Welche Art von Papst? die Spannungen in der heutigen Kirche

Ich beabsichtige nicht, ein Werturteil über das Pontifikat des scheidenden Papstes Benedikt XVI, abzugeben. Das haben schon andere mit Sachverstand geleistet. Für die Leser und Leserinnen könnte von größerem Interesse sein, einen Blick auf die Spannung zu werfen, die es schon immer in der Kirche gab und die das Profil eines jeden Papstes prägt. Die zentrale Frage ist folgende: Welches ist die Position und die Aufgabe der Kirche in der Welt?

Wir nehmen an, dass eine ausgewogene Darstellung auf zwei fundamentalen Säulen ruhen sollte: das Reich Gottes und die Welt. Das Reich Gottes ist die zentrale Aussage Jesu, seine Vision einer vollkommenen Revolution, die die Schöpfung mit sich selbst und mit Gott versöhnt. Die Welt ist der Ort, an dem die Kirche ihren Dienst für das Reich Gottes leistet und wo es errichtet wird. Ist die Kirche zu stark auf das Reich Gottes fixiert, läuft sie Gefahr, sich ihn Spiritualisierung und Idealismus zu verlieren. Ist sie zu eng mit der Welt verbunden, so hat sie mit den Versuchungen der Verweltlichung und der Politisierung zu kämpfen. Wichtig ist, den richtigen Standpunkt der Kirche im Spannungsfeld von Gottesreich und Welt zu finden. Die Kirche gehört sowohl dem Reich Gottes an, als auch der Welt. Sie hat eine historische Dimension mit all ihren Widersprüchlichkeiten und auch eine transzendente Dimension.

Wie geht man innerhalb der Welt und der Geschichte am besten mit dieser Spannung um? Wir führen hier zwei unterschiedliche und sich manchmal miteinander in Konflikt befindenden Modelle vor: das Zeugnis und der Dialog.

Das Modell des Zeugnisses bekräftigt: Wir verfügen über den Glauben, der alle notwendigen Wahrheiten für den Heilserwerb beinhaltet; wir haben die Sakramente, die die Gnade vermitteln; wir haben eine wohldurchdachte Morallehre; wir haben die Gewissheit, dass die katholische Kirche die einzig wahre Kirche Christi ist; wir haben einen Papst, der sich der Unfehlbarkeit in Glaubens- und Moralfragen erfreut; wir haben eine Hierarchie, die die Gläubigen lenkt; und wir können uns des beständigen Beistands des Heiligen Geistes gewiss sein. Dies muss der Welt gegenüber bezeugt werden, die nicht weiß, welchen Weg sie einschlagen soll, und die durch sich selbst nie das Heil erlangen wird. Sie ist auf die Mediation der Kirche angewiesen, außerhalb derer das Heil nicht zu finden ist.

Die Christen, die diesem Modell anhängen – vom Papst bis zum einfachen Gläubigen – fühlen sich von einer einzigartigen Heilsmission erfüllt. Hier finden sich Fundamentalisten, und es gibt kaum etwas zu diskutieren. Wozu brauchen wir den Dialog? Wir haben doch schon alles. Dialog dient nur zur Vereinfachung der Kommunikation und ist ein Zeichen der Höflichkeit.

Das Dialog-Modell setzt bei anderen Vorstellungen an: Das Gottesreich ist größer als die Kirche, und es hat auch eine weltliche Komponente, nämlich immer dort, wo sich Wahrheit, Liebe und Gerechtigkeit finden; der auferstandene Christus hat kosmische Dimensionen und führt die Evolution zu einem guten Ende; der Heilige Geist ist in der Geschichte und in Menschen guten Willens immer schon da; er tritt schon vor dem Missionar auf, denn er wirkte schon unter unseren Völkern in Form von Solidarität, Liebe und Mitgefühl. Gott lässt die Seinen nie im Stich und Er bietet jedem die Gelegenheit, das Heil zu erlangen, damit diejenigen, die Seinem Herzen entrissen sind, einst glücklich in Seinem Reich der freien Männer und Frauen leben können.

Die Sendung der Kirche besteht darin, ein Zeichen zu sein für die Geschichte Gottes innerhalb der Menschheitgeschichte und auch ein Instrument, um in Koexistenz mit anderen spirituellen Wegen die Idee des Glaubens umzusetzen. Wenn sowohl das religiöse als auch das weltliche Leben von Gott durchdrungen ist, sollten wir alle miteinander im Dialog stehen: uns miteinander austauschen, voneinander lernen und die Reise des Menschen in Richtung des uns verheißenen Glücks leichter und sicherer gestalten.

Das erstgenannte Modell ist das Zeugnis der traditionellen Kirche, die ihre Mission in Afrika, Asien und Lateinamerika vorantrieb, und so im Namen der Evangelisierung an der Dezimierung und Unterdrückung vieler indigenen Völker teilnahm. Es war das Modell von Papst Johannes Paul II, der die Welt bereiste und ihr das Kreuz als Zeichen der Erlösung entgegen hielt. In noch stärkerer Ausprägung diente es Papst Benedikt XVI als Modell, der den evangelischen Kirchen die Bezeichnung „Kirche“ nicht zugestand, und sie damit zutiefst kränkte; er bekämpfte die Moderne, als stünde sie für den „schlechten“, relativierenden und weltlichen Weg. Natürlich stellte er nicht all ihre Werte infrage, sah deren Quelle jedoch im christlichen Glauben. Er reduzierte die Kirche zu einer abgeschiedenen Insel oder einer Festung, von allen Seiten umgeben von Feinden, gegen die sie sich verteidigen muss.

Das Dialog-Modell war im 2. Vatikanum präsent, bei Papst Paul VI, in Medellin und in Puebla, Lateinamerika. Dort betrachtete man das Christentum nicht als eine Art Archiv, das als ein in sich  geschlossenes System Gefahr läuft, zum Fossil zu werden, sondern als eine Quelle des Lebens, des sprudelnden Wassers, das durch viele kulturelle Zuflüsse gespeist werden kann, ein Ort des gegenseitigen Lernens, denn alle sind Träger des Schöpfergeistes und der Essenz von Jesu Traum.

Das erste Modell, das des Zeugnisses, ängstigte viele Christen, die sich mit ihrem beruflichen Wissen herabgesetzt und entmündigt fühlten; sie spürten, dass die Kirche ihnen kein spirituelles Zuhause mehr bieten konnte. Enttäuscht wendeten sie sich von ihr als Institution ab, nicht vom Christentum als Wert und als großzügige Vision Jesu.

Das zweite Modell, das des Dialogs, ließ die Menschen sich wie zu Hause fühlen, indem es ihnen erlaubte, eine lernende Kirche zu bauen, die offen ist für den Dialog mit allen. Daraus entstand das Gefühl der Freiheit und der Kreativität. So lohnt es sich, Christ zu sein.

Dieses Dialog-Modell braucht die Kirche dringend, will sie die Krise überwinden, die ihr Ansehen im Kern getroffen hat, sowohl moralisch (Pädophile-Fälle) als auch spirituell (Diebstahl von Geheimdokumenten und schwer wiegende Probleme der Transparenz in der Vatikan-Bank).

Wir müssen mit Scharfsinn unterscheiden, welche Methode der christlichen Botschaft inmitten der ökologischen und sozialen Krise mit ihren schwer wiegenden Konsequenzen dienlich ist. Das Hauptproblem ist nicht die Zukunft der Kirche, sondern die Zukunft von Mutter Erde, unseres Lebens und unserer Zivilisation. Wie kann die Kirche aus diesem Engpass heraus helfen? Nur durch Dialog und durch die geeinten Kräfte aller.

übersetzt von Bettna Gold-Hartnack

Que Papa esperar que não seja um Bento XVII?


Dei generosamente uma entrevista à Folha de São Paulo que quase não aproveitou nada do que disse e escrevi.Então publico a entrevista inteira aqui no blog para reflexão e discusão entre os interessados pelas coisas da Igreja Católica.As perguntas  foram reordenadas: Lboff

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1.Como o Sr. recebeu a renúncia de Bento XVI?

R/ Eu desde o principio sentia muita pena dele, pois pelo que o conhecia, especialmente em sua timidez,  imaginava o esforço que devia fazer para saudar o povo, abraçar pessoas, beijar crianças. Eu tinha certeza de  que um dia ele, aproveitaria alguma ocasião sensata, como os limites fisicos de sua saúde e menor vigor mental para renunciar. Embora mostrou-se um Papa autoritário, não era apegado ao cargo de Papa. Eu fiquei aliviado porque a Igreja está sem liderança espiritual que suscite esperança e ânimo. Precisamos de um outro perfil de Papa mais pastor que professor, não um homem da instituição-Igreja mas um representante de Jesus que disse: “se alguém vem a mim eu não mandarei embora” (Evangelho de João 6,37), podia ser um homoafetivo, uma prostituta, um transsexual.

2. Como é a personalidade de Bento XVI já que o Sr. privou de certa amizade com ele?

R/ Conheci Bento XVI nos meus anos de estudo na Alemanha entre 1965-1970. Ouvi muitas conferências dele mas não fui aluno dele. Ele leu minha tese doutoral: O lugar da Igreja no mudo secularizado” e gostou muito a ponto de achar uma editora para publicá-la, um calhamaço de mais de 500 pp. Depois trabalhamos juntos na revista internacional Concilium, cujos diretores se reuniam todos os anos na semana de Pentecostes em algum lugar na Europa. Eu a editava em portugues. Isso entre 1975-1980. Enquanto os outros faziam sesta eu e ele passeávamos e conversávamos temas de teologia, sobre a fé na América Latina, especialmente sobre São Boaventura e Santo Agostinho, do quais é especialista e eu até hoje os frequento a miúde. Depois em 1984 nos encontramos num momento conflitivo: ele como meu julgador no processo do ex-Santo Ofício, movido contra meu livro Igreja: carisma e poder” (Vozes 1981). Ai tive que sentar na cadeirinha onde Galileo Galilei e Giordano Bruno entre outros sentaram. Submeteu-me a um tempo de “silêncio obsequioso”; tive que deixar a cátedra e proibido de publicar qualquer coisa. Depois disso nunca mais nos encontramos. Como pessoa é finíssimo, tímido e extremamente inteligente.

3. Ele como Cardeal foi o seu Inquisidor depois de ter sido seu amigo: como viu esta situação?

R/Quando foi nomeado Presidente da Congregação para a Doutrina da Fé(ex-Inquisição) fiquei sumamente feliz. Pensava com meus botões: finalmente teremos um teólogo à frente de uma instituição com a pior fama que se possa imaginar. Quinze dias após me respondeu, agradecendo e disse: vejo que há várias pendências suas aqui na Congregação e temos que resolvê-las logo. É que praticamentea cada livro que publicava vinham de Roma perguntas de esclarecimento que eu demorava em responder. Nada vem de Roma sem antes de ter sido enviado a Roma. Havia aqui bispos conservadores e perseguidores de teólogos da libertação que enviavam as queixas de sua ignorância teológica a Roma a pretexto de que minha teologia poderia fazer mal aos fiéis. Ai eu me dei  conta: ele já foi contaminado pelo bacilo romano que faz com que todos os que aitrabalham no Vaticano rapidamente encontram mil razões para serem moderados e até conservadores. Então sim fiquei mais que surpreso, verdadeiramente decepcionado.

4. Como o Sr. recebeu a punição do “silêncio obsequioso”?

R/ Após o interrogatório e a leitura de minha defesa escrita que está como adendo da nova edição de Igreja: charisma e poder (Record 2008) são 13 cardeais que opinam e decidem. Ratzinger é um apenas entre eles. Depois  submetem a decisão ao Papa. Creio que ele foi voto vencido porque conhecia outros livros meus de teologia, traduzidos para alemão e me havia dito que tinha gostado deles, até, uma vez, diante do Papa numa audiência em Roma fez uma referência elogiosa. Eu recebi o “silêncio obsequioso” como um cristão ligado à Igreja o faria: calmamente o acolhi. Lembro que disse: “é melhor caminhar com a Igreja que sozinho com minha teologia”. Para mim foi relativamente fácil aceitar a imposição porque a Presidência da CNBB me havia sempre apoiado e dois Cardeais Dom Aloysio Lorscheider e Dom Paulo Evaristo Arns me acompanharam a Roma e depois participaram, numa segunda parte, do diálogo com o Card. Ratzinger e comigo. Ai éramos três contra um. Colocamos algumas vezes o Card Ratzinger em certo constrangimento pois os cardeais brasileiros lhe asseguravam que as críticas contra a teologia da libertação que ele fizera num document saido recentemente eram eco dos detratores e não uma análise objetiva. E pediram um novo documento positivo; ele acolheu a idéia e realmente o fez dois anos após. E até pediram a mim e ao meu irmão teólogo Clodovis que estava em Roma que escrevêssemos um esquema e o entregássemos na Sagrada Congregação.  E num dia e numa noite o fizemos e o entregamos.

5. O Sr deixou a Igreja em 1992. Guardou alguma mágoa de todo o affaire no Vaticano?

R/ Eu nunca deixei a Igreja. Deixei uma função dentro dela que é de padre. Continuei como teólogo e professor de teologia em várias cátedras aqui e fora do pais. Quem entende a lógica de um sistema autoritário e fechado, que pouco se abre ao mundo, não cultiva o diálogo e a troca (os sistemas vivos vivem na medida em que se abrem e trocam) sabe que, se alguém, como eu, não se alinhar totalmente a tal sistema, será vigiado, controlado e eventualmente punido. É semelhante aos regime de segurança nacional que temos conhecido na A.Latina sob os regimes militares no Brasil, na Argentina, no Chile e no Uruguai. Dentro desta lógica o então Presidente da Congregação da Doutrina da Fé (ex-Santo Oficio, ex-Inquisição), o Card. J. Ratzinger condenou, silenciou, depôs de cátedra ou transferiu mais de cem teólogos. Do Brasil fomos dois: a teóloga Ivone Gebara e eu. Em razão de entender a referida lógica, e lamentá-la, sei que eles estão condenados  fazer o que fazem na maior das boas vontades. Mas como dizia Blaise Pascal:”Nunca se faz tão perfeitamente  o mal como quando se faz de boa vontade”. Só que esta boa-vontade não é boa, pois cria vítimas. Não guardo nenhuma mágoa ou  ressentimento  pois exerci compaixão e misericórdia por aqueles que se movem dentro daquela lógica que, a meu ver, está a quilômetros luz da prática de Jesus. Aliás é coisa do século passado, já passado. E evito  voltar  a isso.

6. Como o Sr. avalia o pontificado de Bento XVI? Soube gerenciar as crises internas e externas da Igreja?

R/ Bento XVI foi um eminente teólogo mas um Papa frustrado. Não tinha o carisma de direção e de animação da comunidade, como  tinha João Paulo II. Infelizmente ele será estigmatizado, de forma reducionista, como o Papa onde grassaram os pedófilos, onde os homoafetivos não tiveram reconhecimento e as mulheres foram humilhadas como nos USA negando o direito de cidadania a uma teologia feita a partir do gênero. E também entrará na história como o Papa que censurou pesadamente a Teologia da Libertação, interpretada à luz de seus detratores, e não à luz das práticas pastorais e libertadoras de bispos, padres, teólogos, religiosos/as e leigos que fizeram uma séria opção pelos pobres contra   a pobreza e a favor da vida e da liberdade. Por esta causa justa e nobre foram incompreendidos por seus irmãos de fé,  e muitos deles presos, torturados e mortos pelos órgãos de segurança do Estado militar. Entre eles estavam bispos como Dom Angelelli da Argentina e Dom Oscar Romero de El Salvador. Dom Helder foi o mártir que não mataram.  Mas a Igreja é maior que seus papas e ela continuará, entre sombras e luzes, a prestar um serviço à humanidade, no sentido de manter viva a memória de Jesus, de oferecer uma fonte possível de sentido de vida que vai para além desta vida. Hoje sabemos pelo Vatileaks que dentro da Cúria romana se trava uma feroz disputa de poder, especialmente entre o atual Secretário de Estado  Bertone e o ex-secretário Sodano já emérito. Ambos tem seus aliados. Bertone, aproveitando as limitações do Papa, construiu praticamente um governo paralelo. Os escândalos de vazamento de documentos secretos da mesa do Papa  e do Banco do Vaticano, usado pelos milionários italianos,alguns da mafia, para lavar dinheiro  e mandá-lo para fora, abalaram muito o Papa. Ele foi se isolando cada vez mais. Sua renúncia se deve aos limites da idade e das enfermidades mas agravadas por estas crises internas que o enfraqueceram e  que ele não soube ou não pode atalhar a tempo.

7. O Papa João XXIII disse que a Igreja não pode virar um museu mas uma casa com janelas e portas abertas. O Sr. acha que Bento XVI não tentou transfomar  a Igreja novamente em algo como um museu?

R/ Bento XVI é um nostálgico da síntese medieval. Ele reintroduziu o latim na missa, escolheu vestimentas de papas renascentistas e de outros tempos passados, manteve os hábitos  e os cerimoniais palacianos; para quem iria comungar, oferecia primeiro o anel papal para ser beijado e depois dava a hóstia, coisa que nunca mais se fazia. Sua visão era restauracionista e saudosista de uma síntese entre cultura e fé que existe muito visível em sua terra natal, a Baviera, coisa que ele explicitamente comentava. Quando na Universidade onde ele estudou e eu tambem, em Munique, viu um cartaz me anunciando como professor visitante para dar aulas sobre as novas fronteiras da teologia da libertação pediu o reitor que protelasse sine dia o convite já acertado. Seus ídolos teológicos são Santo Agostinho e São Boaventura que mantiveram sempre uma desconfiança de tudo o que vinha do mundo, contaminado pelo pecado e necessitado de ser resgatado pela Igreja. É uma das razões que explicam sua oposição à modernidade que a vê sob a ótica do secularism e do relativismo e for a do campo de influência do cristianismo que ajudou a formar a Europa.

8. A igreja vai mudar, em sua opinião, a doutrina sobre o uso de preservativos e em geral a moral sexual?

R/ A Igreja deverá manter as suas convicções, algumas que estima irrenunciáveis como a questão do aborto e da não manipulação da vida. Mas deveria renunciar ao status de exclusividade, como se fora a única portadora da verdade. Ele deve se entender dentro do espaço democrático, no qual sua voz se faz ouvir junto com outras vozes. E as respeita e até se dispõe a aprender delas. E quando derrotada em seus pontos de vista, deveria oferecer sua experiência e tradição para melhorar onde puder melhorar e tornar mais leve o peso da existência. No fundo ela precisa ser mais humana, humilde e ter mais fé, no sentido de não ter medo. O que se opõe à fé não é o ateismo, mas o medo. O medo paraliza e isola as pessoas das outras pessoas. A Igreja precisa caminhar junto com a humanidade, porque a humanidade é o verdadeiro Povo de Deus. Ela o mostra mais conscientemente mas não se apropria com exclusividade desta realidade.

9. O que um futuro Papa deveria fazer para evitar a emigração de tantos fiéis para outras igrejas, e especialmente pentecostais?

R/ Bento XVI freou a renovação da Igreja incentivada pelo Concílio Vaticano II. Ele não aceita que na Igreja haja rupturas. Assim que preferiu uma visão linear, reforçando a tradição. Ocorre que a tradição a partir do seéculo XVIII e XIX se opôs a todas as conquistas modernas, da democracia, da liberdade religiosa e outros direitos.Ele tentou reduzir a Igreja a uma fortaleza contra estas modernidades. E via no Vaticano II  o cavalo de Tróia por onde elas poderiam entrar. Não negou o Vaticano II mas o interpretou à luz do Vaticano I que é todo centrado na figura do Papa com poder monárquico, absolutista e infalível. Assim se produziu uma grande centralização de tudo em Roma sob a direção do Papa que, coitado, tem que dirigir uma população católica do tamano da China.Tal opção trouxe grande conflito na Igreja até entre inteiros episcopados como o alemão e frances e contaminou a atmosfera interna da Igreja com suspeitas, criação de grupos, emigração de muitos católicos da comunidade e acusações de relativismo e magistério paralelo. Em outras palavras na Igreja não se vivia mais a fraternidade franca e aberta, um lar espiritual comum a todos.  O perfil do próximo Papa, no meu entender, não deveria ser o de um homem do poder e da instituição. Onde há poder inexiste amor e desaparece a misericórdia. Deveria ser um pastor, próximo dos fiéis e de todos os seres humanos, pouco importa a sua situação moral, étnica e política. Deveria tomar como lema a frase de Jesus  que já citei anteriormente:”Se alguém vem a mim, eu não o mandarei embora”, pois acolhia a todos, desde uma prostituta como Madalena até um teólogo como Nicodemos. Não deveria ser um homem do Ocidente que já é visto como um acidente na história. Mas um homem do vasto mundo globalizado sentindo a paixão dos sofredores e o grito da Terra devastada pela voracidade consumista. Não deveria ser um homem de certezas mas alguém que estimulasse a todos a buscarem os melhores caminhos. Logicamente se orientaria pelo Evangelho mas sem espírito proselitista, com a consciência de que o Espírito chega sempre antes do missionário e o Verbo ilumina a todos que vem a este mundo, como diz o evangelista São João. Deveria ser um homem profundamente espiritual e aberto a todos os caminhos religiosos para juntos manterem viva a chama sagrada que existe em cada pessoa: a misteriosa presença de Deus. E por fim, um homem de profunda bondade, no estilo do Papa João XXIII, com ternura para com os humildes e com firmeza profética para denunciar quem promove a exploração e faz da violência e da guerra instrumentos de dominação dos outros e do mundo. Que nas negociações que os cardeais fazem no conclave e nas tensões das tendências, prevaleça um nome com semelhante perfil. Como age o Espírito Santo ai é mistério.Ele não tem outra voz  e outra cabeça do que aquela dos cardeais.  Que o Espírito não lhes falte.

 

 

Bagnare le radici

Nella vita sperimentiamo un paradosso curioso: quanto più avanziamo in età, tanto più regrediamo ai tempi dell’infanzia. Pare che la vita ci inviti a unire i due estremi e cominciare a fare la sintesi finale. O chissà, il tramonto della vita con la perdita inevitabile di vitalità e i limiti non circoscrivibili di quest’ultima fase, inconsciamente ci portano a cercare un appoggio là dove tutto è iniziato. La stanca esistenza viene a bagnare le radici in quegli inizi di anni passati per tentare ancora una volta di ringiovanire e arrivare bene alla traversata finale.

È quello che è successo a me in questa prima settimana di febbraio. Sono tornato alla terra, alle vecchie terre (“terre vecchie”, come diciamo in famiglia): Concordia, nella regione interna dello Stato di Santa Catarina. La città e quelle vicine sono conosciute in tutto il Brasile per i loro prodotti: chi non ha comprato polli della Sadia di Concordia, prosciutto della Perdigão di Herval do Oeste, salami di Aurora di Chapecó e salsicce della Seara? Questi depositi di carni in frigo distano pochi Km l’uno dall’altro. È una regione ricca, di contadini italiani, tedeschi e polacchi, luoghi dove, a quanto pare, il Brasile ha funzionato bene. Tutto è praticamente integrato, le case sono eleganti e colorate, il benessere generalizzato e non si conoscono favelas come quelle moltissime che circondano la maggioranza delle città del paese.

Innanzitutto abbiamo visitato i sopravvissuti della famiglia. Da parte di mia madre, solo una zia carica di anni e di dolori, dal lato di mio padre, più nessuno. Restano cugini e cugine. La maggioranza è andata nelle città, uno lavora a Montreal, come creatore di giochi Internet, un altro è diplomatico, gli altri in professioni liberali. Alcuni sono rimasti sul posto.

Poi abbiamo visitato i luoghi cari dell’infanzia: ogni collinetta ogni curva della strada ogni salita o discesa e vasti orizzonti da tutte le parti si intravedono le montagne di Rio Grande do sul e gli altopiani di Campos Gerais di Santa Caterina. Lo sguardo infantile esagera nelle proporzioni. Quello che a noi sembrava una salita faticosa e ripida, non è più che una semplice discesa o salita. I monti immensi sono soltanto colline. ma sono rimaste uguali le profonde conche, pietre da ogni parte che rendevano penoso il lavoro dei contadini: la coltivazione del grano e del granoturco. Le viti così abbondanti, pergolati e filari in ogni casa in pratica sono scomparse, siccome il vino di qualità è diventato accessibile.

Qui noi ci sentiamo parte di quel paesaggio, qui stanno le nostre radici il luogo a partire dal quale abbiamo cominciato ad alimentare sogni, a contemplare le stelle nelle fredde notti d’inverno e a prendere posto nel mondo. Curiosamente quando ho davanti agli occhi i luoghi ritenuti importanti come l’Assemblea generale del’ ONU o Harvard mi abbandono al tempo della pietra scheggiata da cui io sono venuto; rammento il ragazzotto scalzo e pieno di pulci del deserto, che io sono stato, alimentato con molta polenta e letture di libri a tempo e fuori tempo. Per quanto splendidi paesaggi io abbia avuto occasione di contemplare, nessuno è interiormente più bello di quello della mia infanzia. Perché essa è unica al mondo. Tutto quello che è unico nell’universo non torna mai a succedere e per questo è intrinsecamente bello.

Ma quello che mi marca ogni volta che visito i parenti sono le feste che improvvisano: si mangiano molti prodotti regionali “i radicci”, vari tipi di biscotti, dolci tedeschi, paste, formaggi e salami fatti in casa e immancabilmente carni da churrasco.

La maggioranza di quelli che sono rimasti nelle campagne hanno poca scolarizzazione: parlano un intreccio delizioso di dialetto veneto e di portoghese. La cantilena è la stessa, con forte accento italiano del quale io stesso mai mi sono liberato. Le mani ruvide per il lavoro e le facce marchiate dalla lotta per la vita fanno una forte impressione. Ed esiste tra tutti una benevolente cordialità da fare piangere. Gli abbracci sono da spezzare le costole e i baci delle cugine più anziane della nostra età, sono lunghi e schioccati. Qualcuna mi riporta perfino l’odore di mia madre, lo stesso sguardo, lo stesso modo di tener le mani sui fianchi. Chi resisterà all’emozione?

I tempi tornano all’inizio misterioso della camminata della vita. Ma dobbiamo proseguire. Essi ci accompagnano, stanno insieme a noi nel nostro cuore, adesso leggero e ringiovanito perché ha bagnato le radici nell’essenza della vita che sono il sangue, l’affetto, l’amore.

Traduzione: Romano Baraglia

romanobaraglia@gmail.com

Volviendo a las raíces

En nuestra vida experimentamos una curiosa paradoja: cuanto más avanzamos en edad, más regresamos a los tiempos de la infancia. Parece que la vida nos invita a unir las dos puntas y comenzar a hacer una síntesis final. O quién sabe, el ocaso de la vida con la pérdida inevitable de la vitalidad, con los ritmos más tranquilos y los límites insoslayables de esta última fase, inconscientemente nos lleva a buscar fortalecimiento allí donde todo empezó. La existencia cansada viene a humedecer sus raíces en aquellos comienzos de antaño para intentar todavía rejuvenecer y llegar bien a la travesía final.

Eso fue lo que me ocurrió en esta primera semana de febrero cuando volví a mi tierra, a las viejas tierras (“terre vecchie” como decimos entre los parientes): Concórdia, en el interior de Santa Catarina. La ciudad, así como las ciudades vecinas, son conocidas en todo Brasil por sus productos: ¿quién no compró pollos Sadia de Concórdia, jamón Perdigão de Herval del Oeste, ahumados Aurora de Chapecó y salamis de Seara? Pues todas estas empresas están a pocos kilómetros unas de otras. Es una región rica, de colonos italianos, alemanes y polacos, lugares donde Brasil parece haber funcionado bien. Todo está prácticamente integrado, las casas son elegantes y de colores, el bienestar generalizado y no se conocen favelas como tantas que rodean la mayoría de las ciudades del país. Visitamos a los sobrevivientes de la familia, por parte de mi madre sólo una tía cargada de años y de dolores, por parte de mi padre ya no hay nadie. Sólo quedan primos y primas. La mayoría se fue para las ciudades, uno trabaja en Montreal como creador de juegos de Internet, otro es diplomático y los demás en profesiones liberales. Algunos quedaron en la tierra.

Después, los lugares queridos de la infancia. Ellos marcan nuestra psique porque los llevamos dentro: cada cerro, cada curva del camino, cada cuesta o pendiente y por todos lados amplios horizontes, vislumbrándose las montañas del Río Grande del Sur y las elevaciones de los Campos Gerais de Santa Catarina. La mente infantil exagera en las proporciones. Lo que considerábamos una subida penosa y difícil, no pasa de ser una sencilla cuesta o bajada. Los montes inmensos son sólo lomas. Pero siguen iguales las cañadas profundas, por todos los rincones las piedras que hacían penosa la labor de los colonos: el cultivo del trigo y del maíz. Los parrales tan abundantes, uno en cada casa, prácticamente han desaparecido, pues el vino de calidad se ha vuelto accesible.

Aquí nos sentimos parte del paisaje, aquí están nuestras raíces, el lugar donde empezamos a alimentar sueños, a contemplar las estrellas en las frías noches de invierno y a situarnos en el mundo. Es curioso, cuando tengo que hablar en lugares considerados importantes, como la Asamblea General de la ONU o en Harvard, me remito siempre a ese tiempo remoto de donde vengo, recuerdo al niño de pies descalzos y llenos de niguas que fui, alimentado con mucha polenta y lectura precoz de libros. Por más espléndidos paisajes que haya tenido la posibilidad de contemplar, ninguno es interiormente más bonito que el de mi infancia. Porque ella es única en el mundo. Todo lo que es único en el universo nunca más vuelve a suceder y por eso es intrínsecamente hermoso.

Pero lo que me marca cada vez que visito a mis parientes son las fiestas que improvisan: se come mucho, la comida regional, la polenta, los “radicci”, los distintos tipos de “biscotti” y “cucas alemanas”, la “fortaia”, las masas, los quesos y salamis caseros y naturalmente el churrasco. La mayoría de los que quedaron en la tierra tuvo poca escolarización: hablan una mezcla deliciosa de dialecto véneto y de portugués. La cantilena es la misma, con un fuerte acento italiano, del cual yo mismo nunca me liberé. Las manos duras de fuerte trabajo y los rostros marcados de la lucha por la vida causan fuerte impresión. Y hay entre todos un cariño y una cordialidad que conmueve. Los abrazos son de doblar las costillas y los besos de las primas de más edad, de nuestra edad, son largos y sonoros. De algunas siento el olor de mi propia madre, la misma mirada, la misma forma de poner la mano en la cintura. ¿Quién puede resistir la emoción? Y se me saltan las lágrimas, de esas que hacen bien.

Los tiempos vuelven al inicio misterioso de la caminada de la vida. Pero tenemos que seguir adelante. Ellos vienen con nosotros en nuestro corazón, ahora ligero y rejuvenecido porque empapó sus raíces en la esencia de la vida que es la sangre, los lazos, el afecto y el amor.

*Leonardo Boff es teólogo, filósofo y escritor.

Traducción de María José Gavito Milano