Konflikte im Konklave: Spiegel der Weltkonflikte

Leonardo Boff

Wir leben in einem Wirbelsturm von Konflikten und Bedrohungen, wie es ihn in der Geschichte der Menschheit selten gegeben hat. Zwei skandalöse Tatsachen erfüllen uns mit Empörung und Scham: der Völkermord unter freiem Himmel, der in Netanjahus grausamem Krieg gegen das palästinensische Volk im Gazastreifen weitergeht. Dieses Verbrechen gegen die Menschlichkeit wird von einer Koalition von Kräften verübt, deren Wurzeln im Christentum liegen: die europäische Gemeinschaft und ein ehemaliger katholischer Präsident, Joe Biden, und ein anderer, der sich ebenfalls als Katholik präsentiert, von der perversesten Art, Donald Trump. Künftige Geschichtsbücher (wenn es überhaupt noch Geschichte geben wird) werden diese unsägliche Grausamkeit schonungslos anprangern.

Wir wissen nicht, ob die andere Tatsache lächerlicher ist als ein unlustiger Scherz oder ob es sich um eine wahre Aussage handelt: Donald Trump hat sich zum Präsidenten der USA und der Welt, ich wiederhole, zum Präsidenten der Welt, ausgerufen. Wir haben den Eindruck, dass wir uns in den dekadenten Zeiten der römischen Kaiser befinden, von denen die meisten verrückt waren und zu solchen Dummheiten fähig.

Trump führt einen Krieg gegen die gesamte Menschheit, denn er hat mit allen gebrochen, mit Freund und Feind gleichermaßen, und will sich als Herr der Welt aufspielen, ohne jede Chance auf Erfolg, denn die Menschheit ist weise und wird sich gegen eine solche Arroganz zu wehren wissen.

Ich erwähne diese unheilvollen Ereignisse, weil wir uns im Kontext eines Konklaves der Kardinäle befinden, die zusammengekommen sind, um den Nachfolger von Papst Franziskus zu wählen. Seien wir nicht naiv: Trotz der geheimnisvollen Gegenwart des Heiligen Geistes brechen auch im Inneren, verschlossen, Konflikte auf. Sie sind in gewisser Weise natürlich, denn die katholische Kirche als religiöse Institution ist nicht um das Buch der Evangelien herum organisiert, sondern um die sacra potestas (heilige Macht). Seit dem 3. Jahrhundert ist die Macht, ein Erbe der römischen Kaiser, die zentrale Kategorie, die die kirchliche Institutionalität prägt. Und dieser Zustand hält bis heute an, und zwar so sehr, dass der kleine Vatikanstaat die einzige noch existierende absolute Monarchie ist. Sehen Sie, was das Kirchenrecht in Kanon 331 über das Oberhaupt der Kirche sagt: „Der Hirte der Universalkirche (der Papst) hat die ordentliche, höchste, volle, unmittelbare und universelle Macht in der Kirche.“ Diese Macht wird später noch durch die Eigenschaft verstärkt, dass der Papst in Fragen der Lehre und Moral unfehlbar sei. Kann ein sterblicher und sündiger Mensch wie jeder andere alle diese Eigenschaften in sich tragen, die in Wahrheit nur Gott zustehen?

Diejenigen, die sich von der Macht leiten lassen, ganz gleich, wie sie bezeichnet wird, ob politisch, wirtschaftlich oder religiös, gehorchen dieser Logik, die der große Machttheoretiker Hobbes so gut formuliert hat:

„Ich stelle als allgemeine Tendenz aller Menschen ein immerwährendes und rastloses Verlangen nach Macht und mehr Macht fest, das erst mit dem Tod aufhört. Der Grund dafür liegt nicht in einem intensiveren Vergnügen, das man sich erhofft, sondern in der Tatsache, dass die Macht nur durch das Streben nach noch mehr Macht gesichert werden kann.“ Ich stelle fest: Das alles hat nichts mit Papst Franziskus zu tun, der in seiner ersten Verkündigung klar gesagt hat, dass er die Kirche nicht durch das kanonische Recht (can. 331), sondern durch die Liebe und das Evangelium führen wird.

Das Thema der Macht findet auch im Konklave seinen Widerhall. Da sind die Ultrakonservativen wie Kardinal Robert Sarah aus Guinea, Kard. Leo Burke aus den USA und Kardinal Gerhad Müller aus Deutschland, die eine extrem konservative Kirche postulieren, eine regelrechte Zisterne mit totem Wasser. Sie sind gegen alle Reformen, die bereits durchgeführt wurden und offiziell sind. Es gibt eine ganze Reihe von Konservativen, die sich dafür einsetzen, dass die Strukturen der Kirche so bleiben, wie sie sind, mit der Ausgrenzung der Frauen und dem Gehorsam der anderen Christen. Sie würden gerne zur lateinischen Messe und dem Priester mit dem Rücken zum Volk zurückkehren. Zum Erstaunen aller gibt es auch eine verschwörerische Organisation namens Red Hat Report, die von konservativen US-Katholiken, von Tycoons, die mit Trump und dem ultrakonservativen Bennan in Verbindung stehen, finanziert wird und die die Dienste der CIA und des FBI in Anspruch nimmt, um Daten über das Privatleben progressiver Kardinäle zu sammeln, mit der Absicht, sie zu manipulieren und das Konklave zu stören. Ihr Interesse besteht darin, die Wahl eines progressiven Papstes zu verhindern, der mit der Ausrichtung der Regierung unzufrieden ist, und einen Konservativen zu bevorzugen, der mit der autoritären Politik der derzeitigen Regierung im Einklang steht.

Und es gibt eine ganze Reihe von Orientierungen: Einige Kardinäle sind fortschrittlicher in dem Sinne, dass sie mit der modernen Welt gehen, andere sind fortschrittlich, aber kritisch gegenüber der Moderne, weil sie befürchten, die Gläubigen mit Gedanken zu kontaminieren, die nicht mit dem offiziellen Christentum übereinstimmen. Wieder andere sind offen franziskanisch, setzen sich für die Armen ein, verteidigen eine flexiblere Moral in Bezug auf Geschiedene, heißen Menschen mit anderen sexuellen Optionen willkommen und sind offen für den Dialog mit allen, so wie Papst Franziskus es war. Es ist von allem ein bisschen dabei.

Wie werden sich die Kardinäle aus so vielen verschiedenen Ländern und Kulturen kennen lernen? In der ersten Woche des Konklaves werden die internen Probleme der Kirche und der Welt erörtert: Es werden die wichtigsten Herausforderungen identifiziert und die grundlegende Frage aufgeworfen: Welcher der Kardinäle wäre am besten geeignet, diese enorme Aufgabe zu übernehmen? Da ist Kardinal Tagle aus Manila, der ganz im Sinne von Papst Franziskus für eine arme Kirche und vor allem für die Armen eintritt. Da ist Kardinal Zuppi aus Bologna, der in einer christlichen Gemeinschaft lebt, mit dem Fahrrad zum Palast fährt und der sich eindeutig für alle Randgruppen der Gesellschaft einsetzt und eine Kirche für alle ohne jegliche Diskriminierung befürwortet. Da ist Kardinal Pietro Parolin, Staatsoberhaupt und enger Freund von Papst Franziskus, ein wenig konservativ in der Doktrin, aber völlig offen für eine Kirche, die sich den Herausforderungen der neuen planetarischen Phase stellt.

Wohin wird die Wahl von so vielen Kardinälen mit so vielen theologischen und pastoralen Linien führen? Niemand weiß es. Die Hypothese ist jedoch bekannt: Wenn selbst unter den „papabili“ ein gewisser Konsens nicht erreicht wird, wird jemand gesucht, der diskreter ist, der fähig ist, einen Dialog mit den verschiedenen Parteien zu führen und einen Konsens herzustellen. Ich schlage den Namen von Kardinal Leonardo Ulrich Steiner von Manaus vor, einem Franziskaner und Verwandten von Kard. Paulo Evaristo Arns. Er hat eine gute Welterfahrung, spricht fließend Portugiesisch, Italienisch und Deutsch und verfügt über eine gesicherte theologische und geistliche Ausbildung. Und das Entscheidende: Er ist der einzige Kardinal aus dem riesigen Amazonas-Biom. Der Amazonas wird angesichts der ökologischen Unruhen und der globalen Erwärmung sicherlich eines der zentralen Themen in den Debatten zwischen den Kardinälen sein. Kardinal Leonardo hat sich einen Namen gemacht, indem er die Ureinwohner, die Fluss- und Waldbewohner verteidigt hat. Er war hart gegen den früheren Präsidenten Bolsonaro, weil er viele Covid-19-Opfer sterben ließ, vor allem weil er Krankenhäuser ohne Sauerstoff beließ. Vom Temperament her ist er heiter und sanft, und sein Blick ist tief auf die Menschen gerichtet, vor allem auf die, die am meisten leiden. Wer weiß, vielleicht ist er die Konsensfigur? Wenn dem so ist, würde es mich nicht wundern, wenn er folgenden Namen annimmt: Papst Franziskus II.

Möge der Geist in diese Richtung wehen und auf diesem Kardinal ruhen.

Leonardo Boff Ökotheologe und Schriftsteller

Übersetzt von Bettina Goldharnack

En el Cónclave hay conflictos: traslucen los conflictos del mundo

Leonardo Boff*

Vivimos en un torbellino de conflictos y amenazas como raramente ha habido en la historia humana. Dos hechos escandalosos nos llenan de indignación y de vergüenza: el genocidio a cielo abierto que continúa en la feroz guerra que Netanyahu está llevando a cabo  contra el pueblo palestino en la Franja de Gaza. Tal crimen contra la humanidad es perpetrado por una coalición de fuerzas cuyas raíces se encuentran en el cristianismo: la comunidad europea, un expresidente católico, Joe Biden, y otro que se presenta también como católico, de la más perversa especie, Donald Trump. Los futuros manuales de historia (si hubiera todavía historia) serán implacables contra esta innombrable crueldad.

El otro hecho no se sabe si es más ridículo que un chiste sin gracia o si es una afirmación verdadera: Donald Trump se proclama presidente electo de los USA y del mundo, repito, presidente del mundo. Da la impresión de que estamos en los tiempos de la decadencia de los emperadores romanos, la mayoría perturbados, que eran capaces de tales estupideces.

Trump está haciendo una guerra contra toda la humanidad, pues ha roto con todos, amigos y enemigos, y quiere imponerse como señor del mundo, sin ninguna posibilidad de conseguirlo, pues la humanidad es sabia y sabrá cómo defenderse de tanta arrogancia.

Refiero tales eventos siniestros porque estamos en el contexto de un Cónclave de Cardenales, reunidos para escoger al sucesor del Papa Francisco. No seamos ingenuos: allí dentro, encerrados con llave, pese a la presencia misteriosa del Espíritu Santo, emergen también conflictos.La pelicula Conclave lo muestra muy bien. En cierta manera son naturales, porque la Iglesia Católica como institución religiosa no se organiza en torno al libro de los Evangelios, sino en torno a la sacra potestas (poder sagrado). Desde el siglo III la categoría central que sustenta la institucionalidad eclesial es el poder, heredado de los emperadores romanos. Y así continúa hasta hoy, hasta el punto de que el pequeño Estado del Vaticano es la única monarquía absoluta que aún existe. Veamos lo que el derecho canónico dice del Cabeza de la Iglesia, en el canon 331: «El Pastor de la Iglesia Universal (el Papa) tiene en la Iglesia el poder ordinario, supremo, pleno, inmediato y universal». Ese poder  fue todavía aumentado, más tarde, con la característica de ser el Papa infalible en cuestiones de doctrina y moral. ¿Puede un ser humano mortal y pecador como todos portar todos esos atributos que, a decir verdad, solo caben a Dios?

Quien se orienta por el poder, poco importa su calificativo, sea político, económico o religioso, obedece a esta lógica tan bien formulada por el gran teórico del poder que fue Hobbes:

«Señalo, como tendencia general de todos los hombres, un deseo continuo e incansable de poder y más poder, que cesa solo con la muerte. La razón de ello no reside en el placer más intenso que se espera, sino en el hecho de que el poder sólo puede asegurarse buscando todavía más poder».

Observo: todo esto no tiene nada que ver con el Papa Francisco que en su primer pronunciamiento dijo claramente que iba a conducir a la Iglesia no con el derecho canónico (canon 331) sino con el amor y el evangelio.

En el Cónclave reverbera también el tema del poder. Hay ultra-conservadores como los cardenales Robert Sarah de Guinea, el cardenal Leo Burke de USA y el cardenal Gerhard Müller de Alemania que postula una Iglesia extremadamente conservadora, una verdadera cisterna de aguas muertas. Están en contra de todas las reformas hechas y oficiales. Hay un buen número de conservadores que se empeñan en mantener las estructuras de la Iglesia como están, con la marginación de las mujeres y la obediencia de los demás cristianos. Les gustaría volver a la misa en latín con el sacerdote de espaldas al pueblo. Para asombro general, hay también una organización conspiratoria Red Hat Report financiada por católicos conservadores norteamericanos, por magnates ligados a Trump y al ultraconservador Brennan, que utiliza los servicios de la CIA y del FBI para recoger datos de la vida privada de cardenales progresistas con la intención de manipularlos y viciar el Cónclave. Su interés es evitar la elección de un Papa progresista, incómodo a la orientación del gobierno y preferir un conservador que esté afinado con las políticas autoritarias de la actual administración.

Hay toda una gama de orientaciones: algunos cardenales son más progresistas, en el sentido de caminar con el mundo moderno; otros progresistas más críticos con las modernidades recelan contaminar a los fieles con pensamientos poco alineados al cristianismo oficial. Hay otros francamente francisquistas, que optan por los pobres, defienden una moral más flexible con referencia a los divorciados, acogen a las personas de otra opción sexual, abiertos al diálogo con todos como hacía el Papa Francisco. Hay un poco de todo.

¿Como se conocerán los cardenales venidos de tantos países lejanos y con culturas diferentes? En la primera semana del Cónclave se discuten los problemas internos de la Iglesia y del mundo: identificar los desafíos más relevantes y suscitar la pregunta fundamental: ¿qué cardenal sería el más apto para asumir esa tarea ingente? Está el cardenal Tagle de Manila, totalmente en la línea del Papa Francisco de una Iglesia pobre y especialmente de los pobres. Está el cardenal Zuppi de Bologna que vive en una comunidad de cristianos, va a palacio en bicicleta, defiende claramente a todos los marginados de la sociedad y una Iglesia de todos sin discriminaciones. Está el cardenal Pietro Parolin, Jefe de Estado y muy amigo del Papa Francisco, un poco conservador en doctrina pero totalmente abierto a una Iglesia con los desafíos de la nueva fase planetaria.

¿Por dónde irá la opción de tantos cardenales con tantas líneas teológicas y pastorales? Nadie lo puede saber. Sin embargo, es conocida la hipótesis: cuando no se logra un cierto consenso ni siquiera entre los “papabili” se busca a alguien más discreto que sea capaz de dialogar con las distintas partes, apto para crear un consenso.

Sugiero el nombre del Cardenal de Manaus Leonardo Ulrich Steiner, franciscano y pariente del cardenal Don Paulo Evaristo Arns. Tiene buena experiencia mundial, habla con fluidez portugués, italiano y alemán, goza de una segura formación teológico-espiritual. Y lo más decisivo: es el único cardenal del inmenso bioma amazónico. La Amazonia, debido al clamor ecológico y al calentamiento global será con seguridad uno de los temas centrales en los debates de los cardenales. El cardenal Leonardo destacó por la defensa de los pueblos originarios, los ribereños y pueblos de la selva, fue duro contra el expresidente Bolsonaro por dejar morir a mucha gente de Covid-19, en especial por dejar los hospitales sin oxígeno.

Es de temperamento sereno y tierno, con una mirada profunda hacia las personas, especialmente a las que más sufren. ¿Podría ser tal vez la figura de consenso? Si lo fuera, no me admiraría si asumiese este nombre: Papa Francisco II.

Traducción de María José Gavito Milano

¿Qué nuevo Papa prolongará el legado del Papa Francisco?

Leonardo Boff*

El Papa Francisco escogió el día adecuado para ir a encontrarse con el  Señor: la Pascua, que es el comienzo de lo nuevo y una pequeña anticipación del fin bueno de la historia.

         Reproduzco en parte un artículo que escribí el día 1/2//2020 ”Papa Francisco, ¿una nueva genealogia de papas?” Creo que expresa el deseo de muchos cristianos de América Latina. Nuestra perspectiva es que el Papa Francisco emerge como el inaugurador de una nueva genealogía de Papas que vienen desde fuera de la vieja cristandad europea.

         En la Iglesia europea vive solo el 25% de los católicos. En las Américas el 65% y los restantes en varios continentes. El cristianismo europeo está agónico. Hay iglesias cerradas porque ningún fiel asiste a ellas. En las Américas se está consolidando un cristianismo-fuente y ya no más espejo de los europeos. Después de más de 500 años de presencia cristiana surgieron rostros nuevos de Iglesia, la Iglesia en la base de los fieles, obispos desposeídos, no viviendo más en palacios sino en medio del pueblo, curas que viven en las periferias, una serie enorme de movimientos laicos, que asumen su autonomía, y muchas religiosas que viven en el interior de la Amazonia. Con razón decimos que aquí está surgiendo una eclesiogénesis, es decir, la génesis de otro tipo de iglesia. Lógicamente todavía persiste mucho del viejo estilo romano de Iglesia. Pero no es esta la que lleva al futuro; no caracteriza otro estilo de Iglesia distinto del estrictamente tradicional.

         Veo las siguientes características del papado de Francisco de Roma. En primer lugar Francisco no es solo un nombre sino un proyecto de Iglesia: pobre y especialmente para los pobres, una Iglesia anunciadora de paz contra todo tipo de guerras que existen en el mundo, denunciadora de un sistema económico que mata, pues practica dos injusticias: destruye la naturaleza y oprime a la mayoría de la humanidad, una Iglesia que cuida de la creación como Casa Común. Escribió dos bellas encíclicas: Laudato si sobre el cuidado de la Casa Común (2020) y Fratelli tutti (2025). Especialmente en esta última presenta una alternativa al paradigma de la modernidad fundado en el poder/dominación y en el ser humano por encima y fuera de la naturaleza. Presenta como alternativa la fraternidad universal y el amor social, el ser humano dentro de la naturaleza y hermano y hermana de todos los demás seres, en particular de sus semejantes. En eso ve una posible salvación de la vida en la Tierra, “pues estamos todos en el mismo barco, o nos salvamos todos o no se salva nadie”.

         Francisco de Roma imitando al de Asís no va a vivir a los palacios pontificios. Elige una casa de huéspedes, Santa Marta, vive en un cuarto sencillo y otro más para recibir a la gente. Está más próximo de la gruta de Belén que del palacio de Herodes. Es un hombre entre otros hombres. Dice que en primer lugar es obispo de Roma y después Papa, que quiere conducir a la Iglesia con amor y no con el derecho canónico. Pide a los obispos, cosa inaudita, una pastoral de la ternura y de la acogida sin restricciones.

         El Papa Francisco “viene del fin del mundo”, de Argentina, con otra imagen de Iglesia, distinta de aquella de sus predecesores, una Iglesia que no sea un castillo, vuelta hacia dentro con su ortodoxia y su disciplina, y rodeada de enemigos, la cultura de la modernidad, sino una “Iglesia en salida” hacia los que están al margen, que sufren y se sienten marginados. Dice que quiere “una Iglesia hospital de campaña” que acoge a todos los heridos sin preguntar su religión, su moralidad, basta que sean humanos y necesitados.

         Francisco no es un Papa centrado en la ortodoxia, ni en la vigilancia de los dogmas y de la recta disciplina. Respeta esto pero dice abiertamente que con estas cosas no se llega al corazón humano. Tenemos que acercarnos con bondad, con sentido de compasión y de ternura. No se trata de convertir a los otros sino de seducirlos con el mensaje humanitario de Jesús. Repitió muchas veces: Cristo vino para enseñarnos a vivir el amor incondicional, la solidaridad, la compasión, el perdón, valores que componen su proyecto de Reino de Dios.

         El Papa Francisco se inscribe en el marco de la teología de la liberación de estilo argentino: liberar la cultura silenciada y al pueblo oprimido. Desde joven estudiante asumió esta teología asociada a una promesa que se hizo a sí mismo: ir a visitar, él solo, todas la semanas una villa miseria, entrar en las casas, conversar con la gente, animarlas y traerles la verdad de que Dios ama especialmente a los pobres, pues Dios está vivo y prefiere a aquellos que menos vida tienen. Recibe con cariño al fundador de la teología de la liberación, Gustavo Gutiérrez, a John Sobrino, a Pepe Castillo y también tenía muchas ganas de verme a mí. Importante: interrumpió el sínodo para recordar la muerte de Gustavo Gutiérrez de 96 años, gran servidor de los pobres. Quedamos en encontrarnos varias veces pero por problemas internos del Vaticano no fue posible. Pero tengo cartas cariñosas de él y una fotografía juntos, cuando estuvimos en Buenos Aires en 1972 dando conferencias.

         Hecho cardenal, vivía solo en un pequeño apartamento, cocinaba su comida, prescindió del palacio y del automóvil. Iba a pie o se desplazaba en metro o en bus, salía a comprar su periódico.

         Tema central de su predicación es la misericordia infinita de Dios. Dice que la condenación es solo para este mundo, pues Dios no puede perder a ningún hijo o hija que ha creado por amor, pues nadie puede imponer límites a su misericordia que va más allá de la justicia. Insiste: no prediquen el evangelio con el miedo y con la amenaza del infierno. Cristo bien dijo en el evangelio de san Juan: “si alguien viene a mí, yo no le diré que se vaya”. Acoge a todos independientemente de su condición sexual. Un niño que se revela al Papa como homoafetivo, oye esta respuesta: “Dios te quiso así. Dios te ama y yo también de amo”. Efectivamente hace del mensaje cristiano una realidad liberadora que humaniza y hace alegre la vida y no una pesadilla con miedo al fuego del infierno.

          Me atrevo a pensar que, dado que la mayoría de los católicos viven fuera de la galaxia europea, los Papas, después del Papa Francisco, serán elegidos de las Iglesias nuevas, capaces de dialogar con las demás religiones y de vivir la nueva situación de la humanidad, habitando la única Casa Común.

         ¿Quién sabe si el único obispo de la Amazonia, el cardenal Leonardo Ulrich Steiner, franciscano, no podría ser la gran sorpresa, nombrado Papa con el nombre de Francisco II? En todo caso, junto con otros caminos espirituales, ayudará a mantener encendida la llama interior de la espiritualidad natural, la alimentará, la cultivará e impedirá que lo más sagrado del ser humano sucumba junto con su Casa Común.

*Leonardo Boff ha escrito Francisco de Asís y Francisco de Roma: una nueva primavera en la Iglesia, Madrid, Trotta 2013.

Há conflitos no Conclave: Respingam os conflitos do mundo

Leonardo Boff

Vivemos num turbilhão de conflitos e ameaças como raramente houve na história humana. Dois fatos escandalosos nos enchem de indignação e vergonha: o genocídio a céu aberto que continua na feroz guerra que Netanyahu move contra o povo palestino na Faixa de Gaza. Tal crime contra a humanidade é perpetrado por uma coligação de forças cujas raízes se encontram no Cristianismo: a comunidade europeia e um ex-presidente católico Joe Biden e outro que se apresenta também como católico,da mais perversa espécie,Donald Trump. Os futuros manuais de história (se houver ainda história) será implacável contra essa inominável crueldade.

O outro fato, não se sabe se é mais ridículo que uma piada sem graça, ou é uma afirmação verdadeira: Donald Trump proclama-se presidente eleito dos EUA e do mundo, repito, presidente do mundo. Temos a impressão de que estamos nos tempos da decadência dos imperadores romanos, a maioria ensandecidos, que eram capazes de tais estultícies.

Trump está levando uma guerra contra toda a humanidade, pois rompeu com todos, amigos e inimigos e quer se impor como senhor do mundo, sem qualquer chance de ganhar pois a humanidade é sábia e saberá como defender-se de tal arrogância.

Refiro tais eventos sinistros porque estamos em contexto de um Conclave de Cardeais, reunidos para escolherem o sucessor do Papa Francisco. Não sejamos ingênuos: lá dentro,fechados à chave,  a despeito da presença misteriosa do Espírito Santo, emergem também conflitos. Eles de certa maneira são naturais, porque a Igreja Católica como instituição religiosa se organiza não ao redor do livro dos Evangelhos, mas ao redor da sacra potestas  (do poder sagrado). Desde o século III a categoria central que monta a institucionalidade eclesial é o poder, herdado dos imperadores romanos. E isso continua até hoje a ponto de ser o pequeno Estado do Vaticano, a única monarquia absolutista subsistente.Veja o que o direito canônico diz do Cabeça da Igreja, no cânon 331:”O Pastor da Igreja Universal (o Papa) tem na Igreja o poder ordinário, supremo, pleno, imediato e universal”.Esse poder é acrescido ainda, mais tarde, com a característica de ser o Papa infalível em questões de doutrina e moral. Pode um ser humano mortal e pecador como todos carregar todos esses atributos que,na verdade, cabem só a Deus?

Quem se orienta pelo poder, pouco importa seu qualificativo, se político, econômico ou religioso obedece esta lógica tão bem formulado pelo grande teórico do poder que foi Hobbes:

“Assinalo, como tendência geral de todos os homens, um perpétuo e irrequieto desejo de poder e de mais poder, que cessa apenas com a morte. A razão disso não reside num prazer mais intenso que se espera, mas no fato de que não se pode garantir o poder senão buscando mais poder ainda”. Observo: tudo isso nada tem a ver com o Papa Francisco que em seu primeiro pronunciamento disse claramente que iria conduzir a Igreja não pelo direito canônico (cânon 331) mas pelo amor e pelo evangelho.

No Conclave reverbera também o tema do poder. Há os ultra-conservadores como os Cardeais Robert Sarah da Guiné, o Card. Leo Burke dos EUA e o Card.Gerhad Müller da Alemanha que postulam uma Igreja extremamente conservadora,uma verdadeira cisterna de águas mortas. São contra todas as reformas já feitas e oficiais. Há um bom número de conservadores que se empenham em manter as estruturas da Igreja como estão, com a marginalização das mulheres e a obediência dos demais cristãos. Gostariam voltar à missa em latim e o padre de costas para o povo. Para espanto geral, há ainda uma organização conspiratória Red Hat Report financiada por católicos conservadores norte-americanos, por magnatas ligados a Trump e ao ultra-conservador Bennan,utilizando os serviços da CIA e do FBI para levantar os dados da vida privada de Cardeais progressistas, com o intento de manipulá-los e viciar o Conclave. Seu interesse é evitar a eleição de um Papa progressista, incômodo à orientação do governo e preferir um conservador que estivesse afinado às políticas autoritárias da atual administração.

E há toda uma gama de orientações: alguns Cardeais são mais progressistas no sentido de caminhar com o mundo moderno, outros progressistas mas críticos às modernidades com receio de contaminar os fiéis com pensamentos pouco alinhados ao cristianismo oficial. Há outros francamente francisquistas que optam pelos pobres, defendem uma moral mais flexível com referência aos divorciados, que acolhem pessoas com outra opção sexual, abertos ao diálogo com todos como fazia o Papa Francisco. Há um pouco de tudo.

Como se conhecerão os cardeais vindos de tantos países longínquos e com culturas diferentes? Na primeira semana do Conclave se discutem os problemas internos da Igreja e do mundo: identificar os desafios mais relevantes e suscitar a pergunta fundamental: qual dos Cardeais seria o mais apto para assumir essa tarefa ingente? Há o Card Tagle de Manila, totalmente na linha do Papa Francisco de uma Igreja pobre e especialmente dos pobres. Há o Card.Zuppi de Bologna que vive numa comunidade de cristãos, vai ao palácio de bicicleta e que claramente defende a todos os marginalizados da sociedade e defende uma Igreja de todos sem qualquer discriminação. Há o Card Pietro Parolin, Secretário de Estado e amicíssimo do Papa Francisco, um pouco conservador em doutrina mas totalmente aberto a uma Igreja aos desafios da nova fase planetária.

Por onde irá a opção de tantos Cardeais com tantas linhas teológicas e pastorais? Ninguém pode saber. No entanto conhece-se a hipótese: quando não se chega a um certo consenso nem entre os “papabili”procura-se alguém mais discreto, capaz de dialogar com as várias partes, apto a criar um consenso.

Sugiro o nome do Cardeal de Manaus Leonardo Ulrich Steiner, franciscano e parente do Card. Dom Paulo Evaristo Arns. Possui boa experiência mundial, é corrente em português, italiano e alemão, goza de uma segura formação teológico-espritual. E o mais decisivo: é o único Cardeal do imenso bioma amazônico. A Amazônia, devido ao clamor ecológico e o aquecimento global,seguramente será um dos temas centrais nos debates entre os Cardeais. O Card. Leonardo notabilizou-se pela defesa dos povos originários, dos ribeirinhos e povos da floresta, foi duro contra o ex-presidente Bolsonaro por deixar morrer muitos de Covid-19 especialmente deixando os hospitais sem oxigênio. Por temperamento é sereno e terno e seu olhar é profundo sobre as pessoas, especilmente as que mais sofrem. Quem sabe, não será a figura de consenso? Se for, não me admiraria se assumisse o seguinte nome: Papa Francisco II.

Que o Espírito sopre nessa direção e repouse sobre esse Cardeal.

Leonardo Boff escreveu Francisco de Assis e Francisco de Roma: a irrupção da primavera na Igreja, Rio de Janeiro/Petrópolis 2013.