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Amazonas: weder wild noch Lunge oder Kornspeicher der Erde

Die Amazonas-Synode, die im Oktober dieses Jahres in Rom stattfinden wird, bedarf tieferer Kenntnisse des Ökosystems des Amazonas. Einige Mythen müssen widerlegt werden.

Der erste Mythos: die indigene Bevölkerung ist wild, völlig naturverbunden und daher in perfekter Harmonie mit der Natur. Die Indigenen folgen nicht kulturellen, sondern natürlichen Kriterien. Sie befinden sich in einer Art biologischen Siesta mit der Natur, in einer perfekten und passiven Anpassung an deren Rhythmen und Logik.

Diese Ökologisierung der Indigenen ist eine Phantasie, die aus der Ermüdungserscheinung des urbanen Lebens mit seiner exzessiven Technologie und Künstlichkeit resultiert

Was wir sagen können ist, dass die Amazonas-Indigenen Menschen wie alle anderen sind, und als solche sind sie in ständiger Interaktion mit der Umwelt.

Was wir sagen können, ist, dass die Amazon-Indigenen wie jeder andere Mensch sind, und als solche sind sie in ständiger Interaktion mit der Umwelt. Mehr und mehr zeigt die Forschung die Wechselwirkung zwischen Indigenen und der Natur und ihre gegenseitigen Auswirkungen aufeinander. Die Beziehungen sind nicht “natürlich”, sondern kulturell, wie unsere, in einem komplizierten Netz der Gegenseitigkeit. Vielleicht haben die Indigenen etwas Einzigartiges, das sie vom modernen Menschen unterscheidet: Sie erleben und verstehen die Natur als Teil ihrer Gesellschaft und Kultur, eine Erweiterung ihres persönlichen und sozialen Körpers. Für sie ist die Natur nicht, wie sie für den modernen Menschen ist, ein stummes und neutrales Objekt. Die Natur spricht und die Indigenen hören und verstehen ihre Stimme und ihre Botschaft. Die Natur ist Teil der Gesellschaft und die Gesellschaft ist Teil der Natur, in einem ständigen Prozess der gegenseitigen Anpassung. Aus diesem Grund sind die Indigenen viel besser integriert als wir. Wir können viel von der Beziehung lernen, die die Indigenen mit der Natur pflegen.

Der zweite Mythos: Der Amazonas ist die Lunge der Welt. Spezialisten bestätigen, dass sich der Amazonas-Urwald in einem Zustand des Höhepunkts befindet. Das heißt, der Amazonas ist in einem optimalen Zustand des Lebens, in einem dynamischen Gleichgewicht, in dem alles gut genutzt wird und somit alles im Gleichgewicht ist. Die von Pflanzen eingefangene Energie wird durch die Wechselwirkungen der Nahrungskette sinnvoll genutzt. Der Sauerstoff, den sie tagsüber durch Photosynthese freigeben, wird nachts von den Pflanzen selbst und anderen lebenden Organismen genutzt. Daher ist der Amazonas nicht die Lunge der Welt.

Allerdings funktioniert der Amazonas als großer Absorber von Kohlendioxid. Im Prozess der Photosynthese werden große Mengen Kohlenstoff absorbiert. Und Kohlendioxid ist eine Hauptursache für den Treibhauseffekt, der die Erde erwärmt (in den letzten 100 Jahren erwärmte sie sich um 25%). Wenn eines Tages der Amazonas vollständig entwaldet würde, würden fast 50 Milliarden Tonnen Kohlendioxid pro Jahr in die Atmosphäre gelangen. Das würde zu einem massiven Aussterben lebender Organismen führen.

Der dritte Mythos: der Amazonas als Brotkorb der Welt. Das dachten die ersten Entdecker, wie von Humboldt und Bonpland und die brasilianischen Planer, als das Militär an der Macht war (1964-1983). Das stimmt nicht. Die Forschung hat gezeigt, dass “der Urwald von sich selbst lebt” und zum großen Teil “für sich selbst” (vgl. Baum, V., Das Ökosystem der tropischen Regenwälder, Gießen 1986, 39). Der Urwald ist üppig, aber der Boden ist arm an Humus. Das klingt paradox. Harald Sioli, der große Spezialist für den Amazonas, brachte es auf den Punkt: “Der Urwald wächst tatsächlich auf dem Boden und nicht von dem Boden” (A Amazénia, Vozes 1985, 60). Und er erklärt: Der Boden ist nur die physische Stütze für ein kompliziertes Netz von Wurzeln. Die Wurzeln der Bäume sind miteinander verflochten und unterstützen sich gegenseitig an der Basis. Es entsteht ein immenses Gleichgewicht und Rhythmus. Der ganze Urwald bewegt sich und tanzt. Deshalb fallen auch mehrere andere Bäume, wenn ein Baum fällt.

Der Urwald behält seinen überschwänglichen Charakter, weil es eine geschlossene Nahrungskette ist. Unterstützt durch das Wasser, das aus den Blättern tropft und die Baumstämme hinunterläuft, zersetzt sich im Boden eine Bioschicht aus Blättern, Früchten, kleinen Wurzeln und wildem Tierkot. Es ist nicht der Boden, der die Bäume nährt. Es sind die Bäume, die den Boden nähren. Diese beiden Wasserquellen spülen sich ab und tragen die Exkremente von Baumbewohnern und der größeren Arten, wie Vögel, Coatis, Makaken, Faultiere und andere, sowie die unzähligen Insekten, die in den Baumkronen leben. Eine enorme Menge an Pilzen und unzählige Mikroorganismen stellen diese Nährstoffe den Wurzeln zur Verfügung. Durch die Wurzeln absorbieren die Pflanzen sie und garantieren die faszinierende Überfülle des Amazonas Hileia. Doch es ist ein geschlossenes System mit einem komplexen und fragilen Gleichgewicht. Jede kleine Abweichung kann katastrophale Folgen haben. Der Humus ist in der Regel nicht mehr als 30-40 Zentimeter tief und kann durch sintflutartige Regenfälle weggespült werden. Innerhalb kurzer Zeit würde sich Sand bilden. Ohne den Urwald würde sich der Amazonas in eine riesige Savanne oder sogar in eine Wüste verwandeln. Deshalb kann der Amazonas nie der Kornspeicher der Welt sein, sondern wird auch weiterhin der Tempel der größten Artenvielfalt sein.

Der Amazonas-Spezialist Shelton H. Davis stellte 1978 eine Wahrheit fest, die auch 2019 noch gilt: “Derzeit wird ein stiller Krieg gegen die Aborigines, gegen unschuldige Bauern und gegen das Ökosystem des Urwalds im Amazonasbecken geführt” (Opfer des Wunders, Saar 1978, 202). Bis 1968 war der Urwald praktisch intakt. Seitdem schreitet die Brutalisierung und Verwüstung des Amazons voran durch die großen Wasserkraft-Projekte und die Agrarindustrie; und nun mit der antiökologischen Gesinnung der Regierung Bosonaro, der der wichtigste Veranwortung der grossen Urwaldbrände in grossen Teilen des Amazoniengebiet ist.

Leonardo Boff Ökologe-Theologe-Philosop  von der Erdcharte Kommission

 

El legado de Chico Mendes para el Sínodo Panamazónico

Chico Mendes es un hijo genuino de la selva, identificado con ella. Pronto se dio cuenta de que el desarrollo actual prescinde de la naturaleza y que se hace contra ella, pues la ve más como un estorbo que como un aliado. Fue uno de los pocos que entendió la sostenibilidad como equilibrio dinámico y autorregulador de la Tierra, gracias a la cadena de interdependencias entre todos los seres, especialmente, los seres os vivos que viven de recursos reciclados permanentemente y, por eso, sostenibles indefinidamente. La Amazonia es el mayor ejemplo de esta sostenibilidad natural.

Los que lo conocimos y gozamos de su amistad sabemos de su profunda identificación con la selva amazónica, con su inmensa biodiversidad, con los seringales (plantaciones de árboles de caucho), con los animales, con la menor señal de vida del bosque. Tenía el espíritu de un san Francisco moderno.

Dividía su tiempo entre la ciudad y la selva. Cuando estaba en la ciudad oía fuertemente la llamada de la selva, en su cuerpo y en su alma. Se sentía parte de ella y no sobre ella. Por eso cada cierto tiempo regresaba a su seringal y a la comunión con la naturaleza. Ahí se sentía en su hábitat, en su verdadera casa.

Pero su conciencia socioecológica lo hacía dejar por algún tiempo la selva para organizar a los seringueros (trabajadores del caucho), fundar células sindicales y participar en las luchas de resistencia: los famosos “empates”, estrategia por la cual los seringueros junto con sus niños, sus ancianos y otros aliados se apostaban pacíficamente delante de las máquinas taladoras, impidiéndoles derribar los árboles.

Frente a la quemas, como las que hay actualmente en la Amazonia, que en 2019 han tenido 74,155 focos alcanzando 18.627 km2, Chico Mendes sugirió, en nombre del movimiento de los pueblos de la selva, la creación de reservas extractivas, aceptadas por el Gobierno Federal en 1987. Bien decía: “nosotros los seringueros entendemos que la Amazonia no puede transformarse en un santuario intocable. Por otro lado, entendemos también que hay una necesidad urgente de desarrollo, pero sin talar y con esto amenazar la vida de los pueblos del planeta”.

Afirmó: “al principio defendía a los seringueros, después comprendí que debía defender la naturaleza y finalmente me di cuenta de que debía defender a la humanidad. Por eso proponemos una alternativa de preservación de la selva que sea al mismo tiempo económica. Pensamos entonces en crear la reserva extractiva” (cf. Grzybowski, C., (org.) El testamento del Hombre de la Selva: Chico Mendes por él mismo, FASE, Rio de Janeiro 1989 p.24).

Él mismo explicaba cómo iba a funcionar: “En las reservas extractivas vamos a comercializar e industrializar los productos que la selva nos concede generosamente. La universidad debe acompañar la reserva extractiva. Ella es la única salida para que la Amazonia no desaparezca. Esa reserva no tendrá propietarios. Va a ser un bien común de la comunidad. Tendremos el usufructo, no la propiedad” (cf. Jornal do Brasil 24/12/1988). “De este modo se encontraría una alternativa al extractivismo salvaje que solamente trae beneficios a los especuladores. Un árbol de caoba cortado en Acre cuesta de 1 a 5 dólares; vendido en el mercado europeo cuesta de 3 a 5 mil dólares”.

En vísperas de la Navidad de 1988 fue víctima de la saña de los enemigos de la naturaleza y de la humanidad. Fue asesinado con 5 balazos. Dejó la vida amazónica para entrar en la historia universal y en el inconsciente colectivo de las personas que aman nuestro planeta y su biodiversidad.

Chico Mendes se ha convertido en un arquetipo que anima la lucha por la preservación de la selva amazónica y de los pueblos de la selva, asumida ahora por millones de personas. Entendemos la indignación de muchos miembros del G7, liderados por E. Macron, presidente de Francia, contra la devastación irracional promovida por el presidente Bolsonaro. Comete un crimen contra la humanidad, un ecocídio ya definido como crímen por la ONU en 2006, y solo por eso mereceria ser juzgado por ecocidio. La Amazonia es un Bien Común de la Humanidad.Brasil tiene solo la administración, por sinal, muy mala y irresposable.

Los megaproyectos amazónicos (brasileños y extranjeros) ponen de manifiesto el tipo de desarrollo depredador del capitalismo. Produce solo crecimiento, del que se han apropiado algunos a expensas de la selva y de la miseria de sus pueblos. Es contrario a la vida y enemigo de la Tierra. Es el resultado de una racionalidad demente.

Sobre tales proyectos faraónicos se toman decisiones sin las debidas informaciones en oficinas gélidas, lejos del paisaje encantador, ciegos a las caras suplicantes de los sertanejos e indiferentes a los ojos ingenuos de los indios, sin ningún vínculo de empatía ni sentido de respeto hacia la selva, ni de solidaridad humana.Ahora que todos hablan de las quemas de la selva, olvidan totalmente los pueblos originários amenazados, como si la selva seria solamente importante para la ecología. Ellos son los dueños originários y no son cosultados para nada.

Diferente es el instrumento de trabajo para el Sínodo Panamazónico, donde la voz más presente y escuchada proviene de los pueblos de la selva. Ellos saben cómo protegerla. Ofrecen las mejores sugerencias, uniendo la protección del bosque y la extracción y producción de sus bienes naturales.

Este “desarrollo”, hecho con el pueblo y para el pueblo, deslegitima la idea dominante, especialmente la del agronegocio, de que los bosques y selvas deben ser erradicados porque de lo contrario no se entraría en la modernidad.

Los estudios han demostrado que no es necesario destruir la selva amazónica para obtener riquezas. La extracción de frutas de las palmeras (açaí, burití o moriche, bacába o milpesillo, chontaduro, etc.), nuez de Brasil, caucho, aceites vegetales y colorantes, sustancias alcaloides para farmacología, sustancias de valor herbicida y fungicida rinden más que toda la deforestación, que bajo el gobierno de Bolsonaro ha crecido en más del 230%.

Solo el 10% de las tierras roxas (tierras de los indios), ya identificadas como de excelente fertilidad, pueden convertirse en áreas de la mayor producción agrícola mundial. La explotación de minerales y madera puede ir de la mano con la reforestación permanente que asegura la mancha verde de las áreas afectadas (cf. Moran, E., La economía humana de las poblaciones amazónicas, Vozes, Petrópolis 1990, 293 y 404-405; Schubart, H., Ecología y utilización de las selvas , en Salati, E., Amazonia, desarrollo, integración, ecología, op.cit. 101-143).

La Amazonia es el lugar de ensayo de una alternativa posible, en consonancia con el ritmo de su naturaleza exuberante, respetando y valorando la sabiduría de los pueblos originarios.

Chico Mendes será para el Sínodo Panamazónico, que tendrá lugar en octubre de 2019 en Roma, un ejemplo paradigmático y una fuente de inspiración.

*Leonardo Boff es ecoteólogo y filósofo y ha escrito Cómo cuidar de la Casa Común: una ética de la Tierra, Vozes 2018.

Traducción de Mª José Gavito Milano

 

 

 

 

Amazônia exige novo paradigma:Frei Betto

Frei Betto é conhecido principalmente como defensor e promotor dos movimentos sociais. É um grande pedagogo, apreciado aqui e fora do país, além de ser um exímio escritor e teólogo. Agora tem se ocupado com a questão ecológica, especialmente, em vista do Sínodo panamazônico a realizar-se em outubro em Roma. Exatamente em Roma, porque o Papa Francisco quer chamar a atenção de toda a Humanidade por esta região, a maior floresta úmida do mundo que cobre 9 países é é fundamental para a sobrevida dos fatores que garantem nossa existência na Terra. O Papa já afirmou que “a Terra se encontra numa emergência mundial” dadas as muitas e funestas agressões contra ela, contra seus solos, seu sub-solo, contra as águas, contra as florestas e a maioria dos ecossistemas. Esse artigo de Frei Betto serve de material de reflexão e soa como um alarme a despertar nossa responsabilidade para o futuro comum Terra-Humanidade: Lboff
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Deforestación de la selva amazónica en el estado brasileño de Rondônia
Foto: NASA
O papa Francisco, em janeiro de 2018, declarou em Puerto Maldonado, Peru: “A Amazônia é disputada por várias frentes: de um lado, o neoextrativismo e a forte pressão de grandes interesses econômicos ávidos por petróleo, gás, madeira, ouro e monocultivos industriais. Por outro, a ameaça procedente da perversão de certas políticas que promovem a ‘preservação’ da natureza sem levar em conta o ser humano.”

Francisco ressaltou que uma ecologia integral, que não separe ser humano e natureza, exige nova antropologia e novo conceito de desenvolvimento, nos quais a prioridade seja condições dignas de vida da população local.

Isso implica defender os direitos humanos e a Mãe Terra; resistir aos megaprojetos que causam morte; e adotar um modelo econômico sustentável, solidário, sintonizado com os ecossistemas e os saberes ancestrais dos amazônicos.

Em discurso aos participantes da conferência sobre “Transição energética e cuidado de nossa casa comum”, em 2018, no Vaticano, Francisco frisou que a busca de um crescimento econômico contínuo provocou graves efeitos ecológicos e sociais, porque “nosso atual sistema econômico prospera devido ao aumento de extrações, consumo e desperdício. A civilização requer energia, mas o uso da energia não deve destruir a civilização.”

Para o sínodo amazônico, a ecologia integral ou socioambiental exige mudança de paradigma, mas também uma espiritualidade da reciprocidade, de harmonia, que mantenha o equilíbrio do bioma capaz de refletir um sentido de convivência dentro dessa imensa maloca comum que é a Terra. Em suma, passar de uma cultura do descarte a uma cultura do cuidado.

Para tanto, é preciso promover uma educação ecológica que nos induza a outro estilo de vida, livre do consumismo obsessivo e do paradigma tecnoeconômico. Como propõe o papa Francisco na encíclica socioambiental “Louvado sejas” (Laudato Si), “dar o salto ao Mistério, onde a ética ecológica adquire seu sentido mais profundo”. Esta experiência espiritual, sagrada, ocorre quando se é capaz de solidariedade, responsabilidade e cuidado.

Pretende o sínodo que cada paróquia da Amazônia se torne uma ecoparóquia, e adote uma ecopedagogia. Isso significa aprender a conviver com a família de Deus que habita o território panamazônico, no qual há culturas ocultas, isoladas, sem contato com o mundo não indígena; outras que rejeitam convictamente a civilização ocidental; e ainda as que mantêm boas relações com a Igreja sem, contudo, assumir o Evangelho como referência de vida. Existe ainda uma Igreja autóctone, integrada por indígenas que relacionam seus saberes ancestrais com a palavra de Deus.

A proposta é que a Igreja presente na Amazônia, através de paróquias e congregações religiosas, se oponha aos projetos que ameaçam a floresta e os povos que a habitam, critique o paradigma tecnocrático, o antropocentrismo irresponsável, e o relativismo moral, e valorize a economia solidária, de valor de uso dos bens da natureza, e descarte a que prioriza o valor de troca.

Na visita à Amazônia, em janeiro de 2018, o papa Francisco, frisou que “a cultura de nossos povos é um sinal de vida. A Amazônia, além de ser uma reserva da biodiversidade, é também uma reserva cultural que deve ser preservada frente aos novos colonialismos.” E fez este apelo aos indígenas: “Ajudem seus bispos, ajudem seus missionários e missionárias a ser um com vocês e, no diálogo entre todos, possam formar uma Igreja com rosto amazônico e indígena”.

 Frei Betto é escritor, autor de “Uala, o amor” (FTD), entre outros livros.

 

 

 

Amazônia sob ataque: queimadas têm aumento de 145% em 2019

Sem Floresta Sem Vida: Segure a Linha do Desmatamento

Número de focos de calor é maior nas regiões com mais alertas de desmatamento

Esse ano, a temporada de fogo na Amazônia começou com força total © Daniel Beltrá / Greenpeace

Nos últimos dias a água dos Rios Voadores, que transportam pela atmosfera a umidade da Amazônia para todo o sul e centro-oeste do continente, foi substituída por fumaça, que chegou a ser notada nos estados de São Paulo e Paraná. A causa? A quantidade de focos de incêndio registrados na Amazônia em 2019 é uma das maiores dos últimos anos. De janeiro a 20 de agosto, o número de queimadas na região foi 145% superior ao registrado no mesmo período de 2018.

Na Amazônia brasileira, as taxas de alerta de desmatamento estão ligadas à incidência de fogo, que é uma das principais ferramentas usadas para desmatar. Dos dez municípios da região com maior número de alertas registrado pelo sistema Deter (Inpe), oito também estão no topo do ranking de queimadas.

Pontos em rosa escuro mostram focos de calor registrados no “Dia de Fogo” próximo à BR-163. © Greenpeace

Nos dias 10 e 11 deste mês, fazendeiros do entorno da BR-163 anunciaram que fariam um “dia de fogo”, segundo noticiaram jornais locais e a Folha de São Paulo. A ação coordenada fez o número de focos de calor aumentar 300% de um dia para o outro na principal cidade da região, Novo Progresso.

“Os que desmatam e destroem a Amazônia se sentem encorajados pelo discurso e pelas ações do governo Bolsonaro que, desde que tomou posse, tem praticado um verdadeiro desmonte da política ambiental do país”, declara Danicley Aguiar, da campanha Amazônia do Greenpeace.

Apenas o recente ataque feito pelo governo contra o Fundo Amazônia já resultou no bloqueio de R$ 288 milhões em doações da Noruega e da Alemanha, trazendo consequências perversas para o combate ao desmatamento e ao fogo na Amazônia. No fim de 2018, as ações de monitoramento e controle, entre elas prevenção e combate a incêndios florestais e queimadas não autorizadas, representavam 47% do valor destinado aos projetos apoiados pelo Fundo, totalizando R$ 891 milhões. Desse total, cerca de 90% foram destinados a projetos

implementados por entidades da administração pública brasileira (governos federal, estaduais e municipais), revelando a importância estratégica do Fundo para a conservação da Amazônia.

As queimadas e as mudanças climáticas operam em um ciclo vicioso: quanto mais queimadas, mais emissões de gases de efeito estufa e, quanto mais o planeta aquece, maior será a frequência de eventos extremos, tais como as grandes secas que passaram a ser recorrentes na Amazônia. Para além das emissões, o desmatamento colabora diretamente para uma mudança no padrão de  chuvas na região, que amplia a duração da estação seca, afetando ainda mais a floresta, a biodiversidade, a agricultura e a saúde humana.

 

 

 

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