Eine andere Art der Konfliktbewältigung

Seit es Menschen gibt, hat es schon immer Konflikte aller Arten gegeben, vor allem in patriarchalischen Systemen. Das vorherrschende Mittel, diese zu bewältigen, war und ist noch immer der Gebrauch von Gewalt, um den anderen zu bekämpfen und auf irgendeinen niedrigeren Rang unterzuordnen. Dies ist der schlechteste Weg, denn er lässt den Bekämpften mit Bitterkeit, Demütigung und dem Verlangen nach Rache zurück. Auf diese Weise wird die Gewaltspirale aufrecht erhalten, die gerade heutzutage die Form des Terrorismus annimmt, die Rache der Gedemütigten. Sollte dies der einzige Weg für Menschen sein, um ihre Konflikte zu bewältigen?

Es gab jemanden, der sich als der „Verrückte Gottes“ (pazzus Dei) bezeichnete: Franz von Assisi, der auch der aktuelle Franziskus von Rom sein könnte, der auf der Suche nach einem anderen Weg war. Der vorige Weg war der des Gewinnens oder des Verlierens. Der neue Weg, der win/win-Weg, entzieht dem kriegerischen Denken die Grundlage. Wir wollen einige Beispiele aus der Praxis des Franz von Assisi beleuchten. Sein üblicher Gruß, wenn er jemandem begegnete, war: „Friede und Heil“. Von seinen Anhängern verlangte er: „Grüßt jeden, der auf euch zukommt, mit Freundlichkeit, ob Freund oder Feind, Dieb oder Bandit“ (Regel Nr. 7).

Wir wollen Franziskus’ Strategie im Hinblick auf Gewalt betrachten. Dazu ziehen wir zwei Legenden heran, die, da es sich um Legenden handelt, seinen Geist besser zum Ausdruck bringen als eine Darstellung von Fakten: die Diebe des Dörfchens San Sepolcro und der Wolf von Gubbio (Fioretti, Kap. 21).

Eine Diebesbande pflegte sich in den Wäldern zu verstecken und die Vorübergehenden aus der Nachbargemeinde zu berauben. Vom Hunger geplagt gingen sie zur Eremitage der Brüder und fragten nach Essen. Die Brüder hießen sie willkommen, jedoch nicht ohne Gewissensbisse: „Es ist nicht recht, dass wir dieser Diebesbande gegenüber gütig sind, die so viel Böses in der Welt verursacht.“ Sie trugen Franziskus diese Frage vor, der folgende Strategie vorschlug: Bringt Brot und Wein in den Wald und ruft ihnen zu: „Brüder Diebe, kommt her, wir sind Brüder und bringen euch Brot und Wein.“ Sie werden fröhlich essen und trinken, dann sprecht zu ihnen über Gott, aber verlangt nicht von ihnen, das Leben, das sie führen, abzulegen, denn das wäre zuviel verlangt. Verlangt nur von ihnen, dass sie niemandem Schaden zufügen, wenn sie jemanden überfallen. Ein anderes Mal riet Franziskus: „Bringt ihnen etwas Besseres: Käse und Eier.“ Die Diebe werden sich noch mehr freuen, doch auch das Flehen der Brüder hören: „Lasst dieses Leben des Hungerns und Leidens hinter euch, hört auf zu stehlen, geht lieber arbeiten, denn der gute Gott wird für das sorgen, was Körper und Seele brauchen.“ Von solcher Güte ergriffen ließen die Diebe von ihrem Lebenswandel ab und einige von ihnen wurden sogar Anhänger Franziskus’.

Hier wurde der Finger, erhoben zur Beschuldigung und Verurteilung, beiseite geschoben im Namen der wärmenden Nähe und des Vertrauens in die versteckte Energie, die in den Dieben lag und ihnen ermöglichte, etwas anderes als Diebe zu sein. Es geht darum, die Haltung zu überwinden, die alles in schwarz und weiß kategorisiert, die Güte auf die eine Seite stellt und das Böse auf die andere. Tatsächlich verbirgt sich in jedem Menschen ein möglicher Dieb und ein möglicher Bruder. Mit zärtlicher Zuneigung lässt sich der im Dieb verborgene Bruder retten. Und dies geschah in Assisi.

Diese Strategie, die auf Gewalt verzichtet, findet sich auch in der Legende des Wolfs von Gubbio, der die Menschen dieser Kleinstadt attackierte. Wieder einmal wird das Schwarz-Weiß-Denken überwunden: auf der einen Seite haben wir den „großen, schrecklichen und räuberischen Wolf“ und auf der anderen Seite die angstvollen, bewaffneten Menschen. Die Akteure auf beiden Seiten, deren einziges Verhältnis aus Gewalt und gegenseitiger Zerstörung bestand, wurden miteinander konfrontiert. Franziskus’ Strategie bestand nicht im Streben nach einem Waffenstillstand oder einem Gleichgewicht der von Angst bestimmten Kräfte. Er ergriff weder für die eine noch für die andere Seite Partei in einer falschen heuchlerischen Haltung: „Der andere ist schlecht, nicht ich. Daher muss er zerstört werden.“ Hat sich schon einmal jemand gefragt, ob sich nicht in jedem von uns ein böser Wolf und gleichzeitig ein guter Bürger/eine güte Bürgerin verbirgt?

Der Weg des Franziskus war die Vereinigung von Gegensätzen und bestand darin, die Gegensätze einander anzunähern, sodass sie miteinander Frieden schließen konnten. Franziskus ging zum Wolf und sagte zu ihm: „Bruder Wolf, du bist ein böser Mörder und hast den Galgen verdient, aber ich erkenne auch, dass du nur deshalb soviel Böses tust, weil du hungrig bist. Lass uns einen Vertrag schließen: Die Menschen werden dir zu essen geben, und du wirst aufhören, sie zu bedrohen.“ Dann richtete Franziskus sich ans Volk und predigte ihm: Wendet euch Gott zu, hört auf zu sündigen. Stellt sicher, dass es genug zu essen für den Wolf gibt, dann wird Gott euch von der ewigen Strafe befreien und vom bösen Wolf.“

Der Legende zufolge änderte die Kleinstadt ihre Gewohnheiten. Die Menschen beschlossen, den Wolf zu füttern, und der Wolf lief unter den Menschen herum, als wäre er ein freundlicher Mitbürger.

Manche haben diese Legende als eine Metapher für den Klassenkampf gelesen. Das wäre eine Möglichkeit. Tatsache ist jedoch, dass Frieden geschlossen wurde, und dies nicht durch den Sieg der einen über die andere Seite, sondern indem die Denkweise in Seiten und Parteien überwunden wurde. Alle gaben nach, Gewinn auf beiden Seiten wurde möglich, und es kam zu Frieden, einem Frieden, der nicht durch sich selbst existiert, sondern der aus einem gemeinsamen Einverständnis zwischen den Menschen und dem Wolf entsprang.

Fazit: Franziskus stimulierte weder die Widersprüche, noch beseitigte er die dunkle Dimension, in der der Hass kocht. Franziskus vertraute in die humanisierende Fähigkeit der Güte, in Dialog und gegenseitiges Vertrauen. Er war nicht naiv. Er wusste, dass wir in der „regio dissimilitudinis“ leben, in einer Welt von Ungleichheiten (Fioretti, Kap. 37). Doch er gab sich dieser dekadenten Situation nicht hin. Er erfasste intuitiv, dass jenseits von Bitterkeit in jedem Geschöpf eine verborgene Güte existiert, die gerettet werden muss. Und so geschah es.

Der Tag wird kommen, an dem die Menschen sich mit ihrer spirituellen Intelligenz und mit der des Herzens versöhnen werden, deren biologische Grundlage kürzlich durch Neurologen identifiziert werden konnte, und die durch die intellektuelle Vernunft ergänzt wird, welche teilt und auflöst. Dann werden wir das Königreich des Friedens und der Eintracht einläuten. Der Wolf wird weiterhin ein Wolf bleiben, doch er wird niemanden mehr bedrohen.

ubersetzt von Bettina Gold-Hartnack
 

 

 

 

 

 

A hospitalidade: direito de todos e dever para todos

A questão mundial dos refugiados nos recoloca sempre de novo o imperativo ético da hospitalidade, no nivel internacional e também no nível nacional. Há migração de povos como nos tempos da decadência do império romano. São milhões que buscam novas pátrias para sobreviver ou simplesmente para fugir das guerras e encontrar um mínimo de paz.

A hospitalidade é um direito de todos e um dever para todos. Immanuel Kant (1724-1804) viu claramente a imbricação entre direitos e deveres humanos e a hospitalidade para a construção daquilo que ele chama de “paz perpétua”(Zum ewigen Frieden de 1795; veja Jacó Guinsburg, A paz perpétua, Ed. Perspectiva, São Paulo 2004).

Antecipando-se ao seu tempo, Kant propõe a república mundial (Weltrepublik) ou o Estado dos povos (Völkerstaat) fundada no direito da cidadania mundial (Weltbürgerrecht). Esta, diz Kant, tem como primeira característica a “hospitalidade geral” (algemeine Hospitalität: § 357).

Por que exatamente a hospitalidade? O próprio filósofo responde: “porque todos os seres humanos estão sobre o planeta Terra e todos, sem exceção, têm o direito de estar nele e visitar seus lugares e os povos que o habitam. A Terra pertence comunitariamente a todos (§358) “.

Esta cidadania materializada pela hospitalidade geral se rege pelo direito e jamais pela violência. Kant postula a desmontagem de todos os aparatos bélicos e a supressão de todos os exércitos, assim como o faz modernamente a Carta da Terra. Pois, enquanto existiram tais meios de violência, continuam as ameaças dos fortes sobre os fracos e as tensões entre os Estados, minando as bases de uma paz duradoura.

O império do direito e a difusão da hospitalidade generalizada devem criar uma cultura dos direitos que penetra as mentes e os corações de todos os cidadãos mundializados, gerando de fato a “comunidade dos povos”(Gemeinschaft der Völker). Esta comunidade dos povos, assevera Kant, pode crescer tanto em sua consciência que a violação de um direito num lugar é sentida em todos os lugares (§360), coisa que mais tarde repetirá por sua conta Ernesto Che Guevara. Tanta é a solidariedade e o espírito de hospitalidade que o sofrimento de um é o sofrimento de todos e o avanço de um é o avanço de todos. Parece o Papa Francisco falando dos seres humanos como seres de relação e que participam das dores dos outros.

Se queremos uma paz perene e não apenas uma trégua ou uma pacificação momentânea, devemos viver a hospitalidade universal e respeitar os direitos universais.

A paz, segundo Kant, resulta da vigência do direito, da cooperação juridicamente ordenada e institucionalizada entre todos os estados e povos. Os direitos são para ele, “a menina-dos-olhos de Deus” ou ainda “o mais sagrado que Deus colocou na Terra”. O respeito aos direitos faz nascer uma comunidade de paz que põe um fim definitivo “ao infame beligerar”.

Nos tempos atuais foi J. Derrida que retomou a questão da hospitalidade (De l’hospitalité, Paris 1977) conferindo-lhe o caráter incondicional para todos.

Mas foi ainda Kant que lhe deu a melhor fundamentação. Sua base é a boa vontade que, para ele, é a única virtude que não tem defeito nenhum. Na sua Fundamentação para uma metafísica dos costumes(1785) faz uma afirmação de grandes consequências: “Não é possível se pensar algo que, em qualquer lugar no mundo e mesmo fora dele, possa ser tido irrestritamente como bom senão a boa vontade (der gute Wille)”. Traduzindo seu difícil linguajar: a boa vontade é o único bem que é somente bom e ao qual não cabe nenhuma restrição. A boa vontade ou é só boa ou então não é boa vontade. Se ela carrega suspeitas, logo não é boa. Ela supõe total abertura do outro ao outro e a confiança incondicional. Isso é factível para os seres humanos. Se não nos revestirmos desta boa-vontade, não vamos encontrar uma saída para a desesperadora crise social que dilacera as sociedades periféricas e os milhões de refugiados que se dirigem à Europa.

A boa vontade é a última tábua de salvação que nos resta. A situação mundial é uma calamidade. Vivemos em permanente estado de sítio ou de guerra civil mundial. Não há ninguém, nem as duas Santidades, o Papa Francisco e o Dalai Lama, nem as elites intelectuais e morais, nem a tecno-ciência que forneçam uma chave de encaminhamento global. Na verdade, dependemos uicamente da nossa boa vontade. Vale recordar o que escreveu Dostoievski em sua narrativa fantástica O sonho de um homem ridículo de 1877:”Se todos quisessem de fato tudo mudaria sobre a Terra num momento”.

O Brasil reproduz em miniatura a dramaticidade mundial. A chaga social produzida em quinhentos anos de descaso com a coisa do povo significa uma sangria desatada. Grande parte de nossas elites nunca pensou uma solução para o Brasil como um todo mas somente para si. Estão mais empenhadas em defender seus privilégios que garantir direitos para todos. Por mil manobras políticas, até com ameaças de empeachment, conseguem manipular os governos democraticamente eleitos para que assumam a agenda que lhes interessa e impossibilitar ou protelar as transformações sociais necessárias. Contrariamente à maior parte do povo brasileiro que mostrou imensa boa vontade, boa parte das elites se nega saldar a hipoteca de boa vontade que deve ao país.

Se a boa vontade é assim tão decisiva, então urge suscitá-la em todos. Todos têm o dever de hospedar e o direito de ser hospedado porque vivemos na mesma Casa Comum.

 

Francisco de Assis:o protótipo ocidental da razão cordial. Entrevista com L. Boff

Esta entrevista saiu no IHU- on line, dos jesuitas da Unisinos RS no dia 4/10/2015

“Francisco punha coração em todas as coisas, por isso as amava e sentia-se unido a elas como membros de uma grande família terrenal e cósmica”, afirma o teólogo

Foto: Jim Frazier

“Ser radicalmente pobre para poder ser plenamente irmão: este é o sentido da pobreza franciscana”, explica Leonardo Boff à IHU On-Line, na entrevista a seguir, concedida por e-mail.

Neste domingo, 04-10-2015, a Igreja celebra o dia de São Francisco de Assis, que, segundo o teólogo, “inaugurou uma Igreja na base, junto com os pobres, pregando pelas estradas ou nas praças, rezando as horas canônicas debaixo de árvores e teatralizando passagens bíblicas como fez com a celebração do Natal, inventando o presépio”.

Fonte de inspiração nos dias de hoje, a figura de Francisco de Assis é reavivada na Igreja e inspira inclusive Bergoglio, que “tomou o nome de Francisco pelo fascínio que sempre exerceu sobre ele a figura deste santo especial e por causa do amor aos pobres e à natureza”, diz o teólogo. Parafraseando a Carta Encíclica Laudato Si’, do Papa Francisco, sobre o cuidado da casa comum, Boff lembra que “‘Francisco é o exemplo por excelência do cuidado pelo que é frágil e por uma ecologia integral… o seu coração era universal’ (n.10). Todo o texto da encíclica vem imbuído de coração, pois lê os dados da situação da Terra afetivamente e não apenas intelectualmente. Isso é o modo de São Francisco ler o mundo a partir de um sentimento profundo de união”.

Autor de São Francisco de Assis: Ternura e Vigor, Boff enfatiza que Francisco se “transformou num arquétipo”, numa referência de ideal humano, porque “de tudo o que lhe acontecia, a dimensão de sombra e a dimensão de luz, suas decepções e alegrias, seu sofrimento e morte, fazia caminhos de crescimento e de total integração. Desse processo que combina ternura e vigor, céu e terra, vida e morte, irrompe sua irradiação de alguém que realizou sua humanidade de modo exemplar. Criou um humanismo terno e fraterno que vai além do mundo humano e que abarca toda a natureza e o próprio universo. (…) Francisco bem o sabia, por isso, embora para nós seja um santo exemplar, se considerava o maior pecador do mundo, ‘pequenino, pútrido e fétido, mesquinho, miserável e vil’, como diz numa de suas cartas. Ele podia dizer isso, pois não havia negado, mas integrado tais realidades sombrias, próprias de nossa condição humana, numa síntese superior, repleta de luz, de enternecimento e de amortização”.

Leonardo Boff é teólogo, filósofo e autor de uma imensa obra sobre temas ambientais. Desta obra, citamos Ecologia: grito da Terra, grito dos pobres, recentemente reeditada.

Confira a entrevista.

Foto: http://www.paroquiadapompeia.org.br

IHU On-Line – Quem foi Francisco de Assis? Como entendê-lo na sua complexidade que vai da ternura ao vigor?

Leonardo Boff – Embora tenha vivido há mais de 800 anos, novo é ele; nós somos velhos. Pois ele conseguiu o que nós dificilmente alçamos: nos relacionar com todas as coisas, mesmo as mais adversas como a morte, chamando-as com o doce nome de irmãos e irmãs. Assim conseguiu uma reconciliação, como se fosse um habitante do paraíso terrenal. Com razão o grande historiador Arnold Toynbee disse em sua última entrevista: “Francisco, o maior dos homens que viveram no Ocidente, deve ser imitado por todos nós, pois sua atitude é a única que pode salvar a Terra e não aquela de seu pai, o mercador Bernardone”.

O filósofo Max Scheler em conhecido livro Essência e Formas da Simpatia afirmava: “São Francisco é o protótipo ocidental da razão cordial e emocional, coisa que posteriormente foi relegada à margem”. É ela que nos faz sensíveis à paixão dos sofredores e aos gritos da Terra devastada pela voracidade industrialista atual.

IHU On-Line – O senhor diz que o contato com Francisco de Assis provoca uma crise profunda. Que tipo de crise é essa?

Leonardo Boff – São Francisco nos faz descobrir nosso distanciamento da natureza, como se não fôssemos parte dela, mas sim seus senhores e donos. Essa atitude está na raiz da crise ecológica atual, pois ela se funda na falta de pertencimento, da ausência de cuidado e de amor para com todas as coisas, pois elas têm um valor intrínseco em si mesmas. Comparar o que somos e fazemos com o que fazia e era São Francisco nos cria má consciência e nos introduz numa crise purificadora, pois nos convida a mudar nosso estilo de vida.

IHU On-Line – Como entender a mística de Francisco de Assis e a sua relação com o meio ambiente?

Leonardo Boff – São Francisco conferiu centralidade ao coração. Em seus escritos a palavra “coração” ocorre 42 vezes sobre uma de “inteligência”; “amor”, 23 vezes sobre 12 de “verdade”. Sabemos hoje que é na razão cordial e sensível que se encontram a sensibilidade profunda para com os outros, os valores éticos e a espiritualidade. É o coração que o fez sentir o Sol, a Lua, a água e o lobo e até a morte como irmãos e irmãs. Essa atitude nos é exigida hoje pela crise ecológica. A razão sozinha não dá conta de nossos problemas fundamentais, porque ela apenas vê, analisa e calcula. Será o coração que nos moverá para o cuidado, o respeito e o amor à Mãe Terra.

IHU On-Line – Qual era a concepção de Igreja de Francisco de Assis? Quais eram os pontos cruciais de divergência com o alto clero? Com qual modelo de igreja ele estava dialogando e, inclusive, se opondo?

Leonardo Boff – O teólogo Joseph Ratzinger, num de seus escritos sobre o sentido da profecia na Igreja, escreveu que o “não” de São Francisco ao tipo de Igreja de seu tempo não poderia ser mais radical. Mas seu “não” nunca é verbalizado, nunca faz uma crítica aberta ao sistema curial, especialmente sob Inocêncio III, o Papa mais poderoso da história da Igreja. Ele não falou nem criticou como fizeram os Reformadores do século XVI. Ele simplesmente deixou-se orientar pelo evangelho, lido em glossa, quer dizer, sem comentários que lhe tiram a força transformadora, mas em seu sentido original: viver seguindo o Cristo pobre, descoberto nos mais pobres dos pobres que são os hansenianos, ter extremo enternecimento e compaixão para com todos os sofredores e jovialmente acolhendo as mais duras adversidades que a pobreza radical lhe comportava.

Ele inaugurou uma Igreja na base, junto com os pobres, pregando pelas estradas ou nas praças, rezando as horas canônicas debaixo de árvores e teatralizando passagens bíblicas como fez com a celebração do Natal, inventando o presépio. Queria que seus seguidores fossem “menores”, categoria social dos sem poder e que não aceitassem nenhum cargo eclesiástico. Deviam “in plano subsistere”, quer dizer, “manter-se no nível do chão” onde todos os anônimos e invisíveis, o povo em geral, se encontram.

IHU On-Line – Quais os conceitos-chave, as ideias e concepções principais de Francisco de Assis? Como compreender esses conceitos nos dias de hoje?

Leonardo Boff – São Francisco não era um teólogo. Nem era um clérigo. Esquecemos que era um leigo. Só no final da vida deixou-se ordenar diácono para poder continuar a pregar já que havia um decreto papal que os leigos não podiam mais pregar como se fazia antes. Mas à condição de que a este ofício não caberia nenhum benefício. As virtudes principais que vivia com grande jovialidade era a extrema simplicidade, acolhendo a todos assim como eram; depois era a grande humildade tendo-se a si como o menor e servidor, irmãozinho de todos, o fratello; principalmente vivia uma radical pobreza como poverello.

Mas para ele, a pobreza não consistia em não ter, mas na capacidade de dar, e mais uma vez dar, até se espoliar de tudo. Tinha consciência de que entre as pessoas se interpõem os bens e os interesses. Remover tais coisas permitia o encontro direto e imediato, olho a olho, corpo a corpo para colocar-se junto ao outro como irmão. Ser radicalmente pobre para poder ser plenamente irmão: este é o sentido da pobreza franciscana. E por fim, era a permanente alegria, como quem se sente continuamente na palma da mão de Deus. Atribui-se a ele este dito: “eu possuo pouco e o pouco que possuo é pouco”. Este projeto de vida, se vivido hoje, criaria um mundo terno e fraterno, amigo da vida, com uma sobriedade compartida, numa aura de fraternidade universal, entre as pessoas e com todos os seres da natureza, abraçados como irmãos e irmãs.

“Está dentro das possibilidades humanas desentranhar um São Francisco escondido dentro de cada um”

 

IHU On-Line – Como esses conceitos podem ser atualizados para nossos dias na busca por inspiração para sairmos do estado de crise?

Leonardo Boff – Entre muitas outras coisas, considero fundamental, para sairmos da atual crise, resgatarmos os direitos do coração. Quer dizer, sermos não apenas portadores da inteligência racional, mas junto com ela e de forma mais profunda, da inteligência cordial ou sensível. Sentir, como diz o Papa em sua encíclica sobre “o cuidado da Casa Comum”, como próprias as dores da Terra e o padecimento dos outros irmãos e irmãs.

Agirmos a partir do coração que ama, que se identifica com o outro, que cultiva a compaixão e cuidado para com todas as coisas, como cuidava São Francisco.

Ele tirava da estrada as minhocas para não serem pisadas e pedia que até as ervas silvestres tivessem o seu canto reservado nas hortas, porque elas também merecem viver e louvam a Deus de seu modo. Se tivéssemos na humanidade tais sentimentos, não precisaríamos falar em ecologia nem em direitos das pessoas e da natureza, pois tudo isso seria vivido com total espontaneidade.

IHU On-Line – Como Bergoglio e Ratzinger compreendem a figura de São Francisco de Assis?

Leonardo Boff – Joseph Ratzinger, em sua tese sobre o conceito de história em São Boaventura, escreveu como introdução ao tema uma das mais belas páginas que já se escreveram modernamente sobre a figura singular de São Francisco. Creio que os franciscanos ainda não souberam valorizar tais reflexões.

Bergoglio tomou o nome de Francisco pelo fascínio que sempre exerceu sobre ele a figura deste santo especial e por causa do amor aos pobres e à natureza. Em sua encíclica, lhe dedica três grandes parágrafos (nn.10, 11 12) e explica: “Acho que Francisco é o exemplo por excelência do cuidado pelo que é frágil e por uma ecologia integral… o seu coração era universal” (n.10). Todo o texto da encíclica vem imbuído de coração, pois lê os dados da situação da Terra afetivamente e não apenas intelectualmente. Isso é o modo de São Francisco ler o mundo a partir de um sentimento profundo de união.

IHU On-Line – Como compreender a relação entre Francisco e Clara de Assis? Qual o papel de Clara na história e na “doutrina” de Francisco?

Leonardo Boff – A relação entre Clara e Francisco é uma das mais belas e puras da história do cristianismo. Ele possuía três amores: amor ao Cristo crucificado, amor aos pobres e amor à irmã Clara. Era um verdadeiro amor entre um homem e uma mulher, mas transfigurado por um projeto comum: servir ao Crucificado e aos crucificados da história. O eros desabrochava no agape sem perder o seu fascínio e beleza. Entre eles havia afeto e carinho que não escondeu durante toda a sua vida. Clara seguramente o ajudou a ser tão terno e amoroso para com todas as criaturas.

IHU On-Line – Em que medida a visão de Francisco de Assis com relação ao mundo, os seres humanos e a Igreja dialogam com o pontificado de Bergoglio?

Leonardo Boff – O Papa Francisco colocou o evangelho no centro de sua pregação e de seus gestos exemplares. Foi exatamente isso que fez São Francisco: para ele o evangelho era tudo, não como mero texto, mas como fonte de inspiração, de humanização, de espiritualização e de identificação com o Jesus histórico, a ponto de os textos originários atestarem que chegou a receber as chagas de Cristo em seu próprio Cristo. Não sem razão foi chamado “o primeiro depois do Único (Jesus Cristo)” ou até de “o último cristão”. A simplicidade, a bondade, a ternura e a proximidade que o Papa Francisco revela em sua vida, bem traduzem o espírito de São Francisco.

IHU On-Line – Como compreender Laudato Si’ desde a perspectiva de Francisco de Assis? De que forma a ideia de Ecologia Integral, conceito central da Encíclica, aparece no legado de Francisco de Assis?

Leonardo Boff – O próprio Papa o esclarece em sua encíclica sobre “o cuidado da Casa Comum”, ao dizer: “A reação de Francisco ultrapassava uma mera avaliação intelectual ou um cálculo econômico, porque, para ele, qualquer criatura era uma irmã, unida a ele por laços de carinho; por isso sentia-se chamado a cuidar de tudo o que existe” (n.11). Como dizíamos, Francisco punha coração em todas as coisas, por isso as amava e sentia-se unido a elas como membros de uma grande família terrenal e cósmica.

IHU On-Line – Em seu livro “São Francisco de Assis – Ternura e Vigor”, a história do santo é revelada tendo cinco aspectos como pano de fundo. Quais são, como se relacionam? Como esses aspectos se atualizam nos dias de hoje?

Leonardo Boff – Alguns dizem que de todos os meus livros (já são perto de cem) este é o meu melhor. Que outros o digam, não eu. Mas tentei, por ocasião da celebração de 800 anos de seu nascimento, destacar cinco pontos que mostrassem sua atualidade para o mundo de hoje.

O primeiro é “a irrupção da ternura e da convivialidade, como mensagem à cultura atual”. É a tentativa de opor ao paradigma moderno, fundado no poder como dominação, que tantos males trouxe às grandes maiorias, o paradigma do cuidado, da ternura, da convivialidade com todas as criaturas, não as dominando, mas estando ao pé delas, como irmão menor.

“Foi exatamente isso que fez São Francisco: para ele o evangelho era tudo, não como mero texto, mas como fonte de inspiração, de humanização, de espiritualização e de identificação com o Jesus histórico”

O segundo ponto é “a opção pelos pobres como mensagem de São Francisco à sociedade atual”. Tentei assumir o propósito da Igreja latino-americana, expresso em Medellín e Dom Helder, que entendeu a pobreza não como algo natural e dado, mas como resultado de relações injustas entre as pessoas e suas instituições. Fez-se a opção preferencial pelos pobres, contra a pobreza e a favor da justiça social. Desta opção nasceu a teologia da libertação. Dom Helder sempre repetia que foi São Francisco o verdadeiro fundador desta teologia, porque ele não teve uma atitude assistencialista vivendo para os pobres. Ele mesmo se fez pobre, foi viver no meio deles como pobre e a partir deles lia toda a realidade, também a eclesial. Estimo que esta perspectiva é extremamente atual.

O terceiro ponto trata “da libertação pela bondade: uma contribuição de São Francisco para uma libertação integral dos oprimidos”. Tento mostrar a sua estratégia que era de renúncia total a qualquer tipo de violência. Procura conversar com todos, até com o feroz lobo e conquistar as pessoas pela bondade na convicção de que dentro de cada um arde a chama divina da benquerença entre todas as pessoas.

O quarto ponto aborda “como São Francisco criou nas bases da Igreja daquele tempo uma igreja popular e pobre”, na qual prevaleceu a fraternidade sobre o poder, a palavra do evangelho sobre as reflexões teológicas, a celebração da vida sobre a celebração de simples ritos e a profunda piedade pelos atos e fatos do Jesus histórico, seu nascimento, sua cruz, sua presença eucarística.

Por fim, como último ponto abordo o tema “do processo de individuação realizado biograficamente por São Francisco”. Quer dizer, como ele, de tudo o que lhe acontecia, a dimensão de sombra e a dimensão de luz, suas decepções e alegrias, seu sofrimento e morte, fazia caminhos de crescimento e de total integração. Desse processo que combina ternura e vigor, céu e terra, vida e morte irrompe sua irradiação de alguém que realizou sua humanidade de modo exemplar. Criou um humanismo terno e fraterno que vai além do mundo humano e que abarca toda a natureza e o próprio universo. Penetrou no seu Profundo radical onde se aninha Deus com sua graça e seu amor.

Poder ter chegado até aquele ponto é mais que esforço pessoal, é principalmente dom de Deus. Francisco bem o sabia, por isso, embora para nós seja um santo exemplar, se considerava o maior pecador do mundo, “pequenino, pútrido e fétido, mesquinho, miserável e vil”, como diz numa de suas cartas. Ele podia dizer isso, pois não havia negado, mas integrado tais realidades sombrias, próprias de nossa condição humana, numa síntese superior, repleta de luz, de enternecimento e de amorização.

IHU On-Line – Que humanismo Francisco inaugura e como se alinha com os princípios cristãos?

Leonardo Boff – Francisco se transformou num arquétipo, isto é, numa referência de valor e de ideal humano. Como tal não pertence mais aos franciscanos nem sequer aos cristãos. Ele pertence à humanidade. É uma das figuras da qual nos podemos orgulhar e dizer: está dentro das possibilidades humanas desentranhar um São Francisco escondido dentro de cada um. Essa energia amorosa e terna, escondida em nós, nos faz mais humanos, mais compassivos, mais solidários e mais capazes de um amor incondicional. Não foi isso que queria Jesus de Nazaré? Seu propósito não era criar uma nova religião, mas suscitar o homem e a mulher novos, feitos de amor, de compaixão, de entrega aos outros até o último sacrifício, sempre com total desapego, com alegre jovialidade e com jovial alegria.

Por João Vitor Santos e Patricia Fachin

Aslan Kurdi, der kleine ertrunkene Junge, bringt uns zum Weinen und Nachdenken

Der kleine 3- oder 4-jährige syrische Junge liegt leblos am Strand, ist blass und hat noch immer seine Kinderkleidung an. Mit dem Gesicht nach unten, dem Kopf seitlich gedreht, als wolle er noch atmen. Die Wellen haben sich seiner erbarmt und ihn an den Strand getragen. Die stets gefräßigen Fische hatten ihn verschont, da seine Unschuld sie so sehr berührte. Aylan Kurdi ist sein Name. Sein Vater konnte seine Jungen nicht halten, sie wurden ihm aus den Händen gerissen und vom Wasser verschluckt.

Lieber Aylan, du flohst vor dem Kriegshorror Syriens, wo die Truppen des Präsidenten Assad, mit Unterstützung der reichen Arabischen Emirate und Iran  die Truppen des grausamen Islamischen Staates bekämpfen, die diejenigen köpfen, die sich weigern, zu ihrer Religion überzutreten. Ich kann mir vorstellen, dass du Angst vor den mit Überschallgeschwindigkeit fliegenden Flugzeugen hattest, die ihre mörderischen Bomben fallen ließen. Aus Angst, das Haus könnte in Flammen aufgehen und in die Luft gehen, konntest du nicht schlafen.

Wie oft hast du wohl deine Eltern und Nachbarn sagen hören, wie bedrohlich diese Flugzeuge sind, die ohne Piloten fliegen, die Drohnen? Die Drohnen verfolgen und jagen Menschen durch die ausgedörrte hügelige Landschaft und töten sie. Hochzeitsfeiern, die trotz all des Horrors mit viel Freude begangen werden, werden auch bombardiert, weil vermutet wird, dass sich irgendein Terrorist unter den Gästen befindet.

Vielleicht kam dir nicht in den Sinn, dass derjenige, der solche Grausamkeiten ausübt und hinter all dem steckt, ein junger Soldat ist, der aus irgendeinem Flugzeugträger oder aus  einer Militärbaracke in Texas lebt. Er sitzt friedlich in seinem Wohnzimmer vor einem riesigen Fernsehbildschirm. Per Satellitenempfang zeigt der Bildschirm die Schlachtfelder in deinem Land, Syrien oder Irak. Wenn der junge Soldat argwöhnisch wird, feuert er durch einen einfachen Knopfdruck eine Waffe ab, die von einer Drohne transportiert wird. Der junge Soldat empfindet nichts. Er hört nichts. Er fühlt nicht einmal Schmerz. Auf der anderen Seite des Erdballs, Tausende von Kilometern entfernt, sterben plötzlich 30 oder 40 Menschen, Kinder wie du, Väter und Mütter wie die Deinen, Menschen, die nichts mit dem Krieg zu tun haben. Sie werden kaltblütig ermordet. Bei sich zu Hause in Texas lächelt der Soldat, da er sein Ziel getroffen hat.

Angesichts des Terrors aus der Luft und vom Boden und der Bedrohung, ermordet oder geköpft zu werden, beschlossen deine Eltern zu fliehen. Sie nahmen die ganze Familie mit. Sie waren nicht auf der Suche nach einem anderen Job. Sie wollten einfach nicht sterben oder getötet werden. Sie träumten davon, in einem Land zu leben, wo sie nicht mehr bedroht werden, an einem Ort, wo sie ohne Alpträume schlafen können.

Und du, lieber Aylan, könntest fröhlich auf der Straße mit deinen Spielkameraden spielen, deren Sprache du nicht verstanden hättest. Aber das wäre nicht schlimm gewesen, denn ihr Kinder sprecht alle ein Sprache, die alle kleine Jungen und Mädchen verstehen.

Du, Aylan, warst nicht in der Lage, einen solch friedvollen Ort zu erreichen. Doch nun, trotz aller Trauer, die wir empfinden, wissen wir, dass du, so unschuldig wie du bist, in einem Paradies angekommen bist, wo du endlich spielen, springen und überall herum rennen kannst in der Gesellschaft eines Gottes, der auch ein Kind war, mit Namen Jesus, und der, um dich nicht allein zu lassen, wieder zum Kind wurde. Und Er wird Fußball mit dir spielen. Er wird ein Kätzchen im Nacken fassen und hinter einem Hundewelpen her rennen; ihr werdet einander perfekt verstehen, als wärt ihr immer Freunde gewesen. Zusammen werdet ihr bunte Bilder malen, über die Puppen lachen, die ihr fabrizieren werdet, und schöne Geschichten miteinander teilen. Und du wirst sehr glücklich sein. Und schau mal, welche Überraschung: bei dir wird auch dein kleiner Bruder sein, der mit dir gestorben ist, und deine Mutter wird euch umarmen und küssen können, wie sie es schon so oft getan hat.

Du bist nicht gestorben, mein lieber Aylan. Du bist an einen anderen Ort gegangen, einen viel besseren Ort, um dort zu leben. Die Welt war deiner Unschuld nicht würdig.

Und nun denke ich bei mir: Was für eine Welt ist das, die die Kinder erschrickt und tötet? Warum wollen die meisten Länder keine Terror- und Kriegsflüchtlinge aufnehmen? Sind diese Flüchtlinge denn nicht unsere Brüder und Schwestern, die im selben Gemeinsamen Haus, der Erde, mit uns leben? Diese Flüchtlinge verlangen nichts. Sie möchten nur leben. Sie möchten Frieden haben und wollen nicht, dass ihre Kinder aus Angst weinen und unter Bombengedröhn aus dem Bett springen. Sie sind Menschen, die als Menschen willkommen geheißen werden wollen, ohne irgendjemanden zu bedrohen. Sie wollen nur auf ihre Weise Gott verehren und sich auf ihre Art kleiden, wie sie es schon immer taten.

Sind zweitausend Jahre Christenheit nicht genug, um die Europäer mit einem Mindestmaß an Mitmenschlichkeit, Solidarität und Gastfreundschaft auszurüsten? Aylan, der kleine syrische Junge, der tot am Strand liegt, ist eine Metapher für das heutige Europa: überwältigt, leblos, unfähig zu weinen oder bedrohtes Leben aufzunehmen. Haben nicht die Europäer so oft gehört, dass sie denjenigen, den sie als Fremden oder Verfolgten aufnehmen, unwissentlich Gott aufnehmen?

Lieber Aylan, möge das Bild von dir, wie du an den Strand gespült da liegst, in uns die Menschlichkeit hervorrufen, die wir immer in uns tragen, einen Funken an Solidarität, eine Träne des Mitgefühls, die wir nicht unterdrücken können, mit unseren Augen, die müde sind, so viel nutzloses Leid anzusehen, vor allem Leid von Kindern wie du. Hilf uns, so bitten wir dich, denn ansonsten könnte der göttliche Funke, der in uns flackert, erlöschen. Und wenn diese Flamme stirbt, werden wir alle untergehen, denn ohne Liebe und Mitgefühl wird nichts in der Welt Sinn ergeben.

*Leonardo Boff, ein Großvater aus einem fernen Land, der bereits viele Menschen aus deinem Land, Syrien, empfangen hat, der sich erbarmte, als er das Bild von dir am Strand sah, und der bittere Tränen des Mitgefühls darüber weinte.

übersetzt von Bettina Goldhartnack