Das totgeborene Goldene Zeitalter von Trump und der Beginn des Eisernen Zeitalters

Leonardo Boff

Donald Trumps erster Satz in seiner Amtseinführungsrede lautete am 20. Januar 2025 um 12.02 Uhr: „In diesem Moment hat das goldene Zeitalter der Vereinigten Staaten begonnen“. Indem er seine Pläne vorstellte, „Amerika an die erste Stelle zu setzen“ (im Sinne von nur Amerika) und es praktisch zum Herrn der Welt zu machen, deutet alles darauf hin, dass das so genannte goldene Zeitalter im eisernen Zeitalter enden wird.

Noch nie in der Geschichte der US-Präsidenten haben wir eine solche Arroganz, einen Geist der Ausgrenzung und eine klare Bereitschaft gesehen, ihre enorme Macht, insbesondere die militärische Macht, zu nutzen, um alle Länder unterzuordnen und jede Region des Planeten zum Objekt der Aneignung zu machen, wenn sie in die Interessen der USA fällt, wie Grönland und der Panamakanal, Kanada nicht ausgenommen. In seiner Rede war kein Wort von den großen armen Mehrheiten der Welt zu hören, die nur darum schreien, zu überleben oder nicht getötet zu werden. Die gesamte „Elite der humanistischen Rückständigkeit“ der Welt war auf dem Capitol Hill anwesend: die CEOs der Big Techs Mark Zuckerberg (Meta), Jeff Bezzos (Amazon), Sundar Pichai (Google) und Elon Musk (Tesla, SpaceX und X), die großen Vermögensmagnaten und andere Tycoons des Weltfinanzsystems.

Kein einziges Wort oder Versprechen war zu vernehmen oder auch nur zu hören, um die eklatante soziale Ungleichheit auf dem Planeten, die unheilvollen Zahlen von Hunger und Krankheit, die die gesamte Menschheit heimsuchen, zu verringern. Es war die triumphale Verkündigung von Macht um der Macht willen, verstanden in ihrer bösen Form von Herrschaft und Aufzwingen.  Es wird keine Barrieren geben, die verhindern, dass „Amerika immer zuerst kommt“. Er sagt ausdrücklich, dass er den Frieden mit Gewalt erzwingen wird. In seiner narzisstischen Verblendung vergisst Trump, dass diese Art von Frieden kein Frieden ist, sondern allenfalls eine Befriedung. Sie wird bei denen, die befriedet werden, Demütigung, Ressentiments und Rachegelüste hervorrufen. Das ist die Nische, in der der Terrorismus und die Angriffswelle reifen, die einzige Kraft, die den Beherrschten bleibt, um ihre Ablehnung auszudrücken.

Die Zwangsabschiebung tausender Einwanderer manu militare, die hohe Besteuerung importierter Produkte, insbesondere aus China, die in den BRIC-Ländern bis zu 100 Prozent beträgt, die Verweigerung einer Zollpolitik, die Menschen mit einer anderen sexuellen Orientierung schützt, und die Homo-Ehe waren zentrale Punkte seiner Rede.

Nichts ist jedoch schwerwiegender als der Rückzug aus dem Pariser Abkommen von 2015, in dem sich alle Nationen dazu verpflichtet haben, die Treibhausgasemissionen bis zum Jahr 2300 zu reduzieren, damit das Erdklima nicht mehr als 1,5 Grad Celsius in Bezug auf das vorindustrielle Zeitalter (1850-1900) beträgt. Er lobte nicht nur die Förderung von Öl und Gas, die die USA zum unübertroffenen Produzenten dieser fossilen Energie macht, sondern wusste auch, dass die USA nach China das Land sind, das die Atmosphäre am meisten verschmutzt. Es ist eine wissenschaftliche Tatsache, dass ein Großteil des Planeten diesen Grenzwert bereits überschritten hat und 1,5 und 1,6°C bis 2°C erreicht hat. Wir bewegen uns nicht auf die globale Erwärmung zu. Wir sind bereits mitten drin, wie man an extremen Ereignissen wie den großen Überschwemmungen im Süden unseres Landes, in Valencia und in vielen Teilen der Welt, den schweren Dürren und unkontrollierbaren Bränden in Florida, im Amazonas und im Pantanal sehen kann. Viele Wissenschaftler erkennen, dass die Wissenschaft zu spät dran ist. Sie kann diesen Wandel auf der Erde nicht mehr rückgängig machen, sondern nur noch das Auftreten von Extremereignissen verhindern und deren Schäden abmildern.

         Was Donald Trump großspurig verkündet hat, ist eine KRIEGSERKLÄRUNG gegen die Erde und gegen die Menschheit. Wenn er seinen Plan umsetzt, jede Ölquelle auszubeuten und die Rückkehr zum Benzin in Autos zum Nachteil von Elektroautos zu fördern, könnte er die extremen Ereignisse wie Taifune und Tornados, die in den USA und anderen Teilen des Planeten so häufig auftreten, stark verschlimmern.

Mehr noch, mit dem wirtschaftlichen Isolationismus, den sie den USA aufzwingen will, zerstört sie die Brücken, die alle Länder auf schmerzhafte Weise mit dem einen gemeinsamen Haus verbinden, in einem unumkehrbaren Prozess der Planetisierung, wie die neue Phase der Erde selbst und der gesamten Menschheit. Nach Tausenden von Jahren der Migration über die Kontinente hinweg treffen sich die Völker wieder an einem einzigen gemeinsamen Ort: dem Planeten Erde, der zur gemeinsamen Heimat aller und ihrer Ökokulturen geworden ist. All dies muss laut Trump im Namen der absoluten und unbestreitbaren Vorherrschaft der USA über alles und jeden zerstört werden.

         Es ist nicht unwahrscheinlich, dass wir einen Punkt erreichen, an dem es kein Zurück mehr gibt, und dass wir nicht auf das vermeintlich goldene Zeitalter zusteuern, das nur die Vereinigten Staaten und nicht die gesamte Menschheit betrifft, sondern auf das EISENZEITALTER mit einer Rückkehr zu weniger zivilisierten Formen des Zusammenlebens und der Pflege und des Respekts vor der Natur. Es wird ein katastrophales Scheitern sein, das der Arroganz eines weißen Vorherrschers zuzuschreiben ist, und eine Enttäuschung für die Träume vieler Menschen, die die große Utopie von Teilhard de Chardin, den Aufbau der Noosphäre (vereinte Köpfe und Herzen) oder Papst Franziskus nie aufgegeben haben, dass alle zusammenarbeiten, um die universelle Geschwisterlichkeit zu verwirklichen, dass alle Brüder und Schwestern der Natur und aller Menschen sind.

         Träume dieser Art sterben nie. Verhöhnt oder verleugnet, tauchen sie immer wieder mit größerem Nachdruck auf. Denn sie stellen den geheimen Sinn des Evolutionsprozesses dar, der uns erreicht hat und der den Plänen des Schöpfers entspricht. Fallen wir nicht auf die Illusion eines goldenen Zeitalters herein, das mit den Methoden von Donald Trump unmöglich ist. Versuchen wir, das eiserne Zeitalter zu vermeiden oder uns darauf vorzubereiten, das unweigerlich auf die Illusion des arroganten Präsidenten der Vereinigten Staaten folgen wird.

Leonardo Boff Ökotheologe, Philosoph, Autor von: Cuidar da Casa Comum: pistas para protelar o fim do mundo, Vozez,2024; O doloroso parto da Mãe Terra:uma sociedaade de fraternidade sem fronteiras, Vozes 2021.   

Übersetzt von Bettina Goldhartnack

“Gente Humilde” de Chico Buarque: un homenaje y una reflexión

         Leonardo Boff*

“Gente humilde” es una canción de Chico Buarque hecha en colaboración con otros. De su vasta y compleja obra, esta canción es para mí la más hermosa y significativa. Ella habla de los anhelos que animan a la teología de la liberación que da centralidad a la “gente humilde” y reconoce en ellos una fuerza histórica, poco valorada por los analistas sociales. Quiero hacerle un homenaje por sus 80 años con una pequeña reflexión a partir de esta canción. En ella todo es verdadero.

Las cosas verdaderas e identificadoras de las personas se realizan más allá de la conciencia refleja. Son fuerzas que actúan a partir de lo profundo de la vida y del universo, del inconsciente abismal y de arquetipos ancestrales que asoman a la conciencia de las personas y a través de ellas se anuncian y emergen en la historia. Digo esto para superar cierta interpretación que da valor absoluto al sujeto y al sentido consciente que él pretende conferir a su obra. El sentido de la producción de Chico Buarque va más allá del sentido que él mismo haya querido tal vez darle. Seguramente él no pretende tener el monopolio del sentido de la realidad por él cantada y descrita. Hay múltiples facetas de sentido que pueden ser captadas por los oyentes y lectores, que entonces se hacen co-autores de la obra. La letra de la canción dice así:

Hay ciertos días en que pienso en mi gente
Y siento así todo mi pecho apretado
Y me sucede que me viene de repente
Como un deseo de vivir sin ser notado

Igual a ellos cuando voy por los suburbios
Y yo muy bien llegado en tren de algún lugar
Y ahí me da como una envidia de esa gente
Que va adelante sin tener con quien contar

Casas sencillas con sillas en las aceras 
Y en la fachada escrito encima que es un hogar
En el balcón flores tristes y baldías
Como alegría que no tiene donde asentar 

Y ahí me viene una tristeza en el pecho
Me siento inútil por no tener cómo luchar
Y yo que no creo, le pido a Dios por mi gente
Es gente humilde, ay qué ganas de llorar”

En mi oficio de teólogo, andando desde hace 50 años con un pie en la academia y el otro en los medios pobres, considero que esta obra de Chico es la más conmovedora y perfecta. Ella traduce de maravilla dos realidades.

La primera, la “de la gente humilde”, su completo desamparo social. Nadie está de su parte. Van adelante con sus pocas fuerzas, sin poder contar con nadie, ni con el Estado, ni con la sociedad cerrada en sus intereses excluyentes de clase, a veces ni con las iglesias, aunque una parte de la Iglesia Católica hizo una opción por los pobres, contra su pobreza y por su liberación. Pero por lo general sólo cuentan con Dios y con ellos mismos. Las casas, cuando las tienen, son sencillas, con sillas en las aceras desde donde ven el mundo y comparten amistades. Tienen un elevado sentido ético y un sentido sagrado de familia. La casa es pobre, pero es “un hogar”. Flores tristes, raquíticas, semejantes a ellos, adornan la casa, pero reina una discreta alegría y serenidad.

La segunda realidad, que la canción traduce con fina percepción ética y psicológica, es la reacción de quien no es “gente simple” pero es sensible, humano y solidario con esta condition humaine, en este caso, Chico, Vinicius de Morais y Garoto, co-autores de la letra y de la música. El compositor piensa “en mi gente”, o sea, para Chico esa gente existe y está ahí, cuando para tantos no solo es invisible, sino que no existe o es vergonzosamente despreciada. Percibe la diferencia de estatuto social: élviene muy bien en tren; ellos, seguramente a pie, caminando mucho. Su “pecho se aprieta”, le gustaría vivir como ellos, anónimo, sin ser notado. Mas aún, tiene “envidia de esa gente” por su valor de enfrentar la vida sola, luchar y sobrevivir sin nadie que la ayude.

Y ahí irrumpe la solidaridad y la compasión en el sentido noble del término: ¿cómo ayudar y estar junto a ellos? Surge el sentimiento de impotencia, “la tristeza en el pecho […] por no tener cómo luchar”.

La Teología de la Liberación, que envuelve todavía a miles de cristianos en los distintos continentes, comenzó al enfrentarse con esta situación relatada por Chico. Esos cristianos asumieron un compromiso liberador, confiando en la “gente humilde” y en su fuerza histórica. Pero la llaga es demasiado grande. Tal vez ni nuestra generación ni la próxima consigan cerrarla. Nos asola un sentimiento de impotencia pero sin perder nunca la esperanza de que otro mundo es posible y necesario. 

Entonces es cuando recurrimos a la Última referencia. Debe haber Alguien, señor del mundo y del curso de las cosas, que dé respuesta a esa humillación. Incluso alguien que no cree, pero que no ha perdido su sentido de humanidad, percibe el sentido liberador de la categoría “Dios”. Y ahí, con emoción incontenida, canta el poeta: “Y yo que no creo, le pido a Dios por mi gente/es gente humilde, ay qué ganas de llorar”.

La impotencia es superada porque triunfa la conmoción del corazón. Dios es invocado, desesperadamente, como última fuente de sentido. Delante de la gente humilde, sufrida, anónima, toda descreencia sería cinismo, toda indiferencia, inhumanidad. El efecto final es justamente ese: “tengo ganas de llorar”. Y lloramos o enjugamos discretamente lágrimas de conmoción, de indignación y de compasión.

Siempre que escucho esta canción me vienen lágrimas a los ojos, pues la verdad es tanta y el sentimiento tan verdadero que la única reacción digna son las lágrimas que, según san Pablo, son un don del Espíritu Santo. Esto es puro humanismo, testimoniado también por Jesús de Nazaret que se conmovió delante de su pueblo abandonado como ovejas sin pastor.

Y aquí cabe una reflexión de teólogo sobre “la no creencia” de Chico, mencionada en esta canción. Tenemos que discernir bien y rescatar la creencia verdadera de la falsa. Eso aparece claro cuando tomamos conciencia del sentido verdadero de “Dios” y dónde Él se deja encontrar bajo otros nombres.

Están los que dicen que no creen, pero se preocupan de la “gente sencilla”, son sensibles a la justicia y se niegan a aceptar el mundo perverso que encuentran. Y están los que creen en Dios pero no ven a la “gente sencilla”, son insensibles a la injusticia social y se introducen tranquilamente en el mundo perverso en el que se encuentran.

¿Dónde está Dios? ¿De qué lado se encuentra? De todo lo que aprendimos de los profetas y de la reflexión cristiana, Dios está infaliblemente del lado de quien se acerca a la “gente sencilla”, se compromete con la justicia y se llena de iracundia sagrada contra ese mundo perverso. Esto es porque el verdadero nombre de Dios es justicia, es solidaridad y es amor.

Quien tiene a Dios continuamente en sus labios y Lo profesa en sus palabras pero se distancia de la “gente humilde”, se hace mudo a los reclamos de la justicia y se desentiende de la solidaridad, está lejos de Dios y falto de su gracia. El Dios en que cree no deja de ser un ídolo porque no hay amor, solidaridad ni justicia.

Chico se situó, sin pretenderlo, al lado del Dios vivo y verdadero porque se puso al lado de la “gente humilde”. Su compromiso lo sitúa infaliblemente del lado de Dios y en el corazón de su proyecto de un Reino de amor, de justicia y de paz.

Más aún. En el atardecer de la vida, cuando se va a decidir todo, el criterio según Jesús (véase el evangelio de san Mateo 25, 41-46) será cuán sensibles hayamos sido a la “gente humilde”, a los hambrientos, a los sedientos, a los pobres y castigados de nuestra historia. Los que así lo hicieron, oíran las palabras de infinita bienaventuranza: “a mí me lo hicisteis”; “venid, pues, benditos de mi Padre y tomad posesión del Reino preparado para vosotros desde la creación del mundo”.

Para mí, bastaría “Gente humilde” para eternizar a Chico en el corazón de todos los que no pasan de largo ante los caídos en el camino, se detienen como samaritanos, sufren y lloran junto a ellos. Chico vivió la misma experiencia de su patrono Francisco de Asís. Esa experiencia lo convirtió de hijo de un rico comerciante en amigo y compañero de los más pobres de los pobres, los leprosos (hansenianos). Él hablaba de ellos como su “gente poverella”, gente humilde de la Toscana. De burgués y miembro de la “jeunesse dorée” que era, dejó todo y se hizo un pobrecillo como ellos. Era llamado sencillamente  “el poverello de Asís”.

Y ahora digo como teólogo: detrás de esta “gente humilde”, de todos los “poverellos” se esconde el Hijo de Dios. Dignificar a la “gente humilde”, como lo hizo Chico, es rescatar lo mejor de la herencia humanista de nuestra historia y del Jesús histórico que vio en los pobres los primeros herederos de su sueño. Siempre estuvo al lado del ciego, del cojo, del psicológicamente afectado (poseído, en el lenguaje de la época), y él se hizo también un pobre.

Para vivir esta dimensión no es necesario ser religioso ni creer en Dios. Lógicamente quien es religioso y cree en Dios se ve reforzado, pero no es indispensable. Basta ser humano, amante de la justicia y cantor del amor. En eso se realiza la religión auténtica y ahí se encuentra el verdadero Dios.

Traducción de María José Gavito Milano

Podemos perecer por no oír los mensajes de la Tierra

Leonardo Boff*

La conciencia de que la Tierra es viva viene de la más lejana antigüedad. Se la llamaba Magna Mater, Nana, Pachamama, Tonanzin y actualmente Gaia, un Superorganismo que de forma sistémica articula todos los elementos físico-químicos y energéticos que permiten y sostienen la vida. El 22 de abril de 2009, la ONU, unánimemente, hizo oficial el nombre Madre Tierra, reconociendo que se trataba de una Entidad viva, portadora de derechos, a la cual debemos tratar con los mismos predicados con los que tratamos a nuestras madres: con respeto, con cuidado y con veneración. Después se oficializó la expresión Casa Común, que incluye a los seres humanos y a toda la naturaleza. Esto quedó claro en la Carta de la Tierra del año 2000en la cual se afirma: «la Tierra, nuestro hogar, está viva con una comunidad de vida única» (Preámbulo). El Papa Francisco en la encíclica Laudato Sì: sobre el cuidado de la Casa Común (2015), al asumir esta expresión -Casa Común- contribuyó a su universalización.

Por tratarse de una realidad viva, la Tierra está continuamente en acción y re-acción. Nos manda eventos que son mensajes a ser oídos y descifrados. El ser humano al sentirse parte de la naturaleza y, más aún, la parte de la Tierra que alcanzó un alto grado de complejidad hasta el punto de comenzar a sentir, a pensar, a querer, a cuidar y a venerar, disponía de todas las condiciones para captar los mensajes y de la capacidad para descifrarlos. En palabras más pedestres: el ser humano entendía las señales de la atmósfera y sabía si iba a llover o a hacer buen tiempo; al mirar los árboles, sus hojas y flores sabía qué frutos podían producir. Y así en tantos otros casos. Esta escucha de la Tierra y de la naturaleza y cómo descifrar sus señales sigue presente todavía hoy en los pueblos originarios que dominan el código de lectura del mundo circundante y cósmico.

Pero sucede que en los tiempos modernos ha habido un viraje, especialmente con los padres fundadores de nuestro paradigma vigente, fundado en la voluntad de poder y de dominio. Ellos trataron a la Tierra como mera res extensa, una realidad sin propósito, una especie de baúl de recursos naturales a disposición del disfrute humano. Escuchar las voces de la Tierra, sus gemidos y sus susurros, “oír estrellas”, se decía, es cosa de poetas o ser tributario de lo antiguo, del animismo.

La manera moderna de ver la Tierra transformó el saber científico en una operación técnica (el saber es poder según Francis Bacon), un proceso de dominación de todas las esferas de la natureza y de la vida. Y se realizó sin el debido cuidado, próprio de quien escucha atento los mensajes. Al contrario, hizo oídos sordos, explotando prácticamente todas las virtualidades de los biomas, degradándolos. Los reclamos de la Magna Mater se hicieron imperceptibles, ¿por qué escucharlos? ¿no es el ser humano su dueño y señor (maître et possesseur de René Descartes)? Así se perdió el código de lectura del mundo.

Esta es la situación predominante en nuestro mundo transformado por la tecno-ciencia. Oímos mil voces y ruidos producidos por nuestra cultura científico-técnica. No prestamos atención a las voces de la naturaleza y de la Tierra. Estas voces actuales son gemidos y gritos de una vida herida y crucificada. A nuestras agresiones, ya seculares, arrancando todo de ella sin observar los efectos secundarios, peligrosos e incluso nocivos, ella ha replicado con mensajes en forma de tsunamis, terremotos, huracanes, tornados, inundaciones devastadoras, nevadas nunca antes vistas, en una palabra, con eventos extremos. Como no escuchamos los mensajes contenidos en tales eventos, nos mandó otras señales potentes que tocaron directamente nuestras vidas: la inmensa gama de bacterias y virus, desde la simple gripe, el VIH, el ébola hasta culminar en el coronavirus. Este afectó solo a los seres humanos y perdonó a los demás organismos vivos. Todos se movilizaron para encontrar un antídoto, las diferentes vacunas. Pocos se preguntaron de dónde venía. Vino de la naturaleza, en la cual nuestra intervención utilitarista destruye el hábitat de esos micro-organismos. Así que buscaron otro hábitat, viniendo a instalarse en nuestras células. Invisible, puso a todos los poderes militaristas, sus bombas nucleares y químicas, de rodillas e impotentes.

¿Por qué afirmo esto? Porque no hemos aprendido nada de la lección que la Tierra y la naturaleza quisieron darnos con la Covid-19. El aislamiento social que imponía, nos daba la ocasión de pensar sobre lo que hemos hecho hasta ahora con el sistema-vida y sobre qué tipo de mundo queremos habitar. El hecho es que pasada la gran amenaza colectiva, volvimos furiosamente a lo anterior normal, continuando con la depredación de la naturaleza y así con la destrucción de los hábitats de los microorganismos. Inauguramos una nueva era, el antropoceno.

Los eventos ocurridos en 2023 y 2024, tales como las grandes inundaciones en el mundo entero y en el sur de nuestro país, los devastadores incendios de muchos países, las guerras de gran letalidad (pues Tierra y humanidad formamos una única y compleja Entidad, observada por los astronautas, el Overview Effect), las perversas desigualdades sociales a nivel mundial y la gran alarma, verdadero meteoro rasante, el calentamiento global imparable, entre muchas otras señales, son mensajes que la Tierra y la naturaleza nos están enviando. Son poquísimos quienes los escuchan y los interpretan. Predominan el negacionismo, la sordera colectiva y el ignorar consciente, porque obstaculiza la acumulación desenfrenada a costa de vidas humanas y de la naturaleza.

Si no paramos y nos ponemos humildemente a la escucha y la lectura de las señales enviadas por la naturaleza y por la Madre Tierra y no cambiamos colectivamente de ruta, se realizará lo que el Papa Francisco en la encíclica Fratelli tutti (2020) proféticamente advirtió: “estamos en el mismo barco, o nos salvamos todos o no se salva nadie”. Esta vez no hay un Arca de Noé que preserve a representantes del mundo vivo y deje perecer a los demás. Todos podemos estar, inconsciente e irresponsablemente, acercándonos al abismo en el cual podemos precipitarnos.

Será el desenlace siniestro por no haber abierto nuestros oídos y haber descuidado la interpretación de las señales que la naturaleza y la Madre Tierra nos han gritado, suplicando una radical conversión ecológica y la definición de otro camino civilizatorio. El actual nos lleva irremediablemente a un fin trágico. Y así nos sumaríamos a los millares de organismos vivos que, no pudiendo adaptarse a los cambios, acabaron desapareciendo. La Tierra, sin embargo, continuaría, pero sin nosotros.

Como lo impensable y lo inesperado pertenecen a la historia, todo podrá ser diferente. Como decía un filósofo presocrático: si no esperamos lo inesperado, y puede suceder, todos nos perderemos. Entonces, estemos atentos a lo inesperado. En nuestro esperanzar,  puede suceder.

*Leonardo Boff ha escrito: Cuidar de la Casa Común: pistas para evitar el fin del mundo, Dabar 2024.

Traducción de MªJosé Gavito Milano

Potremmo morire se non ascoltiamo i messaggi provenienti dalla Terra

Leonardo Boff

La consapevolezza che la Terra sia viva possiede l’ascendenza più alta. Era chiamata Magna Mater, Nana, Pachamama, Tonanzin e attualmente Gaia, un Super-organismo che articola sistematicamente tutti gli elementi fisico-chimici ed energetici che permettono e sostengono la vita. Il 22 aprile 2009 l’ONU ha formalizzato all’unanimità la nomenclatura Madre Terra, riconoscendo che si tratta di un’Entità viva, portatrice di diritti, con cui dobbiamo trattare con gli stessi predicati con i quali trattiamo le nostre madri: con rispetto, con cura e con venerazione. Poi si è ufficializzata l’espressione Casa Comune, coinvolgendo gli esseri umani e tutta la natura. Ciò è stato chiarito nella Carta della Terra del 2000, nella quale si affermava: “La Terra, la nostra casa, è viva e ospita un’unica comunità vivente” (Preambolo). Papa Francesco nell’enciclica Laudato Sì: sulla cura della Casa Comune (2015) nell’assumere questa espressione – Casa Comune – ha contribuito alla sua universalizzazione.

In quanto è una realtà vivente, la Terra è continuamente in azione e re-azione. Ci invia eventi che sono messaggi da ascoltare e decifrare. L’essere umano quando si sentiva ancora di più parte della natura, in quella porzione della Terra che aveva raggiunto un alto grado di complessità al punto da cominciare a sentire, a pensare, a volere, a prendersi cura e a venerare, disponeva di tutte le condizioni per captare i messaggi e la capacità di decifrarli. In parole povere: l’essere umano capiva i segni dell’atmosfera e sapeva se avrebbe piovuto o fatto bel tempo; osservando gli alberi, le loro foglie e i fiori, sapeva quali frutti essi avrebbero prodotto. E così in tanti altri casi. Questo ascolto della Terra e della natura e la decifrazione dei loro segnali è presente ancora oggi nei popoli originari che padroneggiano il codice di lettura del mondo circostante e cosmico.

Abbiamo scoperto che in epoca moderna si è verificata una grande svolta, specialmente con i padri fondatori del nostro paradigma vigente, fondato sulla volontà di potenza e di dominio. Loro hanno trattato la Terra come una mera res extensa, una realtà senza scopo, una specie di scrigno di risorse naturali a disposizione del piacere umano. Ascoltare le voci della Terra, i suoi gemiti e i suoi sussurri, “sentire le stelle”, si diceva, è cosa da poeti o un tributo all’antico animismo.

Il modo moderno di vedere la Terra ha trasformato la conoscenza scientifica in un’operazione tecnica (il sapere è potere secondo Francis Bacon), un processo di dominio di tutte le sfere della natura e della vita. Ma lo si è gestito senza la dovuta attenzione di chi ascolta avendo riguardo dei messaggi. Al contrario, si sono fatte orecchie da mercante, sfruttando praticamente tutte le virtualità dei biomi, degradandoli. I reclami della Magna Mater sono rimasti impercettibili, in fondo perché ascoltarli? Non appariva lui come il suo proprietario e signore (maître et possesseur di René Descartes)? Così ha perso il codice per leggere il mondo.

È questa la situazione predominante del nostro mondo trasformato dalla tecno-scienza. Abbiamo udito mille voci e rumori prodotti dalla nostra cultura tecnico-scientifica. Non prestiamo attenzione alle voci della natura e della Terra. Queste voci adesso sono gemiti e grida di una vita ferita e crocifissa. Alle nostre aggressioni secolari, che l’hanno spogliata di tutto, senza badare agli effetti collaterali pericolosi e addirittura malefici, ha risposto con messaggi sotto forma di tsunami, terremoti, tifoni, tornadi, inondazioni devastanti, bufere di neve mai viste prima, in una parola, con eventi estremi. Poiché non ascoltiamo i messaggi contenuti in tali eventi, ci ha inviato altri segnali potenti che hanno toccato direttamente le nostre vite: l’immensa gamma di batteri e virus, dalla semplice influenza, all’HIV, all’Ebola fino al culmine con il Coronavirus. Quest’ultimo ha colpito solo gli esseri umani e ha risparmiato gli altri organismi viventi. Tutti si sono mobilitati per trovare un antidoto, i diversi vaccini. Pochi si sono chiesti da dove provenisse il Covid-19. Esso è venuto dalla natura in cui l’intervento utilitaristico dell’uomo ha distrutto l’habitat di questi microrganismi. Questi ne hanno cercato un altro, venendo ad installarsi nelle nostre celle. Invisibile, ha messo in ginocchio e reso impotenti tutte le potenze militariste, le loro bombe nucleari e chimiche.

Perché affermo ciò? Perché non abbiamo imparato nulla dalla lezione che la Terra e la natura ci hanno voluto dare attraverso il Covid-19. L’isolamento sociale che ha imposto, avrebbe dovuto servire come occasione per riflettere su ciò che abbiamo fatto finora con il sistema-vita e sul tipo di mondo in cui vogliamo abitare. Il fatto è che passata la grande minaccia collettiva, siamo ritornati furiosamente alla vecchia normalità, continuando con la depredazione della natura e quindi con la distruzione degli habitat dei microrganismi. Abbiamo inaugurato una nuova era, l’antropocene.

Gli eventi accaduti nel 2023 e nel 2024, come le grandi inondazioni nel mondo intero e nel sud del nostro paese [il Brasile], gli incendi devastanti in molti paesi, le guerre ad alta letalità (poiché Terra e umanità formiamo un’unica e complessa Entità, osservata dagli astronauti – l’Overview Effect), le perverse disuguaglianze sociali a livello mondiale e, tra gli altri segnali, il grande allarme – una vera meteora radente – dell’inarrestabile riscaldamento globale, rappresentano i messaggi che la Terra e la natura ci stanno inviando. Sono pochissimi quelli che li ascoltano e li interpretano. Predominano il negazionismo, la sordità collettiva e il non sapere cosciente perché ostacolano l’accumulazione sfrenata a scapito delle vite umane e della natura.

Se non ci fermiamo e non ci poniamo umilmente in ascolto, leggendo i messaggi inviati dalla natura e dalla Madre Terra e collettivamente non cambiamo rotta, si realizzerà quello che Papa Francesco ha profeticamente avvertito nella sua enciclica Fratelli tutti (2020): “siamo sulla stessa barca , o ci salviamo tutti, o nessuno si salva”. Questa volta non esiste l’Arca di Noè che preservi i rappresentanti del mondo vivente e lasci perire gli altri. Tutti stiamo, inconsciamente e irresponsabilmente, avvicinandoci all’abisso nel quale possiamo precipitare.

Sarà un esito sinistro perché non abbiamo aperto le nostre orecchie e trascurato di interpretare i segnali che la natura e la Madre Terra ci hanno gridato, supplicandoci una radicale conversione ecologica e la definizione di un altro cammino di civiltà. Quella attuale ci conduce irrimediabilmente ad una tragica fine. E così ci uniremmo alle migliaia di organismi viventi che, incapaci di adattarsi ai cambiamenti, hanno finito per scomparire. La Terra, tuttavia, continuerebbe ad esistere, ma senza di noi.

Poiché l’impensabile e l’inaspettato appartengono alla storia, tutto potrà essere differente. Come diceva un filosofo pre-socratico: se non ci aspettiamo l’inaspettato e questo può succedere, allora saremo tutti perduti. Allora stiamo attenti all’inaspettato. Nella nostra speranza, ciò può accadere.

Leonardo Boff ha scritto: Abitare la Terra,Castelvecchi,Roma 2021;La Terra è nelle nostre mani, Edizione Terra Santa, Milano 2017

(traduzione dal portoghese di Gianni Alioti)