Das Undenkbare denken: Leben und Zeit           

                  Leonardo Boff           

Wir müssen das Leben als höchsten Wert betrachten, über dem nur der Schöpfer allen Lebens steht, jenes Wesen, das allen Wesen Existenz verleiht. Wissenschaftler, insbesondere der bedeutendste unter ihnen, der sich mit dem Thema Leben befasste, der russisch-belgische Wissenschaftler Ilja Prigogine, stellten fest: Wir können die physikalischen, chemischen und ökologischen Bedingungen kennen, die vor 3,8 Milliarden Jahren die Entstehung des Lebens ermöglichten. Was dieses Leben jedoch ist, bleibt ein Rätsel.

Doch selbst wenn wir nicht begreifen können, was das Leben ist, können wir ihm dennoch Sinn geben. Der Sinn des Lebens ist zu leben, einfach zu leben, selbst unter einfachsten Bedingungen. Leben heißt, in jedem Augenblick die Feier dieses geheimnisvollen Ereignisses des Universums zu begreifen, das in uns und vielleicht auch in vielen anderen Teilen des Universums pulsiert.

Das Leben ist immer ein Leben mit und ein Leben für. Leben mit anderen Leben, mit menschlichen Leben, mit Leben in der Natur und mit Leben, die zufällig im Universum existieren und eines Tages mit uns kommunizieren können. Und das Leben ist dazu da, sich anderen Leben hinzugeben und sich mit ihnen zu vereinen, damit das Leben weiterlebt und sich immer wieder reproduzieren kann.

Das Leben wird von einem inneren Impuls angetrieben, der sich nicht zügeln lässt. Es will sich ausbreiten, entfalten und anderen Leben begegnen. Leben ist nur dann wirklich Leben, wenn es ein Leben mit und für andere ist.

Ohne „mit“ und „für“ gäbe es das Leben, wie wir es kennen, das von umfassenden Beziehungsnetzwerken umhüllt ist, die sich in alle Richtungen erstrecken, nicht.

Der unbändige Drang des Lebens bedeutet, dass es nicht nur dies oder jenes will. Es will alles. Es will sogar die Totalität, die Unendlichkeit. Letztlich will das Leben ewig sein, wie Nietzsche bereits sinnierte.

Sie trägt ein unendliches Projekt in sich. Dieses unendliche Projekt macht sie glücklich und unglücklich zugleich. Glücklich, weil sie anderen Leben und allem um sich herum begegnet, sie liebt und feiert; unglücklich, weil alles, was sie erlebt, liebt und feiert, endlich ist, langsam vergeht, der Entropie zum Opfer fällt und schließlich verschwindet. Trotz dieser Endlichkeit schwächt sie in keiner Weise ihre Sehnsucht nach dem Unendlichen und Ewigen.

Bei der Begegnung mit dieser Unendlichkeit findet sie Ruhe und erfährt eine Fülle, die ihr niemand geben kann, die aber nur sie selbst genießen und feiern kann. Die Unendlichkeit in uns ist das Echo einer größeren Unendlichkeit, die uns stets ruft und uns zu sich zieht.

Das Leben ist ganz und doch unvollständig. Es ist ganz, weil alles in ihm enthalten ist: das Reale und das Potenzial. Doch es ist unvollständig, weil das Potenzial, noch im Raum-Zeit-Kontinuum, noch nicht Wirklichkeit geworden ist. Und da das Potenzial grenzenlos ist, kann ein begrenztes Leben das Grenzenlose nicht umfassen. Deshalb ist es niemals wirklich vollkommen. Der Mensch ist ein Wesen im Ungleichgewicht. Doch er bleibt offen und wartet auf eine Vollkommenheit, die er sich wünscht und die eines Tages eintreten muss. Es ist eine Leere, die gefüllt werden will. Andernfalls hätte das Leben keinen Sinn. Ist der Tod nicht der Moment, in dem das Endliche dem Unendlichen begegnet?

Unser Leben entfaltet sich stets im Laufe der Zeit. Was ist Zeit? Niemand hat sie bisher definieren können, nicht einmal die klügsten Denker wie Augustinus und Heidegger. Ich für meinen Teil wage zu sagen: Zeit ist das Warten auf das, was geschehen mag. Dieses Warten ist unsere Offenheit, die uns fähig macht, das Kommende willkommen zu heißen. Diese Zeitspanne wäre die Zeit.

Wir müssen jeden Augenblick intensiv erleben! Die Vergangenheit existiert nicht mehr, weil sie vergangen ist, die Zukunft existiert noch nicht, weil sie noch nicht da ist. Nur die Gegenwart existiert. Lebe sie mit absoluter Intensität, schätze jeden Augenblick; er bringt die Zukunft in die Gegenwart und bereichert die Vergangenheit.

Jeder Augenblick ist ein Einbruch der Ewigkeit. Ich erkläre es Ihnen: Die Gegenwart lässt sich nur erleben. Sie lässt sich nicht fassen, einsperren oder aneignen. Sie ist einfach. Einst war sie (die Vergangenheit), und eines Tages wird sie sein (die Zukunft). Von der Zeit kennen wir nur die Vergangenheit. Die Zukunft ist uns unzugänglich, weil sie noch nicht da ist. Wir aber erleben das „Sein“ der Gegenwart, das wir niemals begreifen dürfen. Es durchdringt uns einfach und ist vergangen. Es besitzt die Natur der Ewigkeit, die ein beständiges „Sein“ ist. Zeit bedeutet somit einen Augenblick der flüchtigen Gegenwart der Ewigkeit. Wir sind in die Ewigkeit eingetaucht, weil wir in die Gegenwart eingetaucht sind.

Man muss dieses „Sein“ so leben, als wäre es das Erste und das Letzte. Dadurch wird der Mensch in gewissem Sinne ewig. Und indem man ewig wird, hat man Anteil an dem, was immer ist, ohne Vergangenheit und Zukunft: dem Wesen der Göttlichkeit.

Wir können über Zeit sprechen, doch es ist undenkbar. Wir brauchen Zeit, um über die Zeit nachzudenken. Dies ist ein Augenblick der Ewigkeit, verbunden mit dem, was die spirituellen und religiösen Traditionen der Menschheit als Mysterium, Tao, Shiva, Allah, Olorum, Jahwe, Gott bezeichnen – Namen, die in kein Wörterbuch passen und unser Verständnis übersteigen. Angesichts dessen ertrinken Worte. Nur edles Schweigen ist angemessen.

Dennoch hat jeder Einzelne, durch die flüchtige Gegenwart, Anteil am Wesen des Göttlichen, selbst wenn er sich dessen nicht bewusst ist. Indem sie in das Bewusstsein eintauchen, ergeben sie sich dieser höchsten Wirklichkeit. Sie geben ihr den Namen, der ihre Teilhabe an ihr ausdrückt. Dieser Name ist in ihr gesamtes gegenwärtiges Wesen eingeschrieben, pulsiert aber besonders in ihrem Herzen. Dann bilden ihr Herz und das Herz dessen, der ewig ist, ein einziges, unermessliches Herz: Es ist das All in seiner strahlenden Fülle.

Leonardo Boff Theologe, Philosoph und Autor von:  Tempo de Transcendência:o ser humano com projeto infinito, Vozes 2009; com Anselm Grün, O Divino em nós,Vozes 2017; com Frei Betto.Mística e espiritualidade, Vozes 2010.

Übersetxt von Bettina Gold-Harnack

Pensar o impensável: a vida e o tempo

            Leonardo Boff

Há que considerar  a vida, o valor supremo, acima do qual só há o Gerador de toda vida, aquele Ser que faz ser todos os seres. Os cientistas, especialmente o maior deles que se ocupou com o tema da vida, o russo-belga Ilya Prigogine afirmou: podemos conhecer as condições físico-químico-ecológicas que permitiram o irromper a vida há 3,8 bilhões de anos. O que ela seja, no entanto, permanece um mistério.

Mas se não podemos compreender o que é a vida, podemos, no entanto, conferi-lhe  um sentido. O sentido da vida é viver, simplesmente viver, mesmo na mais humílima condição. Viver é realizar, a cada momento, a celebração desse evento misterioso do universo que pulsa em nós e quiçá em muitas outras partes do universo.

A vida é sempre uma vida com e uma vida para. Vida com outras vidas, com vidas humanas, da natureza e com vidas que por acaso existirem no universo e que um dia puderem se comunicar conosco. E vida é para dar-se e unir-se a outras vidas para que a vida continue vida e sempre possa se reproduzir.

A vida é tomada por uma pulsão interior que não pode ser freada. A vida quer irradiar, se expandir e se encontrar com outras vidas. A vida é só vida quando é vida com e vida para.

Sem o com e sem o para a vida não existiria como vida assim como a conhecemos, envolta em redes de relações includentes e para todos os lados.

A pulsão irrefreável da vida faz com que ela não queira só isso e aquilo. Quer tudo. Quer até a Totalidade, quer o Infinito. No fundo, a vida quer ser eterna como ponderava Nietsz

        Leonardo Boff

Há que considerar a vida, o valor supremo, acima do qual só há o Gerador de toda vida, aquele Ser que faz ser todos os seres. Os cientistas, especialmente o maior deles que se ocupou com o tema da vida, o russo-belga Ilya Prigogine afirmou: podemos conhecer as condições físico-químico-ecológics que permitiram o irromper a vida há 3,8 bilhões de anos. O que ela seja, no entanto, permance um mistério.
Mas se não podemos compreender o que é a vida, podemos, no entanto, conferi-lhe um sentido. O sentido da vida é viver, simplesmente viver, mesmo na mais humíli

        Leonardo Boff

Há que considerar a vida, o valor supremo, acima do qual só há o Gerador de toda vida, aquele Ser que faz ser todos os seres. Os cientistas, especialmente o maior deles que se ocupou com o tema da vida, o russo-belga Ilya Prigogine afirmou: podemos conhecer as condições físico-químico-ecológics que permitiram o irromper a vida há 3,8 bilhões de anos. O que ela seja, no entanto, permance um mistério.
Mas se não podemos compreender o que é a vida, podemos, no entanto, conferi-lhe um sentido. O sentido da vida é viver, simplesmente viver, mesmo na mais humílima condição. Viver é realizar, a cada momento, a celebração desse evento misterioso do universo que pulsa em nós e quiçá em muitas outras partes do universo.
A vida é sempre uma vida com e uma vida para. Vida com outras vidas, com vidas humanas, da natureza e com vidas que por acaso existirem no universo e que um dia puderem se comunicar conosco. E vida é para dar-se e unir-se a outras vidas para que a vida continue vida e sempre possa se reproduzir.
A vida é tomada por uma pulsão interior que não pode ser freada. A vida quer irradiar, se expandir e se encontrar com outras vidas. A vida é só vida quando é vida com e vida para.
Sem o com e sem o para a vida não existiria como vida assim como a conhecemos, envolta em redes de relações includentes e para todos os lados.
A pulsão irrefreável da vida faz com que ela não queira só isso e aquilo. Quer tudo. Quer até a Totalidade, quer o Infinito. No fundo, a vida quer ser eterna como ponderava Nietszche.
Ela carrega dentro de si um projeto infinito. Este projeto infinito a torna feliz e infeliz. Feliz porque encontra, ama e celebra outras vidas e tudo o que está ao seu redor, mas é infeliz porque tudo o que encontra, ama e celebra é finito, lentamente se desgasta, cai sob o poder da entropia e acaba desaparecendo. Apesar dessa finitude em nada enfraquece a pulsão pelo Infinito e pelo Eterno.
Ao encontrar esse Infinito repousa, experimenta uma plenitude que ninguém lhe pode dar, mas que só ela pode desfrutar e celebrar. O infinito em nós é o eco de um Infinito maior que sempre nos chama e nos convoca.
A vida é inteira, mas incompleta. É inteira porque dentro dela está tudo: o real e o potencial. Mas é incompleta porque o potencial, ainda no espaço-tempo, não se fez real. E como o potencial é ilimitado, a vida limitada não comporta o ilimitado. Por isso nunca se faz completa para sempre. O ser humano é um ser desequilibrado. Mas permanece como abertura e espera para uma completude que quer e deve, um dia, acontecer. É um vazio que reclama ser plenificado. Caso contrário a vida não teria sentido. Não seria a morte o momento de encontro do finito com o Infinito?
A nossa vida se dá sempre no tempo. Que é o tempo? Ninguém soube até hoje defini-lo nem os mais argutos pensadores como Santo Agostinho e M.Heidegger. Ousaria dizer: o tempo é a espera daquilo que pode vir a acontecer. Essa espera é a nossa abertura, capaz de acolher o que pode vir.Esse hiato seria o tempo.
Há que se viver intensamente cada momento do tempo! O passado já não existe porque passou, o futuro não existe porque ainda não veio. Só existe o presente. Viva-o com absoluta intensidade, valorize cada momento, ele traz o futuro para o presente e enriquece o passado.
Cada momento é a irrupção do eterno. Explico: o presente só pode ser vivido. Não pode ser apreendido, aprisionado e apropriado. Só ele é. Um dia foi (o passado) e um dia será (o futuro). Do tempo nós só conhecemos o passado. O futuro nos é inacessível porque ainda não é. Nós, no entanto, vivemos o “é” do presente que nunca nos é concedido prendê-lo. Ele simplesmennte passa por nós e se vai. Ele possui a natureza da eternidade que é um permanente “é” O tempo assim significa um momento da presença fugaz da eternidade. Nós estamos imersos na eternidade porque estamos imersos no tempo presente.
Há que se viver esse “é” como se fosse o primeiro e o último. Assim a pessoa, de certo modo, se eterniza. E eternizando-se participa Daquele que sempre é sem passado nem futuro: a essência da divindade.
Podemos falar do tempo, mas ele é impensável. Precisamos do tempo para pensar o tempo. Esse é um momento do eterno que está vinculado ao que as tradições espirituais e religiosas da humanidade designaram como Mistério, Tao, Shiva, Alá, Olorum, Javé, Deus, nomes que não cabem em nenhum dicionário e estão para além de nosso entendimento. Diante dele afogam-se as palavras. Só o nobre silêncio é digno.
Mesmo assim cada um participa, pelo presente fugidiu, da natureza do Divino,mesmo que nem tenha consciência dele. Ao imergir na consciência, rende-se à essa suprema Realidade.Dá-lhe o nome que expressa sua participação n’Ele. Esse nome fica inscrito em todo o seu ser presente, mas principalmente pulsa em seu coração. Então o seu coração e o coração d’Aquele que eternamente é, formam um só e imenso coração: é o Todo em sua plenitude.
Leonardo Boff é teólogo e filósofo e escreveu Tempo de Transcendência:o ser humano com projeto infinito, Vozes 2009; com Anselm Grün, O Divino em nós,Vozes 2017; com Frei Betto.Mística e espiritualidade, Vozes 2010.ma condição. Viver é realizar, a cada momento, a celebração desse evento misterioso do universo que pulsa em nós e quiçá em muitas outras partes do universo.
A vida é sempre uma vida com e uma vida para. Vida com outras vidas, com vidas humanas, da natureza e com vidas que por acaso existirem no universo e que um dia puderem se comunicar conosco. E vida é para dar-se e unir-se a outras vidas para que a vida continue vida e sempre possa se reproduzir.
A vida é tomada por uma pulsão interior que não pode ser freada. A vida quer irradiar, se expandir e se encontrar com outras vidas. A vida é só vida quando é vida com e vida para.
Sem o com e sem o para a vida não existiria como vida assim como a conhecemos, envolta em redes de relações includentes e para todos os lados.
A pulsão irrefreável da vida faz com que ela não queira só isso e aquilo. Quer tudo. Quer até a Totalidade, quer o Infinito. No fundo, a vida quer ser eterna como ponderava Nietzsche.
Ela carrega dentro de si um projeto infinito. Este projeto infinito a torna feliz e infeliz. Feliz porque encontra, ama e celebra outras vidas e tudo o que está ao seu redor, mas é infeliz porque tudo o que encontra, ama e celebra é finito, lentamente se desgasta, cai sob o poder da entropia e acaba desaparecendo. Apesar dessa finitude em nada enfraquece a pulsão pelo Infinito e pelo Eterno.
Ao encontrar esse Infinito repousa, experimenta uma plenitude que ninguém lhe pode dar, mas que só ela pode desfrutar e celebrar. O infinito em nós é o eco de um Infinito maior que sempre nos chama e nos convoca.
A vida é inteira, mas incompleta. É inteira porque dentro dela está tudo: o real e o potencial. Mas é incompleta porque o potencial, ainda no espaço-tempo, não se fez real. E como o potencial é ilimitado, a vida limitada não comporta o ilimitado. Por isso nunca se faz completa para sempre. O ser humano é um ser desequilibrado. Mas permanece como abertura e espera para uma completude que quer e deve, um dia, acontecer. É um vazio que reclama ser plenificado. Caso contrário a vida não teria sentido. Não seria a morte o momento de encontro do finito com o Infinito?
A nossa vida se dá sempre no tempo. Que é o tempo? Ninguém soube até hoje defini-lo nem os mais argutos pensadores como Santo Agostinho e M.Heidegger. Por minha parte, ousaria dizer: o tempo é a espera daquilo que pode vir a acontecer. Essa espera é a nossa abertura, capaz de acolher o que pode vir.Esse hiato seria o tempo.
Há que se viver intensamente cada momento do tempo! O passado já não existe porque passou, o futuro não existe porque ainda não veio. Só existe o presente. Viva-o com absoluta intensidade, valorize cada momento, ele traz o futuro para o presente e enriquece o passado.
Cada momento é a irrupção do eterno. Explico: o presente só pode ser vivido. Não pode ser apreendido, aprisionado e apropriado. Só ele é. Um dia foi (o passado) e um dia será (o futuro). Do tempo nós só conhecemos o passado. O futuro nos é inacessível porque ainda não é. Nós, no entanto, vivemos o “é” do presente que nunca nos é concedido prendê-lo. Ele simplesmente passa por nós e se vai. Ele possui a natureza da eternidade que é um permanente “é” O tempo assim significa um momento da presença fugaz da eternidade. Nós estamos imersos na eternidade porque estamos imersos no tempo presente.
Há que se viver esse “é” como se fosse o primeiro e o último. Assim a pessoa, de certo modo, se eterniza. E eternizando-se participa Daquele que sempre é sem passado nem futuro: a essência da divindade.
Podemos falar do tempo, mas ele é impensável. Precisamos do tempo para pensar o tempo. Esse é um momento do eterno que está vinculado ao que as tradições espirituais e religiosas da humanidade designaram como Mistério, Tao, Shiva, Alá, Olorum, Javé, Deus, nomes que não cabem em nenhum dicionário e estão para além de nosso entendimento. Diante dele afogam-se as palavras. Só o nobre silêncio é digno.
Mesmo assim cada um participa, pelo presente fugidio, da natureza do Divino,mesmo que nem tenha consciência dele. Ao imergir na consciência, rende-se à essa suprema Realidade.Dá-lhe o nome que expressa sua participação n’Ele. Esse nome fica inscrito em todo o seu ser presente, mas principalmente pulsa em seu coração. Então o seu coração e o coração d’Aquele que eternamente é, formam um só e imenso coração: é o Todo em sua esplêndida plenitude.

Leonardo Boff é teólogo e filósofo e escreveu Tempo de Transcendência:o ser humano com projeto infinito, Vozes 2009; com Anselm Grün, O Divino em nós,Vozes 2017; com Frei Betto.Mística e espiritualidade, Vozes 2010.

Ela carrega dentro de si um projeto infinito. Este projeto infinito a torna feliz e infeliz. Feliz porque encontra, ama e celebra outras vidas e tudo o que está ao seu redor, mas é infeliz porque tudo o que encontra, ama e celebra é finito, lentamente se desgasta, cai sob o poder da entropia e acaba desaparecendo. Apesar dessa finitude em nada enfraquece a pulsão pelo Infinito e pelo Eterno.

Ao encontrar esse Infinito repousa, experimenta uma plenitude que ninguém lhe pode dar, mas que só ela pode desfrutar e celebrar. O infinito em nós é o eco de um Infinito maior que sempre nos chama e nos convoca.

A vida é inteira, mas incompleta. É inteira porque dentro dela está tudo: o real e o potencial. Mas é incompleta porque o potencial, ainda no espaço-tempo, não se fez real. E como o potencial é ilimitado, a vida limitada não comporta o ilimitado. Por isso nunca se faz completa para sempre. O ser humano é um ser desequilibrado. Mas permanece como abertura e espera para uma completude que quer e deve, um dia, acontecer. É um vazio que reclama ser plenificado. Caso contrário a vida não teria sentido. Não seria a morte o momento de encontro do finito com o Infinito?

A nossa vida se dá sempre  no tempo. Que é o tempo? Ninguém soube até hoje defini-lo nem os mais argutos pensadores como Santo Agostinho e M.Heidegger. Ousaria dizer: o tempo é a espera daquilo que pode vir a acontecer. Essa espera é a nossa abertura, capaz de acolher o que pode vir.Esse hiato seria o tempo.

Há que se viver intensamente cada momento do tempo! O passado já não existe porque passou, o futuro não existe porque ainda não veio. Só existe o presente. Viva-o com absoluta intensidade, valorize cada momento, ele traz o futuro para o presente e enriquece o passado.

Cada momento é a irrupção do eterno. Explico: o presente só pode ser vivido. Não pode ser apreendido, aprisionado e apropriado. Só ele é. Um dia foi (o passado) e um dia será (o futuro). Do tempo nós só conhecemos o passado. O futuro nos é inacessível porque ainda não é. Nós, no entanto, vivemos o “é” do presente que nunca nos é concedido prendê-lo. Ele simplesmennte passa por nós e se vai. Ele possui a natureza da eternidade que é um permanente “é” O tempo assim significa um momento da presença fugaz da eternidade. Nós estamos imersos na eternidade porque estamos imersos no tempo presente.

Há que se viver esse “é” como se fosse o primeiro e o último. Assim a pessoa, de certo modo, se eterniza. E eternizando-se participa Daquele que sempre é sem passado nem futuro: a essência da divindade.

Podemos falar do tempo, mas ele é impensável. Precisamos do tempo para pensar o tempo. Esse é um momento do eterno que está vinculado ao que as tradições espirituais e religiosas da humanidade designaram como Mistério, Tao, Shiva, Alá, Olorum, Javé, Deus, nomes que não cabem em nenhum dicionário e estão para além de nosso entendimento. Diante dele afogam-se as palavras. Só o nobre silêncio é digno.

Mesmo assim cada um participa, pelo presente fugidiu, da natureza do Divino,mesmo que nem tenha consciência dele. Ao imergir na consciência, rende-se à essa suprema Realidade.Dá-lhe o nome que expressa sua participação n’Ele. Esse nome fica inscrito em todo o seu ser presente, mas principalmente pulsa em seu coração. Então o seu coração e o coração d’Aquele que eternamente é, formam um só e imenso coração: é o Todo em sua plenitude.

Leonardo Boff é teólogo e filósofo e escreveu Tempo de Transcendência:o ser humano com projeto infinito, Vozes 2009; com Anselm Grün, O Divino em nós,Vozes 2017; com Frei Betto.Mística e espiritualidade, Vozes 2010.

Cos’è e cosa non è l’Amazzonia

Leonardo Boff

Alla COP 30 di Belém, l’Amazzonia ha acquisito centralità per la sua importanza nell’equilibrio climatico e nel rallentamento dell’aumento del riscaldamento globale. Sono state espresse opinioni di ogni tipo sull’Amazzonia. Vediamo cos’è e cosa non è.

Prima di qualsiasi considerazione, vale la pena di dire che l’Amazzonia ospita il più grande patrimonio idrico e genetico del Pianeta. Da uno dei nostri migliori studiosi, Enéas Salati, sappiamo: “In pochi ettari di foresta amazzonica esiste un numero di specie di piante e insetti maggiore di quello di tutta la flora e la fauna d’Europa”. Ma questa lussureggiante foresta è estremamente fragile, poiché sorge su uno dei terreni più poveri e dilavati della Terra. Se non controlliamo la deforestazione, nel giro di pochi anni, l’Amazzonia potrebbe trasformarsi in un’immensa savana. È su questo che il grande esperto in materia, Carlos Nobre, ci mette continuamente in guardia.

Essa non è una terra vergine e intoccabile. Decine di popolazioni indigene che lì hanno vissuto e vivono ancora, si sono comportate da veri e propri ecologisti. Gran parte dell’intera foresta pluviale amazzonica, in particolare la pianura alluvionale, è stata gestita da popolazioni indigene, promovendo “isole di risorse”, creando condizioni favorevoli allo sviluppo di specie vegetali utili come il babaçu, la palma, il bambù, gli alberi di noci brasiliane e frutti di ogni tipo, piantati o curati per sé stessi e per chi passava di là. La famosa “terra nera degli indios” si riferisce a questa gestione.

L’idea che l’indio sia autenticamente naturale rappresenta un’ecologizzazione errata della sua natura, un prodotto dell’immaginario urbano, affaticato dall’artificializzazione della vita. Egli è un essere culturale. Come attesta l’antropologo Viveiros de Castro: “L’Amazzonia che vediamo oggi è il risultato di secoli di intervento sociale, così come le società che la abitano sono il risultato di secoli di convivenza con l’Amazzonia“. Lo stesso dice nel suo istruttivo libro E.E. Moraes “Quando o Amazonas sfociava nel Pacifico” (Vozes 2007): “In Amazzonia rimane poca natura incontaminata e inalterata dagli umani“. Per 1.100 anni i Tupi-Guarani hanno dominato un vasto territorio che si estendeva dalle pendici andine del Rio delle Amazzoni ai bacini dei fiumi Paraguay e Paraná.

Tra gli indigeni e la foresta, le relazioni non sono naturali ma culturali, in un’intricata tela di reciprocità. Loro sentono e vedono la natura come parte della loro società e cultura, come un’estensione del loro corpo personale e sociale. Per loro la natura è un soggetto vivo, pieno di intenzionalità. Non è, come per noi moderni, qualcosa di oggettivato, muto e senza spirito. La natura parla e l’indigeno ne comprende la voce e il messaggio. Per questo motivo è sempre in ascolto della natura e si adatta ad essa in un complesso gioco di inter-retro-relazioni. Hanno trovato un sottile equilibrio socio-ecologico e un’integrazione dinamica, nonostante ci fossero anche guerre e veri e propri stermini come quelli del popolo sambaqui e di altre tribù.

Ma ci sono sagge lezioni che dobbiamo imparare da loro di fronte alle attuali minacce ambientali. È importante comprendere la Terra, non come qualcosa di inerte, con risorse illimitate che sopporta il progetto capitalista di una crescita illimitata. Essa è limitata nei suoi beni e servizi naturali. In quanto essere vivente, la Madre dell’indio deve essere rispettata nella sua integrità. Se un albero viene abbattuto, viene eseguito un rituale di scuse per salvare l’alleanza di fratellanza e appartenenza reciproca.

Abbiamo bisogno di una relazione sinfonica con la comunità della vita, perché, come è stato dimostrato, Gaia ha già superato il suo limite di sopportabilità. Abbiamo bisogno di più di una Terra e mezza per soddisfare il consumo umano e il consumismo malsano delle classi opulente.

Tuttavia, dobbiamo sfatare due miti. Il primo è: l’Amazzonia come polmone del mondo. Gli esperti affermano che la foresta pluviale amazzonica è in uno stato di massimo sviluppo. Vale a dire, si trova in uno stato di vita ottimale, in un equilibrio dinamico in cui tutto viene utilizzato e quindi tutto è bilanciato. Pertanto, l’energia fissata dalle piante attraverso le interazioni della catena alimentare viene pienamente utilizzata. L’ossigeno rilasciato durante il giorno dalla fotosintesi nelle foglie viene consumato dalle piante stesse di notte e dagli altri organismi viventi. Ecco perché l’Amazzonia non è il polmone del mondo.

Ma essa agisce come un grande filtro per l’anidride carbonica. Nel processo di fotosintesi, viene assorbita una grande quantità di carbonio. Ora, il carbonio è la causa principale dell’effetto serra che riscalda la Terra. Se l’Amazzonia venisse mai completamente disboscata, circa 50 miliardi di tonnellate di carbonio all’anno verrebbero rilasciate nell’atmosfera. Ci sarebbe una moria di massa di organismi viventi.

Il secondo mito: l’Amazzonia come granaio del mondo. Questo è ciò che pensavano i primi esploratori come von Humboldt e Bonpland, e i pianificatori brasiliani durante il regime militare (1964-1983). Non è vero. La ricerca ha dimostrato che “la foresta vive di sé stessa” e in gran parte “per sé stessa” (cfr. Baum, V., Das Ökosystem der tropischen Regeswälder, 1986, 39). È lussureggiante, ma in un terreno povero di humus. Sembra un paradosso. Lo ha chiarito bene il grande esperto amazzonico Harald Sioli: “la foresta, di fatto, cresce sul suolo e non dal suolo” (A Amazônia, Vozes 1985, pag.60). E lo spiega: il suolo è solo il supporto fisico di un’intricata rete di radici. Le piante si intrecciano con le loro radici e si sostengono mutuamente alla base. Si forma un’immensa, equilibrata e ritmica oscillazione. L’intera foresta si muove e danza. Per questo motivo, quando una pianta viene abbattuta, ne trascina con sé molte altre.

La foresta conserva il suo carattere lussureggiante perché esiste una catena chiusa di nutrienti. Non è il suolo che nutre gli alberi. Sono gli alberi che nutrono il suolo. L’acqua delle foglie e dei tronchi lava via gli escrementi degli animali arboricoli e di specie più grandi, così come la miriade di insetti che hanno il loro habitat tra le cime degli alberi. Attraverso le radici, la sostanza nutritiva arriva alle piante, garantendo l’estasiante esuberanza dell’Hylea amazzonica. Si tratta di un sistema chiuso, con un equilibrio complesso e fragile. Ogni piccola deviazione può avere conseguenze disastrose.

L’humus, di solito, non supera i 30-40 centimetri di spessore. Con le piogge torrenziali, viene trascinato via. In breve tempo, emerge la sabbia. L’Amazzonia senza la foresta può trasformarsi in un’immensa savana. Ecco perché l’Amazzonia non potrà mai essere il granaio del mondo. Ma continuerà a essere il tempio della più grande biodiversità.

Concludo con la testimonianza di Euclides da Cunha, uno scrittore classico della letteratura brasiliana e uno dei primi analisti della realtà amazzonica all’inizio del XX secolo, che commentò: “L’intelligenza umana non potrebbe sopportare il peso della prodigiosa realtà dell’Amazzonia. Dovrà crescere con essa, adattandosi ad essa, per poterla dominare” (Um paraiso perdido, Vozes 1976, pag.15). Chico Mendes, martire della lotta ecologica in Amazzonia e tipico rappresentante dei popoli della foresta, vide con estrema chiarezza la necessità dell’essere umano di crescere con la foresta, sostenendo che solo una tecnologia che si sottometta ai ritmi dell’Amazzonia e uno sviluppo guidato dall’estrazione della sua incommensurabile ricchezza forestale, preserveranno questo patrimonio ecologico dell’umanità. Tutto il resto è inadeguato e minaccioso.

Leonardo Boff ha scritto “Todos os pecados capitais antiecológicos:a Amazônia” in “Ecologia: grito da Terra, grito dos pobres”, Vozes 1995.135-181. (Traduzione dal portoghese di Gianni Alioti)

O que a Amazônia é e não é

Leonardo Boff

         Na COP 30 de Belém a Amazônia ganhou centralidade pela importância que possui para equilibrar os climas e desacelerar o aumento do aquecimento global.Sobre a Amazônia se emitiu todo todo tipo de opinião.Vejamos o que ela é e não é.

Antes de qualquer consideração, cabe dizer que a Amazônia abriga o maior patrimônio hídrico e genético do Planeta. De um de nossos melhores estudiosos, Enéas Salati, sabemos:”Em poucos hectares da floresta amazônica existe um número de espécies de plantas e de insetos maior que em toda a flora e fauna da Europa”. Mas esta floresta luxuriante é extremamente frágil, pois se ergue sobre um dos solos mais pobres e lixiviados da Terra. Se não controlarmos o desmatamento, em poucos anos, a Amazônia pode se transformar numa imensa savana. É o que o grande especialista no tema, Carlos Nobre, continuamente nos adverte.

Ela não é terra virgem e intocável. Dezenas de povos indígenas que ali viveram e vivem, atuaram como verdadeiros ecologistas. Grande parte de toda floresta amazônica, especialmente de várzea, foi manejada pelos indígenas, promovendo “ilhas de recursos”, criando condições favoráveis para o desenvolvimento de espécies vegetais úteis como o babaçu, a palmeira, o bambu, os bosques de castanheiras e frutas de toda espécie, plantadas ou cuidadas para si e para aqueles que, por ventura, por lá passassem. As famosas “terras pretas de índios” remetem para esse manejo.

A ideia de que o índio é genuinamente natural, representa uma ecologização errônea dele, fruto do imaginário urbano, fatigado pela  artificialização da vida. Ele é um ser cultural. Como atesta o antropólogo Viveiros de Castro:”A Amazônia que vemos hoje é a que resultou de séculos de intervenção social, assim como as sociedades que ali vivem são resultado de séculos de convivência com a Amazônia”. O mesmo diz em seu instrutivo livro E.E.Moraes “Quando o Amazonas corria para o Pacífico” (Vozes 2007): “Resta pouca natureza intocada e não alterada pelos humanos na Amazônia”. Por 1.100 anos os tupi-guarani dominaram vastíssimo território que ia dos contrafortes andinos do rio Amazonas até as bacias do Paraguai e do Paraná.

Entre o índio e a floresta, as relações não são naturais mas culturais, numa teia intrincada de reciprocidades. Eles sentem e veem a natureza como parte de sua sociedade e cultura, como prolongamento de seu corpo pessoal e social. Para eles a natureza é um sujeito vivo e carregado de intencionalidades. Não é como para nós modernos, algo objetal, mudo e sem espírito. A natureza fala e o indígena entende sua voz e mensagem. Por isso ele está sempre auscultando a natureza e se adequando a ela num jogo complexo de inter-retro-relações. Encontraram um sutil equilíbrio sócioecológico e uma integração dinâmica, embora houvesse também guerras e verdadeiros extermínios como aqueles dos sambaquieiros e de outras tribos.

         Mas há sábias lições que precisamos aprender deles face às atuais ameaças ambientais. Importa entender a Terra, não como algo inerte, com recursos ilimitados que suporta o projeto capitalista de um crescimento ilimitado.Ela é limitada em seus bens e serviços naturais. Como algo vivo, a Mãe do índio deve ser respeitada em sua integridade. Se uma árvore é derrubada, faz-se um rito de desculpa para resgatar a aliança de irmandade e de mútua pertença.

Precisamos de uma relação sinfônica com a comunidade de vida, pois como foi comprovado, Gaia já ultrapassou seu limite de suportabilidade. Precisamos de mais de uma Terra e meia para atender o consumo humano e o consumismo doentio das classes opulentas.

Entretanto, devemos desfazer dois mitos. O primeiro é: a Amazônia como o pulmão do mundo. Os especialistas afirmam que a floresta amazônica se encontra num estado climax. Quer dizer, ela se encontra num estado ótimo de vida, num equilíbrio dinâmico no qual tudo é aproveitado e por isso tudo se equilibra. Assim a energia fixada pelas plantas mediante as interações da cadeia alimentar conhece um aproveitamento total. O oxigênio liberado de dia pela fotossíntese das folhas é consumido pelas próprias plantas de noite e pelos demais organismos vivos. Por isso a Amazônia não é o pulmão do mundo.

Mas ela funciona como um grande filtro do dióxido de carbono. No processo de fotossíntese grande quantidade de carbono é absorvido. Ora, o carbono é o principal causador do efeito estufa que aquece a Terra. Caso um dia a Amazônia fosse totalmente desmatada,seriam lançados na atmosfera cerca de 50 bilhões de toneladas de carbono por ano. Haveria uma mortandade em massa de organismos vivos.

O segundo mito: a Amazônia como o celeiro do mundo. Assim pensavam os primeiros exploradores como von Humbold e Bonpland e os planejadores brasileiros no tempo dos militares no poder (1964-1983). Não é. A pesquisa mostrou que “a floresta vive de si mesma” e   em grande parte. “para si mesma” (cf. Baum, V., Das Ökosystem der tropischen Regeswälder, 1986, 39). É luxuriante mas num solo pobre em húmus. Parece um paradoxo. Bem o esclareceu o grande especialista em Amazonas Harald Sioli:”a floresta, cresce, de fato, sobre o solo e não do solo” ( A Amazônia 1985, 60). E o explica: o solo é somente o suporte físico de uma trama intrincada de raízes. As plantas se entrelaçam pelas raízes e se suportam mutuamente pela base. Forma-se um imenso balanço equilibrado e ritmado. Toda floresta se move e dança. Por causa disso,quando uma é derrubada, carrega várias outras.

A floresta conserva seu caráter luxuriante porque existe uma cadeia fechada de nutrientes. Não é o solo que nutre as árvores. São as árvores que nutrem o solo. A água das folhas e dos troncos lavam e carregam os excrementos dos animais arborícolas e animais de espécies maiores,bem como a miríade de insetos que têm seu habitat na copa das árvores. Pelas raízes, a substância alimentar vai às plantas garantindo a exuberância extasiante da Hiléia amazônica. Trata-se de um sistema fechado, com um equilíbrio complexo e frágil. Qualquer pequeno desvio pode acarretar consequências desastrosas.

O húmus não atinge, comumente, mais que 30-40 centímetros de espessura. Com as chuvas torrenciais é carregado embora. Em pouco tempo aflora a areia. A Amazônia sem a floresta pode se transformar numa imensa savana. Por isso que a Amazônia jamais poderá ser o celeiro do mundo. Mas continuará a ser o templo da maior biodiversidade.

        Termino com o testemunho de Euclides da Cunha, escritor clássico das letras brasileiras e um dos primeiros analistas  da realidade amazônica no começo  século XX, comentou :” A inteligência humana não suportaria o peso da realidade portentosa da Amazônia. Terá de crescer com ela, adaptando-se-lhe, para dominá-la” (Um paraíso perdido:Vozes976,15).  Chico Mendes, mártir da luta ecológica na Amazônia e representante típico dos povos da floresta viu com extrema clarividência essa necessidade de o ser humano ter que crescer com a floresta    ao sustentar que  somente uma tecnologia que se submete aos ritmos da Amazônia e um desenvolvimento que se orienta pelo extrativismo da incomensurável riqueza florestal, preservam esse patrimônio ecológico da humanidade. Tudo o mais é inadequado e ameaçador.

Leonardo Boff escreveu “Todos os pecados capitais antiecológicos:a Amazônia” em “Ecologia:grito da Terra,grito dos pobres”Vozes 1995.135-181.