Die Theologie der Dominanz: Widerlegung eines Trugschlusses

Leonardo Boff*

Der Übergang von der Theologie des Wohlstands zur Theologie der Herrschaft (dominium)wird unter politischen Analysten und in neupfingstlichen Gruppen, in USA und auch vor allem in denen um Bolsonaro, diskutiert. Ich glaube, dass der gegenwärtige Konflikt zwischen dem zionistischen Staat Israel und dem Gazastreifen mit seinem Gemetzel und sogar Völkermord an den Palästinensern diesen Wandel in Brasilien verstärkt hat. Es ist seit langem bekannt, dass Benjamin Netanjahu ein radikaler Zionist der extremen Rechten ist, der sein Projekt zum Ausdruck gebracht hat, Israel zu den Dimensionen zurückzubringen, die es in seiner Blütezeit zur Zeit Davids und Salomons hatte. Sie machten sich die Tatsache zunutze, dass es in Ägypten interne Konflikte zwischen den mesopotamischen Mächten gab und sie deshalb nicht gegeneinander Krieg führen konnten, um das Gebiet Israels zu erobern. Aber es dauerte nicht lange, denn die Assyrer kamen und vertrieben sie ins Exil. Daher die uneingeschränkte Unterstützung Netanjahus für die Vertreibung und Kolonisierung der arabisch-muslimischen Bevölkerung in den Gebieten der Westbank.

Die Dominion-Theologie oder der Dominionismus entstand in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts in den USA im Kontext des calvinistischen christlichen Wiederaufbaus. Bekanntlich errichtete Calvin im 16. Jahrhundert in Genf eine äußerst strenge und gewalttätige religiöse Regierung, die sogar die Todesstrafe vorsah. Dies sollte ein Modell für die ganze Welt sein.

Der Dominionismus vereint verschiedene christlich-fundamentalistische Strömungen, darunter auch katholische Fundamentalisten, die eine ausschließlich religiöse, auf die Bibel gestützte Politik postulieren, die auf die gesamte Menschheit anzuwenden ist, unter Ausschluss aller anderen Ausdrucksformen, die als falsch und daher ohne Existenzberechtigung angesehen werden. Sie ist die zentrale, allumfassende Ideologie der christlichen Rechten auf dem Gebiet der Politik und der Sitten.

Schauen wir uns die grundlegende biblische Basis für diese Theologie an. Sie stützt sich auf das erste Kapitel der Genesis. In der Tat gibt es zwei Versionen der Schöpfung in der Genesis, aber nur die erste, die sich direkt auf die Herrschaft bezieht, wird verwendet. Schauen wir uns den Text an:

“Gott sprach: ‘Lasst uns den Menschen machen als unser Abbild, uns ähnlich, dass er herrsche über die Fische des Meeres und über die Vögel des Himmels und über die Haustiere und über alle wilden Tiere und über alles Gewürm, das auf Erden kriecht. Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn, als Mann und Frau schuf er sie. Und Gott segnete sie und sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehret euch und füllet die Erde und machet sie euch untertan und herrschet über die Fische im Meer und über die Vögel unter dem Himmel und über alles, was auf Erden lebt und sich regt” (Genesis 1,26-29).

Dieser Text legitimiert in seiner jetzigen Form alle Arten von Herrschaft und diente den Entwicklungspolitikern als Argument für ihr Projekt des unbegrenzten Wachstums.

Sie wurde jedoch auf fundamentalistische und buchstabengetreue Weise gelesen, ohne zu berücksichtigen, dass zwischen uns heute und dem biblischen Bericht eine Lücke von mindestens 3000 – 4000 Jahren liegt. Die Bedeutung der Worte ändert sich. Diese Gruppen berücksichtigen nicht, was sie zu der Zeit bedeuteten, als sie vor Tausenden von Jahren geschrieben wurden. Wir wollen ihre Bedeutung im Hebräischen aufdecken. Wir werden sehen, dass der Text, hermeneutisch interpretiert, wie man an ihn herangehen sollte, den Irrtum der Herrschaftstheologie aufzeigt. Sie stellt eine paranoide Wahnvorstellung dar, die in der pluralistischen und globalisierten Welt, in der wir uns befinden, nicht realisierbar ist.

Der Text ist im Lichte der Behauptung zu interpretieren, dass der Mensch “nach dem Bilde und Gleichnis Gottes” geschaffen ist. Mit diesem Ausdruck will das Hebräische nicht definieren, was der Mensch ist (sein Wesen), sondern es will bestimmen, was er operativ zu tun hat. So wie Gott alles aus dem Nichts geschaffen hat, soll der Mensch, der Geschaffene, das, was Gott geschaffen hat, mit Güte weiterführen: “Gott sah, dass alles gut war” (Genesis 1,25). Die ursprüngliche hebräische Bedeutung von “Bild und Gleichnis” (selem und demût) bedeutet, dass der Mensch der Stellvertreter und Stellvertreterin des Schöpfers ist.

Die Ausdrücke “unterwerfen” und “beherrschen” sollten einfach als “kultivieren und pflegen” verstanden werden. Aber lassen Sie uns ins Detail gehen. Für “unterwerfen” verwendet er das hebräische Wort radash (1. Mose 1,26), was soviel bedeutet wie “herrschen”, wie der gute Schöpfer über seine Schöpfung herrscht. Für “unterwerfen” verwendet er das hebräische Wort kabasch (1. Mose 1,28), was bedeutet, wie ein guter, nicht herrschender König zu handeln, der weise auf seine Untertanen achtet. Psalm 8 preist also Gott dafür, dass er den Menschen als König geschaffen hat:

“Du hast ihn so geschaffen, dass er einem göttlichen Wesen in kaum etwas nachsteht, du hast ihn mit Herrlichkeit und Ehre gekrönt, du hast ihm die Herrschaft (kabasch) über die Werke deiner Hände gegeben, du hast alles seinen Füßen unterworfen (radasch): die Schafe und alle Rinder und auch die wilden Tiere, die Vögel des Himmels und die Fische des Meeres, alles, was sich im Meer bewegt” (Psalm 8,6-9).

Hier, wie in Genesis 1, gibt es keine Gewalt oder Herrschaft: Wir müssen wie der Schöpfer handeln, der mit Liebe arbeitet, so dass er im Buch der Weisheit sagt: “Er hat alle Wesen mit Liebe geschaffen und keines mit Hass, sonst hätte er sie nicht geschaffen… Er ist der leidenschaftliche Liebhaber des Lebens” (Weisheit 1,24.26). Hier entfällt die Grundlage für jede Theologie der Herrschaft.

Es gibt eine zweite Version der Schöpfungsgeschichte im Buch Genesis (2,4-25), die sich von der ersten unterscheidet und von den Vertretern der Herrschaftstheologie nie erwähnt wurde. In dieser zweiten Version erschafft Gott alle Lebewesen aus dem Staub der Erde, einschließlich des Menschen, und schafft damit ein Band tiefer Geschwisterlichkeit zwischen ihnen allen. Er schuf den Menschen, der in Einsamkeit lebte. Dann gab er ihm eine Frau, nicht um sich fortzupflanzen, sondern um seine Gefährtin zu sein (Genesis 2,23). Er setzte sie in den Garten Eden, nicht um diesen zu beherrschen, sondern um ihn “zu bebauen und zu bewahren” (2,15), wobei er die hebräischen Wörter abad für pflügen und bebauen und schamar für bewahren oder pflegen verwendete.

Dieses Verständnis, das alle Wesen aus dem gleichen Ursprung, aus dem Staub der Erde, nimmt und dem Menschenpaar die Aufgabe des Pflegens und Bewahrens anvertraut, würde eine andere Art von Grundlage für das Zusammenleben aller Menschen mit allen anderen Wesen in der Natur bieten. Hier gibt es keine Grundlage für Herrschaft, im Gegenteil, sie verneint sie zugunsten eines harmonischen Zusammenlebens aller.

Diese Analyse, die sich auf das Hebräische stützt, ist entscheidend, um nicht länger eine unzeitgemäße, fundamentalistische Interpretation zu unterstützen, die einem politischen, ausgrenzenden und totalitären Sinn der Herrschaft über die Völker und die Erde dient, als ob es sich um ein Projekt Gottes handeln würde. Nichts könnte verzerrter und falscher sein. Auch wenn der Fundamentalismus und die rechtsextreme Orientierung in der Politik in der Welt zunehmen, bietet dieser Trend nicht die wirklichen objektiven Bedingungen, um sich durchzusetzen und eine einzige religiöse Art der Organisation der Politik der Menschheit zu bilden, die einheitlich und vielfältig ist. Diese zweite Version der Schöpfung bildet eine ganz andere Gestalt des Zusammenlebens der Menchheit, in Harmonie und in Achsamkeit der Natur. Aber sie dient dem politischen Interesse dieser radikalen Fundamentalisten gar nicht. Deswegen wird nie referiert, was widersprüchlich wäre.

  • Leonardo Boff, Professor für Systematische Theologie mit dem Schwerpunkt Biblische Theologie. Siehe einige Quellen unter vielen: Aubrey Rose (org.) Judaism and Ecology, N.York 1992; Ronald A.Simkins, Criador e Criação:a natureza da mundividência do Antigo Israel, Vozes1994 pp.158-160; James B.Martin-Schramm&Robert L.Stivers, Christian environmental Ethics, N.York 2003 esp.pp.102-104; von Rad. Das erste Buch Mose, Genesis, Göttingen 1967.

La teología del dominio: refutando una falacia

Leonardo Boff*

Está siendo discutido entre analistas políticos, en el seno de grupos neopentecostales, en gran parte bolsonaristas, el paso de la teología de la prosperidad a la teología del dominio. Estimo que el actual conflicto entre el Estado sionista de Israel y la Franja de Gaza con características de carnicería e incluso de genocidio de palestinos haya reforzado en Brasil este paso. Se sabe desde hace mucho tiempo que Benjamín Netanyahu es un sionista radical de extrema derecha que expresó su proyecto de restaurar Israel con las dimensiones que tenía, en su auge, en tiempos de David y de Salomón. Estos aprovecharan que sea em Agyto se en las potencias mesopotamicas habia conflictos internos y por eso no podian guerrearse, par exapndir el territorio de israel. Pero duró poco por que vinieron los asirios y los llevaran al exilio. De ahí el apoyo de Netanyhau sin restricciones a la expulsión y a la colonización de los territorios de la Cisjordania, de población árabe musulmana.

La teología del dominio o el dominionismo nació en los USA en los años 70 del siglo pasado, en un contexto de reconstrucción cristiano calvinista. Como es sabido Calvino en el siglo XVI instauró en Ginebra un gobierno religioso extremadamente riguroso y violento hasta con pena de muerte. Sería un modelo para todo el mundo.

El dominionismo agrupa varias tendencias cristianas fundamentalistas, inclusive integristas católicos que postulan una política exclusivamente religiosa, de base bíblica, a ser aplicada en toda la humanidad con exclusión de cualquier otra expresión, considerada como falsa y por eso sin derecho a existir. Es la ideología totalizadora central para la derecha cristiana en el campo de la política y de las costumbres.

Veamos cuál es la base bíblica fundamental que sustenta esta teología. Se basa en el primer capítulo del Génesis. A decir verdad en el Génesis hay dos versiones de la creación, pero se aprovecha solo la primera, que se refiere directamente al dominio. Veamos el texto:

“Dios dijo: hagamos al hombre a nuestra imagen y semejanza para que domine sobre los peces del mar, las aves del cielo, los animales domésticos y todos los animales salvajes y todos los reptiles que se arrastran sobre la tierra. Dios creó el hombre a su imagen, a imagen de Dios los creó, macho y hembra los creó. Y Dios los bendijo y les dijo: Sed fecundos y multiplicaos, llenad la tierra y subyugadla, mandad sobre los peces del mar, sobre las aves del cielo y sobre todo lo que vive y se mueve sobre la tierra” (Génesis 1,26-29).

Este texto así como está legitima todo tipo de dominación y ha servido a los desarrollistas de argumento para su proyecto de crecimiento ilimitado.

Sin embargo, ha sido leído de forma fundamentalista y literalista, sin tener en cuenta que entre nosotros hoy y el relato bíblico distan por lo menos 3-4 mil años. El sentido de las palabras cambia. Esos grupos no consideran lo que ellas significaban en la época en que fueron escritas hace miles de años. Desvelemos su significado en hebreo. Veremos que el texto, interpretado hermenéuticamente como debe ser, muestra la falacia de la teología del dominio. Ella representa un delirio paranóico, irrealizable en la fase del mundo plural y globalizado en el que nos encontramos.

El texto debe ser interpretado en la óptica de la afirmación del ser humano creado “a imagen y semejaza de Dios”. Con esta expresión, no se quiere en hebreo definir lo que es el ser humano (su naturaleza); al contrario, se quiere determinar lo que él, operativamente, debe hacer. Así como Dios sacó todo de la nada, el ser humano, creado creador, debe llevar adelante lo que Dios creó con benevolencia: “Dios vio que todo era bueno” (Génesis1,25). El significado original en hebreo de “imagen y semejanza” (selem y demût) quiere decir que el ser humano es el representante y el lugarteniente del Creador.

Las expresiones “subyugar” y “dominar” deben ser entendidas, simplemente, como “cultivar y cuidar”. Pero vamos a los detalles. Para “dominar” usa la palabra hebrea radash (Génesis 1,26) que significa gobernar bien como el Creador gobierna su creación. Para subyugar emplea en hebreo el término kabash (Génesis 1,28), que significa actuar como un rey bueno, no dominador, que sabiamente mira hacia sus súbditos. Por eso el salmo 8 alaba a Dios por haber creado al ser humano como rey:

Tú lo hiciste apenas inferior a un ser divino, tú lo coronaste de gloria y honra, le diste el dominio (kabash) sobre las obras de tus manos, sometiste (radash) todo a sus pies; las ovejas y todos los bueyes y hasta los animales salvajes, las aves del cielo y los peces del mar, todo lo que se abre camino por el mar” (Salmo 8,6-9).

Aquí, como en el Génesis 1, no hay nada de violencia ni de dominación: hay que actuar como el Creador, que obra con amor hasta el punto de decir en el libro de la Sabiduría que “creó todos los seres con amor y ninguno con odio, si no, no los habría creado… Él es el apasionado amante de la vida” (Sabiduría 1,24.26). Aquí se desvanece la base para cualquier teología del dominio.

Hay una segunda versión del Génesis (2,4-25) que es distinta de la primera y nunca ha sido referida por los representantes de la teología del dominio. En esta segunda, Dios saca a todos los seres del polvo de la tierra, también al ser humano, estableciendo con eso un lazo de profunda hermandad entre todos. Creó al hombre, que vivía en soledad. Entonces le dio una mujer, no para procrear, sino para ser su compañera (Génesis 2,23). Los puso en el Jardín del  Edén, no para dominarlo, sino para “cultivarlo y guardarlo” (2,15), usando las palabras hebrea abad para arar-cultivar y shamar para guardar o cuidar.

Esta comprensión que pone a todos los seres sacados del mismo origen, del polvo de la tierra, y confía a la pareja humana la misión de cultivar y guardar, proporcionaría otro tipo de fundamento para la convivencia de todos los seres humanos con todos los demás seres de la naturaleza. Aquí no existe ninguna base para el dominio, al contrario, lo niega en favor de una convivencia armoniosa entre todos.

Este análisis, basado en el hebreo, es decisivo para dejar de apoyar una interpretación fuera de tiempo, fundamentalista, al servicio de un sentido político, excluyente y totalitario del dominio sobre los pueblos y sobre la Tierra, como si fuera el proyecto de Dios. Nada más distorsionado y falso. Por más que el fundamentalismo y la orientación de extrema derecha en política esté creciendo en el mundo, esta tendencia no ofrece las condiciones objetivas reales para prevalecer y constituir una única forma religiosa de organizar la política de la humanidad, una y diversa.

*Leonardo Boff, profesor de teología sistemática con acento en la teología bíblica. Véanse algunas fuentes entre tantas: Aubrey Rose (org.) Judaism and Ecology., N.York 1992; Ronald A.Simkins, Criador e Criação:a natureza da mundividência do Antigo Israel, Vozes1994 pp.158-160; James B.Martin-Schramm&Robert L.Stivers, Christian environmental Ethics, N.York 2003 esp.pp. 102-104; von Rad. Das erste Buch Mose, Genesis, Göttingen 1967.

Traducción de MªJosé Gavito Milano

A teologia do domínio:refutação de uma falácia

Leonardo Boff

Está sendo discutido entre analistas políticos a passagem, no seio de grupos neopentecostais, em grande parte bolsonaristas, da teologia da prosperidade para a teologia do domínio.Estimo que o atual conflito entre o Estado sionista de Israel e a Faixa de Gaza com características de carnificina e até de genocídio de palestinos tenha reforçado no Brasil esta passagem. Sabe-se já há muito tempo que Benjamin Netanyahu é um sionista radical de extrema direita que expressou seu projeto de restaurar Israel nas dimensões que possuía, no seu auge, no tempo de Davi e de Salomão.Daí seu apoio irrestrito de expulsão e colonização de territórios da Cisjordânia, de população árabe muçulmana.

A teologia do domínio ou o dominionismo nasceu nos EUA por volta dos anos 70 num contexto do reconstrucionismo cristão calvinista. Com é sabido Calvino no século XVI instaurara em Genebra um governo religioso extremamente rigoroso e violento até com pena de morte.Seria um modelo para o mundo todo.

O dominionismo agrupa várias tendências cristãs fundamentalistas, inclusive integralistas católicos que postulam uma política exclusivamente religiosa,de base bíblica, a ser aplicada em toda a humanidade com a exclusão de qualquer outra expressão, tida como falsa e por isso sem direito de existir. É a ideologia totalizadora central para a direita cristã no campo da política e dos costumes.

Vejamos qual é a base bíblica fundamental que sustenta esta teologia.Baseia-se no capítulo primeiro do Gênesis. Na verdade há duas versões no Gênesis da criação. Mas é aproveitada apenas a primeira que se refere diretamente ao domínio. Eis o texto?

“Deus disse: façamos o homem à nossa imagem e semelhança para que domine sobre os peixes do mar, as aves do céu, os animais domésticos e todos os animais selvagens e todos os répteis que se arrastam sobre a terraa.Deus criou o homem à sua imagem, à imagem de Deus os criou, macho e fêmea os criou. E Deus os abençoou e lhes disse: Sede fecundos e multiplicai-vos, enchei a subjugai a terra, sobre as aves do céu e sobre tudo que vive se move sobre a terra”(Gênesis 1,26-29).

Esse texto assim como está  legitima todo tipo de dominação e serviu aos desenvolvimentistas de argumento para o seu projeto de crescimento ilimitado.

Entretanto, ele foi lido de forma fundamentalista e literalista, sem tomar em conta que entre nós hoje e o relato bíblico distam pelo menos 3-4 mil anos.O sentido das palavras mudam. Esses grupos não  consideram o que elas significavam na época em que foram escritas há milhares de anos. Desvendamos seu significado em hebraico.Veremos que o texto,interpretado hermeneuticamente como deve ser, mostra a falácia da teologia do domínio. Ela represente um delírio paranoico, irrealizável na fase do mundo plural e globalizado no qual nos encontramos.

O texto deve ser interpretado na ótica da afirmação do ser humano criado “à imagem e semelhança de Deus” .Com esta expressão, não se quer em hebraico definir o que é o ser humano (sua natureza); ao contrário, se quer determinar o que ele, operativamente, deve fazer. Assim como Deus extraiu tudo do nada, deve o ser humano, criado criador, levar avante o que Deus criou com benevolência:”Deus viu que tudo era bom”(Gênesis1,25). O significado original em hebraico de “imagem e semelhança”(selem e demût) faz com que o ser humano seja o representante e o lugar tenente do Criador.

As expressões “subjudar” e “dominar”devem ser entendidas, simplesmente, como”cultivar e cuidar”. Mas vamos aos detalhes.Para “dominar`”usa a palavra hebraica radash (Gênesis 1,26) que significa governar bem como o Criador governa sua criação.Para subjugar emprega em hebraico o termo kabash (Gênesis 1,28), que  significa agir como um rei bom, não dominador, que sabiamente olha para os seus súditos. Por isso o salmo 8 louva a Deus por ter criado o ser humano como rei:

Tu o fizeste um pouco inferir a um ser divino, tu o coroaste de glória e honra, deste-lhe o domínio (kabash)sobre as obras de tuas mãos, tudo submeteste (radah)  a seus pés; as ovelhas e todos os bois e até os animais selvagens, as aves do céu e os peixes do mar, tudo o que abre caminho pelo mar”(Salmo 8,6-9).

Aqui, como no Gênesis 1, não há nada de violência e dominação: há que se agir como o Criador que age  com amor a ponto de Ele dizer no livro de Sabedoria que “criou todos os seres com amor e nenhum com ódio senão não os haveria criado…porque Ele é o apaixonado amante da vida” (Sabedoria 1,24.26).Aqui  se esvai a base para qualquer teologia do domínio.

Há a segunda versão do Gênesis (2,4-25) que diverge  da primeira, nunca referida pelos representantes da teologia do domínio. Nesta segunda, Deus tira todos os seres do pó da terra, também o ser humano,estabelecendo com isso um laço de profunda irmandade entre todos. Criou o homem que vivia em solidão.Deu-lhe,então, uma mulher, não para procriar, mas ser sua companheira.(Gênesis 2,23). Colocou-os no Jardim do Éden, não para dominá-lo mas para “cultivá-lo e guardá-lo”(2,15),usando as palavras hebraicas abad para arar-cultivar e shamar para guardar ou cuidar.

Essa compreensão que coloca todos os seres tirados da mesma origem,do pó da terra, e  confiando ao casal humano a missão de cultivar e guardar, forneceria outro tipo de fundamento para a convivência entre todos os seres humanos junto com os demais seres da natureza. Aqui não existe base nenhuma para o domínio, ao contrário, nega-o em favor de uma convivência harmoniosa entre todos.

Essa análise, à base do hebraico, é decisiva para tirar o tapete de uma interpretação, fora do tempo, fundamentalista,a serviço de um sentido político, totalitário e excludente de domínio sobre os povos e a Terra, como sendo o projeto de Deus. Nada mais distorcido e falso. Por mais que o fundamentalismo e a orientação de extrema direita em política esteja crescendo no mundo, esta tendência não oferece as condições objetivas reais para prevalecer e constituir uma única forma religiosa de organizar a política da humanidade una e diversa.

Leonardo Boff,professor de teologia sistemática com acento na teologia bíblica.Vaja algumas fontes entre tantas: Aubrey Rose (org.) Judaism and Ecology.N.York 1992; Ronald A.Simkins,Criador e Criação:a natureza da mundividência do Antigo Israel, Vozes1994 pp.158-160; James B.Martin-Schramm&Robert L.Stivers, Christian environmental Ethics.N.York 2003 esp.pp. 102-104; von Rad. Das erste Buch Mose, Genesis,Göttingen 1967.

I nuovi barbari: la Unione Europea e gli USA

Leonardo Boff

La vera guerra di sterminio che lo Stato di Israele, sotto il comando di un mascalzone di estrema destra, Benjamin Netanyahu, sta conducendo contro più di due milioni di palestinesi nella Striscia di Gaza, con il sostegno della più grande potenza militare del mondo, gli Stati Uniti e dell’intera Unione Europea e dei paesi NATO, ci legittima a chiamarli nuovi barbari. Hanno circondato in un porcile milioni di palestinesi sulla piccola striscia di terra, vicino al mare, per eliminarli meglio. Per peggiorare la loro perversità, gli hanno tagliato l’acqua, le scorte di cibo, l’energia e le medicine per gli ospedali. E per finire, hanno usato contro la popolazione bombe al fosforo bianco che bruciano le persone fino alle ossa.

Si è trattato di una reazione del tutto sproporzionata all’attacco terroristico di Hamas (la parte militarizzata della popolazione civile) compiuto contro Israele il 7 ottobre. La reazione non conosce limiti etici, umanitari e di minima compassione. Sono stati assassinati più di 11mila bambini, migliaia di madri, circa 70mila civili e centinaia e centinaia di feriti e anche le macerie di 400mila case distrutte da bombe ad alta potenza.

Come non chiamare barbarie questa carneficina da parte degli Stati Uniti e di coloro che hanno orgogliosamente affermato quanto segue nel Preambolo della Costituzione dell’Unione Europea:

Il continente europeo è portatore di civiltà, i suoi abitanti lo hanno abitato fin dagli albori dellumanità in fasi successive e nel corso dei secoli hanno sviluppato valori, base dellumanesimo: luguaglianza degli esseri umani, la libertà e il valore della ragione…” .

Questa visione non è dialettica. Non include né riconosce le frequenti violazioni di questi valori, le catastrofi che la cultura europea ha prodotto con ideologie totalitarie, guerre devastatrici, con la morte di circa 200 milioni di persone nel continente e nelle colonie, colonialismo, schiavitù, imperialismo, genocidio dei popoli originari (in un secolo morirono in Sud America, sotto l’azione degli europei 61 milioni di indigeni), decimando intere nazioni in netto contrasto con i valori proclamati. Ciò che la Unione Europea, in qualità di complice, sta facendo nella Striscia di Gaza dimostra la sua tradizionale arroganza e il suo atteggiamento ipocrita. Tralascio gli USA, sempre in guerra con qualche paese, commettendo le più grandi barbarie. Mi concentro solo sugli europei.

Tutta questa dimensione tragica è stata possibile solo perché l’altro non è mai stato riconosciuto, di fatto, come suo pari e, di conseguenza, il diverso non è mai stato rispettato. Questa concezione non è ancora stata superata nella coscienza della maggior parte dei paesi europei.

Prendiamo come esempio dell’inferiorizzazione degli altri, il trattamento riservato alle donne.

Nella cultura occidentale in generale (senza considerare le altre culture) aveva centralità la visione patriarcale e sessista che combinava e organizzava i valori principali nella forma maschile. A causa di questa dominazione, la donna fu sottomessa, emarginata e resa socialmente invisibile.

È stata creata una giustificazione ideologica per questa inferiorizzazione. È stata ricercata in Aristotele, che aveva coniato una concezione pregiudiziale, la cui risonanza è arrivata fino a San Tommaso d’Aquino, con echi in Freud e Lacan. Il filosofo affermava che la donna è “un uomo rimasto nel cammino”, “un essere incompiuto e inferiore” (ma in latino).

I settori tradizionalisti della Chiesa appaiono come bastioni culturali che mantengono viva e ancora riproducono questa inferiorizzazione delle donne. Per questi settori le donne non godono ancora della piena cittadinanza ecclesiastica. Ciò ha finito per prevalere nel Sinodo sull’Amazzonia, che intendeva dare un volto indigeno alla fede cristiana. Ha prevalso il paradigma sessista, romano e occidentale. Gli indios sposati non possono essere preti. Alle donne si è negato il sacerdozio; c’è stata una piccolissima concessione, la partecipazione all’amministrazione istituzionale della Chiesa. Ma non è loro consentito esercitare la libertà con riferimento, tra l’altro, al diritto riproduttivo, poiché costituiscono oltre il 50% della comunità cristiana.

Questa riduzione a uno stato di inferiorità delle donne divide l’umanità da cima a fondo. Conferisce troppo potere all’uomo. Questo, non riconoscendo l’alterità e l’uguaglianza delle donne, ha perso l’interlocutore che la natura e Dio gli avevano dato per vivere insieme in modo cooperativo. Quando la Genesi dice che sono immagine di Dio e fatti uomo e donna, intende questo fatto non come possibilità di riproduzione della specie. Ma come compagni tra loro e interlocutori permanenti.

Questo rapporto faccia a faccia tra uomo e donna, impedirebbe una relazione di dominio. E questa, per ragioni che qui non possiamo menzionare, è stata attuata. Senza la donna, l’uomo proietta la sua forza fisica e la sua capacità intellettuale nella logica della competizione, in cui solo uno vince e tutti gli altri perdono. Impedisce la cooperazione in cui tutti vincerebbero. Lascia il campo aperto all’emergere di strutture di potere che implicano gerarchizzazione ed esclusione. Si attribuisce di fatto al patriarcato e al sessismo il tipo di Stato centralizzato che abbiamo, la fabbricazione della guerra e l’istituzione di costumi sociali sessisti e di leggi discriminatorie.

Ma grazie alla lotta storica delle donne è in atto una sistematica demolizione delle false ragioni della società patriarcale. Loro hanno sviluppato una visione più olistica dell’uomo e della donna e della loro missione nella storia: creare relazioni di partenariato nel rispetto delle differenze in vista di una relazione più inclusiva e meno conflittuale tra i generi e a beneficio della pace politica e religiosa tra i popoli.

Ciò che, vergognosamente, sta accadendo a cielo aperto a Gaza è il prevalere della violenza maschilista, la spietatezza verso i più deboli e la pura e semplice eliminazione di persone che, secondo i sionisti radicali, non dovrebbero più esistere. Ma ribadisco che crediamo che, con molto sforzo, l’essere umano possa essere migliore: può fare della persona lontana un vicino e del vicino un fratello e una sorella. Ma quando?

Leonardo Boff ha scritto con Rose Marie Muraro i libri Feminino e Masculino: uma nova consciência para o encontro das diferenças, Record, RJ 2002/2010; O rosto materno de Deus, Vozes 11edições 2012.

(traduzione dal portoghese di Gianni Alioti)