Wenn die Große Drangsal einsetzt, wird die Erde endlich zur wohlverdienten Ruhe kommen

 

Die Überlegungen von Waldemar Boff*, der mit Kleinbauern in der Nähe des Flusses Surui in Baixade Fluminense (Brasilien) ökologische Landwirtschaft betreibt, erscheinen mir sehr passend.

Er schreibt:

“Niemand kennt mit Gewissheit den Tag noch die Stunde. Das liegt daran, dass wir uns, fast ohne es zu bemerken, schon mitten darin befinden. Doch es nähert sich mit wachsender Intensität und Klarheit. Wenn die große Katastrophe geschieht, wird sie uns wie ein unerwartetes Ereignis erscheinen.

Obwohl es sichere Daten gibt, die hinweisen auf die unvermeidlichen globalen Veränderungen infolge des Klimawandels mit Konsequenzen, die die Wissenschaftler noch zu erfassen versuchen und die sich sicherlich noch verschlimmern werden, lassen sich die Industrienationen und ihre Regierungen durch ihre wirtschaftlichen Interessen und ihre mangelnde Weitsicht davon abhalten, die notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, um die Auswirkungen zu lindern und ihren Lebensstil an den fieberhaften Zustand der Erde anzupassen.

Wir können uns ein plausibles Szenario vorstellen, in dem Orkane ganze Regionen auslöschen werden. Gigantische Wellen werden Städte und Zivilisationen überschwemmen und sie an den Füßen von Bergen ihrem Tod überlassen. Ausgedehnte Dürreperioden werden dazu führen, dass alle Reichtümer der Welt gegen ein Glas schmutziges Wasser getauscht werden. Extreme Hitze und Kälte werden uns sehnsüchtig an die Erzählungen unserer Großmütter über nachmittägliche Brisen und abendliche Herdfeuer im Winter denken lassen, die stets vorhersehbar waren, sowie über Früchte, die in der Sommersonne heranreifen konnten. Die Menschen werden dann nur noch essen, um überleben zu können, und ihre Speisen werden von zweifelhaftem Geschmack sein.

Doch das wird noch nicht das Schlimmste sein. Die spindeldürre Mutter wird nicht in der Lage sein, ihre Tochter zu begraben, und der Enkel wird seinen Großvater für eine Brotkrume umbringen. Hunde und Katzen, des Menschen Freunde, werden überall als letzte Möglichkeit, den Hunger zu stillen, begehrt sein. Die Lebenden werden die Toten beneiden, und niemand mehr wird über den Tod von Kindern klagen. Hunger wird sich so weit ausgebreitet haben, dass, wie im besetzten Jerusalem, die Hungernden auf das nächste Hungertodopfer warten, um dessen schlaffes Fleisch zu essen.

„Euer Land wird zur Wüste und eure Städte werden zu Ruinen. … Dann hat das Land Ruhe und erhält Ersatz für seine Sabbate. Während der ganzen Zeit der Verwüstung hat es Sabbatruhe, die es an euren Sabbaten nicht hatte, als ihr noch darin wohntet.“ (Lev. 26,33-35)

Doch wird dies das Ende der ganzen Biosphäre sein? Nein. Für die Gerechten und Besonnenen wird Gott diese Tage abkürzen und nicht alles Leben auf Erden zerstören und damit sein Versprechen halten, das er unserem Vater Noah einst gab. Doch es ist notwendig, dass der Mensch durch diese Drangsal geht, um von seinem Egoismus zu erwachen und um zu erkennen, dass er Teil der Lebensgemeinschaft ist und deren hauptverantwortlicher Hüter.

Was können wir tun, um uns auf solche Zeiten vorzubereiten? Zuerst einmal müssen wir erkennen, dass wir bereits in diesen Zeiten leben. Wir wissen schon nicht mehr, wann Frühling und Herbst beginnen. Noch weniger können wir uns darauf verlassen, dass es warme und kalte Monate gibt. Wir wissen nicht mehr, wann es Regen oder Sonne gibt. Ebenso ist es wichtig, still zu werden, wachsam und aufmerksam und nach den Zeichen Ausschau zu halten, die die Beschleunigung des Wandlungsprozesses angeben. Und vor allem müssen wir umkehren, unsere Lebensgewohnheiten ändern, uns einer persönlichen Veränderung unterziehen, und zwar zutiefst und endgültig. Nur so werden wir die moralischen Bedingungen erfüllen, dies auch von anderen verlangen zu können. Doch wie schon zu Zeiten der Propheten werden nur wenige darauf hören, einige werden sich darüber lustig machen, und die meisten werden gleichgültig bleiben und sich alle Arten von Freiheiten wie zu Noahs Zeiten herausnehmen.

Wir sollten auch zu unseren Wurzeln zurückkehren, um einen Neubeginn zu machen, wie es die reuevolle Menschheit so oft getan hat, und erkennen, dass wir nur Geschöpfe sind, nicht die Schöpfer, dass wir untereinander Kameraden sind, nicht die Herren der Natur; dass wir uns notwendigerweise den großen Gesetzen des Lebens unterwerfen und aufmerksam auf die Stimme unseres Gewissens hören müssen, um glücklich zu sein. Wenn wir diese wesentlichen Gesetze befolgen, werden wir die Früchte der Erde ernten sowie die Freude unserer Seele. Befolgen wir sie jedoch nicht, so werden wir eine Zivilisation erben wie diese, in der wir gerade leben, voll Gier, Krieg und Trauer.

Für die kommenden, von Knappheit geprägten Zeiten müssen wir die althergebrachten Künste und Techniken wiedererlangen: pflanzen, aufbewahren, essen; für die Tiere sorgen und ihnen mit Respekt begegnen; Geräte und Eisenwaren mithilfe von lokaler Kunst und örtlichem Handwerk herstellen; Heilkräuter und nahrhafte Körner sammeln und pflanzen; Material zum Weben aufbewahren; Wasserquellen schützen, die richtigen Orte finden, um Brunnen zu graben, und lernen, wie man Regenwasser aufbewahrt. Wir müssen zu einer Ökonomie der Knappheit, der gemeinsamen Genügsamkeit und der blanken Schönheit kommen. Aus diesem zurückerlangten und bereicherten Wissen wird eine Zivilisation der Zufriedenheit erwachsen, eine Bio-Zivilisation der Erde guter Hoffnung.

Nach dieser tränenreichen und hoffnungsvollen Zeit werden wir die dummen Religionskriege, diese unerträglichen Streitereien um Götter, überwunden haben. Jenseits von Propheten und Traditionen, über Moralvorstellungen und Liturgien hinaus werden wir vielleicht wieder darauf zurückkommen, unter den vielfältigen Namen und Formen den einen, einzigen Schöpfer aller Dinge und Vater/Mutter allen Lebens in dem großen Geist verehren, der uns alle vereint und inspiriert, uns liebend in einer einzigen universellen Geschwisterlichkeit miteinander verbindet. Und wir werden schließlich in der Lage sein, alle Völker der Welt zu vereinen und ein wahres Parlament aller Religionen zu organisieren.“

*Waldemar Boff, in den USA diplomierter Philosoph und Soziologe, arbeitet mit dem SEOP (Servicio de Educación y Organización Popular = Bildungs- und Organisationsservice für das Volk) in La Baixada Fluminense zusammen.
übersetzt von Bettina Gold-Hartnack

 

 

QUANDO A GRANDE TRIBULAÇÃO CHEGAR A TERRA TERÁ ENFIM SEU MERECIDO DESCANSO

Achamos muito oportunas as reflexões deste autor que trabalha a ecologia com pequenos produtores rurais junto ao rio Surui, na Baixada Fluminense. Eis seu texto:
“Ninguém sabe ao certo o dia e hora. É que já estamos no meio dela, sem notarmos. Mas que está vindo, está, cada vez com mais intensidade e nitidez. Quando acontecer a grande virada, tudo vai parecer como se fosse de surpresa.
Embora haja dados seguros que apontam a inevitabilidade das mudanças globais devidas ao clima, com conseqüências que os cientistas tentam adivinhar, mas que seguramente serão para o pior, os interesses econômicos das grandes nações e a falta de visão a longo termo de seus líderes, não lhes permitem tomar as medidas necessárias para mitigar os efeitos e adaptar seu modo de vida ao estado febril da Terra.
Poderíamos imaginar um cenário plausível em que furacões varrerão regiões inteiras. Ondas gigantescas engolirão cidades e civilizações, indo morrer aos pés das montanhas. Secas prolongadas farão com que se troquem todas as riquezas por um simples copo de água suja. O calor e o frio extremos farão lembrar com saudades das histórias das avós que falavam das brisas da tarde e do aconchego de uma lareira no inverno, sempre previsível, e dos frutos amadurecidos ao calor de um sol de verão benfazejo. Comer-se-á só para sobreviver, sempre pouco e de gosto duvidoso.
Mas tudo isto ainda não será o pior. A mãe, de tão fraca, não conseguirá enterrar a filha e o neto matará o avô por causa de uma côdea de pão. O cão e o gato, amigos do homem, serão buscados por toda a parte como última possibilidade de matar a fome. Os vivos invejarão os mortos e não haverá quem chore a morte de crianças. A fome chegará a tal ponto que, como na Jerusalém sitiada, os famintos aguardarão a próxima vítima da morte para disputar-lhe a carne esfiapada.
“O país ficará devastado e as cidades se tornarão escombros. Todo o tempo em que ficar devastada, a Terra descansará pelos sábados que não descansou quando nela habitáveis” (Lev. 26,33-35).
Mas será o fim de toda a biosfera? Não. Por causa dos justos e sensatos, Deus abreviará esses dias e não dizimará toda a vida sobre a Terra, mantendo a promessa que fizera a nosso pai Noé. Mas é necessário que o ser humano passe por essa tribulação para acordar do seu egocentrismo e reconhecer em definitivo que ele é parte da comunidade da vida e o principal guardador dela.
Que fazer para nos prepararmos para esses tempos? Primeiramente, reconhecer que já vivemos neles. Hoje já não sabemos quando virá a primavera ou outono. Já não contamos com os meses de frio e calor. Já não sabemos reconhecer quando fará chuva ou sol.
Depois, importa ficar quieto, vigiando e observando os sinais que indicam a aceleração dos processos de mudança. E sobretudo, é imprescindível converter-se, mudar de hábitos de vida, uma mudança profunda, pessoal e definitiva. Só então estaríamos em condições morais de pedir aos outros que façam o mesmo. Mas como no tempo dos profetas, poucos ouvirão, alguns escarnecerão e a maioria se manterá indiferente e se permitindo toda sorte de liberdades como no tempo de Noé.
Deveríamos ainda voltar às raízes, recomeçar, como tantas vezes já fez a humanidade arrependida, reconhecendo que somos apenas criaturas e não Criador, que somos companheiros e não senhores da natureza; que para nossa felicidade é indispensável nos submeter às grandes leis da vida e ouvir com atenção a voz de nossa consciência. Se obedecermos a essas leis maiores, colheremos os frutos da Terra e a alegria da alma. Se desobedecermos a elas, herdaremos uma civilização como essa na qual estamos vivendo, cheia de avidez, guerras e tristezas.
Para esses tempos de carestia que virão, é fundamental  recuperar as ancestrais artes e técnicas do plantar, colher, comer; do cuidar dos animais e servir-se deles com respeito; do fazer utensílios e ferramentas, com arte e tecnologia local; do selecionar e plantar as ervas que curam e os grãos que nutrem; do recolher para tecer; do preservar as fontes d´água, do encontrar lugares apropriados para cavarmos os poços e do aprender a guardar as águas da chuva. É entrar na faculdade da economia da escassez, da sobriedade compartida e da beleza despojada. Desse saber recuperado e enriquecido surgiria uma civilização do contentamento, uma biocivilização, a Terra da boa esperança.
Depois dessa longa temporada de lágrimas e esperanças, superaremos essa estúpida guerra de religiões, essa intolerável disputa de deuses. Para além dos profetas e tradições, para além das morais e liturgias, quem sabe voltemos a adorar, sob múltiplos nomes e formas, o único Criador de todas as coisas e Pai-Mãe de todos os viventes, no grande Espírito que a tudo une e inspira, entrelaçados amorosamente na única fraternidade universal. E poderemos enfim organizar verdadeiramente a união de todos os povos do mundo e um autêntico parlamento de todas as religiões.

Waldemar Boff é formado em filosofia e sociologia nos USA, fundou o SEOP(Serviço de Educação e Organização Popular que atua entre os pobres na Baixada Fluminense.

Para onde aponta a crise do clima

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         Conheço poucos jornalistas que com tanto afinco, inteligência, boa informação e senso de equilíbrio nos entrega textos de grande relevância sobre questões ecológicas e afins como Washington Novaes. Cada sexta-feira publica no Estado de São Paulo um artigo que vale ler e guardar. Todos no Brasil estamos sofrendo sob o calor intenso, falta de chuvas e de águas nos reservatórios. Por outro lado, enchentes devastadoras, localizadas, em várias regiões do país. Como entender estes eventos extremos? Que sinais são estes que a Terra nos está dando? Para onde nos conduzirá o aumento da temperatura que não para de subir? Estas interrogações nos são colocadas para nossa preocupação e como desafio para fazermos alguma coisa a fim de mitigarmos e adaptarmo-nos aos efeitos perigosos das mudanças climáticas. Publicamos neste blog este artigo do amigo Washinton Novaes pois nos orienta sobre a real situação da Terra e de nosso pais. Lboff            

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O noticiário recente sobre a mais longa estiagem no Brasil em seis décadas – e suas graves consequências em vários setores de atividade no país – traz consigo memórias incômodas e a sensação de despreparo do poder público e da sociedade   para a questão das mudanças do clima. Há muitas décadas numerosos  estudos científicos têm alertado para a gravidade e o agravamento progressivo das mudanças, para a necessidade de implantar sem perda de tempo políticas e programas de “mitigação” e “adaptação” a essas transformações. Mas têm encontrado pela frente o ceticismo – quando não o descaso.  Ou a crença nas avaliações dos chamados “céticos do clima”.

         Para não ter de recuar muito no tempo, o autor destas linhas retorna, por exemplo, ao que escreveu neste mesmo espaço há uma década (6/3/2004), quando o panorama na área do clima tinha causas opostas às de hoje: o Nordeste em janeiro daquele ano recebera um volume de chuvas sete vezes maior que sua média histórica; em alguns pontos de Goiás, em 50 dias chovera tanto quanto todo o ano anterior; açudes e barragens rompiam-se; abriam-se comportas para evitar rompimentos e provocavam-se graves inundações a jusante. Cientistas clamavam por um sistema oficial de informações que habilitasse a sociedade para programas de adaptação e mitigação – à semelhança do que a Europa já fazia, devolvendo seus rios ao curso natural, eliminando barragens, evacuando as margens de rios, implantando sistemas de drenagem urbana.  O então secretário-geral da ONU, Kofi Annan, advertia: “São visíveis os sinais de mudanças climáticas, com inundações e secas cada vez mais graves”. Mas outro artigo  (26/23/2004)já acentuava que “no Brasil não se conseguiu ainda definir regras”, nem mesmo para um plano nacional de saneamento básico.

         Quem quiser recuar ainda mais no tempo, pode ir ao artigo de 31/7/1998, há mais de 15 anos, que se referia à maior estiagem no rio Cuiabá em 65 anos, que ameaçava o fornecimento de água a um milhão de pessoas – ao contrário do que acontecia no rio Branco, Acre, com “volumes inéditos de chuvas” levando a temer que se repetisse por aqui o drama pelo qual passava a China, com as maiores inundações em 40 anos, 2,5 mil mortos, um milhão de desabrigados. Dizia então o PNUD (ONU) que de 1967 a 1990 chegara a 3 bilhões o número de pessoas atingidas pelos desastres climáticos.

         Agora, São Paulo enfrenta os dias mais quentes desde fevereiro de 1943.  O “sistema Cantareira está à beira do colapso” (ESTADO, 8/2) e ameaça reduzir em 45% o  suprimento de toda a água na Região Metropolitana de São Paulo. O volume de água armazenado já caiu 13,7% em relação ao que era em 1930. Guarulhos sofre com  o racionamento dia sim, dia não. E o panorama se repete praticamente em todo o país, intensifica o consumo de energia elétrica.

Estudiosos como Sir Nicholas Stern dizem que o aumento da temperatura no mundo será de 4 a 5  graus até o fim do século. James Lovelock, autor da “teoria Gaia”, chega a prever (Rolling Stones, novembro de 2013) que “a raça humana está condenada” a perder mais de 5 bilhões da população até 2100, com o Saara invadindo a Europa, Berlim tonando-se mais quente do que Bagdá. A temperatura subirá 8 graus na América do Norte e Europa. Segundo a Organização Mundial de Meteorologia, “não haverá pausa no aumento da temperatura”; cada década será mais quente.

         Michael Bloomberg, o bilionário ex-prefeito de Nova York, hoje à frente de várias iniciativas “ambientalistas”, sugere o fechamento imediato de todas as minas de carvão mineral, a maior fonte de poluição – mas por aqui já colocamos em atividade as nossas termelétricas a carvão, as mais poluidoras e mais caras. Enquanto isso, a safra de soja em São Paulo já se perdeu em 40% (ESTADO, 7/2), com prejuizo de R$744 milhões. Em Goiás, já se foram 15%. E o mundo subsidia o consumo de petróleo.

         Não adianta mais exorcizar os que os “céticos” chamavam de ”profetas do Apocalipse”. Nem fechar os olhos à realidade. Temos de conceber e adotar com muita urgência um plano nacional para o clima. Que inclua regras rigorosas para a ocupação do solo, impeça o desmatamento, promova a recuperação de áreas, proteja os recursos hídricos. Obrigue os administradores públicos a tratar com urgência também do solo urbano e dos planos de drenagem , além da contenção das emissões de poluentes nos transportes.E que nos imponha repensar nossa matriz energética. É preciso conferir prioridade absoluta às fontes de energia “limpas” e renováveis. Avançar com a energia eólica, já competitiva e ainda desprezada. Estimular os formatos de energia solar, que avançam a toda a velocidade no mundo. Voltar a conferir preferência para as energias de biomassas, inclusive ao álcool, onde o Brasil foi pioneiro e agora importa dos Estados Unidos para baixar índices de inflação, com o etanol nas bombas prejudicado pela política anti-inflação de segurar os preços dos combustíveis.

         Não é só. Temos de caminhar sem retardo para conferir, na matriz energética, prioridade para a microgeração distribuída. Gerada localmente e consumida também localmente, essa microgeração – que pode ser, por exemplo, a resultante do aproveitamento de biogás  resultante dejetos animais, como se está fazendo no Paraná e se começa em outros lugares – permite ao produtor rural deixar de pagar contas de energia e ainda vender o excedente da produção para as distribuidoras. Sem “linhões” fantásticos, caríssimos (já temos mais de 100 mil quilômetros deles), desperdiçadores de energia. Sem megaprojetos de geração que custam os olhos da cara e exigem juros gigantescos.

 Esse é o caminho do futuro: o desenvolvimento local, com microgeração de energia. Sem concentrar a propriedade, sem concentrar a renda. E, se tivermos competência e sorte, reduzindo a emissão de poluentes e contribuindo para atenuar as mudanças do clima.

 

 

Contra a imbecilidade do atual anticomunismo

Mauro Santayana é um dos jornalistas mais eruditos do jornalismo brasileiro. Sempre comprometido com causas humanitárias, contundente e dotado de um estilo de grande elegância. Somos colegas como colunistas do Jornal do Brasil-on line. Recentemente, no dia 17/12/2013, publicou um artigo sob o título HAMEUS PAPAM  com o qual me identifiquei imediantamente. Sofro ataques imbecis de que sou comunista e marxista, como se para um teólogo com 50 anos de atividade, fosse uma banalidade fazer esta acusação. Sou cristão, teólogo e escritor. Marx nunca foi pai nem padrinho da Teologia da Libertação que ajudei a formular. O atual anticomunismo  revela a anemia de espírito e a pobreza de pensamento  que  estão prevalecendo como disfarce para esconder o desastre que significa a economia de mercado, altamente predadora da natureza e agressora de todo tipo de direitos humanos e agora numa crise da qual não sabem como sair. Há tempos o Zürcher Zeitung, o maior jornal suiço e pouco depois o Times diziam que o autor mais lido hoje é Marx. Não só por estudiosos, mas por banqueiros e financistas conscientes que querem saber por que seu sistema foi a falência e por que tem tantas dificuldades em sair dele, se é que encontram uma saída que não signifique mais sacrificio para a natureza (injustiça ecológica) e para a humanidade já sofredora (injustiça social). Hoje mais e mais se percebe que este sistema é anti-vida, anti-democracia e anti-Terra. Se não cuidarmos poderá nos levar a um abismo fatal. É uma reflexão que faço contra meus acusadores gratuitos e faltos de razão. Penso às vezes que Einstein tinha razão quando disse:”Existem dois infinitos:um do universo e outro dos estultos; do primeiro tenho dúvidas, do segundo, absoluta certeza”. Estimo que muitos dos anticomunistas atuais se inscrevem nesse segundo infinito. É fácil serrar árvore caída e convardia chutar cachorro morto. Pensemos, antes, no presente com sentido de responsabilidade, unidos face a um feixe de crises que nos poderá levar a uma tragédia ecológico-social. Como fazer tudo para evitá-la e garantir um futuro comum para todos, inclusive para a nossa civilização e para nossa Casa Comum. Essa é a questão maior a ser pensada e sobre ela inaugurar práticas salvadoras e não distrair-se com discutir um comunismo inexistente, morto e sepultado. LBoff

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Habemus Papam

Acusado por um conservador norte-americano de ser marxista, Jorge Mario Bergoglio, o papa Francisco, negou sê-lo, mas disse que não se sentia ofendido, por ter conhecido ao longo de sua vida muitos marxistas que eram boas pessoas.
A declaração do papa, evitando atacar ou demonizar os marxistas, e atribuindo-lhes a condição de comuns mortais, com direito a ter sua visão de mundo e a defendê-la, é extremamente importante, no momento que estamos vivendo agora.

A ascensão irracional do anticomunismo mais obtuso e retrógrado, em todo o mundo — no Brasil, particularmente, está ficando chique ser de extrema direita — baseia-se em manipulação canalha, com que se tenta, por todos os meios, inverter e distorcer a história, a ponto de se estar criando uma absurda realidade paralela.

Estabelecem-se, financiados com dinheiro da direita fundamentalista, “museus do comunismo”; surgem por todo mundo, como nos piores tempos da Guerra Fria, redes de organizações anticomunistas, com a desculpa de se defender a democracia; atribuem-se, alucinadamente, de forma absolutamente fantasiosa, 100 milhões de mortos ao comunismo.

Busca-se associar, até do ponto de vista iconográfico, o marxismo ao nacional-socialismo, quando, se não fossem a Batalha de Stalingrado, em que os alemães e seus aliados perderam 850 mil homens, e a Batalha de Berlim, vencidas pelas tropas do Exército Vermelho — que cercaram e ocuparam a capital alemã e obrigaram Hitler a se matar, como um rato, em seu covil — a Alemanha nazista teria tido tempo de desenvolver sua própria bomba atômica e não teria sido derrotada.

Quem compara o socialismo ao nazismo, por uma questão de semântica, se esquece de que, sem a heroica resistência, o complexo industrial-militar, e o sacrifício dos povos da União Soviética — que perdeu na Segunda Guerra Mundial 30 milhões de habitantes — boa parte dos anticomunistas de hoje, incluídos católicos não arianos e sionistas, teriam virado sabão nas câmaras de gás e nos fornos crematórios de Auschwitz, Birkenau e outros campos de extermínio.
Espalha-se, na internet — e um monte de beócios, uns por ingenuidade, outros por falta de caráter mesmo, ajudam a divulgar isso — que o Golpe Militar de 1964 — apoiado e financiado por uma nação estrangeira, os Estados Unidos — foi uma contrarrevolução preventiva. O país era governado por um rico proprietário rural, João Goulart, que nunca foi comunista. Vivia-se em plena democracia, com imprensa livre e todas as garantias do Estado de Direito, e o povo preparava-se para reeleger Juscelino Kubitscheck presidente da República em 1965.

1964 foi uma aliança de oportunistas. Civis que há anos almejavam chegar à Presidência da República e não tinham votos para isso, segmentos conservadores que estavam alijados dos negócios do governo e oficiais — não todos, graças a Deus — golpistas que odiavam a democracia e não admitiam viver em um país livre.

Em um mundo em que há nações, como o Brasil, em que padres fascistas pregam abertamente, na internet e fora dela, o culto ao ódio, e a mentira da excomunhão automática de comunistas, as declarações do papa Francisco, lembrando que os marxistas são pessoas normais, como quaisquer outras — e não são os monstros apresentados pela extrema-direita fundamentalista e revisionista sob a farsa do “marxismo cultural” — representam um apelo à razão e um alento.

Depois de anos dominada pelo conservadorismo, podemos dizer, pelo menos até agora, que Habemus Papam, com a clareza da fumaça branca saindo, na Praça de São Pedro, em dia de conclave, das veneráveis chaminés do Vaticano.

Um Papa maiúsculo, preparado para fortalecer a Igreja, com o equilíbrio e o exemplo do Evangelho, e a inteligência, o sorriso, a determinação e a energia de um Pastor que merece ser amado e admirado pelo seu rebanho.