Krieg kann nicht humanisiert werden; er muss abgeschafft werden  

Leonardo Boff

Der Satz im Titel stammt nicht von mir; er geht auf B. Russell und A. Einstein aus ihrem Manifest vom 9. Juli 1955 zurück, in dem sie gegen die Gefahren des Atomkriegs und für den Frieden warnten. Dies ist die große Sehnsucht der Menschheit, immer wieder unerfüllt und doch immer wieder neu entfacht. Ohne diese Utopie, für deren Verwirklichung wir kämpfen, kann sie niemals aufgegeben werden, denn das wäre Zynismus angesichts der Kriegsopfer und ein Verstoß gegen jedes ethische Empfinden.

Jeder Krieg fordert Tausende, ja Millionen von Menschenleben. Er verdammt Kain, der seinen Bruder Abel erschlug.

Max Born, Physik-Nobelpreisträger (1954), prangerte die Häufigkeit ziviler Opfer in modernen Kriegen an. Im Ersten Weltkrieg starben nur 5 % der Zivilisten, im Zweiten Weltkrieg 50 % und in den Kriegen in Korea und Vietnam 85 %. Jüngste Daten zeigen, dass im Irak und im ehemaligen Jugoslawien 98 % der Opfer Zivilisten waren. Dasselbe geschieht in Netanjahus Krieg gegen die Palästinenser im Gazastreifen. Mehr als 18.000 Kinder, die mit dem Krieg nichts zu tun hatten, wurden geopfert.

Es genügt nicht, für den Frieden zu sein. Wir müssen gegen den Krieg sein. Jeder Krieg kostet Menschenleben, das Leben unserer Mitmenschen. Kain kann nicht triumphieren.

Das Phänomen Krieg ist so komplex, dass es keine einfache Erklärung gibt, die auch nur ausreichend ist. Das entbindet uns jedoch nicht von der Pflicht, über die Tatsache des Krieges und seine verheerenden menschlichen und materiellen Folgen nachzudenken.

Was ist beispielsweise zu tun, wenn ein Land von einem anderen angegriffen wird? Hat es das Recht, sich mit eigenen Streitkräften zu verteidigen? Gibt es ein Verhältnismäßigkeitsprinzip? Wie sollten sich die Herrscher von Völkern verhalten, die Zeugen eines Völkermords am helllichten Tag werden, wie im Gazastreifen? Oder angesichts der ethnischen Säuberungen von Minderheiten im ehemaligen Jugoslawien, im Kosovo und in Bosnien durch blutrünstige Soldaten, die systematisch grundlegende Menschenrechte verletzten? Ist es gerechtfertigt, sich auf den Grundsatz der Nichteinmischung in die inneren Angelegenheiten souveräner Staaten zu berufen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit tatenlos zuzusehen? Wo liegen die Grenzen der Souveränität? Ist sie absolut? Steht sie über dem Menschen, der geopfert werden darf?

Wie sollen wir auf das weit verbreitete Phänomen des Terrorismus reagieren, der sich letztendlich Zugang zu atomarem Material verschaffen und eine ganze Stadt bedrohen und lahmlegen könnte? Und im Falle eines Angriffs würde die Stadt durch Radioaktivität unbewohnbar werden. Ist ein Präventivkrieg dagegen legitim?

Dies sind ethische Fragen, die uns heute beschäftigen. Um nicht zu verzweifeln, müssen wir nachdenken. Angesichts der Strategie des derzeitigen US-Präsidenten Donald Trump, der dies verkündet und auch umsetzt, wird Frieden weltweit nicht durch Dialog, sondern durch Gewalt erreicht werden. Es wäre niemals echter Frieden, sondern eine erzwungene Befriedung. Es ist ein wiederkehrendes Argument aller Präsidenten, einschließlich Barack Obama, zu bekräftigen, dass die USA globale Interessen haben und bei deren Bedrohung – notfalls auch mit Gewalt – eingreifen können.

Angesichts dieser Probleme werden verschiedene Lösungsansätze vorgestellt.

Eine große Gruppe unterstützt die These: Angesichts der verheerenden Wirkung moderner Kriegsführung mit chemischen, biologischen und nuklearen Waffen, die die Zukunft der Menschheit und der gesamten Biosphäre gefährden könnte, gibt es keinen gerechten Krieg (ius ad bellum). Das Leben in all seinen Formen steht über allem.

Eine andere Gruppe argumentiert, dass es gerechte Kriege, sogenannte „humanitäre Interventionen“, geben kann, diese müssten sich aber auf die Verhinderung von Völkermord und Verbrechen gegen die Menschlichkeit beschränken.

Eine andere Gruppe, die das globale Establishment repräsentiert, bekräftigt: Der gerechte Krieg muss als Selbstverteidigung, als Bestrafung der Länder der „Achse des Bösen“ und als Verhinderung von Angriffen mit Massenvernichtungswaffen zurückgefordert werden.

Lassen Sie uns diese Positionen ethisch bewerten: Unter den gegenwärtigen Bedingungen birgt jeder Krieg ein extrem hohes Risiko, da wir über die Tötungsmaschine verfügen, die die Menschheit und die Biosphäre vernichten kann. Krieg ist in gewisser Weise ungerecht, da er global tödliche Folgen hat.

Im Rahmen einer realistischen Politik ist eine begrenzte „humanitäre Intervention” unter zwei Bedingungen theoretisch gerechtfertigt: Sie darf nicht von einem einzelnen Land, sondern muss von der Staatengemeinschaft (UNO) beschlossen werden und muss zwei Grundprinzipien (ius in bello = Rechte im Krieg) respektieren: die Immunität der Zivilbevölkerung und die Angemessenheit der Mittel (sie dürfen nicht mehr Schaden als Nutzen verursachen).

Der Einsatz von Gewalt in Selbstverteidigung ist an sich nicht gut, aber im Rahmen der strengen Angemessenheit der Mittel ist er gerechtfertigt.

Strafkriege, wie sie gegen Afghanistan und den Südlibanon, wo die Hamas operiert, geführt wurden, basieren auf Rache und sind nicht zu rechtfertigen. Sie schüren lediglich Wut und Groll und bereiten so den Boden für künftige Konflikte.

Der Präventivkrieg gegen den Irak, der auf der falschen Annahme beruhte, dieser besitze Massenvernichtungswaffen, war unrechtmäßig, da er auf falschen Analysen und einer noch nicht eingetretenen und ungewissen Situation basierte. Kein Recht, gleich welcher Art, verleiht ihm Legitimität, da er subjektiv und willkürlich ist.

Theoretisch ist dies alles stichhaltig, da es wichtig ist, Positionen zu klären. In der Praxis hat sich jedoch gezeigt, dass alle Kriege, selbst jene der „humanitären Intervention“, die beiden Kriterien – die Unversehrtheit der Zivilbevölkerung und die Angemessenheit der Mittel – nicht erfüllen. Es wird nicht zwischen Kombattanten und Nichtkombattanten unterschieden.

Um den Feind zu schwächen, wird seine Infrastruktur zerstört, was zum Tod vieler unschuldiger Zivilisten führt. Die Folgen des Krieges dauern jahrelang an, wie im Fall des von der US-Armee eingesetzten abgereicherten Urans, das Krankheiten in ganzen Bevölkerungsgruppen verursachte.

Krieg ist keine Lösung für irgendein Problem. Wir müssen, im Lichte des heiligen Franz von Assisi, Leo Tolstoi, Gandhi und Martin Luther King Jr., nach einem neuen Paradigma suchen, wenn wir uns nicht selbst zerstören wollen: Frieden als Ziel und Weg zugleich. Wer Frieden will, muss sich auf den Frieden vorbereiten.

Leonardo Boff schreibt für das LIBERTA-Magazin der ICL (https://www.revistaliberta.com.br); außerdem verfasste er „Caring for the Earth – Protecting Life, Record 2010“ (https://www.leonardoboff.org).

Übersetzt von Bettina Goldhacker

Los pueblos originarios: nuestros maestros y doctores

Leonardo Boff

Hoy todos nos sentimos más o menos perdidos. La situación de nuestra civilización, así nos parece, ha llegado a su límite. Perdida en las contradicciones que ella misma creó, se da cuenta de que el cuerpo de conocimientos y el arsenal de técnicas que ella misma produjo no ofrecen soluciones capaces de sacarnos de los graves problemas que enfrentamos. Tenemos que cambiar o, en palabras de Zygmunt Bauman, “vamos a engrosar el cortejo de aquellos que están caminando hacia la fosa común”.

La civilización actual no nos presenta un futuro que resulte esperanzador. Como advirtió uno de los últimos grandes naturalistas franceses, Théodore Monod, en su libro-testamento “Si la humanidad llegara a desaparecer (París, 2000):“Sería el justo castigo por las agresiones que durante siglos hemos infligido a la Tierra”.

Aun así, seguimos esperando lo imponderable y lo imprevisible, pues la evolución no es lineal, sino que se da a saltos hacia órdenes más complejos y estructurados o también en una dirección destructiva. Nuestra esperanza es que el salto sea constructivo.

En momentos de impasse como estos, buscamos fuentes que nos inspiren y que señalen una alternativa posible. Así surgen en nuestra consideración los pueblos originarios. No son “indios”, pues estos no existen como categoría homogénea. Lo que existen son pueblos con sus culturas, tradiciones y religiones. Cuando Pedro Álvares Cabral llegó a nuestras tierras, había cerca de cinco millones de habitantes, agrupados en 1.400 pueblos, que hablaban unas 1.300 lenguas: la mayor proliferación lingüística conocida en la historia. Lamentablemente, debido a la devastación ocurrida a lo largo de más de 500 años, hoy solo permanecen unas 180 lenguas, una pérdida del orden del 85%, un daño irreparable para toda la humanidad.

Quienes sobrevivieron, según la ONU, son varios millones y se encuentran en casi todas partes del mundo. Conservan un tesoro de experiencias, de sabiduría ancestral y de modos de relacionarse con la comunidad de vida (la naturaleza) que nos permite afirmar aquello que los Padres de la Iglesia antigua decían de los pobres: ellos son nuestros maestros y doctores. Efectivamente, lo son, y su ancestralidad puede ser también nuestro futuro, como afirma Ailton Krenak.

Ellos enseñaron a los europeos cómo vivir en los trópicos, comenzando por algo tan simple como bañarse al menos una vez al día. Nuestro idioma portugués fue enriquecido con cientos de palabras, especialmente vinculadas a la geografía, como Anhanguera, Anhangabaú, Itu, Itaquatiara, Iguaçu, Itaorna, Piracicaba, Jundiaí o Itaipava, donde vivo. También con numerosos vocablos del lenguaje cotidiano como aipim, cipó, cuia, jaboticaba, girau, jururu, paçoca, mingau, farofa, beiju, tapioca, pirão, guaraná o tocaia, entre muchas otras.

Pero, más que nada, nos enseñaron una integración sinfónica con la naturaleza. Ellos se sienten parte de la naturaleza y no extraños dentro de ella. Por eso, en sus mitos, los seres humanos y otros seres vivos —como los animales— conviven e incluso se casan entre sí. Intuyeron lo que hoy sabemos por la ciencia empírica: que todos formamos una única y sagrada cadena de vida.  Ellos son auténticos ecologistas.

La Amazonía, por ejemplo, no es una tierra intocada. Durante miles de años, las decenas de naciones originarias que vivieron y aún viven allí interactuaron sabiamente con ella. Cerca del 12% de toda la selva amazónica de tierra firme fue manejada por ellos, creando verdaderas “islas de recursos”. Los Yanomami saben aprovechar el 78% de las especies de árboles de sus territorios, teniendo en cuenta la inmensa biodiversidad de la región, que alcanza alrededor de 1.200 especies en un área del tamaño de un campo de fútbol.

La lección para nosotros es clara: no podemos mantener una relación meramente utilitarista con la naturaleza, sintiéndonos fuera de ella y dueños de ella. Debemos vivir en convivencia con ella, sintiéndonos parte de ella, cuidándola y preservando su integridad y su capacidad de regeneración. Si no aprendemos esta lección de los pueblos originarios, difícilmente lograremos salvar nuestros biomas, base de nuestra propia subsistencia.

Los pueblos originarios revelan una actitud de respeto y veneración por todo lo que existe y vive, y que viene cargado de mensajes que ellos saben descifrar. El árbol no es solamente un árbol. Tiene brazos, que son sus ramas; tiene mil lenguas, que son sus hojas; une la Tierra con el Cielo por medio de sus raíces y de su copa. Cuando danzan y toman las bebidas rituales hacen una experiencia de encuentro con el mundo del Espíritu, con los ancianos y los sabios que están vivos y también en el otro lado de la vida. Para ellos, lo invisible forma parte de lo visible. Esta es una lección importante que debemos aprender de ellos, pues vivimos una radical cosificación de la naturaleza que nos vuelve sordos y ciegos a los mensajes que ella nos transmite. Para nuestra cultura, las cosas son solamente cosas, y no símbolos de una Energía de Fondo, poderosa y amorosa, que todo lo penetra y sostiene. Nosotros, hijos de la racionalidad, damos poco valor a otros saberes que provienen del corazón y de lo más profundo de nuestro ser. Su sabiduría se ha tejido a través de una sintonía fina con el universo y de una escucha atenta del latido de la Tierra. Saben mejor que nosotros cómo unir cielo y tierra, integrar vida y muerte, compatibilizar trabajo y diversión, y reconciliar al ser humano con la naturaleza. En ese sentido, son altamente civilizados, aunque tecnológicamente sean considerados primitivos.

Esta sabiduría necesita ser recuperada por nuestra civilización dominante, fundada en la voluntad de poder y de dominación. Sin esta comunión sapiencial con el lenguaje de la Tierra, quedaremos prisioneros de nuestra voluntad de dominarlo todo y de crecer indefinidamente en un planeta que es notoriamente finito. Si perseveramos en ese intento, podremos cavar el abismo en el que todos terminaremos precipitándonos.

Uno de nuestros mayores deseos es la vida en libertad. Pues esa libertad es vivida en plenitud por los pueblos originarios. Basta el testimonio de dos grandes conocedores de estos pueblos, los hermanos Orlando Villas-Bôas y Cláudio Villas-Bôas: “El indígena es totalmente libre, sin tener que dar cuenta de sus actos a nadie. Si una persona da un grito en el centro de São Paulo, una patrulla policial puede llevarlo preso. Si un indígena da un gran grito en medio de la aldea, nadie lo mirará ni le preguntará por qué gritó. El indígena es un hombre libre” (Xingu, los indígenas y sus mitos, 1970, p. 48).

Los caciques nunca tienen poder de mando sobre los demás. Su función es animar, articular los asuntos comunes y mantener las relaciones con otros pueblos originarios externos, considerados parientes, respetando siempre la libertad individual.

Como se desprende de todo esto, podemos reafirmar: los pueblos originarios deben ser revisitados. Podrán ser nuestros maestros y doctores, capaces de ofrecernos sabias lecciones que sugieran otro rumbo para nuestra civilización agónica.

Leonardo Boff escribe para la revista LIBERTA del (ICL): https://www.revistaliberta.com.br. Entre sus obras recientes se encuentra El matrimonio entre el Cielo y la Tierra: cuentos de los pueblos originarios de Brasil, Planeta, 2025.

El fracaso ético y moral de la humanidad

Leonardo Boff

Nuestro origen se encuentra en África. Por eso somos todos africanos. El Valle del Rift, que puede verse desde la Luna, con una extensión de 3 mil km, comenzando en el norte de Siria y llegando al centro de Mozambique, es una zona privilegiada. En ese valle se produjo una gran división: de un lado, en las zonas más altas, quedaron los bosques en los que nuestros antepasados antropoides y, posteriormente, los simios superiores como los gorilas y los orangutanes vivían y disponían de abundante alimento. No necesitaban evolucionar para sobrevivir.

Algunos quedaron en la parte más baja del Valle del Rift, que se transformó en una especie de sabana. Nuestros ancestros, en este “nordeste seco”, evolucionaron en su cuerpo: comenzaron a caminar erguidos; y también en su cerebro, con más sinapsis entre sus neuronas, lo que permitió el surgimiento de un pensamiento inicial en el afán de buscar lo necesario para la supervivencia. Desde el punto de vista ecológico, la vida en la sabana no es tan abundante en medios de subsistencia como en otras biorregiones. En 1974 se descubrió un fósil bastante completo en el desierto de Afar, en Etiopía, datado en 3,18 millones de años. Parecía pertenecer a una mujer. Por eso fue llamado “Lucy”, nombre tomado de una canción de los Beatles: “Lucy in the Sky with Diamonds”.

En conclusión: la bioantropología ha dejado claro que nosotros, los seres humanos, derivamos de un ancestro común. No era un mono, como comúnmente se piensa, sino un primate primitivo que se bifurcó: por un lado dio origen a los grandes simios antes mencionados y, por otro, a las diversas fases del ser humano, como el Homo habilis, luego el Homo erectus y, finalmente, el Homo sapiens, del cual procedemos.

El gran cambio comenzó con el Homo habilis hace más de dos millones de años. Este ya utilizaba instrumentos como piedras puntiagudas, palos afilados y huesos gruesos con los cuales intervenía en la naturaleza y facilitaba la caza de animales. Sin embargo, esta intervención aún no era destructiva.

Con una diferencia de cientos de miles de años surgió el Homo erectus, ya bípedo, que utilizaba instrumentos más potentes, hasta el punto de que, en grupos coordinados, podía cazar bovinos e incluso elefantes. Utilizó por primera vez el fuego, introduciendo una verdadera revolución cultural al pasar de lo crudo a lo cocido, como fue estudiado por el antropólogo Claude Lévi-Strauss. Aumentó la intervención en la naturaleza, alcanzando animales más grandes, como los grandes perezosos.

Después de haber permanecido durante milenios en África, migrando de un lugar a otro pero siempre dentro del continente africano, comenzó la gran migración del Homo erectus. Emigró hacia Eurasia, hacia Asia Central, llegando a la India, a China e incluso a Australia. Más tarde, sus descendientes, el Homo sapiens, llegaron a las Américas hace aproximadamente 20 mil años y así ocuparon todo el planeta.

Del emigrante Homo erectus llegamos al Homo sapiens/sapiens de hace unos 100 mil años. Este introdujo, hace unos 10 mil años, quizá la mayor revolución de la historia humana, la única que se universalizó y cuyas consecuencias perduran y se han profundizado hasta nuestros días. Es la revolución neolítica. Los seres humanos se volvieron sedentarios: crearon aldeas y ciudades. La gran invención fue la agricultura y la irrigación, especialmente junto a los grandes ríos: el Tigris, el Éufrates, el Nilo y el Indo.

Con la agricultura se formó un superávit de medios de subsistencia. A partir de entonces comenzó también un proceso de violencia y agresión, no solo contra la naturaleza —como venía ocurriendo de manera creciente hasta ese momento—, sino también contra otros seres humanos. La producción agrícola generó excedentes en cantidad considerable. Esto hizo posible la guerra, pues había reservas para alimentar a los soldados. Fue en ese momento cuando el historiador Arnold Toynbee, en su monumental obra A Study of History, vio surgir un fenómeno que nunca desaparecería de la faz de la Tierra: la guerra. Comenzó la verdadera “abominación de la desolación”, como se describe bíblicamente el nivel de destructividad humana.

Pero la violencia sistemática contra otros seres humanos y contra la naturaleza adquirió dimensiones nunca antes vistas con el proceso de colonización y esclavización de África, de América Latina y de otras regiones a partir de Europa. Millones fueron sacrificados. Solo en las Américas, 61 millones en el espacio de un siglo y medio. Fue el mayor holocausto de la historia. Hubo verdaderos genocidios, actualizados en nuestros días, como el de la Franja de Gaza contra los palestinos. La inauguración de la industrialización moderna hasta la actualidad, con las formas más sofisticadas de dominación de las personas y de depredación de prácticamente todos los ecosistemas, utilizando incluso la inteligencia artificial, ha propiciado el auge del uso de la violencia, hasta el punto de crear el principio de la autodestrucción con todo tipo de armas mortales.

Debemos reconocer que, gracias a las ciencias y a las técnicas modernas, el bienestar humano ha crecido prodigiosamente. La vida se ha vuelto más cómoda y más longeva, aunque una gran parte de la humanidad siga condenada a la exclusión de estos beneficios. Indudablemente ha habido progreso en todos los ámbitos: en la salud, en la educación, en la movilidad y en miles de otras invenciones. Pero no debemos enorgullecernos demasiado, pues, como observó el genetista francés André Langaney (1942), las algas y las mariposas han desarrollado más su ADN que nosotros. Y, en términos de masa, las lombrices de tierra poseen más que toda la humanidad junta.

No obstante este desarrollo cultural, en términos morales (los modos de organizar la vida) y éticos (los principios que orientan la vida) aún estamos en la prehistoria. Siempre nos han acompañado la maldad, la crueldad, la mentira intencional y la falta de empatía, como lo vemos en nuestros días. Los escándalos de pedofilia y los abusos innombrables contra jóvenes niñas, documentados en los archivos de Epstein, que involucran al presidente Trump y a otros, nos muestran el nivel de degradación moral y ética.

Somos los últimos de los seres portadores de inteligencia reflexiva en entrar en el proceso de la evolución. Llegamos en el último minuto antes de la medianoche, si redujéramos la edad del universo (13,7 billones de años) al calendario de un año. ¿Tenemos todavía la posibilidad de hacer prevalecer la bondad sobre la brutalidad, el cuidado sobre la destructividad de nuestro modo de vivir? Un insensato como el presidente Donald Trump amenaza con usar su poder militar para someter a todos los países, con el riesgo de eliminar la vida humana mediante una guerra nuclear. O, por su incontenida voluntad de poder destructivo, ¿sería aquel —el enemigo de la vida— una especie de representante del Anticristo que pondría fin a la saga humana?

La Tierra continuará girando durante milenios alrededor del Sol, pero sin nosotros o quizá solo con los trillones y trillones de microorganismos del subsuelo que sobrevivirán. El destino está en nuestras decisiones, en nuestras manos. ¿Cómo salvarnos a nosotros mismos y a la vida, haciendo del amor, del cuidado y de la empatía los ejes estructuradores de un nuevo tipo de civilización? Sin eso no tendremos futuro.

Leonardo Boff es ecoteólogo, filósofo y escritor, y escribe para la revista LIBERTA del Instituto Conhecimento Liberta (ICL: https://www.revistaliberta.com.br). Entre sus obras recientes se encuentra La nueva visión del universo: ¿de dónde venimos? Animus-Anima, Petrópolis, 2025. site:www.leonardoboff.org

La guerra no puede ser humanizada: debe ser cancelada

Leonardo Boff

La frase del título no es mía; pertenece a Bertrand Russell y a Albert Einstein en su manifiesto del 9 de julio de 1955 contra los peligros de una guerra nuclear y a favor de la paz. Ese es el gran anhelo de la humanidad: siempre frustrado y siempre renovado. Sin esta utopía —por la cual luchamos para que sea viable— no podemos abandonarla nunca, pues hacerlo sería un acto de cinismo frente a las víctimas de las guerras y una renuncia a todo sentido ético.

Toda guerra sacrifica miles y hasta millones de personas. Ella perpetúa el gesto de Caín que mató a su hermano Abel.

Max Born, premio Nobel de Física en 1954, denunció el predominio de la matanza de civiles en la guerra moderna. En la Primera Guerra Mundial moría solo un 5% de civiles; en la Segunda Guerra Mundial, el 50%; en la guerra de Corea y en la de Vietnam, el 85%. Y datos más recientes indicaban que en las guerras contra Irak y en la ex Yugoslavia el 98% de las víctimas eran civiles. Algo semejante está ocurriendo hoy en la guerra conducida por Benjamin Netanyahu contra los palestinos de la Franja de Gaza: más de 18.000 eran niños que nada tenían que ver con la guerra y fueron sacrificados.En la guerra de Israel con Estados Unidos contra Iran  y el Hamas los mas de tres mil muertos eran civiles.

No basta con estar a favor de la paz. Debemos estar contra la guerra.
Toda guerra, en sí misma, mata vidas de otros, nuestros semejantes. Caín no puede triunfar.

El fenómeno de la guerra se presenta como algo tan complejo que ninguna respuesta lo explica plenamente ni resulta suficiente. Eso no nos exime de reflexionar sobre el hecho de la guerra y sus perversas consecuencias humanas y materiales.

Por ejemplo, si un país es agredido por otro, ¿qué hacer? ¿Tiene derecho a defenderse con fuerzas defensivas? ¿Debe haber proporcionalidad? ¿Cómo deben comportarse los gobernantes de los pueblos que asisten a un genocidio a cielo abierto, como en la Franja de Gaza? O frente a la limpieza étnica de minorías aplicada en la ex Yugoslavia, en Kosovo y en Bosnia, por soldados sanguinarios que además violaban sistemáticamente derechos humanos básicos. ¿Vale alegar el principio de no intervención en los asuntos internos de Estados soberanos y asistir, pasivamente, a crímenes contra la humanidad? ¿Cuál es el límite de la soberanía? ¿Es absoluta? ¿Está por encima de lo humano, que puede ser sacrificado?

¿Cómo reaccionar frente al fenómeno difuso del terrorismo que, eventualmente, puede tener acceso a materiales atómicos, amenazar a toda una ciudad y ponerla de rodillas? Y si fuera lanzada una de esas armas, volvería inviable a toda la ciudad a causa de la radiactividad. ¿Frente a eso es legítima una guerra preventiva?

Son cuestiones éticas que ocupan mentes y corazones en nuestros días. Para no desesperar, tenemos que pensar. En el mundo entero, dada la estrategia del actual presidente de los Estados Unidos, Donald Trump, quien ha dicho —y está llevando a la práctica— que la paz se hará no por el diálogo sino por la fuerza. Eso jamás sería paz, sino una pacificación forzada e impuesta. Es un discurso recurrente en todos los presidentes, incluso en Barack Obama, afirmar que los Estados Unidos tienen intereses globales y pueden intervenir cuando estos se ven amenazados, utilizando incluso la fuerza.

Frente a estos problemas mencionados, se presentan varias opciones.

Un grupo numeroso sostiene la tesis de que, dada la capacidad devastadora de la guerra moderna con armas químicas, biológicas y nucleares, que podría comprometer el futuro de la especie y de toda la biosfera, ya no existe ninguna guerra justa (ius ad bellum). La vida, en sus diversas formas, está por encima de todo.

Otro grupo afirma que puede haber guerra justa, la “intervención humanitaria”, pero limitada para impedir el etnocidio y los crímenes de lesa humanidad.

Otro grupo, representando al establishment global, reafirma que hay que rescatar la guerra justa como autodefensa, como castigo a los países del “eje del mal” y como prevención de ataques con armas de destrucción masiva.

Hagamos un juicio ético sobre estas posiciones: en las condiciones actuales, toda guerra representa un riesgo altísimo, pues disponemos de una máquina de muerte capaz de destruir a la humanidad y a la biosfera. La guerra es un medio injusto, por ser globalmente letal.

Dentro de una política realista, una “intervención humanitaria” limitada es teóricamente justificable, bajo dos condiciones: no puede ser decidida por un país singular, sino por la comunidad de las naciones (la ONU), y debe respetar dos principios básicos (ius in bello, es decir, los derechos en el curso de la guerra): la inmunidad de la población civil y la adecuación de los medios (que no pueden causar más daños que beneficios).

La fuerza empleada como autodefensa no la convierte en algo bueno, pero puede justificarse dentro de una estricta adecuación de los medios.

La guerra de castigo, como la emprendida contra Afganistán o contra el sur del Líbano donde actúa Hamás, se basa en la venganza y no es defendible. Solo alimenta la ira y el resentimiento, caldo de cultivo de futuros conflictos.

La guerra preventiva, como la realizada contra Irak bajo la falsa suposición de que poseía armas de destrucción masiva, era ilegítima porque se basaba en análisis falsos y en algo que aún no existía y que podría no haber ocurrido. Ningún derecho, de cualquier naturaleza, le concede legitimidad, por ser subjetiva y arbitraria.

Todo esto vale teóricamente, pues importa clarificar posiciones. Sin embargo, en la práctica se ha demostrado quetodas las guerras, incluso las llamadas de “intervención humanitaria”, no observan los dos criterios fundamentales: la inmunidad de la población civil y la adecuación de los medios. No se hace distinción entre combatientes y no combatientes.

Para debilitar al enemigo se destruye su infraestructura, con numerosas muertes de inocentes y civiles. Las consecuencias de la guerra perduran durante años, como en el caso del uranio empobrecido utilizado por el ejército norteamericano, que ha causado enfermedades en poblaciones afectadas.

La guerra no es solución para ningún problema. Debemos buscar un nuevo paradigma, a la luz de Francisco de Asís, León Tolstoy, Mahatma Gandhi y Martin Luther King Jr., si no queremos destruirnos: la paz como meta y como método.
Si quieres la paz, prepara la paz.

Leonardo Boff escribe para la revista LIBERTAa (ICL): https://www.revistaliberta.com.br. También es autor de Cuidar de la Tierra – Proteger la vida, Record, 2010 (https://www.leonardoboff.org).