremen Politik die Idee eines kollektiven Zentrums zum Wohle der gesamten Menschheit immer weiter weg.

Wir müssen erkennen, dass diese Grenzkonflikte zwischen den Nationen losgelöst sind von der neuen Phase, in der die Erde unser gemeinsames Haus wird, und dass sie regressive Bewegungen darstellen, die dem unwiderstehlichen Lauf der Geschichte zuwiderlaufen, der das Schicksal der Menschen immer mehr mit dem Schicksal des lebendigen Planeten vereint.

Wir haben nur eine Erde und nur eine Menschheit, die gerettet werden müssen. Und zwar dringend, denn die Zeit läuft gegen uns. Ändern wir unser Denken und unsere Praktiken!

Leonardo Boff Autor von: Habitar a Terra, Vozes 2022; Terra madura: uma teologia da vida, Planeta 2023.

Puxar o freio de segurança: face à gravidade da crise atual

   Leonardo Boff

Encontramo-nos no coração de uma espantosa e generalizada crise na forma como  habitamos e nos relacionamos para com o nosso planeta, devastado e atravessado por guerras de grande destruição e movido por ódios raciais e ideológicos. Acresce ainda que a idade da razão científica, criou a irracionalidade do princípio de autodestruição: podemos pôr fim, com as armas já construídas, a nossa vida e grande parte senão toda a biosfera.

Não são poucos os analistas da situação mundial que nos alertam sobre  o eventual uso de tais armas de destruição em massa. A razão de fundo seria a disputa sobre quem manda  na humanidade e quem tem a última palavra. Tem a ver com o enfrentamento entre a uni-polaridade sustentada pelos Estados Unidos e a pluri-polaridade cobrada pela China, pela Rússia, eventualmente, pelo conjunto dos países que formam os BRICS. Se houver uma guerra nuclear, nesse caso, realizar-se-ia a fórmula: 1+1=0: uma potência nuclear destruiria a outra e  juntos levariam humanidade e parte substancial da vida.

Dadas estas circunstâncias, vemo-nos na necessidade de puxarmos o freio de segurança do comboio da vida, pois, desenfreado, pode se precipitar num abismo. Tememos que este freio já esteja oxidado e feito inutilizável. Podemos sair desta ameaça? Temos que tentar, segundo a dito de Dom Quixote:”antes de aceitar a derrota, temos que dar todas as batalhas”. E vamos dar.

Sirvo-me de duas categorias para aclarar melhor nossa situação. Uma do teólogo e filósofo dinamarquês Soren Kierkegaard (1813-1885), a angústia, e outra do também teólogo e filósofo alemão, discípulo notável de Martin Heidegger, Hans Jonas (1903-1993), o medo.

A angústia (O conceito de angústia,Vozes 2013) para Kierkegaard não é apenas um fenômeno psicológico, mas um dado objetivo da existência humana. Para ele como pastor e teólogo,além de exímio filósofo, seria a angústia face à perdição eterna ou à salvação. Mas é aplicável à vida humana. Esta apresenta-se frágil e sujeita a morrer a qualquer instante. A angústia não deixa a pessoa inerte, mas move-a continuamente para criar condições de salvaguardar a vida.

Hoje temos que alimentar esse tipo de angústia existencial face às ameaças objetivas que pesam sobre nosso destino que podem ser fatais. Ela é algo saudável, pertencendo à vida e não algo doentio a ser tratado psiquicamente.

Hans Jonas em seu livro O princípio responsabilidade (Contraponto,Rio 2006) analisa o medo de sermos colocados à beira do abismo e nele cair fatalmente.Estamos numa situação de não retorno. Não se trata mais de uma ética do progresso ou do aperfeiçoamento. Mas da prevenção da vida contra as ameaças que nos podem trazer a morte. O medo aqui é saudável e salvador, pois, nos obriga a uma ética da responsabilidade coletiva no sentido de todos darem sua colaboração para preservação da vida humana na Terra.

A situação atual a nível planetário fugiu ao controle humano.Criamos a Inteligência Artificial Autônoma que já independe de nossas decisões. Quem, com seus bilhões e bilhões de algoritmos, impede que ela possa optar pela destruição da humanidade?Temos como controlar os tufões e terremotos, sem dizer os eventos extremos,consequência da mudança climática? Apesar de todas as técnicas sentimo-nos impotentes face à força da natureza.

Primeiramente, temos uma tarefa a cumprir: cabe responsabilizarmo-nos pelo mal que estamos visivelmente causando ao sistema-vida e ao sistema-Terra,sem capacidade de impedi-lo ou freá-lo, apenas minorando-lhe os efeitos danosos. O sistema de produção mundial energívoro está de tal modo azeitado que não tem condição nem quer parar. Não renuncia aos seus mantras de base: aumento ilimitado do lucro individual, a competição feroz e a superexploração dos recursos da natureza.

Além disso, importa responsabilizarmo-nos também pelo mal que que não soubemos no passado evitar física e espiritualmente e cujas consequências tornaram-se inevitáveis, como aquelas que estamos sofrendo como o aquecimento crescente do planeta e a erosão da biodiversidade.

O medo do qual somos tomados se relaciona ao futuro da vida e à garantia de ainda podermos continuar vivos sobre este planeta. Em função desse desiderato Jonas formulou um imperativo ético categórico:

Aja de modo a que os efeitos de tua ação sejam compatíveis com a permanência de uma vida humana autêntica sobre a Terra; ou, expresso negativamente: aja de modo que os efeitos da tua ação não sejam destrutivos para a possibilidade futura de uma tal vida; ou, simplesmente, não coloque em perigo a continuidade indefinida da humanidade na Terra” (Op.cit. 2006, p. 47-48). Nós acrescentaríamos  “não coloque em perigo a continuidade indefinida de todo tipo de vida, da biodiversidade, da natureza e da Mãe Terra”.

Essas reflexões nos ajudam a alimentar alguma esperança na capacidade de mudança dos seres humanos, pois, possuímos livre arbítrio e flexibilidade.

Mas como o risco é global, impõe-se uma instância global e plural (representantes dos povos, das religiões, das universidades, dos povos originários, da sabedoria popular ) para encontrar uma solução global. Para isso temos que renunciar aos nacionalismos e aos limites obsoletos entre as nações. Mas os chefes das nações jamais colocam essa questão urgente.

Como se pode observar, as várias guerras hoje em curso são por limites entre as nações, a afirmação dos nacionalismos e a crescente onda de conservadorismo e de políticas de extrema direita afastam para longe esta ideia de um centro coletivo para o bem de toda a humanidade.

Devemos reconhecer: estes conflitos por limites entre as nações, estão descolados da nova fase da Terra, tornada Casa Comum e representam movimentos regressivos e contrários ao curso irresistível da história que unifica cada vez o destino humano com o destino do planeta vivo.

Temos uma Terra só e uma Humanidade só a serem salvas. E com urgência pois o tempo do relógio corre contra nós. Cumpre muda mentes e nossas práticas.

Leonardo Boff escreveu Habitar a Terra, Vozes 2022; Terra madura: uma teologia da vida, Planeta 2023.