Die Dringlichkeit eines gobalen Sozialpakts

Leonardo Boff

Es gibt zu viel Unbewusstheit und tiefgreifende Verleugnung auf der Welt, so schwerwiegend, dass es uns auf diesem Planeten das Leben kosten könnte. Tatsache ist, dass wir uns in einer neuen Phase für die Erde und die Menschheit befinden: der Phase der Entstehung des Gemeinsamen Hauses. Covid-19 hat uns eine Lektion erteilt, die wir noch nicht gelernt haben: Es hat die Grenzen und die Souveränität der Nationen nicht respektiert. Es hat gezeigt, dass es nur ein Gemeinsames Haus gibt und dass dieses vollständig betroffen sein kann. Aber wir haben daraus keine Lehren gezogen. Der große italienische Politiktheoretiker Antonio Gramsci hat es treffend ausgedrückt: Die Geschichte lehrt uns Lektionen, aber sie hat fast keine Schüler. Nur sehr wenige haben diese Schule besucht, und die Nachlässigsten waren und sind die Mächtigen dieser Welt, die mehr an ihre Wirtschaft denken als an die Rettung von Menschenleben und der Natur.

Wir stammen aus einer längst vergangenen und überholten Zeit, der Zeit des Westfälischen Friedens von 1648, der die Souveränität der Staaten begründete. Seitdem haben sich Erde und Menschheit erheblich verändert. Über alle Kontinente verstreute Völker kehren aus ihrem alten Exil zurück und schaffen ein gemeinsames Zuhause, in das jeder (mit seinen jeweiligen kulturellen Welten) passt. Ein Großteil der gegenwärtigen Spannungen und Kriege spielt sich innerhalb dieses überholten Rahmens nationaler Souveränität ab. Wir sind noch nicht in die neue Ära der Vereinigung der Welt und der Menschheit mit der Natur erwacht, nicht einmal zu unserer eigenen Rettung.

Es ist dringend notwendig, einen globalen Gesellschaftspakt zu schließen, wie wir ihn in unseren Gesellschaften und in Westfalen geschlossen haben: einen Pakt zum Schutz des Lebens und der Biosphäre, die durch die verrückt gewordene Vernunft, die die Instrumente ihrer Selbstzerstörung geschaffen hat, extrem bedroht sind. Ein pluralistisches, demokratisches Zentrum, das die Völker der Erde repräsentiert, ist unerlässlich, um die planetarischen und natürlichen Probleme zu bewältigen und auf demokratische Weise eine Lösung für uns und die Natur zu finden.

Die Erde und die Menschheit sind Teil eines riesigen, sich entwickelnden Universums und teilen ein gemeinsames Schicksal. Erde und Menschheit bilden eine einzige, komplexe und heilige Einheit, was beim Blick aus dem Weltraum, wie ihn Astronauten beobachten, deutlich wird. Darüber hinaus ist die Erde lebendig und verhält sich wie ein einheitliches, sich selbst regulierendes System, das aus physikalischen, chemischen, biologischen und menschlichen Komponenten besteht. Dadurch ist sie für die Entstehung und Reproduktion von Leben geeignet und deshalb unsere Große Mutter und unser gemeinsames Zuhause.

Die Wissenschaft hat uns gezeigt, dass Mutter Erde aus einer Reihe von Ökosystemen besteht, die eine beeindruckende Vielfalt an Lebensformen hervorgebracht haben. Diese sind alle voneinander abhängig und ergänzen sich gegenseitig und bilden die große Lebensgemeinschaft. Zwischen allen Lebewesen besteht ein Band der Verwandtschaft, da sie alle denselben grundlegenden genetischen Code in sich tragen, der die komplexe Einheit des Lebens in seinen vielfältigen Formen untermauert. Daher besteht eine wahre Geschwisterlichkeit unter allen Wesen, insbesondere unter den Menschen. Papst Franziskus hat dies in seiner Enzyklika Fratelli tutti (2025) so schön beschrieben, indem er alle Menschen, Natur und Mensch, als Brüder und Schwestern betrachtet. Die Menschheit als Ganzes ist Teil der Lebensgemeinschaft und des Bewusstseins und der Intelligenz der Erde selbst. Dies ermöglicht es ihr, das Universum durch Menschen – Männer und Frauen – zu betrachten und die Erde selbst zu sein, die spricht, denkt, fühlt, liebt, sorgt und verehrt.

Es ist jedoch wichtig festzustellen, dass der gegenwärtige Gesellschaftsvertrag eine überhöhte und exklusive Rolle eingenommen hat. Er hat den Anthropozentrismus gefördert, den Papst Franziskus in seiner Enzyklika Laudato si‘ angeprangert hat. Er hat Strategien der Aneignung und Beherrschung von Natur und Mutter Erde etabliert, die immensen Reichtum für wenige und demütigende Armut für die Mehrheit geschaffen haben. Die in den letzten Jahrhunderten vorherrschende, heute globalisierte Produktionsweise hat die Menschheit in diejenigen gespalten, die haben und essen, und diejenigen, die nicht haben und nicht essen. Mit anderen Worten: Sie hat die lebenswichtigen Bedürfnisse der Menschen nicht erfüllt und die Menschheit in zwei Hälften gespalten. Dies ist ein weiterer Grund für einen globalen Gesellschaftsvertrag, der alle einschließt und ihnen ein menschenwürdiges Leben voller kreativer Möglichkeiten ermöglicht.

Das Bewusstsein für den Ernst der Lage der Erde und der Menschheit macht es unabdingbar, die Denkweise (Sorge für die Erde als Gaia) und die Herzen (Aufbau einer liebevollen und herzlichen Bindung zu allen Lebewesen) zu ändern und eine Koalition der Kräfte um gemeinsame Werte und inspirierende Prinzipien zu schmieden, die als ethische Grundlage und Anreiz für Praktiken dienen, die eine nachhaltige Lebensweise anstreben. Die Erd-Charta, koordiniert von M. Gorbatschow und einer Gruppe von etwa 20 Personen unterschiedlicher Herkunft (ich hatte die Ehre, daran teilzunehmen), hat über Jahre hinweg alle sozialen Schichten befragt, um solche Prinzipien und Werte zu identifizieren. Das Ergebnis ist ein Dokument von großer Schönheit und Tiefe, das im Internet gelesen werden kann. Es wurde 2003 von der UNESCO angenommen und schlägt neben anderen pädagogischen Zwecken vor, die Grundlagen für einen globalen Gesellschaftsvertrag zu schaffen. Heute wird es in vielen Ländern verbreitet und studiert und schafft einen neuen Geist in Bezug auf die Erde und das Leben. Der Tag wird kommen, an dem es die Grundlage für das sein könnte, was wir dringend anstreben: einen globalen Gesellschaftsvertrag, der allen ein gutes Leben und ein Zusammenleben im gemeinsamen Haus garantiert.

Siehe: https://erdcharta.de/ sowie O Bem Comum da Terra e da Humanidade, erarbeitet von Miguel d’Escoto Brockman, während seiner Amtszeit als Präsident der UN-Generalversammlung 2008-2009 und Leonardo Boff em: https://mst.org.br als Grundlage für eine neue UN-Konfiguration.

“Là dove ogni essere è fratello”: Leonardo Boff attualizza il Cantico delle Creature

800 anni fa la stesura del Cantico di Francesco d’Assisi

Di Pierluigi Mele

Gianni Alioti

Leonardo Boff all’Antonianum di Roma durante le sue lezioni sul cantico

Intervista il teologo brasiliano Leonardo Boff, a 800 anni dalla stesura del Cantico di Francesco d’Assisi, sulla cura del creato, la giustizia sociale e la speranza di un’ecologia integrale. Per la sua opera teologica sulla ecologia nei giorni scorsi il Pontificio Ateneo Antonianum, di Roma, ha conferito a Boff un premio accademico sull’ecologia integrale.

1.Qual è il significato profondo del Cantico delle Creature oggi, a 800 anni dalla sua composizione, e come questo testo continua a influenzare la spiritualità e la cultura contemporanea?

Il Cantico delle Creature rappresenta la riconciliazione dell’essere umano, in questo caso di San Francesco, con tutte le creature. Egli intuì che sono tutte creature di Dio e per questo esiste un legame di parentela tra tutte loro, incluso tra gli esseri umani. Con ciò, San Francesco realizza una convergenza tra l’ecologia interiore (gli impulsi, i desideri e le ansie interiori) e l’ecologia esteriore (la natura e i suoi esseri). Vive un’esperienza di una totalità, propria dei mistici che incontrano Dio in tutte le creature.

2. In che modo il messaggio di fraternità e di cura della creazione espresso da San Francesco nel Cantico si collega al richiamo di Papa Francesco nella Laudato si?

La nostra cultura intrattiene un rapporto utilitaristico con la natura. Non vede legami di parentela tra tutti gli esseri e tra gli esseri umani. Non le attribuisce alcun valore proprio, indipendente dall’uso umano. Per questo si sente in diritto di sfruttarla senza pietà. Cuore universale, per Francesco «ogni creatura era una sorella, unita a lui da vincoli di affetto; per questo si sentiva chiamato a prendersi cura di tutto ciò che esiste, specialmente di ciò che è fragile», annota l’enciclica. Per questo chiedeva ai frati «nel convento, di lasciare sempre una parte dell’orto incolta, perché crescessero erbe selvatiche» che, anche a modo loro, lodano Dio. La devastazione che la nostra cultura infligge alla natura, presuppone una grave assenza di un’etica della cura e di una relazione amichevole con tutti gli esseri. Questa è una lezione che dobbiamo imparare da San Francesco se vogliamo mantenere la sostenibilità della natura.

3. Quali sono le iniziative e le celebrazioni più significative organizzate in occasione di questi due importanti anniversari, sia a livello locale che internazionale?

In primo luogo, si sono tenute numerose dirette online enfatizzando l’importanza dell’enciclica. La Carta della Terra, un importante documento delle Nazioni Unite con sede in Costa Rica, ha realizzato diversi programmi mettendo a confronto la Laudato Sì e la Carta della Terra. In questi incontri hanno partecipato personalità di spicco del mondo scientifico, come il cosmologo Brian Swimme, Fritjof Capra e altri. Sono stati realizzati, inoltre, diversi programmi televisivi che hanno discusso l’importanza dell’enciclica. Nelle parrocchie si sono tenute celebrazioni con i vari esseri della natura. Sono state fatte camminate con i simboli della Laudato Sisono visitate riserve forestali per contemplare la bellezza della natura e vedere in essa la presenza del Creatore. Anche nelle comunità povere, nelle favelas, sono stati letti e distribuiti opuscoli con bellissimi disegni dell’enciclica.

4. Come può la spiritualità francescana, con la sua attenzione allarmonia tra ecologia interiore ed esteriore, ispirare azioni concrete per la salvaguardia dellambiente e della giustizia sociale?

Si sono tenuti numerosi incontri teologici, ma anche con semplici credenti, per abbracciare i valori fondamentali dell’enciclica, come la relazione di tutti con tutti, l’etica della cura e la responsabilità collettiva per la preservazione della natura. Vale la pena sottolineare che nelle comunità di base sono stati composti bellissimi canti con i testi e i valori della Laudato Sì.

5. Quali sfide antropologiche ed ecologiche emergono oggi dal confronto tra il Cantico delle Creature e la situazione attuale del pianeta, come descritta nellenciclica Laudato si?

La situazione attuale del pianeta è grave dal punto di vista ecologico, con eventi estremi, grandi inondazioni, tifoni e terremoti. Ancora più gravi sono stati i segnali provenienti da Madre Terra, che ha inviato sia un’ampia gamma di virus, il principale dei quali è il coronavirus, sia forti ondate di calore da un lato e ondate di freddo estremo dall’altro. La stragrande maggioranza non ha compreso questi segnali e continua a devastare gli ecosistemi, disboscando vaste aree della foresta amazzonica e rilasciando pesticidi nocivi nel suolo. Il Cantico alle Creature è un appello a prendersi cura della natura, a considerare i suoi elementi come fratelli e sorelle, perché tutti sono stati creati dalla Madre Terra. O ci prendiamo cura di questa sacra eredità che Dio ci ha affidato perché la custodissimo e la proteggessimo, oppure corriamo il rischio di andare incontro a grandi catastrofi ecologiche-sociali, che alla fine causeranno la scomparsa di gran parte dell’umanità. Non dobbiamo dimenticare il severo monito dell’enciclica Fratelli tutti: “Siamo tutti sulla stessa barca, o ci salviamo tutti o nessuno si salva”.

6. In che modo il Cantico e lenciclica invitano a una nuova relazione con il creato, superando la logica del dominio e del consumo per abbracciare quella della cura e della fraternità universale?

Il Papa, nelle sue due encicliche ecologiche, mette a confronto due paradigmi di relazione con la natura. Il paradigma moderno del “dominus” (l’essere umano signore e padrone della natura), che non si  sente parte di essa e ne sfrutta al massimo le ricchezze. Ha portato innegabili benefici all’umanità. Ma ha anche sfruttato eccessivamente le sue risorse al punto che oggi il consumismo, soprattutto nei paesi ricchi, esige più di una Terra per soddisfare le sue richieste. La Terra è devastata e malata. Dobbiamo aiutarla a ritrovare la sua vitalità e rigenerazione, altrimenti parte dell’umanità sarà condannata a scomparire a causa della fame e delle malattie. L’enciclica è un grido per prendersi cura della natura e salvaguardare le basi ecologiche che sostengono la nostra vita.

7. Quale eredità spirituale e culturale lascia San Francesco, attraverso il Cantico, alle nuove generazioni e come questa eredità può essere valorizzata oggi, alla luce delle sfide globali?

Il Cantico delle creature è un appello, pieno di speranza, ma anche di preoccupazione, affinché ci si prenda cura della nostra Casa Comune se vogliamo ancora rimanere su questo pianeta. Dobbiamo farlo con gioia, prendendoci cura di tutti gli esseri perché siamo tutti insieme come fratelli e sorelle. Il fatto certo è: non possiamo continuare con la devastazione degli ecosistemi e con il consumismo, perché questo potrebbe ingrossare la processione di coloro che si dirigono verso la loro sepoltura. Dobbiamo cambiare in direzione della cura, verso una relazione affettuosa con tutti gli esseri e verso una responsabilità condivisa. Altrimenti, potremmo non esistere più su questo pianeta. La Terra continuerà a girare intorno al sole per migliaia e migliaia di anni, ma senza di noi. Abbiamo la speranza che Dio risvegli una nuova coscienza nell’umanità, facendogli intraprendere un cammino amichevole con la natura e di cura gli uni degli altri e di tutto il pianeta. Egli si è annunciato nel Libro della Sapienza come “l’appassionato amante della vita” (11,26) e non permetterà che scompariamo così miseramente. Siamo stati chiamati a custodire e prenderci cura della sua creazione e ci risveglieremo per questa nostra vocazione. Questa è la nostra speranza.

(traduzione dal portoghese di Gianni Alioti)

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L’unione dell’ecologia interiore con la esteriore: il Cantico a Frate Sole di Francesco d’Assisi

Leonardo Boff

Nel 1967, nel suo articolo ampiamente diffuso “Le radici storiche della nostra crisi ecologica“, lo storico Lynn White Jr. accusò il giudeo-cristianesimo, a causa del suo viscerale antropocentrismo, di essere il fattore principale della crisi che ora è diventata di dominio pubblico. Inoltre, egli ha riconosciuto che questo stesso cristianesimo aveva un antidoto nel misticismo cosmico di San Francesco d’Assisi.

Per rafforzare questa idea, suggerì di proclamarlo “patrono degli ambientalisti”, cosa che Papa Giovanni Paolo II fece il 29 novembre 1979. Infatti, tutti i suoi biografi, come Tommaso da Celano, San Bonaventura, la Leggenda della Perugina (una delle fonti più antiche) e altre fonti contemporanee, attestano “l’unione amichevole che Francesco stabilì con tutte le creature…”. Diede i dolci nomi di fratelli e sorelle a tutte le creature, agli uccelli del cielo, ai fiori del campo e persino al feroce lupo di Gubbio.

Stabilì fraternità con i più discriminati, come i lebbrosi, e con tutte le persone, come il sultano musulmano Melek el-Kamel in Egitto, con il quale intrattenne lunghi dialoghi. Pregavano insieme. San Francesco assunse il titolo più alto che i musulmani attribuiscono ad Allah, “Altissimo”. Il Cantico delle Creature inizia con l’”Altissimo”.

Nell’uomo di Assisi, tutto è circondato dalla cura, simpatia e tenerezza. Il filosofo Max Scheller, professore di Martin Heidegger, nel suo celebre studio “L’Essenza e le forme della simpatia” (1926) dedica pagine brillanti e profonde a Francesco d’Assisi. Egli afferma: “Mai nella storia dell’Occidente è emersa una figura con una simile forza di simpatia ed emozione universale come quella che troviamo in San Francesco”. Mai più è stato possibile preservare l’unità e l’integrità di tutti gli elementi come in San Francesco, nelle sfere della religione, dell’erotismo, dell’azione sociale, dell’arte e della conoscenza” (1926, p. 110). Forse per questo Dante Alighieri lo definì “il sole di Assisi” (Paradiso XI, 50).

Questa esperienza cosmica prese forma brillante nel suo “Cantico di Frate Sole” o “Il Cantico delle Creature”. Lì troviamo una sintesi completa tra ecologia interiore (gli impulsi della psiche) ed ecologia esteriore, la relazione amichevole e fraterna con tutte le creature. Stiamo celebrando l’800° anniversario del Cantico di Frate Sole in un contesto così lamentevole come quello attuale. Per quanto possa sembrare strano, ha senso perché, in mezzo a un dolore fisico e spirituale insormontabile, Francesco d’Assisi ebbe un momento di illuminazione e creò e cantò con i suoi frati questo inno, che è pieno di ciò di cui abbiamo più bisogno: l’unione del cielo con la Terra, il significato sacramentale di Frate Sole, della Luna, dell’acqua, del fuoco, dell’aria, del vento e della Madre Terra, visti come segni del Creatore e, infine, la pace e la gioia di vivere e coesistere in mezzo alle tribolazioni che stava sperimentando e da cui anche noi siamo travolti.

Consideriamo innanzitutto il contesto in cui nacque l’inno. La Legenda Perugina ne contiene un resoconto dettagliato. Due anni dopo la stigmatizzazione sul Monte della Verna, Francesco fu colto da un grande amore, che, nel linguaggio di Bonaventura, significava una morte senza morte. Francesco era quasi cieco. Egli non poteva vedere questo sole. Sofferenze interiori ed esteriori lo affliggevano ripetutamente. L’ordine che aveva fondato stava diventando un’istituzione e non più un movimento di rigorosa osservanza del Vangelo. Questo lo faceva soffrire molto.

Era la primavera del 1225. Il luogo era la piccola cappella di San Damiano, dove vivevano Chiara e le sue consorelle. Pieno di dolore, non riusciva a trovare pace. Trascorse cinquanta giorni in una cella buia, incapace di vedere la luce del giorno o il fuoco della notte. Il dolore agli occhi gli impediva di dormire o riposare. Quasi disperatamente, egli pregò: “Aiutami, o Signore, nella mia malattia, affinché io possa sopportarla pazientemente”. Non chiese di esserne liberato, ma solo di poterla sopportare.

Mentre pregava, il suo biografo Tommaso da Celano annota che Francesco entrò in agonia. In mezzo a questa situazione, udì una voce dentro di sé: “Felice, fratello, e felice in mezzo alle tue afflizioni e malattie. In futuro, sarai al sicuro come coloro che sono nel mio regno.”

Francesco rimase pieno di una gioia incredibile. Il giorno sorse nella notte oscura. Si sentì trasportato nel regno di Dio, simbolo dell’illimitata riconciliazione della creazione decadente con il disegno del Creatore.

Allora Francesco si alzò, mormorò alcune parole e cantò l’inno a tutte le cose: “Altissimu, omnipotente, bon Signore“. Chiamò i suoi frati e cantò con loro il Cantico che aveva appena composto.

Altissimu, onnipotente, bon

Signore, tue sole laude, la gloria

e lhonore et onne benedictione.

Ad Te solo, Altissimu, se konfane

e nullu homo ène dignu Te

mentovare.

Laudato sie, miSignore, cum

tutte le Tue creature, spetialmente

messor lo frate sole, lo qual è

iorno, et allumini noi per lui. Et ellu

è bellu e radiante cum grande

splendore: de Te, Altissimo, porta

significatione.

Laudato si, miSignore, per sora

luna e le stelle: in celu l’ài formate

clarite e pretiose e belle.

Laudato si, miSignore, per frate

vento e per aere e nubilo e sereno

et onne tempo, per lo quale a le

Tue creature dài sustentamento.

Laudato si, miSignore, per

soraqua, la quale è multo utile et

humile e pretiosa e casta.

Laudato si, miSignore, per frate

focu, per lo quale ennallumini la

notte, et ello è bello e iocundo e

robustoso e forte.

Laudato si, miSignore, per sora

nostra matre terra, la quale ne

sustenta e governa, e produce

diversi fructi con coloriti flori et

herba.

Laudato si, miSignore, per quelli

ke perdonano per lo Tuo amore, e

sostengo infirmitate e tribulatione.

Beati quelli ke l sosterrano in

pace, ka da Te, Altissimo, sirano

incoronati.

Laudato si, miSignore, per

sora nostra morte corporale,

da la quale nullu homo vivente

pò skappare: guai a quelli ke

morrano ne le peccata mortali;

beati quelli ke trovarà ne le tue

santissime voluntati, ka la morte

secunda no l farrà male.

Laudate e benedicete miSignore

e ringratiate e serviateli cum

grande humilitate”.

Come ha dimostrato il francescano Éloi Leclerc (1977), sopravvissuto ai campi di sterminio nazisti, per Francesco elementi esterni come il sole, la terra, il fuoco, l’acqua, il vento e altri non erano solo realtà oggettive, ma realtà simboliche, emozionali, veri e propri archetipi che forniscono energia alla psiche nel senso di una sintesi tra l’esteriore e l’interiore, e un’esperienza di unità con il Tutto. Francesco canta il sole, la luna, le stelle e gli altri esseri, incapace di vederli perché, alla fine della sua vita, era praticamente cieco. Egli include nella sua lode la cosa più difficile da integrare: la morte. Nella biografia di Celano, la morte è resa ospite di Francesco. Egli dice giovialmente: “Benvenuta, mia sorella Morte”.

San Francesco, per la sua tenerezza e la sua illimitata fratellanza, è diventato un uomo universale. Realizza pienamente il progetto umano di armonia con tutto il creato, sentendosi parte di esso come un fratello. Egli suscita in noi la speranza di poter vivere in pace con la Madre Terra.

Leonardo Boff, ha scritto “Francisco de Assis: ternura e vigor”, Vozes 1982.

(Traduzione dal portoghese di Gianni Alioti)

Por que não paramos de fazer as guerras

Leonardo Boff

Vivemos neste momento tempos dramáticos com guerras de alta letalidade, na Ucrânia, no Congo, terrivelmente na Faixa de Gaza com um genocídio a céu aberto,com a indiferença daquela nações que nos legaram os direitos do homem, a ideia de democracia e o ser humano como fim e jamais como meio.Particularmente trágica é  guerra entre Israel e o Irã que, se não for contida, poderá generalizar-se numa guerra total,com o risco de pôr fim à biosfera e a nossa existência neste planeta.

A pergunta que  quero colocar é inquietante e bem realista: qual é a paz possível dentro da condição humana assim como se apresenta hoje em dia? Podemos sonhar com o reino de paz? Assim como somos estruturados: como pessoas, como comunidades, como sociedades, que tipo de paz é sustentável? Recusamos a afirmação: se queres a paz, prepara a guerra.

Trago algumas reflexões que supõem realismo e desafiam a nossa vontade política para construir a paz. Porque a paz não é dada, a paz é resultado de um processo de todos aqueles que buscam o caminho da justiça, que protestam contra um tipo de mundo que não deixa os seres humanos serem humanos uns  para com os outros, por exemplo,um palestino com um israelense.

Começo lembrando alguns dados das ciências da vida e da Terra, pois elas nos ajudam a pensar. Que elas nos dizem? Que todos nós, o universo inteiro viemos de uma grande explosão acontecida há 13,7 bilhões de anos. Há instrumentos que podem captar o eco dessa imensa explosão em forma de uma minúscula onda magnética. E ela produziu um caos enorme. Nós viemos do caos, da confusão inicial; mas o universo – perpassado de inter-relações – começou a se expandir e mostrou que o caos não é apenas caótico mas pode ser criativo O caos gera dentro de si ordens. O processo cosmogênico cria harmonia e, ao expandir-se criando espaço e tempo, criou o cosmos; cosmos, de onde vem a palavra cosmético que todos conhecem. É beleza e ordem. Mas o caos nos acompanha como uma sombra. Por isso a ordem é sempre criada contra a desordem e a partir da desordem. Mas ambas, ordem e desordem, caos e cosmos sempre vão coexistindo juntas.

E, chegando ao nível humano, como aparecem? Aparecem sob duas dimensões, da sapiência e da demência. Nós somos homo sapiens sapiens, seres de inteligência e, simultaneamente, somos homo demens demens, seres de demência, de negação da justa medida. Mas, em primeiro lugar somos seres de inteligência, de sapiência, isto é, somos portadores de consciência. Somos seres societários, cooperativos. Seres que falam, seres que tem cuidado, seres que podem criar arte, elaborar poesia e entrar em êxtase.

Nós ocupamos já 83% do nosso planeta, já fomos à lua e através de uma nave espacial deixamos até o sistema solar. Se algum ser inteligente abordar esta nave – que saiu do sistema solar e vai circular por três bilhões de anos no centro da nossa galáxia – poderá ver mensagens de paz escritas lá dentro, em mais de cem línguas, como também um choro de criança, o som de um beijo de dois enamorados e fórmulas científicas.  A palavra paz vem escrita em mais de cem linguas, como mir, freedom, shalom, pax,→ mensagem que nós queremos legar para o universo.

Somos seres de paz, mas simultaneamente somos seres de violència. Existe dentro de nós crueldade, exclusão, ódios ancestrais coisa que estamos assistindo em nosso país e principalmente na guerra contra os palestinos da Faixa de Gaza e na guerra entre Israel e o Irã. Temos mostrado que podemos ser homicidas, matamos pessoas. Podemos ser etnocidas, matamos etnias, povos – como os 61 milhões povos indígenas da América Latina; é o nosso holocausto raramente referido. Podemos ser biocidas, podemos matar ecossistemas, como grande da Floresta Atlântica, parte da Amazônia e a grandes florestas do Congo. E, hoje, podemos ser geocidas, podemos devastar pesadamente o nosso planeta vivo, a Terra.

Tudo isso podemos ser o Satã da Terra.  E aqui surge a angustiada a pergunta: Como construir a paz, se nós somos a unidade dessa contradição, do caos e do cosmos, da ordem e da desordem, da sapiência e da demência? Que equilíbrio podemos buscar, e devemos buscar, nesse movimento contraditório, para que possamos viver em paz? Mas a própria evolução nos tem ajudado, ela é sábia e nos deu um aceno. Ela nos diz que aquilo que faz o ser humano ser humano – diferente de outras espécies – é a nossa capacidade de sermos cooperativos, seres sociais, seres de fala, de diálogo e de reciprocidade.

Quando nossos ancestrais saíam à caça, não faziam como chimpanzés.Estes,os chimpanzés, são nossos parentes mais próximos, com 98% da carga biológica em comum.

Mas como se deu o salto do mundo animal ao mundo humano? Quando nossos antepassados saíam à caça e não comiam privadamente a caça – como fazem os outros animais – , mas traziam-na para lugares comuns e dividiam fraternalmente entre eles tudo aquilo que recolhiam como alimento O salto se deu pela comensalidade, por nossa capacidade de sermos cooperativos e sociais. E do fato de sermos cooperativos e sociais surgiu a fala, que é uma das definições do ser humano. Só nós falamos. Por isso que a essência do ser humano é ele ser um ser falante,solidário, cuidadoso e cooperativo.

Qual é a perversidade do sistema sob o qual todos nós sofremos? Um sistema mundialmente integrado sob a égide da economia de mercado e do capital especulativo. Ele é só competitivo, e nada cooperativo. É um sistema que não deu ainda o salto para a humanidade, vive a política do chimpanzé, onde cada um acumula privadamente e não coloca em comum para outros seus semelhantes.

Mas já que temos as duas dimensões dentro, de demência e inteligência, competitividade  e cooperação,  próprio do ser humano  é impor limites à competitividade. É reforçar todas as energias que vão na direção da cooperação, da solidariedade, do cuidado uns para com os outros. Assim fazendo reforçamos o autenticamente humano em nós e criamos as bases para  uma paz possível e sustentável.

É próprio dos seres humanos cuidarem.  Sem o cuidado a vida não é salvaguardada,  não se expande, fenece e morre.  Então a cooperação e o cuidado são os dois valores fundamentais que estão na base de qualquer  projeto produtor de paz. Não é fechar a mão, é estender a mão na direção da outra mão. É entrelaçar as mãos criando a corrente da vida, de cooperação e solidariedade, que são as condições que poderão gerar a paz entre os humanos.

Quando  cuidamos uns dos outros, não temos mais medo; temos a segurança. Segurança da moradia, do meio ambiente, da vida pessoal.  Para exorcizar o medo coloquemos o cuidado. Por esta razão,  já Gandhi – esse grande político humanista –  dizia que a política é o cuidado com as coisas do povo. É o gesto amoroso para com as coisas que são comuns. Política não é gerenciar a economia, as moedas, é cuidar  das pessoas e do povo, cuidar das grandes causas que fazem a vida do povo.

E, graças a Deus, no nosso país, se inaugurou uma política que dá centralidade ao cuidado com a fome da nossa população; coloca como fundamental a titulação das terras dos povos originários e os que vivem em favelas.

O nosso país, se bem cuidado, pode  ser a mesa posta para a fome de todos os brasileiros e para a fome da humanidade, porque tal é a grandeza de nossos solos produtivos. Então, devemos deixar ressoar o discurso do Presidente Lula em todos os fóruns:

“Não precisamos de guerra, precisamos de paz. Não precisamos de bilhões de dólares para construir a máquina de morte, nós podemos reordenar esse dinheiro para propiciar  vida, expandir a vida, dar futuro à vida. No lugar da competição colocar a cooperação. No lugar do medo colocar o cuidado. No lugar da solidão de quem sofre colocar  a compaixão de quem se verga sobre o caído, sofre com ele, levanta-o do chão e anda com ele”.

Queremos na nossa busca da paz, borrar a palavra inimigo; fazer de todos os seres humanos aliados; fazer de todos os que estão longe próximos e dos próximos fazê-los irmãos e irmãs.

Quando perguntaram ao mestre Jesus “quem é meu próximo?”, ele não respondeu. Contou uma história que todos conhecem, a do bom samaritano. Ai Jesus deixa claro quem é o próximo.  “Próximo é aquele de quem você se aproxima”. Depende nós fazermos todos os humanos – homens e mulheres das várias raças, procedências, inscrições ideológicas – fazê-los nossos próximos. Não deixar que sejam inimigos,  mas aliados e companheiros.

Nós comparecemos como seres humanos quando repartimos o pão. Repartir o pão é ser com-pan-heiro, como a própria origem da palavra o sugere: cum panis,  aquele que reparte o pão para entrar em comunhão com o outro. Nascemos como seres de com-pan-heirismo. Qual é o nosso desafio? Assumir como projeto pessoal, projeto político aquilo que a nossa natureza em sua dinâmica pede: construirmos  uma sociedade de cooperação, de cuidado uns para com os outros. O Papa Francisco nos legou esta severa advertência:”estamos todos no mesmo barco; ou nos salvamos todos ou ninguém se salva”.

A Carta da Terra, por sua vez também advertiu:que devemos “formar uma aliança global, para cuidar da Terra, cuidar uns dos outros, caso contrário arriscamos a nossa destruição e da diversidade da vida”; Uma aliança de cooperação com a natureza e não contra a natureza; um desenvolvimento que se faz junto com a natureza e não à custa da natureza.

A paz é possível de ser construída. Não uma mera pacificação como propõe o Presidente Donald Trump, mas uma paz tão bem definida pela Carta da Terra:“como a plenitude que resulta da correta relação para comigo mesmo; da correta relação para com o outro, com a sociedade, com outras vidas, com outras culturas e com o Todo do qual nós somos parte”. Numa palavra,  a paz como um processo de justiça, de cooperação, de cuidado e  de amorização, Esse é o fundamento, que  nos dá  a percepção de que a paz é possível e que pode ser perpétua.

Importa  não só nos opormos à guerra mas importa ganharmos a paz. Então a paz exige compromisso  nele queremos invocar forças, também aquelas que vão além das nossas forças. O universo é uma incomensurável rede de energias, todas elas bebem naquela Fonte originária de onde tudo vem e provem  que os cosmólogos chamam “O abismo gerador de todos os seres e que os cristãos chamam de Criador. Nós queremos que a paz do Criador reforce a busca da paz humana. Então o que parece impossível e torna possível, uma ridente e feliz realidade.

Leonardo Boff escreveu Cuidar da Casa Comum:como protelar o fim do mundo, Vozes 2024.


















































































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Leonardo BoffVivemos neste momento tempos
dramáticos com guerras de alta letalidade, na Ucrânia, no Congo, terrivelmente
na Faixa de Gaza com um genocídio a céu aberto,com a indiferença daquela nações
que nos legaram os direitos do homem, a ideia de democracia e o ser humano como
fim e jamais como meio.Particularmente trágica é  guerra entre Israel e o Irã que, se não for
contida, poderá generalizar-se numa guerra total,com o risco de pôr fim à
biosfera e a nossa existência neste planeta. A pergunta que  quero colocar é inquietante e bem realista:
qual é a paz possível dentro da condição humana assim como se apresenta hoje em
dia? Podemos sonhar com o reino de paz? Assim como somos estruturados: como
pessoas, como comunidades, como sociedades, que tipo de paz é sustentável? Recusamos
a afirmação: se queres a paz, prepara a guerra.Trago algumas reflexões que supõem
realismo e desafiam a nossa vontade política para construir a paz. Porque a paz
não é dada, a paz é resultado de um
processo de todos aqueles que buscam o caminho da justiça, que protestam contra
um tipo de mundo que não deixa os seres humanos serem humanos uns  para com os outros, um palestino com um
israelense.Começo lembrando alguns dados das
ciências da vida e da Terra, pois elas nos ajudam a pensar. Que elas nos dizem?
Que todos nós, o universo inteiro viemos de uma grande explosão acontecida há 13,7
bilhões de anos. Há instrumentos que podem captar o eco dessa imensa explosão
em forma de uma minúscula onda magnética. E ela produziu um caos enorme. Nós
viemos do caos, da confusão inicial; mas o universo – perpassado de
interrelações – começou a se expandir e mostrou que o caos não é apenas caótico
mas pode ser criativo O caos gera dentro de si ordens. O processo cosmogênico cria
harmonia e, ao expandir-se criando espaço e tempo, criou o cosmos; cosmos, de
onde vem a palavra cosmético que todos conhecem. É beleza e ordem. Mas o caos
nos acompanha como uma sombra. Por isso a ordem é sempre criada contra a
desordem e a partir da desordem. Mas ambas, ordem e desordem, caos e cosmos sempre
vão coexistindo juntas.E, chegando ao nível humano, como
aparecem? Aparecem sob duas dimensões, da sapiência e da demência. Nós somos homo
sapiens sapiens
, seres de inteligência e, simultaneamente, somos homo
demens demens
, seres de demência, de negação da justa medida. Mas, em
primeiro lugar somos seres de inteligência, de sapiência, isto é, somos
portadores de consciência. Somos seres societários, cooperativos. Seres que
falam, seres que tem cuidado, seres que podem criar arte, elaborar poesia e
entrar em êxtase.Nós ocupamos já 83% do nosso
planeta, já fomos à lua e através de uma nave espacial deixamos até o sistema
solar. Se algum ser inteligente abordar esta nave – que saiu do sistema solar e
vai circular por três bilhões de anos no centro da nossa galáxia – poderá ver mensagens de paz escritas lá dentro, em
mais de cem línguas, como também um choro de criança, o som de um beijo de dois
enamorados e fórmulas científicas.  A
palavra paz vem escrita em mais de cem linguas, como mir, freedom, shalom,
pax,→ mensagem que nós queremos legar
para o universo.Somos seres de paz, mas
simultaneamente somos seres de violència. Existe dentro de nós crueldade,
exclusão, ódios ancestrais coisa que estamos assistindo em nosso país e
principalmenente na guerra contra os palestinos da Faixa de Gaza e na guerra
entre Israel e o Irã. Temos mostrado que podemos ser homicidas, matamos pessoas. Podemos ser etnocidas, matamos etnias, povos – como os 61 milhões povos
indígenas da América Latina; é o nosso holocausto raramente referido. Podemos
ser biocidas, podemos matar
ecossistemas, como grande da Floresta Atlântica, parte da Amazônia e a grandes
florestas do Congo. E, hoje, podemos ser geocidas, podemos devastar pesadamente
o nosso planeta vivo, a Terra.Tudo isso podemos ser o Satã da
Terra.  E aqui surge a angustiada a
pergunta: Como construir a paz, se nós somos a unidade dessa contradição, do
caos e do cosmos, da ordem e da desordem, da sapiência e da demência? Que
equilíbrio podemos buscar, e devemos buscar, nesse movimento contraditório,
para que possamos viver em paz? Mas a própria evolução nos tem ajudado, ela é
sábia e nos deu um aceno. Ela nos diz que aquilo que faz o ser humano ser
humano – diferente de outras espécies – é a nossa capacidade de sermos
cooperativos, seres sociais, seres de fala, de diálogo e de reciprocidade. Quando nossos ancestrais saíam à
caça, não faziam como chimpanzés.Estes,os chimpanzés, são nossos parentes mais
próximos, com 98% da carga biológica em comum. Mas como se deu o salto do mundo
animal ao mundo humano? Quando nossos antepassados saíam à caça e não comiam
privadamente a caça – como fazem os outros animais – , mas traziam-na para
lugares comuns e dividiam fraternalmente entre eles tudo aquilo que recolhiam
como alimento O salto se deu pela comensalidade, por nossa capacidade de sermos
cooperativos e sociais. E do fato de sermos cooperativos e sociais surgiu a
fala, que é uma das definições do ser humano. Só nós falamos. Por isso que a
essência do ser humano é ele ser um ser falante,solidário, cuidadoso e
cooperativo.Qual é a perversidade do sistema sob
o qual todos nós sofremos? Um sistema mundialmente integrado sob a égide da
economia de mercado e do capital especulativo. Ele é só competitivo, e nada
cooperativo. É um sistema que não deu ainda o salto para a humanidade, vive a
política do chimpanzé, onde cada um acumula privadamente e não coloca em comum
para outros seus semelhantes. Mas já que temos as duas dimensões
dentro, de demência e inteligência, competitividade  e cooperação, 
próprio do ser humano  é impor
limites à competitividade. É reforçar todas as energias que vão na direção da
cooperação, da solidariedade, do cuidado uns para com os outros. Assim fazendo
reforçamos o autenticamente humano em nós e criamos as bases para  uma paz possível e sustentável.É próprio dos seres humanos
cuidarem.  Sem o cuidado a vida não é
salvaguardada,  não se expande, fenece e
morre.  Então a cooperação e o cuidado são os dois valores fundamentais que estão
na base de qualquer  projeto produtor de
paz. Não é fechar a mão, é estender a mão na direção da outra mão. É entrelaçar
as mãos criando a corrente da vida, de cooperação e solidariedade, que são as
condições que poderão gerar a paz entre os humanos.Quando  cuidamos uns dos outros, não temos mais medo;
temos a segurança. Segurança da moradia, do meio-ambiente, da vida
pessoal.  Para exorcizar o medo
coloquemos o cuidado. Por esta razão, 
Gandhi – esse grande político humanista – 
dizia que a política é o cuidado com as coisas do povo. É o gesto
amoroso para com as coisas que são comuns. Política não é gerenciar a economia,
as moedas, é cuidar  das pessoas e do
povo, cuidar das grandes causas que fazem a vida do povo.E, graças a Deus, no nosso país, se
inaugurou uma política que dá centralidade ao cuidado com a fome da nossa
população; coloca como fundamental a titulação das terras dos povos originários
e os que vivem em favelas. O nosso país, se bem cuidado, pode  ser a mesa posta para a fome de todos os
brasileiros e para a fome da humanidade, porque tal é a grandeza de nossos
solos produtivos. Então, devemos deixar ressoar o discurso do Presidente Lula
em todos os foruns:”Não precisamos de guerra,
precisamos de paz. Não precisamos de bilhões de dólares para construir a
máquina de morte, nós podemos reordenar esse dinheiro para propiciar  vida, expandir a vida, dar futuro à vida. No
lugar da competição colocar a cooperação. No lugar do medo colocar o cuidado.
No lugar da solidão de quem sofre colocar 
a compaixão de quem se verga sobre o caido, sofre com ele, levanta-o do
chão e anda com ele”.Queremos na nossa busca da paz,
borrar a palavra inimigo; fazer de todos os seres humanos aliados; fazer de todos
os que estão longe próximos e dos próximos fazê-los irmãos e irmãs.Quando perguntaram ao mestre Jesus
“quem é meu próximo?”, ele não respondeu. Contou uma história que
todos conhecem, a do bom samaritano. Ai Jeus deixa claro quem é o próximo.  “Próximo é aquele de quem você se aproxima”.
Depende nós fazermos todos os humanos – homens e mulheres das várias raças,
procedências, inscrições ideológicas – fazê-los nossos próximos. Não deixar que
sejam inimigos,  mas aliados e
companheiros.Nós comparecemos como seres humanos
quando repartimos o pão. Repartir o pão é ser com-pan-heiro, como a própria origem da palavra o sugere: cum
panis
,  aquele que reparte o pão para
entrar em comunhão com o outro. Nascemos como seres de com-pan-heirismo. Qual é o nosso desafio? Assumir como projeto
pessoal, projeto político aquilo que a nossa natureza em sua dinâmica pede:
construirmos  uma sociedade de
cooperação, de cuidado uns para com os outros. O Papa Francisco nos legou esta
severa advertência:”estamos todos no mesmo barco; ou nos salvamos todos ou
ninguém se salva”.A Carta da Terra, por sua vez também
advertiu:que devemos “formar uma aliança global, para cuidar da Terra, cuidar
uns dos outros, caso contrário arriscamos a nossa destruição e da diversidade
da vida”; Uma aliança de cooperação com a natureza e não contra a natureza; um
desenvolvimento que se faz junto com a natureza e não à custa da natureza.A paz é possível de ser construída.
Não uma mera pacificação como propõe o Presidente Donald Trump, mas uma paz tão
bem definida pela Carta da Terra:“como a plenitude que resulta da correta
relação para comigo mesmo; da correta relação para com o outro, com a
sociedade, com outras vidas, com outras culturas e com o Todo do qual nós somos
parte”. Numa palavra,  a paz como um
processo de justiça, de cooperação, de cuidado e  de amorização, Esse é o fundamento, que  nos dá 
a percepção de que a paz é possível e que pode ser perpétua.Importa  não só nos opormos à guerra mas importa
ganharmos a paz. Então a paz exige compromisso  nele queremos invocar forças, também aquelas
que vão além das nossas forças. O universo é uma incomensurável rede de
energias, todas elas bebem naquela Fonte originária de onde tudo vem e provem  que os cosmólogos chamam “O abismo gerador de todos os seres e que
os cristãos chamam de Criador. Nós queremos que a paz do Criador reforce a
busca da paz humana. Então o que parece impossível e torna possível, uma
ridente e feliz realidade.
Leonardo Boff escreveu Cuidar da Casa Comum:como protelar o fim
do mundo, Vozes 2024.