Der Irrsinn des Krieges: Wir sind kriegslüstern

Der verheerende und tödliche Angriff auf das von Anglikanern unterstützte Al-Ahli Baptist Hospital im Zentrum des Gazastreifens ist nach internationalem Recht ein eindeutiges Kriegsverbrechen. Es herrscht ein Krieg der Versionen darüber, wer ihn verursacht hat. Was wirklich zählt, sind die Hunderte von Menschenleben (471?), die auf verbrecherische Weise getötet wurden. Die Tatsache und die Szenen haben uns mit Entsetzen, Empörung und Solidarität mit den Betroffenen und mit dem palästinensischen Volk, dem Opfer einer Kollektivstrafe, erfüllt.

In der schmerzhaften Geschichte der Palästinenser auf der Suche nach einer Heimat gab es unzählige Massenmorde in Hebron (1929), Dier Jassin (1948), Kufer Qassem (1956), Hebron (1994) und das Massaker beim Marsch der Rückkehr (2018). Der perverse Terrorakt der Hamas in Israel am 7. Oktober, bei dem wahllos mehr als tausend Israelis, darunter Kinder und zweihundert Geiseln, ermordet wurden, darf niemals vergessen und muss verurteilt werden.

Die Vergeltungsmaßnahmen des israelischen Staates mit der skandalösen bedingungslosen Unterstützung der USA sind grausam und gnadenlos und treffen Tausende von Zivilisten, darunter 50 Prozent Kinder und Jugendliche. Israels totale Belagerung mit dem Abschneiden von Wasser, Nahrung und Energie stellt ein humanitäres Verbrechen dar.

Dieser völlig asymmetrische Krieg wirft die große Frage auf: Warum töten oder ermorden sich Menschen gegenseitig? Was sind die Ursachen für diese Perversität? Ist Frieden zwischen den Menschen und mit der Natur möglich?

Es würde zu weit führen, über die verschiedenen Interpretationen des dementen und kriegerischen Charakters des Menschen nachzudenken, was wir im vorherigen Artikel versucht haben. Hier fassen wir das Thema im Briefwechsel zwischen Albert Einstein und Sigmund Freud zusammen.

Am 30. Juli 1932 fragte Einstein Freud: “Gibt es einen Weg, den Menschen von der Fatalität des Krieges zu befreien? Gibt es eine Möglichkeit, die psychische Entwicklung so zu lenken, dass der Mensch fähiger wird, der Psychose des Hasses und der Zerstörung zu widerstehen?” (Natan & Norden, Einstein on Peace, 98).

Freud verwendet diese beiden Trieb-Begriffe, die er sein ganzes Leben und Werk hindurch beibehalten hat: Wir haben in uns den Todestrieb (Thanatos) und den Lebenstrieb (Eros). Beide koexistieren in jedem menschlichen Wesen. Der Todestrieb ist verantwortlich für alle Arten von Gewalt und Kriegen, die die persönliche und kollektive Geschichte der Menschheit prägen. Der Lebenstrieb äußert sich in Liebe, Freundschaft, Solidarität und Mitgefühl, die ebenfalls in jedem Menschen vorhanden sind.

Freud antwortete Einstein realistisch: “Es gibt keine Hoffnung, die Aggressivität des Menschen direkt unterdrücken zu können, aber man kann zu indirekten Mitteln greifen, indem man den Eros, das Prinzip des Lebens, gegen den Thanatos, das Prinzip des Todes, stärkt. Alles, was emotionale Bindungen zwischen den Menschen schafft, wirkt gegen den Krieg; alles, was den Menschen zivilisiert, wirkt gegen den Krieg” (Sämtliche Werke, III:3,215). Aber er warnt uns, dass diese beiden Triebe aufeinanderprallen und versuchen, sich gegenseitig auszugleichen, aber wir wissen nicht, welcher von ihnen den Vorrang vor dem anderen haben wird. Er endet mit einem geheimnisvollen und resignativen Satz: “Wenn wir hungern, denken wir an die Mühle, die so langsam mahlt, dass wir vor Hunger sterben könnten, bevor wir das Mehl erhalten“. Hier zeigt sich Freuds Pessimismus über den Verlauf unserer Geschichte. Wir erleben jetzt mit Entsetzen, was der große Psychoanalytiker geahnt hat.

Dennoch suchen wir weiterhin hartnäckig nach Frieden und werden niemals aufgeben. Wenn auch nicht als Dauerzustand, so doch zumindest als ein Geist, der uns den Dialog der Konfrontation vorziehen lässt, die herzliche Suche nach Gemeinsamkeiten der kriegerischen Konfrontation.

Die Grundvoraussetzung für den Frieden ist die Bejahung der Menschlichkeit in jedem einzelnen Menschen, unabhängig von seinem ethnischen, kulturellen, religiösen oder geschlechtlichen Status. Wir alle sollten uns gegenseitig menschlich behandeln. Leider ist dies nicht der Fall. So erklärte der israelische Verteidigungsminister Yoav Gallant in einem Interview mit internationalen Journalisten in einer typisch rassistischen Haltung: “Wir kämpfen gegen Tiere und handeln dementsprechend … wir setzen unsere gesamte Kriegsmacht ein, um Gaza-Stadt in Schutt und Asche zu legen”. Dies ist nur möglich, wenn man den Bewohnern des Gazastreifens die Menschlichkeit abspricht, da sie zu Unmenschen und, schlimmer noch, zu Tieren degradiert wurden.

So hinterlässt jede Unterwerfung eines Volkes durch Gewalt und Krieg eine Spur von Verbitterung, Hass und Rachegelüsten, die zu gewalttätigen Reaktionen, Angriffen und neuen Konflikten führen. Wie Prof. Oren Yiftachel, ein israelischer Jude von der Universität für Urbanistik der Ben-Gurion-Universität des Negev, sagte, hat Israel in den letzten zehn Jahren etwa 15 Mal mehr Zivilisten getötet als die Palästinenser getöten haben.   Wir müssen eine vertrauensvolle und herzliche Begegnung zwischen den verschiedenen Völkern anstreben. Daniel Barenboim, ein jüdischer Orchesterdirigent, gibt uns ein gutes Beispiel: In seinem Orchester und seiner Schule in Israel leben Israelis, Palästinenser und Juden zusammen und pflegen die Musik. Er sagt: “Das bestärkt mich in meiner Überzeugung, dass es nur eine Lösung für den Konflikt geben kann: auf der Grundlage von Humanismus, Gerechtigkeit und Gleichheit und ohne Waffengewalt und Besatzung”. Frieden ist das Ergebnis und die Konsequenz einer solchen Haltung, die in der Erd-Charta gut zum Ausdruck kommt, wenn sie “anerkennt, dass Frieden die Fülle ist, die sich aus rechten Beziehungen zu sich selbst, zu anderen Menschen, zu anderen Kulturen, zu anderem Leben, zur Erde und zu dem größeren Ganzen ergibt, von dem wir ein Teil sind” (IV,16f).

Es ist traurig zu sehen, dass im Land des Friedensfürsten Jesus von Nazareth so brutale Gewalt und verheerende Kriege herrschen, deren Opfer meist Zivilisten und unschuldige Mütter und Kinder sind.

Letztendlich liegt es an uns, Shalom, Salam, Pax et Bonum, Frieden und Güte zu verkünden.

Leonardo Boff ist Autor von: Cultura da paz num mundo em conflito, em Virtudes para outro mundo possível vol. III, Vozes 2006,73-131; Oração de São Francisco:uma mensagem de paz para o mundo atual,Vozes 2014.

A insanidade da guerra: somos belicosos

     O devastador e letal  ataque ao hospital batista Al-Ahli,sustentado pelos anglicanos, no centro de Gaza é um claro crime de guerra segundo leis internacionais. Há uma guerra de versões sobre quem foi o causador. O que, na verdade, importa são as centenas vidas humanas (471?) ceifadas criminosamente.O fato e as cenas nos tomaram de horror,indignação e solidariedade para com os atingidos e com o povo palestino,vítima de uma punição coletiva.

   Na penosa história dos palestinos em busca de uma pátria,  houve inúmeros assassinatos em massa em Hebron (1929), Dier Yassin (1948), Kufer Qassem (1956), Hebron (1994) o massacre da Marcha do Retorno (2018). Jamais deve ser esquecido e condenado o perverso ato terrorista do Hamas em Israel no dia 7 de outubro, assassinando aleatoriamente mais de mil israelenses, entre eles crianças e duas centenas de reféns.

   O revide do Estado de Israel, com o escandaloso apoio incondicional dos USA, está sendo cruel e sem piedade, atingindo milhares de civis,sendo 50% da população de crianças e de jovens. O cerco total com o corte de água,alimentos e energia, por parte de Israel, constitui um crime humanitário.

   Esta guerra, totalmente assimétrica, nos levanta a grande questão: por que os seres humanos se matam ou se assassinam reciprocamente? Quais são as raízes desta perversidade? É possível a paz entre os humanos e com a natureza?

   Seria longo refletir sobre as várias interpretações do caráter demente e belicoso do ser humano,coisa que tentamos fazer no artigo anterior.Aqui resumimos a questão na troca de cartas entre Albert Einstein e Sigmund Freud.   

   Em 30 de julho de 1932 perguntava Einstein a Freud:” há um modo de libertar os seres humanos da fatalidade da guerra? Existe a possibilidade de dirigir a evolução psíquica a ponto de tornar os seres humanos mais capazes de resistir à psicose do ódio e da destruição”(Natan&Norden,Einstein on Peace,98).

   Freud recorre a esta duas pulsões que sustentou durante a sua toda a sua vida e obra: temos em nós a pulsão de morte (Thánatos) e a pulsão de vida (Eros). Ambos coexistem em cada ser humano. A pulsão de morte responde por todo tipo de violência e guerras que marcam a história pessoal e coletiva da humanidade. A pulsão de vida se expressa pelo amor, pela amizade, pela solidariedade, pela compaixão, também coexistindo em cada ser humano.

   Realisticamente respondeu Freud a Einstein:”Não existe a esperança de poder suprimir de modo direto a agressividade dos seres humanos.Contudo, podem-se recorrer  a vias indiretas, reforçando o Eros, princípio de vida contra o Thánatos, princípio de morte. Tudo o que faz surgir laços emocionais entre os seres humanos age contra a guerra;tudo o que civiliza o ser humano trabalha contra a guerra”(Obras Completas,III:3,215). Mas nos adverte que estas duas pulsões se enfrentam e buscam se equilibrar mas não sabemos qual será a predominância de uma sobre a outra. Termina com uma frase misteriosa e resignada:”esfaimados pensamos no moinho que tão lentamente mói que podemos morrer de fome antes de receber a farinha”. Aqui aparece certo pessimismo de Freud face ao curso de nossa história. Agora estamos, horrorizados, assistindo ao que o grande psicanalista intuiu.

   Não obstante, continuamos a buscar teimosamente a paz e nunca desistiremos. Se não pode ser como estado permanente pelo menos como um espírito que nos faz preferir o diálogo ao confronto, a busca cordial de pontos em comum ao enfrentamento belicoso.

   O pressuposto básico para a paz consiste em afirmar a humanidade em todos e em cada ser humano,independente, de sua condição étnica, cultural, religiosa e de gênero. Devemos todos tratar-nos humanamente. Isso, lamentavelmente, não ocorre. Há supremacistas raciais (de brancos), religiosos e todo tipo de exclusivismos.Por exemplo, o ministro da Defesa israelense, Yoav Gallant, numa atitude tipicamente supremacista declarou numa entrevista a jornalistas internacionais:”nós estamos lutando contra animais e agindo de acordo… utilizando todo o poder bélico para reduzir a Cidade de Gaza a escombros”. Isso só é possível negando humanidade aos habitantes da Faixa de Gaza, feitos não-humanos e, pior, reduzidos a animais.

   Desta forma, todo submetimento de um povo pela violência e pela guerra deixa neste um rastro de amargura, de ódio e de desejo de vingança, que dará origem a reações violentas, a atentados e a novos conflitos. Há de se considerar que Israel matou cerca de 15 vezes mais civis do que palestinos durante a última década como afirmou o prof.Oren Yiftachel, judeu israelense da Universidade Urban  Studies da Ben Gurion University of Negev.   Há que se buscar o encontro confiado e cordial entre todos os diferentes povos. Belo exemplo nos dá o regente de orquestra, o judeu Daniel Barenboim que em sua orquestra e escola em Israel convivem e cultivam a música israelenses,palestinos e judeus juntos. Afirma:”Isso reforça a minha convicção de que só pode haver uma solução para o conflito: com base no humanismo, na justiça e na igualdade e sem força armada e ocupação”. A paz é resultado e consequência deste tipo de atitude, bem expressa na Carta da Terra quando “reconhece que a paz é a plenitude que resulta de relações corretas consigo mesmo, com outras pessoas, com outras culturas, com outras vidas, com a Terra e com o Todo maior do qual somos parte”(IV,16f).

   É triste constatar que na terra do Príncipe da Paz, Jesus de Nazaré,ocorram tais violências brutais e guerras devastadoras,cujas vítimas são na maioria civis e  inocentes mães e crianças.

   No final nos cabe proclamar Shalom,Salam, Pax et  Bonum, Paz e Bem.

Leonardo Boff escreveu Virtudes para outro mundo possível, vol.III, Beber e comer juntos e viver em paz, Vozes 2006; Oração de São Francisco:uma mensagem de paz para o mundo atual,Vozes 2014.

Irrumpieron los jinetes del Apocalipsis: la guerra Hamas-Israel

Leonardo Boff*

En estos días de octubre hemos visto  espantados la guerra que ha estallado entre el grupo terrorista Hamas de Palestina y el estado de Israel, atacado por sorpresa, y la fuerte reacción de este último. Dada la violencia empleada,  con cientos de víctimas en ambos lados, especialmente población inocente, parecería que irrumpió el jinete del Apocalipsis, el de la guerra destructora (Apoc 9,13-19).

Los cohetes, los misiles, los drones, los tanques, los bombarderos, los cazas, las bombas inteligentes y los  propios soldados, hechos pequeñas máquinas de matar, se parecen a figuras salidas de las páginas del libro del Apocalipsis.

Todos los que venimos de una visión pacifista del mundo, de la ecología, de la integración armónica de las oposiciones, del proceso evolutivo, concebido como abierto para formas cada vez más complejas, altas y ordenadas de relaciones e incluso las advertencias del Papa Francisco sobre la alarma ecológica, nos preguntamos angustiados: ¿cómo es posible que hayamos llegado a tales niveles de destrucción? ¿Cómo entender los fenómenos que acompañan el escenario de esta guerra, como la invasión de Israel por terroristas de Hamas, matando indiscriminadamente civiles, secuestrando personas, niños, personas mayores y militares, las fake news, la distorsión planeada de los hechos y la manipulación de las creencias religiosas? Es importante no olvidar los muchos años de durisima y violenta dominación de Israel sobre la región de Gaza y  los palestinos en general. Esto ha provocado resentimiento y mucho odio que está en la base de los permanentes conflictos en la región. Pero todo esto no acalla la pregunta: ¿ qué es lo somos nosotros, seres humanos, capaces de tanta barbarie?

Y  las guerras se han transformado cada vez más en guerras totales, causando más víctimas entre las poblaciones civiles que entre los combatientes. Max Born, premio Nobel de física (1954) denunció la prevalencia de la matanza de civiles en la guerra moderna. En la primera guerra mundial murieron sólo un 5% de civiles, en la segunda guerra, el 50%, en la guerra de Corea y Vietnam el 85%. Y datos recientes muestran que contra Irak y la ex-Yugoslavia, en Ucrania el 98% de las víctimas son civiles. En la presente guerra, entre el grupo Hamas e Israel los datos deberán ser de proporciones semejantes, por lo que se deduce de las palabras amenazantes del primer ministro de Israel, Benjamín Netanyahu.

Según el historiador Alfred Weber, hermano de Max Weber, de los 3.400 años de historia  de la humanidad que podemos datar con documentos, 3.166 han sido de guerra. Los restantes 234 no han sido ciertamente de paz sino de tregua y de preparación para otra guerra.

Frente a este drama que da miedo irrumpe una pregunta radical: ¿Cuál es el sentido del ser, de la vida y de la historia? ¿Cómo  iluminar ese anti-fenómeno?

No tenemos otra categoría para iluminar ese enigma sino reconocer que es la explosión y la implosión de la demencia, inscrita en el ser  humano, tal como lo conocemos. Somos también seres de demencia, de exceso, de voluntad de dominar, estrangular y asesinar. Esto fue ampliamente ilustrado en las guerras del siglo XX que causaron la muerte de 200 millones de personas y en los actos espectaculares perpetrados por el terrorismo y fundamentalismo islámico como la destrucción de las Torres Gemelas en Estados Unidos y actualmente por el sorprendente y terrible ataque de las milicias de Hamas (parte rechazada por los palestinos) al estado de Israel.

Lo enigmático es que esa demencia viene siempre junto con la sapiencia. La sapiencia  es nuestra capacidad de amar, de cuidar, de  extasiarse y de abrirse al Infinito. Somos, simultáneamente, todos sin excepción, sapiens y demens, es decir, seres humanos sapientes y  dementes.

El paradigma dominante de nuestra cultura, asentado sobre la voluntad de poder y de dominación, creó las condiciones para que nuestra demencia colectiva se manifestase poderosamente y predominase. Ese espíritu de guerra está presente en la economía de mercado financierizada, en la guerra del trigo, del maíz, de los automóviles, de las computadoras, de los móviles, de los grupos religiosos y hasta de los centros de investigación.

Por otro lado, nunca dejó de aparecer, en ningún  tiempo, también nuestra dimensión sapiente. Plazas de todo el mundo se llenan de multitudes clamando por paz y nunca más la guerra, siempre que aparece la amenaza de conflicto  como forma de resolver problemas. Líderes políticos, intelectuales y religiosos, alzan su  voz y alimentan el lado luminoso y pacífico de los seres humanos y no nos dejan desesperar. Jesús, San Francisco de Asís, M. Gandhi, Luther King Jr, Dom Helder Câmara, entre otros se transformaron en referencias de la anti-violencia y en paladines de la paz.

¿Qué salida encontraremos para este  problema con dimensiones metafísicas? Hasta hoy no sabemos exactamente.

La salida más realista y más sabia parece ser la expresada en la oración de la Paz de San Francisco de Asís, el hermano universal, de la naturaleza, de los animales, de las montañas y de las estrellas. En esa oración, ampliamente divulgada y hecha  credo común por el macroecumenismo, es decir, por el ecumenismo entre las religiones y las iglesias, encontramos una clave iluminadora.

Los términos de la oración dejan clara la conciencia  del carácter contradictorio de la condición humana, hecha de amor y de odio, de sapiencia y de demencia. Se parte de esta contradicción, pero se afirma confiadamente el polo positivo con la certeza de que él limitará e integrará el polo negativo.

La lección, subyacente a la oración de San Francisco, es esta: no se cura la demencia sino reforzando la sapiencia. Por eso, en sus palabras: “donde haya odio, que yo lleve amor; donde haya discordia, que yo lleve unión; donde haya desesperación, que yo lleve esperanza; donde haya oscuridad,  que yo lleve la luz”. Porque es más importante “amar que ser amado,  comprender  que ser comprendido, perdonar que ser perdonado, pues es dando como recibiremos y muriendo  como se vive para la vida eterna”.

En esta sabiduría de los sencillos quizá se encuentre el secreto de la superación de las voluntades que quieren la violencia y la guerra como forma de resolver conflictos o de hacer valer los intereses de unos contra los otros, como está ocurriendo en la actual guerra Hamas-Israel.

El camino de la paz, enseñaba Gandhi, es la propia paz. Sólo medios pacíficos producen la paz. La paz es, a un tiempo, meta y método, fin y medio. Ojalá ese espíritu acabe triunfando sobre la violencia brutal en la presente guerra, profundamente asimétrica, entre el pequeño y violento grupo de Hamas y el también pequeño pero poderoso   estado de Israel.

Leonardo Boff ha escrito: La búsqueda de la justa medida (I y II), Vozes  2023; La oración de San Francisco: un mensaje de paz para el mundo de hoy Vozes y Sal Terrae 2014; Fundamentalismo, terrorismo, religión y paz

L’esplosione dei cavalli dell’Apocalisse: la guerra Hamas-Israele

Leonardo Boff

In questi giorni di ottobre abbiamo assistito, con stupore, alla guerra scoppiata tra il gruppo terroristico Hamas, originario della Palestina, e lo Stato di Israele, attaccato di sorpresa la forte ritorsione di quest’ultimo. Considerata la violenza utilizzata, che ha colpito centinaia di persone da entrambe le parti, soprattutto la popolazione innocente, sembrerebbe che sia esploso il cavallo dell’Apocalisse, quello della guerra distruttiva (Ap 9,13-19).

I razzi, i missili, i droni, i carri armati, i bombardieri, i caccia, le bombe intelligenti e gli stessi soldati, trasformati in piccole macchine per uccidere, sembrano figure uscite direttamente dalle pagine del libro dell’Apocalisse.

Tutti noi che proveniamo da una visione pacifista del mondo, dall’ecologia dell’integrazione armonica delle opposizioni, del processo evolutivo, concepito come aperto a forme di relazione sempre più complesse, elevate e ordinate e anche dai moniti di Papa Francesco sull’allarme ecologico, ci chiediamo angosciati: come è possibile che siamo arrivati a tali livelli di distruzione? Come comprendere i fenomeni che accompagnano lo scenario di questa guerra, come l’invasione di Israele da parte dei terroristi di Hamas, l’uccisione indiscriminata di civili, il rapimento di persone, bambini, anziani e soldati, le fake news, la distorsione pianificata dei fatti e la manipolazione delle credenze religiose? È importante non dimenticare i molti anni di dura dominazione israeliana sulla regione di Gaza e sui palestinesi in generale. Ciò ha provocato risentimento e molto odio, che sono alla base dei conflitti in corso nella regione. Ma tutto ciò non nasconde la domanda: cosa siamo noi, esseri umani, capaci di tanta barbarie?

E le guerre si sono sempre più trasformate in guerre totali, mietendo più vittime tra le popolazioni civili che tra i combattenti. Max Born, premio Nobel per la fisica (1954) denunciò la prevalenza dell’uccisione di civili nella guerra moderna. Nella prima guerra mondiale morì solo il 5% dei civili, nella seconda guerra mondiale il 50%, nelle guerre di Corea e Vietnam l’85%. E i dati recenti mostrano che contro l’Iraq e la ex-Jugoslavia, in Ucraina il 98% delle vittime sono civili. Nell’attuale guerra tra il gruppo di Hamas e Israele i dati dovrebbero essere di proporzioni simili, come si evince dalle parole minacciose del premier israeliano Binyamin Netanyahu.

Secondo lo storico Alfred Weber, fratello di Max Weber, dei 3.400 anni di storia umana che possiamo datare con i documenti, 3.166 sono stati di guerra. I restanti 234 non sono stati certamente di pace, ma di tregua e di preparazione per un’altra guerra.

Di fronte a questo dramma spaventoso si pone una domanda radicale: qual è il senso dell’essere, della vita e della storia? Come illuminare questo anti-fenomeno?

Non abbiamo altra categoria per illuminare questo enigma se non quella di riconoscere: è l’esplosione e l’implosione della demenza, inscritta nell’essere umano, cosi come lo conosciamo. Siamo anche esseri di demenza, di eccesso, di volontà di dominio, di soffocamento e omicidio. Ciò è stato ampiamente illustrato nelle guerre del XX secolo che hanno provocato il massacro di 200 milioni di persone e negli atti spettacolari perpetrati dal terrorismo e dal fondamentalismo islamico come la distruzione delle Torri Gemelli negli USA e attualmente dal sorprendente e terribile attacco del gruppo terroristico Hamas (in parte rifiutato dai palestinesi) allo Stato di Israele.

La cosa enigmatica è che questa demenza si accompagna sempre alla sapienza. La sapienza è la nostra capacità di amare, di prenderci cura, di estasiarci e aprirci all’Infinito. Siamo, allo stesso tempo, tutti senza eccezione, sapiens e demens, cioè esseri umani sapienti e dementi.

Il paradigma dominante della nostra cultura, basato sulla volontà di potere e di dominio, ha creato le condizioni affinché la nostra demenza collettiva si manifestasse con forza e predominasse. Questo spirito di guerra è presente nell’economia di mercato finanziarizzata, nella guerra del grano, del mais, delle auto, dei computer, dei telefoni cellulari, dei gruppi religiosi e persino dei centri di ricerca.

D’altra parte, la nostra dimensione sapiente non ha mai smesso di apparire in nessun momento. Le piazze di tutto il mondo sono piene di moltitudini che chiedono la pace e mai più la guerra, ogni volta che si solleva la minaccia di un conflitto, come modo per risolvere i problemi. Leader politici, intellettuali e religiosi, hanno alzato la loro voce e hanno alzato il lato luminoso e pacifico degli esseri umani, non lasciandoci nella disperazione. Gesù, San Francesco d’Assisi, M. Gandhi, Luther King Jr, Dom Helder Câmara, tra gli altri, si sono trasformati in riferimenti dell’antiviolenza e paladini della pace.

Quale soluzione troveremo per questo problema con dimensioni metafisiche? Ad oggi non lo sappiamo esattamente.

La soluzione più realistica e saggia sembra essere quella espressa nella preghiera di Pace di San Francesco d’Assisi, il fratello universale, della natura, degli animali, delle montagne e delle stelle. In questa preghiera, ampiamente diffusa e diventata credo comune dal macro-ecumenismo, cioè dall’ecumenismo tra le religioni e le chiese, troviamo una chiave illuminante.

I termini della preghiera rendono chiara la consapevolezza della natura contraddittoria della condizione umana, fatta di amore e odio, di saggezza e di follia. Partiamo da questa contraddizione, ma affermiamo fiduciosi il polo positivo con la certezza che limiterà e integrerà il polo negativo.

La lezione che sta alla base della preghiera di San Francesco è questa: la demenza non si cura se non rafforzando la sapienza. Perciò, secondo le sue parole: “dove c’è odio, che io porti l’amore; dove c’è discordia, che io porti l’unità; dove c’è disperazione, che io porti la speranza; dove c’è oscurità, che io porti la luce“. Ed è più importante «amare che essere amati, comprendere più che essere compresi, perdonare più che essere perdonati, perché è donando che riceviamo ed è morendo che viviamo per la vita eterna».

In questa saggezza dei semplici s’incontra, chissà, il segreto per superare la volontà di coloro che vogliono la violenza e la guerra come la modalità per risolvere i conflitti o affermare gli interessi degli uni contro gli altri, come sta accadendo nell’attuale guerra tra Hamas e Israele.

La via verso la pace, insegnava Gandhi, è la pace stessa. Solo mezzi pacifici producono la pace. La pace è, allo stesso tempo, una meta e un metodo, un fine e un mezzo. Spero che questo spirito finisca per trionfare sulla violenza brutale nell’attuale guerra, profondamente asimmetrica tra il piccolo e violento gruppo di Hamas e l’altrettanto piccolo ma potente Stato di Israele.

Leonardo Boff ha scritto: ‘A busca da justa medida (I e II)’, Vozes  2023; A oração de São Francisco:uma mensagem de paz para o mundo atual’, Vozes 2014; ‘Fundamentalismo, terrorismo, religião e paz, Vozes 2009.

(traduzione dal portoghese di Gianni Alioti)