Die Rettung des Verdrängten: tiefes Bewusstsein.     

         Leonardo Boff

Zweifellos ist die Krise des ethischen und moralischen Gewissens unter den vielen Krisen, die unsere heutige Zivilisation plagen, eine der schwerwiegendsten. Manche Analysten sehen in der Verdrängung der Ethik eine der Hauptursachen für die gegenwärtigen Sackgassen, die Verzweiflung und die quälende Frage: Wenn wir den aktuellen Kurs weiterverfolgen, der das ethische Gewissen und damit das Gefühl der Mitverantwortung für „eine globale Schicksalsgemeinschaft der gesamten Menschheit“ – um einen oft so treffenden Ausdruck des chinesischen Präsidenten Xi Jingping zu verwenden – unterdrückt, könnten wir durch unsere eigene Schuld in eine sehr ernste Situation geraten, möglicherweise sogar in das Ende unserer Existenz auf diesem Planeten.

Wir haben nicht die Absicht, diesen Gedankengang mit all seiner Plausibilität zu vertiefen. Unser Ziel ist einfacher: In Zeiten großer Ratlosigkeit, der Erosion hoffnungsvoller Utopien und der Ungewissheit über unser Schicksal ist es dringend erforderlich, zu den minimalen Daten zurückzukehren, aus denen ethisches Bewusstsein erwächst, und sie für die heutige Zeit neu zu formulieren.

Ich greife auf zwei griechische Konzepte zurück, denn gerade in Griechenland, inmitten einer großen Krise des Übergangs von einer mythischen zu einer rationalen Weltsicht, entstanden mit großen Philosophen wie Platon und Aristoteles sowie Dramatikern wie Sophokles, Euripides und Aischylos Philosophie und ethisches Denken, die bis heute gültig sind. Die Kategorien sind griechisch, berühren aber einen universellen Wert: den „Dämon“ und das „Ethos“.

Es sollte klargestellt werden, dass „Dämon“ nichts mit dem Teufel zu tun hat. Im Gegenteil, es ist der gute und schützende Engel. Für die klassischen Griechen ist „Dämon“ gleichbedeutend mit dem tiefen und inneren Gewissen (Syneidesis), jener Stimme, die niemals verstummt, wie ein Richter, der uns zum Guten aufruft und uns für das Böse, das wir tun, ein schlechtes Gewissen macht. Es gehört ebenso zur menschlichen Natur wie Intelligenz und Wille.

Sokrates, der sich stets davon leiten ließ, nannte es eine „prophetische Stimme in mir, die von einer höheren Macht kommt“ oder auch ein „Zeichen Gottes“. Später betrachtete der große Denker Seneca das innere Gewissen als den Sitz Gottes (prope est a te Deus, tecum est, intus est). Philo von Alexandria, ebenfalls ein großer Philosoph, sah im Gewissen die Gegenwart des Göttlichen in der Seele.

Tatsächlich ist das „Dämon“-Gewissen jene innere Stimme, die uns stets begleitet. Wir können sie nicht zum Schweigen bringen. Der Verbrecher oder der Korrupte – und davon gibt es viele unter uns – kann fliehen, sich vor der Gerechtigkeit verstecken, doch er wird stets vom inneren Richter angetrieben, der ihn für sein Fehlverhalten verurteilt und ihn nicht in Ruhe lässt. Oder jenes lebendige und tiefe Gefühl, das unsere großzügige Geste gegenüber dem Hungernden auf der Straße begrüßt. Wir alle tragen das „Dämon“-Gewissen in uns, einfach weil wir Menschen mit Geist, Subjektivität (unserem tiefsten Selbst) und freiem Willen sind, Männer und Frauen, die fähig sind, abscheuliche Dinge (selbst die verborgensten) oder ehrenhafte Dinge zu tun, die uns zufriedenstellen.

Ethos“ ist ein weiterer griechischer Begriff, von dem sich das Wort Ethik ableitet. Ethos bezeichnet die menschliche Behausung, nicht nur das materielle Gebäude. Die Behausung muss existenziell als der Raum verstanden werden, in dem wir arbeiten, der uns schützt, in dem wir leben und koexistieren, der alle Räume – Wohnzimmer, Schlafzimmer, Küche und Speisekammer – verteilt.

Jedes Wohn-Ethos muss eine positive Ausstrahlung haben, die uns das Gefühl gibt, zu Hause zu sein, besonders wenn wir von der Arbeit oder einer Reise zurückkehren. Dazu gehört die heilige Ecke (der Ort der Göttin Hestia, der Beschützerin des Hauses), wo wir Fotos und schöne Erinnerungen aufbewahren, die brennende Kerze oder die Heiligen unserer Verehrung. Zum Wohn-Ethos gehört auch die Fürsorge für unsere Nachbarn und ein gutes Verhältnis zu ihnen.

Heraklit, der brillante vorsokratische Philosoph (500 v. Chr.), kombinierte die beiden Wörter in Aphorismus 119: „Ethos ist der Dämon des Menschen“; mit anderen Worten: „Das Zuhause ist der Schutzengel des Menschen.“ Diese Formulierung verbirgt den Schlüssel zu einer umfassenden ethischen Konstruktion in einfachen und praktischen Begriffen, gültig auch für unsere dunklen Zeiten.

Die Treue zu diesem guten Engel ermöglicht uns ein gutes Leben zu Hause, individuell, in der Stadt, auf dem Land und auf dem Planeten Erde, unserem gemeinsamen Zuhause. Alles, was wir für ein gutes Zusammenleben (Glück) tun, ist ethisch und gut, das Gegenteil ist unethisch und schlecht.

Es gibt jedoch eine Art Tragödie in unserer Geschichte: Der „Dämon“ wurde praktisch verdrängt und vergessen. An seine Stelle traten antike Philosophen, die als christliche Moral oder Kant und andere bezeichnet werden, und entwickelten ethische Systeme mit moralischen Prinzipien und Normen, die oft als für alle gültig angesehen werden, ohne Rücksicht auf die Einzigartigkeit jeder Kultur und den Wandel der Zeit. Doch ungeachtet dieser Veränderungen hört die Stimme des guten Engels nie auf zu sprechen und sich bemerkbar zu machen, ungeachtet unseres Willens, selbst wenn sie mit den tausend anderen Stimmen vermischt wird, die in der Gesellschaft zu hören sind. Wenn wir eine dauerhafte ethische Revolution wollen, müssen wir das „Dämon“-Gewissen befreien, das von der Asche unseres Egoismus, Konsumismus und des Geistes der Verleumdung und Brutalität in persönlichen und sozialen Beziehungen bedeckt ist. Um unser unmenschliches Paradigma zugunsten eines neuen, befreienden Paradigmas zu überwinden, müssen wir wieder auf den „Dämon“ hören und das „Ethos“ ernst nehmen, nicht nur als unsere persönliche, sondern auch als unsere planetarische Heimat. Kurz gesagt: Es ist ethischer gesunder Menschenverstand. Er wird uns Vorschläge machen, wie wir das Haus, das die Stadt, den Staat und das gemeinsame Haus des Planeten darstellt, ordnen können. Wir haben keinen anderen Ausweg.

Das Hören auf den „Dämon“ und die Pflege des „Ethos“, das jeden Menschen universell betrifft, können einen allgemeinen Frieden bringen und eine Haltung des Respekts gegenüber der Natur und eine Ethik der Sorge um unser gemeinsames Zuhause fördern. Das kann uns retten. Dann kann eine allgemeine Versöhnung zwischen Mensch und Natur entstehen.

Leonardo BoffAutor von: „Die Suche nach dem rechten Maß: Wie der Planet Erde wieder ins Gleichgewicht kommt.“ LIT Verlag, 2023.

Übersetzt von Bettina Goldhartnack

El Papa Francisco no es solo un nombre sino un proyecto de Iglesia y de mundo

Leonardo Boff

Todo punto de vista es la *vista desde un punto, afirmé una vez. Mi punto de vista sobre el Papa Francisco es el latinoamericano. El mismo Papa Francisco se presentó como “aquel que viene del fin del mundo”, es decir, de Argentina, del extremo Sur del mundo. Este hecho no carece de relevancia, pues nos ofrece una lectura distinta de otras, de otros puntos de vista.

         La elección del nombre Francisco, sin antecedentes, no es fortuita. Francisco de Asís representa otro proyecto de Iglesia cuya centralidad reside en el Jesús histórico, pobre, amigo de los despreciados y humillados, como los leprosos, con los cuales fue a vivir. Pues esta es la perspectiva asumida por Bergoglio al ser elegido Papa. Quiere una Iglesia pobre para los pobres. Consecuentemente se despoja de las vestiduras honoríficas, de la tradición de los emperadores romanos, bien representadas por la mozzeta, pequeña capa blanca adornada de joyas, símbolo del poder absoluto de los emperadores e incorporada a las vestimentas papales. La rechazó y se la dio al secretario como recuerdo. Viste un traje blanco sencillo con la cruz de hierro que siempre usó. Vivió en la mayor sencillez (el Papa no viste prada) y sin ceremonia, rompió ritos para poder estar cerca de los fieles. Eso seguramente escandalizó a muchos de la vieja cristiandad europea, acostumbrada a la pompa y gloria de las vestimentas papales y en general de los prelados de la Iglesia. Cabe recordar que tales tradiciones se remontan a los emperadores romanos, pero no tienen nada que ver con el pobre artesano y campesino mediterráneo de Nazaret.

         Sorprendentemente se presentó, primero como obispo local de Roma, después como Papa para animar la Iglesia universal y, como enfatizó, no con el derecho canónico sino con el amor.

         Escogió el nombre de Francisco porque San Francisco de Asís es el “ejemplo por excelencia del cuidado y por una ecología integral vivida con alegría y autenticidad (Laudato Sì, n.10), que llamaba a todos los seres con el dulce nombre de hermano y hermana”.

         No quiso vivir en un palacio pontificio, sino en una casa de huéspedes, Santa Marta. Guardaba la fila para comer, como todos los demás, y con humor comentaba: así es más difícil que me envenenen.

         Puso en el centro de su misión la preferencia y el cuidado de los pobres, especialmente de los migrantes. Dijo con honradez: “ustedes europeos estuvieron primero allí, ocuparon sus tierras y riquezas y fueron bien recibidos. Ahora ellos están aquí y no están dispuestos a recibirlos”. Con tristeza constataba la globalización de la indiferencia.

Por primera vez en la historia del papado, el Papa Francisco recibió varias veces a los movimientos sociales mundiales. Veía en ellos la esperanza de un futuro para la Tierra, porque la tratan con cuidado, cultivan la agroecología, viven una democracia popular y participativa. Les repitió muchas veces el derecho que les es negado, las famosas tres T: Tierra, Techo y Trabajo. Deben comenzar ahí donde están, en la región, pues es ahí donde se puede construir una comunidad sostenible. Con eso legitimó todo un movimiento mundial, el biorregionalismo, como forma de superación de la explotación y la acumulación de pocos y con más participación y justicia social para muchos.

         En este contexto escribió dos extraordinarias encíclicas: “Laudato sì: sobre el cuidado de la casa común” (2020), presentando una ecología integral que implica el medio ambiente, la política, la economía, la cultura, la vida cotidiana y la espiritualidad ecológica. En la otra, Fratelli tutti (2025), frente a la degradación generalizada de los ecosistemas, hace una seria advertencia: “estamos en el mismo barco: o nos salvamos todos o no se salva nadie” (n.34). Con estos textos, el Papa se sitúa a la cabeza de la discusión ecológica mundial que va más allá de la simple ecología verde y de otras formas de producción sin cuestionar nunca el sistema capitalista que, por su lógica, crea acumulación por un lado, a costa de la explotación, por el otro, de las grandes mayorías.

         El Papa Francisco viene de la teología de la liberación de vertiente argentina que enfatiza la opresión del pueblo y el silenciamiento de la cultura popular. Fue discípulo del teólogo de la liberación Juan Carlos Scannone, al que cita a pie de página en Laudato Si. Ya como estudiante e inspirado en esta  teología se hizo a sí mismo una promesa: hacer todas las semanas una visita a las “villas miseria”. Entraba en las casas, se informaba de los problemas de los pobres y suscitaba esperanza en todos. Mantuvo durante años una polémica con el gobierno que hacía asistencialismo y paternalismo como políticas de estado. Reclamaba diciendo: así jamás se sacará a los pobres de la dependencia. Lo que necesitamos es justicia social, raíz de la real liberación de los pobres. En solidaridad con los pobres, vivía en un pequeño apartamento, cocinaba su comida, iba a buscar su periódico. Rechazó vivir en palacio y usar un automóvil especial.

         Esta inspiración libertadora iluminó el modelo de Iglesia que se dispuso a construir. No una Iglesia cerrada cual castillo, imaginándola rodeada por todos lados de enemigos venidos de la modernidad con sus conquistas y libertades. A esta Iglesia cerrada opuso una Iglesia en salida hacia las carencias existenciales, una Iglesia cual hospital de campaña que acoge a todos los heridos, sin preguntarles su tendencia sexual, religión o ideología: basta que sean humanos necesitados.

         El Papa Francisco no se presenta como un doctor de la fe sino como un pastor que acompaña a los fieles. Pide a los pastores que tengan olor a oveja por su proximidad y compromiso con los fieles, ejerciendo la pastoral de la ternura y de la amorosidad.

         Tal vez ningún papa en la historia de la Iglesia haya mostrado tanto valor como él al criticar el sistema vigente que mata y que produce dos feroces injusticias: la injusticia ecológica devastando los ecosistemas y la injusticia social explotando la humanidad hasta la sangre. Nunca en la historia ha habido tanta acumulación de riqueza en tan pocas manos como ahora. Ocho personas individualmente poseen más riqueza que 4,7 mil millones de personas. Es un crimen que clama al cielo, ofende al Creador y sacrifica a sus hijos e hijas.

         Como pastor más que como doctor, su mensaje se fundaba especialmente en el Jesús histórico, amigo de los pobres, de los enfermos, de los marginados y de los oprimidos. Fue asesinado en la cruz por un doble proceso, uno religioso (ofensas a la religión de la época y su afirmación de sentirse Hijo de Dios) y otro político, por las fuerzas de ocupación romana.

No ponía mucho acento en las doctrinas, en los dogmas y en los ritos, que siempre respetó, pues reconocía que con tales cosas no se llega al corazón humano. Para esto se necesita amor, ternura y misericordia. Una vez dijo una de las frases más importantes de su magisterio: Cristo vino a enseñarnos a vivir el amor incondicional, la solidaridad, la compasión y el perdón, valores que componen el proyecto del Padre que es el centro del anuncio de Jesús: el Reino de Dios. Prefiere un ateo sensible a la justicia social que un fiel que asiste a la iglesia pero no tiene una mirada para su semejante que sufre.

         Tema recurrente en sus predicaciones es el de la misericordia. Para el Papa Francisco la misericordia es esencial. La condenación es solo para este mundo. Dios no puede perder a ningún hijo o hija que ha creado por amor. La misericordia vence a la justicia y nadie puede imponer un límite a la misericordia divina. Alertaba a los predicadores a no hacer lo que se hizo durante siglos: predicar el miedo e infundir en la gente el pavor del infierno. Todos, por peores que hayan sido, están bajo el arcoíris de la gracia y la misericordia divina.

         Lógicamente no todo vale en este mundo. Los que vivieron una vida sacrificando otras vidas y preocupándose poco o incluso negando a Dios pasarán por la clínica curadora de la gracia, en la cual reconocerán sus maldades y aprenderán lo que es el amor, el perdón y la misericordia. Sólo entonces la clínica de Dios, que no es la antesala del infierno sino la antesala del cielo, se abrirá para que participen también ellos de las promesas divinas.

         Con su llamamiento en favor de los empobrecidos, con su crítica valiente al sistema vigente que produce muerte y amenaza las bases ecológicas que sustentan la vida, por su apasionado amor y cuidado de la naturaleza y de la Casa Común, por sus incansables esfuerzos para mediar en guerras en función de la paz, emergió como un gran profeta que anunció y denunció, pero suscitando siempre la esperanza de que podemos construir un mundo diferente y mejor. Con eso se mostró como un líder religioso y político respetado y admirado por todos.

         Es inolvidable aquella imagen del Papa caminando solitario bajo la lluvia fina por la plaza de San Pedro hacia la capilla de oraciones para que Dios salvase a la humanidad del coronavirus y tuviese misericordia de los más vulnerables.

         El Papa Francisco honra a la humanidad y quedará en la memoria como una persona santa, amable, cariñosa y extremadamente humana. Gracias a figuras así Dios todavía se apiada de nuestras maldades y locuras y nos mantiene vivos sobre este pequeño y bello planeta.

*Leonardo Boff ha escrito Francisco de Asís y Francisco de Roma: una nueva primavera en la Iglesia, Trotta 2013; A amorosidade do Deus-Abba e Jesus de Nazaré, Vozes 2025.

Traducción de Mª José Gavito Milano

La economía para niños de John Maynard Keynes

Leonardo Boff

Actualmente debido a la subversión hecha por Donald Trump en todos los mercados mundiales, el asunto dominante es la economía y los efectos de las políticas arancelarias impuestas que ha impuesto. Son medidas descabelladas, aplicadas a toda la humanidad, a 180 países, que desestructuran las economías nacionales y perjudican particularmente a la población pobre. Sólo alguien sin corazón y sin sentido de humanidad puede tomar medidas de esta naturaleza.

En este contexto quiero referirme al padre de la macroeconomía, John Maynard Keynes (1883-1946). Considerado uno de los mayores economistas de los últimos tiempos, para quien la función del Estado es la de ser promotor del desarrollo, ayudó a sacar a Europa de la devastación de la segunda-guerra mundial y dio rumbo a la economía mundial. No veía la economía como algo absoluto en sí sino en el conjunto de las actividades humanas. Se mostró muchas veces como un humanista radical y como tal con fuerte carga utópica.

Voy a citar un texto muy poco conocido. En 1926 decía en una conferencia: «Las divinidades que presiden la vida económica sólo pueden ser genios del mal; un mal necesario que hasta dentro de un siglo (hasta 2028) nos obligará a hacer creer a los demás y a nosotros mismos que la lealtad es una infamia y que la infamia es lealtad, pues la infamia nos es útil y la lealtad no». En otras palabras –añadía– la humanidad llegará al consenso de considerar la avaricia, la usura y la prudencia como indispensables para sacarnos del túnel de la necesidad económica y llevarnos a la luz del día».

«Sólo entonces se alcanzará el bienestar general y será el momento en que nuestros niños, y ese es el sentido de mi ensayo Perspectivas económicas para nuestros niños*, finalmente comprenderán que lo bueno es siempre mejor que lo útil».

«Entonces ya no necesitarán recordar ciertos principios, los más seguros y menos ambiguos de la religión y la virtud tradicionales: que la avaricia es un vicio, que es una maldad obtener beneficios prestando con usura, que el amor al dinero es execrable».

«Los que caminan con seguridad por la senda de la virtud y la sabiduría serán los que menos se preocupen por el mañana. Y una vez más llegaremos a valorar más los fines que los medios y a preferir lo bueno a lo útil».

«Honraremos a aquellos que nos enseñaron a acoger el momento presente de manera virtuosa y placentera, personas excepcionales que saben saborear las cosas inmediatas, como los lirios del campo que no tejen ni hilan».

Aunque esta propuesta humanista del eminente economista no se haya realizado aún (¿se realizará?) pues vivimos bajo la dictadura del vil metal y de la economía especulativa que no produce nada a no ser más dinero todavía, dejando a gran parte de la humanidad en la pobreza y la miseria, él percibió, y esto sigue siendo válido, que la esencia de la vida no está en acumular ilimitadamente y en consumir desmedidamente. El sentido da vida consiste en vivir la vida, gozarla, reproducirla, celebrarla, compartirla con otros. Esto no nos lo da la economía vigente. En una palabra, es lo inútil lo que cuenta, no lo que es económicamente útil.

Seguramente el sabio humanista y economista Keynes nos haya revelado la verdadera naturaleza de la economía, más comprensible por los niños que por los adultos.

Hoy hemos perdido esta perspectiva y somos todos rehenes de la cultura del capital que nos obliga a gastar nuestras vidas y nuestro tiempo trabajando, produciendo y consumiendo en el contexto de una sociedad perversa, cuyo ideal es la acumulación sin límite y el consumismo, sociedad que ha transformado todo en mercancía, hasta las cosas más sagradas o vitales como los órganos humanos.

De seguir por este camino, por más aranceles que el que el descontrolado Donald Trump imponga a la humanidad entera, iremos, probablemente, al encuentro de una gran tragedia, eventualmente de nuestro propio fin. Merecidamente, pues no hemos cumplido el fin para el cual hemos sido creados: vivir la vida y agradecerla.

*John Maynard Keynes, “Perspectives économiques pour nos petits-enfants”, en Essais sur la monnaie et l’économie: les cris de Cassandre, Paris, Payot 1971, p.140; L.Boff, Ecologia, mundialização e espiritualidade, Ática, SP 1996.

Traducción de Maria Jose Gavito Milano

A economia para crianças de John Maynnard Keynes

Leonardo Boff

Nos dias atuais devido à  subversão feita por Donald Trump em todos os mercados mundiais,o assunto dominante é a economia e os efeitos das políticas tarifárias impostas por ele. São medidas tresloucadas, aplicadas  a toda a humanidade, a 180 países, desestruturando as economias nacionais e prejudicando particularmente a população pobre. Só gente sem coração e sem qualquer senso de humanidade pode tomar medidas desta natureza.

É neste contexto que me refiro ao pai da macroenomia John Maynard Keynes(1883-1946). Considerado um dos maiores economistas dos últimos tempos, cuja função do Estado, para ele, é o de ser promotor do desenvolvimento, ajudou a tirar a Europa da devastação da segunda-guerra mundial e deu rumo à economia mundial. Não via a economia como algo absoluto em si mas no conjunto das atividades humanas. Mostrou-se muitas vezes um radical humanista e como tal com forte carga utópica.

Refiro-me a um texto muito pouco citado.Numa palestra em 1926 dizia:”as divindades que presidem a vida econômica não pode ser outra coisa que gênios do mal;dum mal necessário que ao menos, daqui há um século (até 2028) nos obrigará a fazer crer a cada um e a nós mesmos que a lealdade é uma infâmia e que a infâmia é a lealdade, pois a infâmia nos é útil e a lealdade não”, Em outras palavras, – completava – a humanidade chegará ao consenso de considerar a avareza, a usura e a prudência como indispensáveis para nos tirar do túnel da necessidade econômica a nos levar à luz do dia”.

“Só então se alcançará o bem estar geral e será o momento em que nossas crianças e esse é o sentido  do meu ensaio “Perspectivas econômicas para nossas crianças*  finalmente compreenderão que o bem é sempre melhor que o útil.

“Então nem precisam mais se lembrar de certos princípios, os mais seguros e os menos ambíguos da religião e da virtude tradicional:que a avareza é um  vício, que é maldade extorquir os benefícios da usura, que o amor ao dinheiro é execrável”.

“Os que caminham seguramente pelo caminho da virtude e da sabedoria serão aqueles que se preocupam menos com o amanhã. E uma vez mais chegaremos a valorizar mais os fins que os meios e a preferir o bem ao útil.  Honraremos aqueles que nos ensinaram a acolher o momento presente de maneira virtuosa e prazerosa, pessoas excepcionais que sabem saborear as coisas imediatas, como os lírios do campo que não tecem nem fiam”.

Mesmo que a proposta do humanista do eminente economista não se tenha realizado ainda (irá se realizar?) pois vivemos sob a ditadura do vil metal e da economia especulativa que nada produz a não ser mais dinheiro ainda,deixando grande parte da humanidade na pobreza e na miséria. Perceberá e isso vai continuar valendo que a essência da vida não está no acumular ilimitadamente e no consumir desmedidamente. Mas o sentido da vida consiste em viver a vida,gozá-la,reproduzi-la, celebrá-la, compartilhá-la com outros. Isso não é dado pela economia vigente.Numa palavra,é o inútil que conta e não o que é economicamente útil.

Seguramente o sábio humanista e economista  Keynes nos tenha revelado a verdadeira natureza da economia, compreensível mais pelas crianças do que pelos adultos.

 Hoje perdemos esta perspectiva e somos todos reféns da cultura do capital que nos obriga a gastar nossas vidas e nosso tempo  em trabalhar, em produzir e em consumir no contexto de uma sociedade perversa, cujo ideal é a acumulação sem limite e o consumismo, sociedade que transformou tudo em mercadoria, até as coisas mais sagradas ou vitais como órgãos humanos.

A seguir  por este caminho, por mais tarifas que o ensandecido Donald Trump castigue a inteira humanidade, iremos, provavelmente, ao encontro de uma grande tragédia, eventualmente de nosso próprio fim. Merecidamente,pois, não cumprimos o fim para o qual temos sido criados: viver a vida e agradecê-la.

*John Maynnard Keynes, Perspectives économiques pour nos petits-enfants, em  Essais sur la monnaie et l’économie:les cris de Cassandre, Paris, Payot 1971,p.140; L.Boff.Ecologia.mundialização e espiritualidade, Ática SP 1996.