Carta do Papa Francisco a Leonardo Boff

Há dias recebi através da Nunciatura Apostólica em Brasília e posteriormente pelo bispo de Petrópolis Dom Gregório Paixão esta correspondência vinda  do Papa Francisco.

Fiz-lhe chegar a retradução do latim medieval da Imitação de Cristo, de 1441, de Tomás de Kempis, o livro mais lido na cristandade depois da Bíblia. É uma das  jóias  da espiritualidade cristã. Reescrevi-o no sentido da superação dos dualismos (Deus-mundo,corpo-alma, céu-terra, mundo interior-mundo exterior), típicos de seu tempo, mas mantendo rigorosamente o sentido do original.

Ousei acrescentar-lhe uma quinta parte (originalmente são 4) intitulada O Seguimento de Jesus, perspectiva querida da teologia e da espiritualidade de nosso tempo. Elaboreia-a a partir da nova visão do mundo que nos é oferecida pela cosmologia contemporânea e pelas ciências da Terra e da vida. O trabalho, especialmente, O Seguimento de Jesus, foi traduzido para o italiano, espanhol, alemão e inglês.

Se a Imitação coloca o Cristo da fé no centro da meditação, o Seguimento procura orientar-se pelo Jesus histórico e sua gesta quando esteve entre nós. Ambas afirmam sua divindade. Mas a Imitação privilegia o Cristo cujo rosto está voltado para o céu, como  Filho do Pai,  enquanto o Seguimento proucra mostrar o Jesus histórico, cujo rosto está voltado  para a Terra, o Filho do Pai feito carne, que se coloca do lado do filho pródigo, dos pobres e doentes, das mulheres discriminadas, dos que se sentem perdidos. São dois olhares da mesma e única figura de Jesus Cristo, verdadeiro Deus e verdadeiro homem.

Entendi esse trabalho como o meu “nunc dimitis, Domine” (“agora posso partir,Senhor” palavra do velho  Simeão ao tomar o menino Jesus nos braços: Lucas 2,20), uma espécie de despedida do ofício da teologia. Nada mais desafiador e honroso do que, no entardecer da vida, com 80 anos, confrontar-se com esse gigante da teologia e da espiritualidade que foi Tomás de Kempis.

O Papa Francisco recebeu a tradução italiana e quis honrar-me com esta pequena carta de agradecimento. Acrescentou ainda um de seus melhores documentos sobre a paz .de 10 páginas, que mostro apenas o título e a última parte, assinada por ele.

Apresento aqui as cópias dos documentos com o meu reconhecimento pela figura do Papa Francisco especialmente por nos ensinar a viver à luz dos valores da mensagem originária de Jesus Cristo: a total abertura a Deus, Pai e Mãe de bondade e de  misericórdia, o amor incondicional, a compaixão pelos que sofrem, a solidariedade sem limites, a irmandade universal, e hoje em dia, o cuidado pela Casa Comum na qual todos, seres humanos e os demais  seres da natureza nos encontramos como irmãos e irmãs.

 

 

 

Die aktuelle sozialpolitische Krise verlangt nach Propheten

“Die Armen sagen uns, wer wir sind. Die Propheten sagen uns, wer wir sein könnten. Also verstecken wir die Armen und töten die Propheten“ behauptet Philip Berrigan (Jonah Hous).

Prophezeiungen sind nicht nur ein biblisches Phänomen. Sie finden sich auch in anderen Religionen wie in Ägypten, Mesopotamien, Mari und Kanaan. Es gab und gibt sie zu allen Zeiten, auch in unserer. Um einige Arten von Propheten (prophetische Gemeinden, Visionäre, Kultpropheten, Hofpropheten etc.) soll es hier nicht gehen. Die Propheten des Ersten Testaments (des sogenannten Alten Testaments) wie Hosea, Amos, Micha, Jeremia und Jesaia waren Klassiker. Sie hatten ein Feingefühl für soziale Themen.

In der Tat gab es schon immer zu allen Zeiten des Christentums den prophetischen Geist. Dies lässt sich auch für hier und jetzt nicht leugnen, um nur Brasilien mit Dom Helder Camara, Kardinal Dom Paulo Evaristo Arns, Dom Pedro Casaldaliga, Oscar Romero, Angelleli u. a. zu nennen.

Ein Prophet ist eine Person, die sich empört, die für Recht und Gerechtigkeit kämpft, insbesondere im Einsatz für die Armen, die Schwachen und Witwen, und die auftritt gegen diejenigen, die die Bauern ausbeuten, die Gewichte und Maße fälschen, und die gegen den Luxus der königlichen Paläste aufstehen. Sie hören den Ruf in ihrem Inneren, der im biblischen Code als göttliche Mission interpretiert wird. Amos, der ein einfacher Hirte war, Micha, ein kleiner Bauer, und Hosea, der mit einer Prostituierten verheiratet war, verließen ihre alltägliche Arbeit und gingen auf den Tempelhof oder vor den Königspalast, um ihre Vorwürfe zu erheben. Doch sie prangerten nicht nur an. Sie kündigten Katastrophen an, und dann sprachen sie von neuer Hoffnung und einem neuen und besseren Neustart.

Propheten sind auch aufmerksam in Bezug auf nationale und internationale historische Ereignisse. Z. B. Micha tadelte in Ninive, der Hauptstadt des assyrischen Reichs: „Wehe der blutrünstigen Stadt, darin ist alles eine Lüge. Sie ist voller Raubüberfälle, und die Plünderungen nehmen kein Ende. Ich werde dich mit Dreck bewerfen“ (3,1.6). Jeremias nennt Babylon „die Metropole des Terrors“.

Wir müssen die Vorhersagen der Propheten richtig verstehen. Es ist nicht so, dass sie Katastrophen vorhersagten, als hätten sie Zugang zu einem speziellen Wissen. Gemeint ist eher: Wenn die bestehende Situation anhält und die Ausbeutung und die Praktiken gegenüber den Hilflosen kein Ende nehmen und Jahwe weiterhin nicht verehrt wird, dann wird etwas Schreckliches geschehen.

Natürlich sind die Propheten nicht schmeichelhaft für die Mächtigen, die Könige oder sogar das Volk. Sie werden als „Störer der Ordnung“ bezeichnet und als „Verschwörer gegen das Gericht oder den König“. Aus diesem Grund werden Propheten verfolgt, so wie Jeremia, der gefoltert und eingesperrt wurde. Andere wurden getötet. Nur wenige Propheten starben in hohem Alter eines natürlichen Todes, doch niemand kann sie zum Schweigen bringen.

Offensichtlich gibt es auch falsche Propheten. Jene, die in den Gerichten leben und Freunde der Reichen sind. Sie kündigen nur Angenehmes an und werden sogar dafür bezahlt. Es gibt einen klaren Widerspruch zwischen falschen und wahren Propheten. Ein Zeichen für die Echtheit eines Propheten ist, wenn er Kopf und Kragen riskiert, um sich für die Sache der Gedemütigten und die Erde einzusetzen, die stets nach Recht und Gerechtigkeit schreit und sich unermüdlich für das einsetzt, was recht und gerecht ist.

Propheten tauchen in Krisenzeiten auf, um illusorische Projekte anzuprangern und um einen Weg zu verkünden, der den Erniedrigten Gerechtigkeit bringt und der eine Gesellschaft schafft, die Gott gefällt, da sie den Gedemütigten und den Unsichtbaren dient. Recht und Gerechtigkeit sind die Grundlage von dauerhaftem Frieden. Dies ist die zentrale Botschaft der Propheten.
Wir erleben zurzeit eine schwere Krise sowohl auf nationaler als auch auf globaler Ebene.

Gruppen von Wissenschaftlern und Analysten des Zustandes der Erde warnen uns, dass wir, wenn wir der Logik der grenzenlosen Akkumulation von Gütern folgen, eine schwerwiegende sozial-ökologische Katastrophe vorbereiten. Wir sind nicht auf dem Weg in die Erderwärmung. Wir befinden uns bereits in ihr. Die Zeichen dafür sind unleugbar.

Diese Stimmen, selbst die von höchster Autorität, werden weder von den „Entscheidungsträgern“ gehört noch von den Reichen. In unserem Land, das in eine beispiellose Krise getaucht ist und auf chaotische Weise von inkompetenten und sogar lächerlichen Personen regiert wird, fehlen Propheten, die anprangern und auf sinnvolle Wege hinweisen, die uns aus dieser Sackgasse hinausführen.

Die Worte von dem Soziologe Márcio Pochmann befinden sich auf derselben Linie wie die der Propheten: „Wenn der durch Temer eingeschlagene Weg des Neoliberalismus beibehalten und nun durch den Ultraliberalismus vertieft wird, welcher die verwirrte Regierung Bolsonaros dominiert, wird die Entwicklung Brasiliens tendenziell wie die von Griechenland sein mit bankrott gehenden Unternehmen und einer zusammenbrechenden öffentlichen Verwaltung. Das Schlimmste kommt schnell auf uns zu.“

Andere gehen noch weiter: „Wenn sozialpolitische Reformen durchgesetzt werden, die der Marktlogik folgen, rein kompetitiv und nicht kooperativ, wird Brasilien in eine Nation der Parias verwandelt werden“. Wir brauchen religiöse und zivile Propheten, Männer und Frauen, die zumindest eine prophetische Haltung haben, um anzuprangern, dass der eingeschlagene Weg in eine Katastrophe münden wird.

Jesaias Worte sind aktuell: „Das Volk, das im Dunkel lebt, sieht ein helles Licht. Über denen, die im Land der Finsternis wohnen, strahlt ein Licht auf.“ (9,1-2)

Leonardo Boff  ist Ökologe-Theologe-Philosoph und von der  Erdcharta Kommission

NO alla cultura della violenza’ SI alla cultura dell’attenzione amorosa e de la pace

Odio e rabbia sono spalmati nella nostra società dilacerata. Chi governa non è propriamente un presidente ma una famiglia, la cui caratteristica principale sta nell’uso delle reti sociali, uso abbinato a linguaggio volgare, a comportamenti grossolani, diffamazione, pretesa di azzerare biografie, distorsione cosciente della realtà, ironia e soddisfazione per le disgrazie degli altri, come nel caso delle morte del piccolo Arthur, di 7 anni, nipote del ex presidente Lula. Dopo il carnevale il presidente in persona ha postato su twitter materiale pornografico scandaloso.

I sentimenti più perversi annidati nell’anima dei seguaci dell’attuale presidente e della sua famiglia, sono venuti a galla. I critici non sono visti come avversari ma come nemici che bisogna combattere.

I Bolsonaro violano la legge aurea, valida in tutte le culture e religioni: “non fare agli altri quelli che non vuoi che facciano a te”. Di accordo con l’eminente giurista Rubens Casara da come si vive in un Stato post-democratico, peggio ancora in un Stato senza leggi possiamo capire il fatto di calpestare la Costituzione passare sopra alle leggi e in fine annullare un’etica minima che conferisce coesione a qualsiasi società. Siamo a un passo dallo Stato del Terrore.

Qui servono le categorie del noto psicanalista Inglese Donald Winnicott, un classico nello studio delle relazioni parentali nei primi anni dell’infanzia, per approfondire ciò che ci sembra essere un po’ patologico. Secondo lui l’assenza di una madre tenera e la presenza di un padre autoritario segnerebbero nei sui familiari, i comportamenti devianti, violenti e la mancanza di percezione dei limiti. Forse questa è la base psicologica soggiacente che ci spiegherebbe qualcosa sulla truculenza dei figli e la spudoratezza del presidente in persona mentre posta su twitter una oscenità sessuale. Comunque, un paese non può essere governato da menti malate di questo tipo di patologia che generano una cultura di insicurezza sociale generalizzata, oltre a rinforzare la cultura della violenza come avviene attualmente.

Invece della cultura della violenza proponiamo la cultura delle attenzioni premurose, uno degli assi che strutturano lo stato psicologico secondo Winnicot. La categoria cura (Care, Concern) appare un vero paradigma. Possiede una profonda ancestralità, raccontata dallo schiavo Higino, bibliotecario di Cesare Augusto, nel suo racconto n. 220. Questo costituisce anche il nucleo centrale dell’opera maggiore di Martin Heidegger Essere e Tempo (s 41 e 42). Sia nell’uno che nell’altro lui afferma che la cura fa parte dell’essenza dell’essere umano. Senza le premure di tutti i fattori che si sono combinati tra di loro, mai sarebbe nato l’essere umano. La cura è tanto essenziale che se le nostre madri non avessero avuto un’infinita premura di accoglierci non avremmo avuto la possibilità di lasciare la culla e, senza l’alimentazione adatta, saremmo morti pe fame.

Bene ha scritto un altro psicanalista nord-americano, Rollo May: “Nell’attuale confusione di episodi razionalisti e tecnici, abbiamo perso di vista l’essere umano. Dobbiamo tornare umilmente alla semplice cura. È il mito della cura , e soltanto questa che ci permette di resistere al cinismo e all’apatia, malattia psicologiche del nostro tempo (Eros e repressione, Vozes 1982, p.340).

Tutto quello che facciamo, viene dunque accompagnato da attenzione amorosa. Quello che noi amiamo noi ce ne prendiamo cura. Tutto quello che di cui noi prendiamo cura e anche oggetto del nostro amore. La cura è talmente essenziale che tutti comprendono perché la esperimentano a ogni momento, sia nell’atto di attraversare la strada o di guidare una macchina oppure con parole dirette di un’altra persona.

Due significati fondamentali sono espressi dal vocabolo “cura”. Innanzitutto significa una relazione amorosa come tra due amici o relazione di protezione verso chi ci somiglia. Non è il pugno della violenza. È piuttosto la mano stesa per un’alleanza di vivere umanamente.

In secondo luogo la “cura” è un qualsiasi tipo di coinvolgimento con coloro che ci sono prossimi e con l’ordine e il futuro del nostro paese. Questo implica una certa preoccupazione perché non controlliamo il destino degli altri e quello del paese. Chi ha cura non dorme, diceva Vieira.

Finalmente, osservava ancora Winnicot, l’essere umano è qualcuno che ha bisogno di essere curato, accolto, valorizzato e amato. Simultaneamente è un essere che desidera di aver cura, come è chiaro con tutte le nostre mamme, essere accolto e essere amato.

Questa cura degli uni per gli altri e di tutti per tutto ciò che ci circonda, la natura è la nostra casa comune, frena la violenza, non permette l’azione devastante dell’odio che offende e uccide, è fondamento di una pace duratura.La pace è consequenza della cultura dell’attenzione amorosa.

La Carta della Terra accettata dal ONU nel 2003, ci offre una comprensione tra le più vere della pace: “quella pienezza che risulta dalle relazioni corrette in se stesso e anche con le altre persone, altre culture, altre vite, con la Terra e con il tutto maggiore del quale siamo parte” (n.16, f).

Nell’attuale momento del nostro paese, attraversato da odio, parole offensive e escludenti, la cura è un imperativo. Contrariamente approfondiremo la crisi che ci sta distruggendo e rubandoci il nostro orizzonte e la speranza.

*Leonardo Boff è filosofo e scrittore e ha scritto: Sapere aver cura, Vozes 1999, molte riedizioni, e anche O cuidado necessário, 2013 in italiano presso alla Cittadella Editrice, Assisi.

Traduzione di Romano Baraglia e Lidia Arato.

Contra la cultura de la violencia proponemos la cultura del cuidado y de la paz

El odio y la rabia están diseminados en nuestra sociedad, toda ella desgarrada. Quien nos gobierna no es un presidente sino una familia, cuya característica principal al utilizar las redes sociales es el lenguaje chulesco, los comportamientos groseros, la difamación, la voluntad de destruir biografías, la distorsión consciente de la realidad y la ironía, y la satisfacción sobre la desgracia del otro, como en el caso de la muerte del pequeño Arthur, de siete años, nieto del expresidente Lula. Después del carnaval, el presidente mismo publicó en su twitter material pornográfico escandalizante.

Los sentimientos más perversos que anidan en el alma de los seguidores del actual presidente y de su familia han salido a la superficie. Los críticos no son vistos con adversarios sino como enemigos a quienes hay que combatir.

Los Bolsonaro violan la ley áurea, presente en todas las culturas y religiones: «no hagas al otro lo que no quieres que te hagan a ti». Como se vive, según el eminente jurista Rubens Casara, en un Estado posdemocrático, peor aún, en un Estado sin ley, podemos entender el hecho de atropellar la Constitución, pasar por encima de las leyes y por fin, anular una ética mínima que da cohesión a cualquier sociedad. Estamos a un paso de un estado de terror.

Son adecuadas las categorías del conocido psicoanalista inglés Donald Winnicott, un clásico en el estudio de las relaciones parentales de los primeros años del niño, para entender un poco lo que nos parece ser algo patológico. Según él, la ausencia de una madre bondadosa y la presencia de un padre autoritario marcarían en sus familiares comportamientos desviados, violentos y falta de percepción de los límites. Tal vez esta base psicológica subyacente nos aclararía un poco sobre la truculencia de los hijos y el impudor del propio presidente al poner en su twitter una obscenidad sexual. Sin embargo, un país no puede estar regido por portadores de semejantes patologías que generan una inseguridad social generalizada, además de reforzar una cultura de la violencia, como ocurre actualmente.

Contra esta cultura de la violencia proponemos la cultura del cuidado, uno de los ejes estructuradores del citado psicólogo Winnicott. La categoría cuidado (care, concern) se presenta como un verdadero paradigma. Posee una remota ancestralidad, contada por el esclavo Higino, bibliotecario de César Augusto, en su fábula n. 220. El cuidado constituye también el núcleo central de la obra mayor de Martin Heidegger Ser y Tiempo ($ 41 y 42). En ambos, se afirma que el cuidado es de la esencia del ser humano. Sin el cuidado de todos los factores que se combinaron entre sí, jamás habría surgido el ser humano. El cuidado es tan esencial que si nuestras madres no hubieran tenido el infinito cuidado de acogernos, no hubiéramos tenido como dejar la cuna y buscar el alimento necesario. Moriríamos de hambre.

Bien escribió otro psicoanalista, este norteamericano, Rollo May: «En la actual confusión de episodios racionalistas y técnicos, perdemos de vista al ser humano. Debemos volver humildemente al simple cuidado. Es el mito del cuidado, y sólo él, lo que nos permite resistir al cinismo y a la apatía, las enfermedades psicológicas de nuestro tiempo» (Eros y represión, Vozes 1982: 340).

Todo lo que hacemos viene, pues, acompañado de cuidado. Todo lo que amamos también lo cuidamos. Todo lo que cuidamos también lo amamos. El cuidado es tan esencial que todos lo comprenden porque todos lo experimentan en cada momento, sea al atravesar la calle o al conducir el coche, sea con las palabras que dirigimos a otra persona.

Mediante el cuidado se expresan dos sentidos básicos. Primero, significa una relación amorosa, suave, amigable y protectora hacia nuestro semejante. No es el puño cerrado de la violencia. Es la mano extendida para una alianza de vivir y convivir humanamente.

En segundo lugar, el cuidado es todo tipo de implicación con aquellos que nos son cercanos y con el orden y el futuro de nuestro país. Él implica cierta preocupación porque no controlamos el destino de los demás y del país. Quien tenga cuidado no duerme, decía el viejo Vieira.

Finalmente, observó Winnicott, el ser humano es alguien que necesita ser cuidado, acogido, valorado y amado. Simultáneamente es un ser que desea cuidar como queda claro con nuestras madres, ser aceptado y ser amado.

Este cuidado de unos por otros y de todos por todo lo que nos rodea, la naturaleza y nuestra Casa común refrena la violencia, no permite la acción devastadora del odio que ofende y mata, y es el fundamento de una paz duradera.

La Carta de la Tierra, asumida por la ONU en 2003, nos ofrece una de las más verdaderas comprensiones de la paz: “es aquella plenitud que resulta de las relaciones correctas con uno mismo, con otras personas, otras culturas, otras vidas, con la Tierra y con el Todo mayor del que somos parte” (n.16, f).

En el actual momento de nuestro país, atravesado por odios, palabras ofensivas y exclusiones, el cuidado es imperativo. En caso contrario profundizaremos la crisis que nos está asolando y restringiendo nuestro horizonte de esperanza.

*Leonardo Boff es filósofo y escritor y ha escrito Saber cuidar, Vozes 1999, muchas rediciones, y también El cuidado necesario, 2013 los dos por Trotta Madrid.

Traducción de Mª José Gavito Milano