Amazonas: weder wild noch Lunge oder Kornspeicher der Erde

Die Amazonas-Synode, die im Oktober dieses Jahres in Rom stattfinden wird, bedarf tieferer Kenntnisse des Ökosystems des Amazonas. Einige Mythen müssen widerlegt werden.

Der erste Mythos: die indigene Bevölkerung ist wild, völlig naturverbunden und daher in perfekter Harmonie mit der Natur. Die Indigenen folgen nicht kulturellen, sondern natürlichen Kriterien. Sie befinden sich in einer Art biologischen Siesta mit der Natur, in einer perfekten und passiven Anpassung an deren Rhythmen und Logik.

Diese Ökologisierung der Indigenen ist eine Phantasie, die aus der Ermüdungserscheinung des urbanen Lebens mit seiner exzessiven Technologie und Künstlichkeit resultiert

Was wir sagen können ist, dass die Amazonas-Indigenen Menschen wie alle anderen sind, und als solche sind sie in ständiger Interaktion mit der Umwelt.

Was wir sagen können, ist, dass die Amazon-Indigenen wie jeder andere Mensch sind, und als solche sind sie in ständiger Interaktion mit der Umwelt. Mehr und mehr zeigt die Forschung die Wechselwirkung zwischen Indigenen und der Natur und ihre gegenseitigen Auswirkungen aufeinander. Die Beziehungen sind nicht “natürlich”, sondern kulturell, wie unsere, in einem komplizierten Netz der Gegenseitigkeit. Vielleicht haben die Indigenen etwas Einzigartiges, das sie vom modernen Menschen unterscheidet: Sie erleben und verstehen die Natur als Teil ihrer Gesellschaft und Kultur, eine Erweiterung ihres persönlichen und sozialen Körpers. Für sie ist die Natur nicht, wie sie für den modernen Menschen ist, ein stummes und neutrales Objekt. Die Natur spricht und die Indigenen hören und verstehen ihre Stimme und ihre Botschaft. Die Natur ist Teil der Gesellschaft und die Gesellschaft ist Teil der Natur, in einem ständigen Prozess der gegenseitigen Anpassung. Aus diesem Grund sind die Indigenen viel besser integriert als wir. Wir können viel von der Beziehung lernen, die die Indigenen mit der Natur pflegen.

Der zweite Mythos: Der Amazonas ist die Lunge der Welt. Spezialisten bestätigen, dass sich der Amazonas-Urwald in einem Zustand des Höhepunkts befindet. Das heißt, der Amazonas ist in einem optimalen Zustand des Lebens, in einem dynamischen Gleichgewicht, in dem alles gut genutzt wird und somit alles im Gleichgewicht ist. Die von Pflanzen eingefangene Energie wird durch die Wechselwirkungen der Nahrungskette sinnvoll genutzt. Der Sauerstoff, den sie tagsüber durch Photosynthese freigeben, wird nachts von den Pflanzen selbst und anderen lebenden Organismen genutzt. Daher ist der Amazonas nicht die Lunge der Welt.

Allerdings funktioniert der Amazonas als großer Absorber von Kohlendioxid. Im Prozess der Photosynthese werden große Mengen Kohlenstoff absorbiert. Und Kohlendioxid ist eine Hauptursache für den Treibhauseffekt, der die Erde erwärmt (in den letzten 100 Jahren erwärmte sie sich um 25%). Wenn eines Tages der Amazonas vollständig entwaldet würde, würden fast 50 Milliarden Tonnen Kohlendioxid pro Jahr in die Atmosphäre gelangen. Das würde zu einem massiven Aussterben lebender Organismen führen.

Der dritte Mythos: der Amazonas als Brotkorb der Welt. Das dachten die ersten Entdecker, wie von Humboldt und Bonpland und die brasilianischen Planer, als das Militär an der Macht war (1964-1983). Das stimmt nicht. Die Forschung hat gezeigt, dass “der Urwald von sich selbst lebt” und zum großen Teil “für sich selbst” (vgl. Baum, V., Das Ökosystem der tropischen Regenwälder, Gießen 1986, 39). Der Urwald ist üppig, aber der Boden ist arm an Humus. Das klingt paradox. Harald Sioli, der große Spezialist für den Amazonas, brachte es auf den Punkt: “Der Urwald wächst tatsächlich auf dem Boden und nicht von dem Boden” (A Amazénia, Vozes 1985, 60). Und er erklärt: Der Boden ist nur die physische Stütze für ein kompliziertes Netz von Wurzeln. Die Wurzeln der Bäume sind miteinander verflochten und unterstützen sich gegenseitig an der Basis. Es entsteht ein immenses Gleichgewicht und Rhythmus. Der ganze Urwald bewegt sich und tanzt. Deshalb fallen auch mehrere andere Bäume, wenn ein Baum fällt.

Der Urwald behält seinen überschwänglichen Charakter, weil es eine geschlossene Nahrungskette ist. Unterstützt durch das Wasser, das aus den Blättern tropft und die Baumstämme hinunterläuft, zersetzt sich im Boden eine Bioschicht aus Blättern, Früchten, kleinen Wurzeln und wildem Tierkot. Es ist nicht der Boden, der die Bäume nährt. Es sind die Bäume, die den Boden nähren. Diese beiden Wasserquellen spülen sich ab und tragen die Exkremente von Baumbewohnern und der größeren Arten, wie Vögel, Coatis, Makaken, Faultiere und andere, sowie die unzähligen Insekten, die in den Baumkronen leben. Eine enorme Menge an Pilzen und unzählige Mikroorganismen stellen diese Nährstoffe den Wurzeln zur Verfügung. Durch die Wurzeln absorbieren die Pflanzen sie und garantieren die faszinierende Überfülle des Amazonas Hileia. Doch es ist ein geschlossenes System mit einem komplexen und fragilen Gleichgewicht. Jede kleine Abweichung kann katastrophale Folgen haben. Der Humus ist in der Regel nicht mehr als 30-40 Zentimeter tief und kann durch sintflutartige Regenfälle weggespült werden. Innerhalb kurzer Zeit würde sich Sand bilden. Ohne den Urwald würde sich der Amazonas in eine riesige Savanne oder sogar in eine Wüste verwandeln. Deshalb kann der Amazonas nie der Kornspeicher der Welt sein, sondern wird auch weiterhin der Tempel der größten Artenvielfalt sein.

Der Amazonas-Spezialist Shelton H. Davis stellte 1978 eine Wahrheit fest, die auch 2019 noch gilt: “Derzeit wird ein stiller Krieg gegen die Aborigines, gegen unschuldige Bauern und gegen das Ökosystem des Urwalds im Amazonasbecken geführt” (Opfer des Wunders, Saar 1978, 202). Bis 1968 war der Urwald praktisch intakt. Seitdem schreitet die Brutalisierung und Verwüstung des Amazons voran durch die großen Wasserkraft-Projekte und die Agrarindustrie; und nun mit der antiökologischen Gesinnung der Regierung Bosonaro, der der wichtigste Veranwortung der grossen Urwaldbrände in grossen Teilen des Amazoniengebiet ist.

Leonardo Boff Ökologe-Theologe-Philosop  von der Erdcharte Kommission

 

El legado de Chico Mendes para el Sínodo Panamazónico

Chico Mendes es un hijo genuino de la selva, identificado con ella. Pronto se dio cuenta de que el desarrollo actual prescinde de la naturaleza y que se hace contra ella, pues la ve más como un estorbo que como un aliado. Fue uno de los pocos que entendió la sostenibilidad como equilibrio dinámico y autorregulador de la Tierra, gracias a la cadena de interdependencias entre todos los seres, especialmente, los seres os vivos que viven de recursos reciclados permanentemente y, por eso, sostenibles indefinidamente. La Amazonia es el mayor ejemplo de esta sostenibilidad natural.

Los que lo conocimos y gozamos de su amistad sabemos de su profunda identificación con la selva amazónica, con su inmensa biodiversidad, con los seringales (plantaciones de árboles de caucho), con los animales, con la menor señal de vida del bosque. Tenía el espíritu de un san Francisco moderno.

Dividía su tiempo entre la ciudad y la selva. Cuando estaba en la ciudad oía fuertemente la llamada de la selva, en su cuerpo y en su alma. Se sentía parte de ella y no sobre ella. Por eso cada cierto tiempo regresaba a su seringal y a la comunión con la naturaleza. Ahí se sentía en su hábitat, en su verdadera casa.

Pero su conciencia socioecológica lo hacía dejar por algún tiempo la selva para organizar a los seringueros (trabajadores del caucho), fundar células sindicales y participar en las luchas de resistencia: los famosos “empates”, estrategia por la cual los seringueros junto con sus niños, sus ancianos y otros aliados se apostaban pacíficamente delante de las máquinas taladoras, impidiéndoles derribar los árboles.

Frente a la quemas, como las que hay actualmente en la Amazonia, que en 2019 han tenido 74,155 focos alcanzando 18.627 km2, Chico Mendes sugirió, en nombre del movimiento de los pueblos de la selva, la creación de reservas extractivas, aceptadas por el Gobierno Federal en 1987. Bien decía: “nosotros los seringueros entendemos que la Amazonia no puede transformarse en un santuario intocable. Por otro lado, entendemos también que hay una necesidad urgente de desarrollo, pero sin talar y con esto amenazar la vida de los pueblos del planeta”.

Afirmó: “al principio defendía a los seringueros, después comprendí que debía defender la naturaleza y finalmente me di cuenta de que debía defender a la humanidad. Por eso proponemos una alternativa de preservación de la selva que sea al mismo tiempo económica. Pensamos entonces en crear la reserva extractiva” (cf. Grzybowski, C., (org.) El testamento del Hombre de la Selva: Chico Mendes por él mismo, FASE, Rio de Janeiro 1989 p.24).

Él mismo explicaba cómo iba a funcionar: “En las reservas extractivas vamos a comercializar e industrializar los productos que la selva nos concede generosamente. La universidad debe acompañar la reserva extractiva. Ella es la única salida para que la Amazonia no desaparezca. Esa reserva no tendrá propietarios. Va a ser un bien común de la comunidad. Tendremos el usufructo, no la propiedad” (cf. Jornal do Brasil 24/12/1988). “De este modo se encontraría una alternativa al extractivismo salvaje que solamente trae beneficios a los especuladores. Un árbol de caoba cortado en Acre cuesta de 1 a 5 dólares; vendido en el mercado europeo cuesta de 3 a 5 mil dólares”.

En vísperas de la Navidad de 1988 fue víctima de la saña de los enemigos de la naturaleza y de la humanidad. Fue asesinado con 5 balazos. Dejó la vida amazónica para entrar en la historia universal y en el inconsciente colectivo de las personas que aman nuestro planeta y su biodiversidad.

Chico Mendes se ha convertido en un arquetipo que anima la lucha por la preservación de la selva amazónica y de los pueblos de la selva, asumida ahora por millones de personas. Entendemos la indignación de muchos miembros del G7, liderados por E. Macron, presidente de Francia, contra la devastación irracional promovida por el presidente Bolsonaro. Comete un crimen contra la humanidad, un ecocídio ya definido como crímen por la ONU en 2006, y solo por eso mereceria ser juzgado por ecocidio. La Amazonia es un Bien Común de la Humanidad.Brasil tiene solo la administración, por sinal, muy mala y irresposable.

Los megaproyectos amazónicos (brasileños y extranjeros) ponen de manifiesto el tipo de desarrollo depredador del capitalismo. Produce solo crecimiento, del que se han apropiado algunos a expensas de la selva y de la miseria de sus pueblos. Es contrario a la vida y enemigo de la Tierra. Es el resultado de una racionalidad demente.

Sobre tales proyectos faraónicos se toman decisiones sin las debidas informaciones en oficinas gélidas, lejos del paisaje encantador, ciegos a las caras suplicantes de los sertanejos e indiferentes a los ojos ingenuos de los indios, sin ningún vínculo de empatía ni sentido de respeto hacia la selva, ni de solidaridad humana.Ahora que todos hablan de las quemas de la selva, olvidan totalmente los pueblos originários amenazados, como si la selva seria solamente importante para la ecología. Ellos son los dueños originários y no son cosultados para nada.

Diferente es el instrumento de trabajo para el Sínodo Panamazónico, donde la voz más presente y escuchada proviene de los pueblos de la selva. Ellos saben cómo protegerla. Ofrecen las mejores sugerencias, uniendo la protección del bosque y la extracción y producción de sus bienes naturales.

Este “desarrollo”, hecho con el pueblo y para el pueblo, deslegitima la idea dominante, especialmente la del agronegocio, de que los bosques y selvas deben ser erradicados porque de lo contrario no se entraría en la modernidad.

Los estudios han demostrado que no es necesario destruir la selva amazónica para obtener riquezas. La extracción de frutas de las palmeras (açaí, burití o moriche, bacába o milpesillo, chontaduro, etc.), nuez de Brasil, caucho, aceites vegetales y colorantes, sustancias alcaloides para farmacología, sustancias de valor herbicida y fungicida rinden más que toda la deforestación, que bajo el gobierno de Bolsonaro ha crecido en más del 230%.

Solo el 10% de las tierras roxas (tierras de los indios), ya identificadas como de excelente fertilidad, pueden convertirse en áreas de la mayor producción agrícola mundial. La explotación de minerales y madera puede ir de la mano con la reforestación permanente que asegura la mancha verde de las áreas afectadas (cf. Moran, E., La economía humana de las poblaciones amazónicas, Vozes, Petrópolis 1990, 293 y 404-405; Schubart, H., Ecología y utilización de las selvas , en Salati, E., Amazonia, desarrollo, integración, ecología, op.cit. 101-143).

La Amazonia es el lugar de ensayo de una alternativa posible, en consonancia con el ritmo de su naturaleza exuberante, respetando y valorando la sabiduría de los pueblos originarios.

Chico Mendes será para el Sínodo Panamazónico, que tendrá lugar en octubre de 2019 en Roma, un ejemplo paradigmático y una fuente de inspiración.

*Leonardo Boff es ecoteólogo y filósofo y ha escrito Cómo cuidar de la Casa Común: una ética de la Tierra, Vozes 2018.

Traducción de Mª José Gavito Milano

 

 

 

 

O legado de Chico Mendes para o Sínodo Panamazônico

Chico Mendes é um lídimo filho da floresta, identificado com ela. Cedo se deu conta de que o atual desenvovlvimento prescinde da natureza e que se faz contra ela, pois, a vê antes como um estorvo que como um aliado. Foi um dos poucos que entendeu a sustentabilidade como equilíbrio dinâmico e autoregulador da Terra, graças a cadeia de interdependências entre todos os seres, especialmente, dos vivos que vivem de recursos permanentemente reciclados e, por isso, indefinidamente sustentáveis. A Amazônia é o exemplo maior desta sustentabilidade natural.

Nós que o conhecemos e com quem privamos de amizade, sabemos de sua profunda identificação com a floresta amazônica, com sua imensa biodiversidade, com os seringais, com os animais, com o mais leve sinal de vida da mata. Tinha o espírito de um São Francisco moderno.

Dividia seu tempo entre a cidade e a selva. Mas quando estava na cidade ouvia fortemente o chamado da selva, em seu corpo e em sua alma. Percebia-se parte dela e não sobre ela. Por isso, regressava de tempos em tempos ao seu seringal e à comunhão com a natureza. Aí sentia-se em seu habitat, em sua verdadeira casa.

Mas sua consciência socioecológica o fazia deixar, por algum tempo, a floresta para organizar os seringueiros, fundar células sindicais e participar das lutas de resistência: os famosos “empates”, estratégia pela qual os seringueiros junto com suas crianças, velhos e outros aliados se postavam pacificamente diante das máquinas dos desmatadores, impedindo-lhes de derrubar as árvores.

Face às queimadas como as atuais da Amazônia que em 2019, foram de 74,155, focos atingindo 18.627 km2, Chico Mendes sugeriu em nome do movimento dos povos da floresta a criação de reservas extrativistas, aceitas pelo Governo Federal em 1987. Bem dizia: “nós seringueiros, entendemos que a Amazônia não pode se transformar num santuário intocável. Por outro lado, entendemos também que há uma necessidade urgente de desenvolvimento, mas sem desmatar e com isto ameaçar a vida dos povos do planeta”.

Afirmou:“no início defendia os seringueiros, depois compreendi que devia defender a natureza e por fim, percebi que devia defender a Humanidade. Por isso propomos uma alternativa de preservação da floresta que fosse ao mesmo tempo econômica. Então pensamos na criação da reserva extrativista” (cf. Grzybowski, C.,(org.) O testamento do Homem da Floresta: Chico Mendes por ele mesmo, FASE, Rio de Janeiro 1989 p.24).

Ele mesmo explica como funciona:”Nas reservas extrativistas nós vamos comercializar e industrializar os produtos que a floresta generosamente nos concede. A universidade precisa acompanhar a reserva extrativista. Ela é a única saída para a Amazônia não desaparecer. E mais : essa reserva não terá proprietários. Ela vai ser um bem comum da comunidade. Teremos o uso-fruto não a propriedade” (cf. Jornal do Brasil 24/12/1988).“Destarte se encontraria uma alternativa ao extrativismo selvagem que somente traz vantagens aos especuladores. Uma árvore de mogno, cortada no Acre, custa de 1-5 dólares; vendida no mercado europeu custa cerca de 3-5 mil dólares”.

Na véspera do Natal de 1988 foi vítima da sanha dos inimigos da natureza e da humanidade. Foi assassinado com 5 balas. Deixou a vida amazônica para entrar na história universal e no inconsciente coletivo dos que amam nosso planeta e sua biodiversidade.

Chico Mendes virou um arquétipo que anima a luta pela preservação da floresta amazônica e dos povos da floresta, hoje assumida por milhões de pessoas. Entendemos a indignação de muitos membros do G 7, liderados por E.Macron, presidente da França, contra a devastação irracional promovida pelo Presidente Bolsonaro. Comete um crime contra Humanidade e mereceria ser julgado por esse crime. A Amazônia é um Bem Comum da Humanidade.

Os megaprojetos amazônicos (brasileiros e estrangeiros) refutam o tipo de desenvolvimento depredador do capitalismo. Ele produz apenas crescimento, apropriado por alguns à custa da floresta e da miséria de seus povos. É contra a vida e inimigo da Terra. Ele é fruto de uma racionalidade demente.

Tais projetos faraônicos.sem as devidas informações tomam decisões em escritórios gélidos, longe da paisagem que encanta, cegos aos rostos suplicantes dos sertanejos e indiferentes aos olhos ingênuos dos índios, sem qualquer vínculo com a empatia e com o sentido de respeito da selva e de solidariedade humana.

Diferente é o Instrumento de trabalho para o Sínodo Panamazônico, onde a voz mais presente e ouvida é dos povos da floresta. Eles sabem protegê-la. Oferecem as melhores sugestões, unindo a salvaguarda da floresta e a extração e produção de seus bens naturais.

Esse “desenvolvimento” é feito para o povo e com o povo. Ele deslegitima a ideia dominante, especialmente do agronegócio de que as florestas deviam ser erradicadas. Caso contrário não se entraria na modernidade.

Os estudos mostraram que não é preciso destruir a floresta amazônica para tirar riquezas dela. A extração dos frutos das palmeiras (açai, buriti, bacaba, pupunha etc), da castanha-do-pará, da seringa, dos óleos e corantes vegetais, das substâncias alcaloides para a farmacologia, das substâncias de valor herbicida e fungicida rendem mais do que todo o desmatamento que sob o governo de Bolsonaro cresceu mais de 230%.

Só os 10% das terras roxas (terras dos índios) já identificadas de excelente fertilidade podem tornar-se áreas de maior produção agrícola mundial. A exploração de minério e de madeira podem caminhar juntos com um reflorestamento permanente que garanta a mancha verde das áreas afetadas (cf. Moran, E., A economia humana das populações na Amazônia, Vozes, Petrópolis 1990, 293 e 404-405 ; Schubart, H., Ecologia e utilização das Florestas, em Salati, E., Amazônia, desenvolvimento, integração, ecologia, op.cit. 101-143).

A Amazônia é o lugar de ensaio de uma alternativa possível, em consonância com o ritmo daquela natureza luxuriante, respeitando e valorizando a sabedoria dos povos originários.

Chico Mendes será para o Sínodo Panamazônico a realizar-se em outubro de 2019 em Roma, um exemplo paradigmático e uma fonte de inspiração.

Leonardo Boff é eco-teólogo e filósofo e escreveu Como cuidar da Casa Comum: uma ética  da Terra, Vozes 2018.

 

 

 

 

For millions of years the Amazon flowed into the Pacific

In function of the PanAmazonic Synod let’s continue delving into the history of the Amazon ecosystem.

Euclides da Cunha (1866-1909), a classic of Brazilian letters, was also a passionate researcher of the Amazon region, and in 1905 he wrote: «Human intelligence could not support the weight of the powerful reality of the Amazon, human intelligence would have to grow up with her, adapting to her in order to to dominate her» (A lost paradise, Um paraíso perdido, Collection of essays on the Amazon, Petropolis 1976,15). This statement shows the exuberant richness of this vast ecosystem..

Paradoxically, the Amazon also suffers the most violence. To see the brutal face of the predatory capitalist system, we need only to visit the Amazon. The monstrous nature of the spirit of modernity, the rationalization of the irrational and the implacable logic of the anti-nature system is visible there.

The Brazilian state, national and multinational enterprises, formed a huge trio and gave rise to what has come to be called “The Amazon mode of production”. cf. Mires, F., Discourse of nature: ecological and political in Latin America, (Discurso de la naturaleza: ecología y política en América Latina, DEI, San José 1990, 119-123). It is a form of production/ destruction that is terrifyingly predatory, applying intensive technology against nature, declaring war against the rain forest, exterminating native and adventitious populations, super exploiting the work force, even to the point of slavery, seeking production to satisfy the world market.

The continental Amazon comprises 6.5 million square kilometers, covering two fifths of Latin America, half of Peru, a third of Colombia and large parts of Bolivia, Venezuela, Guyana, French Guiana and Suriname, as well as 3.5 million square kilometers of Brazil.

Geologically, the proto-Amazon during the paleozoic era (between 550 to 230 million years ago) was a gigantic gulf opening towards the Pacific Ocean. South America was still connected to Africa. In the cenozoic era. At the start of the tertiary period, some 70 million years ago, the Andes began to emerge, and during the plioceno and the pleistoceno and for thousands and thousands of years thereafter, the Andes blocked the water from reaching the Pacific. The whole Amazon depression was converted in a liquid paradise until it found a path to the Atlantic Ocean, as is now the case. (cf.Soli,H., Amazônia, fundamentos da ecologia da maior região de florestas tropicais, Vozes, Petrópolis 1985, 15-17).

According to recent investigations, the Amazon, which with 7,100 kilometers is the world’s longest river, whose origins are found between the Mismi, (5.669 m), and the Kcahuich, (5.577 m), mountains, South of the city of Cuzco, in Peru. The Amazon is also the river with the largest flow, averaging 200,000 cubic meters flow per second. By itself, the Amazon contains from 1/5 to 1/6 of the mass of water that all of Earth’s rivers jointly launch into the oceans and seas. The principal bed of the river is an average of 4 to 5 km wide with a depth that varies from 100 meters in Obidos to 4 meters at the mouth of the Xingu river.

The Amazon offers the largest genetic heritage. As Eneas Salati, one of our finest researchers, said: «In a few hectares of the Amazon jungle there exist more species of plants and insects than all the flora and fauna of Europe» (Salati, E., Amazônia: desenvolvimento, integração, ecologia, Brasiliense/CNPq, S.Paulo 1983; cf. Leroy, J.-P., Uma chama na Amazônia, Vozes/Fase, Petrópolis 1991,184-202; Ribeiro, B., Amazônia urgente, cinco séculos de história e ecologia, Itatiaia, B.Horizonte 1990, 53). But we should not deceive ourselves: this exuberant jungle is extremely fragile, because it stands on one of the poorest and most leached soils of the Earth, as we wrote in the previous article.

According to historian Pierre Chaunu, 2 million people lived In the pre-Colombian Amazon, and in all of South America there were around 80 to 100 million; 5 million of them in Brazil.

The people of those times developed a subtle handling of the jungle, respecting her uniqueness, but at the same time, modifying the habitat to stimulate plant life that was useful for humans. As anthropologist Viveiros de Castro affirms: «The Amazon we see now is what resulted from centuries of social intervention, and the societies that live there are the result of centuries of coexistence with the Amazon» (“Sociedades indígenas y naturaleza”, en Tempo e Presença, n.261, 1992, 26). E. Miranda is still more emphatic: «Little of nature remains in the Amazon that is untouched and unaltered nature by humans» (Quando o Amazonas corria para o Pacífico, Vozes, Petrópolis 2007, 83).

There were around 1,400 tribes in pre-Cabral Brazil, 60% of them in the Amazon area. Languages were spoken that belonged to 40 groups subdivided into 94 different families; a fantastic phenomenon that caused ethnologist Berta Ribeiro to affirm that «nowhere else on Earth was found such a linguistic variety as that observed in tropical South America» (Amazônia urgente, op.cit. 75).

It is worth noting that in the interior of the Amazon jungle, 1,100 years before the arrival of the Europeans an immense space (almost an “empire”) of the tribe tupi-guarani was formed. It included territories that stretched from the Andean foothills, created by the river, up to the basin of the Paraguay and the Parana, reaching up to the North and North East to descend to the Pantanal and gaucho pampas.

Practically all of the Brazilian forest, with few exceptions, was conquered by the tupi-guarani (cf.Miranda, E., Quando o Amazonas corria para o Pacífico, op.cit.92-93). A “proto-state” was created, with extensive commerce with the Andes and the Caribbean.

This demolishes the belief in a savage character and civilizing vacuum of the Amazon.

Leonardo Boff Eco-Theologian-Philosopher Earthcharter Commission

Free translation from the Spanish sent by
Melina Alfaro, alfaro_melina@yahoo.com.ar.
Done at REFUGIO DEL RIO GRANDE, Texas, EE.UU.