Der Aufstieg des Faschismus in der Welt

Leonardo Boff

         Weltweit und auch in Brasilien ist ein Anstieg faschistischer Ideen oder autoritärer Haltungen zu beobachten, die alle Gesetze und Vereinbarungen brechen, wie dies deutlich in der Politik des US-Präsidenten Donald Trump mit seinem MAGA-Patriotismus (Make Amerika Great Again) zu sehen ist. Die Versprechen der großen modernen Narrative sind gescheitert. Sie haben zu einer enormen, mehr oder weniger allgemeinen Unzufriedenheit und Depression sowie zu Wellen der Wut und des Hasses geführt. Vor allem aufgrund der ökologischen Forderungen wächst die Überzeugung, dass die Welt so, wie sie ist, nicht weiterbestehen kann. Entweder wir ändern unseren Kurs oder wir steuern auf eine biblische Katastrophe zu. In diesem Zusammenhang sehe ich das unheimliche Phänomen des Faschismus und Autoritarismus, das sich in unserer Geschichte durchsetzt.

Das Wort Faschismus  wurde erstmals 1915 von Benito Mussolini bei der Gründung der Gruppe „Fasci d’Azione Revolucionaria” verwendet. Faschismus leitet sich vom Bündel (fasci) fest zusammengebundener Stöcke mit einer daran befestigten Axt ab. Ein einzelner Stock kann zerbrochen werden, ein Bündel ist fast unmöglich zu zerbrechen. 1922/23 gründete er die Nationale Faschistische Partei, die bis zu ihrem Sturz 1945 Bestand hatte. In Deutschland  etablierte sich der Faschismus ab 1933 mit Adolf Hitler, der nach seiner Ernennung zum Reichskanzler den Nationalsozialismus gründete, die Nazi-Partei, die dem Land strenge Disziplin, Überwachung und den Terror der SS auferlegte.

Überwachung, direkte Gewalt, Terror  und die Auslöschung von Oppositionellen sind Merkmale des historischen Faschismus von Mussolini und Hitler  und bei uns von Pinochet in Chile, Videla in Argentinien und in der Regierung von Figueiredo, Médici und tendenziell auch von Bolsonaro in Brasilien.

Der ursprüngliche Faschismus ist eine extreme Ausprägung des Fundamentalismus, der in fast allen Kulturen eine lange Tradition hat. S. Huntington prangert in seinem umstrittenen Werk „Kampf der Kulturen“ (1997) den Westen als einen der virulentesten Fundamentalisten an, der in den Kolonialkriegen deutliche Anzeichen von Faschismus gezeigt habe. Man stellt sich die beste aller Welten vor, zusammen mit den USA, was ihnen ihrer Meinung nach ihre Einzigartigkeit verleihen würde. Wenn Präsident Donald Trump „America first“ sagt, meint er „nur Amerika“, und der Rest der Welt kann sich selbst helfen.

Wir kennen den islamischen Fundamentalismus mit seinen zahllosen Anschlägen und Verbrechen, aber auch andere Gruppen innerhalb der modernen katholischen Kirche. Diese Gruppen glauben noch immer, die Kirche sei die einzige Kirche Christi, außerhalb derer es kein Heil gebe. Diese irrige und mittelalterliche Sichtweise, die im Jahr 2000 vom damaligen Kardinal Joseph Ratzinger, dem späteren Papst Benedikt XVI., in einem Dokument mit dem Titel „Dominus Jesus“ offiziell veröffentlicht wurde, erniedrigte alle Kirchen, indem sie ihnen den Titel einer Kirche absprach und sie lediglich als Gemeinschaften mit kirchlichen Elementen betrachtete. Gott sei Dank hat Papst Franziskus voller Vernunft und gesundem Menschenverstand solche Verzerrungen entkräftet und die gegenseitige Anerkennung der Kirchen befürwortet, die sich alle im Dienst der Menschheit und dem Schutz unseres ernsthaft bedrohten Planeten vereinen.

Wer behauptet, allein die Wahrheit zu kennen, ist dazu verdammt, ein Fundamentalist zu sein, mit faschistischer Mentalität und ohne Dialog mit anderen. Der Dalai Lama hat es treffend ausgedrückt: Bestehen Sie nicht auf einem Dialog mit einem Fundamentalisten. Haben Sie einfach Mitgefühl mit ihm.

Hier lohnt es sich, an die Worte des großen spanischen Dichters António Machado zu denken, der ein Opfer der Franco-Diktatur in Spanien war: „Nicht deine Wahrheit. Sondern die Wahrheit. Komm mit mir, um sie zu suchen. Behalte deine für dich.“ Wenn wir sie gemeinsam suchen, wird sie vollständiger sein.

Der Faschismus ist nie ganz verschwunden, denn es gibt immer wieder Gruppen, die, getrieben von einem fundamentalen Archetyp, der von der Gesamtheit abgelöst ist, mit allen Mitteln nach Ordnung streben. Dies ist der heutige Protofaschismus.

In Brasilien gab es eine eher komische als ideologische Figur, die den Faschismus propagierte und in dessen Namen Gewalt, die Verherrlichung von Folter und Folterern, Homophobie, Frauenfeindlichkeit und LGBTQ+-Personen rechtfertigte. Immer im Namen einer Ordnung, die gegen die vermeintliche Unordnung der Zeit geschmiedet werden sollte, und zwar mit symbolischer und realer Gewalt.

Unter dem verurteilten Jair Bolsonaro nahm der Faschismus eine mörderische und tragische Form an: Er lehnte den Covid-19-Impfstoff ab, ermutigte zu Versammlungen und verhöhnte das Tragen von Masken. Schlimmer noch: Er ließ mehr als 300.000 der 716.626 Opfer sterben, ohne jegliches Mitgefühl für ihre Familien und Angehörigen. Es war ein krimineller Ausdruck der Verachtung für das Leben seiner Landsleute. Er hinterließ ein finsteres Erbe.

Doch letztlich gründete der Anführer dieses primitiven Protofaschismus, Jair Messias Bolsonaro, eine kriminelle Organisation mit hochrangigen Militärs und anderen, die einen Staatsstreich mit der Ermordung höchster Autoritäten plante, um seine primitive Weltanschauung durchzusetzen. Doch sie wurden denunziert, vor Gericht gestellt und verurteilt, und so entgingen wir einer Zeit der Dunkelheit und abscheulicher Verbrechen.

Faschismus war schon immer ein Verbrechen, wie sich kürzlich im US-Bundesstaat Utah mit der Ermordung des Fundamentalisten Charlie Kirk zeigte – eines rassistischen, islamfeindlichen und homophoben Menschen, der fälschlicherweise zum Märtyrer erklärt wurde. Unter Hitler entstand die Schoah-Bewegung (die die Vernichtung von Millionen Juden und anderen Menschen zum Ziel hatte). Sie nutzte Gewalt als Mittel der Interaktion mit der Gesellschaft, weshalb sie sich nie dauerhaft etablieren kann und wird. Sie ist die größte Perversion der menschlichen Sozialfähigkeit.

Faschismus bekämpft man mit mehr Demokratie und Menschen auf der Straße. Man muss den Argumenten der Faschisten mit vernünftigen Argumenten und dem Mut begegnen, die Risiken, denen wir alle ausgesetzt sind, erneut zu betonen. Man muss hart gegen diejenigen vorgehen, die die Freiheit nutzen, um die Freiheit zu beseitigen. Wir müssen uns zusammenschließen, denn wir haben weder einen anderen Planeten noch eine andere Arche Noah.

Leonardo Boff Autor von: Fundamentalism, Terrorism and the Future of Humanity, SPCK Publishing 2006

Übersetzung von Bettina Gold-Hartnack

El ascenso del fascismo en el mundo

Leonardo Boff*

En el mundo entero y también en Brasil se observa el ascenso de ideas fascistas o de actitudes autoritarias que se saltan todas las leyes y rompen los acuerdos como se nota claramente en la política del presidente de USA Donald Trump con su ufanismo MAGA (Make America Great Again). Las promesas hechas por las grandes narrativas modernas han fracasado. Produjeron una enorme insatisfacción y depresión más o menos generalizadas y olas de rabia y de odio. Crece la convicción, debida especialmente al clamor ecológico, de que el mundo no puede continuar así como está. O cambiamos de rumbo o vamos al encuentro de una catástrofe bíblica. En este contexto veo el siniestro fenómeno del fascismo y autoritarismo imponiéndose en nuestra historia.

La palabra fascismo fue usada por primera vez por Benito Mussolini en 1915 al crear el grupo “Fasci d’Azione Revolucionaria”. Fascismo se deriva de un haz (fasci) de varas, fuertemente atadas, con un hacha sujeta a un lado. Una vara puede romperse, un haz es casi imposible. En 1922/23 fundó el Partido Nacional Fascista que perduró hasta su derrocamiento en 1945. En Alemania se estableció a partir desde 1933 con Adolf Hitler que al ser canciller creó el Nacionalsocialismo, el partido nazi que impuso al país fuerte disciplina, vigilancia y el terror de las SS.

La vigilancia, la violencia directa, el terror y el exterminio de los opositores son características del fascismo histórico de Mussolini y de Hitler y entre nosotros de Pinochet en Chile, de Videla en Argentina y en el gobierno de Figueiredo, de Médici y como tendencia, de Bolsonaro en Brasil.

            El fascismo originario es una derivación extrema del fundamentalismo que tiene larga tradición en casi todas las culturas. S. Huntington en su discutida obra Choque de civilizaciones (1997) denuncia a Occidente como uno de los más virulentos fundamentalistas, que en las guerras coloniales mostró claras señales fascismo. Occidente se imagina como el mejor de los mundos, junto con USA, lo que le conferiría, según ellos, su excepcionalidad. Cuando el presidente Trump afirma “America first” está entendiendo “sólo América” y el resto del mundo que se fastidie.

Conocemos el fundamentalismo islámico con sus innumerables atentados y crímenes, y otros, también de grupos de la Iglesia Católica actual. Estos todavía creen ser la única y exclusiva Iglesia de Cristo, fuera de la cual no hay salvación. Tal visión errónea y medieval, publicada todavía oficialmente en el año 2000 por el entonces cardenal Joseph Ratzinger, después Papa Benedicto XVI, en el documento “Dominus Jesus”, humilló a todas las iglesias, negándoles el título de iglesias, considerándolas solamente comunidades con elementos eclesiales. Gracias a Dios el Papa Francisco, lleno de razonabilidad y de sentido común, invalidó tales distorsiones y favoreció el reconocimiento mutuo de las iglesias, todas unidas al servicio de la humanidad y de la salvaguarda del planeta seriamente amenazado.

Todo aquel que pretende ser portador exclusivo de la verdad está condenado a ser fundamentalista, con mentalidad fascistoide y sin diálogo con los otros. Bien dijo el Dalai Lama: no insistas en dialogar con un fundamentalista. Solo ten compasión de él.

Aquí viene bien recordar las palabras del gran poeta español Antonio Machado, víctima de la dictadura franquista en España: “La verdad, no tu verdad. Y ven conmigo a buscarla. La tuya, guárdatela”. Si la buscamos juntos, entonces será más plena.

El fascismo nunca desapareció totalmente, pues siempre hay grupos que, movidos por un arquetipo fundamental desintegrado de la totalidad, buscan el orden de cualquier modo. Es el protofascismo actual.

En Brasil hubo una figura más hilarante que ideológica que propuso el fascismo en nombre del cual justificaba la violencia, la exaltación de la tortura y de los torturadores, de la homofobia, de la misoginia y de los LGBTQ+1. Siempre en nombre de un orden a ser forjado contra el pretendido desorden vigente, usando de violencia simbólica y real.

Bajo el ahora condenado Jair M.Bolsonaro el fascismo adquirió una forma asesina y trágica: se opuso a la vacuna contra el Covid-19, estimuló las aglomeraciones y ridiculizó el uso de la mascarilla y, lo que es peor, dejó morir a más de 300 mil de las 716.626 víctimas, sin el menor sentido de empatía hacia los familiares y próximos. Fue la expresión criminal de desprecio por la vida de sus compatriotas. Dejó un legado siniestro.

Y finalmente el líder de ese protofascismo rudo, Jair Messias Bolsonaro, forjó una organización golpista con militares de alto rango y otros, para intentar dar un golpe de estado junto con el eventual asesinato de las más altas autoridades, a fin de imponer su tosca visión del mundo. Pero fueron denunciados, juzgados y condenados, y nos libramos así de un tiempo de tinieblas y de crímenes atroces. 

El fascismo siempre ha sido criminal como se ha visto recientemente en Utah con el asesinato de un fundamentalista Charlie Kirk, supremacista, antislámico y homofóbico, proclamado falsamente como mártir. Bajo Hitler se llevó a cabo la Schoah (eliminación de millones de judíos y de otros). El fundamentalismo usó la violencia como forma de relacionarse con la sociedad, por eso nunca pudo ni podrá consolidarse por largo tiempo. Es la mayor perversión de la sociabilidad esencial de los seres humanos.

El fascismo se combate con más democracia y con el pueblo en la calle. Hay que enfrentarse a las razones de los fascistas con la razón sensata y con el valor de reafirmar los peligros que todos corremos. Debemos combatir duramente a quien usa la libertad para eliminar la libertad. Y tenemos que unirnos pues no tenemos otro planeta ni otra Arca de Noé.

*Leonardo Boff ha escrito: Fundamentalismo y terrorismo,Vozes 2009.

Traducción de MªJosé Gavito Milano

A ascensão do fascismo no mundo e no Brasil

Leonardo Boff

         Nota-se no mundo inteiro e também no Brasil a ascensão de ideias fascistas ou de atitudes autoritárias que rompem todas as leis e acordos como se nota claramente na política do presidente dos EUA Donald Trump com seu ufanismo MAGA (Make Amerika Great Again). As promessas feitas pelas grandes narrativas modernas fracassaram. Produziram uma enrome insatisfação e depressão mais ou menos generalizadas e ondas de raiva e de ódio.Cresce a convicção,especialmente devido ao clamor ecológico, que assim como o mundo está não pode continuar. Ou mudamos de rumo ou vamos ao encontro de uma catástrofe bíblica.É neste contexto que vejo o fenômeno sinistro do fascismo e autoritarismo se impondo em nossa história.

A palavra fascismo  foi usada pela primeira vez por Benito Mussolini em 1915 ao criar o grupo “Fasci d’Azione Revolucionaria”. Fascismo se deriva do feixe (fasci) de varas, fortemente amarradas, com um machado preso ao lado. Uma vara pode ser quebrada, um feixe, é quase impossível. Em 1922/23 fundou o Partido Nacional Fascista que perdurou até sua derrocada em 1945. Na Alemanha  se estabeleceu a partir de 1933 com Adolf Hitler que ao ser feito chanceler criou o Nacionalsocialismo, o partido nazista que impôs ao país dura disciplina, vigilância e o terror dos SS.

A vigilância, a violência direta, o terror  e o extermínio dos opositores são características do fascismo histórico de Mussolini e de Hitler  e entre nós de Pinochet no Chile, de Videla na Argentina e no governo de Figueiredo, de Médici e como tendência, de Bolsonaro no Brasil.

         O fascismo originário é derivação extremada do fundamentalismo que tem larga tradição em quase todas as culturas. S. Huntington em sua discutida obra Choque de civilizações(1997) denuncia o  Ocidente como um dos mais virulentos fundamentalistas e nas guerras coloniais mostrou  claros sinais de fascismo. Imagina-se o melhor dos mundos, junto com os EUA, o que lhe confereria,segundo eles, a sua excepcionalidade. Quando o presidente Donald Trump afirma “America first” está entendendo “só a América” e o resto do mundo que se lasque.

Conhecemos o fundamentalismo islâmico com seus inúmeros atentados e crimes e outros, também de grupos da Igreja Católica atual.Estes creem ainda ser ela a única e exclusiva Igreja de Cristo, fora da qual não há salvação. Tal visão errônea e medieval, oficialmente publicada ainda no ano 2000 pelo então Card. Joseph Ratzinger, depois Papa Bento XVI, num documento “Dominus Jesus”, humilhou todas as igrejas,negando-lhes o título de igrejas, sendo apenas comunidades com elementos eclesiais.Graças a Deus  o Papa Francisco, cheio de razoabilidade e de bom senso, invalidou tais distorções e favoreceu o mútuo reconhecimento das igrejas, todas unidas, no serviço da humanidade e na salvaguarda do planeta seriamente ameaçado.

Todo aquele que pretende ser portador exclusivo da verdade está condenado a ser fundamentalista, com mentalidade fascistoide e sem diálogo com os outros.Dalai Lama bem disse: não insista em dialogar com um fundamentalista. Apenas tenha compaixão dele.

Aqui vale recordar as palavras do grande poeta espanhol António Machado, vítima da ditadura de Franco na Espanha:”Não a tua verdade. Mas a verdade.Vem comigo buscá-la. A tua guarde-a para ti mesmo”. Se juntos a procurarmos, ela  será então mais plena.

O fascismo nunca desapareceu totalmente, pois sempre há grupos que, movidos por um arquétipo fundamental desintegrado da totalidade,  buscam a ordem de qualquer forma. É o proto fascismo atual.

No Brasil houve uma figura mais hilária que ideológica que propôs o fascismo em nome do qual justificava a violência, a exaltação da tortura e de torturadores, da homofobia,da misogenia e dos LGBTQ+1. Sempre em nome de uma ordem a ser forjada contra a pretensa  desordem vigente, usando de violência simbólica e real.

Sob o condenado Jair M.Bolsonaro o fascismo ganhou uma forma assassina e trágica: se opôs à vacina contra o Covid-19,estimulou as conglomerações e ridicularizou o uso da máscara e, o que é pior, deixou morrer mais de 300 mil dentre os 716.626 vitimados, sem qualquer sentido de empatia pelos familiares e próximos.Foi a expressão criminosa de desprezo pela vida de seus compatriotas. Deixou um legado sinistro.

Mas finalmente o líder desse proto fascismo rude, Jair Messias Bolsonaro, forjou uma organização criminosa com militares de alta patente e outros, tentando dar um golpe de estado com o eventual assassinato das mais altas autoridades a fim de impor sua visão tosca do mundo. Mas foram denunciados, julgados e condenados e assim nos livramos de um tempo de trevas e de crimes hediondos.

O fascismo sempre foi criminal como se viu recentemente  em Utah nos EUA com o assassinato de um fundamentalista Charlie Kirk,supremacista, antiislâmico e   homofóbico, proclamado falsamente de mártir. Sob Hitler criou-se a Schoah (eliminação de milhões de judeus e de outros). Usou a violência como forma de se relacionar com a sociedade, por isso nunca pode nem poderá se consolidar por longo tempo. É a perversão maior da sociabilidade essencial nos seres   humanos.

Combate-se o fascismo com mais democracia e povo na rua. Deve-se enfrentar as razões dos fascistas com a razão sensata e com a coragem de reafirmar os riscos que todos corremos. Deve-se combater duramente quem usa da liberdade para eliminar a liberdade.Devemos unirmo-nos pois não temos um outro planeta nem um outra Arca de Noé.

Leonardo Boff escreveu: Fundamentalismo e terrorismo,Vozes 2009.

El caso Bolsonaro: a nosotros la justicia, a Dios la venganza

Leonardo Boff*

De mi recordado padre, maestro de escuela, con un método semejante al de Paulo Freire,

 educaba a los alumnos y alumnas de Planalto-Concórdia-SC siempre con este consejo: “nunca se venguen; la venganza pertenece a Dios; y confíen siempre en la divina Providencia”. Esa enseñanza permanece como legado permanente en sus alumnos, sus alumnas y sus once hijos. Las Escrituras afirman: “A Dios cabe la venganza”. Es el juicio último de quien juzga definitivamente nuestro proyecto de vida. A nosotros no nos corresponde juzgar a las personas, pues poseen algo del misterio que sólo Dios penetra. Lo que nos corresponde es juzgar los actos concretos pues estos tienen objetividad y pueden ser enjuiciados. Esto se aplica al sonado caso del juicio de la organización criminal que tramó un golpe de Estado teniendo como cabeza al expresidente Jair Messias Bolsonaro. Han sido procesados y juzgados. No ha habido espíritu de venganza por parte de los magistrados, que han aplicado estrictamente las leyes y la Constitución: 27 años y tres meses de prisión en régimen cerrado. Ha sido condenado solo por 5 delitos, objetivamente comprobados, entre los muchos que cometió.

Por más que busquemos, no ha dejado ningún legado positivo. En su gobierno irrumpió el imperio de la maldad oficializada y popularizada. Su lema fue expresado claramente en una reunión con un grupo ultra-conservador de Estados Unidos, el Tea-Party: “no pretendo construir nada, sino destruir todo para recomenzar otra historia”. Y de hecho así lo hizo, destruyó todo lo que pudo sin construir nada de positivo en favor del pueblo.

       Diría que las varias sombras que maculan nuestra historia ganaron con sus prácticas malévolas plena densidad. (1) La mácula del genocidio indígena: dejó morir, entre otros, a cientos de yanomami. (2) La mancha de la esclavitud de 350 años, sus palabras fueron: “las personas negras fueron legalmente esclavizadas en función de su masa corporal”; los quilombolas “no sirven para nada, ni para procreador sirven”. (3) La marca del colonialismo: el Brasil que Bolsonaro venera es el Brasil colonia, servil y sumiso, que saluda la bandera estadounidense, que exalta la tortura y el fusilamiento de enemigos, que descuidó totalmente nuestro mayor patrimonio natural, la Amazonia y el Pantanal. (4) El estigma de la ocupación del Estado por la clase dominante: Bolsonaro, no sabiendo administrar nada, entregó a la Cámara Legislativa funciones que serían del Ejecutivo, como la gestión del Presupuesto; no solo favoreció la acumulación de las clases acomodadas en el campo y la ciudad sino que militarizó gran parte de los aparatos de Estado. (5) Los actos de negacionismo de la vacuna contra la Covid-19 fueron ignominiosos, haciéndole reponsable de 430 mil muertes evitables del total de las 716.626 víctimas; ofendió a las víctimas imitando la muerte de una de ellas, con la boca abierta en busca desesperada de oxígeno; consideró la pandemia “una gripecita” y trataba el dolor de quienes perdían a seres queridos como un lloriqueo inútil, un “mero mimimi”; se burló de los familiares que no podían acompañar a sus muertos a los cementerios improvisados. (6) Tuvo un desprecio soberanos por los pobres, “sólo tienen una utilidad, la de tener el título de elector y el diploma de burro… no valen para nada, en su gran mayoría no sirven para el futuro de nuestro país”. (7) Se mostró enemigo de la ciencia, de la educación, de los derechos humanos, de la investigación científica, haciendo retroceder al país a los tiempos anteriores al iluminismo. (8) Actos de los más perversos fueron los que deseducaron al pueblo, con palabrotas vulgares, con odio manifesto a los LGBTQ+1 y con clara misoginia, hasta el punto de avergonzarse por haber tenido una hija, “fruto de una debilidad”; difundió noticias falsas y una ola de odio que dividió familias y volvió tóxicas las relaciones sociales. (9) Cometió manipulación explícita del discurso religioso, contradiciendo el mensaje religioso por sus actitudes verdaderamente farisaicas y para fines directamente electoralistas, lo que contradice la naturaleza laica del Estado. (10) Finalmente, algo inaudito y de suma atrocidad en nuestra historia de 135 años de república, fue el propósito de asesinar al ministro del Supremo Tribunal Federal, Alexandre de Moraes, de envenenar al presidente Lula y a su vice, Geraldo Alckmin. 

Estos actos merecen la repulsa de una mente mínimamente humana y sensible. Aquí es donde entra la justicia que juzga según el Contrato Social firmado por la Constitución de 1988 y por la ley del Código Penal. Sé que el concepto de justicia, desde los clásicos griegos con Sócrates, Platón y Aristóteles hasta los modernos John Rawls y Macintyre, está cargado de discusiones. No cabe en este lugar asumir una de sus versiones o definiciones. Para el caso de Bolsonaro nos basta la aplicación de la Constitución y del Código Penal que definen como delitos los actos que él y la organización delictiva perpetraron. Cabe enfatizar que no se trata de una cuestión de cálculo sino principio, de pura y simple aplicación de las penas penales.

      La Constitución de 1988 es límpida cuando define la

      “Abolición violenta del Estado Democrático de Derecho

      Art. 359-L. Intentar, con empleo de violencia o grave amenaza, abolir el Estado Democrático de Derecho, impidiendo o restringiendo el ejercicio de los poderes constitucionales:

      Golpe de Estado

       Art. 359-M. Intentar deponer, por medio de violencia o grave amenaza, el gobierno legítimamente constituido”.

      El veredicto de la Primera Sala del STF fue clara frente a los actos praticados por Jair Messias Bolsonaro y por la organización criminal.

      Todo eso fue organizado y planeado como un intento frustrado que, de por sí, ya constituye un delito. La sentencia es adecuada a los delitos y por eso justa:

      “Condeno al reo JAIR MESSIAS BOLSONARO por los delitos de organización delictiva armada, intento de abolición violenta del Estado Democrático de Derecho, golpe de Estado, daño contra el patrimonio de la Unión y deterioro del patrimonio destruido a la pena de 27 años y 3 meses de reclusión” (Supremo Tribunal Federal, 11/09/2025).

      Por primera vez en nuestra historia de golpes y contragolpes se ha llevado a los tribunales a un expresidente, varios militares de alto rango y otros cómplices.

      Como ha sido comentado por periódicos extranjeros especialmente de USA: la democracia brasilera y sus instituciones se han mostrado más sólidas que la norteamericana, considerada siempre como realidad de referencia.

      Para la comunidad jurídica y la más alta corte ha quedado claro que “no puede tener indulto, no puede tener amnistía, no puede tener perdón judicial alguien que intentó destruir  la democracia”. El país ha dado un salto decisivo hacia su solidez y madurez. La gran mayoría de la población ha dado un profundo suspiro de alivio. ¡Por fin se hace justicia!

*Leonardo Boff, teólogo, filósofo y escritor ha publicado Brasil: concluir la refundación o prolongar la dependencia, Vozes 2018.