Ich war schon immer von einer kleinen Geschichte beeindruckt, die im Buch „Prediger“ im Alten Testament erzählt wird. Es wird angenommen, dass Prediger das Werk des weisen Königs Salomo ist. Er wäre das, was wir heute einen Gelehrten oder einen Universitätsprofessor nennen würden (auf Hebräisch Kohelet). Er ist bekannt durch den Ausdruck “Eitelkeit der Eitelkeiten, alles ist eitel” (1,2). Einige moderne Versionen übersetzen: “Illusion, reine Illusion; alles ist Illusion”.
Das ganze Buch ist eine unermüdliche Suche nach dem Glück, aber er wird mit dem unausweichlichen Tod konfrontiert, der alles Suchen zu Illusionen macht, zu reinen Illusionen. Aber das hindert ihn nicht daran, gottesfürchtig und ethisch in seiner Empörung angesichts der Unterdrückung zu sein: “Wie viele Tränen sind die der Unterdrückten, die niemanden haben, der sie tröstet, wenn sie unter der Macht der Unterdrücker stehen… Glücklich ist, wer nicht geboren ist, weil er das Böse, das unter der Sonne geschieht, nicht gesehen hat” (4,1.3).
Die kleine Geschichte geht so: “Es war einmal eine Stadt mit wenigen Einwohnern. Ein mächtiger König marschierte auf sie zu, belagerte sie und errichtete große Angriffsrampen gegen sie. In der Stadt lebte ein armer, weiser Mann, der sie mit seiner Weisheit hätte retten können. Aber niemand erinnerte sich an diesen armen Mann. Die Weisheit des armen Mannes wird verachtet und seine Worte werden nicht gehört” (9,14-16).
Diese Beobachtung führt mich zur lateinamerikanischen Befreiungstheologie. Es ist eine Theologie, deren artikulierende Achse “die nicht-exklusive Option für die Armen, gegen die Armut und für ihre Befreiung” ist. Sie stellt die Armen in den Mittelpunkt, wie es das Evangelium des historischen Jesus tut: “Glücklich seid ihr Armen, denn euch gehört das Reich Gottes” (Lk 6,20). Aber die Befreiungstheologie hat etwas noch nie Dagewesenes, das über die traditionelle öffentliche Wohlfahrt und den Paternalismus hinausgeht, der zwar Nächstenliebe gegenüber den Armen praktizierte, sie aber in ihrer Situation der Armut beließ.
Die Befreiungstheologie brachte etwas Einzigartiges: Sie erkannte die historische Stärke der Armen an. Sie begannen zu begreifen, dass ihre Armut weder gottgewollt noch natürlich ist, sondern die Folge sozialer und politischer Kräfte, die sie ausbeuten, um sich auf ihre Kosten zu bereichern und sie so arm zu machen. Sie sind also nicht einfach nur arm, sondern werden unterdrückt.
Gegen jede Unterdrückung steht die Befreiung. Im Bewusstsein dieser Tatsache und organisiert bilden sie soziale Kräfte, die in der Lage sind, zusammen mit anderen Kräften die Gesellschaft zu verändern, damit sie besser wird und nicht so ungerecht, unterdrückend und ungleich ist.
Die Christen ließen sich von der Tradition des Exodus inspirieren (“Ich hörte das Geschrei meines unterdrückten Volkes und stieg herab, um es zu befreien”, Ex 3,7), von der der Propheten, die die Unterdrücker der Armen und Witwen, die herrschenden Eliten und die Könige anprangerten (Jesaja, Amos, Hosea, Jeremia) und Gott sagen ließen: “Ich will Barmherzigkeit und nicht Opfer; sucht das Recht, richtet den Unterdrücker, gebt den Waisen und Witwen Recht” (Jesaja, 1,17), aber vor allem in der Praxis des historischen Jesus, der immer klar auf der Seite des leidenden Lebens stand, insbesondere der Armen, der Kranken, der Ausgegrenzten, der Frauen, und eine wirklich befreiende Praxis des menschlichen Leidens ausübte. Er verkündete ihnen den Plan Gottes, eine absolute Revolution: ein Reich der Liebe, des Friedens, der Vergebung, des Mitgefühls und auch der Herrschaft über die rebellische Natur.
Dies ist die Grundlage der Befreiungstheologie. Marx war weder der Vater noch Pate dieser Art von Theologie, wie ihr heute noch viele vorwerfen. Die Befreiungstheologie gründet sich auf die prophetische Tradition und Praxis des historischen Jesus. Vergessen wir nicht, dass er von den Religiösen seiner Zeit, die mit der römischen politischen Macht verbunden waren, wegen der Freiheit, die er sich von unterdrückenden Gesetzen und dem Bild eines rächenden Gottes nahm, verurteilt und ans Kreuz gehängt wurde. Er hat für alles die Liebe und die Barmherzigkeit als Maßstab gewählt. Wenn sie nicht der Liebe dienten und nicht zur Barmherzigkeit führten, brach er mit den Sitten und Gebräuchen, die das Leben des ganzen Volkes belasteten.
Die Befreiungstheologie gab den Armen ein Vertrauensvotum, indem sie als Protagonisten ihrer eigenen Befreiung und als Akteure in einer Gesellschaft werden,wie der unseren betrachtete, die immer mehr Arme schafft und sie schändlich verachtet und an den Rand drängt. Sie beruht auf der Ausbeutung der Menschen, auf Wettbewerb und nicht auf Solidarität, auf dem unverantwortlichen Raubbau an der Natur und nicht auf der Sorge um sie.
Die Erfahrung, die wir gemacht haben, ist genau die, die im Buch Prediger beschrieben wird: Die Armen sind weise, sie lehren uns, weil ihr Wissen aus Erfahrungen besteht; wir tauschen unser Wissen aus, unser wissenschaftliches Wissen und ihr Erfahrungswissen, und auf diese Weise vereinen wir unsere Kräfte. Wir entdecken, dass sie, wenn sie sich in Gemeinschaften und Bewegungen organisieren und als Bürger an Parteien teilnehmen, die sich für soziale Gerechtigkeit einsetzen, ihre Fähigkeit offenbaren, Druck auszuüben und sogar soziale Veränderungen durchzusetzen.
Aber wer sind die Politiker in den Parlamenten und die wenigen Regierungen, die ihnen zuhören und auf ihre Forderungen eingehen? In der Regel wird nur bei Wahlen auf sie gezählt, um sie für ihre meist fiktiven Projekte zu verführen.
Ich werde Ihnen, nicht ohne Schwierigkeiten, erzählen, was mir passiert ist. Der große Philosoph und Jurist Norberto Bobbio von der Universität “degli Studi” in Turin wollte die Befreiungstheologie ehren, indem er mir den Titel eines “doctor honoris causa” in Politik verlieh. Abteilungen des Vatikans und der Kardinal von Turin übten starken Druck aus, um die Veranstaltung zu verhindern, was den Philosophen und Juristen Bobbio sehr verärgerte. Die Veranstaltung fand in seinem Beisein statt, der inzwischen alt und krank war. In der Urkunde der Universität heißt es: “Die Persönlichkeit des Franziskaners Leonardo Boff zeichnet sich sowohl durch seine Forschungen in den politischen und theologischen Wissenschaften als auch durch sein ethisches und soziales Engagement aus. Seine Schriften und seine Überlegungen, die sehr originell und von einer bürgerlichen Leidenschaft getragen sind, stehen im Mittelpunkt einer leidenschaftlichen politischen und kirchlichen Debatte in der heutigen Welt”. Am 27. November 1990 wurde mir der oben erwähnte Titel verliehen.
Noberto Bobbio war von der Rede, die ich zur Würdigung des Titels hielt, so beeindruckt, dass er sagte: “Wir Linken mussten auf einen Theologen warten, der uns daran erinnert, dass die Armen Subjekte der Geschichte sind” (vgl. M. Losano, Norberto Bobbio: uma biografia cultural, E. Unesp 2022, S. 460-463).
Für mich war es die Bestätigung der Wahrheit der Prediger-Geschichte: Wir müssen auf die Armen hören (um ihretwillen wurde ich mit dem Titel geehrt), die, bevor sie die Buchstaben lesen, die Welt richtig lesen. Ohne ihre Weisheit und die der ursprünglichen Völker werden wir unsere Gesellschaften nicht retten und auch die Katastrophen unserer Zivilisation nicht vermeiden können.
Leonardo Boff Autor von: Brasil: concluir la refundación o prolongar la dependencia, Vozes 2018; La búsqueda de la justa medida: cómo equilibrar el planeta Tierra, Vozes 2023.
A mim sempre me impressionou uma pequena história relatada no livro do Eclesiastes do Primeiro Testamento (ou o Antigo). O Eclesiastes se assume como sendo o sábio rei Salomão. Seria o que chamaríamos hoje um acadêmico ou um professor universitário (em hebraico Qohelet), É conhecido pela expressão “vaidade, pura vaidade;tudo é vaidade”(1,2). Algumas traduções modernas traduzem: “ilusão,pura ilusão; tudo é ilusão”.
Todo livro é uma busca incansável pela felicidade mas se confronta com a morte inevitável que torna todas as buscas ilusões, puras ilusões. Nem por isso deixa de ser temente a Deus e ético ao se indignar face às opressões:”quantas são as lágrimas dos oprimidos sem ninguém que os console quando estão sob o poder dos opressores…feliz é aquele que não chegou a nascer porque não viu a maldade que se comete debaixo do sol”(4,1.3).
A pequena história reza assim:
”Havia uma cidade de poucos habitantes.Um rei poderoso marchou sobre ela, cercou-a e levantou contra ela grandes rampas de ataque. Havia na cidade um homem pobre, porém sábio, que poderia ter salvo a cidade com sua sabedoria. Mas ninguém se lembrou daquele homem pobre. A sabedoria do pobre é desprezada e suas palavras nunca são ouvidas”(9,14-16).
Essa constatação me reporta à teologia latino-americana da libertação. É uma teologia cujo eixo articulador é a opção não excludente pelos pobres e por sua libertação”. Ela confere centralidade aos pobres como está no evangelho do Jesus histórico:”felizes os pobres porque de vós é o Reino de Deus”(Lucas 6,20). Mas há algo de inédito na Teologia da Libertação que supera o assistencialismo e o paternalismo tradicionais que faziam caridade para com os pobres mas os deixavam em sua situação de pobres.
A Teologia da Libertação acrescentou algo singular: reconhecer a força história dos pobres. Eles começaram a se conscientizar de que sua pobreza não é querida por Deus,nem é natural, mas consequência de forças sociais e políticas que os exploram para se enriquecerem à custa deles, fazendo-os assim pobres. Então não são simplesmente pobres, são oprimidos. Contra toda opressão vale a libertação.Conscientizados deste fato e organizados, constituem-se forças sociais, capazes, junto com outras forças, de mudarem a sociedade para que seja melhor, não tão injusta, opressora e desigual.
Os cristãos se inspiraram na tradição do Êxodo (“ouvi o clamor de meu povo oprimido, desci para libertá-lo:”Ex 3,7), naquela dos profetas que contra os opressores dos pobres e das viúvas denunciavam as elites dominantes e os reis (Isaías,Amós, Oséias,Jeremias), fazendo Deus dizer: “quero misericórdia e não sacrifícios; procurai o direito, corrigi o opressor, julgai a causa do órfão e defendei a viúva”(Isaías, 1,17). Mas principalmente na prática do Jesus histórico que claramente estava sempre do lado da vida sofrida, especialmente dos pobres, dos doentes,dos marginalizados, das mulheres, curando e exercendo uma prática verdadeiramente libertadora dos padecimentos humanos. Anunciava-lhes o projeto de Deus,uma revolução absoluta: um Reino de amor, de paz, de perdão, de compaixão e também de domínio sobre a natureza rebelada.
Esta é a base da teologia da libertação. Marx não foi nem pai nem padrinho deste tipo de teologia, como muitos ainda hoje a acusam. Mas se fundamenta na tradição profética e da prática do Jesus histórico. Não esqueçamos que ele foi julgado, condenado e erguido numa cruz pelos religiosos no tempo, associados ao poder político romano. Por causa da liberdade que se tomava face à leis opressoras e a uma imagem de um Deus vingador. Tudo colocou sob o crivo do amor e da misericórdia Se não servia ao amor e não levava à misericórdia rompia com costumes e tradições que oneravam a vida de todo um povo.
A Teologia da Libertação deu um voto de confiança nos pobres, considerando-os protagonistas de sua própria libertação e atores na sociedade como a nossa que cria mais e mais pobres e vergonhosamente os despreza e relega à marginalidade. Ela se funda sobre exploração das pessoas, sobre competição e não sobre a solidariedade e sobre depredação irresponsável da natureza e não sobre o cuidado.
A experiência que fizemos é exatamente aquela contada no livro do Eclesiastes: os pobres são sábios, nos ensinam, pois seu saber é de experiências feito; fazemos uma troca de saberes, entre o nosso científico e o deles experiencial e assim somamos forças. Descobrimos que quando se organizam em comunidades, em movimentos, e como cidadãos participam de partidos que buscam a justiça social, revelam sua capacidade de pressão e até de impor transformações sociais.Mas quem dos políticos nos parlamentos, quais os poucos governos que os escutam e atendem a suas reivindicações? Geralmente só contam quando há eleições para seduzi-los para seus projetos,geralmente, fictícios.
Conto, não sem certo constrangimento, o que ocorreu comigo. O grande filósofo e jurista Norberto Bobbio da Universidade “degli Studii” de Turim quis honrar a Teologia da Libertação, concedendo-me o título de “doutor honoris causa” em política. Setores do Vaticano e o Cardeal de Turim fizeram forte pressão para que esse evento não acontecesse, o que irritou sobremaneira o filósofo-jurista Bobbio.O evento aconteceu com a presença dele, já velhinho e adoentado. No diploma universitário se dizia:”A personalidade do franciscano Leonardo Boff se destaca seja na pesquisa em ciências políticas e teológicas, seja no empenho ético e social. Seus escritos e sua reflexão, altamente originais e movidos por paixão cívica, estão no centro de um debate político e eclesiástico fervoroso no mundo contemporâneo”. No dia 27 de novembro de 1990 me foi concedido o referido título.
Noberto Bobbio ficou tão impressionado com a aula magistral que dei, como agradecimento ao título, que comentou:”Nós, da esquerda, devíamos esperar de um teólogo para nos lembrar que os pobres são sujeitos da história”(cf.M.Losano, Norberto Bobbio:uma biografia cultural,E.Unesp 2022,pp 460-463).
Para mim era a confirmação da verdade da história do Eclesiastes: temos que ouvir os pobres (por causa deles me honraram com o título) que antes de ler as letras, leem mundo com acerto. Sem a sabedoria deles e dos povos originários não salvaremos nossas sociedades e também não evitaremos as catástrofes de nossa civilização.
Leonardo Boff escreveu:Brasil: concluir a refundação ou prolongar a dependência, Vozes 2018; A busca da justa medida: como equilibrar o planeta Terra,Vozes 2023.
Reflecting on more than 80 years of life in his 2022 book Thoughts and Dreams of an Old Theologian, Leonardo Boff summed up many of his theological and personal concerns in a clarion call for change. “Either we care for Mother Earth, our Common Home, and we join hands to work together in solidarity, or we join the procession of those headed for their own funeral. Here we see the importance and the urgency of nurturing good dreams that lead us to transformational activities and constantly nourish our hope,” he wrote, adding:
This is the dream I want to pass on, as my life nears toward its end, to the young people who will come after us. It is their task to take forward the dream of Jesus, of Pope Francis, of liberation theology at its broadest, and of so many others who also nurture dreams of a better humanity. These young people will have to be the leaders in shaping a better future for us, for nature, and for Mother Earth.
If those dreams and concerns sound somewhat familiar, even to a reader unfamiliar with Boff’s work, it is because many of them were also reflected in recent Vatican documents like “Laudato Si’” and “Querida Amazonia.” After the publication of the former, rumors circulated that Pope Francis had personally asked Boff for his input on the writing of the encyclical.
Leonardo Boff, the pope’s theologian?
After the publication of “Laudato Si’,” rumors circulated that Pope Francis had personally asked Leonardo Boff for his input on the writing of the encyclical.
It was not always thus. In a long and still-ongoing career, Boff was for many years one of the leading voices of liberation theology—and became a lightning rod for criticism of that theological school in the 1980s and 1990s.
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Born in Concórdia, Brazil, in 1938, Boff entered the Franciscans in 1959 and was ordained in 1964. He earned a doctorate in philosophy and theology from the University of Munich in 1970. In the years that followed, Boff joined scholars such as Gustavo Gutiérrez, Jon Sobrino, S.J., and Juan Luis Segundo, S.J., in promoting the theology of liberation through books like Jesus Christ Liberator (1974). He was a strong proponent of comunidades de base, the small and local “base communities” which were championed by liberation theologians as centers of theological praxis in the face of economic injustice and structural sin. His 1987 book, Introducing Liberation Theology, co-written with his brother Clodovis, is still widely used in colleges and theological schools as a textbook.
In 1985, the Congregation for the Doctrine of the Faith (now the Dicastery for the Doctrine of the Faith) censured Boff for his book Church: Charism and Power and silenced him for a year. The C.D.F., then led by Cardinal Joseph Ratzinger, criticized Boff’s “ecclesiological relativism” in seeing both Protestant and Catholic church structures as incomplete, and also cited his praxis-based approach to theology (centered on the base communities) that, the C.D.F. argued, seemed to relativize the nature of truth.
In a 1988 book on the matter, The Silencing of Leonardo Boff: The Vatican and the Future of World Christianity, the theologian Harvey Cox suggested that the Vatican singled out Boff because it saw the “grass-roots religious energy” Boff represented as a threat to the church’s teaching authority.
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Cox, wrote the theologian Lamin Sanneh in America in 1988, placed Boff’s silencing “in the global context of world Christianity, in particular the potential scale of the fallout from the growing challenge of third-world Christianity to the accustomed privileges of Western religious hegemony.”
Harvey Cox suggested that the Vatican singled out Boff because it saw the “grass-roots religious energy” Boff represented as a threat to the church’s teaching authority.
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Cox saw Boff as “an evangelical radical, not a modernist” who did not want to bring the church up to date, necessarily, but to align it more closely with the Gospels, wrote America editor in chief George W. Hunt, S.J., in 1989. Cardinal Ratzinger, Hunt wrote, sought to recenter the church “intellectually and liturgically in its ancient homeland (Europe), and to achieve this his congregation must be ‘the protector not only of the integrity of the faith and the documents of Vatican II but also of their proper interpretation against cagey [non-European] theologians.’” Boff, on the other hand, found the solution to what ailed the church “not in ‘recentering’ but in ‘decentering,’ that is, a form of Catholicism ‘in which the Gospel can take root in a variety of disparate cultures and flourish especially among the poor.’”
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Boff continued to write and teach (he was a professor of theology at the Jesuit Institute for Philosophy and Theology in Petropolis, Brazil, for 22 years) after his silencing ended, publishing such books as Ecclesiogenesis and Cry of the Earth, Cry of the Poor. In 1992, Boff faced a potential silencing once again from the C.D.F. Recognizing that his status as a priest under obedience in a religious order was an issue in the C.D.F.’s repeated efforts to discipline him, he resigned from the Franciscans that June. The next year, he took a position at Rio de Janeiro State University in Brazil, where he is now the Professor Emeritus of Ethics, Philosophy of Religion and Ecology.
In 2000, Cardinal Ratzinger reflected on the contretemps in a speech at the Vatican that suggested Boff’s silencing stood as a warning to other theologians. “At a distance of 15 years, it is clearer than it perhaps was then that it was not so much a matter of a single theological author, but of a vision of the church which circulates with different variations and which is still very current today,” Ratzinger said. Boff was one of many theologians censured by the C.D.F. during the pontificate of John Paul II, a process America’s editors criticized in a 2001 editorial, “Due Process in the Church.”
In recent years, in addition to Thoughts and Dreams of an Old Theologian, Boff has also published such books as Christianity in a Nutshell, Come Holy Spirit and The Following of Jesus. His theological work has increasingly focused on the ecological crisis facing the world.
“Boff’s skillful use of the sociology of knowledge enables him to explain why theologians of other ages interpreted the faith within the total social, cultural, political and economic realities of their day,” wrote Joseph P. Fitzpatrick, S.J., in America in 1990. “It also prompts him to declare why the perspective of liberation theology is the only authentic interpretation of the faith in the presence of the massive inhumanity, oppression and injustice of our day.”
Boff’s primary concern theologically and sociologically has always been the poor and marginalized, particularly in Latin America. But that might not be the audience needs to hear him the most. “The Christian slum-dweller in Lima or Sao Paulo does not need a Gustavo Gutiérrez or à Leonardo Boff in order to know that something is terribly wrong and has to change, or that the Gospel has plenty to say about the nature of that change,” wrote Kevin P. O’Higgins, S.J., in a 1990 essay for America.
“It is the comfortable Christian suburbanite—clerical, religious or lay—in North America or Western Europe who has [the] most difficulty in seeing what is wrong and what is demanded by an authentic faith.”
Boff’s 1987 book, Introducing Liberation Theology, co-written with his brother Clodovis, is still widely used in colleges and theological schools as a textbook.
10 años de furiosos ataques a la pastoral de la ternura, Leonardo Boff: “Levanto mi voz en defensa del Papa Francisco
En razón de esta expresión de odio y de violencia al Papa Francisco ergui mio voz em defensa de su persona, de su manera de ser Papa y de su visión de la Iglesia y del mundo
Desde el principio de su pontificado hace ya más de 10 años, el Papa Francisco viene recibiendo furiosos ataques de cristianos tradicionalistas y supremacistas blancos casi todos del Norte del mundo, de Estados Unidos y de Europa
“Hubo un tiempo en que, en una articulación politica con ricos laicos norte-americanos, hasta hicieron un complot, involucrando millones de dólares, para deponerlo, como si la Iglesia fuese una empresa y el Papa su CEO”
“Todo en vano. Él sigue su camino en el espíritu de las bienaventuranzas evangélicas de los perseguidos”
“Las razones de esta persecución son varias: razones geopolíticas, disputa de poder, su modo de ser como Papa pastor, otra visión de Iglesia y el cuidado de la Casa Común”
Desde el principio de su pontificado hace ya más de 10 años, el Papa Francisco viene recibiendo furiosos ataques de cristianos tradicionalistas y supremacistas blancos casi todos del Norte del mundo, de Estados Unidos y de Europa. Hubo un tiempo en que, en una articulación politica con ricos laicos norte-americanos, hasta hicieron un complot, involucrando millones de dólares, para deponerlo, como si la Iglesia fuese una empresa y el Papa su CEO. Todo en vano. Él sigue su camino en el espíritu de las bienaventuranzas evangélicas de los perseguidos.
Las razones de esta persecución son varias: razones geopolíticas, disputa de poder, su modo de ser como Papa pastor, otra visión de Iglesia y el cuidado de la Casa Común.
Levanto mi voz en defensa del Papa Francisco desde la periferia del mundo, del Gran Sur. Comparemos los números: en Europa vive solo el 21,5% de los católicos, el 82% viven fuera de ella, el 48% en América. Somos, por lo tanto, amplia mayoría. Hasta mediados del siglo pasado la Iglesia Católica era del primer mundo. Ahora la Iglesia del tercero y cuarto mundo, que un día, tuvo origen en el primer mundo es numéricamente la que garantiza la existencia de la Iglesia Católica en el mundo.
“Levanto mi voz en defensa del Papa Francisco desde la periferia del mundo, del Gran Sur. Somos amplia mayoría … A lo largo de más de 500 años ha habido una eclesiogénesis, otro modo de ser iglesia, una iglesia-fuente: se encarnó en la cultura local indígena-negra-mestiza y de inmigrantes de pueblos venidos de 60 países diferentes”
Aquí surge una cuestión geopolítica. Los conservadores estadounidenses, los europeos, con excepción de notables organizaciones católicas de cooperación solidaria (Miserior, Adveniat, Brot für die Welt,entre otras), alimentan un soberano desdén por el Sur, especialmente por América Latina.
La Iglesia-gran-institución fue aliada de la colonización, cómplice del genocidio indígena (en menos de 60 años 61 millones de indígenas fueron muertos o morieron por las enfermedades de lo blancos) y participante en la esclavitud (solamnte en Brasil 5 millones de personas esclavizadas). Aquí fue implantada una Iglesia colonial, espejo de la Iglesia europea.
Pero a lo largo de más de 500 años, no obstante la persistencia de la Iglesia espejo, ha habido una eclesiogénesis, la génesis de otro modo de ser iglesia, una iglesia-fuente: se encarnó en la cultura local indígena-negra-mestiza y de inmigrantes de pueblos venidos de 60 países diferentes.
De esta amalgama, se gestó su estilo de adorar a Dios y de celebrar, de organizar su pastoral social al lado de los oprimidos que luchan por su liberación. Proyectó una teología adecuada a su práctica liberadora y popular. Tiene sus profetas, confesores, teólogos y teólogas, santos y santas, y muchos mártires, entre ellos el arzobispo de San Salvador, Oscar Arnulfo Romero.
Este tipo de Iglesia tiene su expresión más clara en las comunidades eclesiales de base, donde se vive la dimensión de comunión de iguales, todos hermanos y hermanas, con sus coordinadores laicos, hombres y mujeres, con sacerdotes insertados en medio del pueblo y obispos, nunca de espaldas al pueblo como autoridades eclesiásticas, sino como pastores a su lado, con “olor a ovejas”, con la misión de ser los “defensores et advocati pauperum” como se decía en la Iglesia primitiva.
“Papas y autoridades doctrinarias del Vaticano, particularmente bajo los Papas Juan Pablo II y Benedicto XVI intentaron cercenar y hasta condenar tal modo de ser-Iglesia … hasta que, por fin, irrumpió la figura del Papa Francisco”
Papas y autoridades doctrinarias del Vaticano, particularmente bajo los Papas Juan Pablo II y Benedicto XVI intentaron cercenar y hasta condenar tal modo de ser-Iglesia, no pocas veces con el argumento de que no son Iglesia por el hecho de no ver en ellas el carácter jerárquico y el estilo romano o solamente tener elementos eclesiais, como afirmaba el entonces Card.Joseph Ratzinger, en el documento Dominus Jesus (2000) que tanto afecto negativamente al ecumenismo.
Esa amenaza perduró durante muchos años hasta que, por fin, irrumpió la figura del Papa Francisco. Él vino del caldo de esta nueva cultura eclesial, bien expresada por la opción preferencial, no excluyente, por los pobres y por las distintas vertientes de la teología de la liberación que la acompaña especialmente la de Argentina: “opción por el pueblo y por la cultura silenciada”. Él dio legitimidad a este modo de vivir la fe cristiana, especialmente en situaciones de gran opresión.
Pero lo que más está escandalizando a los cristianos tradicionalistas es su estilo de ejercer el ministerio de unidad de la Iglesia. Ya no se presenta como el pontífice clásico, vestido con los símbolos paganos, tomados de los emperadores romanos, especialmente la famosa “mozzeta”, aquella capita banca llena de símbolos del poder absoluto del emperador y del papa. Francisco se libró rápidamente de ella y vistió una “mozzeta” blanca sencilla, como la del gran profeta de Brasil, dom Helder Câmara, y su cruz de hierro sin ninguna joya.
Se negó a vivir en un palacio pontificio, lo cual habría hecho a san Francisco levantarse de la tumba para llevarlo adonde él escogió: en una simple casa de huéspedes, Santa Marta. Allí entra en la fila para servirse y come junto con todos. Con humor podemos decir que así es más difícil envenenarlo. No calza Prada, sino sus zapatones viejos y gastados.
“Lo que más está escandalizando a los cristianos tradicionalistas es su estilo de ejercer el ministerio … Se negó a vivir en un palacio, no calza Prada, dijo claramente que no iba a presidir la Iglesia con el derecho canónico sino con el amor y la ternura”
En el anuario pontificio en el que se usa una página entera con los títulos honoríficos de los Papas, él simplemente renunció a todos y escribió solamente Franciscus, pontifex. En uno de sus primeros pronunciamientos dijo claramente que no iba a presidir la Iglesia con el derecho canónico sino con el amor y la ternura. Un sin número de veces ha repetido que quería una Iglesia pobre y de pobres.
Todo el gran problema de la Iglesia-gran-institución reside, desde los emperadores Constantino y Teodosio, y desde la entrada de ricos e intelectuales en la Iglesia, en la asunción del poder político, transformado en poder sagrado (sacra potestas). Ese proceso llegó a su culminación con el Papa Gregorio VII (1075) con su bula Dictatus Papae, que bien traducida es la “Dictadura del Papa”.
Como dijo el gran eclesiólogo Jean-Yves Congar, con este Papa se consolidó el cambio más decisivo de la Iglesia que tantos problemas creó y del cual ya nunca se ha liberado: el ejercicio centralizado, autoritario y hasta despótico del poder. En las 27 proposiciones de la bula, el Papa es considerado el señor absoluto de la Iglesia, el señor único y supremo del mundo, volviéndose la autoridad suprema en el campo espiritual y temporal. Esto nunca ha sido desdicho.
Basta leer el Canon 331 en el cual se dice que “el Pastor de la Iglesia universal tiene el poder ordinario, supremo, pleno, inmediato y universal”. Cosa inaudita: si tachamos el término Pastor de la Iglesia universal y ponemos Dios, funciona perfectamente.
¿Quién de los humanos sino Dios, puede atribuirse tal concentración de poder? No deja de ser significativo que en la historia de los Papas haya habido un crescendo en el faraonismo del poder: de sucesor de Pedro, los Papas pasaron a considerarse representantes de Pedro a representantes de Cristo. Y como si no bastase, representantes de Dios, siendo incluso llamados deus minor in terra.
“La indignación de los conservadores y reaccionarios, está claramente expresada en el libro de 45 autores de octubre de 2021: De la paz de Benedicto a la guerra de Francisco (From Benedict’s Peace to Francis’s War) organizado por Peter A. Kwasniewski. Nosotros le daríamos la vuelta así: De la paz de los pedófilos de Benedicto (encubiertos por él) a la guerra a los pedófilos de Francisco (condenados por él)”
Aquí se realiza la hybris griega y aquello que Thomas Hobbes constata en su Leviatán: «Señalo, como tendencia general de todos los hombres, un perpetuo e inquieto deseo de poder y más poder, que sólo cesa con la muerte. La razón de esto radica en el hecho de que no se puede garantizar el poder si no es buscando todavía más poder». La Iglesi-gran-institución realizó plenamente lo que Hobbes ha descrito. Esta ha sido, pues, la trayectoria de la Iglesia Católica en relación con el poder, que persiste hasta el día de hoy, fuente de polémicas con las demás Iglesias cristianas y de extrema dificultad para asumir los valores humanísticos de la modernidad. Dista años luz de la visión de Jesús que quería un poder-servicio (hierodulia) y no un poder-jerárquico (hierarquia).
De todo eso se aleja el Papa Francisco, lo que causa indignación a los conservadores y reaccionarios, claramente expresado en el libro de 45 autores de octubre de 2021: De la paz de Benedicto a la guerra de Francisco (From Benedict’s Peace to Francis’s War) organizado por Peter A. Kwasniewski. Nosotros le daríamos la vuelta así: De la paz de los pedófilos de Benedicto (encubiertos por él) a la guerra a los pedófilos de Francisco (condenados por él). Es sabido que un tribunal de Múnich, eclesial y estatal, encontró indicios para incriminar al Papa Benedicto XVI, mientras era Cardenal, por su lenidad con curas pedófilos. Murió antes que los jueces civiles de Munich lo iban a interrogar en Castelgandolfo.
Existe un problema de geopolítica eclesiástica: los tradicionalistas rechazan a un Papa que viene “del fin del mundo”, que trae al centro de poder del Vaticano otro estilo, más próximo a la gruta de Belén que a los palacios de los emperadores. Si Jesús se apareciese al Papa en su paseo por los jardines del Vaticano, seguramente le diría: “Pedro (al sucesor, el Papa) sobre estas piedras palaciegas jamás construiría mi Iglesia”. Esta contradicción es vivida por el Papa Francisco, pues renunció al estilo palaciego e imperial.
Hay, en efecto, un choque de geopolítica religiosa, entre el Centro, que perdió la hegemonía en número y en irradiación pero que conserva los hábitos de ejercicio autoritario del poder, y la Periferia, numéricamente mayoritaria de católicos, con iglesias nuevas, con nuevos estilos de vivencia de la fe y en permanente diálogo con el mundo, especialmente con los condenados de la Tierra, que tiene siempre una palabra que decir sobre las llagas que sangran en el cuerpo del Crucificado, presente en los empobrecidos y oprimidos y que debe ser bajado de la cruz.
“Tal vez lo que más molesta a los cristianos anclados en el pasado es la visión de Iglesia vivida por el Papa. No una Iglesia-castillo, cerrada en sí misma, en sus valores y doctrinas, sino una Iglesia ‘hospital de campaña’ siempre ‘en salida rumbo a las periferias existenciales'”
Tal vez lo que más molesta a los cristianos anclados en el pasado es la visión de Iglesia vivida por el Papa. No una Iglesia-castillo, cerrada en sí misma, en sus valores y doctrinas, sino una Iglesia “hospital de campaña” siempre “en salida rumbo a las periferias existenciales”. Ella acoge a todos sin preguntar su credo o su situación moral. Basta que sean seres humanos en busca de vida y sufridores de las adversidades de este mundo globalizado, injusto, cruel y sin piedad.
Condena de forma directa el sistema que da centralidad al dinero a costa de vidas humanas y a costa de la naturaleza. Ha realizado varios encuentros mundiales con movimientos populares. En el último, el cuarto, dijo explícitamente: «Este sistema (capitalista), con su lógica implacable, escapa al dominio humano; es preciso trabajar por más justicia y cancelar este sistema de muerte». En la Fratelli tutti (2025) lo condena de forma contundente.
Se orienta por aquello que es una de las grandes aportaciones de la teología latinoamericana: la centralidad del Jesús histórico, pobre, lleno de ternura con los que sufren, siempre al lado de los despreciados y marginalizados. El Papa respeta los dogmas y las doctrinas, pero no es por ellas por donde llega al corazón de la gente, sino por la cercanía, por la ternura y por el amor.
Para él, Jesús vino a enseñar a vivir: la confianza total en Dios-Abbá, a vivir el amor incondicional, la solidaridad, la compasión con los caídos en los caminos, el cuidado con lo Creado, bienes que constituyen el contenido del mensaje central de Jesús: el Reino de Dios.
Predica incansablemente la misericordia ilimitada por la cual Dios salva a sus hijos e hijas, pues Él no puede perder a ninguno de ellos, frutos de su amor, “pues es el apasionado amante de la vida” (Sab 11,26). Por eso afirma que “por más que alguien esté herido por el mal, nunca está condenado sobre esta tierra a quedar para siempre separado de Dios”. En la Misericordiae Vultus, explicitamente dijo el Papa: “La misericordia será siempre más grande que cualquier pecado y nadie puede poner limites al amor de Dios que perdona”(n.2). En otras palabras: la condenación es solo para este tiempo.
“La misericordia será siempre más grande que cualquier pecado y nadie puede poner limites al amor de Dios que perdona”
Convoca a todos los pastores a ejercer la pastoral de la ternura y del amor incondicional, formulada resumidamente por un líder popular de una comunidad de base: ”el alma no tiene frontera, ninguna vida es extranjera”. Como pocos en el mundo, se ha comprometido con los emigrantes venidos de África y de Oriente Medio y ahora de Ucrania. En estos tiempos tenebrosos de un verdadero genocidio en la Faja de Gaza, clama por la paz, para lo moderación y por el cese de la guerra. Lamenta que los modernos hayamos perdido la capacidad de llorar, de sentir el dolor del otro y, como buen samaritano, de socorrerlo en su abandono.
Su obra más importante muestra la preocupación por el futuro de la vida de la Madre Tierra. La Laudato Sì expresa su verdadero sentido en el subtítulo: “sobre el cuidado de la Casa Común” dirigida a toda la humanidad. Elabora no una ecología verde, sino una ecología integral que abarca el ambiente, la sociedad, la política, la cultura, lo cotidiano y el mundo del espíritu.
Asume las contribuciones más seguras de las ciencias de la Tierra y de la vida, especialmente de la física cuántica y de la nueva cosmología el hecho de que “todo está relacionado con todo y nos une con afecto al hermano Sol, a la hermana Luna, al hermano río y a la Madre Tierra” como dice poéticamente en la Laudato Sì (n.92;86). La categoría cuidado y corresponsabilidad colectiva adquieren completa centralidad hasta el punto de decir en la Fratelli tutti que «estamos en el mismo barco: o todos nos salvamos o nadie se salva» (n.34).
Nosotros latinoamericanos le estamos profundamente agradecidos por haber convocado el Sínodo Querida Amazonia para defender ese inmenso bioma de interés para toda la Tierra y cómo la Iglesia se encarna en aquella vasta región que cubre nueve países y que tiene el derecho a un rostro indígena.
Grandes nombres de la ecología mundial afirmaron: con esta contribución el Papa Francisco se pone a la cabeza de la discusión ecológica contemporánea.
“Casi desesperado, pero aun así lleno de esperanza, propone un camino de salvación: la fraternidad universal y el amor social como los ejes estructuradores de una biosociedad en función de la cual están la política, la economía y todos los esfuerzos humanos”
Casi desesperado, pero aun así lleno de esperanza, propone un camino de salvación: la fraternidad universal y el amor social como los ejes estructuradores de una biosociedad en función de la cual están la política, la economía y todos los esfuerzos humanos.
Se trata de pasar del paradigmadel dominus (el ser humano fuera y por en cima de la naturaleza como su señor y dueño) al paradigma del frater, todos hermanos y hermanas, con los seres todos de la naturaleza e entre nosotros, los humanos.
No tenemos mucho tiempo ni sabiduría suficientemente acumulada para esta travesía del dominus al frater y para este sueño del Papa: la alternativa real para evitar un camino sin retorno.
El Papa caminando solo por la plaza de San Pedro bajo una lluvia fina, en tiempos de la pandemia, quedará como una imagen indeleble y un símbolo de su misión de Pastor que se preocupa y reza por el destino de la humanidad.
“Caminemos cantando. Que nuestras luchas y nuestra preocupación por este planeta no nos quiten la alegría de la esperanza” (n.244)
Tal vez una de las frases finales de la Laudato Sì revela todo su optimismo y esperanza contra toda esperanza: «Caminemos cantando. Que nuestras luchas y nuestra preocupación por este planeta no nos quiten la alegría de la esperanza» (n.244).
Tienen que ser enemigos de su propia humanidad quienes condenan inmisericordemente las actitudes tan humanitarias del Papa Francisco, en nombre de un cristianismo estéril, convertido en un fósil del pasado, en un recipiente de aguas muertas. Los ataques feroces que le hacen pueden ser todo menos cristianos y evangélicos.
El Papa Francisco lo soporta imbuido de la humildad de San Francisco de Asís y de los valores del Jesús histórico. Por eso él bien merece el título de la mejor tradición judaica, de “justo entre las naciones”, el verdadero pastor del universal pueblo de Dios que camina, animados por él, a través de estos tiempos dramáticos y amenazadores.
“Tienen que ser enemigos de su propia humanidad quienes condenan inmisericordemente las actitudes tan humanitarias del Papa Francisco, en nombre de un cristianismo estéril, convertido en un fósil del pasado, en un recipiente de aguas muertas”
*Leonardo Boff es un teólogo brasilero y ha escrito Francisco de Asís y Francisco de Roma, Rio de Janeiro 2015. Trotta 2016;