Das Ende aller Dinge:eine Bilanz des Ganzen

Wenn sich das Jahr dem Ende zuneigt, ziehen wir gewöhnlich Bilanz über den Verlauf des Jahres mit seinen Licht- und Schattenseiten. Diesmal verzichten wir auf diese Aufgabe und fragen uns etwas wirklich Radikales: Wie wird das Ende aller Dinge aussehen?

Wir wissen, wann das Universum begann, vor etwa 13,7 Milliarden Jahren. Können wir wissen, wann es enden wird, wenn überhaupt? Die Antwort hängt von der Wahl des Hintergrunds ab, die wir treffen. In den Wissenschaften über das Universum und die Erde gibt es heute zwei vorherrschende Tendenzen: die quantitative und lineare Sichtweise sowie die qualitative und komplexe Sichtweise.

Die erste Sichtweise stellt die sichtbare Materie (5 %) und die dunkle Materie (95 %), die Atome, die Gene, die Zeit, den Raum und die Geschwindigkeit des Energieverbrauchs in den Mittelpunkt. Sie begreift das Universum als die Summe der real existierenden Wesen.

Die zweite, qualitative, betrachtet die Beziehungen zwischen den Elementen, die Art und Weise, wie Atome, Gene und Energien strukturiert sind. Es reicht nicht aus, zu sagen: Dieser Fernseher besteht aus solchen und solchen Elementen. Was ein Fernsehgerät ausmacht, ist die Organisation dieser Elemente, die mit einer Energiequelle und einer Bildaufnahme verbunden sind. In diesem Verständnis besteht das Universum aus allen Beziehungen.

Jede dieser Optionen geht von etwas Realem und nicht von etwas Imaginärem aus und entwirft ihre Vision von der Zukunft des Universums.

Die quantitative Sichtweise besagt, dass wir uns in einem Universum befinden, das ein geschlossenes System ist, das sich jedoch ständig ausdehnt und durch die vier fundamentalen Kräfte – Gravitationskraft, elektromagnetische Kraft, schwache Kernkraft und starke Kernkraft – ausgeglichen wird. Wir wissen nicht, ob sich das Universum immer weiter ausdehnt, bis es sich völlig auflöst, oder ob es einen kritischen Punkt erreicht und beginnt, sich wieder auf seinen Ausgangspunkt zusammenzuziehen, der sehr dicht an Energie und konzentrierten Teilchen ist. Dem anfänglichen Big Bang (der großen Explosion) würde der abschließende Big Crunch (der große Zusammenbruch) gegenüberstehen.

Es spricht jedoch nichts dagegen, dass unser heutiges Universum die Expansion eines früheren Universums ist, das sich zusammenzog. Es wäre wie ein Pendel, das auf unbestimmte Zeit zwischen Ausdehnung und Rückzug hin und her schwingt.

Andere stellen die Hypothese auf, dass das Universum weder eine vollständige Expansion noch einen vollständigen Rückzug kennt. Es würde wie ein unermessliches Herz schlagen. Es würde Zyklen durchlaufen: Wenn die Materie einen bestimmten Verdichtungsgrad erreicht, würde sie sich ausdehnen; wenn sie dagegen einen bestimmten Verfeinerungsgrad erreicht, würde sie sich in einer ewigen Bewegung von endlosem Hin und Her zusammenziehen.

In jedem Fall hat das Universum nach diesem quantitativen Verständnis aufgrund des universellen Gesetzes der Entropie ein unvermeidliches Ende. Diesem Gesetz zufolge nutzen sich die Dinge unwiederbringlich ab: Unsere Häuser verfallen, unsere Kleidung zerreißt, wir verbrauchen unser Energiekapital, bis wir es ganz aufgebraucht haben, und dann sterben wir. Die Galaxien zerfallen in riesige Nebel, unsere Sonne wird in 5 Milliarden Jahren den gesamten Wasserstoff verbrannt haben, in weiteren 4 Milliarden Jahren dann das gesamte Helium. In diesem unheilvollen Zwielicht wird sie alle Planeten um sich herum, einschließlich der Erde, verbrannt haben. Und ihr Ende wird in einem Weißer Zwerg bestehen.

Mit anderen Worten, wir alle, das Universum, die Erde und jeder einzelne von uns, gehen unaufhaltsam auf den thermischen Tod zu, ein Szenario der Dunkelheit in einem praktisch leeren Raum, durchzogen von verlorenen Photonen und Neutrinos. Ein totaler Zusammenbruch aller Materie und aller Energie. Ein unglückliches Ende aller Dinge.

Aber ist dies das letzte Wort, erschreckend und hoffnungslos? Gibt es nicht eine andere mögliche Lesart der Entwicklung des Universums, die unseren Wunsch zu leben und alles im Sein zu belassen befriedigt?

Ja, es gibt eine solche Lesart, die sich nicht auf die Quantitäten, sondern auf die Qualitäten des Universums stützt, die durch den Fortschritt der verschiedenen zeitgenössischen Wissenschaften ans Licht gebracht wurden. Sie hat drei Mutationen hervorgebracht, die unsere Sicht der Realität und ihrer Zukunft verändert haben.

Die erste war die Relativitätstheorie von Einstein in Verbindung mit der Quantenmechanik von Heisenberg und Bohr. Sie machen uns klar, dass Materie und Energie gleichwertig sind. Im Grunde wäre alles Energie, die immer in Feldern strukturiert ist, wobei die Materie selbst eine kondensierte Form von Energie ist. Das Universum wäre ein unaufhörliches Spiel von Energien, die aus der Hintergrund-Energie (Quanten-Vakuum oder Abgrund, aus dem alles Existierende stammt) ausbrechen und in ständiger Wechselwirkung zueinanderstehen, so dass alle Wesen entstehen.

Die zweite, aus der ersten abgeleiteten Erkenntnis, war die Entdeckung des probabilistischen Charakters aller Phänomene. Jedes Wesen stellt die Konkretisierung einer Wahrscheinlichkeit dar. Aber selbst wenn dies der Fall ist, enthält es in sich selbst noch andere Wahrscheinlichkeiten, die ans Licht kommen können. Und wenn sie zum Vorschein kommen, dann im Rahmen der folgenden Dynamik: Ordnung – Unordnung – neue Ordnung. So wäre das Leben in einer Zeit hoher Komplexität der Materie entstanden, weit entfernt vom Gleichgewicht (in einer Situation des Chaos), die sich selbst geordnet hat und eine neue Ordnung einleitete, die Nachhaltigkeit und die Fähigkeit zur Selbstreproduktion erlangte.

Die dritte, die integrale Ökologie, begreift und artikuliert die unterschiedlichsten Ebenen der Wirklichkeit, indem sie sie als Hervorbringungen des einzigartigen und immensen kosmogenen Prozesses betrachtet, der allen Wesen im Universum zugrunde liegt. Sie hat einen systemischen, pan-relationalen und offenen Charakter in Richtung immer komplexerer Formen, die geordnet sind und immer höhere und bewusstere Sinne hervorbringen können. Dies wäre der Pfeil der Zeit und der Zweck des Universums: nicht einfach den Sieg des Stärkeren (Darwins Anpassungsfähigkeit), sondern die Verwirklichung der Virtualität auch des Schwächeren (Swimme).

Diese drei Stränge bieten uns eine andere Vision von der Zukunft des Lebens und des Universums. Ilya Prigogine hat die Existenz dissipativer Strukturen aufgezeigt, die Entropie abbauen, einfacher gesagt, die Müll in eine neue Energiequelle anderer Ordnung verwandeln. In diesem Verständnis befindet sich das Universum noch in der Entstehung, denn es ist noch nicht geboren. Es ist offen, selbstorganisierend, kreativ, expandierend, schafft Raum und Zeit. Der Pfeil der Zeit ist unumkehrbar und mit einem Ziel aufgeladen. Wohin werden wir gehen? Wir wissen es nicht. Er deutet auf die Existenz eines großen Anziehungspunktes hin (der grosse Atraktor) der uns in die Richtung seiner selbst zieht.

Wenn in dem System, das die Quantität und das geschlossene System bevorzugt, die Entropie vorherrschte, funktioniert hier, in dem offenen System, das die Qualität betont, die Syntropie, d. h. die Fähigkeit, Unordnung in eine neue Ordnung, Müll in eine neue Energie- und Lebensquelle zu verwandeln. So entsteht zum Beispiel aus dem Abfall der Sonne (aus den von ihr ausgesandten Strahlen) fast alles, was auf der Erde existiert.

Diese Vision steht mehr im Einklang mit der inneren Dynamik des Universums. Es bewegt sich vorwärts und schafft die Zukunft. Das Leben strebt danach, sich auf jede erdenkliche Weise fortzusetzen. Unsere dauerhafteste Sehnsucht ist es, länger und besser zu leben. Der Tod selbst wäre eine intelligente Erfindung des Lebens selbst, um sich von den raum-zeitlichen Grenzen zu befreien und das Spiel der Beziehungen von allem mit allem fortsetzen zu können und sich einer absoluten Zukunft zu öffnen.

Deshalb macht das Leben diese Reise von der Zeit in die Ewigkeit, um dort seinen Weg der Zukunft und der Expansion fortzusetzen. In einer theologischen Vision à la Teilhard de Chardin ist dies der Zeitpunkt, an dem wir, wie er sagte, “implodieren und explodieren” in der Höchsten Wirklichkeit (Omega-Punkt) die alles geschaffen hat. Alle Wesen werden ihr Ende kennen, nicht als Ende, sondern als ein erreichtes Ziel. Was ist das Ziel aller Wesen? Ihr Ziel, ihre volle Verwirklichung zu erreichen und so in die Arme von Gott-Vater-und-Mutter zu fallen und ein Leben zu leben, das keine Entropie mehr kennt, sondern nur noch die immer offene und endlose Zukunft.

Und dann wird es das reine Selbst in der strahlenden Pracht seiner Herrlichkeit sein.

Leonardo Boff schriebt zusamen mit dem Kosmologen Mark Hathaway, The Tao of Liberation: exploring a Ecology of Transformation.Vorwort von Fritjof Capra, Orbis Books, NY, 2010; deutsch Litverlag,Münster 2013.

Übersetzt von Bettina Goldhartnack

El fin de todas las cosas

Leonardo Boff*

Cuando termina el año, se suele hacer un balance de cómo fue el año, con sus luces y sus sombras. Esta vez renunciamos a esta tarea y nos preguntamos por algo realmente radical: ¿cómo será el fin de todas las cosas?

Sabemos cuando comenzó el universo, más o menos hace 13.700  millones de años. ¿Podemos saber cuando acabará, si acaso acaba? La respuesta depende de la opción de fondo que asumamos. En las ciencias del universo y de la Tierra las tendencias predominantes hoy son dos: la visión cuantitativa y lineal y la visión cualitativa y compleja.

La primera da centralidad a la materia visible (5%) y a la oscura (95%), a los átomos, a los genes, a los tiempos, a los espacios y al ritmo de desgaste de las energías. Entiende el universo como la suma global de los seres realmente existentes.

La segunda, la cualitativa, considera las relaciones entre los elementos, la forma como se estructuran los átomos, los genes y las energías. No basta decir: este aparato de televisión esta compuestos de tales y tales elementos. Lo que hace un televisor es la organización de los mismos, ligados a una fuente de energía y de captación de imágenes. En esta comprensión, el universo está formado por el conjunto de todas las relaciones.

Cada una de estas opciones se funda en algo real y no imaginario y proyecta su visión del futuro del universo.

La visión cuantitativa dice: estamos en un universo como un sistema cerrado, aunque en expansión continua y equilibrado por las cuatro fuerzas fundamentales: la gravitatoria, la electromagnética, la nuclear débil y la fuerte. No sabemos si el universo se expandirá más y más hasta diluirse totalmente, o si llegará a un punto crítico y empezará a contraerse sobre sí mismo hasta su punto inicial, densísimo de energía y de partículas concentradas. Al big bang inicial (gran explosión) se opondría el big crunch terminal (el gran aplastamiento).

Nada obsta, sin embargo, para que nuestro universo actual sea la expansión de otro universo anterior que se contrajo. Sería como un péndulo, oscilando indefinidamente entre expansión y retracción.

Otros lanzan la hipótesis de que el universo no conoce ni expansión total ni retracción completa. Él latiría como un corazón inconmensurable. Pasaría por ciclos: cuando la materia alcanzase cierto grado de densificación, se expandiría; cuando, por el contrario, alcanzase cierto grado de refinamiento, se contraería en un movimiento perpetua de ida y vuelta sin fin.

De todas formas, dice esta comprensión fundada en la cantidad, el universo tiene un fin inevitable por la ley universal de la entropía. Según esta ley, las cosas se van desgastando irrefrenablemente: nuestras casas se deterioran, nuestras ropas se rompen, nosotros vamos gastando nuestro capital energético hasta haberlo gastado todo y entonces morimos. Las galaxias se deshacen en inmensas nebulosas, nuestro Sol en 5 mil millones de años habrá quemado todo el hidrógeno, después, en otros 4 mil millones de años, todo el helio. En ese ocaso siniestro habrá calcinado todos los planetas a su alrededor, la Tierra inclusive. Y su fin será una enana blanca.

En otras palabras, todos, el universo, la Tierra y cada uno de nosotros, caminamos, imparables, hacia la muerte térmica, un escenario de oscuridad en un espacio prácticamente vacío, atravesado por unos fotones y neutrinos perdidos. Un colapso total de toda la materia y de toda la energía. Un fin infausto de todas las cosas.

¿Pero será esta la última palabra, aterradora y sin ninguna esperanza? ¿No habrá otra lectura posible de la evolución del universo que satisfaga nuestro deseo de vivir y de que todo permanezca en el ser?

Sí, existe esta lectura, fundada no en las cantidades, sino en las cualidades del universo, que han salido a la luz por los avances de las distintas ciencias contemporáneas. Ella propició tres mutaciones que modificaron nuestra visión de la realidad y de su futuro.

La primera fue la teoría de la relatividad de Einstein, conjugada con la mecánica cuántica de Heisenberg y Bohr. Ellas nos hacen entender que materia y energía son equivalentes. En el fondo, todo sería energía estructurada siempre en campos, siendo la propia materia una forma condensada de energía. El universo sería un juego incesante de energías, irrumpiendo de la Energía de Fondo (vacío cuántico o Abismo originador de todo lo que existe), y en permanente interacción entre ellas, dando origen a todos los seres.

La segunda, derivada de la primera, fue el descubrimiento del carácter probabilístico de todos los fenómenos. Cada ser representa la concretización de una probabilidad. Pero aunque así sea, sigue conteniendo dentro de sí otras probabilidades que pueden salir a la luz. Y cuando vienen a la luz, lo hacen dentro de la dinámica siguiente: orden-desorden-nuevo orden. Así, la vida habría surgido en un momento de alta complejidad de la materia, lejos del equilibrio (en situación de caos) y que se autoordenó, inaugurando un nuevo orden que adquirió sostenibilidad y capacidad de autorreproducirse.

La tercera, la ecología integral, aprehende y articula los más distintos niveles de la realidad viéndolos como emergencias del único e inmenso proceso cosmogénico, subyacente a todos los seres del universo. Posee un carácter sistémico, panrelacional y abierto hacia formas cada vez más complejas, ordenadas y aptas para producir sentidos cada vez más altos y conscientes. Esta seria la flecha del tiempo y el propósito del universo: no simplemente dar victoria al más fuerte (adaptable de Darwin) sino realizar virtualidades también de los más débiles (Swimme).

Estas tres vertientes nos ofrecen otra visión del futuro de la vida y del universo. Ilya Prigone mostró la existencia de estructuras disipativas, que desvanecen la entropía, en palabras más sencillas, que transforman la basura en nueva fuente de energía de un orden diferente. En esta comprensión, el universo está aún en génesis, pues no ha acabado de nacer. Él es abierto, auto-organizativo, creativo, se expande creando el espacio y el tiempo. La flecha del tiempo es irreversible y viene cargada de propósito. ¿Hacia dónde iremos? No lo sabemos. Se sugiere la existencia de un Gran Atractor que nos está atrayendo en dirección a Sí.

Si en el sistema que privilegia la cantidad y el sistema cerrado predominaba la entropía, aquí, en el sistema abierto que enfatiza la cualidad, funciona la sintropía, es decir, la capacidad de transformar el desorden en un nuevo orden, la basura en una nueva fuente de energía y de vida. Así, por ejemplo, de la basura del Sol (de los rayos que emite) nos viene casi todo lo que existe en la Tierra.

Esta visión es más coherente con la propia dinámica interna del universo. Él avanza creando futuro. La vida busca perpetuarse de todas las formas posibles. Nuestros anhelos más permanentes son de vivir más y mejor. La propia muerte sería una invención inteligente de la propia vida para liberarse de los límites espaciotemporales y poder continuar el juego de las relaciones de todo con todo, abriéndose a un Futuro absoluto.

Por eso la vida hace esa travesía del tiempo a la eternidad, para continuar allí su trayectoria de futuro y de expansión. En una visión teológica, a lo Teilhard de Chardin, es cuando,como dijo el,  “implosionaremos y explotaremos” en la Realidad Suprema que ha creado todo. Todos los seres conocerán su fin, no como término sino como meta alcanzada. ¿Cuál es el fin de todos los seres? Alcanzar su fin, su plena realización y así caer en los brazos de Dios-Padre-y-Madre y vivir una vida que no conoce más entropía, solo el futuro siempre en abierto y sin fin.

Y entonces será el puro Ser en el riente esplendor de su gloria.

*Leonardo Boff ha escrito ¿De dónde vengo? El universo, la vida, el espíritu y Dios, Animus/Anima, Petrópolis 2022; con el cosmólogo Mark Hathaway, El Tao de la Liberación, una ecología de la transformación, Orbis Books, NY, Vozes, Petrópolis. Trotta, en español.

Traducción de MªJosé Gavito Milano

O fim  de todas as coisas

    Leonardo Boff

Chegado o final do ano, costuma-se fazer um balanço do que foi o ano, em suas luzes e em suas sombras. Desta fez renunciamos a esta tarefa e nos perguntamos por algo realmente radical: como será o fim de todas as coisas?

Sabemos, mais ou menos, quando o universo começou, há 13,7  bilhões de anos. Podemos saber quando acabará, se por acaso acabar? A resposta depende da opção de fundo que assumirmos. Duas tendência são hoje predominantes nas ciências do universo e  da Terra: a visão quantitativa e linear e a visão qualitativa e complexa.

A primeira dá centralidade à matéria visível (5%) e escura (95%), aos átomos, aos genes, aos tempos, aos espaços e ao ritmo de desgaste das energias. Entende o universo como a soma global dos seres realmente existentes.

A segunda, a qualitativa, considera as relações entre os elementos, a forma como se estruturam os átomos, os genes e as energias. Não basta dizer: este aparelho de televisão é composto por tais e tais elementos. O que faz uma televisão é a organização deles, ligados a uma fonte de de energia e de captação de imagens. Nesta compreensão, o universo é formado pelo conjunto de todas as relações.

Cada uma destas opções se funda em algo real e não imaginário e projeta a sua visão do futuro do universo.

A visão quantitativa diz: estamos num universo, como sistema fechado, embora em expansão contínua e equilibrado pelas quatro forças fundamentais: a gravidade, a eletromagnética, a nuclear fraca e forte. Não sabemos se o universo se expande mais e mais até diluir-se totalmente, ou se chega a um ponto crítico e começa então a retrair-se sobre si mesmo até o ponto inicial, densíssimo de energia e de partículas concentradas. Ao big bang inicial (grande explosão) se oporia o big crunsh terminal (o grande esmagamento).

Nada obsta, entretanto, que o nosso universo atual seja a expansão de um outro universo anterior que se retraiu. Ele seria como um pêndulo, indefinidamente oscilando entre expansão e retração.

Outros aventam a hipótese de que o universo não conhece nem expansão total nem retração completa. Ele pulsaria como um incomensurável coração. Passaria por ciclos: quando a matéria atingisse certo grau de adensamento, expandir-se-ia, quando, ao inverso, atingisse certo de grau de refinamento, contrair-se-ia num movimento perpétuo de ida e de vinda sem fim.

De todas as formas, diz esta compreensão, fundada na quantidade, o universo tem um fim inevitável por força da lei universal da entropia. Segundo esta lei, as coisas vão se desgastando irrefreavelmente: nossas casas se deterioram, nossas roupas desfiam, nós vamos gastando nosso capital energético até termos gastado tudo e então morreríamos.As galáxias se desfazem em imensas nebulosas, nosso Sol, em 5 bilhões de anos terá queimado todo o hidrogênio, em seguida, por outros 4 bilhões de anos, todo o hélio. Nesse ocaso sinistro terá calcinado todos os planetas ao seu redor inclusive a Terra. E seu fim será uma anã branca.Em outras palavras, todos, o universo, a Terra e cada um de nós, caminhamos inarredavelmente para a morte térmica, um cenário de escuridão, num espaço praticamente vazio, perpassado por uns fótons e neutrinos perdidos. Um colapso total de toda a matéria e de toda a energia. Um  fim infausto de todas as coisas.

Mas será esta a última palavra, aterradora e sem nenhuma esperança? Não haverá uma outra leitura possível do evoluir do universo que venha ao encontro de nosso desejo de viver e de que tudo permaneça no ser?

Sim, existe esta leitura, fundada, não nas quantidades, mas nas qualidades do universo e que foram postas à luz pelos avanços das várias ciências contemporâneas. Ela propiciou três mutações que modificaram nossa visão da realidade e de seu futuro.

A primeira foi a teoria da relatividade de Einstein, conjugada  com a  mecânica quântica de Heisenberg e Bohr. Elas nos fazem entender que matéria e energia são equivalentes.No fundo, tudo seria energia estruturada sempre em campos, sendo a própria matéria uma forma condensada de energia. O universo é um jogo incessante de energias, irrompendo da Energia de Fundo (vácuo quântico ou o Abismo originador de tudo o que existe), e em permanente interação entre elas, dando origem a todos os seres.

A segunda, derivada da primeira, foi a descoberta do caráter probabilístico de todos os fenômenos. Cada ser representa a concretização de uma probabilidade. Mas mesmo sendo isso,  ele continua contendo dentro de si outras infindas probabilidades que podem vir à tona. E quando vêm à tona, o fazem dentro da seguinte dinâmica: ordem-desordem-nova ordem. Assim a vida teria surgido num momento de alta complexidade da matéria, longe do equilíbrio (em situação de caos) e que se auto-ordenou, inaugurando uma nova ordem que ganhou sustentabilidade e capacidade de autoreprodução.

A terceira, a ecologia integral, apreende e articula os mais distintos níveis de realidade vendo-os como emergências do único e imenso processo cosmogênico, subjacente a todos os seres do   universo. Ele possui um caráter sistêmico, panrelacional e aberto para formas cada vez mais complexas, ordenadas e  aptas a realizar  sentidos cada vez mais altos e conscientes. Esta seria a seta do tempo e o propósito do universo: não simplesmente dar vitória ao mais forte (adaptável de Darwin) mas realizar virtualidades também dos mais fracos (Swimme).

Estas três vertentes nos oferecem outra visão do futuro da vida e do universo.Ilya Prigone mostrou a existência de estruturas dissipativas, que dissipam a entropia,em palavras mais simples,que transformam o lixo em nova fonte de energia e de uma ordem diferente. Nesta compreensão o universo está ainda em gênese, pois não acabou de nascer. Ele é aberto, auto-organizativo, criativo, se expande criando o espaço e o tempo. A seta do tempo é irreversível e vem carregada de propósito. Para onde iremos? Não sabemos. Aventa-se a existência de um Grande Atrator que nos está atraindo em sua direção.

Se no sistema que privilegia a quantidade e o sistema fechado predominava a entropia, aqui no sistema aberto que enfatiza a qualidade, funciona a sintropia, quer dizer, a capacidade de transformar a desordem numa nova ordem, o lixo numa nova fonte de energia e de vida.Assim, por exemplo, do lixo do sol (dos raios que emite) nos vem quase tudo o que existe na Terra.

Esta visão é mais coerente com a própria dinâmica interna do universo. Ele avança criando futuro. A vida busca por todos os modos perpetuar-se. Nossos anseios mais permanentes são de viver mais e melhor. A própria morte seria uma invenção inteligente da própria vida para libertar-se dos limites espácio-temporais e poder continuar no jogo das relações  de tudo com tudo, abrindo-se a um Futuro absoluto.

Por isso a vida  faz a travessia do tempo para a eternidade para lá continuar sua trajetória de futuro e de expansão. Numa visão teológica, à la Teilhard de Chardin, é quando implodiremos e explodiremos para dentro da Suprema Realidade, originadora de todos os seres.Todos os seres conhecerão seu fim, não como um término mas como meta alcançada. Qual é o fim de todas as coisas? Alcançar seu fim e sua plena realização e assim cair nos braços de Deus-Pai-e-Mãe e viver uma vida que não conhece mais entropia, só o futuro sempre em aberto e sem fim.

E então será o puro Ser no ridente esplendor de sua glória.

Leonardo Boff escreveu De onde veio? O universo, a vida, o espírito e Deus,  Animus/Anima, Petrópolis 2022;com o cosmólogo Mark Hathaway, O Tao da libertação: uma ecologia da transformação, Orbis Books,NY, Vozes,Petrópolis 2010.

Navidad: Netanyahu (Herodes) y la matanza de inocentes en Gaza

   Leonardo Boff*                   

En estos días estamos asistiendo a la actualización del relato bíblico: un rey feroz, celoso de su poder, manda matar a todos los niños menores de un año. El Herodes de hoy tiene un nombre, Benjamín Netanyahu. En su furor vengativo, su fuerza militar, aérea, marítima y terrestre ha asesinado a miles de niños, muchos de ellos todavía yacen bajo los escombros, además de a muchos otros miles de civiles que ni siquiera pertenecen a Hamas. No podemos dejar que esta tragedia oscurezca la fiesta radiante de Navidad. Ella es demasiado preciosa para no ser recordada y celebrada.

Volvamos al relato que nos llena de encanto aún ahora, más de dos mil años después. José y María, su esposa, embarazada de nueve meses, vienen de Nazaret, en el norte de Palestina, a Belén, en el sur. Son pobres como la mayoría de los artesanos y campesinos mediterráneos. A las puertas de Belén, en  estos días arrasada por las tropas de Netanyahu, María se pone de parto: se sostiene el vientre pues la larga caminada  ha acelerado el  proceso de gestación. Llaman a la puerta de una posada y oyen lo que los pobres de la historia oyen siempre: “no hay sitio para ustedes en la posada” (Lc 2,7).

Bajan la cabeza y se alejan preocupados. ¿Cómo va a dar a luz? Descubren en las cercanías un establo de animales. Allí hay un pesebre con pajas, un buey y una mula que, extrañamente, permanecen en silencio, observando. Ella da a luz un niño, entre los animales. Hace frío. Lo envuelve en pañales y lo acuesta sobre las pajas. El crío llora alto como todos los recién nacidos.

Hay pastores que velan en la noche, vigilando el rebaño. Según los criterios de pureza legal de la época, los pastores eran considerados impuros y por eso despreciados, por estar siempre rodeados de animales, su sangre y sus excrementos. La visión idílica de los griegos y de los romanos que idealizan la figura de los pastores, tocando alegremente su flauta, era diferente. Pero son estos pobres e impuros los primeros  en ver al Puer divinus, al niño divino.

De repente los envolvió una luz y escucharon desde lo Alto una voz anunciándoles: “no  temáis, os anuncio una gran alegría, que es para todo el pueblo; acaba de nacer el Salvador; esta es la señal: encontrareis un niño envuelto en pañales, acostado en un pesebre”. Al ponerse, presurosos, en camino oyeron un cántico maravilloso, de muchas  voces, que venía de lo Alto: “Gloria a Dios en las alturas y paz en la Tierra a los hombres amados por Dios” (Lc 2,8-18). Llegan y confirman todo lo que se les había comunicado: ahí está el niño, tiritando, envuelto en pañales y acostado en un pesebre, en compañía de animales.

Algún tiempo después, he aquí que vienen bajando por el camino tres sabios de Oriente. Sabían interpretar las estrellas. Llegan. Se extasían ante la misteriosidad de la situación. Identifican en el niño a aquel que iría a sanar la existencia humana herida. Se inclinan, reverentes, y dejan presentes simbólicos: oro, incienso y mirra. Con el corazón ligero y maravillados toman el camino de vuelta, evitando la ciudad de Jerusalén, pues ahí reinaba un “Netanyahu” terriblemente belicoso, dispuesto a mandar matar a quien viera al niño divino.

Lección: Dios entró en el mundo en la oscuridad de la noche, sin que nadie lo supiese. No hay pompa ni gloria, que imaginaríamos adecuadas a un niño que es Dios. Pero prefirió llegar fuera de la ciudad, entre animales. No constó en la crónica de la época, ni en  Belén, ni en Jerusalén, mucho menos en Roma. Sin embargo, ahí está Aquel que el universo estaba gestando dentro de sí hacía miles de millones de años, la “luz verdadera que ilumina a cada persona que viene a este mundo” (Jn 1,10).

Debemos respetar y amar la forma como Dios quiso entrar en este mundo: anónimo como anónimas son las grandes mayorías pobres y menospreciadas de la humanidad. Quiso empezar desde abajo para no dejar fuera a nadie.

La situación humillada y ofendida de ellos fue la que el propio Dios quiso hacer suya.

Pero hay también sabios y hombres estudiosos de las estrellas del universo, los cosmólogos, los astrofísicos que captan por detrás de las apariencias el misterio de todas las cosas. Ven en este niño que tirita de frio, moja los pañales, lloriquea y busca, hambriento, el pecho de su madre, el Sentido Supremo de nuestro caminar y del propio universo. Para ellos también es Navidad. Dios vino no para divinizar al ser humano. El vino para se humanizar, para enseñarnos a vivir.

Es verdad lo que se dice: “Todo niño quiere ser hombre. Todo hombre quiere ser rey. Todo rey quiere ser Dios. Solo Dios quiso ser niño”.

Este es un lado, gozoso: un rayo de luz en medio de la noche oscura. Un poco de luz tiene más derecho que todas las tinieblas.

Pero hay otro lado, sombrío y también trágico, mencionado antes. Hay un “Netanyahu” que no teme matar inocentes. José, atento, pronto se da cuenta de que quiere mandar matar al niño recién nacido. Huye a Egipto con María y el niño en brazos, que duerme, busca el pecho y vuelve a dormir.

Miles de niños han sido asesinados en tierras de la Franja de Gaza parte de Palestina, la tierra de Jesús. Entonces se oyó uno de los lamentos más  conmovedores de todas las Escrituras: “En Ramá se oye una voz, gran llanto y gemidos, es Raquel que llora a sus hijos asesinados y no quiere ser consolada porque los perdió para siempre”(Mt 2,18).

Los Herodes se perpetúan en la historia, también durante cuatro años en Brasil, bajo e presidente Bolsonaro que,insensible dejó morir 300 mil ciudadanos  por negarles las vacunas salvadoras y actualmente en Palestina, bajo un cruel Primer Ministro Netanyhau. No obstante, habrá siempre una estrella, como la de Belén, que ilumine nuestros caminos. Por más perversos que sean los Herodes, ellos no pueden impedir que el sol nazca cada mañana trayéndonos esperanza, especialmente aquel que fue llamado “El Sol de la Esperanza”.

Es una alegría inaudita: nuestra humanidad, débil y mortal, a partir de Navidad empezó a pertenecer al mismo Dios. Por eso algo nuestro ha sido ya eternizado por el Divino Niño que nos garantiza que los Herodes de la muerte jamás triunfarán.

Feliz Navidad a todos con mucha compasión por tantas víctimas en Gaza, con luz y discreta alegría.

*Leonardo Boff es teólogo y ha escrito O Sol da Esperança: Natal, histórias, poesias e símbolos, Mar de Ideias, Rio 2007; Navidad: la humanidad y la  jovialidad de nuestro Dios, Vozes 2009 y Sal Terra. Para hacer un pedido: contato@leonardoboff.eco.br

Traducción de María José Gavito Milano