Freundschaft und Liebe bedürfen der Pflege

 

 

Keine zwischenmenschliche Beziehung ist so bereichernd wie die Freundschaft und die Liebe, die wir Menschen erfahren und derer wir uns erfreuen können. Selbst die glühendsten Mystiker vermögen sich mit dem Göttlichen nur über den Weg der Liebe vereinen. Nach den Worten des Hl. Johannes vom Kreuz ist dies die „Erfahrung der Geliebten (Seele), die sich in den Geliebten verwandelt“.

In der Literatur gibt es eine Fülle von Werken über diese zwei Grunderfahrungen. Hier beschränken wir uns auf ein Minimum. Die Freundschaft ist eine Beziehung, die aus einer unbekannten Affinität entsteht, einer völlig unerklärlichen Sympathie, einer liebevollen Nähe, die uns für den anderen ergreift. Zwischen Freunden und Freundinnen entsteht so etwas wie eine Schicksalsgemeinschaft. Die Freundschaft lebt von der Selbsthingabe, von Vertrauen und Loyalität. Freundschaften sind so tief verwurzelt, dass, wenn Freunde sich nach langer Zeit wieder treffen, ihre Verbindung wieder aufgenommen wird und sie sich sogar an ihr letztes gemeinsames Gespräch erinnern können, das schon lange zurück liegt.

Eine Freundschaft zu pflegen heißt achtsam mit dem Leben des Freundes und mit dessen Freud und Leid umzugehen. Ist er in seiner Verletzlichkeit getroffen und verdeckt seine Betroffenheit ihm den Blick zu seinem Leitstern, so findet er bei uns eine Schulter zum Anlehnen. In leidvollen Situationen, in Existenz-, Berufs- und Beziehungskrisen stellt sich heraus, wer unsere wahren Freunde und Freundinnen sind. Sie sind wie der starke Wehrturm der schwachen Burg unseres Pilgerlebens.

 

Die intensivste Beziehung erleben wir in der Liebe. Sie lässt uns die glücklichsten Momente erfahren sowie die schmerzlichsten Frustrationen. Nichts ist mysteriöser als die Liebe. Sie lebt vom Zusammentreffen zweier Personen, deren Wege sich eines Tages kreuzen, die sich im Blick und in der Gegenwart des anderen wiederfinden, da ein Gefühl der Verliebtheit und des zueinander hingezogen Seins entsteht sowie das Verlangen nach Nähe, bis hin zu dem Wunsch, das ganze Leben miteinander zu teilen, als auch das Schicksal, die schönen und weniger schönen Seiten, die das Leben uns bietet. Nichts ist vergleichbar mit dem Glück, zu lieben und geliebt zu werden. Und nichts ist zerstörerischer, den Worten des Poeten Ferreira Gullar zufolge, als demjenigen, den man liebt, seine Liebe nicht schenken zu können.

All diese Werte, die zu den kostbarsten zählen, sind auch die zerbrechlichsten, denn sie sind den Widersprüchlichkeiten der menschlichen Existenz am stärksten ausgesetzt.

 

Wir alle tragen in uns Licht und Schatten, bringen unterschiedliche persönliche und familiäre Geschichten mit, einschließlich der ihnen zugrunde liegenden archetypischen Wurzeln unserer Vorfahren, die gezeichnet sind von den guten und tragischen Ereignissen, welche ihre Spuren im genetischen Gedächtnis eines jeden hinterlassen haben.

Die Liebe ist eine subtile Kunst, die all diese Faktoren miteinander verbindet. Sie erfordert die Fähigkeiten des Verstehens, des Verzichts, der Geduld und des Verzeihens, und gleichzeitig schenkt sie die gemeinsame Freude an der Liebe, sexuelle Intimität, gegenseitige Hingabe. Die Erfahrung der Liebe ist die Grundlage, um die Wesensart Gottes zu erkennen. Er ist wesentliche und bedingungslose Liebe.

Doch die Liebe allein reicht nicht aus. Aus diesem Grund zählt der Hl. Paulus in seinem Hohelied der Liebe die Attribute auf, ohne die die Liebe nicht andauern und ausstrahlen kann. „Die Liebe ist langmütig, die Liebe ist gütig. Sie ereifert sich nicht, sie prahlt nicht, sie bläht sich nicht auf. Sie handelt nicht ungehörig, sucht nicht ihren Vorteil, lässt sich nicht  zum Zorn reizen, trägt das Böse nicht nach (…) Sie erträgt alles, glaubt alles, hofft alles, hält allem stand. Die Liebe hört niemals auf“ (1 Kor 13,4-7). Auf diese Begleiter der Liebe zu achten, liefert den nötigen Humus, damit die Liebe immer lebendig bleibt und nicht aus Gleichgültigkeit stirbt. Das Gegenteil von Liebe ist nicht Hass, sondern Gleichgültigkeit.

Je größer die Fähigkeit zur Selbstaufgabe, umso größer und stärker ist die Liebe. Diese Form steht für einen außerordentlichen Mut und gleicht einer Todeserfahrung für denjenigen, der nichts für sich zurückbehält und ganz im anderen aufgeht. Für einen Mann ist diese extreme Haltung ganz besonders schwierig, was möglicherweise im Erbe des Sexismus begründet ist sowie im Patriarchat und im Rationalismus der Jahrhunderte, die er in sich trägt und der seine Fähigkeit zu einem solch extremen Vertrauen einschränkt.

Die Frau ist radikaler: Sie ist in der Lage, sich in der Liebe rückhaltlos und ohne Einschränkung bis zum Äußersten hinzugeben. Daher ist ihre Liebe vollständig und verwirklicht, und wenn diese frustriert wird, zeigt sich das Leben von seiner tragischen Seite und macht seine tiefen Abgründe sichtbar.

Das größte Geheimnis, wie die Liebe zu pflegen ist, besteht in der Pflege der einfachen Zärtlichkeit. Die Zärtlichkeit lebt von der Freundlichkeit, den kleinen Gesten der Zuneigung, den greifbaren Sakramenten, wie z. B. eine Muschel am Strand aufzuheben und sie dem geliebten Menschen zu bringen und ihm zu sagen, dass man in diesem Moment voll Zärtlichkeit an ihn gedacht hat.

Diese Banalitäten wiegen mehr als die wertvollsten Edelsteine. So wie ein Stern nicht ohne die ihn umgebende Atmosphäre leuchten kann, so kann auch die Liebe nicht ohne die Aura der Zärtlichkeit, der Zuneigung und der Achtsamkeit leben.

Liebe und Achtsamkeit sind ein unzertrennliches Paar. Kommt es zwischen ihnen zur Trennung, stirbt die eine oder andere an Einsamkeit. Liebe und Achtsamkeit sind eine Kunst. Wir geben Acht auf das, was uns wichtig ist. Und wir lieben, worauf wir Acht geben.

Alles was lebt, muss ernährt und gehalten werden. Das Gleiche gilt für die Liebe und die Achtsamkeit. Sie nähren sich von der liebenden gegenseitigen Unterstützung. Der Schmerz und die Freude des einen sind Schmerz und Freude des anderen.

Um die zerbrechliche Eigenschaft der Liebe zu bestärken, brauchen wir jemanden, der größer, zärtlicher und liebevoller ist, auf den wir immer zählen können. Daher ist es wichtig, dass sich die Liebenden Zeit nehmen für die Öffnung hin zu und der Kommunion mit diesem Größeren, dessen Natur die Liebe ist. Diese Liebe bewegt, laut Dante Alighieris Göttlicher Komödie „den Himmel und die Sterne“, und wir fügen hinzu: sie bewegt unsere Herzen.

 

 Siehe auch: Leonardo Boff, „Achtsamkeit: Von der Notwendigkeit, unsere Haltung zu ändern“, Claudius Verlag, München 2013

Übersetzt von Bettina Gold-Hartnack

 

El mundo en que vivimos es ecocida

El 27 de septiembre algunos cientos de científicos, el Panel Intergubernamental del Cambio Climático (IPCC), se reunieron en Estocolmo para evaluar el nivel de calentamiento global, y nos trasmitieron datos preocupantes: «las concentraciones de dióxido de carbono (CO2), de metano (CH4) y de óxido nitroso (N2O), principales responsables del calentamiento global, superan ahora considerablemente las concentraciones más altas registradas en núcleos de hielo durante los últimos 800.000 años». La actividad humana ha influido en este calentamiento con una certeza del 95%. Entre 1951 y 2010 la temperatura aumentó entre 0,5 °C y 1,3 °C y en algunos lugares ya ha alcanzado los 2 °C. Las previsiones para Brasil no son buenas: a partir de 2050 podemos tener verano permanente durante todo el año.

Esta temperatura puede tener efectos devastadores para muchos ecosistemas y para los niños y personas mayores. Los científicos del IPCC hacen una súplica apasionada a la gente para iniciar una acción inmediata a nivel mundial en términos de producción y de consumo que puedan detener este proceso y reducir sus efectos nocivos. Como dijo uno de los coordinadores del informe final, el suizo Thomas Stocker: «La pregunta más importante no es dónde estamos hoy, sino dónde estaremos en 10, 15 o 30 años. Y eso depende de lo que hagamos hoy».

Al parecer, se está haciendo muy poco o nada de forma articulada y global. Los intereses económicos de acumulación ilimitada a costa del agotamiento de los bienes y servicios naturales prevalecen sobre las preocupaciones por el futuro de la vida y la integridad de la Tierra.

La percepción fundamental que uno tiene al leer el resumen de 31 páginas es que vivimos en una especie de mundo que destruye sistemáticamente la capacidad del planeta para sostener la vida. Nuestra forma de relacionarnos con la naturaleza y con la Tierra en su conjunto es ecocida y geocida. Siguiendo en esta dirección, seguramente vamos a conocer una tragedia ecosocial.

El propósito de un sinnúmero de grupos, movimientos y activistas se concentra en la identificación de nuevas formas de vivir de manera que garanticemos la vida en su gran diversidad y que vivamos en armonía con la Tierra, con la comunidad de la vida y con el cosmos.

En un trabajo que nos llevó más de diez años de investigación intensiva, a un educador experto en cosmología moderna Marcos Hathaway, canadiense, y a mí, tratamos de ensayar una reflexión cuidadosa que incluyese la contribución de Oriente y Occidente a fin de delinear una dirección viable para todos. El libro se llama: “El Tao de la Liberación: Explorando la Ecología de Transformación” (Voces 2012). Fritjof Capra le hizo un hermoso prólogo y la comunidad científica norteamericana ha recibido la edición en inglés con beneplácito, pues el Instituto Nautilus nos concedió en 2010 la medalla de oro en Ciencia y Cosmología.

Nuestra investigación parte de la siguiente observación: hay una aguda patología inherente al sistema que actualmente domina y explota el mundo: la pobreza, la desigualdad social, el agotamiento de la Tierra y el fuerte desequilibrio del sistema-vida. Las mismas fuerzas e ideologías que explotan y excluyen los pobres también están devastando toda la comunidad de vida y socavando las bases ecológicas que sostienen el planeta Tierra.

Para salir de esta situación trágica estamos llamados, de una manera muy real, a reinventarnos como especie. Para ello necesitamos sabiduría que nos lleve a una profunda liberación/transformación personal, pasando de señores sobre las cosas a hermanos y hermanas de las cosas. Esa transformación implica también una liberación/reinvención colectiva a través de otro diseño ecológico, que nos impulse a respetar y a vivir de acuerdo con los ritmos de la naturaleza. Debemos saber qué extraer de ella para nuestra supervivencia colectiva y cómo aprender de ella, pues ella se estructura sistémicamente en redes de inter-retro-relaciones que aseguran la cooperación y la solidaridad de todos con todos y dan sostenibilidad a la vida en todas sus formas, especialmente a la vida humana. Sin esta cooperación/solidaridad nuestra con la naturaleza y con los seres humanos, no encontraremos una salida eficaz.

Sin una revolución espiritual (no necesariamente religiosa) que envuelva otra mente (nueva visión) y un nuevo corazón (nueva sensibilidad) en vano buscaremos soluciones meramente científicas y técnicas. Estas son indispensables, pero integradas dentro de otro marco de principios y valores que son la base para un nuevo paradigma de civilización.

Todo esto está dentro de las virtualidades del proceso cosmogénico y también dentro de las posibilidades humanas. Es importante creer en tales realidades. Sin la fe y la esperanza humanas no vamos a construir un arca salvadora para todos.

Traducción de Maria José Gavito Milano

We live in an ecocidal world

On September 27th the Intergovernmental Panel of Climate Change, IPCC, consisting of a few hundred scientists, gathered in Stockholm, Sweden, to evaluate the level of global warming, and they shared with us some worrisome data: «the concentrations of carbon dioxide, (CO2), methane, (CH4), and nitrous oxide, (N2O), primarily responsible for global warming, now considerably surpass the highest concentrations registered in ice nuclei during the last 800,000 years». It is 95% certain that human activity has contributed to this warming. Between 1951 and 2010, the temperature rose between 0.5°C and 1.3°C, and in some places it has already risen by 2°C. The predictions for Brazil are not good: starting in 2050, we could have a permanent summer: all year round.

This temperature could have devastating effects on many eco systems, and on children and the elderly. The IPCC scientists issued a passionate call to the people, to initiate immediate action on a global level, in terms of production and consumption, that might reverse this process and reduce its harmful effects. As Swiss Thomas Stocker, one of the coordinators of the final report said: «The most important question is not where are we now, but where we will be in 10, 15 or 30 years. And that depends on what we do today».

It appears that little or nothing is being done in a measurable and global form. The economic interests in unlimited accumulation, at the expense of depleting the natural goods and services, trump any concern for the future of life and the integrity of the Earth.

After reading the 31 pages of that report, one is left with the fundamental perception that we live in a world order that is systematically destroying the capacity of the planet to sustain life. We relate with nature and with the Earth as a whole in an ecocidal and geocidal manner. If we continue in this direction, we will surely meet an ecosocial tragedy.

The purpose of numerous groups, movements and activists is centered on identifying new forms of living, so that we may guarantee life in her great diversity and live in harmony with the Earth, the community of life, and the cosmos.

In a book that required more than 10 years of intensive research, Canadian Marcos Hathaway, an educator, expert in modern cosmology, and myself, tried to present a careful reflection that would include contributions of both East and West, seeking a direction viable for all. The book is: “The Tao of Liberation: Exploring the Ecology of Transformation”  (Voces 2012). Fritjof Capra wrote a fine prologue, and the Northamerican scientific community has welcomed the English edition: in 2010, the Nautilus Institute awarded us the gold medal for Science and Cosmology.

Our research starts with the following observation: there is an acute pathology inherent in the system that presently dominates and exploits the world: poverty, social inequality, exhaustion of Earth’s resources, and a strong disequilibrium of the life-system. The same forces and ideologies that exploit and exclude the poor are also devastating the entire community of life, and undermining the ecological bases that sustain planet Earth.

To overcome this tragic situation we are called upon, in a very real manner, to re-invent ourselves as a species. To that end we need wisdom, to lead us to a profound personal liberation/transformation, from masters of all things, to brothers and sisters of everything. That transformation also implies a collective liberation/reinvention through a different ecological format, that stimulates us to respect and to live according to the rhythms of nature. We must know what to take from her for our collective survival, and how to learn from her, because she is systemically structured in networks of intro-retro-relations that assure cooperation and solidarity of all with all, and that provide sustainability for life in all its forms, especially human life. Without our cooperation/solidarity with nature and other human beings, we will not find an efficacious solution.

Without a spiritual revolution (not necessarily religious) that involves a different way of thinking (a new vision) and a new heart (a new sensibility), we will search in vain for purely scientific and technical solutions. These are indispensable, but they must be integrated within a different framework of principles and values that are the basis for a new paradigm of civilization.

All this lies within the potentialities of the cosmogenic process, and also within human possibilities. It is important to believe in such realities. Without human faith and hope, we cannot build an arc that will save us a

Free translation from the Spanish sent by
Melina Alfaro, volar@fibertel.com.ar,
done at REFUGIO DEL RIO GRANDE, Texas, EE.UU.

La muerte como transfiguración de la vida

El día de los difuntos, el dos de noviembre, es siempre ocasión para pensar en la muerte. Se trata de un tema existencial. No se puede hablar de la muerte de una manera externa a nosotros, porque a todos nosotros nos acompaña esta realidad que, según Freud, es la más difícil de ser asimilada por el aparato  psíquico humano. Nuestra cultura especialmente procura alejarla lo más posible del horizonte, pues la muerte niega todo su proyecto, que está asentado sobre la vida material y su disfrute etsi mors non daretur, como si ella no existiese.

Sin embargo, el sentido que damos a la muerte es el sentido que damos a la vida. Si decidimos que la vida se resume entre el nacimiento y la muerte y esta tiene la última palabra, entonces la muerte tiene un sentido, diría, trágico, porque con ella todo termina en el polvo cósmico.  Pero si interpretamos la muerte como una invención de la vida, como parte de la vida, entonces no es la muerte sino la vida la gran interrogación.

En términos evolutivos, sabemos que, alcanzado cierto grado elevado de complejidad, la vida irrumpe como un imperativo cósmico, según el premio Nóbel de biología Christian de Duve que escribió una de las más brillantes biografías de la vida titulada Polvo Vital (1984). Pero él mismo afirma:  podemos describir las condiciones de su aparición, pero no podemos definir es la vida. En mi percepción, la vida no es ni temporal, ni material ni espiritual. La vida es simplemente eterna. Ella anida en nosotros y pasado cierto lapso temporal, sigue su curso por toda la eternidad. Nosotros no acabamos con la muerte. Nos transformamos por la muerte, pues ella representa la puerta de entrada en el mundo que no conoce la muerte, donde ya no hay tiempo sino eternidad.

Permítanme dar testimonio de dos experiencias personales de la muerte, muy distintas de la visión dramática que nuestra cultura nos ha legado. Vengo de la cultura espiritual franciscana. En mis casi 30 años de fraile, pude vivenciar la muerte como san Francisco la vivenció.

La primera experiencia era aquella que, como frailes, hacíamos todos los viernes a las 19:30 de la tarde: “el ejercicio de la buena muerte”. Se tumbaba uno en la cama con hábito y todo. Cada uno se ponía delante de Dios y hacía un balance de toda su vida, retrocediendo hasta donde la memoria pudiese llegar. Poníamos todo a la luz de Dios y ahí tranquilamente reflexionábamos sobre el porqué de la vida y de sus zigzag. Al final, alguien recitaba en voz alta en el corredor el famoso salmo 50 del Miserere en el cual el rey David suplicaba a Dios el perdón de sus pecados. Y también se proclamaban las consoladoras palabras de la epístola de san Juan: “Si tu corazón te acusa, recuerda que Dios es mayor que tu corazón”.

Así éramos educados para una entrega total, un encuentro cara a cara con la muerte delante de Dios. Era un entregarse confiado, como quien se sabe en la palma de la mano de Dios. Después, íbamos alegremente al recreo, a tomar un refresco, a jugar al ajedrez o simplemente a conversar. Este ejercicio tenía como efecto un sentimiento de gran liberación. La muerte era vista como la hermana que nos abría la puerta de la Casa del Padre.

La otra experiencia se relaciona con la muerte o el entierro de algún cofrade. Cuando alguno moría en el convento se hacía fiesta, con recreo por la noche con comida y bebida. Lo mismo hacíamos después del entierro. Todos nos reuníamos y celebrábamos el paso, la pascua o la navidad, el vere dies natalis (el verdadero día del nacimiento) del fallecido.

Se pensaba: él fue naciendo poco a poco a lo largo de su vida hasta acabar de nacer en Dios. Por eso había fiesta en el cielo y en la tierra. Ese rito es sagrado y se celebra en todos los conventos franciscanos.
El fraile que había dejado este mundo entraba en la comunión de los santos, está vivo, no está ausente, solo es invisible. ¿Hay celebración más digna inventada por san Francisco de Asís que llamaba a todos los seres hermanos y hermanas y también trataba de hermana a la muerte?

La percepción de la muerte es otra. Las personas son inducidas a convivir con la muerte, no como una bruja que viene y arrebata la vida, sino como una hermana que viene a abrirnos la puerta a un nivel más alto de vida en Dios.

Cada cultura tiene su interpretación de la muerte. Estuve hace tiempo con los Mapuche en el sur de la Patagonia argentina, hablando con los lomkos, los sabios de la tribu. Ellos tienen otra manera de entender la muerte. Para ellos la muerte significa pasar al otro lado, donde están los ancianos. No es abandonar la vida, es entrar en el lado invisible y convivir con los ancianos. Desde allí, acompañan a las familias, a los seres queridos y a otros próximos, iluminándolos. La muerte no tiene ningún dramatismo; pertenece a la vida, es su otro lado.

Podríamos pasar por otras culturas para conocer su sentido de la vida y de la muerte, pero quedémonos en nuestro tiempo moderno. Hay un filósofo que trabajó positivamente el tema de la muerte: Martin Heidegger. En su analítica existencial afirma que la condición humana, en grado cero, es la de ser un ser en el mundo, no como lugar geográfico, sino como el conjunto de las relaciones que nos permiten producir y reproducir vida. La condition humaine es estar en el mundo con los otros, llenos de cuidados y abiertos a la muerte. La muerte es vista no como una tragedia y sí como la última expresión de la libertad humana, su último acto de entrega. Esa entrega sin reservas abre la posibilidad de sumergirse totalmente en la realidad y en el Ser. Es una especie de vuelta al seno del cual vinimos como entes, pero como entes que buscan el Ser. Y finalmente al morir somos acogidos por el Ser. Y ahí ya no hablamos porque ya no necesitamos palabras. Es el puro vivir por la alegría de vivir y de ser en el Ser. Para la persona religiosa este Ser no es otro que el Ser Supremo, Dios vivo que nos da la plenitud de la vida.

Leonardo Boff escribió Vida más allá de la muerte, Editorial Sal Terrae 2002