Brasilien am Scheideweg: Verlängerung der Abhängigkeit oder Fertigstellung seiner Neu-Erfindun

Celso Furtado, einer unserer renommiertesten Experten der Wirtschaftspolitik und aufmerksamer Beobachter des Veränderungsprozesses der Weltwirtschaft kontrastiert zu der Brasiliens, schrieb in seinem Buch „Brasilien: unterbrochene Baustelle“ (Brasil: a construção interrompida. SP, Paz e Terra, 1992): „In einem halben Jahrtausend der Geschichte, beginnend mit der Konstellation von Untaten, einer zerschlagenen indigenen Bevölkerung, Sklaven, die von einem zum anderen Kontinent verschoben wurden, europäischen und asiatischen Abenteurern auf der Suche nach einem besseren Leben, wurden wir zu einem Volk mit außerordentlich vielseitiger Kultur, einem Land ohnegleichen in Bezug auf seine territoriale Weite und seine sprachliche und religiöse Einheitlichkeit. Doch es fehlt uns an Erfahrung an schicksalsweisenden Tests wie andere Völker sie erfuhren, deren Überleben bedroht war. Wir kennen auch nicht wirklich unsere Möglichkeiten und vor allem nicht unsere Schwächen. Doch wir sind uns bewusst, dass die Zeit in der Geschichte sich beschleunigt und dass die Zeit gegen uns läuft. Es ist wichtig zu wissen, ob wir eine Zukunft haben als Nation, die an der Konstruktion des menschlichen Fortschritts teilnimmt, oder ob diejenigen Kräfte die Oberhand behalten, die drohen, unseren historischen Prozess in der Bildung eines Nationalstaats zu unterbrechen.“ (Paz e Terra, Rio 1993, 35)

Wir müssen zugeben, dass die heutige brasilianische Gesellschaft bedeutende Fortschritte unter den Regierungszeiten der Arbeiterpartei PT erlebt hat. Der erreichte Grad an sozialer Inklusion und die Sozialpolitik, von der Millionen von Brasilianern profitieren, die immer an den Rand gedrängt waren, hat eine historische Dimension erreicht, deren Bedeutung wir noch nicht voll ermessen haben, insbesondere im Vergleich zu vorigen historischen Phasen, als die traditionellen Eliten die Hegemonie aufrecht erhielten, denn sie nutzten stets die Staatsgewalt zu ihrem eigenen Nutzen.

Doch diese Vorteile sind unverhältnismäßig in Bezug auf die Größe unseres Landes und unseres Volkes. Die Demonstrationen im Juni 2013 zeigten, dass ein großer Teil des Volkes, vor allem die Jugend, nicht zufrieden ist. Die Demonstranten wollen mehr. Sie wollen eine andere Art von Demokratie, eine partizipatorische Demokratie. Sie wollen eine Republik ohne Schiebung, sondern mit Bürgernähe. Zu Recht verlangen sie Transportmöglichkeiten, die sie nicht so viel Lebenszeit kosten; grundlegende Hygieneverhältnisse; ein Bildungssystem, das ihnen hilft, die Welt besser zu verstehen und die Art der Arbeitsplätze, die sie wählen könnten, zu verbessern. Sie verlangen sanitäre Einrichtung mit einem Minimum an Annehmbarkeit und Qualität. In jeder und jedem wächst die Überzeugung, dass ein unfähiges und unwissendes Volk niemals einen qualitativen Sprung nach vorn machen wird in Richtung einer weniger ungerechten Gesellschaft und damit, wie Paulo Freire es zu nennen pflegte, einer weniger bösen Gesellschaft. Die PT muss auf der Höhe dieser neuen Herausforderungen bleiben, und entweder überarbeitet sie ihre Agenda oder sie muss den Machtverlust hinnehmen.

Wir nähern uns dem, was Celso Furtado als „entscheidende Herausforderungen“ bezeichnete. Möglicherweise sind wir zum ersten Mal in der Geschichte an einem kritischen Moment der „Herausforderungen“ angekommen. So wie ich es sehe, wird die nächste Wahl eine ganz besondere sein. Angesichts der Beschleunigung der Zeitgeschichte, stimuliert durch die systemische Weltkrise, werden wir gezwungen sein, uns zu entscheiden: Entweder ziehen wir einen Vorteil aus den Möglichkeiten, die uns diese tiefe Krise in den führenden Wirtschaftsnationen bietet, bekräftigen unsere Autonomie und sichern unsere Zukunft, in der wir autonom sind, aber in Beziehung mit der ganzen Welt stehen; oder wir verpassen die Gelegenheit und sind für immer einem Schicksal unterworfen, das diejenigen bestimmen, die uns zu bloßen Lieferanten von Naturgütern verdammen, an denen es ihnen mangelt, und auf diese Weise werden sie uns aufs Neue kolonialisieren.

Wir können diese merkwürdige internationale Arbeitsteilung nicht akzeptieren. Wir müssen uns nochmals mit dem Traum einiger unserer besten Analysten beschäftigen, wie z. B. Darcy Ribeiro und Luiz Gonzaga de Souza Lima, die u. a. eine Neu-Erfindung oder Neu-Gründung Brasiliens nach unseren Vorstellungen vorschlagen, die einer unserer Gemeinschaft begründenden Erfahrung entspringt, welche von Celso Furtado so gelobt wird.

Dies ist die dringende Herausforderung an alle sozialen Organisationen: Werden sie zur Neu-Erfindung Brasiliens als souveräne Nation beitragen, die im Rahmen des neuen globalen Bewusstseins und des gemeinsamen Geschicks der Erde und der Menschheit konstruiert wird? Könnten sie zu Geburtshelfern eines neuen Bürgertums – eines Mit-Bürgertums und Erdenbürgertums – werden, das die Bürger und Bürgerinnen mit dem Staat in Beziehung setzt, die Bürger und Bürgerinnen untereinander, die Nationen mit der Welt und das brasilianische Bürgertum mit dem globalen Bürgertum, und so dazu beitragen, die Zukunft der Menschen zu formen? Oder werden sie zu Komplizen derjenigen Kräfte, die sich nicht für die Konstruktion des Brasilien-Projekts interessieren, da sie Brasilien im Globalisierungsprojekt in einer untergeordneten und abhängigen Form einbeziehen wollen und den Vorteilen den reichen Klassen überlassen, die immer von dieser Art von Bündnis profitieren?

Die nächsten Wahlen werden Licht auf diese Alternativen werden. Wir müssen entscheiden, wo wir stehen werden. Die Zeit drängt, denn, wie Celso Furtado uns mit starken Bedenken warnte: „Alles deutet auf die Überlebensunfähigkeit des Landes als Nation hin“ (a.a.O. S. 35). Wir wollen uns dieser ernsten Warnung nicht fatalistisch beugen. Wir dürfen die Niederlage nicht hinnehmen, ohne uns in allen Schlachten engagiert zu haben, wie Don Quixote uns in seiner hoffnungsvollen Poesie lehren würde.

Noch haben wir Zeit, die Veränderungen vorzunehmen, die das Land auf den rechten Weg bringen, insbesondere jetzt, da Brasilien durch die ökologische Krise ein entscheidendes Gewicht im Gleichgewicht für den Planeten Erde erreicht hat. Es ist notwendig, dass wir an unsere Möglichkeiten glauben, selbst in unserer globalen Mission, würde ich sagen.

Übersetzgung von Bettina Gold-Harnack

A paz perene com a natureza e a Mãe Terra

         Um dos legados mais fecundos de Francisco de Assis e atualizado por Francisco de Roma é a pregação da paz, tão urgente nos dias atuais. A primeira saudação que São Francisco dirigia aos que encontrava era desejar “Paz e Bem” que corresponde ao Shalom bíblico. A paz que ansiava não se restringia às relações inter-pessoais e sociais. Buscava uma paz perene com todos os elementos da natureza, tratando-os com o doce nome de irmãos e irmãs.

Especialmente a “irmã e Mãe Terra”, como dizia, deveria ser abraçada pelo amplexo da paz. Seu primeiro biógrafo Tomás de Celano resume maravilhosamente o sentimento fraterno do mundo que o invadia ao testemunhar:”Enchia-se de inefável gozo todas as vezes que olhava o sol, contemplava a lua e dirigia sua vista para as estrelas e o firmamento. Quando se encontrava com as flores, pregava-lhes como se fossem dotadas e inteligência e as convidava a louvar a Deus. Fazia-o com terníssima e comovedora candura: exortava à gratidão os trigais e os vinhedos, as pedras e as selvas, a plantura dos campos e as correntes dos rios, a beleza das hortas, a terra, o fogo, o ar e o vento”.

Esta atitude de reverência e de enternecimento levava-o a recolher as minhocas dos caminhos para não serem pisadas. No inverno dava mel às abelhas para que não morressem de escasseza e de frio. Pedia aos irmãos que não cortassem as árvores pela raiz, na esperança de que pudessen se regenerar. Até as ervas daninhas deveriam ter um lugar reservado nas hortas, para que pudessem sobreviver, pois “elas também anunciam o formossísmo Pai de todos os seres”.

Só pode viver esta intimidade com todos os seres quem escutou sua ressonância simbólica dentro da alma, unindo a ecologia ambiental com a ecologia profunda; jamais se colocou acima das coisas mas ao pé delas, verdadeiramente como quem convive como irmão e irmã, descobrindo os laços de parentesco que une a todos.

O universo franciscano e ecológico nunca é inerte nem as coisas estão jogadas aí, ao alcance da mão possessora do ser humano ou juxtapostas uma ao lado da outra, sem interconexões entre elas. Tudo compõe uma grandiosa sinfonia cujo maestro é o próprio Criador. Todas são animadas e personalizadas; por intuição descobriu o que sabemos atualmente por via científica (Crick e Dawson, os que decifraram o DNA) que todos os viventes somos parentes, primos, irmãos e irmãs, por possuirmos o mesmo código genético de base. Francisco experimento espiritualmente esta consanguinidade.

Desta atitude nasceu uma imperturbável paz, sem medo e sem ameças, paz de quem se sente sempre em casa com os pais, os irmãos e as irmãs.

São Francisco realizou plenamente a esplêndida definição que a Carta da Terra encontrou para a paz: ”é aquela plenitude criada por relações corretas consigo mesmo, com as outras pessoas, outras culturas, outras vidas, com a Terra e com o Todo maior do qual somos parte”(n.16 f). O Papa Francisco igualmente parece ter realizado as condições para a paz que irradia e que continuamente prega.

A suprema expressão da paz, feita de convivência fraterna e acolhida calorosa de todas as pessoas e coisas é simbolizada pelo conhecido relato da perfeita alegria. Através de um artifício da imaginação, Francisco apresenta todo tipo de injúrias e violências contra dois confrades (um deles é ele próprio, Francisco). Encharcados de chuva e de lama, chegam, exaustos, ao convento. Ai são rechaçados a bastonadas (“batidos com um pau de nó em nó”) pelo frade porteiro. Embora tenham sido reconhecidos como confrades, são vilipendiados moralmente e rejeitados como gente de má fama.

No relato da perfeita alegria, que encontra paralelos na tradição budista, Francico vai, passo a passo, desmontando os mecanismos que geram a cultura da violência. A verdadeira alegria não está na autoestima, nem na necessidade de reconheicmento, nem em fazer milagres e falar em linguas. Em seu lugar, coloca os fundamentos da cultura da paz: o amor, a capacidade de suportar as contradições, o perdão e a reconciliação para além de qualquer pressuposição ou exigência prévia. Vivida esta atitude, irrompe a paz que é uma paz interior inalterável, capaz de conviver jovialmente com as mais duras oposições, paz como fruto de um completo despojamento. Não são essas as primícias de um Reino de justiça, de paz e de amor que tanto desejamos?

Esta visão da paz de São Francisco representa um outro modo de ser-no-mundo, uma alternativa ao modo de ser da modernidade e das pós-modernidade, assentado sobre a posse e o uso desrespeitoso das coisas para o desfrute humano sem qualquer outra consideração.

Embora tenha vivido há mais de oitocentes anos, novo é ele e não nós. Nós somos velhos e envelhecidos pois  com a nossa voracidade estamos destruindo as bases que sustentam a vida em nosso planeta e pondo em risco o nosso futuro como espécie. A descoberta da irmandade cósmica nos ajudará a sair da crise e nos devolverá a inocência perdida que é a claridade infantil da idade adulta.

Leonardo Boff é autor de A oração de São Francisco:uma mensagem de paz para o mundo atual, Vozes 2012.

Perderse para encontrarse: el monje, el gato y la luna

El hombre moderno ha perdido el sentido de la contemplación, de maravillarse delante de las aguas cristalinas de un riachuelo, de llenarse de sorpresa ante un cielo estrellado y de extasiarse delante de los ojos brillantes de un niño que lo mira interrogante. No sabe lo que es el frescor de una tarde de otoño y es incapaz de quedarse solo, sin móvil, sin internet, sin televisión, sin aparato de sonido. Tiene miedo de oír la voz que le viene de adentro, aquella que nunca miente, que nos aconseja, nos aplaude, nos juzga y siempre nos acompaña. Esta pequeña historia de mi hermano Waldemar Boff, que intenta personalmente vivir al modo de los monjes del desierto, nos trae de vuelta a nuestra dimensión perdida. Lo que es profundamente verdadero sólo se deja decir bien, como atestiguan los antiguos sabios, por pequeñas historias y raramente por conceptos. A veces cuando imaginamos que nos perdemos, es cuando nos encontramos. Es lo que esta historia nos quiere comunicar: un desafío para todos.

«Erase una vez un ermitaño que vivía bastante más allá de las montañas de Iguazaim, al sur del desierto de Acaman. Hacía sus buenos 30 años que se había recogido allí. Unas cabras le daban la leche diaria y un palmo de tierra de aquel valle fértil le daba el pan. Junto a la cabaña crecían unas ramas de vid. Durante todo el año, bajo la techumbre de palma, las abejas venían a hacer sus colmenas.

“Hace 30 años que vivo por aquí…”, suspiró el monje Porfirio. “Hace sus buenos 30 años…”. Y, sentado sobre una piedra, la mirada perdida en las aguas del regato que saltaban entre los guijarros, se detuvo en este pensamiento durante largas horas. “Hace 30 buenos años y no me he encontrado. Me perdí para todo y para todos, en la esperanza de encontrarme. ¡Pero me he perdido irremediablemente!”

A la mañana siguiente, antes que naciera el sol, después del rezo de los peregrinos, con un parco talego a la espalda y sandalias medio rotas en los pies se puso en camino hacia las montañas de Iguazaim. Siempre subía a las montañas cuando bajo fuerzas extrañas su mundo interior amenazaba derrumbarse. Iba a visitar a Abba Tebaíno, eremita más provecto y más sabio, padre de toda una generación de hombres del desierto. Vivía debajo de un gran peñasco desde donde se podían ver allá abajo los trigales de la aldea de Icanaum.

“Abba, me perdí para encontrarme. Me he perdido, sin embargo, irremediablemente. No sé quién soy, ni para qué o para quien soy. He perdido lo mejor de mí mismo, mi propio yo. He buscado la paz y la contemplación, pero lucho con una falange de fantasmas. He hecho todo para merecer la paz. Mira mi cuerpo, retorcido como una raíz, marcado por tantos ayunos, cilicios y vigilias… Y aquí estoy, roto y debilitado, vencido por el cansancio de la búsqueda”.

Y noche adentro, bajo una luna enorme iluminando el perfil de las montañas, Abba Tebaíno, sentado a la puerta de la gruta, se quedó escuchando con ternura infinita las confidencias del hermano Porfirio.

Después, en uno de esos intervalos donde las palabras se apagan y solo queda la presencia, un gatito que vivía desde hacía muchos años con Abba, vino arrastrándose despacito hasta sus pies descalzos. Maulló, le lamió la punta recta del sayal, se acomodó y se puso, con grandes ojos de niño, a contemplar la luna que, como alma de justo, subía silenciosa a los cielos.
Y, pasado mucho tiempo, Abba Tebaíno empezó a decir con gran dulzura:

“Porfirio, mi querido hijo, tienes que ser como el gato; él no busca nada para sí mismo, pero espera todo de mí. Cada mañana espera a mi lado un pedazo de corteza y un poco de leche de este cuenco secular. Después, viene y pasa el día juntito a mí, lamiéndome los pies machucados. Nada quiere, nada busca, espera todo. Es disponibilidad. Es entrega. Vive por vivir, pura y simplemente. Vive para el otro. Es don, es gracia, es gratuidad. Aquí, echado junto a mí, contempla inocente e ingenuo, arcaico como el ser, el milagro de la luna que sube, enorme y bendecida. No se busca a sí mismo, ni siquiera la vanidad íntima de la autopurificación o la complacencia de la autorrealización. Se perdió irremediablemente para mí y para la luna… Es la condición para ser lo que es y para encontrarse”.

Y un silencio profundo descendió sobre la boca del peñasco.

A la mañana siguiente, antes de que naciera el sol, los dos eremitas cantaron los salmos de maitines. Sus loas resonaron por las montañas e hicieron estremecer las fimbrias del universo. Después, se dieron el ósculo de despedida. El hermano Porfiro, de parco talego al hombro y sandalias medio rotas en los pies, regresó a su valle, al sur del desierto de Acaman. Entendió que para encontrarse debía perderse en la más pura y sencilla gratuidad.
Y cuentan los moradores de la aldea vecina, que muchos años después, en una profunda noche de luna llena, vieron en el cielo un gran resplandor. Era el monje Porfiro que subía, junto con la luna, a la inmensidad infinita de aquel cielo delirantemente sembrado de estrellas. Ahora ya no necesitaba perderse porque se había definitivamente encontrado para siempre».

Waldemar Boff (uno de mis 10 hermanos) estudió en Estados Unidos, es educador popular y campesino. Traducción de José Maria Gavito Milano.

 

Nuestro lugar en el conjunto de los seres

La ética de la sociedad dominante en el mundo es utilitarista y antropocéntrica. Es decir: considera ilusoriamente que los seres de la naturaleza solamente tienen razón de existir en la medida en que sirven al ser humano y que este puede disponer de ellos a su gusto. Él se presenta como rey y reina de la creación.

La tradición judeocristiana reforzó esta idea con su “someted la Tierra y dominad sobre todo lo que vive y se mueve sobre ella” (Gn 1,28).

Mal sabemos que, nosotros los humanos, fuimos uno de los últimos seres a entrar en el teatro de la creación. Cuando el 99,98% de todo estaba ya hecho, surgimos nosotros. El universo, la Tierra y los ecosistemas no necesitaron de nosotros para organizarse y ordenar su majestuosa complejidad y belleza.

Cada ser tiene un valor intrínseco, independiente del uso que hacemos de él. Representa una manifestación de aquella Energía de fondo, como dicen los cosmólogos, o de aquel Abismo generador de todos los seres. Tiene algo que revelar que solo él, hasta el menos adaptado, lo puede hacer y que enseguida, por la selección natural, desaparecerá para siempre. Pero a nosotros nos cabe escuchar y celebrar el mensaje que tiene para revelarnos.

Lo más grave, sin embargo, es la idea que toda la modernidad y gran parte de la comunidad científica actual proyecta del planeta Tierra y de la naturaleza. Las consideran simple “res extensa”, una cosa que puede ser medida, manipulada, según el rudo lenguaje de Francis Bacon, «torturada como lo hace el inquisidor con su víctima, hasta arrancarle todos los secretos». El método científico predominante mantiene, en gran parte, esa lógica agresiva y perversa.

René Descartes en su Discurso del Método dice algo de un clamoroso reduccionismo en la comprensión: «no entiendo por “naturaleza” ninguna diosa ni ningún otro tipo de poder imaginario; antes me sirvo de esa palabra para significar la materia». Considera el planeta como algo muerto, sin propósito, como si el ser humano no fuese parte de esa naturaleza”.

El hecho es que nosotros entramos en el proceso evolutivo cuando éste alcanzó un altísimo nivel de complejidad. Entonces irrumpió la vida humana consciente y libre como un subcapítulo de la vida. Por nosotros el universo llegó a la conciencia de sí mismo. Y eso ocurrió en una minúscula parte del universo que es la Tierra. Por eso nosotros somos aquella porción de la Tierra que siente, ama, piensa, cuida y venera. Somos Tierra que anda, como dice el cantautor indígena argentino Atahualpa Yupanqui.

Nuestra misión específica, nuestro lugar en el conjunto de los seres, es el de ser aquellos que pueden apreciar la grandeur del universo, escuchar los mensajes que enuncia cada ser y celebrar la diversidad de los seres y de la vida.

Y por ser portadores de sensibilidad y de inteligencia tenemos una misión ética: cuidar de la creación y ser sus guardianes para que continúe con vitalidad e integridad y con condiciones para seguir evolucionando como lo viene haciendo desde hace 4,4 mil millones de años. Gracias a Dios que el autor bíblico, como corrigiendo el texto que citamos antes, dice en el segundo capítulo del Génesis: “El Señor tomó al ser humano y lo puso en el jardín del Edén (Tierra originaria) para que lo cultivara y lo guardara” (2,15).

Lamentablemente estamos cumpliendo mal esta misión nuestra, pues al decir del biólogo E. Wilson «la humanidad es la primera especie de la historia de la vida en volverse una fuerza geofísica; el ser humano, ese ser bípedo, tan cabeza-de-viento, ha alterado ya la atmósfera y el clima del planeta, desviándolos mucho de las normas usuales; ha esparcido ya miles de sustancias químicas tóxicas por el mundo entero y estamos cerca de agotar el agua potable” (A Criação: como salvar a vida na Terra, 2008, 38). Pesaroso ante un cuadro como este y bajo la amenaza de un apocalipsis nuclear, el gran filósofo italiano del derecho y de la democracia, Norberto Bobbio, se preguntaba: «¿La humanidad merece ser salvada?» (Il Foglion. 409, 2014, 3).

Si no queremos ser expulsados de la Tierra por la propia Tierra, como los enemigos de la vida, cumple cambiar nuestro comportamiento hacia la naturaleza, pero principalmente acoger a la Tierra como aceptó la ONU en abril de 2009, como Madre Tierra, cuidarla como tal, y reconocer y respetar la historia de cada ser, vivo o inerte. Existieron antes de nosotros y durante millones y millones de años sin nosotros. Por esta razón deben ser respetados como lo hacemos con las personas de más edad, a las que tratamos con respeto y amor. Más que nosotros, ellos tienen derecho al presente y al futuro junto con nosotros. En caso contrario no hay tecnología ni promesas de progreso ilimitado que puedan salvarnos.

Traduccion de María Gavito Milano