Gegen das Vergessen des Heiligen Geistes

In einem vorigen Artikel versuchten wir, die Dimension des Geistes aufrecht zu erhalten, die in unserer modernen materialistischen und konsumorientierten Kultur unterzugehen droht. Nun geht es darum, die Gestalt des Hl. Geistes zu retten, die in der Lateinischen Kirche immer an den Rand gedrängt oder gar vergessen wird. Da sie eine Kirche der Macht ist, kommt sie nicht gut mit dem Charisma zurecht, das in den Bereich des Heiligen Geistes fällt. Der Heilige Geist ist die Fantasie Gottes und der Motor für Veränderung; mit beidem kann die alte hierarchische Institution nicht gut leben. Doch der Heilige Geist kommt wieder.

Das Zweite Vatikanische Konzil sagt ausdrücklich: „Der Geist Gottes leitet den Gang der Geschichte mit bewundernswerter Vorhersehung; er erneuert das Antlitz der Erde und ist in der Evolution gegenwärtig.“ (Gaudium et Spes, 26/281). Der Geist ist immer aktiv. Doch er erstrahlt in größerer Intensität, wenn es Veränderungen gibt, die etwas Neues mit sich bringen. Vier solcher kürzlich eingetretenen Veränderungen sind es wert, genannt zu werden: die Umsetzung des Zweiten Vatikanischen (Ökumenischen) Konzils (1962-1965),  die lateinamerikanische Bischofskonferenz von Medellin, Kolumbien (1969), das Aufkommen der Theologie der Befreiung und die Entstehung der Charismatischen Katholischen Bewegung.

Mit dem Zweiten Vatikanischen Konzil (1962-1965) hat die Kirche ihre Gangart an die moderne Welt und deren Freiheiten angepasst. Insbesondere ist die Kirche in Dialog mit der Technoscience getreten, mit der Arbeitswelt, der Säkularisierung, der Ökumene, mit anderen Religionen und fundamentalen Menschenrechten. Der Geist erneuerte mit frischem Atem den vor sich hin dämmernden Bau der Kirche.

In Medellin (1968) betrat die Kirche die Unterwelt des Elends und der Armut, die für Lateinamerika kennzeichnend war und noch immer ist. Erfüllt von der Kraft des Heiligen Geistes stellten sich lateinamerikanische Pfarrer auf die Seite der Armen und damit der Armut entgegen und beschlossen, eine Pastoral der umfassenden Befreiung zu praktizieren: Erlösung nicht nur von unseren persönlichen und kollektiven Sünden, sondern Erlösung von der Sünde der Unterdrückung, von der Sünde der Massenverarmung, der Diskriminierung der indigenen Völker des Kontinents, der Verachtung der Nachkommen afrikanischer Völker, und von der Sünde der patriarchalischen Beherrschung der Frauen durch die Männer seit der Steinzeit.

Daraus entstand die Kirche der Befreiung. Sie zeigt ihr Gesicht, wenn das Volk die Bibel liest, in der neuen Art, in Form von Basisgemeinden Kirche zu sein, in einer anderen Sozialpastoral (der indigenen Völker, der Nachkommen der afrikanischen Völker, der Erde, der Gesundheit, der Kinder u. a.) und in der entsprechenden Reflexion der Theologie der Befreiung.

Diese Kirche der Befreiung hat Christen hervorgebracht, die sich politisch an der Seite der Unterdrückten engagierten, sich den Militärdiktaturen entgegenstellten und Verfolgung, Inhaftierung, Folter und Mord erlitten. Zweifellos ist sie eine der wenigen Kirchen, die so viele Märtyrer hat wie Schwester Dorothy Stang und sogar Bischöfe wie Enrique Angelleli aus Argentinien und Oscar Arnulfo Romero aus El Salvador.

Die vierte Veränderung war das Aufkommen der Charismatischen Katholischen Bewegung in den Vereinigten Staaten seit 1967 und in Lateinamerika seit den 1970er Jahren. Diese rückte wieder das Gebet, die Spiritualität und das Charisma des Geistes in den Mittelpunkt. Gebetsgemeinschaften wurden gegründet, Gemeinschaften, um die Gaben des Heiligen Geistes zu fördern, den Beistand für die Armen und Kranken. Diese Erneuerung hat dazu beigetragen, die Starre der Organisation der Kirche und deren kalte Lehre zu überwinden. Sie brach das Monopol des Wortes des Klerus und öffnete einen Raum für die freie Meinungsäußerung der Gläubigen.

Diese vier Ereignisse können nur dann theologisch richtig bewertet werden, wenn sie durch den Blickwinkel des Heiligen Geistes betrachtet werden. Der Heilige Geist hat  schon immer in der Geschichte vorangetrieben und in einer innovativen Art und Weise in der Kirche gewirkt, die folglich zum Hoffnungsträger wird und Freude am Leben im Glauben erzeugt.

Was wir zurzeit erleben, ist die vielleicht größte Krise der Menschheitsgeschichte. Es ist die tiefste Krise, denn es könnte die letzte sein. In der Tat haben wir uns selbst den Schlüssel zur Selbstzerstörung in die Hand gegeben. Wir haben eine Todesmaschine gebaut, die uns alle umbringen und unsere ganze Zivilisation zerstören kann, die doch so schmerzhaft über Jahrtausende in schöpferischer Arbeit errichtet wurde. Und der Großteil der Artenvielfalt könnte mit uns zugrunde gehen. Wenn diese Tragödie stattfindet, wird die Erde ihre Reise fortsetzen, bedeckt mit Leichen, verwüstet und verarmt, doch ohne uns.

Aus diesem Grund sagen wir, dass unsere Technologie des Todes eine neue geologische Ära eingeläutet hat: das Anthropozäikum. Das bedeutet, dass der Mensch als ein großer Meteorit erscheint, der das Leben bedroht. Der Mensch mag es vorziehen, sich eher selbst zu zerstören und auf perverse Weise die lebendige Erde Gaia zu ruinieren als seinen Lebensstil zu ändern und sein Verhältnis zur Natur und zu Mutter Erde. So wie damals in Palästina die Juden Barrabas Jesus vorzogen, würden die heutigen Feinde des Lebens Herodes den unschuldigen Kindern vorziehen. Dann allerdings würde der Mensch sich tatsächlich eher als der Satan auf Erden denn als Schutzengel der Schöpfung erweisen.
An dieser Stelle wollen wir flehend und bittend das liturgische Gebet des Pfingsfests laut hinausrufen: Veni, Sancte Spiritus et emite coelitus, Lucis tuae radio: „Komm, Heiliger Geist, und sende uns deinen Lichtstrahl vom Himmel.“

Ohne die Wiederkehr des Geistes laufen wir Gefahr, dass die Krise keine Gelegenheit zur Reinigung bietet, sondern zur unumkehrbaren Tragödie verkommt. In den kirchlichen Basisgemeinden singt man: „Komm, Heiliger Geist, und erneuere das Antlitz der Erde.“

Übersetzt von Bettina Gold-Hartnack

La Igleia en manos de movimientos sectarios: J.Comblin

JOSE COMBLIN foi um dos maiores teólogos da América Latina e do Brasil. Faleceu no de 2011. Belga de nascimento, fez do Brasil e do Chile seu campo de trabalho praticamente por toda a vida. Escreveu uma obra imensa que vai da sociologia, história, exegese, política à teologia. Foi o grande assessor de Dom Helder Câmara e trabalhou praticamente todo tempo no Nordeste e no sertão. Fundou uma corrente “teologia da enchada” para formar camponeses como líderes comunitários e agentes de pastoral. Era uma observador atento e crítico de tudo o que se passava na Igreja. Mas sempre a partir do lugar social que escolheu: os pobres, sertanejos e camponeses.Este estudo mostra que a crise da Igreja não se restringe ao Vaticano mas atravessa todo o corpo eclesial, especialmente, por grupos conservadores e até fundamentalistas que renegam o Concílio Vaticano II e sonham com uma igreja de estilo medieval, incapaz de falar ao mundo de hoje. Aproveitam-se da Igreja mais para defender sua visão de mundo elitista e retrógrada do que levar avante o Legado de Jesus e anunciá-lo na maneira que as pessoas de hoje o possam entender. LBoff
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La disolución progresiva de la cristiandad con sus estructuras sociales dio oportunidad al surgimiento de movimientos sectarios extremistas y permitió que conquistasen posiciones de poder impresionantes en la Iglesia. Aprovecharon el sentimiento de desolación de los nostálgicos de la cristiandad para ofrecerse como salvadores de la Iglesia. Pero entienden la salvación de la Iglesia como un movimiento fascista ultra disciplinado, totalmente manipulado por algunos líderes generalmente muy desequilibrados psicológicamente. La jerarquía está vacilando. Permitió que ocupasen un gran espacio en la visibilidad de la Iglesia , sobre todo gracias al pontificado de Juan Pablo II, papa bastante insensible a la democracia y muy inclinado a los movimientos autoritarios. En América Latina, esos movimientos son particularmente activos y políticamente muy importantes. He aquí algunos de estos movimientos nacidos en América Latina.

– El “Instituto del Verbo Encarnado”, argentino de origen, presente en 30 países. Fue fundado en 1984 en San Rafael para tener su centro en Mendoza hasta 2001, cuando el centro fue transferido a Roma. El fundador fue el padre Carlos Buela, personalidad excepcionalmente autoritaria, últimamente alejado de sus funciones por el Vaticano frente a la multiplicidad de denuncias de excesos de poder dentro de su instituto. En el año 2001, el episcopado argentino quedó asustado por las frecuentes visitas de cara pintadas – movimientos extremistas paramilitares – y procuró cerrar el seminario de Mendoza, pero no lo consiguió. Fue cuando el cardenal secretario de Estado del Vaticano, Angelo Sodano, los transfirió para Roma, ofreciéndoles hospedaje en Roma. Dijo el padre Buela que aprendió con el Opus Dei que se necesita tener sus centro en Roma, porque así se consigue todo lo se quiere. Con la ayuda de Angelo Sodano no les fue difícil abrir el noviciado en Chile. El movimiento practica el latín, y naturalmente los miembros andan con sotana y dentro de la casa niegan radicalmente el Concilio Vaticano II. Esta es una característica común de todos esos movimientos: Luchan contra el Vaticano II. Con la ayuda de la Curia Romana.

– El “Sodalicio de Vida Cristiana”. Movimiento fundado en el Perú en 1971 por un abogado peruano Luis Fernando Figari. Ya tiene 2 obispos en el sur peruano, donde naturalmente destruyeron toda la pastoral de los indígenas. El movimiento generó varias ramas: La Fraternidad Mariana de la Reconciliación , Las Siervas del Plan de Dios, La Asociación de María Inmaculada, la Hermandad de Nuestra Señora de la Reconciliación.

– Los “Legionarios de Cristo” fueron fundados en 1941 por sacerdote Marcial Maciel en México. Están en el mundo entero. En México son una potencia con 470 casas, innumerables colegios, 9 universidades. Pero están también en toda América Latina. Acumularon una fortuna inmensa que se estima entre 25 y 50 mil millones de dólares. Los miembros se dedican a visitar benefactores. Tienen listas de probables benefactores clasificados de acuerdo a su capacidad financiera. Una de las actividades principales de los miembros es visitar esas familias para pedir dinero. Son conocidos por la rigidez de la estructura y, como todos los movimientos, por la manipulación psicológica de los candidatos y de los miembros. Se tornaron noticia sensacional cuando Benedicto XVI, luego que asumió la misión de papa, destituyó al fundador y lo obligó a refugiarse a una vida privada con prohibición de ejercer cualquier función sacramental. Finalmente, Benedicto XVI reveló lo que Juan Pablo II siempre mantuvo en el secreto. Marcial Maciel era pedófilo y practicó actividad sexual con muchos seminaristas, tenía una mujer y por lo menos 3 hijos y muchas amantes. Todo era oficialmente desconocido, pero todo el mundo hablaba de esto en México. Los dirigentes del movimiento afirman que no sabían nada, lo que parece increíble. El papa nombró un interventor para tomar la dirección del movimiento y tomar todas las decisiones que estimare necesarias.

“Los Heraldos del Evangelio” nacieron en Brasil de una división de la antigua Tradición, Familia, Propiedad (TFP) fundada por Plinio Correa en la década de los 40 y condenada por el episcopado brasileño. Cuando murió Plinio en 1995, el sacerdote Joao Clá fue a Roma para conseguir el reconocimiento de la nueva asociación fundada por él, sin pasar por la CNBB , para garantizar un reconocimiento romano, sabiendo de las resistencias que podría haber sufrido por parte de los obispos. Roma aprobó, como siempre apoya todos estos movimientos extremistas, ultra-integristas y enemigos del Vaticano II. Los Heraldos quieren ser una nueva Caballería al servicio de la Iglesia. Usan un uniforme que es copiado del hábito de los Cruzados medievales. Como todos los otros, practican la manipulación psicológica, infantilizan a sus miembros y crean fanáticos. Ellos ya tienen sus propios sacerdotes.

– En Chile, la “Pía Unión Sacerdotal del Sagrado Corazón de Jesús”, fundada por el sacerdote Karadima, de la cual salieron ya 5 obispos. Recientemente, el padre Karadima fue denunciado por haber tenido comportamientos de pedofilia y fue alejado de sus funciones.

– Todos se inspiran en el modelo del Opus Dei fundado en España en 1928 por José María Escrivá de Balaguer, hoy canonizado por Juan Pablo II. Todos son de una extraordinaria disciplina, practican la manipulación de sus miembros que son como esclavos de la organización, todos practican el chantaje religioso para traer candidatos y para conservar a sus miembros. Todos son adversarios del Vaticano II y practican el fanatismo religioso tornándose incapaces de cualquier espíritu crítico. Todos producen miembros técnicamente muy eficaces, pero fanatizados. Todos son riquísimos, porque frecuentan el mundo de los poderosos y ejercen un chantaje para conseguir dinero. Todos son influyentes en el mundo político de la extrema derecha. Todos ocupan posiciones fuertes en la Curia Romana y consiguen nombramiento de obispos y demás autoridades que les sean favorables y defienden las mismas causas. Son ellos los que organizan las campañas electorales para la elección del papa. Aunque los Legionarios erraron al hacer la campaña electoral de Angelo Sodano. ¡No podemos ni imaginar lo que habría sido un papa Angelo Sodano, el gran defensor de Pinochet!

Esta situación recuerda lo que aconteció en la última fase del pontificado de Pío X cuando, en la lucha contra el modernismo, el movimiento de La Sapiniere armó una campaña de denuncia en la Iglesia entera. Hoy en día es diferente, pero el resultado es el mismo. Los nuevos movimientos sectarios practican un chantaje constante y disponen de un inmenso poder político, económico, cultural. Intimidan por su prepotencia, por su fanatismo. Paralizan a la jerarquía que se siente presionada sin poder resistir. Entran en la jerarquía y allí practican el mismo chantaje.

¡Qué peso del pasado! En Europa, el fascismo esta invadiendo el mundo político y de ahí pasa para el mundo eclesiástico. La democracia está en decadencia, y el clero recupera los viejos reflejos de los tiempos en que la Iglesia mandaba. Los movimientos son la presencia del fascismo dentro de Iglesia. La América Latina no escapa y sufre el dominio de estos movimientos en varios países, en la mayoría.

Lo que más preocupa en estos movimientos extremistas es su riqueza acumulada en pocos años y su afán de poder. Esto es tan antievangélico que asusta, y asusta el poder que adquirieron de la Iglesia , o sea, dentro de la institución eclesiástica. Juan Pablo II permitió que se transformasen en empresas con finalidad económica con muchas prácticas externas de religión, vividas como mecanismos sagrados que aseguran la salvación sin pasar por el evangelio. Puede ser el equivalente eclesiástico de las multinacionales financieras de la sociedad contemporánea, lo que asuste más todavía. ¿Será que la jerarquía un día abrirá los ojos?

Traducción del portugués por Juan Subercaseaux Amenábar del libro “O Espírito Santo e a Tradicao de Jesús” (El Espíritu Santo y la Tradición de Jesús).
Páginas 449 a 451. Sao Bernardo do Campo. Editora Ñanduthi 2012. SP Brasil.
Obra póstuma de José Comblin.

Chaves: o legado e desafios: Boaventura de Sousa Santos

BOAVENTURA DE SOUSA SANTOS é um grande amigo do Brasil, sociólogo  entre Coimbra e Austin (USA), um dos fundadores do Forum Social Mundial. É um dos mais destacados pensadores do processo de globalização pensado a partir do Grande Sul onde estão as principais vítimas desse processo mais que tudo de expoliação capitalista econômico-financeira. Há muitas controvérsias sobre o falecido Presidente da Venezuela Hugo Chaves, carismático e popular. Era um dos poucos no mundo que dizia a verdade sobre como funciona o Capitalismo e como não está em nada interessado em tomar medidas contra o aquecimento global. Era um opositor declarado do imperialismo norte-americano e ocidental, coisa que quase ninguém do nosso lado assume. Prefere enquadar-se mesmo a contra-gosto. Estive muitas vezes na Venezuela, antes de Chavez e pude ver favelas, como a de Belen, uma das piores que encontrei no mundo. A oligarquia dominava e era altamente corrupta e anti-social. Publicamos este artigo de Boaventura de Sousa Santos que esteve muitas vezes na Venezuela e que nos dá um quadro objetivo do que foi o carisma de Chavez e os desafios que se apresentam para o futuro. LBoff

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Morreu o líder político democrático mais carismático das últimas décadas. Quando acontece em democracia, o carisma cria uma relação política entre governantes e governados particularmente mobilizadora, porque junta à legitimidade democrática uma identidade de pertença e uma partilha de objetivos que está muito para além da representação política. As classes populares, habituadas a serem golpeadas por um poder distante e opressor (as democracias de baixa intensidade alimentam esse poder) vivem momentos em que a distância entre representantes e representados quase se desvanece. Os opositores falarão de populismo e de autoritarismo, mas raramente convencem os eleitores. É que, em democracia, o carisma permite níveis de educação cívica democrática dificilmente atingíveis noutras condições. A difícil química entre carisma e democracia aprofunda ambos, sobretudo quando se traduz em medidas de redistribuição social da riqueza. O problema do carisma é que termina com o líder. Para continuar sem ele, a democracia precisa de ser reforçada por dois ingredientes cuja química é igualmente difícil, sobretudo num imediato período pós-carismático: a institucionalidade e a participação popular.

Ao gritar nas ruas de Caracas “Todos somos Chávez!” o povo está lucidamente consciente de que Chávez houve um só e que a revolução bolivariana vai ter inimigos internos e externos suficientemente fortes para pôr em causa a intensa vivência democrática que ele lhes proporcionou durante catorze anos. O Presidente Lula do Brasil também foi um líder carismático. Depois dele, a Presidenta Dilma aproveitou a forte institucionalidade do Estado e da democracia brasileiras, mas tem tido dificuldade em complementá-la com a participação popular. Na Venezuela, a força das instituições é muito menor, ao passo que o impulso da participação é muito maior. É neste contexto que devemos analisar o legado de Chávez e os desafios no horizonte.

O legado de Chávez

Redistribuição da riqueza. Chávez, tal como outros líderes latino-americanos, aproveitou o boom dos recursos naturais (sobretudo petróleo) para realizar um programa sem precedentes de políticas sociais, sobretudo nas áreas da educação, saúde, habitação e infraestruturas que melhoraram substancialmente a vida da esmagadora maioria da população. Alguns exemplos: educação obrigatória gratuita; alfabetização de mais de um milhão e meio de pessoas, o que levou a UNESCO a declarar a Venezuela como “território libre de analfabetismo”; redução da pobreza extrema de 40% em 1996 para 7.3% hoje; redução da mortalidade infantil de 25 por 1000 para 13 por mil no mesmo período; restaurantes populares para os sectores de baixos recursos; aumento do salário mínimo, hoje o salário mínimo regional mais alto, segundo la OIT. A Venezuela saudita deu lugar à Venezuela bolivariana.

A integração regional. Chávez foi o artífice incansável da integração do subcontinente latino-americano. Não se tratou de um cálculo mesquinho de sobrevivência e de hegemonia. Chávez acreditava como ninguém na ideia da Pátria Grande de Simón Bolívar. As diferenças políticas substantivas entre os vários países eram vistas por ele como discussões no seio de uma grande família. Logo que teve oportunidade, procurou reatar os laços com o membro da família mais renitente e mais pró-EUA, a Colômbia. Procurou que as trocas entre os países latino-americanos fossem muito para além das trocas comerciais e que estas se pautassem por uma lógica de solidariedade, complementaridade económica e social e reciprocidade, e não por uma lógica capitalista. A sua solidariedade com Cuba é bem conhecida, mas foi igualmente decisiva com a Argentina, durante a crise da dívida soberana em 2001-2002, e com os pequenos países das Caraíbas.

Foi um entusiasta de todas as formas de integração regional que ajudassem o continente a deixar de ser o backyard dos EUA. Foi o impulsionador da ALBA (Alternativa Bolivariana para as Américas), depois ALBA-TCP (Aliança Bolivariana para os Povos da Nossa América- Tratado de Comércio dos Povos) como alternativa à ALCA (Área de livre Comércio das Américas) promovida pelos EUA, mas também quis ser membro do Mercosul. CELAC (Comunidade dos Estados Latino-Americanos e Caribenhos), UNASUL (União de Nações Sul-Americanas) são outras das instituições de integração dos povos da América Latina e Caribe a que Chávez deu o seu impulso.

Anti-imperialismo. Nos períodos mais decisivos da sua governação (incluindo a sua resistência ao golpe de Estado de que foi vítima em 2002) Chávez confrontou-se com o mais agressivo unilateralismo dos EUA (George W. Bush) que teve o seu ponto mais destrutivo na invasão do Iraque. Chávez tinha a convicção de que o que se passava no Médio-Oriente viria um dia a passar-se na América Latina se esta não se preparasse para essa eventualidade. Dai o seu interesse na integração regional. Mas também estava convencido de que a única maneira de travar os EUA seria alimentar o multilateralismo, fortalecendo o que restava da Guerra Fria. Daí, a sua aproximação à Rússia, China e Irão. Sabia que os EUA (com o apoio da União Europeia) continuariam a “libertar” todos os países que pudessem contestar Israel ou ser uma ameaça para o acesso ao petróleo. Daí, a “libertação” da Líbia, seguida da Síria e, em futuro próximo, do Irão. Daí também o “desinteresse” dos EUA e EU em “libertarem” o país governado pela mais retrógrada ditadura, a Arábia Saudita.

O socialismo do século XXI. Chávez não conseguiu construir o socialismo do século XXI a que chamou o socialismo bolivariano. Qual seria o seu modelo de socialismo, sobretudo tendo em vista que sempre mostrou uma reverência para com a experiência cubana que muitos consideraram excessiva? Conforta-me saber que em várias ocasiões Chávez tenha referido com aprovação a minha definição de socialismo: “socialismo é a democracia sem fim”. É certo que eram discursos, e as práticas seriam certamente bem mais difíceis e complexas. Quis que o socialismo bolivariano fosse pacífico mas armado para não lhe acontecer o mesmo que aconteceu a Salvador Allende. Travou o projeto neoliberal e acabou com a ingerência do FMI na economia do país; nacionalizou empresas, o que causou a ira dos investidores estrangeiros que se vingaram com uma campanha impressionante de demonização de Chávez, tanto na Europa (sobretudo em Espanha) como nos EUA. Desarticulou o capitalismo que existia, mas não o substituiu. Daí, as crises de abastecimento e de investimento, a inflação e a crescente dependência dos rendimentos do petróleo. Polarizou a luta de classes e pôs em guarda as velhas e as novas classes capitalistas, as quais durante muito tempo tiveram quase o monopólio da comunicação social e sempre mantiveram o controlo do capital financeiro. A polarização caiu na rua e muitos consideraram que o grande aumento da criminalidade era produto dela (dirão o mesmo do aumento da criminalidade em São Paulo ou Joanesburgo?).

O Estado comunal. Chávez sabia que a máquina do Estado construída pelas oligarquias que sempre dominaram o país tudo faria para bloquear o novo processo revolucionário que, ao contrário dos anteriores, nascia com a democracia e alimentava-se dela. Procurou, por isso, criar estruturas paralelas caracterizadas pela participação popular na gestão pública. Primeiro foram as misiones e gran misiones, um extenso programa de políticas governamentais em diferentes sectores, cada uma delas com um nome sugestivo (Por. ex., a Misíon Barrio Adentro para oferecer serviços de saúde às classes populares), com participação popular e a ajuda de Cuba. Depois, foi a institucionalização do poder popular, um ordenamento do território paralelo ao existente (Estados e municípios), tendo como célula básica a comuna, como princípio, a propriedade social e como objetivo, a construção do socialismo. Ao contrário de outras experiências latino-americanas que têm procurado articular a democracia representativa com a democracia participativa (o caso do orçamento participativo e dos conselhos populares setoriais), o Estado comunal assume uma relação confrontacional entre as duas formas de democracia. Esta será talvez a sua grande debilidade.

 

Os desafios para a Venezuela e o continente

A partir de agora começa a era pós-Chávez. Haverá instabilidade política e económica? A revolução bolivariana seguirá em frente? Será possível o chavismo sem Chávez? Resistirá ao possível fortalecimento da oposição? Os desafios são enormes. Eis alguns deles.

A união cívico-militar. Chávez assentou o seu poder em duas bases: a adesão democrática das classes populares e a união política entre o poder civil e as forças armadas. Esta união foi sempre problemática no continente e, quando existiu, foi quase sempre de orientação conservadora e mesmo ditatorial. Chávez, ele próprio um militar, conseguiu uma união de sentido progressista que deu estabilidade ao regime. Mas para isso teve de dar poder económico aos militares o que, para além de poder ser uma fonte de corrupção, poderá amanhã virar-se contra a revolução bolivariana ou, o que dá no mesmo, subverter o seu espírito transformador e democrático.

O extractivismo. A revolução bolivariana aprofundou a dependência do petróleo e dos recursos naturais em geral, um fenómeno que longe de ser específico da Venezuela, está hoje bem presente em outros países governados por governos que consideramos progressistas, sejam eles o Brasil, a Argentina, o Equador ou a Bolívia. A excessiva dependência dos recursos está a bloquear a diversificação da economia, está a destruir o meio ambiente e, sobretudo, está a constituir uma agressão constante às populações indígenas e camponesas onde se encontram os recursos, poluindo as suas águas, desrespeitando os seus direitos ancestrais, violando o direito internacional que obriga à consulta das populações, expulsando-as das suas terras, assassinando os seus líderes comunitários. Ainda na semana passada assassinaram um grande líder indígena da Sierra de Perijá (Venezuela), Sabino Romero, uma luta com que sou solidário há muitos anos. Saberão os sucessores de Chávez enfrentar este problema?

O regime político. Mesmo quando sufragado democraticamente, um regime político à medida de um líder carismático tende a ser problemático para os seus sucessores. Os desafios são enormes no caso da Venezuela. Por um lado, a debilidade geral das instituições, por outro, a criação de uma institucionalidade paralela, o Estado comunal, dominada pelo partido criado por Chávez, o PSUV (Partido Socialista Unificado da Venezuela). Se a vertigem do partido único se instaurar, será o fim da revolução bolivariana. O PSUV é um agregado de várias tendências e a convivência entre elas tem sido difícil. Desaparecida a figura agregadora de Chávez, é preciso encontrar modos de expressar a diversidade interna. Só um exercício de profunda democracia interna permitirá ao PSUV ser uma das expressões nacionais do aprofundamento democrático que bloqueará o assalto das forças políticas interessadas em destruir, ponto por ponto, tudo o que foi conquistado pelas classes populares nestes anos. Se a corrupção não for controlada e se as diferenças forem reprimidas por declarações de que todos são chavistas e de que cada um é mais chavista do que o outro, estará aberto o caminho para os inimigos da revolução. Uma coisa é certa:  se há que seguir o exemplo de Chávez, então é crucial que não se reprima a crítica. É necessário abandonar de vez o autoritarismo que tem caracterizado largos sectores da esquerda latino-americana.

O grande desafio das forças progressistas no continente é saber distinguir entre o estilo polemizante de Chávez, certamente controverso, e o sentido político substantivo da sua governação, inequivocamente a favor das classes populares e de uma integração solidária do subcontinente. As forças conservadoras tudo farão para os confundir. Chávez contribuiu decisivamente para consolidar a democracia no imaginário social. Consolidou-a onde ela é mais difícil de ser traída, no coração das classes populares. E onde também a traição é mais perigosa. Alguém imagina as classes populares de tantos outros países do mundo verter pela morte de um líder político democrático as lágrimas amargas com que os venezuelanos inundam as televisões do mundo? Este é um património precioso tanto para os venezuelanos como para os latino-americanos. Seria um crime desperdiçá-lo.

 

 

Coimbra, 6 de Março de 2013

 

Contra el olvido del Espíritu Santo

En un artículo anterior nos esforzábamos por rescatar la dimensión del “espíritu” muy ahogado en la cultura materialista y consumista de la modernidad. Ahora queremos rescatar la figura del Espíritu Santo, siempre al margen u olvidada en la Iglesia latina. Como es una Iglesia de poder, convive mal con el carisma, propio del Espíritu Santo. Él es la fantasía de Dios y el motor del cambio, todo lo que la vieja institución jerárquica no desea. Pero Él está volviendo.

El Concilio Vaticano II afirma enfáticamente: «El Espíritu de Dios dirige el curso de la historia con admirable providencia, renueva la faz de la Tierra y está presente en la evolución» (Gaudium et Spes, 26/281). El Espíritu está siempre en acción. Pero aparece con mayor intensidad cuando se producen rupturas instauradoras de lo nuevo. Cuatro rupturas, cercanas a nosotros, merecen ser mencionadas: la realización del Concilio Ecuménico Vaticano II (1962-1965), la Conferencia Episcopal de obispos latinoamericanos en Medellín (1969), el surgimiento de la Iglesia de la Liberación, y la Renovación Carismática Católica.

Por el Vaticano II (1962-1965), la Iglesia acompasó su paso con el del mundo moderno y sus libertades. Especialmente estableció un diálogo con la tecnociencia, con el mundo del trabajo, con la secularización, con el ecumenismo, con otras religiones y con los derechos humanos fundamentales. El Espíritu rejuveneció con aire nuevo el crepuscular edificio de la Iglesia.

En Medellín (1968) se puso a caminar con el submundo de la pobreza y de la miseria que caracterizaba y sigue caracterizando al continente latinoamericano.  En la fuerza del Espíritu Santo, los pastores latinoamericanos hicieron una opción por los pobres y contra la pobreza y decidieron llevar a cabo una práctica pastoral que fuese de liberación integral: liberación no sólo de nuestros pecados personales y colectivos, sino liberación del pecado de opresión, del empobrecimiento de las masas, de la discriminación de los pueblos indígenas, del desprecio por los afrodescendientes y del pecado de la dominación patriarcal de los hombres sobre las mujeres desde el Neolítico.

De esta práctica nació la Iglesia de la liberación. Ella muestra su cara en la apropiación de la lectura de la Biblia por el pueblo, en la nueva forma de ser Iglesia de las comunidades eclesiales de base, en las diferentes pastorales sociales (de los indígenas, los afrodescendientes, de la tierra, la salud, los niños y otras) y en su reflexión correspondiente que es la Teología de la Liberación.

Esta Iglesia de la liberación creó cristianos comprometidos políticamente del lado de los oprimidos y en contra de las dictaduras militares, que sufrieron persecuciones, encarcelamientos, torturas y asesinatos. Es posiblemente una de las pocas Iglesias que puede contar con tantos mártires, como la hermana Dorothy Stang e incluso obispos como Angelleli en Argentina y Oscar Arnulfo Romero en El Salvador.

La cuarta irrupción fue el surgimiento de la Renovación Carismática Católica en Estados Unidos desde 1967 y en América Latina desde los años 70 del siglo XX. Ella trajo de vuelta la centralidad de la oración, la espiritualidad, la vivencia de los carismas del Espíritu. Se crearon comunidades de oración, de cultivo de los dones del Espíritu Santo y de asistencia a los pobres y enfermos. Esta renovación ayudó a superar la rigidez de la organización eclesial, la frialdad de las doctrinas y rompió el monopolio de la Palabra, en poder del clero, abriendo espacio a la libre expresión de los creyentes.

Estos cuatro eventos sólo se evalúan bien teológicamente cuando se ponen bajo la óptica del Espíritu Santo. Él irrumpe siempre en la historia y de forma innovadora en la Iglesia, que entonces se hace generadora de esperanza y de alegría de vivir la fe.

Hoy en día vivimos en la, tal vez, mayor crisis de la historia humana. Es su mayor crisis, porque puede ser terminal. En efecto, nos hemos dado los instrumentos de auto-destrucción. Hemos construido una máquina de muerte que puede matarnos a todos y liquidar toda nuestra civilización tan costosamente construida a lo largo de miles y miles de años de trabajo creativo. Y con nosotros podrá morir gran parte de la biodiversidad. Si esta tragedia ocurre, la Tierra continuará su camino, cubierta de cadáveres, devastada y empobrecida, pero sin nosotros.

Por esta razón, decimos que nuestra tecnología de muerte ha abierto una nueva era geológica: el Antropoceno. Es decir, el ser humano se está mostrando como el gran meteorito rasante amenazador de la vida. Él puede preferir autodestruirse a sí mismo y dañar perversamente a la Tierra viva, Gaia, a cambiar su estilo de vida y su relación con la naturaleza y con la Madre Tierra. Como una vez en Palestina los judíos prefirieron Barrabás a Jesús, los enemigos actuales de la vida pueden preferir Herodes a los niños inocentes. Se mostrará en realidad como el Satanás de la Tierra en lugar de ser el ángel guardián de la creación.

En ese momento invocamos, suplicamos y gritamos la oración litúrgica de la fiesta de  Pentecostés: Veni, Sancte Spiritus et emite coelitus, Lucis tuae radio: «Ven Espíritu Santo y envía del cielo un rayo de tu luz».

Sin la vuelta del Espíritu, corremos el riesgo de que la crisis deje de ser una oportunidad de acrisolamiento y degenere en una tragedia sin retorno. En las comunidades eclesiales se canta: «Ven Espíritu Santo y renueva la faz de la Tierra».

Traducción de María José Gavito Milano