Die Welt essen oder bewahren? Zwei Paradigmen

Leonardo Boff

“Die Welt essen oder die Welt bewahren” stellt eine Metapher dar, die häufig von indigenen Anführern verwendet wird und das Paradigma unserer Zivilisation in Frage stellt, deren Gewalt sie fast verschwinden lässt. Jetzt wird es von Covid-19 in Frage gestellt. Das Virus hat wie ein Blitz auf das Paradigma des “Essens der Welt” eingeschlagen, das heißt, grenzenlos alles auszunutzen, was in der Natur existiert, mit der Perspektive endlosen Wachstums/Anreicherung.

Das Virus zerstörte die Mantras, die dieses Paradigma stützen: die Schlüsselrolle des Profits, erreicht durch den härtesten Wettbewerb, der sich privat auf Kosten der Ausbeutung natürlicher Ressourcen angesammelt hat. Wenn wir diesen Mantras gehorchen würden, wären wir sicherlich in einem schlechten Zustand. Was uns rettet, ist das, was im Paradigma “die Welt essen” verborgen und unsichtbar gemacht wird: Leben, Solidarität, gegenseitige Abhängigkeit aller von allen und Sorge für die Natur und füreinander. Es ist das zwingende Paradigma des “Schutzes der Welt”.

Dieses Paradigma des “die Welt essen” hat hohe Vorfahren. Es stammt aus Athen im 5. Jahrhundert v. Chr., als der kritische Geist ausbrach und uns erlaubte, die wesentliche Dynamik des Geistes wahrzunehmen, das Aufbrechen aller Grenzen und die Suche nach dem Unendlichen, ein Zweck, durchdacht von den großen Philosophen, von Künstlern, und zu erkennen auch in den Tragödien von Sophokles, Aischylos und Euripides und ebenfalls von Politikern aufgenommen. Es ist nicht mehr die “medén’gan” des Tempels von Delphi: “nichts im Übermaß”, aber jetzt ist es die unbegrenzte räumliche Expansion (Schaffung von Kolonien und eines Imperiums) und die zeitliche Expansion, die sich der endlosen Zukunft öffnet (unbegrenzte Zukunftsperspektive).

Dieses Projekt des “die Welt essen” nahm in Griechenland selbst Gestalt an in der Gründung des Reichs Alexanders des Großen (356 – 323), der im Alter von nur 23 Jahren ein Reich gründete, das sich von der Adria bis zum Indus-Fluss in Indien erstreckte.

Das “die Welt essen” vertiefte sich im riesigen Römischen Reich, wurde gestärkt im modernen Kolonial- und Industriezeitalter und gipfelte in der heutigen Welt mit der Globalisierung der westlichen Techno-Wissenschaft, die sich in jeden Winkel des Planeten ausdehnt. Es ist das Reich des Unbegrenzten, übersetzt in den (illusorischen) Zweck des Kapitalismus/Neoliberalismus des unbegrenzten Wachstums in die Zukunft. Ein Beispiel für dieses Streben nach unbegrenztem Wachstum ist die Tatsache, dass in der letzten Generation mehr Energieressourcen verbrannt wurden als in allen früheren Generationen der Menschheit. Es gibt keinen Ort, der nicht für die Anhäufung von Gütern ausgenutzt wurde.

Doch nun ist eine unüberwindbare Grenze aufgetaucht: Die begrenzte Erde, als ein Planet, klein, überbevölkert, mit begrenzten Gütern und Dienstleistungen, kann ein unbegrenztes Projekt nicht aushalten. Am 22. September 2020 identifizierten die Erd- und Biowissenschaften The Earth Overshoot (Erdüberlastungstag). Das heißt, die Grenze der erneuerbaren natürlichen Güter und Dienstleistungen, die für die Erhaltung des Lebens von grundlegender Basis sind. Sie wurden erschöpft. Der Konsumismus führt zu Gewalt, indem er keine Grenzen akzeptiert, und entreißt Mutter Erde das, was sie nicht mehr geben kann. Wir konsumieren das Äquivalent von anderthalb Erden. Die Folgen dieser Erpressung zeigen sich in der Reaktion einer erschöpften Mutter Erde: die Zunahme der globalen Erwärmung, die Erosion der biologischen Vielfalt (etwa hunderttausend Arten werden pro Jahr eliminiert und eine Million gefährdet), der Verlust der Bodenfruchtbarkeit und die zunehmende Wüstenbildung u. a. extreme Ereignisse.

Die Überschreitung einiger der neun planetarischen Grenzen (Klimawandel, Artensterben, Ozeanversauerung u. a.) kann einen systemischen Effekt verursachen, ein Einreißen dieser neun Grenzen und damit einen Zusammenbruch unserer Zivilisation herbeiführen.

Das Eindringen von Covid-19 hat alle militaristischen Länder in die Knie gezwungen und Massenvernichtungswaffen nutzlos und lächerlich gemacht. Der Bandbreite der vorhergesagten Viren könnten, wenn wir unsere zerstörerische Beziehung zur Natur nicht ändern, mehrere Millionen Menschen zum Opfer fallen und die Biosphäre, die für alle Lebensformen unerlässlich ist, ausdünnen.

Gegenwärtig wird die Menschheit angesichts unüberwindlicher Grenzen und der Möglichkeit des endgültigen Endes der Spezies von metaphysischem Terror erfasst. Der beabsichtigte Große Reset des Kapitalsystems ist illusorisch. Die Erde wird es scheitern lassen.

In diesem dramatischen Kontext entsteht das andere Paradigma der “Bewahrung der Welt”. Sie wird insbesondere von indigenen Führern in Brasilien wie Ailton Krenak, Davi Kopenawa Yanomani, Sénia Guajajara, Renata Mchado Tupinambé, Cristine Takua, Raoni Metuktire u. a. erhoben. Für sie alle existiert eine tiefe Gemeinschaft mit der Natur, als deren Teil sie sich fühlen. Sie müssen die Erde nicht als die Große Mutter, Pachamama und Tonantzin betrachten, weil sie so fühlen. Natürlich bewahren sie die Welt, weil diese eine Erweiterung ihres eigenen Körpers ist.

Die Tiefenökologie und die Intergrale, wie sie u. a. in der Erd-Charta (2000), den Enzykliken Laudato Si: Die Sorge für das Gemeinsame Haus (2015) und „Fratelli tutti“ (2020) von Papst Franziskus und im Programm Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung des Ökumenischen Kirchenrat verkörpert ist, hat sich die Bewahrung der Welt zur Aufgabe gemacht. Das gemeinsame Ziel ist es, die physikalisch-chemisch-ökologischen Bedingungen zu gewährleisten, die das Leben in all seinen Formen, insbesondere das menschliche Leben, erhalten und fortbestehen lassen. Wir befinden uns bereits im sechsten Massenaussterben und das Anthropozän verschärft es. Wenn wir die Daten der Wissenschaft zu den Bedrohungen unseres Überlebens nicht emotional und mit dem Herzen lesen, werden wir uns kaum für den Schutz der Welt einsetzen.

Papst Franziskus hat in Fratelli tutti ernsthaft gewarnt: “Entweder wir retten uns alle gemeinsam, oder niemand wird gerettet” (Nr. 32). Es ist eine fast verzweifelte Warnung, wenn wir nicht “die Reihen derer anschwellen lassen wollen, die in ihr eigenes Grab gehen” (S. Bauman). Lasst uns den Sprung des Glaubens wagen an das glauben, was im Buch der Weisheit steht: “Gott ist der leidenschaftliche Liebhaber des Lebens” (11,26). Wenn dem so ist, wird Er nicht zulassen, dass wir so kläglich vom Erdboden verschwinden. So glauben wir und so hoffen wir.

Leonardo Boff Philosoph – Theologe – Ökologe -Schrifsteller, Dignitas Terrae:Schrei der Erde-Schrei der Arme, Patmos, Düsseldorf.

Übersetzung von Bettina Gold Hartnack

¿Comer el mundo o salvaguardar el mundo? Paradigmas opuestos

Leonardo Boff

“Comer el mundo” o “salvaguardar el mundo” son una metáfora, frecuente en la boca de líderes indígenas, cuestionando el paradigma de nuestra civilización, cuya violencia casi los ha hecho desaparecer. Ahora ha sido puesto en jaque por la Covid-19. El virus ha caído como un rayo sobre el paradigma de “comer el mundo”, es decir, explotar ilimitadamente todo lo que existe en la naturaleza bajo la perspectiva de un crecimiento/enriquecimiento sin fin. El virus ha destruido los mantras que lo sustentan: centralidad del lucro, alcanzado mediante la competencia, la más feroz posible, acumulado privadamente, a costa de la explotación de los recursos naturales. De obedecer estos mantras, estaríamos seguramente en mal camino. Lo que nos está salvando es lo ocultado e invisibilizado en el paradigma de “comer el mundo”: la vida, la solidaridad, la interdependencia entre todos y el cuidado de la naturaleza y de unos a otros. Es el paradigma imperativo de “salvaguardar el mundo”.

El paradigma de “comerse el mundo” es muy antiguo. Viene de la Atenas del siglo V a.C., cuando el espíritu crítico irrumpió y permitió percibir la dinámica intrínseca del espíritu que es la ruptura de todos los límites y la búsqueda del infinito. Tal propósito fue pensado por los grandes filósofos, por los artistas, aparece también en las tragedias de Sófocles, Esquilo y Eurípides y es practicado por los políticos. Ya no es el medén ágan del templo de Delfos: “nada en exceso”.

Este proyecto de “comer el mundo” tomó forma en la misma Grecia con la creación del imperio de Alejandro Magno (356-323), que con solo 23 años fundó un imperio que se extendía desde el Adriático hasta el río Indo en la India.

Este “comer el mundo” se profundizó en el vasto Imperio Romano, se fortaleció en la era colonial e industrial moderna y culminó en el mundo contemporáneo con la globalización de la tecnociencia occidental, expandida a todos los rincones del planeta. Es el imperio de lo ilimitado, traducido en el propósito (ilusorio) del capitalismo/neoliberalismo de crecimiento ilimitado hacia el futuro. Basta con poner como ejemplo de esta búsqueda de crecimiento ilimitado el hecho de que en la última generación se quemaron más recursos energéticos que en todas las generaciones anteriores de la humanidad. No hay lugar que no haya sido explotado para la acumulación de bienes.

Pero he aquí que ha surgido un límite insuperable: la Tierra limitada como planeta, pequeño, superpoblado, con bienes y servicios limitados no puede soportar un proyecto ilimitado. Todo tiene límites. El 22 de septiembre de 2020, las ciencias de la Tierra y de la vida lo han identificado como el Día del Sobregiro de la Tierra (The Earth Overshoot Day), es decir, el límite de los bienes y servicios naturales renovables, básicos para mantener la vida. Se han agotado. El consumismo, al no aceptar límites, conduce a la violencia, arrancando a la Madre Tierra lo que ella ya no puede dar. Estamos consumiendo el equivalente a una Tierra y media. Las consecuencias de esta extorsión se manifiestan en la reacción de la Madre Tierra agotada: aumento del calentamiento global, erosión de la biodiversidad (unas cien mil especies eliminadas cada año y un millón en peligro), pérdida de la fertilidad del suelo y la creciente desertización, entre otros fenómenos extremos.

Traspasar algunas de las nueve fronteras planetarias (cambio climático, extinción de especies, acidificación de los océanos y otros) puede provocar un efecto sistémico, haciendo que caigan las nueve e induciendo así el colapso de nuestra civilización. La irrupción de la Covid-19 ha puesto de rodillas a todas las potencias militaristas, haciendo inútiles y ridículas las armas de destrucción masiva. La gama de virus previamente anunciados, si no cambiamos nuestra relación destructiva con la naturaleza, podría sacrificar a varios millones de personas y adelgazar la biosfera, esencial para todas las formas de vida.

En la actualidad, la humanidad se ve embargada por el terror metafísico ante los límites insuperables y la posibilidad del fin de la especie. El Gran Reinicio (Great Reset) del sistema capitalista es ilusorio. La Tierra lo hará fracasar.

En este dramático contexto es donde surge el otro paradigma, el de “salvaguardar el mundo”. Ha sido planteado en particular por líderes indígenas como Ailton Krenak, Davi Kopenawa Yanomani, Sônia Guajajara, Renata Machado Tupinambá, Cristine Takuá, Raoni Metuktire y otros. Para todos ellos existe una profunda comunión con la naturaleza, de la que se sienten parte. No necesitan pensar en la Tierra como la Gran Madre, Pachamama y Tonantzin porque la sienten así. Salvaguardan de manera natural el mundo porque es una extensión de su propio cuerpo.

La ecología de lo profundo e integral, tal y como se recoge en la Carta de la Tierra (2000), en las encíclicas del Papa Francisco Laudato SI: cómo cuidar nuestra casa común (2015) y Fratelli tutti (2020), y en el programa Paz, Justicia y Preservación de la Creación del Consejo Mundial de Iglesias, entre otros grupos, han asumido salvaguardar el mundo. El propósito común es garantizar las condiciones físico-químicas-ecológicas que sostienen y perpetúan la vida en todas sus formas, especialmente la vida humana. Estamos ya en la sexta extinción masiva y el antropoceno la está intensificando. Si no leemos emocionalmente, con el corazón, los datos de la ciencia sobre las amenazas que pesan sobre nuestra supervivencia, difícilmente nos comprometeremos a salvaguardar el mundo.

El Papa Francisco advirtió seriamente en la Fratelli tutti: “O nos salvamos todos juntos o no se salva nadie” (n. 32). Es una advertencia casi desesperada si no queremos “engrosar el cortejo de los que van hacia su propia tumba” (Z. Bauman). Damos el salto de fe y creemos en lo que dice el Libro de la Sabiduría: “Dios es el apasionado amante de la vida” (11,26). Si es así, Él no permitirá que desaparezcamos tan miserablemente de la faz de la Tierra. Así lo creemos y así lo esperamos.

Leonardo Boff ha escrito: Cuidar la Tierra-Proteger la vida, cómo evitar el fin del mundo, Record 2010; Covid-19, la Madre Tierra contraataca a la Humanidad: advertencias de la pandemia, Vozes 2020.

Traducción de Mª José Gavito Milano

“Comer el mundo” o “salvaguardar el mundo” son una metáfora, frecuente en la boca de líderes indígenas, cuestionando el paradigma de nuestra civilización, cuya violencia casi los ha hecho desaparecer. Ahora ha sido puesto en jaque por la Covid-19. El virus ha caído como un rayo sobre el paradigma de “comer el mundo”, es decir, explotar ilimitadamente todo lo que existe en la naturaleza bajo la perspectiva de un crecimiento/enriquecimiento sin fin. El virus ha destruido los mantras que lo sustentan: centralidad del lucro, alcanzado mediante la competencia, la más feroz posible, acumulado privadamente, a costa de la explotación de los recursos naturales. De obedecer estos mantras, estaríamos seguramente en mal camino. Lo que nos está salvando es lo ocultado e invisibilizado en el paradigma de “comer el mundo”: la vida, la solidaridad, la interdependencia entre todos y el cuidado de la naturaleza y de unos a otros. Es el paradigma imperativo de “salvaguardar el mundo”.

El paradigma de “comerse el mundo” es muy antiguo. Viene de la Atenas del siglo V a.C., cuando el espíritu crítico irrumpió y permitió percibir la dinámica intrínseca del espíritu que es la ruptura de todos los límites y la búsqueda del infinito. Tal propósito fue pensado por los grandes filósofos, por los artistas, aparece también en las tragedias de Sófocles, Esquilo y Eurípides y es practicado por los políticos. Ya no es el medén ágan del templo de Delfos: “nada en exceso”.

Este proyecto de “comer el mundo” tomó forma en la misma Grecia con la creación del imperio de Alejandro Magno (356-323), que con solo 23 años fundó un imperio que se extendía desde el Adriático hasta el río Indo en la India.

Este “comer el mundo” se profundizó en el vasto Imperio Romano, se fortaleció en la era colonial e industrial moderna y culminó en el mundo contemporáneo con la globalización de la tecnociencia occidental, expandida a todos los rincones del planeta. Es el imperio de lo ilimitado, traducido en el propósito (ilusorio) del capitalismo/neoliberalismo de crecimiento ilimitado hacia el futuro. Basta con poner como ejemplo de esta búsqueda de crecimiento ilimitado el hecho de que en la última generación se quemaron más recursos energéticos que en todas las generaciones anteriores de la humanidad. No hay lugar que no haya sido explotado para la acumulación de bienes.

Pero he aquí que ha surgido un límite insuperable: la Tierra limitada como planeta, pequeño, superpoblado, con bienes y servicios limitados no puede soportar un proyecto ilimitado. Todo tiene límites. El 22 de septiembre de 2020, las ciencias de la Tierra y de la vida lo han identificado como el Día del Sobregiro de la Tierra (The Earth Overshoot Day), es decir, el límite de los bienes y servicios naturales renovables, básicos para mantener la vida. Se han agotado. El consumismo, al no aceptar límites, conduce a la violencia, arrancando a la Madre Tierra lo que ella ya no puede dar. Estamos consumiendo el equivalente a una Tierra y media. Las consecuencias de esta extorsión se manifiestan en la reacción de la Madre Tierra agotada: aumento del calentamiento global, erosión de la biodiversidad (unas cien mil especies eliminadas cada año y un millón en peligro), pérdida de la fertilidad del suelo y la creciente desertización, entre otros fenómenos extremos.

Traspasar algunas de las nueve fronteras planetarias (cambio climático, extinción de especies, acidificación de los océanos y otros) puede provocar un efecto sistémico, haciendo que caigan las nueve e induciendo así el colapso de nuestra civilización. La irrupción de la Covid-19 ha puesto de rodillas a todas las potencias militaristas, haciendo inútiles y ridículas las armas de destrucción masiva. La gama de virus previamente anunciados, si no cambiamos nuestra relación destructiva con la naturaleza, podría sacrificar a varios millones de personas y adelgazar la biosfera, esencial para todas las formas de vida.

En la actualidad, la humanidad se ve embargada por el terror metafísico ante los límites insuperables y la posibilidad del fin de la especie. El Gran Reinicio (Great Reset) del sistema capitalista es ilusorio. La Tierra lo hará fracasar.

En este dramático contexto es donde surge el otro paradigma, el de “salvaguardar el mundo”. Ha sido planteado en particular por líderes indígenas como Ailton Krenak, Davi Kopenawa Yanomani, Sônia Guajajara, Renata Machado Tupinambá, Cristine Takuá, Raoni Metuktire y otros. Para todos ellos existe una profunda comunión con la naturaleza, de la que se sienten parte. No necesitan pensar en la Tierra como la Gran Madre, Pachamama y Tonantzin porque la sienten así. Salvaguardan de manera natural el mundo porque es una extensión de su propio cuerpo.

La ecología de lo profundo e integral, tal y como se recoge en la Carta de la Tierra (2000), en las encíclicas del Papa Francisco Laudato SI: cómo cuidar nuestra casa común (2015) y Fratelli tutti (2020), y en el programa Paz, Justicia y Preservación de la Creación del Consejo Mundial de Iglesias, entre otros grupos, han asumido salvaguardar el mundo. El propósito común es garantizar las condiciones físico-químicas-ecológicas que sostienen y perpetúan la vida en todas sus formas, especialmente la vida humana. Estamos ya en la sexta extinción masiva y el antropoceno la está intensificando. Si no leemos emocionalmente, con el corazón, los datos de la ciencia sobre las amenazas que pesan sobre nuestra supervivencia, difícilmente nos comprometeremos a salvaguardar el mundo.

El Papa Francisco advirtió seriamente en la Fratelli tutti: “O nos salvamos todos juntos o no se salva nadie” (n. 32). Es una advertencia casi desesperada si no queremos “engrosar el cortejo de los que van hacia su propia tumba” (Z. Bauman). Damos el salto de fe y creemos en lo que dice el Libro de la Sabiduría: “Dios es el apasionado amante de la vida” (11,26). Si es así, Él no permitirá que desaparezcamos tan miserablemente de la faz de la Tierra. Así lo creemos y así lo esperamos.

Leonardo Boff ha escrito: Cuidar la Tierra-Proteger la vida, cómo evitar el fin del mundo, Record 2010; Covid-19, la Madre Tierra contraataca a la Humanidad: advertencias de la pandemia, Vozes 2020.

Traducción de Mª José Gavito Milano

Grave risco para a Terra e a vida:”a Grande Retomada do Capitalismo”(Great Reset).

Está havendo em todo mundo um grande debate sobre que mundo virá na pós-pandemia. São muitas as projeções,algumas otimistas,no pressuposto de que a humanidade tenha aprendido a lição do Covid-19: desenvolver uma relação amigável para com a natureza;  as sociedades deverão superar as profundas desigualdades atuais, na linha da encíclica do Papa Francisco na Fratelli tutti; todos se sintam irmãos e irmãs, também com  os seres da natureza, e não seus donos e senhores, caso contrário ninguém se salvará (Ft n.32).

O que entretanto causa grave preocupação é a assim chamada “A Grande Reinicialização”(Great Reset),em nosso dialeto,“A Grande Retomada” da ordem capitalista mundial. Essa expressão foi sugerida pelo príncipe Charles juntamente com o Coordenador do Forum Econômico Mundial, Klaus Schwab. Esta ordem é urdida por aqueles que o relatório da OXFAM “Tempo de Cuidar”, (ONG inglesa que mede os níveis de riqueza e de  pobreza no mundo), aponta, os poucos miliardários. Segundo aquela fonte, em 2019 havia cerca de 2.153 indivíduos que detinham mais riqueza que 4,6 bilhões de pessoas. O 1% deste grupo detém  mais que o dobro da riqueza de 6.9 bilhões de pessoas. Com a pandemia ficaram ainda mais ricos. Só estes dados revelam uma economia gravemente doente e nada saudável, um vírus letal para milhões e milhos.

Este grupo de miliardários, como aparece claramente nas sugestões do Forum Econômico Mundial de 21-24 de janeiro de 2020 (o próximo será em agosto de 2021 em Singapura) projeta uma Nova Ordem Mundial. Klaus Schwab, o fundador e coordenador do FEM, junto com o economista Terry Malleret diz em seu livro Covid-19 the Grat Reset:”A pandemia representa uma rara janela de oportunidade para refletir, reimaginar e resetar o mundo”.

Se bem reparamos, temos a ver com uma proposta corporativista, um capitalismo dos grupos de interesse (Stakeholder Capitalism) que não contempla as grandes maiorias da humanidade. Elas estão fora de seu radar. Serão participantes somente os que se encontram dentro da bolha da ordem do capital. As sete temáticas são até auspiciosas: como salvar o planeta,economias mais justas, tecnologias para o bem entre outras. Entretanto quando se elencam os riscos globais, citam-se a guerra acidental, levante anárquico, exploração das mentes, controle neuroquímico e armas nuclearares de pequeno porte e outros.

Aparentam até sensibilidade social como estabelecer a sonhada “renda mínima universal”, garantir a assistência médica global, assegurar um futuro resiliente, igualitário e sustentável e buscar um novo contrato social mundial. Mas, por outro lado, tomados de medo das reações pelo mundo afora contra um novo despotismo cibernético imposto por eles, sugerem o Score Social uma estratégia centralizada de policiamento comportamental dos indivíduos e de todas as sociedades através do uso intensivo da inteligência artificial. Seria o capitalismo de vigilância.

São belas palavras,mas apenas palavras. Não se fala nunca de mudar o paradigma devastador dos bens e serviços da natureza, esse que provou a intrusão de uma gama de vírus e agora o letal Covid-19; não se questiona o DNA do capital que sempre quer crescer e lucrar por todos os meios possíveis. Não refere a Sobrecarga da Terra (The Earth Overshoot),vale dizer, o esgotamento dos “recursos”naturais para a nossa subsistência. Da mesma forma, não tomam consciência das nove fronteiras planetárias (Nine  Planet Bounderies) que de forma nenhuma podem ser ultrapassadas ao risco de colapsar nossa civilização.

Coisa perigossísima: a Grande Retomada não exclui a guerra como meio econômico, geoestratégico e de enfrentamento violento, sabendo-se que uma guerra hoje em dia pode pôr fim à espécie humana, especialmente se for a partir da Ucrânia, o ponto hoje mais sensível de enfrentamento com a Rússia.Esta pode destruir a Europa em poucos minutos. O Forum  apenas visa a limar os dentes do leão mas não tirar-lhe a voracidade. No máximo chega a um capitalismo verde,onde o verde disfarça a dinâmica acumuladora e excludente do sistema do capital que fica intocável.

Somos da opinião de que essa Grande Reinicialização (Great Reset) não vai prosperar pelo simples fato de que a Terra-Gaia chegou aos limites de sua sustentabilidade; não aguenta mais a rapinagem da ordem do capital em benefício de uns poucos jogando bilhões na miséria e na fome.Como epidemiologistas já aventaram: se não mudarmos nosso tipo de relação devastadora para com a natureza, esta nos enviará vírus ainda mais letais que poderão dizimar grande parte da humanidade.

Tudo poderia ser diferente. Por exemplo, a Diretora Executiva da Oxfam, Katia Maria, afirmou: “Se a população 1% mais rica do mundo pagasse uma taxa extra de 0,5% sobre a riqueza, nos próximos 10 anos, seria possível criar 117 milhões de empregos em educação, saúde e de cuidado para idosos”.  A solução deve vir debaixo, como assevera com frequência o Papa Francisco:da articulação de todos os movimentos sociais mundiais, daqueles que estão no Forum Social Mundial, fazendo coro com os humanistas e também economistas que reafirmam a tese básica da Economia de Francisco e Clara do atual Pontífice: uma economia fundada na solidariedade, na cooperação, na ecologia, na circulação, na reutilização, em fim, uma economia humana para os humanos. Se não caminhamos nesta direção, vale a advertência de Sigmunt Bauman: “engrossaremos o cortejo dos que rumam na direção de sua própria sepultura”.

Leonardo Boff é ecoteólogo,filósofo e escreveu Covid-19:A Mãe Terra contra-ataca a humanidade, Vozes 2020.

Indignación, fatalismo, fe, esperanza y aprendizaje: Covid-19

La aparición de la Covid-19 ha traído grandes cuestionamientos para la existencia humana. Para frenar su propagación se han impuesto varias medidas restrictivas que han provocado impaciencia, indignación, desesperanza y fatalismo. Pero han creado también la oportunidad de fe, de esperanza y sobre todo de reflexión acerca del sentido de nuestra presencia en este planeta y un aprendizaje para la vida, que debe continuar mejor, más tierna y fraterna.

El virus invisible ha desenmascarado la arrogancia del ser humano moderno que se juzgaba un pequeño dios, capaz de dominar las fuerzas de la naturaleza con la tecnociencia y someterlas a su servicio. La Covid-19 ha demostrado que solamente somos señores de la naturaleza si la obedecemos. No somos dueños sino parte de la naturaleza junto a y no encima de los demás seres.

La Covid-19 nos ha revelado como seres expuestos a la imprevisibilidad y la vulnerabilidad, es decir, no dominamos las condiciones que garantizan o amenazan nuestra vida. ¿Quién, exceptuando epidemiólogos, como uno de los mayores, David Qammen, previó la llegada amenazadora del virus? Son pocos los países que tienen un SUS (Sistema Único de Salud) como nosotros en Brasil. No lo tienen Estados Unidos, Italia, España y México entre otros. Además somos seres que no poseen ningúnórgano especializado (Mangelwesen de Arnold Gehlen) que asegure nuestra existencia ni poseemos un hábitat propio, como tienecada especie de la naturaleza. Tenemos que construir, mediante la interacción con la naturaleza y el trabajo. nuestro hábitat, o sea, un lugar hospitalario en el cual podemos vivir sin mayores amenazas y en paz.

El virus ataca a personas, ricas y pobres, clases, religiones y todas las naciones del planeta. Las armas de destrucción masiva sobre las que se funda el poder de los imperios de hoy en busca de hegemonía mundial e incluso del dominio sobre otros pueblos, se han vuelto ineficaces e incluso ridículas. Lo que nos está salvando no son los mantras de la cultura del capital (lucro, competencia, individualismo, asalto a los bienes y servicios de la naturaleza, dominio del mercado sobre la sociedad) sino los valores casi ausentes en este sistema capitalista y neoliberal: la centralidad de la vida, la interdependencia entre todos, la solidaridad, la generosidad, el cuidado de unos a otros y de los escasos bienes naturales, las relaciones sociales más amigables frente a la insaciable voracidad del mercado, un estado social que atiende las demandas básicas de sus ciudadanos Este es un aprendizaje que estamos haciendo; hay que interiorizarlo y fundar un nuevo paradigma de comportamiento, para que no se traduzca en unos pocos actos sino en una actitud permanente, ya que esto es lo que transforma.

La indignación y la impaciencia son comprensibles porque somos seres sociales. No poder convivir, abrazar y besar a nuestros seres queridos y amigos es doloroso y triste. Asumimos las renuncias como cuidado de nosotros mismos y como solidaridad con los demás para no contaminarlos ni contaminarnos nosotros mismos. Importa que la indignación se transforme en empatía por los que sufren, ya sea en los hospitales, o con las familias que han perdido a sus seres queridos.

El fatalismo significa aceptar un hecho como inevitable ante el cual no podemos hacer nada. Esta es una visión negacionista que nos lleva a la inercia y al abatimiento. Olvida que el ser humano fue creado creador; tiene energías ocultas en su interior que son más fuertes que la dureza de los acontecimientos. Podemos resistirlos, evitarlos y, aunque ocurran, siempre es posible sacar lecciones de ellos y así superarlos. Nada es fatal en este mundo. Solo la muerte lo es. Pero la muerte no tiene por qué significar el fin de nuestra peregrinación, sino el momento de transfiguración, el ejercicio de la libertad suprema al no permitir que nos quiten la vida, sino entregársela a un Mayor, y despedirnos de este mundo agradecidos por el hecho de haber existido. La última palabra de Santa Clara, compañera de San Francisco de Asís, es inspiradora: “Señor, te doy gracias por haberme creado”. Inclinó la cabeza hacia un lado y expiró y así cayó en los brazos de Dios-Padre-y-Madre de bondad que la esperaban.

Ante la pandemia avasalladora, es urgente suscitar la fe y alimentar la esperanzaLa fe, en su sentido bíblico, significa más que acoger verdades y adherirse a doctrinas. Es sobre todo confiar en Alguien que acompaña nuestros pasos, conoce todos nuestros altibajos, sabe de qué polvo estamos hechos y se apiada de nosotros. Por eso, como dice de forma consoladora el Salmo 103: “Él no está siempre acusando ni guarda rencor para siempre; como un padre tiene compasión de sus hijos, así el Señor se compadece de los que confían en él, porque conoce nuestra naturaleza y recuerda que somos polvo” (v. 9-14). Tener fe significa que la vida, por penosa que sea, tiene sentido y vale la pena asumirla y amarla. Hoy la asumimos en su fragilidad y confiamos en que ese Alguien pueda compadecerse de nosotros y salvarnos del virus letal

La esperanza nos hace comprender que lo invisible es parte de lo visible. La realidad empírica y dada no es toda la realidad. Oculta algo invisible que pertenece a nuestra condición humana: las innumerables posibilidades y virtualidades escondidas dentro de nosotros. Podemos desentrañarlas inventando una nueva solución a nuestros problemas. La esperanza nos permite soñar y pensar en mundos aún no vividos y ensayados pero que nos desafían a darles forma. Mientras haya esperanza, no habrá callejones sin salida. Por la esperanza nos convencemos de que la Covid-19 no será el Next Big One, el gran virus terminal, contra el que ninguna vacuna sería eficaz y que podría liquidar gran parte de la biosfera y acabar con millones de seres humanos. Pero el virus es misterioso, desconocemos las consecuencias y su posible permanencia endémica entre los humanos. Todo indica que el mundo pre-pandemia definitivamente ha pasado. Debemos prepararnos para algo nuevo en la humanidad: una nueva forma de vivir y convivir entre nosotros los humanos y con la naturaleza a ser regenerada.

Nuestra esperanza es que aún tenemos futuro. Nacidos en el corazón de las grandes estrellas rojas, hace miles de millones de años, seguiremos irradiando. Alimenta nuestra esperanza una de las últimas frases de la Laudato Si: cómo cuidar de la Casa Común delPapa Francisco: “Caminemos cantando; que nuestras luchas y nuestra preocupación por este planeta no nos quiten la alegría de la esperanza” (n.244).

*Leonardo Boff es filósofo y teólogo y ha escrito: El doloroso parto de la Madre Tierra: una sociedad de fraternidad sin fronteras y de amor social, que saldrá publicado en breve por la Editorial Vozes 2021.

Traducción de Mª José Gavito Milano