Kurzer Bericht über die “Zerstörung der Indianer” in Brasilien

Wenn ich über die vergangene PanAmazon-Synode im Oktober 2019 nachdenke, erinnert mich das daran, was Bartolomé de las Casas als “Die Zerstörung der Indianer” bezeichnete, als er über Mittelamerika berichtete.

Die erste Begegnung am 21. April 1500, idyllisch erzählt vom Chronisten Pero Vaz de Caminha, verwandelte sich bald in eine tiefe Enttäuschung: Aufgrund der Gier der Kolonisatoren gab es keine Gegenseitigkeit zwischen den Portugiesen und den Indigenen. Vielmehr war es eine Konfrontation, ungleich und gewalttätig, mit katastrophalen Folgen für die Zukunft aller Indigenen Nationen.

Wie auf dem gesamten lateinamerikanischen Kontinent wurde den Indigenen der Status als Menschen entzogen. Sogar 1704 schrieb die Aguiras-Kammer in Ceara, Brasilien, in einem Brief an den König von Portugal, dass “es keine Notwendigkeit für Missionen mit diesen Barbaren gibt, weil sie nur die Form von Menschen haben, und wer etwas anderes sagt, liegt eindeutig falsch.” Zuvor hatte Papst Paul III. eingreifen müssen, und mit der päpstlichen Bulle „Sublimis Deus“ vom 9. Juli 1537 proklamierte er die absolute Würde der indigenen Völker als wahre Menschen, freie Völker und Besitzer ihres Landes.

Aufgrund der Krankheiten der weißen Invasoren, gegen die die Indigenen keine Immunität hatten (Grippe, Windpocken, Masern, Malaria und Syphilis); aufgrund des Kreuzes und Schwerts; der Degradierung ihrer Ländereien, was Jagd und Landwirtschaft unmöglich machte; wegen der Sklaverei; der Kriege, die Don Joo VI. im Mai 1808 offiziell gegen die Krenak im Rio Dulce-Tal ausgerufen hatte; der systematischen Demütigung und Verleugnung ihrer Identität… wurden die fünf Millionen Indigenen auf die derzeitigen 930.000 reduziert. Die faktische Ausrottung der indigenen Völker für politische Zwecke wurde entweder durch erzwungene Akkulturation, spontane und geplante frauenfeindliche Praktiken oder schlicht und einfach durch Völkermord erreicht, ähnlich wie es Brasiliens Generalgouverneur Mendes Sé mit dem Tupiniquim von Iheus tat: “Die Leichen wurden entlang der Strände platziert, in einer Reihe eine Meile (span. Meile = 5,57 km) entlang.” In jüngster Zeit, als die großen Autobahnen und die Wasserkraft-Staudämme im Amazonasgebiet eröffnet wurden, wurden chemische Entlaubungsmittel, Hubschrauberangriffe und Low-Level-Flüge von Flugzeugen gegen die indigenen Bevölkerungen eingesetzt, einschließlich absichtlich eingeführter Bakterien.

Wir brauchen nur ein paradigmatisches Beispiel zu zitieren, das die Logik der “Zerstörung der brasilianischen Indianer” widerspiegelt. Zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts, als Dominikanerbrüder eine Mission am Ufer des Flusses Araguaia gründeten, befanden sich 6.000 bis 8.000 Kaiapo im Krieg mit den Sammlern von Naturkautschuk in der Region. Im Jahr 1918 zählte man nur noch 500. 1927 waren es 27, 1958 gab es nur noch einen Kaiapo. 1962 wurden die Kaiapo in der gesamten Region für ausgestorben erklärt.

Mit der Vernichtung von mehr als tausend Nationen in 500 Jahren brasilianischer Geschichte verschwand ein menschliches Erbe, entstanden in Tausenden von Jahren kultureller Arbeit, Dialog mit der Natur, Entwicklung von Sprachen und Aufbau einer Weltvision, die dem Leben freundlich und der Natur respektierend gegenüberstand, für immer. Ohne sie sind wir alle ärmer.

Der Alptraum einer Eingeborenen, Terena, erzählt von einem, der die Seelen der Brasilianer und der Indigenen gut kennt, zeigt die Auswirkungen dieser demografischen Verwüstung auf Menschen und Nationen: “Ich ging auf den alten Guarani-Friedhof im Reservat und sah ein großes Kreuz. Einige weiße Männer kamen und nagelten mich mit dem Gesicht nach unten an dieses Kreuz. Sie gingen und ich lag da, verzweifelt, ans Kreuz genagelt. Plötzlich erwachte ich, voller Angst” (Roberto Gambini, The Indigenous Mirror, (El espejo indio, Rio de Janeiro 1980, S. 9).

Diese Angst, hervorgerufen durch die ständigen Aggressionen des barbarischen Weißen (der sich arrogant als zivilisiert bezeichnet) verwandelte sich bei der indigenen Bevölkerungen in Todesangst verwandelt, für immer vom Antlitz der Erde ausgerottet zu werden.

Dank der indigenen Organisationen und der neuen protektionistischen Staatsgesetze, der Unterstützung durch die Zivilgesellschaft und die Kirchen und dank des internationalen Drucks erstarken die indigenen Nationen und nehmen zahlenmäßig wieder zu. Ihre Organisationen offenbaren das hohe Maß an Bewusstsein und Ausdrucksmöglichkeit, das sie erreicht haben. Sie erleben sich als erwachsene Bürger, die am Schicksal der nationalen Gemeinschaft teilhaben wollen, ohne auf ihre Identität zu verzichten, und die mit anderen historischen Persönlichkeiten zusammenarbeiten und dabei ihren kulturellen, ethischen und spirituellen Reichtum teilen möchten.

Dennoch ist die Form des brasilianischen Staates, insbesondere unter der Regierung Bolsonaro, äußerst beleidigend für ihre Würde. Sie bedroht und misshandelt sie durch ihre indigene Politik, als wären sie primitiv und kindisch.

Tatsächlich haben die Ureinwohner eine Integrität, die wir Westler verloren haben, da wir Geiseln eines Zivilisationsparadigmas sind, das spaltet, zerstreut und gegeneinander ausspielt, um vollständig zu dominieren. Die Indigenen sind die Hüter der heiligen und komplexen Einheit des Menschen mit anderen, eingetaucht in die Natur, zu der wir alle gehören und deren Teil wir sind. Sie bewahren das glückliche Bewusstsein unserer Zugehörigkeit zum Ganzen und das ewige Bündnis zwischen Himmel und Erde, den Ursprung aller Dinge.

Als ich im Oktober 1999 in Umeo, die Samis, die indigenen Norweger, traf, stellten sie vor unserem Gespräch zuerst eine Frage:

– Halten die brasilianischen Indigenen die Ehe von Himmel und Erde ein?

Ich verstand die Frage sofort und antwortete entschieden:

– Aber natürlich halten sie an dieser Ehe fest, denn aus der Ehe zwischen Himmel und Erde sind alle Dinge geboren.

Erfreut antworteten sie:

– “Dann sind sie immer noch so wahrhaftig Indigene wie wir. Sie sind nicht wie unsere Brüder und Schwester aus Stockholm, die den Himmel vergessen haben und nur bei der Erde geblieben sind. Deshalb sind sie unglücklich und so viele begehen Selbstmord. Wenn wir die Einheit von Himmel und Erde, von Geist und Materie, dem Großen Geist und dem menschlichen Geist bewahren, werden wir die Menschheit und unsere Große Mutter Erde retten.”

Das ist sicherlich die große Mission der Urvölker und die enorme Herausforderung, uns dabei zu helfen, unsere Pacha Mama, unsere Mutter Erde, zu retten, die uns alle hervorbringt und unterstützt und ohne die nichts in dieser Welt möglich ist.

Wir müssen auf ihre Botschaft hören und uns ihrer Verpflichtung anschließen, um wie sie Zeugen der Schönheit, des Reichtums und der Vitalität von Mutter Erde zu sein.

Leonardo Boff  Ökologe -Theologe – Philosoph und von der Erdcharta Kommission

 

 

 

 

Depois do ascenso da extrema direita o que virá?

Façamos algumas constatações: consolidou-se a aldeia global; ocupamos praticamente todo o espaço terrestre e exploramos o capital natural até os confins da matéria e da vida com a automação, robotização e inteligência artificial. Verificamos um ascenso atemorizador da extrema direita, bem expressa pelo ultra neoliberalismo radical e pelo fundamentalismo político e religioso. Estamos imersos numa angustiante crise civilizatória que ganha corpo nas várias crises (climática, alimentaria, energética, econômico-financeira, ética e espiritual). Inauguramos, segundo alguns, uma nova era geológica, o antropoceno, na qual o ser humano comparece como o Satã da Terra. Em contraposição, está surgindo uma outra era geológica, o ecoceno na qual a vida e não o crescimento ilimitado possui centralidade.

A pergunta que se coloca agora é: o que virá após o conservadorismo atroz da direita? Será mais do mesmo? Mas isso é muito muito perigoso, pois podemos ir ao encontro de um armargedom ecológico-social pondo em risco o futuro comum da Terra e da Humanidade. Tal tragédia pode ocorrer a qualquer momento se a Inteligência Artificial Autônoma, por algoritmos ensandecidos, deslanchar uma guerra letal, sem que os seres humanos se deem conta e possam previamente impedi-la.

Estamos sem saída, rumando para um destino sem retorno? No limite, quando nos dermos conta de que poderemos desaparecer aí temos que mudar: quem sabe, a saída possível será passar do capital material para o capital humano-espiritual. Aquele tem limites e se exaure. Este último é infinito e inexaurível. Não há limites para aquilo que são seus os conteúdos: a solidariedade, a cooperação, o amor, a compaixão, o cuidado, o espírito humanitário, valores em si infinitos, pois sua realização pode crescer sem cessar. O espiritual foi parcamente vivenciado por nós. Mas o medo de desaparecer e dada a acumulação imensa de energias positivas, ele pode irromper como a grande alternativa que nos poderá salvar.

A centralidade do capital espiritual reside na vida em toda a sua diversidade, na conectitividade de todos com todos e, por isso, as relações são inclusivas, no amor incondicional, na compaixão, no cuidado de nossa Casa Comum e na abertura à Transcendência.

Não significa que tenhamos que dispensar a razão instrumental e sua expressão na tecnociência. Sem elas não atenderíamos as complexas demandas humanas. Mas elas não teriam a exclusiva centralidade nem seriam mais destrutiva. Nestas, a razão instrumental-analítica constituía seu motor, no capital espiritual, a razão cordial e sensível. A partir dela organizar-se-iam a vida social e a produção. Na razão cordial se hospeda o mundo dos valores; dela se alimentam a vida espiritual a ética e os grandes sonhos e produz as obras do espírito, acima referidas.

Imaginemos o seguinte cenário: se no tempo do desaparecimento dos dinossauros, há cerca de 67 milhões de anos, houvesse um observador hipotético que se perguntasse: o que virá depois deles? Provavelmente diria: o aparecimento de espécies de dinos ainda maiores e mais vorazes. Ele estaria enganado. Sequer imaginaria que de um pequeno mamífero,nosso ancestral, vivendo na copa das árvores mais altas, alimentando-se de flores e de brotos e tremendo de medo de ser devorado por algum dinossauro mais alto, iria irromper, milhões de anos depois, algo absolutamente impensado: um ser de consciência e de inteligência – o ser humano – totalmente diferente dos dinossauros. Não foi mais do mesmo. Foi um salto qualitativo novo.

Semelhantemente cremos que agora poderá surgir um novo estado de consciência, imbuído do inexaurível capital espiritual. Agora é o mundo do ser mais que do ter, da cooperação  mais do que da competição, do bem-viver-e-conviver mais do que do viver bem.

O próximo passo, então, seria descobrir o que está oculto em nós: o capital espiritual. Sob sua regência, poderemos começar a organizar a sociedade, a produção e o cotidiano. Então a economia estaria a serviço da vida e a vida penetrada pelos valores da auto-realização, da amorização e da alegria de viver.

Mas isso não ocorre automaticamente. Podemos acolher o capital espiritual ou também recusá-lo. Mas mesmo recusado, ele se oferece como uma possibilidade sempre presente a ser abrigada. O espiritual não se identifica com nenhuma religião. Ele é algo anterior, antropológico, que emerge das virtualidades de nossa profundidade  arquetípica.Mas a religião pode alimentá-lo e fortalecê-lo, pois se originou dele.

Estimo que a atual crise nos abra a possibilidade de dar um centro axial ao capital espiritual. Dizem por aí que Buda, Jesus, Francisco de Assis, Gandhi, irmã Dulce e tantos outros mestres, o teriam antecipado historicamente.

Eles são os alimentadores de nosso princípio-esperança, de sairmos da crise global que nos assola. Seremos mais humanos, integrando nossas sombras, reconciliados conosco mesmos, com a Mãe Terra e com a Última Realidade.

Então seremos mais plenamente nós mesmos, entrelaçados por redes de relações ternas e fraternas com todos os seres e entre todos nós, co-iguais.

Leonardo Boff é ecoteólogo, filósofo e escreveu: Saudade de Deus – a força dos pequenos, Vozes 2019.

 

Elogio aos afrodescendentes no seu dia 20 de novembro

Há um crescendo na discriminação dos pobres, dos LGBT, dos quilombolas,dos indígenas e especialmente dos negros e negras que compõem mais da metade de nossa população. Neste dia 20 de novembro, dia da consciência negra, é dia da consciência para os brancos a fim de que superem a discriminação de seus irmãos e irmãs, acrescentando-lhe sofrimento sobre sofrimento. É um protesto contra o deputado que quebrou no dia 19/11/19 um quadro de um artista nas paredes do Câmara dos Deputados e contra aquele que quebrou a placa em homenagem à Marielle, assassinada há mais de um ano. É meu gesto de pequena solidariedade a estes irmãos e irmãs que têm o mesmo sangue vermelho que o nosso, o mesmo coração que pulsa, o mesmo desejo de amar e ser amado. Lboff

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A Paixão de Cristo continua pelos séculos afora no corpo dos crucificados. Jesus agonizará até o fim do mundo, enquanto houver um único de seus irmãos e irmãs negros que esteja ainda pendendo de alguma cruz. Foi nesta compreensão que a Igreja Católica, na liturgia da Sexta-Feira Santa, coloca na boca do Cristo estas palavras pungentes que valem hoje aos afrodescendente no Brasil:

”Que te fiz, meu povo eleito? Dize em que te contristei? Que mais podia ter feito, em que foi que te faltei”?

“Eu te fiz sair do Egito, com maná de alimento. Preparei-te bela terra, tu, a cruz para o teu rei”.

Celebrando a abolição da escravatura a 13 de maio, nos damos conta de que ela não foi completada ainda. Há muita discriminação na rua, nas mídias digitais sociais contra os afrodescendentes, atingindo escritores, músicos.políticos/as e até atores e atrizes conhecidos e amados pelo público. Quantos jovens negros são executados pela polícia nos morros de nossas cidades?

A Paixão de Cristo continua na paixão do povo afrodescendente. Falta a segunda abolição, da miséria, da fome, do desemprego e da discriminação.

Ouvem-se ecos de seus lamentos por libertação contra um cativeiro ainda imposto:

“Meu irmão branco,  minha irmã branca, meu povo: que te fiz eu e em que te contristei? Responde-me”!

“Eu te inspirei a música carregada de banzo e o ritmo contagiante. Eu te ensinei como usar o bumbo, a cuíca e o atabaque. Fui eu que te dei os ritmos e a ginga do samba. E tu tomaste do que era meu, fizeste nome e renome, acumulaste dinheiro com tuas composições e nada me devolveste”.

“Eu desci os morros, te mostrei um mundo de sonhos, de uma fraternidade sem barreiras. Eu criei mil fantasias multicores e te preparei a maior festa do mundo: dancei o carnaval para ti. E tu te alegraste e me aplaudiste de pé. Mas logo, logo, me esqueceste, reenviando-me ao morro, à favela, à realidade nua e crua do desemprego, da fome, do preconceito  e da opressão”.

“Meu irmão branco, minha irmã branca, meu povo: que te fiz eu e em que te contristei? Responde-me”!

“Eu te dei em herança o prato do dia-a-dia, o feijão e o arroz. Dos restos que recebia, fiz a feijoada, o vatapá, o efó e o acarajé: a cozinha típica da Bahia. E tu me deixas passar fome. E permites que minhas crianças morressem famintas ou que seus cérebros fossem irremediavelmente afetados, infantilizando-as para sempre”.

“Eu fui arrancado violentamente de minha Mãe África. Conheci o navio-fantasma dos negreiros. Muitos morreram na  viagem e foram jogados aos peixes. Fui feito coisa, “peça”, escravo e escrava. Fui a mãe-preta para teus filhos e filhas. Cultivei os campos, plantei o fumo para o cigarro e a cana para o açúcar. Fiz todos os trabalhos. Ajudei a construir quase tudo o que existe neste país, monumentos, palácios e igrejas coloniais. E tu me chamas de preguiçoso e me prendes por vadiagem. Ao lado da Casa Grande do senhor, me condenaste a viver na senzala. Por causa da cor da minha pele me discriminas e me tratas ainda como se escravo fosse”.

“Meu irmão branco, minha irmã branca, meu povo: que te fiz eu e em que te contristei? Responde-me!”

“Eu soube resistir, consegui fugir  do capitão do mato que me caçava como a um animai e fundar quilombos: sociedades fraternais, sem escravos, de gente pobre mas livre, negros, negras, mestiços e até brancos. Eu transmiti, apesar do açoite em minhas costas, a cordialidade e a doçura à alma brasileira. E tu me caçaste como bicho, arrasaste meus quilombos e ainda hoje impedes que a abolição da miséria que escraviza e a discriminação que humilha,  continuem como realidades cotidianas e efetivas”.

“Eu te mostrei o que significa ser templo vivo de Deus. E, por isso, como sentir Deus na pele,  no corpo cheio de axé e celebrá-lo no ritmo, na dança e nas comidas sagradas. E tu reprimiste minhas religiões e rebaixando-as a simples ritos afro-brasileiros ou a simples folclore. Não raro, fizeste da macumba caso de polícia”.

“Meu irmão branco, minha irmã branca, meu povo: que te fiz eu e em que te contristei? Responde-me”!

“Quando com muito esforço e sacrifício consegui ascender um pouco na vida, ganhando um salário suado, comprando minha casinha, educando meus filhos e filhas, cantando o meu samba, torcendo pelo meu time de estimação e podendo tomar no fim de semana uma cervejinha com os amigos, tu dizes que sou um negro de alma branca, diminuindo assim o valor de nossa alma de negros, dignos e trabalhadores. E nos concursos em igual condição quase sempre sou preterido em favor de um branco. Porque sou negro ou negra”.

“E quando se pensaram políticas públicas para reparar a infâmia histórica, permitindo-me o que sempre me negaste: estudar e me formar nas universidades e nas escolas técnicas e assim melhorar minha vida e de minha família, a maioria dos teus grita: é contra a constituição, é uma discriminação, é uma injustiça social. E isso se agravou nos nossos dias atuais, sombrios, cortando ou diminuindo as políticas sociais que nos beneficiavam. Mas esperamos firmemente que a Justiça vai ainda estar do nosso lado e continuar a nos abrir as portas das universidades e das escolas técnicas. Finalmente, ainda assim  somos a maioria nas universidades.

“Meu irmão branco, minha irmã branca, meu povo: Que te fiz eu e em que te contristei? Responde-me!””

“Responde-me, por favor”.

“E nós brancos, os que dispomos do ter, do saber e do poder, geralmente calamos, envergonhados e cabisbaixos.

É hora de escutar o lamento destes nossos irmãos e irmãs afrodescendentes, somar forças com eles e construir juntos uma sociedade inclusiva, pluralista, mestiça, morena, negra, fraterna, cordial onde nunca mais haverá, como ainda continua havendo,  pessoas que se atrevem a escravizar outras pessoas. Que não seja tão difícil amar e sentirmo-nos irmãos e irmãs, todos filhos e filhas de Olorum e do Altíssimo.

Oxalá possamos gritar: “escravidão nunca mais”. E enxugando as lágrimas, mas alegres, respondemos às discriminações com amor, com música  com dança e com alegria de viver.

E um dia, que só Deus saberá quando, poderemos dizer, como no Apocalipse,  todos juntos, brancos e afrodescendentes,  sem vingança e sem rancor e cheios de júbilo: “tudo isso passou”. Pois estaremos todos  no reino dos libertos.

Leonardo Boff, texto dedicado à atriz Taís Araújo, afrodescendente, discriminada publicamente e também para Danielle Ferreira, bahiana, militante dos direitos das mulheres afrodescendentes e liderança jovem do PT.

 

 

 

 

Lula e Bolsonaro: o confronto de dois projetos

A liberação do ex-presidente Lula da prisão em tempos do presidente Bolsonaro suscitou um confronto dramático entre dois projetos de Brasil. Mais que opostos, eles são antagônicos. Sem forçar os termos, parece a atualização da visão do mundo dos gnósticos que liam a história como luta entre o bem e o mal ou segundo “A Cidade de Deus” de Santo Agostinho, entre o amor e o ódio.

Efetivamente o projeto de Bolsonaro se funda na difusão de ódio aos homoafetivos, aos LGBTI, aos negros e aos pobres em geral e na exaltação de ditaduras ao ponto de magnificar notórios torturadores. Lula afirma que nele não há ódio mas amor que o levou e leva a implementar políticas sociais de inclusão de milhões de marginalizados garantindo-lhes os mínimos vitais.

Há que se reconhecer que este cenário projeta uma visão pouco dialética, cindindo a história entre a sombra e a luz Mas infelizmente assim é, embora rejeite este tipo de dualismo.

Tudo isso acontece num contexto de ascenso mundial do conservadorismo, do fundamentalismo político e religioso e da exacerbação da lógica do capital que se expressa num neoliberalismo ultra radical, feito opção axial do governo Bolsonaro. Observemos que este radicalismo neoliberal formulado pela escola de Viena e de Chicago, donde vem Paulo Guedes, sustenta que “não há direitos fora das leis do mercado e que a pobreza não é um problema ético mas uma incompetência técnica, pois os pobres são indivíduos que, por culpa própria, perderam a competição com os outros”. Desse pressuposto teórico, se deriva que não há porquê ocupar-se com políticas para os pobres. É um governo de ricos para ricos.

Contraditoriamente, Lula afirma a centralidade da justiça social a partir das grandes maiorias vitimadas pela ordem capitalista. Propõe uma democracia social e participativa com a inclusão dessas maiorias. Quis realizar este projeto com um presidencialismo de coalizão de partidos, o que considero seu grande equívoco, ao invés de apoiar-se nos movimentos sociais, donde veio, como o fez com sucesso o presidente da Bolívia, deposto por um golpe classista e racista, Evo Morales Ayma.

No Brasil, o racismo e a intolerância que sempre estavam aí mas recolhidos no armário irromperam explicitamente. Eles se ocultavam sob o nome de “cordialidade do brasileiro”. Mas como bem observou Sérgio Buarque de Hollanda (em Raizes do Brasil) esta cordialidade pode significar tanto lhaneza e amor, quanto violência e ódio, posto que ambos se albergam no coração, por isso “cordial”.

Surfando nesta onda nacional e internacional se elegeu Jair Bolsonaro e se condenou e prendeu o ex-presidente Lula, mediante a lawfare, pelo corpo judiciário que levava avante a Lava Jato.

Jair Bolsonara, mesmo depois de eleito, utiliza-se com frequência dos fake news, da mentira direta e governa com os filhos de forma autoritária e por vezes boçal.

Lula comparece como um reconhecido carismático que fala ao coração das massas desesperançadas, propondo uma democracia social, o Estado de direito e a urgência de resgatar o que foi desmantelado.

Tudo depende em que estilo se dará este confronto. Bolsonaro evita o confronto direto, pois sabe de suas poucas luzes. Confiou-o aos ministros da Justiça, Sérgio Moro e o da Fazenda, Paulo Guedes,  melhor apetrechados.

O que Lula, ao meu ver, precisa evitar é o confronto no mesmo patamar de Bolsonaro. Importa por à luz o que Bolsonaro oculta e não pode usar: a crueza dos fatos, a tragédia que assola as grandes maiorias humilhadas e ofendidas. Não cabe um discurso de resposta a Bolsonaro pois ele mesmo é autodestrutivo. Mas de forma positiva falar ao coração das massas destituídas, denunciando objetivamente as maldades perpetradas por medidas excludentes, contrárias aos direitos e à própria vida.

Para resumir um longo arrazoado: inteligente seria assumir a atitude do melhor homem que o Ocidente gerou: o pobre e humilde Francisco de Assis. Realisticamente sabia que a realidade é contraditória, composta do dia-bólico (o que divide) e do sim-bólico (o que une). Não recalca o lado escuro de nossa realidade. Mas fortalece de tal forma o lado luminoso para que ele inunde a mente e o coração. Proclama: “onde houver ódio, que eu leve o amor/onde houver discórdia, que eu leve a união/ onde onde houver desespero que eu leve a esperança/ onde houver trevas, eu leve a luz.”

Esta opção supõe a convicção de que nenhum governo pode perdurar assentado no ódio, na mentira e no desprezo dos humildes da Terra. A verdade, a reta intenção e o amor desinteressado pronunciarão a palavra final. Não Caim mas Abel, não Judas mas Jesus, não Brilhante Ustra mas Vladimir Herzog.

Leonardo Boff é teólogo, filósofo e escritor.