Das Vermächtnis des Chico Mendes für die Amazonas-Synode

Francisco Alves Filho, besser bekannt als Chico Mendes, war ein echtes Kind des Urwalds und identifizierte sich mit ihm. Er erkannte bald, dass die gegenwärtige Entwicklung die Natur überflüssig macht und gegen diese gerichtet ist, da sie sie eher als Hindernis denn als Verbündeten sieht. Er war einer der wenigen, die Nachhaltigkeit als ein dynamisches und selbstregulierendes Gleichgewicht der Erde verstanden, dank der Kette der gegenseitigen Abhängigkeit zwischen allen Wesen, insbesondere den Lebewesen, die von recycelten Ressourcen leben und daher stets nachhaltig sind. Der Amazonas ist das beste Beispiel für diese natürliche Nachhaltigkeit.

Diejenigen unter uns, die ihn kannten und seine Freundschaft genossen, kennen seine tiefe Identifikation mit dem Amazonas-Regenwald, mit dessen immensen Artenvielfalt, mit den Seringales (Gummibaumplantagen), mit den Tieren, mit den geringsten Anzeichen von Waldleben. Er hatte den Geist eines modernen Hl. Franziskus. Er teilte seine Zeit zwischen der Stadt und dem Urwald auf. Als er in der Stadt war, hörte er den Ruf des Urwalds, in seinem Körper und in seiner Seele. Er fühlte sich als Teil des Urwalds, nicht über ihn erhaben. Deshalb kehrte er von Zeit zu Zeit zu seinem Seringal und zur Gemeinschaft mit der Natur zurück. Dort fühlte er sich in seinem Lebensraum, in seinem wahren Zuhause. Aufgrund seines sozio-ökologischen Bewusstseins verließ er den Urwald für einige Zeit, um die Seringueros (Gummiarbeiter) zu organisieren, Gewerkschaftszellen zu gründen und an Widerstandskämpfen teilzunehmen: die berühmten “Bindungen” (empates), eine Strategie, nach der die Seringueros zusammen mit ihren Kindern, ihren Älteste und anderen Verbündeten sich friedlich den Maschinen gegenüber stellten, die ihre Bäume fällen sollten.  Angesichts der Brandkatastrophe, wie sie derzeit im Amazonas wütet und die im Jahr 2019 74.155 Brennpunkte mit einer Fläche von 18.627 km2 umfasste, schlug Chico Mendes im Namen der Bewegung der Urwalddörfer die Schaffung von Rohstoffreserven vor, was von der Regierung akzeptiert wurden: „Wir, die Seringueros, verstehen, dass der Amazonas nicht in ein unantastbares Heiligtum verwandelt werden kann. Andererseits verstehen wir auch, dass es einen dringenden Entwicklungsbedarf gibt, ohne jedoch das Leben der Völker des Planeten zu gefährden.“ Er sagte: „Am Anfang habe ich die Seringueros verteidigt, dann habe ich verstanden, dass ich die Natur verteidigen muss, und schließlich habe ich erkannt, dass ich die Menschheit verteidigen muss. Deshalb schlagen wir eine Alternative zur Erhaltung des Urwaldes vor, die gleichzeitig ökonomisch sein kann. Wir dachten damals daran, die Rohstoffreserven zu schaffen“ (vgl. Grzybowski, C., (org.) Der Wille des Urwaldmenschen: Chico Mendes allein, FASE, Rio de Janeiro 1989, S. 24). Er selbst erklärte, wie es funktionieren würde: „In den Rohstoffreserven werden wir die Produkte vermarkten und industrialisieren, die der Urwald uns großzügig gewährt. Die Universität muss die Rohstoffreserve begleiten. Nur auf diese Weise kann der Amazonas erhalten bleiben. Diese Reserve hat keine Eigentümer. Es wird ein gemeindliches Gut der Gemeinschaft sein. Wir werden den Nießbrauch haben, nicht das Eigentum“ (vgl. Jornal do Brasil, 24.12.1988). „Auf diese Weise würden wir eine Alternative zum wilden Abbau finden, der nur den Spekulanten Vorteile bringt. Ein in Acre geschnittener Mahagonibaum kostet 1 bis 5 Dollar. Der Verkauf auf dem europäischen Markt kostet zwischen 3 und 5 Tausend US-Dollar.“ An Heiligabend 1988 fiel er dem Hass der Feinde der Natur und der Menschheit zum Opfer. Er wurde mit fünf Kugeln getötet. Er verließ sein Amazonas-Leben, um in die universelle Geschichte und das kollektive Unterbewusstsein der Menschen einzutreten, die unseren Planeten und seine Artenvielfalt lieben. Chico Mendes ist zu einem Archetyp geworden, der den Kampf für den Erhalt des Amazonas-Regenwaldes und der Völker des Urwalds fördert, welcher jetzt von Millionen von Menschen auf der ganzen Welt übernommen wird. Wir verstehen die Empörung vieler G7-Mitglieder unter der Führung des französischen Präsidenten E. Macron über die von Präsident Bolsonaro verursachte irrationale Verwüstung. Er begeht ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit und verdient, dafür vor Gericht gestellt zu werden. Der Amazonas ist ein Gemeinwohl der Menschheit. Die Amazonas-Megaprojekte (Brasilien und das Ausland) offenbaren die Art der räuberischen Entwicklung des Kapitalismus. Es produziert nur Wachstum, das sich einige auf Kosten des Urwalds und des Elends seiner Völker angeeignet haben. Dies widerspricht dem Leben und ist ein Feind der Erde. Es ist das Ergebnis einer wahnsinnigen Irrationalität. Bei solchen pharaonischen Projekten werden Entscheidungen ohne angemessene Informationen in kalten Büros getroffen, abseits der bezaubernden Landschaft, blind für die flehenden Gesichter der Sertanejos und gleichgültig gegenüber den unschuldigen Augen des indigenen Volkes. Dies sind Entscheidungen, die von Menschen ohne Empathie getroffen werden, die weder Respekt vor dem Urwald haben noch menschliche Solidarität verspüren. Das Arbeitsprojekt der Amazonas-Synode ist anders. Dort ist die Stimme, auf die am meisten gehört wird und die die stärkste Präsenz hat, die der Völker des Urwalds. Sie wissen, wie man sie schützt. Sie haben die besten Vorschläge, indem sie den Schutz des Urwaldes mit der Gewinnung und Produktion ihrer natürlichen Vermögenswerte verbinden. Diese “Entwicklung”, die mit den Menschen und für die Menschen gemacht wird, delegitimiert die vorherrschende Idee, insbesondere die des Agrobusiness, dass Wälder und Dschungel ausgerottet werden müssen, weil sonst die Moderne nicht gedeihen könne. Studien haben gezeigt, dass es nicht notwendig ist, den Amazonas-Regenwald zu zerstören, um Wohlstand zu erlangen. Die Gewinnung von Früchten aus Palmen (Açaí, Burití oder Moriche, Bacába oder Milpesillo, Chontaduro usw.), Paranüssen, Kautschuk, pflanzlichen Ölen und Farbstoffen, alkaloiden Substanzen für die Pharmakologie, Substanzen mit herbizidem und fungizidem Wert sind profitabler als alle Entwaldung, die unter der Regierung von Bolsonaro um mehr als 230% angestiegen ist. Nur 10% von Roxas (Land der Indigenen), das bereits als fruchtbar eingestuft wurde, können in große landwirtschaftliche Produktivitätsgebiete umgewandelt werden. Die Ausbeutung von Mineralien und Holz kann mit einer dauerhaften Wiederaufforstung einhergehen, die die grüne Natur der betroffenen Gebiete sichert (vgl. Moran, E., Die menschliche Wirtschaft der Amazonasbevölkerung, Vozes, Petrópolis 1990, 293 und 404-405) Schubart, H., Ökologie und Nutzung der Wälder, in Salati, E., Amazonien, Entwicklung, Integration, Ökologie, aa O. 101-143). Der Amazonas kann ein Testort für eine mögliche Alternative sein, in Übereinstimmung mit dem Rhythmus seiner überschwänglichen Natur die Weisheit der ursprünglichen Völker zu respektieren und zu schätzen. Chico Mendes wird für die Amazonas-Synode, die im Oktober 2019 in Rom stattfindet, ein Paradigmenbeispiel und eine Quelle der Inspiration sein.

 Leonardo Boff Ökologe-Theologe-Philosoph, Erdcharta Kommissioner

Como o Sínodo Panamazônico pode nos surpreender

Entre os dias 6-27 de outubro acontecerá em Roma o Sínodo Panamazônico. Já em 1974 o Papa Paulo VI instituíu a figura do Sínodo, primeiro dos dos Bispos, com representantes de todos os continentes mas também os Sínodos regionais como o Sínodo dos Bispos holandeses em 1980 e o Sínodo dos bispos alemães que está ocorrendo em 2019 e outros.

O sínodo, cujo significado etimológico significa “fazer um caminho juntos” representa uma ocasião para as Igrejas locais ou regionais tomarem o pulso do caminhar de suas igrejas, analisando os problemas, identificando os desafios e buscando juntos caminhos de implementação e atualização do evangelho.

Especial relevância é o Sínodo Panamazônico, pois revela um duplo grau de consciência  no próprio tema básico: “Novos caminhos para a Igreja e para a Ecologia integral”.Trata-se de definir um outro tipo de presença da Igreja nas Américas e especificamente nesta vasta região amazônica que recobre 9 países numa extensão de mais de 8 milhões de kilômetros quadrados. O outro grau de consciência desponta na importância que a Amazônia possui para o equilíbrio da Terra e para o futuro da vida e da humanidade.

A Igreja romano-católica na América Latina e na Amazônia era uma Igreja-espelho da Igreja-mãe da Europa. Depois de cinco séculos era se transformou numa Igreja-fonte, com um rosto afro-índio-europeu. Na homilia de abertura do Sínodo, no dia 4 de outubro, o Papa Francisco disse claramente:” Quantas vezes o dom de Deus foi, não oferecido, mas imposto! Quantas vezes houve colonização em vez de evangelização! Deus nos preserve da ganância dos novos colonialismos”. Numa outra ocasião em Puerto Maldonado no Peru, fez um pedido de perdão, nunca feito por nenhum Papa antes:”Peço humildemente perdão, não apenas pelas ofensas da própria Igreja mas pelos crimes contra os povos originários durante a conquista da América”.

No Instrumento de Trabalho, em preparação ao Sínodo, se pede que sejam ordenados “viri probati”, quer dizer, homens casados, comprovamente honrados, especialmente indígenas, para serem ordenados sacerdotes. O bispo emérito do Xingu, a maior diocese do mundo, Dom Erwin Kräutler, sugeriu ao Papa que ao invés de dizer “viri probati”(homens) se diga “personae probatae (pessoas comprovadas),o que inclui as mulheres. Diz ele: elas nas comunidades fazem tudo o que o padre faz, menos consagrar o pão e o vinho. Por que não conceder-lhes também esta missão? Maria, deu à luz Jesus, o Filho de Deus. Suas irmãs, as mulheres, por que não podem representá-lo? Ademais o texto diz que se dará às mulheres uma missão especial. Bem poderia ser, como é feito em todas as demais igrejas cristãs, que mulheres se tornem, a seu jeito, também sacerdotes.

Esse Papa é inovador e corajoso. Dizem os melhores teólogos que não há nenhum dogma e nenhuma doutrina que impeçam às mulheres de representar o Cristo. Teologicamente não é o padre que consagra. É Cristo quem consagra. O padre apenas lhe dá visibilidade. Só o patriarcalismo ainda reinante impede de ordenar mulheres.

A questão mais aguda e importante é a salvaguarda do bioma amazônico. Essa vasta região foi objeto de pesquisa de grande cientistas já há dois séculos. Dizia Euclides da Cunha em seus ensaios amazônicos:”A inteligência humana não suportaria o peso da realidade portentosa da Amazônia; terá que crescer com ela, adaptando-se-lhe, para dominá-la (Vozes 1976,p.15). Ela é o grande filtro do mundo que sequestra o dióxido de carbono, mitiga o aquecimento global e nos entrega oxigênio. Nela a biodiversidade é tanta que “em poucos hectares da floresta amazônica existe um número de espécies de plantas e de insetos maior que toda a flora e fauna da Europa”nos diz o grande especialista E.Salati.

Mas seu significado maior reside na imensidão das águas, seja dos rios volantes (umidade das árvores, mil litros por copas de 20 metros) seja da superfície do rio, seja do imenso aquífero Alter do Chão. Sem a preservação da floresta em pé, o Amazonas pode se transformar num deserto como o Saara que há 15 mil anos era uma espécie de Amazônia,com o rio Nilo desaguando no Atlântico. Cinquenta billhões de toneladas de dióxido de carbono seriam lançadas ao céu, caso a Amazônia fosse desflorestada, tornando impossível a vida no sul do Continente.

O papa se referiu à situação da Amazônia ao analisar a situação atual do mundo,”a Terra é cada vez mais interconectada e habitada por povos que fazem parte de uma comunidade global; por exemplo, o problema dos incêndios na Amazônia, não é apenas daquela região. É um problema mundial, assim como o fenômeno migratório”.

Mais e mais cresce a consciência de que o bioma amazônico é um Bem Comum da Terra e da Humanidade. O apelo à soberania de cada país, se move ainda no velho paradigma que dividia o planeta em partes. Agora se trata de reunir as partes e construir a Casa Comum para nós e para toda a comunidade de vida. O Brasil não é dono da Amazônia (63%), é apenas seu administrador, agora sob o novo governo, de forma altamente irresponsável. Faz pouco caso dos incêndios e em função dos minérios, do petróleo, de hidrelétricas e de outras riquezas, incentiva grandes projetos que ameaçam os povos originários – aqueles que sabem cuidar e preservar a floresta – e o equilíbrio ecológico de toda a Casa Comum.

Corre um projeto subscrito por dezenas de caciques, bispos, autoridades, cientistas e outros a ser apresentado no Sínodo que é de declarar a “Amazônia, santuário intangível da Casa Comum”!
Como a UNESCO já tombou vários biomas em vários países, por que não fazê-lo da Amazônia, na qual se joga, em parte, o futuro da vitalidade da Terra e de nossa civilização?

Leonardo Boff é ecoteólogo, filósofoe escritor.

 

A Amazônia: Bem Comum da Terra e da Humanidade

Os recentes incêndios da Amazônia brasileira e boliviana,mais as discussões dos G7 em Biaritz em setembro trouxeram à baila a importância do bioma amazônico para o equilíbrio e, eventualmente, para o futuro da vida.Quem melhor viu a questão em seu aspecto global foi Emmanue Macron da França.
Os descaso com que o presidente do Brasil tratou a questão ambiental, negando os dados científicos mais sérios e as ameaças às reservas indígenas, acrescido ainda o desmonte feito pelo ministro do Meio Ambiente dos principais organismos de proteção da floresta e das terras indígenas e da vigilância do avanço descontrolado do agronegócio sobre a mata virgem, mostraram a gravidade da situação. Diante de madereirios o Presidente,de forma igorante das consequeências ecológicas e numa restrita concepção de siberabia como se estívessemos ainda a alguns séculos passados, dizia a madeireiros que o que conta não são plantas em pé, mas em seu lugar a extrração de misérias. E eles aplaudiam ávidos dos luvros e indiferentes às vidas sacrificadas da biodiversidade e dos povos da floresta.
Note-se no entanto, que seegundo notáveis especialistas internacionais, a Amazônia é a segunda área mais vulnerável do planeta em relação à mudança climática provocada pelos seres humanos.
O próprio Papa Francisco advertiu “que o futuro da humanidade e da Terra está vinculado ao futuro da Amazônia; pela primeira vez, se manifesta com tanta claridade que desafios, conflitos e oportunidades emergentes em um território, são a expressão dramática do momento que atravessa a sobrevivência do planeta Terra e a convivência de toda a humanidade”.
São palavras graves, menosprezadas pelas grandes corporações depredadoras, porque se dariam conta de que deveriam trocar de modo de produção, de consumo e de descarte. Mas preferem o lucro que a salvaguarda da vida humana e terrenal.
Não sem razão, o Papa Francisco convocou O Sínodo Panamazônico para agora em outubro do corrente ano cujo tema é:”Amazônia:novos caminhos para a Igreja e para uma ecologia integral”. Trata-se de uma aplicação de sua encíclica “sobre o cuidado da Casa Comum” para evitar uma catástrofe socioecológica mundial. Não se trata de uma ecologia ambiental e verde mas de uma ecologia integral, que envolve o ambiente, a sociedade, a política, a economia, o cotidiano e a dimensão espiritual.
Além disso quer favorececer uma eclesiogênese, o nascimento de uma Igreja nascida do encontro do evangelho com as cuturas originárias. Que elas façam o que os cristãos nos inícios fizeram que foi dialogar com as culturas gregas, latina e germânica e mais tarde com a moderna e criar sua síntese que resultou no atual cristianismo. Os indégenas são convidados a seguir o mesmo caminho, de onde nasce uma Igreja de rosto indígenas, com suas liturgias próprias e, provavemente, com homes casados e ordenados sacerdotes.
Consideremos alguns dados gerais sobre o bioma amazônico: cobre uma extensão de 8.129.057 Km2 com nove países: Brasil (67%), Peru (13%), Bolívia (11%), Colômbia (6%), Equador (2%), Venezuela(1%), Suriname,Guiana e Guiana francesa (0,15). Vivem aí 37.731.569 habitantes, sendo que 2,8 milhões são indígenas de 390 povos distintos falando 240 idiomas, da rica matriz de 49 ramos linguísticos, um fenômeno inigualável na história da linguística mundial.
Existem três rios amazônicos: o visível, da superfície, o aéreo, os chamados “rios volantes”(cada copa de árvore com 20 metros de extensão produz 1000 litros de umidade que vão trazer chuvas para o cerrado, para o sul, até o norte da Argentina); o terceiro invisível é o rio “rez do chão”(não confundir com o lugarejo turístico Rez do Chão), um rio subterrâneo que corre debaixo do atual Amazonas.
Todo o bioma amazônico constitui um Bem Comum da Terra e da Humanidade.Na visão dos astronautas isso é evidente: da Lua ou de suas naves espaciais, Terra e Humanidade formam uma única entidade. O ser humano é aquela porção da Terra que começou a sentir, pensar, amar e cuidar. Somos Terra, como enfatiza o Papa e a própria Bíblia. A própria Terra é viva, Gaia, que origina todas as formas de vida.
Agora, na fase planetária, todos nos encontramos numa mesma e única Casa Comum. O tempo das nações está passando; agora é o tempo da Terra, admiistrada por um corpo multipolar e orgânica para atender aos problemas da única Casa Comum e de seus habitantes. Será, como já previa Immanel Kant no seu último livro “A Paz Perpétua” de 1789, a República Mundial (Welrepublick) sob a égide da hospitalidade universal e da vigência dos direitos humanos, o mais sagrado que o Criador nos concedeu. Temos que nos organizar para garantir os meios que sustentarão a nossa vida e a da natureza. Ninguém é dono da Terra. Ela é o nosso maior Bem Comum. Todos têm direito de estar nela. Como a Amazônia é parte da Terra, ninguém pode considerar só seu o que é um Bem de todos e para todos.
O Brasil, no máximo, possui a administração da parte brasileira (67%) e o faz de forma irresponsável.Daí a preocupação geral.
Atualmente o bioma amazônico é objeto da cobiça mundial por causa de suas riquezas. Usa-se muita violência. Há na Amazônia brasileira,a partir dos meados dos anos 1980 mais de 12 mártires o último a religiosa norte-americana Doroty Stang, indígenas, leigos e religiosos; no Equador 6, no Peru 2 e na Colômbia inumeráveis.
Os G 7 reunidos em Biaritz, se deram conta da importância do bioma amazônico para o equilíbrio dos climas e da própria Terra. Suponho que a veem convencionalmente ainda como um baú de recursos para seus projetos econômicos. Suspeito que não incorporaram a visão da nova ecologia que entende a Terra como um super-orgnismo vivo e nós parte dele e não seus senhores. Mas muitos conhecem estas discussões no âmbito da eclogia, da cosmologia e das demais ciências da vida e da Terra.
Caso a Amazônia fosse totalmente abatida, todo o sul do Brasil até o norte da Argentina e do Uruguai se transformariam lentamente numa savana e até em alguns lugares num deserto. Daí a vital importância desse bioma multinacional.
A irresponsabilidade de Bolsonaro é de tal monta que juristas mundiais cogitam acusá-lo de ecocídio, crime reconhecido pela ONU em 2006 e levá-lo ao tribunal dos crimes contra a humanidade. Derrubar a floresta é afetar o regime das águas. A água é um bem natural, vital, comum e insubstituível. Sem água não há vida. Bolsonara se faria com suas políticas atrasadas de mineração e de extrativismo de riquezas, abundantes nesse bioma.
Termino com palavras de um indígena ianomâmi Miguel Xapuri Ianomâmi:
“Vocês têm Deus, nós temos Omama. Ela criou a vida, criou os ianomâmis, permite tudo o que acontece. Nós nos comunicamos com ela permanentemente”. Quem do mundo secularalizado falaria de coração desta forma?

Leonardo Boff é eco-teólogo, filósofo e escritor.

“Vc envenena o planeta e semeia a morte e logo será tarde demais para mudar”: cacique Raoni dos Kayapó

“Vc envenena o planeta e semeia a morte e logo será tarde demais para mudar”: cacique Raoni dos Kayapó
Leonardo Boff
Esta advertência do Cacique Raoni Metuktire, do povo Kayapó, foi publicada no jornal The Guardian,e difundida entre nós pela Midia Ninja http://midianinja.org/news/nos-povos-da-amazonia-estamos-cheios-de-medo-em-breve-voces-tambem-terao-diz-cacique-raoni/ Os povos originários são portadores de grande sabedoria ancestral e pressentem o que pode ocorrer com os humanos e com a natureza quando cortamos nossa conexão com ela e não nos sentirmo parte dela. Eles falam dentro do paradigma da grande tradição da humanidade (dos espíritos e da vida das florestas, dos rios em toda a natureza) que se combina bem com a visão da nova cosmologia e biologia que entrevêem a vida e o espírito existindo antes no universo e por isso em nós. O princípio  do espirito é o mesmo em todos  mas sua realização se dá de modos diferentes nos distintos seres especialmente nos seres humanos, O espírito porque está primeiro no universo,está agora também em nós. Raoni foi injustamente caluniado,diante dos representantes de 192 povos na Assembléia da ONU no perturbador discurso do Presidente do Brasil,no dia 24 de setembro. Como reparação e profunda solidariedade a ele, publicamos um texto seu que está correndo o mundo. Raoni nos faz pensar, pois sua advertência é séria, de quem conhece a lógica da natureza e como ela nos poderá afetar se não entrarmos em sintonia com ela, pois nos pertencemos mutuamente.

Eis palavras severas do cacique Raoni:

“Por muitos anos, nós, os líderes indígenas e os povos da Amazônia, temos avisado vocês, nossos irmãos que causaram tantos danos às nossas florestas. O que você está fazendo mudará o mundo inteiro e destruirá nossa casa – e destruirá sua casa também.
Temos deixado de lado nossa história dividida para nos unirmos.

Apenas uma geração atrás, muitos de nossos povos estavam lutando entre si, mas agora estamos juntos, lutando juntos contra nosso inimigo comum. E esse inimigo comum é você, os povos não-indígenas que invadiram nossas terras e agora estão queimando até mesmo aquelas pequenas partes das florestas onde vivemos que você deixou para nós. O presidente Bolsonaro do Brasil está incentivando os proprietários de fazendas perto de nossas terras a limpar a floresta – e ele não está fazendo nada para impedir que invadam nosso território.

Pedimos que você pare o que está fazendo, pare a destruição, pare o seu ataque aos espíritos da Terra. Quando você corta as árvores, agride os espíritos de nossos ancestrais. Quando você procura minerais, empala o coração da Terra. E quando você derrama venenos na terra e nos rios – produtos químicos da agricultura e mercúrio das minas de ouro – você enfraquece os espíritos, as plantas, os animais e a própria Terra. Quando você enfraquece a Terra assim, ela começa a morrer. Se a Terra morrer, se nossa Terra morrer, nenhum de nós será capaz de viver, e todos nós também morreremos.

Por que você faz isso? Você diz que é para desenvolvimento – mas que tipo de desenvolvimento tira a riqueza da floresta e a substitui por apenas um tipo de planta ou um tipo de animal? Onde os espíritos nos deram tudo o que precisávamos para uma vida feliz – toda a nossa comida, nossas casas, nossos remédios – agora só há soja ou gado. Para quem é esse desenvolvimento? Apenas algumas pessoas vivem nas terras agrícolas; eles não podem apoiar muitas pessoas e são estéreis.

Você destrói nossas terras, envenena o planeta e semeia a morte, porque está perdido. E logo será tarde demais para mudar

Então, por que você faz isso? Podemos ver que é para que alguns de vocês possam obter uma grande quantia de dinheiro. Na língua Kayapó, chamamos seu dinheiro de piu caprim, “folhas tristes”, porque é uma coisa morta e inútil, e traz apenas danos e tristeza.

Quando seu dinheiro entra em nossas comunidades, muitas vezes causa grandes problemas, separando nosso pessoal. E podemos ver que faz o mesmo em suas cidades, onde o que você chama de gente rica vive isolado de todos os outros, com medo de que outras pessoas venham tirar seu piu caprim. Enquanto isso, outras pessoas passam fome ou vivem na miséria porque não têm dinheiro suficiente para conseguir comida para si e para seus filhos.
Mas essas pessoas ricas vão morrer, como todos nós vamos morrer. E quando seus espíritos forem separados de seus corpos, seus espíritos ficarão tristes e vão sofrer, porque enquanto vivos fizeram com que muitas outras pessoas sofressem em vez de ajudá-las, em vez de garantir que todos os outros tenham o suficiente para comer, antes de alimentar a si próprio, como é o nosso caminho, o caminho dos Kayapó, o caminho dos povos indígenas.

Você tem que mudar a sua maneira de viver porque está perdido, você se perdeu. Onde você está indo é apenas o caminho da destruição e da morte. Para viver, você deve respeitar o mundo, as árvores, as plantas, os animais, os rios e até a própria Terra. Porque todas essas coisas têm espíritos, todas elas são espíritos, e sem os espíritos a Terra morrerá, a chuva irá parar e as plantas alimentares murcharão e morrerão também.

Todos nós respiramos esse ar, todos bebemos a mesma água. Vivemos neste planeta. Precisamos proteger a Terra. Se não o fizermos, os grandes ventos virão e destruirão a floresta.

Então você sentirá o medo que nós sentimos”.

Cacique Raoni Metuktire, da nação Kayapó.

Fonte: http://midianinja.org/news/nos-povos-da-amazonia-estamos-cheios-de-medo-em-breve-voces-tambem-terao-diz-cacique-raoni/