O Pe.Júlio Lancelllotti: um justo entre as nações, perseguido  

Leonardo Boff e Fernando Altemeyer Jr

Nos últimos dias, fomos surpreendidos por um fato que nos deixou estarrecidos: o Pe. Júlio Lancellotti, o cura D’Ars dos pobres e de gente de rua, que já há 40 anos cuida com ternura e amorosidade de centenas da população de rua, dando-lhes o pão,o abrigo, a biblioteca, a escola e tantas obras de genuína misericórdia bíblica, foi de repente imposta a proibição de transmitir pela mídia sua missa dominical. Frequentavam a missa, bem no sentido tradicional, portanto, livre que qualquer censura canônica, por pessoas de sua paróquia de São Miguel Arcângelo,  por gente de toda a cidade de  São Paulo, gente vinda de todos os estados da federação, missa seguida até no estrangeiro, na América Latina e Europa. Não só. Foi-lhe vedado o acesso à mídia virtual na qual era frequente com sua presença profética e profunda sabedoria.

Irradiava bondade e esperança. Sempre terminava com estas palavras-geradoras “Força! Coragem! Ninguém desanime!

Foi perseguido e caluniado por políticos que abominam a população de rua. Ele tudo suportou com o espírito das bem-aventuranças evangélicas. A ordem destas suspensões vieram do Cardeal Dom Odilo Scherer, possivelmente por forças mais altas e poderosas da própria Igreja hierárquica ou de opulentos da cidade de São Paulo. Não é o caso de entrar nos méritos desta verdadeira punição que, na verdade, ofende os direitos humanos fundamentais.

O que queremos é afiançar-lhe a nossa solidariedade. Por isso expressamos publicamente nosso apoio, sem esconder certo desapontamento. Eis o  texto:

“Querido irmão Pe. Júlio:

Ainda ressoam aos nossos ouvidos o que você proclamava a cada um de nós e ao mundo: “Força! Coragem! Ninguém desanime!” Estas suas palavras nós a repetimos para você : querido Pe.Júlio, Força!Coragem! Não desanime!” 

Nestas horas nos sentimos irmãos na tribulação, como tantos de nós que sofremos as consequências de nossas vidas em favor dos cristos sofredores de rua. Sua vida foi ajudar a eles a carregar a cruz, a fazê-la o mais leve possível, levantá-la  e  até ressuscitá-la. 

Nesse momento me vem à mente as palavras dos Livro dos Provérbios: “o irmão que ajuda o irmão é como um castelo bem fortificado”(frater qui adjuvatur a fratre, quasi civitas firmissima). Queremos ser esse castelo e o irmão que está a seu lado. Acolha irmãos e irmãs que possam falar com você, dar-lhe força e coragem.O pior do sofrimento não é o sofrimento, mas a solidão no sofrimento. Por isso cerque-se de irmãos e irmãs que possam acompanhá-lo e mostrar-se verdadeiros companheiros e companheiras.

Todos e todas que seguiram suas missas dominicais, do Brasil inteiro e até do exterior, rezaram com você e ouviram suas sábias e proféticas palavras, estão unidos a você. Não sabemos quais são os desígnios de Deus. Apenas sabemos que são semelhantes àquele do Jesus histórico que teve que sofrer e “que passou pelas mesmas provações que nós”(Hebr 4,14) mas que ressuscitou na plenitude da vida. Vc está passando pela sexta-feira santa de Jesus. Mas Deus vai mostrar em você a sua força de ressurreição.

Em momentos de conflito busque uma sincera autocrítica dos equívocos que por ventura tenha cometido. É sempre aconselhável escutar os amigos mais queridos ao invés de voltar-se sobre si mesmo. Desta forma você mesmo cresce e se torna melhor do que já é. Seus mestres Dom Paulo Evaristo Arns, Dom Luciano Mendes de Almeida vão iluminá-lo e fortalecê-lo.

A causa dos pequeninos que Jesus chamou de seus irmãos menores e que você tão firmemente assumiu, é do domínio do Reino de Deus e por isso maior que qualquer pessoa. Siga com coragem e serenidade. Confiamos muito nas decisões que tomar, sempre inspirado no seguimento de Jesus de Nazaré”

Então, querido Pe. Júlio: “Animo! Coragem!Força! Não desanime diante desta tribulação. Estamos contigo e o Espírito Criador vai mostrar-lhe a sua sua luz”.

Leonardo Boff e Fernando Altemeyer Jr são teólogos e escritores.

Das Undenkbare denken: Leben und Zeit           

                  Leonardo Boff           

Wir müssen das Leben als höchsten Wert betrachten, über dem nur der Schöpfer allen Lebens steht, jenes Wesen, das allen Wesen Existenz verleiht. Wissenschaftler, insbesondere der bedeutendste unter ihnen, der sich mit dem Thema Leben befasste, der russisch-belgische Wissenschaftler Ilja Prigogine, stellten fest: Wir können die physikalischen, chemischen und ökologischen Bedingungen kennen, die vor 3,8 Milliarden Jahren die Entstehung des Lebens ermöglichten. Was dieses Leben jedoch ist, bleibt ein Rätsel.

Doch selbst wenn wir nicht begreifen können, was das Leben ist, können wir ihm dennoch Sinn geben. Der Sinn des Lebens ist zu leben, einfach zu leben, selbst unter einfachsten Bedingungen. Leben heißt, in jedem Augenblick die Feier dieses geheimnisvollen Ereignisses des Universums zu begreifen, das in uns und vielleicht auch in vielen anderen Teilen des Universums pulsiert.

Das Leben ist immer ein Leben mit und ein Leben für. Leben mit anderen Leben, mit menschlichen Leben, mit Leben in der Natur und mit Leben, die zufällig im Universum existieren und eines Tages mit uns kommunizieren können. Und das Leben ist dazu da, sich anderen Leben hinzugeben und sich mit ihnen zu vereinen, damit das Leben weiterlebt und sich immer wieder reproduzieren kann.

Das Leben wird von einem inneren Impuls angetrieben, der sich nicht zügeln lässt. Es will sich ausbreiten, entfalten und anderen Leben begegnen. Leben ist nur dann wirklich Leben, wenn es ein Leben mit und für andere ist.

Ohne „mit“ und „für“ gäbe es das Leben, wie wir es kennen, das von umfassenden Beziehungsnetzwerken umhüllt ist, die sich in alle Richtungen erstrecken, nicht.

Der unbändige Drang des Lebens bedeutet, dass es nicht nur dies oder jenes will. Es will alles. Es will sogar die Totalität, die Unendlichkeit. Letztlich will das Leben ewig sein, wie Nietzsche bereits sinnierte.

Sie trägt ein unendliches Projekt in sich. Dieses unendliche Projekt macht sie glücklich und unglücklich zugleich. Glücklich, weil sie anderen Leben und allem um sich herum begegnet, sie liebt und feiert; unglücklich, weil alles, was sie erlebt, liebt und feiert, endlich ist, langsam vergeht, der Entropie zum Opfer fällt und schließlich verschwindet. Trotz dieser Endlichkeit schwächt sie in keiner Weise ihre Sehnsucht nach dem Unendlichen und Ewigen.

Bei der Begegnung mit dieser Unendlichkeit findet sie Ruhe und erfährt eine Fülle, die ihr niemand geben kann, die aber nur sie selbst genießen und feiern kann. Die Unendlichkeit in uns ist das Echo einer größeren Unendlichkeit, die uns stets ruft und uns zu sich zieht.

Das Leben ist ganz und doch unvollständig. Es ist ganz, weil alles in ihm enthalten ist: das Reale und das Potenzial. Doch es ist unvollständig, weil das Potenzial, noch im Raum-Zeit-Kontinuum, noch nicht Wirklichkeit geworden ist. Und da das Potenzial grenzenlos ist, kann ein begrenztes Leben das Grenzenlose nicht umfassen. Deshalb ist es niemals wirklich vollkommen. Der Mensch ist ein Wesen im Ungleichgewicht. Doch er bleibt offen und wartet auf eine Vollkommenheit, die er sich wünscht und die eines Tages eintreten muss. Es ist eine Leere, die gefüllt werden will. Andernfalls hätte das Leben keinen Sinn. Ist der Tod nicht der Moment, in dem das Endliche dem Unendlichen begegnet?

Unser Leben entfaltet sich stets im Laufe der Zeit. Was ist Zeit? Niemand hat sie bisher definieren können, nicht einmal die klügsten Denker wie Augustinus und Heidegger. Ich für meinen Teil wage zu sagen: Zeit ist das Warten auf das, was geschehen mag. Dieses Warten ist unsere Offenheit, die uns fähig macht, das Kommende willkommen zu heißen. Diese Zeitspanne wäre die Zeit.

Wir müssen jeden Augenblick intensiv erleben! Die Vergangenheit existiert nicht mehr, weil sie vergangen ist, die Zukunft existiert noch nicht, weil sie noch nicht da ist. Nur die Gegenwart existiert. Lebe sie mit absoluter Intensität, schätze jeden Augenblick; er bringt die Zukunft in die Gegenwart und bereichert die Vergangenheit.

Jeder Augenblick ist ein Einbruch der Ewigkeit. Ich erkläre es Ihnen: Die Gegenwart lässt sich nur erleben. Sie lässt sich nicht fassen, einsperren oder aneignen. Sie ist einfach. Einst war sie (die Vergangenheit), und eines Tages wird sie sein (die Zukunft). Von der Zeit kennen wir nur die Vergangenheit. Die Zukunft ist uns unzugänglich, weil sie noch nicht da ist. Wir aber erleben das „Sein“ der Gegenwart, das wir niemals begreifen dürfen. Es durchdringt uns einfach und ist vergangen. Es besitzt die Natur der Ewigkeit, die ein beständiges „Sein“ ist. Zeit bedeutet somit einen Augenblick der flüchtigen Gegenwart der Ewigkeit. Wir sind in die Ewigkeit eingetaucht, weil wir in die Gegenwart eingetaucht sind.

Man muss dieses „Sein“ so leben, als wäre es das Erste und das Letzte. Dadurch wird der Mensch in gewissem Sinne ewig. Und indem man ewig wird, hat man Anteil an dem, was immer ist, ohne Vergangenheit und Zukunft: dem Wesen der Göttlichkeit.

Wir können über Zeit sprechen, doch es ist undenkbar. Wir brauchen Zeit, um über die Zeit nachzudenken. Dies ist ein Augenblick der Ewigkeit, verbunden mit dem, was die spirituellen und religiösen Traditionen der Menschheit als Mysterium, Tao, Shiva, Allah, Olorum, Jahwe, Gott bezeichnen – Namen, die in kein Wörterbuch passen und unser Verständnis übersteigen. Angesichts dessen ertrinken Worte. Nur edles Schweigen ist angemessen.

Dennoch hat jeder Einzelne, durch die flüchtige Gegenwart, Anteil am Wesen des Göttlichen, selbst wenn er sich dessen nicht bewusst ist. Indem sie in das Bewusstsein eintauchen, ergeben sie sich dieser höchsten Wirklichkeit. Sie geben ihr den Namen, der ihre Teilhabe an ihr ausdrückt. Dieser Name ist in ihr gesamtes gegenwärtiges Wesen eingeschrieben, pulsiert aber besonders in ihrem Herzen. Dann bilden ihr Herz und das Herz dessen, der ewig ist, ein einziges, unermessliches Herz: Es ist das All in seiner strahlenden Fülle.

Leonardo Boff Theologe, Philosoph und Autor von:  Tempo de Transcendência:o ser humano com projeto infinito, Vozes 2009; com Anselm Grün, O Divino em nós,Vozes 2017; com Frei Betto.Mística e espiritualidade, Vozes 2010.

Übersetxt von Bettina Gold-Harnack

Pensar o impensável: a vida e o tempo

            Leonardo Boff

Há que considerar  a vida, o valor supremo, acima do qual só há o Gerador de toda vida, aquele Ser que faz ser todos os seres. Os cientistas, especialmente o maior deles que se ocupou com o tema da vida, o russo-belga Ilya Prigogine afirmou: podemos conhecer as condições físico-químico-ecológicas que permitiram o irromper a vida há 3,8 bilhões de anos. O que ela seja, no entanto, permanece um mistério.

Mas se não podemos compreender o que é a vida, podemos, no entanto, conferi-lhe  um sentido. O sentido da vida é viver, simplesmente viver, mesmo na mais humílima condição. Viver é realizar, a cada momento, a celebração desse evento misterioso do universo que pulsa em nós e quiçá em muitas outras partes do universo.

A vida é sempre uma vida com e uma vida para. Vida com outras vidas, com vidas humanas, da natureza e com vidas que por acaso existirem no universo e que um dia puderem se comunicar conosco. E vida é para dar-se e unir-se a outras vidas para que a vida continue vida e sempre possa se reproduzir.

A vida é tomada por uma pulsão interior que não pode ser freada. A vida quer irradiar, se expandir e se encontrar com outras vidas. A vida é só vida quando é vida com e vida para.

Sem o com e sem o para a vida não existiria como vida assim como a conhecemos, envolta em redes de relações includentes e para todos os lados.

A pulsão irrefreável da vida faz com que ela não queira só isso e aquilo. Quer tudo. Quer até a Totalidade, quer o Infinito. No fundo, a vida quer ser eterna como ponderava Nietsz

        Leonardo Boff

Há que considerar a vida, o valor supremo, acima do qual só há o Gerador de toda vida, aquele Ser que faz ser todos os seres. Os cientistas, especialmente o maior deles que se ocupou com o tema da vida, o russo-belga Ilya Prigogine afirmou: podemos conhecer as condições físico-químico-ecológics que permitiram o irromper a vida há 3,8 bilhões de anos. O que ela seja, no entanto, permance um mistério.
Mas se não podemos compreender o que é a vida, podemos, no entanto, conferi-lhe um sentido. O sentido da vida é viver, simplesmente viver, mesmo na mais humíli

        Leonardo Boff

Há que considerar a vida, o valor supremo, acima do qual só há o Gerador de toda vida, aquele Ser que faz ser todos os seres. Os cientistas, especialmente o maior deles que se ocupou com o tema da vida, o russo-belga Ilya Prigogine afirmou: podemos conhecer as condições físico-químico-ecológics que permitiram o irromper a vida há 3,8 bilhões de anos. O que ela seja, no entanto, permance um mistério.
Mas se não podemos compreender o que é a vida, podemos, no entanto, conferi-lhe um sentido. O sentido da vida é viver, simplesmente viver, mesmo na mais humílima condição. Viver é realizar, a cada momento, a celebração desse evento misterioso do universo que pulsa em nós e quiçá em muitas outras partes do universo.
A vida é sempre uma vida com e uma vida para. Vida com outras vidas, com vidas humanas, da natureza e com vidas que por acaso existirem no universo e que um dia puderem se comunicar conosco. E vida é para dar-se e unir-se a outras vidas para que a vida continue vida e sempre possa se reproduzir.
A vida é tomada por uma pulsão interior que não pode ser freada. A vida quer irradiar, se expandir e se encontrar com outras vidas. A vida é só vida quando é vida com e vida para.
Sem o com e sem o para a vida não existiria como vida assim como a conhecemos, envolta em redes de relações includentes e para todos os lados.
A pulsão irrefreável da vida faz com que ela não queira só isso e aquilo. Quer tudo. Quer até a Totalidade, quer o Infinito. No fundo, a vida quer ser eterna como ponderava Nietszche.
Ela carrega dentro de si um projeto infinito. Este projeto infinito a torna feliz e infeliz. Feliz porque encontra, ama e celebra outras vidas e tudo o que está ao seu redor, mas é infeliz porque tudo o que encontra, ama e celebra é finito, lentamente se desgasta, cai sob o poder da entropia e acaba desaparecendo. Apesar dessa finitude em nada enfraquece a pulsão pelo Infinito e pelo Eterno.
Ao encontrar esse Infinito repousa, experimenta uma plenitude que ninguém lhe pode dar, mas que só ela pode desfrutar e celebrar. O infinito em nós é o eco de um Infinito maior que sempre nos chama e nos convoca.
A vida é inteira, mas incompleta. É inteira porque dentro dela está tudo: o real e o potencial. Mas é incompleta porque o potencial, ainda no espaço-tempo, não se fez real. E como o potencial é ilimitado, a vida limitada não comporta o ilimitado. Por isso nunca se faz completa para sempre. O ser humano é um ser desequilibrado. Mas permanece como abertura e espera para uma completude que quer e deve, um dia, acontecer. É um vazio que reclama ser plenificado. Caso contrário a vida não teria sentido. Não seria a morte o momento de encontro do finito com o Infinito?
A nossa vida se dá sempre no tempo. Que é o tempo? Ninguém soube até hoje defini-lo nem os mais argutos pensadores como Santo Agostinho e M.Heidegger. Ousaria dizer: o tempo é a espera daquilo que pode vir a acontecer. Essa espera é a nossa abertura, capaz de acolher o que pode vir.Esse hiato seria o tempo.
Há que se viver intensamente cada momento do tempo! O passado já não existe porque passou, o futuro não existe porque ainda não veio. Só existe o presente. Viva-o com absoluta intensidade, valorize cada momento, ele traz o futuro para o presente e enriquece o passado.
Cada momento é a irrupção do eterno. Explico: o presente só pode ser vivido. Não pode ser apreendido, aprisionado e apropriado. Só ele é. Um dia foi (o passado) e um dia será (o futuro). Do tempo nós só conhecemos o passado. O futuro nos é inacessível porque ainda não é. Nós, no entanto, vivemos o “é” do presente que nunca nos é concedido prendê-lo. Ele simplesmennte passa por nós e se vai. Ele possui a natureza da eternidade que é um permanente “é” O tempo assim significa um momento da presença fugaz da eternidade. Nós estamos imersos na eternidade porque estamos imersos no tempo presente.
Há que se viver esse “é” como se fosse o primeiro e o último. Assim a pessoa, de certo modo, se eterniza. E eternizando-se participa Daquele que sempre é sem passado nem futuro: a essência da divindade.
Podemos falar do tempo, mas ele é impensável. Precisamos do tempo para pensar o tempo. Esse é um momento do eterno que está vinculado ao que as tradições espirituais e religiosas da humanidade designaram como Mistério, Tao, Shiva, Alá, Olorum, Javé, Deus, nomes que não cabem em nenhum dicionário e estão para além de nosso entendimento. Diante dele afogam-se as palavras. Só o nobre silêncio é digno.
Mesmo assim cada um participa, pelo presente fugidiu, da natureza do Divino,mesmo que nem tenha consciência dele. Ao imergir na consciência, rende-se à essa suprema Realidade.Dá-lhe o nome que expressa sua participação n’Ele. Esse nome fica inscrito em todo o seu ser presente, mas principalmente pulsa em seu coração. Então o seu coração e o coração d’Aquele que eternamente é, formam um só e imenso coração: é o Todo em sua plenitude.
Leonardo Boff é teólogo e filósofo e escreveu Tempo de Transcendência:o ser humano com projeto infinito, Vozes 2009; com Anselm Grün, O Divino em nós,Vozes 2017; com Frei Betto.Mística e espiritualidade, Vozes 2010.ma condição. Viver é realizar, a cada momento, a celebração desse evento misterioso do universo que pulsa em nós e quiçá em muitas outras partes do universo.
A vida é sempre uma vida com e uma vida para. Vida com outras vidas, com vidas humanas, da natureza e com vidas que por acaso existirem no universo e que um dia puderem se comunicar conosco. E vida é para dar-se e unir-se a outras vidas para que a vida continue vida e sempre possa se reproduzir.
A vida é tomada por uma pulsão interior que não pode ser freada. A vida quer irradiar, se expandir e se encontrar com outras vidas. A vida é só vida quando é vida com e vida para.
Sem o com e sem o para a vida não existiria como vida assim como a conhecemos, envolta em redes de relações includentes e para todos os lados.
A pulsão irrefreável da vida faz com que ela não queira só isso e aquilo. Quer tudo. Quer até a Totalidade, quer o Infinito. No fundo, a vida quer ser eterna como ponderava Nietzsche.
Ela carrega dentro de si um projeto infinito. Este projeto infinito a torna feliz e infeliz. Feliz porque encontra, ama e celebra outras vidas e tudo o que está ao seu redor, mas é infeliz porque tudo o que encontra, ama e celebra é finito, lentamente se desgasta, cai sob o poder da entropia e acaba desaparecendo. Apesar dessa finitude em nada enfraquece a pulsão pelo Infinito e pelo Eterno.
Ao encontrar esse Infinito repousa, experimenta uma plenitude que ninguém lhe pode dar, mas que só ela pode desfrutar e celebrar. O infinito em nós é o eco de um Infinito maior que sempre nos chama e nos convoca.
A vida é inteira, mas incompleta. É inteira porque dentro dela está tudo: o real e o potencial. Mas é incompleta porque o potencial, ainda no espaço-tempo, não se fez real. E como o potencial é ilimitado, a vida limitada não comporta o ilimitado. Por isso nunca se faz completa para sempre. O ser humano é um ser desequilibrado. Mas permanece como abertura e espera para uma completude que quer e deve, um dia, acontecer. É um vazio que reclama ser plenificado. Caso contrário a vida não teria sentido. Não seria a morte o momento de encontro do finito com o Infinito?
A nossa vida se dá sempre no tempo. Que é o tempo? Ninguém soube até hoje defini-lo nem os mais argutos pensadores como Santo Agostinho e M.Heidegger. Por minha parte, ousaria dizer: o tempo é a espera daquilo que pode vir a acontecer. Essa espera é a nossa abertura, capaz de acolher o que pode vir.Esse hiato seria o tempo.
Há que se viver intensamente cada momento do tempo! O passado já não existe porque passou, o futuro não existe porque ainda não veio. Só existe o presente. Viva-o com absoluta intensidade, valorize cada momento, ele traz o futuro para o presente e enriquece o passado.
Cada momento é a irrupção do eterno. Explico: o presente só pode ser vivido. Não pode ser apreendido, aprisionado e apropriado. Só ele é. Um dia foi (o passado) e um dia será (o futuro). Do tempo nós só conhecemos o passado. O futuro nos é inacessível porque ainda não é. Nós, no entanto, vivemos o “é” do presente que nunca nos é concedido prendê-lo. Ele simplesmente passa por nós e se vai. Ele possui a natureza da eternidade que é um permanente “é” O tempo assim significa um momento da presença fugaz da eternidade. Nós estamos imersos na eternidade porque estamos imersos no tempo presente.
Há que se viver esse “é” como se fosse o primeiro e o último. Assim a pessoa, de certo modo, se eterniza. E eternizando-se participa Daquele que sempre é sem passado nem futuro: a essência da divindade.
Podemos falar do tempo, mas ele é impensável. Precisamos do tempo para pensar o tempo. Esse é um momento do eterno que está vinculado ao que as tradições espirituais e religiosas da humanidade designaram como Mistério, Tao, Shiva, Alá, Olorum, Javé, Deus, nomes que não cabem em nenhum dicionário e estão para além de nosso entendimento. Diante dele afogam-se as palavras. Só o nobre silêncio é digno.
Mesmo assim cada um participa, pelo presente fugidio, da natureza do Divino,mesmo que nem tenha consciência dele. Ao imergir na consciência, rende-se à essa suprema Realidade.Dá-lhe o nome que expressa sua participação n’Ele. Esse nome fica inscrito em todo o seu ser presente, mas principalmente pulsa em seu coração. Então o seu coração e o coração d’Aquele que eternamente é, formam um só e imenso coração: é o Todo em sua esplêndida plenitude.

Leonardo Boff é teólogo e filósofo e escreveu Tempo de Transcendência:o ser humano com projeto infinito, Vozes 2009; com Anselm Grün, O Divino em nós,Vozes 2017; com Frei Betto.Mística e espiritualidade, Vozes 2010.

Ela carrega dentro de si um projeto infinito. Este projeto infinito a torna feliz e infeliz. Feliz porque encontra, ama e celebra outras vidas e tudo o que está ao seu redor, mas é infeliz porque tudo o que encontra, ama e celebra é finito, lentamente se desgasta, cai sob o poder da entropia e acaba desaparecendo. Apesar dessa finitude em nada enfraquece a pulsão pelo Infinito e pelo Eterno.

Ao encontrar esse Infinito repousa, experimenta uma plenitude que ninguém lhe pode dar, mas que só ela pode desfrutar e celebrar. O infinito em nós é o eco de um Infinito maior que sempre nos chama e nos convoca.

A vida é inteira, mas incompleta. É inteira porque dentro dela está tudo: o real e o potencial. Mas é incompleta porque o potencial, ainda no espaço-tempo, não se fez real. E como o potencial é ilimitado, a vida limitada não comporta o ilimitado. Por isso nunca se faz completa para sempre. O ser humano é um ser desequilibrado. Mas permanece como abertura e espera para uma completude que quer e deve, um dia, acontecer. É um vazio que reclama ser plenificado. Caso contrário a vida não teria sentido. Não seria a morte o momento de encontro do finito com o Infinito?

A nossa vida se dá sempre  no tempo. Que é o tempo? Ninguém soube até hoje defini-lo nem os mais argutos pensadores como Santo Agostinho e M.Heidegger. Ousaria dizer: o tempo é a espera daquilo que pode vir a acontecer. Essa espera é a nossa abertura, capaz de acolher o que pode vir.Esse hiato seria o tempo.

Há que se viver intensamente cada momento do tempo! O passado já não existe porque passou, o futuro não existe porque ainda não veio. Só existe o presente. Viva-o com absoluta intensidade, valorize cada momento, ele traz o futuro para o presente e enriquece o passado.

Cada momento é a irrupção do eterno. Explico: o presente só pode ser vivido. Não pode ser apreendido, aprisionado e apropriado. Só ele é. Um dia foi (o passado) e um dia será (o futuro). Do tempo nós só conhecemos o passado. O futuro nos é inacessível porque ainda não é. Nós, no entanto, vivemos o “é” do presente que nunca nos é concedido prendê-lo. Ele simplesmennte passa por nós e se vai. Ele possui a natureza da eternidade que é um permanente “é” O tempo assim significa um momento da presença fugaz da eternidade. Nós estamos imersos na eternidade porque estamos imersos no tempo presente.

Há que se viver esse “é” como se fosse o primeiro e o último. Assim a pessoa, de certo modo, se eterniza. E eternizando-se participa Daquele que sempre é sem passado nem futuro: a essência da divindade.

Podemos falar do tempo, mas ele é impensável. Precisamos do tempo para pensar o tempo. Esse é um momento do eterno que está vinculado ao que as tradições espirituais e religiosas da humanidade designaram como Mistério, Tao, Shiva, Alá, Olorum, Javé, Deus, nomes que não cabem em nenhum dicionário e estão para além de nosso entendimento. Diante dele afogam-se as palavras. Só o nobre silêncio é digno.

Mesmo assim cada um participa, pelo presente fugidiu, da natureza do Divino,mesmo que nem tenha consciência dele. Ao imergir na consciência, rende-se à essa suprema Realidade.Dá-lhe o nome que expressa sua participação n’Ele. Esse nome fica inscrito em todo o seu ser presente, mas principalmente pulsa em seu coração. Então o seu coração e o coração d’Aquele que eternamente é, formam um só e imenso coração: é o Todo em sua plenitude.

Leonardo Boff é teólogo e filósofo e escreveu Tempo de Transcendência:o ser humano com projeto infinito, Vozes 2009; com Anselm Grün, O Divino em nós,Vozes 2017; com Frei Betto.Mística e espiritualidade, Vozes 2010.

O que a Amazônia é e não é

Leonardo Boff

         Na COP 30 de Belém a Amazônia ganhou centralidade pela importância que possui para equilibrar os climas e desacelerar o aumento do aquecimento global.Sobre a Amazônia se emitiu todo todo tipo de opinião.Vejamos o que ela é e não é.

Antes de qualquer consideração, cabe dizer que a Amazônia abriga o maior patrimônio hídrico e genético do Planeta. De um de nossos melhores estudiosos, Enéas Salati, sabemos:”Em poucos hectares da floresta amazônica existe um número de espécies de plantas e de insetos maior que em toda a flora e fauna da Europa”. Mas esta floresta luxuriante é extremamente frágil, pois se ergue sobre um dos solos mais pobres e lixiviados da Terra. Se não controlarmos o desmatamento, em poucos anos, a Amazônia pode se transformar numa imensa savana. É o que o grande especialista no tema, Carlos Nobre, continuamente nos adverte.

Ela não é terra virgem e intocável. Dezenas de povos indígenas que ali viveram e vivem, atuaram como verdadeiros ecologistas. Grande parte de toda floresta amazônica, especialmente de várzea, foi manejada pelos indígenas, promovendo “ilhas de recursos”, criando condições favoráveis para o desenvolvimento de espécies vegetais úteis como o babaçu, a palmeira, o bambu, os bosques de castanheiras e frutas de toda espécie, plantadas ou cuidadas para si e para aqueles que, por ventura, por lá passassem. As famosas “terras pretas de índios” remetem para esse manejo.

A ideia de que o índio é genuinamente natural, representa uma ecologização errônea dele, fruto do imaginário urbano, fatigado pela  artificialização da vida. Ele é um ser cultural. Como atesta o antropólogo Viveiros de Castro:”A Amazônia que vemos hoje é a que resultou de séculos de intervenção social, assim como as sociedades que ali vivem são resultado de séculos de convivência com a Amazônia”. O mesmo diz em seu instrutivo livro E.E.Moraes “Quando o Amazonas corria para o Pacífico” (Vozes 2007): “Resta pouca natureza intocada e não alterada pelos humanos na Amazônia”. Por 1.100 anos os tupi-guarani dominaram vastíssimo território que ia dos contrafortes andinos do rio Amazonas até as bacias do Paraguai e do Paraná.

Entre o índio e a floresta, as relações não são naturais mas culturais, numa teia intrincada de reciprocidades. Eles sentem e veem a natureza como parte de sua sociedade e cultura, como prolongamento de seu corpo pessoal e social. Para eles a natureza é um sujeito vivo e carregado de intencionalidades. Não é como para nós modernos, algo objetal, mudo e sem espírito. A natureza fala e o indígena entende sua voz e mensagem. Por isso ele está sempre auscultando a natureza e se adequando a ela num jogo complexo de inter-retro-relações. Encontraram um sutil equilíbrio sócioecológico e uma integração dinâmica, embora houvesse também guerras e verdadeiros extermínios como aqueles dos sambaquieiros e de outras tribos.

         Mas há sábias lições que precisamos aprender deles face às atuais ameaças ambientais. Importa entender a Terra, não como algo inerte, com recursos ilimitados que suporta o projeto capitalista de um crescimento ilimitado.Ela é limitada em seus bens e serviços naturais. Como algo vivo, a Mãe do índio deve ser respeitada em sua integridade. Se uma árvore é derrubada, faz-se um rito de desculpa para resgatar a aliança de irmandade e de mútua pertença.

Precisamos de uma relação sinfônica com a comunidade de vida, pois como foi comprovado, Gaia já ultrapassou seu limite de suportabilidade. Precisamos de mais de uma Terra e meia para atender o consumo humano e o consumismo doentio das classes opulentas.

Entretanto, devemos desfazer dois mitos. O primeiro é: a Amazônia como o pulmão do mundo. Os especialistas afirmam que a floresta amazônica se encontra num estado climax. Quer dizer, ela se encontra num estado ótimo de vida, num equilíbrio dinâmico no qual tudo é aproveitado e por isso tudo se equilibra. Assim a energia fixada pelas plantas mediante as interações da cadeia alimentar conhece um aproveitamento total. O oxigênio liberado de dia pela fotossíntese das folhas é consumido pelas próprias plantas de noite e pelos demais organismos vivos. Por isso a Amazônia não é o pulmão do mundo.

Mas ela funciona como um grande filtro do dióxido de carbono. No processo de fotossíntese grande quantidade de carbono é absorvido. Ora, o carbono é o principal causador do efeito estufa que aquece a Terra. Caso um dia a Amazônia fosse totalmente desmatada,seriam lançados na atmosfera cerca de 50 bilhões de toneladas de carbono por ano. Haveria uma mortandade em massa de organismos vivos.

O segundo mito: a Amazônia como o celeiro do mundo. Assim pensavam os primeiros exploradores como von Humbold e Bonpland e os planejadores brasileiros no tempo dos militares no poder (1964-1983). Não é. A pesquisa mostrou que “a floresta vive de si mesma” e   em grande parte. “para si mesma” (cf. Baum, V., Das Ökosystem der tropischen Regeswälder, 1986, 39). É luxuriante mas num solo pobre em húmus. Parece um paradoxo. Bem o esclareceu o grande especialista em Amazonas Harald Sioli:”a floresta, cresce, de fato, sobre o solo e não do solo” ( A Amazônia 1985, 60). E o explica: o solo é somente o suporte físico de uma trama intrincada de raízes. As plantas se entrelaçam pelas raízes e se suportam mutuamente pela base. Forma-se um imenso balanço equilibrado e ritmado. Toda floresta se move e dança. Por causa disso,quando uma é derrubada, carrega várias outras.

A floresta conserva seu caráter luxuriante porque existe uma cadeia fechada de nutrientes. Não é o solo que nutre as árvores. São as árvores que nutrem o solo. A água das folhas e dos troncos lavam e carregam os excrementos dos animais arborícolas e animais de espécies maiores,bem como a miríade de insetos que têm seu habitat na copa das árvores. Pelas raízes, a substância alimentar vai às plantas garantindo a exuberância extasiante da Hiléia amazônica. Trata-se de um sistema fechado, com um equilíbrio complexo e frágil. Qualquer pequeno desvio pode acarretar consequências desastrosas.

O húmus não atinge, comumente, mais que 30-40 centímetros de espessura. Com as chuvas torrenciais é carregado embora. Em pouco tempo aflora a areia. A Amazônia sem a floresta pode se transformar numa imensa savana. Por isso que a Amazônia jamais poderá ser o celeiro do mundo. Mas continuará a ser o templo da maior biodiversidade.

        Termino com o testemunho de Euclides da Cunha, escritor clássico das letras brasileiras e um dos primeiros analistas  da realidade amazônica no começo  século XX, comentou :” A inteligência humana não suportaria o peso da realidade portentosa da Amazônia. Terá de crescer com ela, adaptando-se-lhe, para dominá-la” (Um paraíso perdido:Vozes976,15).  Chico Mendes, mártir da luta ecológica na Amazônia e representante típico dos povos da floresta viu com extrema clarividência essa necessidade de o ser humano ter que crescer com a floresta    ao sustentar que  somente uma tecnologia que se submete aos ritmos da Amazônia e um desenvolvimento que se orienta pelo extrativismo da incomensurável riqueza florestal, preservam esse patrimônio ecológico da humanidade. Tudo o mais é inadequado e ameaçador.

Leonardo Boff escreveu “Todos os pecados capitais antiecológicos:a Amazônia” em “Ecologia:grito da Terra,grito dos pobres”Vozes 1995.135-181.