Die Welt hat ihr Herz verloren

                                             Leonardo Boff

Verfolgt man den gegenwärtigen Lauf der Welt, sowohl auf internationaler als auch auf nationaler Ebene, so sieht man einen regelrechten Tsunami von Hass, Lügen, Ausgrenzung, regelrechtem Völkermord und Massenvernichtung, wie im Gazastreifen, der uns ratlos macht. Wie weit kann das menschliche Böse gehen? Es gibt keine Grenzen für das Böse. Es kann bis zur Selbstauslöschung des Menschen gehen.

Wenn ich an unser Land Brasilien denke, die Todesfälle, die Morde an jungen Schwarzen in den Randbezirken, die Kinder, die Opfer verirrter Kugeln werden, sei es von der Polizei (die tötet) oder von kriminellen Vereinigungen, die täglichen Frauenmorde und die Hunderte von Vergewaltigungen von Mädchen und Frauen, die Zerstückelung von Entführten, lassen eine ganze Stadt wie Rio de Janeiro ständig in Angst und Bedrohung leben. Sie verliert ihren ganzen Glanz. Dies geschieht in fast allen großen Städten unseres Landes, die Sérgio Buarque de Holanda als „herzlich“ bezeichnete (Raízes do Brasil, 1936). Die meisten Interpreten haben jedoch die Fußnote zu dem Begriff „herzlich“ nicht gelesen, in der er bemerkt: „Feindschaft kann ebenso herzlich sein wie Freundschaft, da beide aus dem Herzen geboren werden“ (Nr. 6). Brasilien zeigt also, vor allem unter der Regierung der Unwählbaren,Jair Bolsonaro, die Feindschaft zwischen Freunden und in den Familien, die Banalität des Fluchens, des schlechten Benehmens und der Lüge: alle sind „herzlich“, weil sie aus einem „herzlichen“ (perversen) Herzen geboren werden.

Auf internationaler Ebene ist das Szenario noch abscheulicher. Mit der uneingeschränkten und mitschuldigen Unterstützung der USA und der beschämenden Unterstützung der Europäischen Gemeinschaft, die ihr Erbe der Bürgerrechte, der Demokratie und anderer zivilisatorischer Werte verraten hat, werden von der rechtsextremen Regierung Benjamin Netanjaus wahre Kriegsverbrechen an 40.000 Zivilisten und der unbestreitbare Völkermord an rund 1.300 unschuldigen Kindern im Gazastreifen verübt. Dies ist eine völlig unverhältnismäßige Vergeltungsmaßnahme für ein anderes, nicht weniger schreckliches Verbrechen der Terrorgruppe Hamas.  Netanhyau lässt solche Völkermorde zu, weil er kein Herz hat, weil er sich nicht in die Mütter und unschuldigen Opfer hineinversetzen kann. Es ist ihm egal, ob er, um einen Hisbollah-Führer zu töten, Dutzende anderer Menschen bei einem Bombenangriff opfern muss. Ähnliche Verbrechen finden in dem Krieg statt, den Russland gegen die Ukraine führt, mit Tausenden von Opfern, der Zerstörung einer uralten Schwesterkultur und unzähligen unschuldigen Opfern. Bleiben wir hier stehen auf diesem Kreuzweg der Schrecken, der mehr Stationen hat als der des kreuztragenden Gottessohnes.

Es stellt sich die Frage, wie dies am helllichten Tag geschehen kann, ohne dass eine anerkannte Autorität diese Ausrottung von Menschen und ganzen Städten stoppen könnte. Was ist die eigentliche Ursache für diese Ungerechtigkeit? Die Geschichte kennt Ausrottungen in der Vergangenheit, sogar im Namen Gottes, wie im schrecklichen Buch der Richter in der jüdisch-christlichen Bibel und in so vielen Kriegen der Vergangenheit. Israel hat mehr als 207 UN-Beamte getötet, Krankenhäuser, Schulen, Universitäten und Moscheen bombardiert und 80 Prozent des Gazastreifens zerstört. Heute besteht die ernste Gefahr eines totalen Krieges zwischen den militaristischen Mächten, die um die Vorherrschaft in der Welt wetteifern, was das Prinzip unserer Selbstzerstörung verwirklichen würde.

Ich bleibe bei der Interpretation, dass all dies möglich geworden ist, weil wir das Herz, den esprit de finesse (Pascal) und die Dimension der Anima (die Sensibilität von C.G. Jung) verloren haben. Die moderne Kultur ist auf dem Willen zur Macht als Herrschaft aufgebaut, die sich der Vernunft bedient, losgelöst von Herz und Gewissen, übersetzt in Techno-Wissenschaft für unser Wohl und mehr für kriegerische Zwecke. Wie Papst Franziskus in Laudato Sì feststellte: „Die Menschen sind nicht im richtigen Gebrauch der Macht erzogen worden, … weil sie nicht in Bezug auf Verantwortung, Werte und Gewissen begleitet wurden“ (Nr. 105). Die Vernunft hat ihre Willkür in Form des Rationalismus etabliert, indem sie andere Arten, die Wirklichkeit zu erkennen und zu empfinden, erniedrigt hat. Auf diese Weise wurde das Gefühl (Pathos) unter der falschen Annahme unterdrückt, dass es die Objektivität der Analyse behindern würde. Heute ist klar, dass es keine absolute Objektivität gibt. Das Subjekt forscht mit seinen eigenen Voraussetzungen und Interessen, so dass Subjekt und Objekt immer miteinander verwoben sind.

Tatsache ist, dass die Dimension des Herzens und der Wärme verdrängt wurde. Neben dem Reptiliengehirn, das das älteste ist, ist das limbische Gehirn unsere eigentliche Basis. Es entstand bei den Paläo-Säugetieren vor 150-200 Millionen Jahren und bei den höheren Säugetieren vor 40-50 Millionen Jahren, mit denen wir eine Wohngemeinschaft teilen. Wir sind rationale Säugetiere und daher empfindungsfähige Wesen. Das limbische Gehirn ist der Sitz unserer Emotionen, sei es Hass, Wut oder andere Negativität, aber vor allem beherbergt es die Welt der Exzellenz, der Liebe, der Freundschaft, der Empathie, der Werte, der Ethik und der Spiritualität. Das neokortikale Gehirn entstand mit dem Menschen vor 7-8 Millionen Jahren und erreichte seinen Höhepunkt vor etwa 100.000 Jahren mit der Entstehung des Homo sapiens, dessen Erben wir sind. Es ist die Welt der Vernunft, der Konzepte, der Sprache und der logischen Ordnung der Dinge.

Es war also eine späte Ankunft, aber mit seiner Entwicklung begründete es das Reich der Vernunft. Aber man darf nicht vergessen, dass wir es mit einem einzigen Gehirn zu tun haben, das diese drei Dimensionen umfasst, die immer miteinander verbunden sind (in MacLeans Version des dreieinigen Gehirns: reptilisch, limbisch, Neokortex). Die übermäßige Konzentration auf die Rationalität, mit der wir die Welt, die Frauen (Patriarchat) und die Natur auf Kosten der Gefühle beherrscht haben, hat zu sozio-historischen Missverständnissen und Fehler geführt, deren schädliche Folgen wir jetzt ernten. Es ist dringend notwendig, das neokortikale Gehirn (Vernunft/Logos) mit dem limbischen Gehirn (Herz/Pathos) zu vereinen, wobei das Herz die rationalen Projekte mit Menschlichkeit und Sensibilität bereichert und umgekehrt in die Vernunft investiert, d.h. der Welt der Gefühle und des Herzens eine Richtung und ein angemessenes Maß gibt. Weil wir das Gefühl der gegenseitigen Zugehörigkeit, dass wir ausnahmslos alle Menschen sind, ertränkt haben, sind wir zu grausamen Völkermördern (gegenüber unserer Spezies) und Umweltmördern (gegenüber der Natur) geworden. Wir haben unsere Brüder und Schwestern versklavt, unterjocht und diskriminiert.

Der westliche, liberal-kapitalistische Humanismus ist bankrott, weil wir die Dimension des Herzens, des Geistes der Finesse (Pascal), der essentiellen Sensibilität (anima) nicht gerettet haben. Die so genannte „regelbasierte Ordnung“ (die sich immer nach der Bequemlichkeit der Mächtigen richtet) hat sich als Trugschluss erwiesen.

Wie eine hochrangige UN-Beamtin, Chelsea Ngnoc Minh Nguyen, warnte: „Die Gewalt und Brutalität der letzten Jahre sollte uns alle – ob im Süden oder im Norden, im Osten oder im Westen – dazu veranlassen, eine ehrliche und tiefe Selbstprüfung über die Art von Welt vorzunehmen, in der wir leben wollen“ (IHU 4/10/24). Ich sehe keine andere Alternative, als das Paradigma der Zivilisation (vom dominus zum frater) zu ändern, als einen neuen Humanismus zu gründen, der in unserer eigenen Natur wurzelt. In ihm finden wir die anthropologischen Konstanten, die unserem Menschsein innewohnen: bedingungslose Liebe, essentielle Fürsorge, Kooperation, Empathie, Mitgefühl, Anerkennung des Anderen als Mitmensch, Respekt vor der Natur und der Erde, die uns alles gibt, Verzauberung durch das Schöne und Gute und Ehrfurcht vor dem Mysterium. Diese Werte wären die Grundlage einer anderen möglichen und notwendigen Welt. Andernfalls steuern wir auf das Unvorstellbare zu.

Leonardo Boff Ökotheologe, Philosoph und Schritsteller

Übersetzung von Bettina Goldharnack

Um mundo que perdeu o coração

Leonardo Boff

Acompanhando o atual curso do mundo, seja a nível internacional, seja a nível nacional, notamos um verdadeiro tsunami de ódio,de mentiras, de exclusões,de verdadeiros genocídios e extermínios em massa como na Faixa de Gaza, que nos deixa perplexos. Até onde pode chegar a maldade humana? Não há  limites para o mal. Ele pode chegar até ao auto extermínio dos seres humanos.

Pensando em nosso país, as mortes, os assassinatos de jovens negros nas comunidades periféricas, as crianças vítimas de balas perdidas seja da polícia (que mata) seja de facções criminosas, os diários feminicídios e as centenas de estupros de meninas e de mulheres, o esquartejamento de sequestrados, deixam uma cidade inteira como o Rio de Janeiro continuamente sob  medo e  ameaças. Está perdendo todo o seu glamour. Assim sucede em quase todas as grandes cidades de nosso país, tido por Sérgio Buarque de Holanda como “cordial” (Raízes do Brasil,1936). Entretanto, a maioria  dos intérpretes não leu o rodapé  ao termo “cordial” onde ele observa:”a inimizade pode ser tão cordial como a amizade,nisso que uma e outra nascem do coração”(n.6). Portanto, o brasileiro está mostrando, especialmente, sob o governo do Inelegível, a inimizade entre amigos e nas famílias, a banalidade do palavrão, dos maus costumes e da mentira: tudo sendo “cordial” por nascer de um coração “cordial”(perverso).

Ao nível internacional o cenário se revela ainda mais atroz. Com o apoio irrestrito e cúmplice dos USA e  vergonhoso da Comunidade Europeia que traiu seu legado dos direitos do cidadão, da democracia e de outros valores civilizacionais, estão se perpetrando verdadeiros crimes de guerra contra 40 mil civis e inegáveis genocídios de  cerca de 13800 crianças inocentes na Faixa de Gaza, todos pelo governo de extrema direita de Benjamin Netanhyau. Trata-se de uma retaliação totalmente desproporcional a um outro crime, não  menos horrendo do grupo terrorista Hamas.  Netanhyau permite tais genocídios porque não tem coração, não se coloca no lugar das mães e das vítimas inocentes. Não lhe importa se para matar um líder do Hezbollah tenha que, num bombardeio, vitimar dezenas de outras pessoas. O ódio o tornou cruel e sem piedade.Crimes semelhantes estão ocorrendo na guerra que a Rússia move contra a Ucrânia com milhares de vítimas, com a destruição de uma antiga cultura-irmã e com incontáveis vítimas inocentes. Paremos por aqui nessa via-sacra de horrores que tem mais estações do que aquela do Filho de Deus carregando sua cruz.

A pergunta é como isso ocorre à luz do dia sem que haja uma autoridade reconhecida que pudesse parar esse extermínio? Qual a raiz subjacente a esta iniquidade? A história no passado conheceu extermínios, até feitos em nome de Deus como no terrível livro dos Juízes da Bíblia judaico-cristã e em tantas guerras de outrora. Mas nós as excedemos em crueldade em todos os níveis.Israel matou mais de 207 funcionários da ONU, bombardeou hospitais, escolas, universidades, mesquitas e destruiu 80% de Gaza.Hoje corremos o sério risco de uma guerra total entre as potências militaristas em disputa pela hegemonia do mundo, o que realizaria o princípio de nossa autodestruição.

Sustendo a interpretação de que tudo isso se tornou possível porque perdemos o coração, o esprit de finesse (de Pascal) e a dimensão da anima  (a sensibilidade,de C.G.Jung). A cultura moderna se construiu sobre a vontade de poder como dominação, usando a razão, desgarrada do coração e da consciência, traduzida em tecno-ciência para o nosso bem e mais para fins bélicos. Como notava o Papa Francisco na Laudato Sì:”o ser humano não foi educado para o reto uso do poder…porque não foi acompanhado quanto à responsabilidade, aos valores e à consciência”(n.105). A razão estabeleceu seu despotismo na forma de racionalismo, rebaixando outras formas de conhecer e de sentir a realidade. Assim o sentimento (pathos) foi recalcado no falso pressuposto de que atrapalharia a objetividade da análise. Hoje é evidente que não há objetividade absoluta. O sujeito pesquisa com seus pressupostos e com seus interesses de forma que sujeito-objeto estão sempre imbricados.

O fato é que a dimensão do coração e da cordialidade foi reprimida. Abstraindo do cérebro reptiliano que é o mais antigo, o cérebro límbico constitui a nossa real base fundamental. Ele surgiu com os páleo-mamíferos entre 150-200 milhões de anos atrás e nos mamíferos superiores há 40-50 milhões de anos com os quais temos o condomínio.Somos mamíferos racionais, portanto,seres de sentimento.O celebro límbico é a sede de nossas emoções, seja de odio, de ira e outras negatividades, mas principalmente nele se alberga o mundo das excelências, do amor, da amizade, da empatia, dos valores, da ética e da espiritualidade. O cérebro neo-cortical irrompeu com o ser humano há 7-8 milhões de anos e culminou há cerca de 100 mil anos com o surgimento do homo sapiens do qual somos herdeiros. É o mundo da razão, dos conceitos, da linguagem, na ordenação lógica das coisas.

Portanto, ele compareceu tardiamente.Mas com seu desenvolvimento, fundou o reino da razão. Mas importa não esquecer que se trata de um único cérebro que envolve estas três dimensões sempre relacionadas (na versão do cérebro triuno de MacLean: reptíliano,límbico,neo-cortex). A concentração excessiva na racionalidade com a qual dominamos o mundo, a mulher (patriarcado) e a natureza à custa do sentimento, causou os desacertos sociohistóricos, cujas consequências nefastas estamos colhendo. É urgente unir o cérebro neo-cortical (razão/logos) com o límbico (coração/phatos), o coração enriquecendo os projetos racionais com humanidade e sensibilidade; inversamente investir razão,vale dizer, conferir  direção e justa medida ao mundo dos sentimentos e do coração. Só assim encontraremos o equilíbrio necessário.Porque afogamos o sentimento de mútua pertença, de que todos, sem exceção, somos humanos, nos transformamos em cruéis genocidas (face à nossa espécie) e ecocidas (face à natureza).Temos escravizado,submetido e discriminado nossos irmãos e irmãs.

Pelo fato de não termos resgatado a dimensão do coração, do espírito de finura (Pascal), da sensibilidade essencial (anima) entrou em falência o humanismo ocidental, liberal-capitalista. A assim chamada “ordem baseada em regras”(que sempre mudam conforme as conveniências dos poderosos) se mostrou uma falácia.

Como advertiu uma alta funcionária de organismos da ONU,Chelsea Ngnoc Minh Nguyen:”A violência e a brutalidade dos últimos  anos devem nos impulsionar a todos – seja no Sul ou no Norte, no Oriente ou no Ocidente – a realizar uma introspecção honesta e profunda sobre o tipo de mundo em que queremos viver”(IHU 4/10/24).Não vejo outra alternativa, além de devermos mudar de paradigma civilizacional (do domus/senhor para o frater/irmão e irmãs) senão fundarmos um novo humanismo,enraizado em nossa própria natureza. Nela encontramos as constantes antropológicas, intrínsecas à nossa humanidade: o amor incondicional, o cuidado essencial, a cooperação, a empatia, a compaixão, o reconhecimento do outro, como nosso semelhante, o respeito à natureza e à Terra que tudo nos dão,o encantamento face ao belo e bom e a reverência face ao Mistério.Tais valores seriam o fundamento de um outro mundo possível e necessário.Caso contrário, vamos ao encontro do inimaginável.

FILME: SOU NETA DOS ANTIGOS

                                    de Adriana Miranda

Hoje a Mãe Terra se encontra sob grave crise. O consumismo das classes opulentas está exigindo mais de uma Terra e meia para atender a suas demandas.

Entramos na fase do fogo, o PIROCENO (em greg Piros é fogo) a mais perigosa de todas as anteriores. Antes dominávamos o fogo. Agora o fogo nos domina. Em quase todas as partes do planeta se verificam devastadoras queimadas de milhares de hectares na Amazônia, no Pantanal, no Canadá, na Califórnia, na Austrália e em muitos outros países.

O aquecimento global, tido por irreversível, chegando perto de 2 graus Celsius torna inabitáveis muitas regiões,obrigando a migração de milhares de pessoas.

Onde encontramos inspiração para superar esta fase perigosa que ameaça a vida na Terra? É aqui que voltamos  para a sabedoria dos povos originários: eles sentem-se parte da natureza, respeitam-na e cuidam dela como cuidam de seu corpo. O nosso futuro, nos assevera o líder indígena Ailton Krenak, é a ancestralidade dos povos originários, presentes em quase todos os países.

O filme SOU NETA DOS ANTIGOS de Adriana Miranda e de sua competente equipe no alimenta esta esperança. O filme, verdadeira obra de arte, mostra os indígenas de Roraima com sua sabedoria ancestral, seus ritos, festas e casa de sementes guardas e trocadas, uma possível saída para a nossa crise.

Especialmente uma guardiã de sementes nativas percorre terras ancestras de Roraima para preservar o território e garantir a autonomia dos povos originários que lá vivem

Eu pude acompanhar a realização desse extraordinário filme. Foi uma honra para mim. Estarei presente na estreia, no dia 09 de outubro,  quarta-feira no  CINEMA ESTAÇÃO NET GÁVEA às 18h.15. Como gostaria que muitos e muitas vissem esse filme que encanta pela narrativa, pela beleza e pela SABEDORIA ECOLÓGICA dos povos originários de Roraima. Será uma experiência fundadora.

Leonardo Boff

Techo-Tierra-Trabajo:mantra de los movimientos populares

Leonardo Boff*

El Papa Francisco está recibiendo la furiosa crítica de algunos grupos católicos conservadores, incapaces de salir de su burbuja tradicional. La razón es la forma como cuida de la Iglesia. No lo hace al estilo tradicional, diría, estilo principesco y faraónico heredado de los primeros emperadores cristianos que pasaron a los sacerdotes, a los obispos y al Papa todos los privilegios, estilos de vida, modos de vestir de los emperadores, de los senadores y de las élites ricas imperiales. Esto viene desde el siglo tercero y, fundamentalmente, perdura hasta nuestros días. Al ver el desfile de los cardenales cuando se encuentran todos en Roma parece que estamos en el Sambódromo de Río o de São Paulo, tal es la pompa y el colorido del vestuario. Todo eso no tiene nada que ver con Jesús de Nazaret pobre.

Pero no es de eso de lo que quiero tratar. Quiero referirme a una innovación sorprendente que el Papa Francisco ha introducido. Sólo podría venir de él, fuera de la galaxia católica centroeuropea, de alguien que “viene del fin del mundo” como lo ha expresado con frecuencia. Venir del fin del mundo significa que viene de la experiencia de una Iglesia que ya no es espejo de la europea, sino que es fuente propia, que hunde sus raíces en los medios populares, que hace una opción preferencial por los empobrecidos e injustamente colocados al margen del proceso social vigente, controlado por las clases dominantes y organizado para  favorecer sus privilegios. Un tipo de Iglesia que no tiene nada de imperial o faraónico, sino que asume los dolores y el destino trágico de los descartados por el sistema actual.

Ejemplo de eso son los muchos encuentros que ha tenido con los Movimientos Sociales Populares, venidos de todo el mundo. Eso nunca se había visto en la historia. La eclesiología dominante, es decir, la doctrina sobre la Iglesia concentra todavía hoy todo el poder de decisión en manos de la jerarquía. El Concilio Vaticano II (1962-1965) introdujo el concepto de Iglesia como Pueblo de Dios que presupone la igualdad entre todos, pero prevaleció el concepto de Iglesia como comunión. Aunque después vació el concepto al decir que es una comunión jerárquica, que equivale a decir que es como una escalera en la cual hay gente que está escalones arriba y gente que está  escalones abajo. Si es comunión debe haber igualdad entre todos, no son tolerables las jerarquías, de gente arriba y gente abajo. Si estas existen deben ser solo funcionales porque nadie puede hacer todo y asumir todas las tareas sino que se distribuyen entre los distintos participantes. San Pablo lo formuló muy bien en sus epístolas, usando la metáfora del cuerpo humano: “el ojo no puede decir a la mano, no te necesito, ni la cabeza a los pies, no necesito de vosotros” (1Cor 12,21). Todos los miembros son igualmente importantes. Y ni digamos de las mujeres totalmente apartadas del poder decisorio, aunque sean ellas las que realizan la mayoría de los servicios eclesiales.

Este septiembre tendrá lugar en Roma el décimo aniversario del primer encuentro de los Movimientos Sociales Mundiales, celebrado en 2014. Allí estará nuestro João Pedro Stédile entre los que hablarán a la multitud. En ese encuentro se retomará el mantra inaugurado en 2014: las famosas 3Tes, Techo-Tierra-Trabajo, detallados así: “Ninguna familia sin techo, ningún campesino sin tierra, ningún trabajador sin derechos, ninguna persona sin la dignidad que le confiere el trabajo”.

Para este encuentro de septiembre se ha definido este lema: “Plantar la bandera contra la deshumanización”. Si hay actualmente un fenómeno de los más perversos es el proceso acelerado de deshumanización. ¿Hay algo más inhumano que el hecho de que casi la mitad de la riqueza del mundo esté en manos del 1% de la población (Global Wealth Report 2023) junto a casi 800 millones de famélicos y mil millones con insuficiencia alimentaria? Son datos de la FAO. Si los 3 mil multimillonarios pagasen solamente el 2% de sus fortunas en impuestos se generarían 250 mil millones de dólares (1.32 billones de reales), como sugirieron Brasil y Francia en el G20 . Eso garantizaría la vida de todos los amenazados por el hambre y las enfermedades del hambre.

El genocidio perpetrado por el Estado de Israel en la Franja de Gaza que ha producido 12.300 niños víctimas, lo ha hecho con el apoyo de un Presidente norteamericano católico y de la Comunidad Europea, olvidada de su tradición que fundó los derechos de los ciudadanos y las distintas formas de democracia. Esto se hace a cielo abierto, convirtiendo en cómplices a los que le apoyan, además de negar comida, agua y energía a toda la población, un crimen manifiesto contra la humanidad.

Además de la guerra Rusia-Ucrania en la cual una venerable civilización hermana, Ucrania, está siendo destruida, existen 18 lugares de conflictos severos con gran pérdida de vidas.

En cuanto a esto, el Papa en un evento interreligioso en Indonesia, la mayor nación musulmana del mundo, proclamaba: “que todos nosotros, juntos, cada uno cultivando su espiritualidad y practicando su religión, podamos caminar a la búsqueda de Dios y contribuir a la construcción de sociedades abiertas, fundadas en el respeto mutuo y en el amor recíproco”. Desafiaba a los cristianos con estas palabras: “no se cansen de zarpar hacia alta mar, lancen las redes, no se cansen de soñar y de construir una civilización de paz”.

Son palabras de esperanza casi desesperada frente a la deshumanización reinante, con la conciencia de aquello que dijo en la encíclica Fratelli tutti: “estamos en el  mismo barco, o nos salvamos todos o no se salva nadie” (n.137). Pero todos juntos y concientizados podemos dar un rumbo nuevo a nuestra historia común, apuntando a una biocivilización y a una Tierra de la Buena Esperanza.

*Leonardo Boff ha escrito Cuidando de la Casa Común, Vozes 2023; en imprenta Sostenibilidad y cuidado: cómo asegurar el futuro de la vida, 2024.

Traducción de  MªJosé Gavito Milano