Gibt es noch Rettung für das heutige Brasilien?

Jeder, der sich die politisch-sozioökonomische Situation anschaut, fragt sich: „Gibt es noch Rettung für das heutige Brasilien?Eine Diebesbande, verkleidet als Senatoren und Richter, sind entgegen aller das Gegenteil belegenden Argumente darauf aus, eine unschuldige Frau, Präsidentin Dilma Roussef, zu verdammen, die weder der unrechtmäßiger Aneignung öffentlicher Güter noch irgendeiner persönlichen Korruption anzuklagen ist.

Durch die neuen, wichtigen Enthüllungen wurde klar, dass das Problem nicht Präsidentin Roussef ist, sondern die Operation Lava Jato, welche, abgesehen von einzelnen Beschuldigungen gegen die Arbeiterpartei PT, den Großteil der Oppositionsführer betrifft. Sie alle haben auf die eine oder andere Weise durch Geschenke von Petrobras profitiert, um ihre Wahlsiege sicherzustellen. „Wir müssen diese Blutung stoppen“, sagte einer der bekanntesten der Korrupten, „sonst wird es uns alle betreffen. Wir müssen Dilma loswerden.

Niemand setzt sein eigenes Vermögen aufs Spiel, um seine Wahlkampagne zu finanzieren. Niemand braucht dies zu tun: Dafür gibt es eine schwarze Kasse, die durch korrupte Unternehmen gefüllt wird, welche sich damit spätere Vorteile für große Projekte zu sichern suchen, oftmals zu überhöhtem Preis. So kommt deren Vermögen zustande.

In den Augen der Welt befinden wir uns in einer lächerlichen Situation: zwei Präsidenten, einer davon unrechtmäßig, schwach und ohne eine Führungsqualität; der andere legitim, aber ausgebootet und zur Gefangenen im eigenen Palast gemacht; zwei Planungsminister: einer ausgebootet, der andere nur ein Ersatz; eine monströse Regierung, reaktionär und im Volk unbeliebt.

Wir befinden uns in der Tat im Blindflug. Niemand weiß, worauf diese Nation zusteuert, die die siebtgrößte Weltwirtschaft mit den weltgrößten Öl- und Gasvorkommen ist sowie von unübertroffenem ökologischem Reichtum, d. h. der Grundlage der künftigen Ökonomie. So wie die Kräfte jetzt aufgestellt sind, führt uns das nirgendwohin außer in einen eventuellen sozialen Konflikt.

Die Armen, die die Mehrheit der Brasilianer stellen, sind es gewohnt zu leiden und einen Ausweg finden zu müssen. Doch es wird ein Punkt kommen, an dem das Leid unerträglich werden wird. Niemand kann mehr gleichgültig bleiben beim Anblick von Kindern, die vor Hunger sterben und am kompletten Mangel an medizinischer Versorgung. Und man kommt zum Schluss: so kann es nicht weitergehen, eine Revolte muss her.

Dies erinnert mich an einen franziskanischen Bischof aus dem 13. Jh. in Schottland, der die vom Papst erhobenen hohen Steuern ablehnte und auf die Nachfrage durch den Papst antwortete: „Ich akzeptiere dies nicht, ich verweigere mich und revoltiere.“ Und der Papst gab nach. Könnte so etwas auch heute bei uns vorkommen?

Wenn ich mich in meinen Reden bemühe, einen Hoffnungsschimmer auszustrahlen und man mir sagt, ich sei wohl ein Pessimist, erwidere ich mit Saramago: „Ich bin kein Pessimist; es ist die Realität, die so deprimierend ist.“ Die Realität ist in der Tat für alle deprimierend, außer für die betuchten Eliten, die an rücksichtslose Ausbeutung gewohnt sind und von der sich verschlechternden Lage des Volkes profitieren. Diese Eliten haben ihren profanen Tempel in Sao Paulos Paulista Avenue, wo sich ein Großteil des brasilianischen BSP konzentriert.

Unser großes Problem besteht im Mangel an Führungspersönlichkeiten. Abgesehen vom früheren Präsidenten Lula, dessen Charisma außer Frage steht, sind nur zwei Personen der Rede wert: Ciro Gomes und Roberto Requiao. Meiner Ansicht nach sind sie die einzigen starken Führungspersönlichkeiten, die den Mut haben, die Wahrheit auszusprechen, und mehr an Brasilien denken als an parteipolitische Streitereien.

Diese Krise hat einen bisher ungelösten Präzedenzfall in unserer Geschichte, wie Jesse Souza vor kurzem herausstellte (A tolice da inteligência brasileira, 2015). Wir sind die Erben von jahrhundertealtem Kolonialismus, der uns den Stempel des „wertlosen Volkes“ aufdrückte, das immer von Fremden abhängig war.

Noch schlimmer ist das weltliche Erbe der Sklaverei, die ihre Erben La Casa Grande glauben lässt, sie können Herr über Leben und Tod der Schwarzen und Armen sein. Ihnen reicht es nicht, die Schwarzen und Armen an den Rand zu drängen, nein, sie müssen auch noch abgelehnt und gedemütigt werden. Die Mittelklasse imitiert die Oberklasse, indem sie sich von dieser völlig manipulieren lässt und unbewusst zu Komplizen der horrenden sozialen Ungleichheit wird.

Die superreichen Eliten (71.440 Personen, die laut IPEA 600.000 Dollar pro Monat verdienen), die mithilfe der Massenkommunikationsmittel, welche das Öl in der Maschinerie ihrer Beherrschung ist, wurden „Golpistas“ und Reaktionäre. Diesen Eliten lag nie an wahrer Demokratie, sie wollen nur eine Demokratie von sehr niedriger Intensität, welche sie kaufen und manipulieren können. Sie bevorzugen Putsch und Diktatur. Da Putsche nicht länger mit Bajonetten durchgeführt werden können, planten sie etwas anderes: einen Coup mithilfe von künstlicher Manipulation unter korrupten Politikern, eine politisierte juristische Branche, und durch polizeiliche Repression. Folglich gibt es drei Arten von Putsch: durch Politik, Justiz und Polizei.

Ich schließe mit den Worten von Jesse Souza: „Wir befinden uns selbst in einer Welt, in der Politik von einer Diebesbande bestimmt wird, Justiz durch „justicieros“ gemacht wird, die diese protegiert, einer Elite von Blutsaugern und in einer Gesellschaft, die zu materiellem Elend und spiritueller Armut verdammt ist. Es ist wichtig, dass jeder diesen Coup versteht. Es ist der Spiegel dessen, was aus uns wurde.“ Sollte ich hier Heidegger zitieren: „Nur Gott kann uns retten“? Karl Marx ist da vielleicht bescheidener und akkurater, wenn er sagt: „Es gibt immer eine Lösung für jedes Problem“. Und so wird es sein.

Leonardo Boff ist Theologe, Philosoph und Schriftsteller

 

“O índigena, aquele que deve morrer”

A questão indígena é um problema que nunca foi equacionado nas políticas públicas brasileiras. Grande parte foi exterminada, desde o tempo da colonização e hoje compoem apenas 0,4% da população o que equivale a 817 mil pesssoas constituindo 300 povos. Vivem muito concentrados em apenas 200 munícípios entre os mais de cinco mil existentes no Brasil.

Praticamente eles não contam. Só a partir de 1991 que começaram a entrar no censo populacional efetivado pelo IBGE.

A questão tornou-se aguda, como sempre foi, neste ano com o assassinato de Clodiode Aquileu Rodrigues de Souza, um guarani-kaiowá, de 26 anos, um agente de saúde, morto à bala na fazenda Yvu, em Caarapó, a 273 km de Campo Grande em Mato Grosso do Sul. Outros cinco membros da comunidade foram feridos entre eles um menino de 12 anos. Cerca de 200 caminhonetes e carros cercaram as tendas dos indígenas que fizeram um “retomada” como eles dizem de terras que lhes pertenciam desde sempre. Os repressores foram logo atirando com balas de borracha e balas letais.

Os guarani-kaiowá viviam na região desde tempos imemoriais. Mas a patir de 1882 começaram a ser expulsos para dar lugar ao plantio de erva-mate.

Posteriormente, o governo começou vender as terras com o intuito de criar fazendas para plantio de soja e criação de gado. Os indígenas ficaram reclusos em 8 pequenas áreas.

Mas na medida em que a populacão crescia, sentiram-se forçados a sair. Ai começou a ganhar força a ideia de retomar as terras que sempre foram deles.

Criou-se um conflito perigoso entre os novos proprietários que mostravam sua documentação de compra e os indígenas argumentando serem os donos originários daquelas terras.

Ocorreram vários embates. Especialmente o Mato Grosso do Sul foi o cenário de várias mortes. No final de agosto de 2015, Semião Fernandes Vilhalva, de 24 anos, foi barbaramente executado com um tiro na cabeça.

Em 2013, Ambrósio Vilhalba, de 52 anos foi vítimado a facadas perto de Dourados.

Em 2001 ocorreu algo mais grave. O cacique Nísio Gomes de 59 anos foi cercado e eliminado por homens armados a mando de fazendeiros.

Sabe-se hoje que sob o regime militar muitos indígenas foram presos, torturados e mortos cujas ossadas estão sendo identificadas.

Atualmente causa grande preocupação pelo fato de o Presidente interino tentar nomear (ainda a ser confirmado)  um general da reserva, Roberto Peternelli, como novo president da Funai. É um homem de extrema direita que faz apologia da ditadura militar e apoia o impeachmernt da Presidenta Dilma. Houve reações de todos os lados, vendo nesse ato uma injúria aos indígenas e aos direitos humanos, pois pode implicar uma militarização da questão indígena.

O que ocorreu em Caarapó é a continuação dos embates por terras que o Governo tarda em demarcar. Apenas 1/3 das terra estão demarcadas, outro 1/3 se encontram em estudo e o ultimo 1/3 sequer entrou ainda na agenda.

Mas a decisão dos indígenas é clara: “O nosso futuro depende do nosso território, da nossa terra. A gente pretende fazer cada vez mais retomadas porque estamos cansados da demora do Governo brasileiro em demarcar nossa terra. Tomamos uma posição e decidimos que essa é a nossa única saída”, diz Gomes, a liderança indígena da área onde está a fazenda Yvu.

Há uma questão mal colocada por parte do Governo que torna complexa a demarcação e é fonte de permanentes conflitos. Pela legislação, os indígenas não integrados são tidos como relativamente incapazes (artigo 8º do Estatuto do Índio). Eles não possuem direito de propriedade privada sobre as terras demarcadas, consideradas coletivas e tuteladas pela FUNAI. Ademais a Constituição proibe a comercialização destas terras (art.231 § 4º) considerando-os minorenes.

Caso tivessem esse direito poderiam ter outra relação com os latifundiários que, sabendo que os indígenas nãos são proprietaries, invadem suas terras para o plantio da soja ou a criação de gado. Mais prudente seria, considerá-los adultos e entregar títulos de propriedade privada da terra a que os povos indígenas têm direito e deixá-los organizar-se nas formas de produção que lhe são peculiares e incorporando as formas modernas. Logicamente deveriam ser acompanhados pelo CIMI, pela Funai e outros órgãos no sentido de criar neles a consciência de seus direitos e não se deixarem enganar pelos homens do latifúndio e do agro-negócio. Assim ocorreu, por exeplo, no Canadá com bastante sucesso e garantia dos direitos.

Mas quero transcrever as ponderações do conhecido jurista Dalmo Dalari que fez a propósito destas minhas afirmações. Cabe ouvi-lo pois é conhecedor da questão. Refere-se ao fato “de indios serem proprietarios de suas terras, para melhor defende-las. Participei da discussao desse ponto na Constituinte”, diz Dalari “e fui dos que sustentaram que era preferivel dar ao indio a condição jurídica de ocupante, com direito ao uso exclusivo das terras que tradicinalmente ocupam e direito sobre as riquezas nelas existentes”.

Continua Dalari: ”Muitos indios foram facilmente enganados por grileiros de luxo e falsos religiosos, pois muitos índios ja se mostraram deslumbrados com o oferecimento de tratores, motoserras e armas. E se forem proprietários das terras serão envolvidos por compradores, que irão  fazer propostas de compra deslumbrantes e enganosas, com cláusulas dúbias que darão aos índios a ilusão de que eles continuarão habitando nas terras e sobrevivendo de seus produtos”.

“Para evitar essa armadilha recuperamos um conceito que tem fundamento histórico: a ocupação permanente. Os indios não são proprietarios nem posseiros, mas ocupantes permanentes, que não podem ser removidos e têm direito sobre todas as riquezas existentes no seu território de ocupação tradicional. Esse conceito apareceu na primeira Lei de Terras brasileira, Lei 601 de 1850, cujo artigo 5 estabeleceu: “serão legitimadas as posses mansas e pacíficas, adquiridas por ocupação primária”. Graças a esse dispositivo as terras indígenas não foram incluídas entre as terras devolutas, que passaram para o patrimônio das Províncias e depois dos Estados, que fizeram vendas e doações para o agro-negócio. Ressalto aqui que as terras indigenas nunca foram enquadradas como devolutas e assim nunca integraram o patrimônio dos Estados, não tendo qualquer valor legal as doações e vendas de terras indígenas feitas por alguns Estados, como se fossem terras devolutas integrantes de seu patrimônio”.

“Um ponto fundamental é que as terras indígenas são patrimônio público federal, são de propriedade da União (art.20, inciso XI da Constituição). E os índios têm o direito constitucional de ocupação  permanente e exclusiva (art. 231 da Constituição). Em decorrência, os órgãos federais, como o Ministerio Público Federal e a Polícia Federal, estão legalmente obrigados a proteger os direitos dos ocupantes legítimos, os índios, repelindo os invasores. Isso é o que está faltando e deve ser denunciado e exigido: a atuação efetiva e eficiente dos órgãos federais legalmente competentes, para defesa do patrimônio da União contra os invasores, defendendo os direitos dos ocupantes legitimos, que são as comunidades indígenas”.

Este esclarecimento feito pelo eminente jurista Dalmo Dalari, por e-mail de 30/06/2016 vem esclarecer melhor a situação de direito dos território de nossos povos originários. A lei é clara. Não são, no entanto, como sabemos, coerentes as práticas daqueles que de forma inescrupulosa e illegal avançam sobre as terras indígenas par alargaram seus espaços de produção de soja ou do cultivo de gado.

Esse sistemático desrespeito à legislação, e o pouco empenho dos governos de demarcarem as terras indígenas traz a eles  imenso sofrimento, insegurança e até desespero.

Há um número significativo de suicídios. O organismo da Igreja que trabalha a questão indígena, o CIMI, computou na última estatística de 2014 um suicídio a cada três dias. A mortalidade infanti é altíssima. Em 2014, 785 crianças até a idade de 5 anos morreram por doenças evitáveis. Isso ocorre especialmente entre os xavantes do Mato Grosso.

Isso nos faz lembrar a denúncia feita por alguns bispos, missionarios que publicaram nos anos 70 do século passado o impressionante: documento: “y-juca-pirama. O índio: aquele que deve morrer”

Ele guarda permanente atualidade e traduz a situação atual dos povos originários de nosso país.

Leonardo Boff é articuista do Jornal do Brasil e escritor
 

 

 

 

Nenhum Papa foi tão longe na condenação ao capitalismo:Michael Löwy

 

 

Michael Loevy é conhecdo neste blog. É um conhecido filósofo e sociólogo da religião, franco-brasileiro. Deu uma entrevista no dia 21 de junho ultimo no Correio da Cidadania. Vale ouvir uma voz que vem de fora e com autoridade: Lboff

Eis a entrevista.

Quem é Papa Francisco? O que pretende?

Gostaria, antes de responder sua pergunta, de homenagear a memória do fundador do Correio da Cidadania, meu querido amigo e companheiro de lutas Plínio de Arruda Sampaio, um cristão socialista comprometido com a luta do povo brasileiro por sua emancipação, um adversário intransigente da ditadura militar, do latifúndio, do imperialismo e do perverso sistema capitalista. Sua vida foi um exemplo de coerência ética e política, de dignidade e de coragem.

Jorge Mario Bergoglio, o Papa Francisco, não era considerado um homem de esquerda. Seu comportamento durante a ditadura militar argentina é um exemplo de “pecado por omissão”: não apoiou e tampouco se opôs ao regime. Não é, portanto, surpreendente que tenha sido eleito Pontifex Maximum pelo mesmo conclave que havia eleito Ratzinger – Bento XVI – pouco tempo antes.

Entretanto, apenas eleito, surpreendeu por uma sucessão de iniciativas corajosas, a começar pela visita à Lampedusa, para denunciar o tratamento dado pela Europa aos refugiados (muçulmanos em sua maioria). Em relação à teologia da libertação, sua atitude é radicalmente distinta da dos dois pontífices anteriores: Gustavo Gutierrez foi convidado ao Vaticano e o processo de canonização de Monsenhor Romero, aberto. Se lemos atentamente as Encíclicas de Bergoglio, percebe-se a influência de uma corrente importante do catolicismo da Argentina: a teologia da libertação não-marxista, representada por pensadores como Juan Carlos Scannone.

Obviamente, ele pretende levar a sério o compromisso da Igreja com os pobres, suprimir os vínculos dos bancos do Vaticano com a máfia e tentar reduzir o poder conservador da Cúria Romana. Será que conseguirá? Sua tentativa de elaborar uma concepção um pouco mais aberta da família e da sexualidade foi diluída pelo Sínodo dos Cardeais… Há muitas resistências. Parece que os setores mais reacionários da Igreja têm uma prece especial sobre Bergoglio: “Nosso Pai que está no Céu, ilumine-o ou… Elimine-o”.

A encíclica Laudato Si ataca frontalmente o sistema capitalista. O que isto significa vindo de um Papa?

Bergoglio não é marxista e a palavra “capitalismo” não aparece na Encíclica. Mas fica muito claro que para ele os dramáticos problemas ecológicos de nossa época resultam das “engrenagens da atual economia globalizada”, engrenagens que constituem um sistema global, “um sistema de relações comerciais e de propriedade estruturalmente perverso”.

Quais são, para Francisco, estas características “estruturalmente perversas”? Antes de tudo, é um sistema no qual predominam “os interesses ilimitados das empresas” e “uma discutível racionalidade econômica”, uma racionalidade instrumental que tem por único objetivo aumentar o lucro. Para o Papa, esta perversidade não é própria de um país ou outro, mas de “um sistema mundial, onde predominam a especulação e o princípio de maximização do lucro, e uma busca de rentabilidade financeira que tende a ignorar todo o contexto e os efeitos sobre a dignidade humana e o meio ambiente. Assim, se manifesta a íntima relação entre degradação ambiental e degradação humana e ética”.

A obsessão do crescimento ilimitado, o consumismo, a tecnocracia, o domínio absoluto da finança e a divinização do mercado são outras características perversas do sistema. Em sua lógica destrutiva, tudo se reduz ao mercado e ao “cálculo financeiro de custos e benefícios”. Mas sabemos que “o meio ambiente é um desses bens que os mecanismos de mercado não são capazes de defender ou de promover adequadamente”. O mercado é incapaz de levar em conta valores qualitativos, éticos, sociais, humanos ou naturais, isto é, “valores que excedem cálculos”.

O poder “absoluto” do capital financeiro especulativo é um aspecto essencial do sistema, como revelou a recente crise bancária. O comentário da Encíclica é contundente: “a salvação dos bancos a todo custo, fazendo a população pagar o preço, confirma o domínio absoluto das finanças que não têm futuro e só pode gerar novas crises, depois de uma longa, custosa e aparente cura”.

Sempre associando a questão ecológica e a questão social, Francisco constata: “a mesma lógica que dificulta tomar medidas drásticas para inverter a tendência ao aquecimento global é a que não permite cumprir com o objetivo de erradicar a pobreza”. Existe uma longa tradição de crítica do capitalismo liberal, ou dos “excessos ” do capital na Igreja Católica. Mas nenhum Papa foi tão longe nesta condenação como Francisco.

Em 12 de fevereiro, Papa Francisco e o e o Patriarca Kirill, encontraram-se em nome de suas igrejas quase 1.000 anos após o cisma, em Cuba, e assinaram um documento que contém este texto: O nosso encontro fraterno teve lugar em Cuba, encruzilhada entre Norte e Sul, entre Leste e Oeste. A partir desta ilha, símbolo das esperanças do Novo Mundo e dos acontecimentos dramáticos da história do século XX, dirigimos a nossa palavra a todos os povos da América Latina e dos outros continentes. Um Novo Mundo na visão dos dois líderes religiosos é um mundo socialista?

Francamente, não atribuo tanta importância a este encontro, que tem mais a ver com a diplomacia das relações inter-religosas do que com a revolução cubana… O “Novo Mundo” de que falam não é o “mundo socialista”, mas simplesmente o continente americano, designado há séculos como “Novo Mundo”. O conceito de “socialismo” não faz parte do vocabulário de nenhum do dois líderes religiosos.

O que a Teologia da Libertação tem a ensinar para a esquerda mundial, considerando suas diferentes correntes de pensamento?

Em primeiro lugar, ela nos ensina que a religião pode ser outra coisa, diferente de simples “ópio do povo”. Aliás, Marxe Engels já haviam previsto a possibilidade de movimentos religiosos com uma dinâmica anticapitalista. A esquerda deve tratar com respeito as convicções religiosas e considerar os militantes cristãos de esquerda como parte essencial do movimento de emancipação dos oprimidos. A teologia da libertação nos ensina também a importância da ética no processo de conscientização e a prioridade do trabalho de base, junto às classes populares, em seus bairros, igrejas, comunidades rurais e escolas.

Uma unidade política de caráter anticapitalista e anti-imperialista entre as grandes religiões monoteístas (Cristã, Judaica e Islã) é possível no ponto de vista de alguns teólogos e mais, fundamental para superar o capitalismo em escala global. O que pensa sobre isso? É possível superar o capitalismo sem esta unidade?

Não acredito em unidade anticapitalista das “grandes religiões monoteístas”… O que pode existir é uma convergência ecumênica entre correntes progressistas, anticapitalistas, anti-imperialistas, ecologicamente conscientes, em todas as religiões, não só as três que menciona. Por exemplo, o budismo, o hinduísmo, religiões africanas, umbanda, candomblé, religiões indígenas das Américas etc. Já existem redes progressistas, como a Associação de Teólogos do Terceiro Mundo, que é ecumênica. Não sei se superar o capitalismo sem esta convergência é possível ou não, mas ela é uma contribuição importante para a conscientização de amplas camadas populares.

A igreja católica no Brasil está alinhada ao Papa Francisco?

Boa parte dos bispos da CNBB está alinhada com Francisco. Alguns até gostariam que ele fosse mais longe. Outros, pelo contrário, acham que ele está colocando em perigo a doutrina da fé e tentam colocar obstáculos para suas propostas. Mas a Igreja brasileira, apesar de seus limites, em particular no que concerne ao direito das mulheres sobre seu corpo – divórcio, contracepção, aborto – é uma das mais progressistas do mundo católico.

Objetivamente, Papa Francisco tem condições de criar uma unidade internacional de caráter progressista para enfrentamento ao capitalismo?

Não! Nem objetivamente, nem subjetivamente. O Papa não se coloca tarefas deste tipo! Para enfrentar o capitalismo necessitamos da unidade internacional dos trabalhadores, da juventude, das mulheres, dos indígenas, dos explorados e oprimidos, que são a esmagadora maioria da humanidade. O Papa poderá, eventualmente, contribuir para uma tomada de consciência social e ecológica de um amplo setor dos fieis católicos. Já é muito!

A “Opção Preferencial pelo Pobre”, conjunto de ideias e ações práticas contrárias à lógica da acumulação e retenção de capital do atual sistema político e econômico, se colocadas plenamente em prática resultará em confrontos violentos. Como se posicionará o Papa neste cenário, em sua avaliação?

A Igreja, tradicionalmente, busca “evitar” os confrontos violentos. Mas na Conferência de Medellín dos bispos latino-americanos, em 1968, foi adotada uma resolução importante que reconhece o direito de insurreição do povo contra tiranias e estruturas opressivas. Como sabemos, alguns membros do clero levaram sua opção libertária e seu compromisso com a luta dos pobres até as últimas consequências, participando de movimentos armados de emancipação.

Foi o caso de Camilo Torres na Colômbia, que resolveu aderir ao Exército de Libertação Nacional e foi morto em combate em 1966. Poucos anos depois, um grupo de jovens dominicanos deu seu apoio à ALN, dirigida por Carlos Marighella, no combate contra a ditadura militar. E nos anos 1970, os irmãos Cardenal e vários outros religiosos participaram da Frente Nacional de Libertação da Nicarágua. É difícil prever, no momento atual, que tipo de “confrontos violentos” se darão contra o sistema capitalista, e menos ainda qual será a posição do Papa Franciscofrente a uma situação deste tipo.

Mudando de assunto, mas para não deixar escapar a oportunidade, como você enxerga o atual momento político brasileiro? Que desfecho gostaria que a crise política, econômica, social e ética tivesse?

Vejo a conjuntura brasileira atual com muita preocupação. Tenho muitas críticas ao governo de Dilma Rousseff, fez demasiadas concessões ao capital financeiro, aos bancos, aos latifundiários e tomou várias medidas opostas aos interesses das classes populares. Por outro lado, não posso deixar de manifestar um repúdio categórico à aprovação do processo de impeachment que afastou a presidente, um verdadeiro golpe de Estado pseudo-legal.

É uma verdadeira farsa tragicômica o que acaba de se passar no Congresso: uma quadrilha de gângsteres políticos, comprometida com os escândalos de corrupção, derruba a presidenta democraticamente eleita – um dos poucos políticos não acusados de corrupção, – por supostas “irregularidades administrativas”. Tudo isso em nome de “Deus”, da “Pátria”, da “Família”, se escondendo atrás da bandeira nacional. Sem falar nos adeptos da ditadura militar e dos métodos de tortura do coronel Ustra. Uma vergonha!

É triste ver como o Partido dos Trabalhadores, que em sua origem tinha uma grande coerência ética e política, acabou sendo envolvido no escândalo da Petrobras. Mas ele está longe de ser o único! É absurdo pretender, como o faz a média conservadora, que o PT tem o monopólio da corrupção: os principais dirigentes da oposição, a começar pelo famigerado Eduardo Cunha – e dezenas de outros, do PSDB, do PMDB, do PP etc. – estão comprometidos com o “assunto”.

Minha esperança é que a Frente Brasil Popular, que inclui partidos de esquerda e movimentos sociais, consiga seus objetivos: ao mesmo tempo impedir o golpe e obrigar o governo de Dilma a romper com as políticas neoliberais. Só uma ampla mobilização do povo brasileiro, dos trabalhadores, da juventude, das mulheres, dos negros, de todos os explorados e oprimidos, poderá por um fim à tentativa da oligarquia reacionária de tomar o poder e acabar com a democracia no Brasil.

Minhas simpatias vão ao Partido do Socialismo e da Liberdade (PSOL), um dos poucos a não estar comprometido com Lava Jatos e outras ignomínias; ele é, a meu ver, o digno herdeiro do que de melhor havia no PT das origens, quando ainda se propunha a acabar com o grande inimigo dos trabalhadores e da democracia: o sistema capitalista.

¿Hacia dónde vamos? Impases de la crisis brasileña actual

La actual crisis brasilera, tal vez la más profunda de nuestra historia, está poniendo en jaque el sentido de nuestro futuro y el tipo de Brasil que queremos construir.

Celso Furtado afirmaba con frecuencia que nunca conseguimos realizar nuestra auto-construcción, porque fuerzas poderosas internas y externas o articuladas entre sí lo habían y lo han impedido siempre.

Efectivamente, aquí se formó un bloque cohesionado, fuertemente solidificado, constituido por un capitalismo que nunca fue civilizado (mantuvo la voracidad manchesteriana de sus orígenes), financiero y rentista, asociado al empresariado conservador y anti-social y al latifundio voraz que no teme avanzar sobre las tierras de los dueños originales de nuestro país, los indígenas, y por añadidura las de los quilombolas. Siempre frustraron cualquier reforma política y agraria, de suerte que hoy el 83% de la población vive en las ciudades (más exactamente, en las periferias miserables), pues ésta se sentía desplazada y expulsada del campo. Estas élites altamente adineradas se asociaron a unas pocas familias que controlan los medios de comunicación o son dueños de ellas.

Ese bloque histórico difícilmente será desmontado, una vez que el tiempo de las revoluciones ya pasó. Los pocas cambios de orientación popular y social introducidos por los gobiernos del PT están siendo bombardeados con los cañones más poderosos. Los herederos de la Casa Grande y el grupo del privilegio están volviendo e imponiendo su proyecto de Brasil.

Para ser sucintos e ir al punto central, se trata del enfrentamiento de dos visiones de Brasil.

La primera: o nos sometemos a la lógica imperial, que nos quiere como socios incorporados y subalternos, en una especie de recolonización intencionada, obligándonos a ser solamente abastecedores de los productos in natura (commodities, granos, minería, agua virtual etc.) que ellos casi no tienen y necesitan urgentemente.

La segunda: o continuamos osadamente con la voluntad de reinventar Brasil, con un proyecto sobre bases nuevas, sustentado por nuestra rica cultura, nuestras riquezas naturales (extremadamente importantes tras la constatación de los límites de la Tierra y del calentamiento creciente), capaz de aportar elementos importantes para el devenir futuro de la humanidad globalizada.

Esta segunda alternativa realizaría el sueño mayor de aquellos que pensaron un Brasil verdaderamente independiente, desde Joaquim Nabuco, Florestan Fernandes, Caio Prado Jr y Darcy Ribeiro hasta Luiz Gonzaga de Souza Lima en un libro que hasta ahora no ha merecido la debida apreciación y atención (La refundación do Brasil: rumbo a la sociedad biocentrada, RiMA, São Carlos, SP 2011), y de la mayoría de los movimientos sociales de cuño libertario.

Estos siempre proyectaron una nación autónoma y soberana, pero abierta al mundo entero,
La primera alternativa que ahora vuelve triunfante con el presidente interino Michel Temer y su ministro de relaciones exteriores José Serra, prevé un Brasil que se rinde resignadamente al más fuerte, muy dentro de la lógica hegeliana del señor y del siervo. A cambio recibe inmensas ventajas, beneficiando especialmente a los adinerados (Jessé Souza) y a sus socios.

Estos nunca se interesaron por las grandes mayorías de negros y pobres que ellos desprecian, considerándolos peso muerto de nuestra historia. Nunca apoyaron sus movimientos, y cuando pueden, los rebajan, difaman sus prácticas y con el apoyo del estado elitista controlado por ellos, los criminalizan.

Cuentan con el apoyo de Estados Unidos, como ha señalado nuestro mayor analista de política internacional Moniz Bandeira, pues no aceptan la emergencia de una potencia en los trópicos.
¿De dónde nos podrá venir una salida? De arriba no podrá venir nada verdaderamente transformador. Estoy convencido de que sólo podrá venir de abajo, de los movimientos sociales articulados, de otros movimientos interesados en cambios estructurales, de sectores de partidos vinculados a la causa popular.

El día en que las comunidades favelizadas se conciencien y proyecten otro destino para sí y para Brasil, habrá una gran transformación, palabra que hoy sustituye a la de revolución. Las ciudades se estremecerán.

Entonces sí podrán los poderosos ser aligerados de sus tronos, como dicen las Escrituras, el pueblo ganará centralidad y Brasil tendrá su merecida independencia.

*Leonardo Boff es articulista del Jornal do Brasil y escritor.

Traducción de MJ Gavito Milano