Ist die Römische Kurie reformierbar?

 

 

Die Römische Kurie setzt sich aus allen Gremien zusammen, die den Papst unterstützen, um von den 44 Hektar aus, die den Petersdom umgeben, die Kirche zu lenken. Sie hat mehr als 3000 Angestellte. Noch klein in ihren Anfängen im 12. Jahrhundert, hat sie sich unter Papst Sixtus V im Jahr 1588  zu einem Expertengremium gewandelt, das geschmiedet wurde, um den Reformatoren Luther, Calvin u. a. die Stirn zu bieten. Papst Paul VI versuchte im Jahr 1967 sie zu reformieren, ebenso Papst Johannes Paul II im Jahr 1998, doch waren beide erfolglos.

 

 
Die Kurie wird als einer der konservativsten mitregierenden Verwaltungsapparate der Welt erachtet, die über eine solche Macht verfügt, dass sie in der Praxis die Veränderungen, die durch die zwei vorigen Päpste eingeführt werden sollten, verzögern, annullieren und ad acta legen konnte sowie die progressive Linie des Vaticanum II (1962-1965) blockierte.

 

 
Sie verfolgt diesen Kurs ohne Unterlass, als arbeitete sie nicht für die Gegenwart, sondern für die Ewigkeit. Die Moral- und Finanzskandale, die sich in ihrem Umfeld ereigneten, waren hingegen von einem solchen Ausmaß, dass es zu einem Aufschrei in der ganzen Kirche führte, die nach einer Reform verlangte, welche als eine ihrer Missionen durch den neuen Papst Franziskus durchgeführt werden muss. Wie es der leider inzwischen verstorbene ausgewiesene Vatikankenner Giancarlo Zizola (Quale Papa 1977) schrieb: „Während vier Jahrhunderten ist das revolutionäre Chromosom des Ur-Christentums fast verschwunden, und die Kirche hat sich zu einer konterrevolutionären Vereinigung etabliert.“ (S. 278) und negiert alles aufkommende Neue. In einer Rede vor den Mitgliedern der Kurie beschuldigte Papst Paul VI am 22. Februar 1975 sogar die Römische Kurie, „eine Haltung der Überlegenheit und des Stolzes gegenüber dem Bischofskollegium und dem Volk Gottes“ eingenommen zu haben.

 


Wird die Kombination aus franziskanischer Sensibilität und jesuitischer Gründlichkeit es Papst Franziskus ermöglichen, die Kurie zu reformieren? In Weisheit hat er sich von acht erfahrenen Kardinälen aller Kontinente umgeben, die ihn begleiten sollen, jene Herkulesaufgabe mit all ihren notwendigen Selbstreinigungen auszuführen.

 


Hinter all dem steckt ein historisch theologisches Problem, das die Reform der Kurie ernsthaft erschwert. Es drückt sich durch zwei widersprüchliche Visionen aus: Einerseits dadurch, dass nach dem Ausruf der Unfehlbarkeit des Papstes im Jahr 1870, nach der vorherigen Romanisierung (Uniformisierung) der ganzen Kirche, es zu einer maximalen Konzentration am Gipfel der Pyramide kam: dies ist das Papst-Primat mit der „höchsten, vollen, unmittelbaren“ Macht (Kanon 331). Dies beinhaltet, dass ihm alle Entscheidungsgewalt zusteht, eine Last, die von einer einzigen Person fast unmöglich getragen werden kann, selbst nicht, wenn mit absolutistischer monarchischer Macht versehen. Eine Dezentralisierung kann nicht akzeptiert werden, denn das bedeutete einen Verlust der höchsten Macht des Papstes. Die Kurie schließt sich nun um den Papst, der zu ihrem Gefangenen wird, und blockiert die Initiativen, die den traditionellen Konservativen manchmal unangenehmen werden könnten, oder vernachlässigt ganz einfach ein solches Projekt so lange, bis es in Vergessenheit gerät.

 


Die andere Seite kennt das Gewicht des monarchischen Papsttums und sucht, der Bischofssynode Leben einzuhauchen, jener kollegialen Instanz, die durch das II. Vatikanische Konzil ins Leben gerufen wurde, um dem Papst zu helfen, die universelle Kirche zu lenken. Doch dann wurde diese unter Johannes Paul II und Benedikt XVI unter dem Druck der Kurie, die diese als ein Mittel zum Zerbrechen der Zentralisation der römischen Macht ansah, zu einem Beratungsgremium statt zu einer abstimmungsberechtigten Instanz umgewandelt. Sie wird alle zwei bis drei Jahre einberufen, hat aber keinen reellen Einfluss auf die Kirche.

 

 
All dies sind Indikationen, dass Papst Franziskus plant, ein Gremium ins Leben zu rufen, mit dem er gemeinsam der Kirche vorstehen will, indem er die acht Kardinäle einberief, um mit ihm und unter seiner Führung die Reform der Kurie durchzuführen. Wir hoffen, dass er dieses kollektive Korps auf Repräsentanten ausweitet, die nicht nur der Hierarchie entstammen, sondern dem ganzen Volk Gottes, und auch Frauen einbezieht, die die Mehrheit in der Kirche darstellen. Eine solche Vorgehensweise erscheint nicht unmöglich.

 


Laut Meinung von Experten über Vatikanische Angelegenheiten und auch einiger Führungspersönlichkeiten bestünde die beste Weise, die Kurie zu reformieren, in einer großen Dezentralisierung ihrer Funktionen. Wir befinden uns in der Ära der Globalisierung und der elektronischen Kommunikation in Echtzeit. Wenn sich die katholische Kirche dieser neuen Epoche der Menschheit anpassen will, gibt es nichts Besseres als eine Revolution in der Organisation. Warum sollte das Dikasterium (Kongregation) für die Evangelisierung der Völker nicht nach Afrika transferiert werden? Jenes des interreligiösen Dialogs nach Asien? Oder das des Friedens und der Gerechtigkeit nach Lateinamerika? Und der Rat zur Förderung der Einheit der Christen nach Genf, dem Sitz des Ökumenischen Rats der Kirchen? Einige Abteilungen, die direktere Angelegenheiten betreffen, verbleiben im Vatikan. Dank der Möglichkeit von Videokonferenzen, der Kommunikationstechnologien wie Skype u. a. könnten sie in unmittelbarem täglichen Kontakt miteinander stehen. Damit könnte die Entstehung einer Gegenmacht verhindert werden, worin die traditionelle Kurie ein großer Experte ist. Dies würde die katholische Kirche zu einer wahrhaft universellen, und nicht abendländischen, Kirche machen.

 


Da der Papst uns um unser Gebet für ihn bittet, haben wir tatsächlich viel zu beten, damit dieser Wunsch zum Wohle aller Christen und all derer, die der Kirche nahe stehen, Wirklichkeit werden kann.

 

Übersezt von Bettina Gold-Hartnack

 

O duro recado que o Papa Francisco passou aos Bispos

Jean Mercier, um publicista frances, se deu conta da gravidade das palavras do Papa Francisco dirigidas aos bispos, arebiispos e cardeais reunidos no Rio por ocasião da Jornada Mundial da Juventudo. Foram as palavras mais duras que o Papa usou aqui. Infelizmente não foram comentadas pela imprensa, certamente, porque julga se tratar de asuntos internos da Igreja. De fato são, mas com repercussão enorme na vida pública, lá onde a Igreja se faz presente. Sei de fonte fidedigna, pois a pessoa estava presente, que um dos bispos conservadores com hábitos principescos, apenas comentou irritado:”que discuro ridículo, esse do Papa”. É bom relermos tal mensagem. Jean Mercier nos fez o favor de dar-lhe relevância, coisa que fiz en pessant nos meus artigos. Publicou sua matéria la revista La Vie  sob o título A encíclica oculta dFrancisco no Rio e traduzida para o portugues pelo IHU de 9 de agosto de 2013: Lboff

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Oficialmente, a primeira encíclica do Papa Francisco intitula-se Lumen Fidei, e foi publicada no começo de julho passado. Mas ela foi escrita principalmente por Bento XVI; Francisco contentou-se em lhe acrescentar uma espécie de posfácio. Na realidade, o papa trabalhava em outros textos, aqueles que iria pronunciar na Jornada Mundial da Juventude (JMJ) e, especialmente, em dois discursos fundamentais, endereçados aos bispos, que ficaram um pouco perdidos no meio da massa de palavras endereçadas aos jovens durante a JMJ

No sábado, 27 de julho, aos bispos brasileiros, o Papa Francisco abordou questões difíceis e exigentes do domínio da pastoral, em um texto muito forte. Na manhã seguinte, ele ampliou seu propósito através de uma alocução aos bispos vindos de toda a América Latina. O conjunto desses dois discursos constitui uma espécie de encíclica “oficiosa”, verdadeiro programa para o pontificado, cujo fio condutor é uma autocrítica severa e o apelo à conversão da instituição. O veredicto é claro, mesmo sob a forma de eufemismo: “Estamos um pouco atrasados no que se refere à Conversão Pastoral”.

1. Quebrar o tabu em relação às mulheres e o cisma silencioso dos decepcionados com a Igreja

Como nenhum Papa antes dele, Francisco se confronta com a dolorosa questão dos católicos que abandonaram a Igreja, fenômeno atestado na América Latina, mas que é conhecido de todos os países, especialmente os europeus, nos últimos 50 anos. Ele evoca assim “o mistério difícil das pessoas que abandonaram a Igreja” e se deixaram seduzir por outras propostas.

Esta questão, considerada tabu durante muito tempo, é a ocasião para uma severa autocrítica: “Talvez a Igreja lhes apareça demasiado frágil, talvez demasiado longe das suas necessidades, talvez demasiado pobre para dar resposta às suas inquietações, talvez demasiado fria para com elas, talvez demasiado auto-referencial, talvez prisioneira da própria linguagem rígida, talvez lhes pareça que o mundo fez da Igreja uma relíquia do passado, insuficiente para as novas questões; talvez a Igreja tenha respostas para a infância do homem, mas não para a sua idade adulta”.

O Papa acusa a Igreja de ser de tal maneira exigente em seus “padrões” que desencoraja o conjunto das pessoas: “muitos buscaram atalhos, porque se apresenta demasiado alta a ‘medida’ da Grande Igreja. Também existem aqueles que reconhecem o ideal do homem e de vida proposto pela Igreja, mas não têm a audácia de abraçá-lo. Pensam que este ideal seja grande demais para eles, esteja fora das suas possibilidades; a meta a alcançar é inatingível”.

Uma Igreja chata, rígida, fria, centrada no seu umbigo! Nunca Bento XVI e João Paulo II fizeram semelhante autocrítica.Bergoglio não tem medo de dizer a verdade ao pensar em todos esses que se afastaram dela: “Perante esta situação, o que fazer? Necessitamos de uma Igreja que não tenha medo de entrar na noite deles. Precisamos de uma Igreja capaz de encontrá-los no seu caminho. Precisamos de uma Igreja capaz de inserir-se na sua conversa. Precisamos de uma Igreja que saiba dialogar com aqueles discípulos, que, fugindo de Jerusalém, vagam sem meta, sozinhos, com o seu próprio desencanto, com a desilusão de um cristianismo considerado hoje um terreno estéril, infecundo, incapaz de gerar sentido. (…) Hoje, precisamos de uma Igreja capaz de fazer companhia, de ir para além da simples escuta”.

O Papa não hesita em tocar em outro assunto tabu na instituição: o lugar das mulheres: “Não reduzamos o empenho das mulheres na Igreja; antes, pelo contrário, promovamos o seu papel ativo na comunidade eclesial. Se a Igreja perde as mulheres, na sua dimensão global e real, ela corre o risco da esterilidade”. Embora a menção seja lapidar, é a primeira vez que um Papa reconhece que a Igreja perdeu parte da sua credibilidade em relação às mulheres.

A solução passa, segundo o Papa, pelo exercício da maternidade da Igreja, isto é, pelo exercício da misericórdia. “Ela gera, amamenta, faz crescer, corrige, alimenta, conduz pela mão… Por isso, faz falta uma Igreja capaz de redescobrir as entranhas maternas da misericórdia. Sem a misericórdia, temos hoje poucas possibilidades de nos inserir em um mundo de ‘feridos’, que têm necessidade de compreensão, de perdão, de amor”. Nesse campo, há progressos a realizar: “Num hospital de campanha a emergência é curar as feridas”.

A outra dimensão é a empatia afetiva e a proximidade: “Eu gostaria que hoje nos perguntássemos todos: Somos ainda uma Igreja capaz de aquecer o coração?”.

2. A reforma da Igreja a partir da missão, e não da burocracia ou da ideologia

Verdadeiramente, o Papa defende “toda uma dinâmica de reforma das estruturas eclesiais” que se tornaram obsoletas. Mas, cuidado! A reforma deve ser feita a partir de um critério específico: a missão, e não a sofisticação administrativa… A “mudança das estruturas” (das caducas para as novas) não é “fruto de um estudo de organização do sistema funcional eclesiástico. (…) O que derruba as estruturas caducas, o que leva a mudar os corações dos cristãos é justamente a missionariedade”.

Encontramos aqui, na alocução do Papa Francisco aos bispos latino-americanos, uma reflexão de fundo que já é aquela de alguns bispos europeus, que apelam a uma verdadeira conversão pastoral, e que o Papa apresenta sob a forma de um verdadeiro exame de consciência. O Papa exorta a uma revolução pastoral mais que administrativa. O Papa denuncia o funcionalismo que “olha para a eficácia”, que se deixa fascinar pelas estatísticas e “reduz a realidade da Igreja à estrutura de uma Ong”.

A partir daí, o Papa Francisco define as “tentações do discípulo missionário”, situando, como bom jesuíta, o desafio sob a perspectiva do discernimento, e, portanto, do combate espiritual contra “o espírito mau” que leva à “ideologização” da mensagem evangélica. Ele lista quatro desvios, agrupando dois a dois os extremos, progressistas e conservadores:

A redução socialista, “uma pretensão interpretativa com base em uma hermenêutica de acordo com as ciências sociais”. Ela recobre os campos mais variados: do liberalismo de mercado às categorias marxistas;

A ideologização psicológica. Trata-se de uma aproximação “elitista” que reduz o encontro com Cristo a uma dinâmica de autoconhecimento, sem transcendência;

A proposta gnóstica, dos reformistas inspirados no “Iluminismo”. O Papa explicou que ele recebia, desde o começo do pontificado, cartas de fiéis, pedindo pelo “casamento dos sacerdotes e a ordenação das boas irmãs”, mas que a reforma necessária da Igreja, segundo ele, não se situa neste nível.

A proposta pelagiana, aqueles católicos que procuram “uma restauração de condutas e formas superadas” ou uma “segurança” doutrinal e disciplinar.

3. Dar vida à colegialidade com os leigos e a descentralização em relação a Roma

Francisco recorda a importante valorização dos leigos na missão: “Nós, Pastores Bispos e Presbíteros, temos consciência e convicção da missão dos fiéis e lhes damos a liberdade para irem discernindo, de acordo com o seu caminho de discípulos, a missão que o Senhor lhes confia? Apoiamo-los e acompanhamos, superando qualquer tentação de manipulação ou indevida submissão? Estamos sempre abertos para nos deixarmos interpelar pela busca do bem da Igreja e pela sua Missão no mundo?”. O Papa também pediu aos bispos para confiar no “talento” de seu rebanho “para encontrar novas rotas”. Ao diabo a autocracia: “O bispo deve guiar, o que não é o mesmo que dominar”.

Ecoando o que vem dizendo desde a sua eleição, o Papa denuncia o clericalismo: “Na maioria dos casos, trata-se de uma cumplicidade pecadora: o pároco clericaliza e o leigo lhe pede por favor que o clericalize, porque, no fundo, lhe resulta mais cômodo”.

Como solução, o Papa recorda a importância dos conselhos: “Tanto estes como os Conselhos paroquiais de Pastoral e de Assuntos Econômicos são espaços reais para a participação laical na consulta, organização e planejamento pastoral? O bom funcionamento dos Conselhos é determinante. Acho que estamos muito atrasados nisso”.

Ansiosamente aguardado sobre o tema da colegialidade entre bispos, Francisco reabilita a vitalidade local, em detrimento de uma abordagem centrada em Roma. Rompendo com a visão de seus predecessores, que desafiaram a autonomia das estruturas nacionais, o Papa Francisco valoriza as “Conferências Episcopais” como “um espaço vital”: “Faz falta, pois, uma progressiva valorização do elemento local e regional. Não é suficiente a burocracia central, mas é preciso fazer crescer a colegialidade e a solidariedade; será uma verdadeira riqueza para todos”.

Esta visão confirma a atitude de Francisco em sua vontade de realinhar o papado como serviço da unidade. Ele se considera primeiro como bispo, em vez de Papa, como ele lembrou várias vezes no Rio, seja aos jovens, seja aos bispos: “Eu gostaria de falar de bispo para bispo”, confidencia aos seus interlocutores do CELAM.

Não é mera coincidência se o Papa aborda, em sua “encíclica oculta”, questões de método de trabalho. Ele lembrou que o encontro dos bispos latino-americanos (CELAM), em Aparecida, em 2007, não foi construído a partir do método romano usado em outros encontros do CELAM, e em Sínodos Romanos, ou seja, o método do Instrumentum laboris. Com este jargão se denomina o documento que define o tom dos debates, cujo conteúdo tem a tendência de bloquear os debates subsequentes. O Papa implora por intercâmbios a partir de uma consulta às bases, sem esquemas pré-mastigados pela burocracia eclesial. Isto já foi uma exigência dos Padres do Concílio Vaticano II, em sua abertura.

4. Retomar o diálogo com o mundo atual

Sem rodeios, o Papa voltou aos fundamentos do Vaticano II, citando a famosa fórmula introdutória da Gaudium et Spes: “As alegrias e as esperanças, as tristezas e as angústias dos homens de hoje, sobretudo dos pobres e de todos os que sofrem, são também as alegrias e as esperanças, as tristezas e as angústias dos discípulos de Cristo”.

Atento aos sinais dos tempos, o Papa evoca a questão da adaptação às “questões existenciais do homem de hoje, especialmente das novas gerações, prestando atenção à sua linguagem”, e leva em conta a existência de universos culturais extremamente diferentes; “Em uma mesma cidade, existem vários imaginários coletivos que configuram ‘diferentes cidades’”. O Papa insiste na consideração das “tribos”, que se reúnem por afinidades, das megalópoles: “Se continuarmos apenas com os parâmetros da ‘cultura de sempre’, fundamentalmente uma cultura de base rural, o resultado acabará anulando a força do Espírito Santo. Deus está em toda a parte: há que saber descobri-lo para poder anunciá-lo no idioma dessa cultura; e cada realidade, cada idioma tem um ritmo diferente”. Encontramos aqui a paixão jesuíta pela inculturação.

De acordo com o Papa Francisco, a missão é uma tensão permanente: “Não existe o discipulado missionário estático. O discípulo missionário não pode possuir-se a si mesmo; a sua imanência está em tensão para a transcendência do discipulado e para a transcendência da missão. Não admite a auto-referencialidade: ou refere-se a Jesus Cristo ou refere-se às pessoas a quem deve levar o anúncio dele. Sujeito que se transcende. Sujeito projetado para o encontro: o encontro com o Mestre (que nos unge discípulos) e o encontro com os homens que esperam o anúncio. (…) No anúncio evangélico, falar de ‘periferias existenciais’ descentraliza e, habitualmente, temos medo de sair do centro. O discípulo-missionário é um ‘descentrado’: o centro é Jesus Cristo, que convoca e envia. O discípulo é enviado para as periferias existenciais”.

Para além da sua crítica sobre o medo “de deixar o centro”, o Papa questiona uma visão centrada no umbigo da Igreja católica: “Quando a Igreja se erige em ‘centro’, se funcionaliza e, pouco a pouco, se transforma em uma ONG. Então, a Igreja pretende ter luz própria e deixa de ser aquele ‘mysterium lunae’ de que nos falavam os Santos Padres. Torna-se cada vez mais auto-referencial, e se enfraquece a sua necessidade de ser missionária. De ‘Instituição’ se transforma em ‘Obra’. Deixa de ser Esposa, para acabar sendo Administradora; de Servidora se transforma em ‘Controladora’. Aparecida quer uma Igreja Esposa, Mãe, Servidora, mais facilitadora da fé que controladora da fé”. A Igreja não é uma aduana, já disse em outra ocasião.

5. Aprender uma cultura da pobreza, da ternura e do encontro

Encontramos aqui as manias de Jorge Mario Bergoglio, que cutuca as “pastorais ‘distantes’, pastorais disciplinares que privilegiam os princípios, as condutas, os procedimentos organizacionais… obviamente sem proximidade, sem ternura, nem carinho. Ignora-se a ‘revolução da ternura’, que provocou a encarnação do Verbo. Há pastorais estruturadas com tal dose de distância que são incapazes de atingir o encontro: encontro com Jesus Cristo, encontro com os irmãos. Deste tipo de pastoral podemos, no máximo, esperar uma dimensão de proselitismo, mas nunca levam a alcançar a inserção nem a pertença eclesiais”.

Neste contexto, a conversão pastoral cabe ao próprio bispo, que deve ser um modelo: “Os Bispos devem ser Pastores, próximos das pessoas, pais e irmãos, com grande mansidão: pacientes e misericordiosos. Homens que amem a pobreza, quer a pobreza interior como liberdade diante do Senhor, quer a pobreza exterior como simplicidade e austeridade de vida. Homens que não tenham ‘psicologia de príncipes’. Homens que não sejam ambiciosos e que sejam esposos de uma Igreja sem viver na expectativa de outra”. O Papa mencionou claramente o carreirismo daqueles que buscam uma “promoção” para dioceses de maior prestígio.

A Council of All of Christendom?

We have celebrated the 50th anniversay of the death of Pope John XXIII (1881-1963), surely the most important Pope of the XX Century.  To him is owed the renewal of the Catholic Church, which attempted to define her place in the modern world. On January 25, 1959, without telling anyone, he declared to the astonished Cardinals gathered in the Benedictine Abby of Saint Paul, outside the city, that he was going to call an Ecumenical Council. On his own he had undertaken a critical analysis of the situation of the world and of the Church, and had realized that we were in a new historical phase: in the modern world, with its science, technical advances, liberties and rights. The Church had to position herself positively within this emerging reality. The attitude that existed then was one of distrust and condemnation. The Pope understood that this behavior was leading the Church towards isolation, and a destructive stagnation.

He repeated the old saying: vox temporis vox Dei (“the voice of the time is God’s voice”). This does not mean, he said, “that all in the world as it is now is the word of God. It means that everything carries a message of God, if it is good, we should follow it, if it is bad, we should change it”.

Thus Vatican Council II took place in Rome (1962-1965).  The Pope opened it, but he died before it ended, (1963). His spirit, however, marked the whole event , with repercussions that are felt to the present.

There were two principal themes: aggiornamento and pastoral council. Aggiornamento means saying yes to the new, yes to bringing the Church up-to-date, in terms of her language, her structure and her form of presenting herself to the world. Pastoral Council was intended to express an open relationship with the people and with the world, one of dialogue, of acceptance and fraternity. Consequently there was nothing about condemning modernity and the “Nouvelle Théologie” as previously had been stridently done. Instead of doctrines, there was dialogue, mutual learning and interchange.

Perhaps this statement by John XXIII summarizes his spirit: “The life of the Christian is not a collection of antiquities. It is not about visiting a museum or an academy of the past. That, without doubt, can be useful —as is a visit to an old monument— but it is not enough. To live is to progress, drawing the best from the practices and experiences of the past, to always go forward on the path Our Lord is showing us”.

In fact, the Council brought the Church into the modern world, participating in its avatars and its accomplishments. The Church in Latin America soon realized that the modern world not only exists, but that there also exists an underworld of which little had been spoken in the Council. In Medellín (1969) and in Puebla (1979) it was recognized that the mission of the Church in this underworld of poverty and oppression had to be promoting social justice and liberation.

50 years have now passed since the Council. The world and underworld have changed a lot. New challenges have appeared: economic-financial globalization and the consequent planetary consciousness, the dissolution of the Soviet Empire, new forms of social communication (Internet, social networks and others) that have unified the world, the erosion of bio-diversity, an awareness of the limits of the Earth and the possibility of the extermination of the human species, and with it, the extinction of the human planetary project.

We cannot address this new and threatening reality within the categories of Vatican Council  II. Everything points to the need for a new Ecumenical Council. Now it is not about calling in only the bishops of the Catholic Church. With the dangers we will have to face, all of Christendom, with its Churches, is threatened.  If we want to save the life of the planet, we need to take seriously the alliance between the Churches, religions, and techno-science, proposed by the great biologist E. Wilson. (cf. The Creation: An Appeal to Save Life on Earth, [La creación, Salvemos la vida en la Tierra, 2006]). How can the religious forces contribute so that we may still have a future? Everything is premised on the survival of life on Earth.  Otherwise, everything disappears and nothing makes sense. Christians must forget their differences and their polemics, and unite for this life-saving mission.

Pope Francis has the capacity to bring together all Christian expressions, men and women, backed by learned persons of renown, including the non-religious, to identify the type of collaboration we can offer, in line with the new consciousness of respect, veneration, of caring for all eco-systems, compassion, solidarity, shared sobriety and responsibility without restrictions, because we all are inter-dependent.

With his way of being and thinking, Pope Francis awakens in all of us the cordial, sensible and spiritual reason. Together with the intellectual reason, we will protect and care, care for and love this unique Common House that the universe and God have bestowed on us. Only in this way will we guarantee our continued presence on the Eart

Free translation from the Spanish sent by
Melina Alfaro, alfaro_melina@yahoo.com.ar,
done at REFUGIO DEL RIO GRANDE, Texas, EE.UU.

A extrema arrogâcia do Império: a espionagem universal

O sequestro do Presidente da Bolívia Evo Morales, impedindo que seu avião sobrevoasse o espaço europeu e  a revelação da espionagem universal por parte dos órgãos de informação e controle do governo norteamericano (NSA) nos levam a refletir sobre um tema cultural de graves consequências: a arrogância. Os fatos referidos mostram a que nível chegou a arrogância dos europeus forçadamente alinhados aos EUA. Somente foi superada pela arrogância pessoal de Hitler e do nazismo. A arrogância é um tema central da reflexão grega de onde viemos. Modernamente foi estudada com profundidade por um pensador italiano com formação em economia, sociologia e psicologia analítica, Luigi Zoja, cujo livro foi lançado no Brasil:”História da Arrogância”(Axis Mundi, São Paulo, 2000).

Neste livro denso, se faz a história da arrogância, nas culturas mundiais, especialmente na cultura ocidental. Os pensadores gregos (filósofos e dramaturgos) notaram que a racionalidade que se libertava do mito vinha habitada por um demônio que a levaria a conhecer e a desejar ilimitadamente, num processo sem fim. Esse energia tende a  romper todos os limites e terminar na arrogância, no excesso e na desmedida, o verdadeiro pecado que os deuses castigavam impidosamente. Foi chamada  de hybris: o excesso em qualquer campo da vida humana e de Nemesis o princípio divino que pune a arrogância.

O imperativo da Grécia antiga era méden ágan: “nada de excesso”. Tucídides fará Péricles, o genial político de Atenas, dizer: “amamos o belo mas com frugalidade; usamos a riqueza para empreendimentos ativos, sem ostentações inúteis; para ninguém a pobreza é vergonhosa, mas é vergonhoso não fazer o possível para superá-la”. Em tudo buscavam a justa medida e autocontenção.

A  ética oriental, budista e hindu, pregava a imposição de limites ao desejo. O Tao Te King já sentenciava:”não há desgraça maior do que não saber se contentar”(cap.46); “teria sido melhor ter parado antes que o copo transbordasse”(cap.9).

A hybris-excesso-arrogância é o vício maior do poder, seja pessoal, seja de um grupo, de  uma ideologia ou de um Império. Hoje essa arrogância ganha corpo no Império nortemericano que a todos submete e no ideal do crescimento ilimitado que subjaz à nossa cultura e  à economia política.

Esse excesso-arrogância chegou nos dias atuais a uma culminância em duas frentes: na vigilância ilimitada que consiste na capacidade de um poder imperial controlar, por sofisticada tecnologia cibernética, todas pessoas, violar os direitos de soberania de um país e o direito inalienável à privacidade pessoal. É um sinal de fraqueza e de medo, pois o Império não consegue mais convencer com argumentos e atrair por seus ideais. Então precisa usar a violência direta, a mentira, o desrespeito aos direitos e aos estatutos consagrados internacionalmente. Ou então as desulpas pífias e nada convincentes do Secretarário de Estado norteamericano quando visitou, há dias, o Brasil. Segundo os grandes historiadores das culturas, Toynbee e Burckhard, estes são os sinais inequívocos da decadência irrefreável dos Impérios. Nada do que se funda sobre a injustiça, a mentira e a violação de direitos se sustenta. Chega o dia de sua verdade e de sua ruína. Mas ao afundarem causam estragos inimagináveis.

A segunda frente da hybris-excesso reside no sonho do crescimento ilimitado pela exploração desapiedada dos bens e serviços naturais. O Ocidente criou e  exportou para todo mundo este tipo de crescimento, medido pela quantidade de bens materiais (PIB). Ele rompe com a lógica da natureza que sempre se autoregula mantendo a interdependência de todos com todos e a preservação da teia da vida. Assim uma ávore não cresce ilimitadamente até o céu; da mesma forma o ser humano conhece seus limites físicos e psíquicos. Mas esse projeto fez com que o ser humano impusesse à natureza a sua regulação arrogante que não quer recohecer limites: assim consome até adoecer e, ao mesmo tempo procura a saúde total e a imortalidade biológica. Agora que os limites da Terra se fizeram sentir, pois se trata de um planeta pequeno e doente, força-o com novas tecnologias a produzir mais. A Terra se defende criando o aquecimento global com seus eventos extremos.

Com propriedade diz Soja:”o crescimento sem fim nada mais é que uma ingênua metáfora da imortalidade”(p.11). Samuel P. Huntington em seu discutido livro O choque de Civilizações (Objetiva 1997) afirmava que a arrogância ocidental constitui “a mais perigosa fonte de instabilidade e de um possível conflito global num mundo multicivilizacional” (p.397).

Esta ultrapassagem de todos os limites é agravada pela ausência da razão sensível e cordial. Por ela  lemos emotivamente os  dados, escutamos atentamente as mensagens da natureza e percebemos o humano da história humana, dramática e esperançadora. A aceitação dos limites nos torna humildes e conectados a todos os seres. O Império norteamericano, por uma lógica própria da arrogância dominadora, se distancia de todos, cria desconfianças mas jamais amizade e admiração.

Termino com um conto de Leon Tostoi no estilo de João Cabral de Mello Neto: De quanta terra precisa um homem?  Um homem fez um pacto com o diabo: receberia toda a terra que conseguisse percorrer a pé. Começou a caminhar dia e noite, sem parar, de vale em vale, de monte em monte. Até que extenuado caiu morto. Comenta Tostoi: se ele conhecesse seu limite, entenderia que apenas uns metros lhe bastariam; mais do que isso não precisaria para ser sepultado.

Para serem  admirados os EUA não precisariam mais do que seu próprio território e seu próprio povo. Não precisariam desconfiar de todos e bisbilhiotar  a vida de todo mundo.